Die spiegelnden Mantren 8 H und 45 t

8 H

Es wächst der Sinne Macht

Im Bunde mit der Göt­ter Schaf­fen,

Sie drückt des Denkens Kraft

Zur Traumes Dumpfheit mir herab.

Wenn göt­tlich Wesen

Sich mein­er Seele einen will,

Muss men­schlich Denken

Im Traumes­sein sich still beschei­den.

45 t

Es fes­tigt sich Gedankenmacht

Im Bunde mit der Geist­ge­burt,

Sie hellt der Sinne dumpfe Reize

Zur vollen Klarheit auf.

Wenn See­len­fülle

Sich mit dem Wel­tenwer­den einen will,

Muss Sin­nesof­fen­barung

Des Denkens Licht emp­fan­gen.

Musik zum Mantra 8 H — sehnend-sehnsüchtig — komponiert von Herbert Lippmann

Musik zum Mantra 45 t — gerechtsam — komponiert von Herbert Lippmann

Pfingsten und Valentinstag

Zu Pfin­g­sten feiern wir die Her­abkun­ft des Heili­gen Geistes auf die Gemein­schaft der zwölf Jünger mit Maria, der Mut­ter Jesu. Wir feiern die Vere­ini­gung des außer­men­schlichen, kos­mis­chen und deshalb Heili­gen Geistes mit der Men­schheit, die sich als eine männliche-patri­ar­chalis­che Zwölfheit ver­bun­den mit ein­er weib­lich-müt­ter­lichen Ein­heit darstellt.

Der Valentin­stag am 14. Feb­ru­ar ist der 40. Tag nach dem 6. Jan­u­ar, dem Tauf­tag Jesu im Jor­dan und der 52 Tag nach dem 24 Dezem­ber, seinem Geburt­stag. Die Zeitspanne von 40 Tagen beschreibt eine voll­ständi­ge Ver­wand­lung, wie sie von der Aufer­ste­hung bis Him­melfahrt verge­ht – eine Vol­len­dung. Ein zweit­er Aspekt der Vol­len­dung liegt in den 52 Tagen von der Christ­ge­burt bis zum Valentin­stag. Hier ist es ein in Tage über­set­zter Jahreszyk­lus von 52 Wochen, der sich run­det. Sieht man von der für Ostern meist notwendi­ge Anpas­sung ab, liegt der Valentin­stag zumeist in der Woche 45 t und gehört schon deshalb zu diesem Mantra. Darüber hin­aus ist diese Zuge­hörigkeit auch inhaltlich begrün­det, wie sich zeigen wird.

Obwohl mit dem Valentin­stag meist andere Inhalte ver­bun­den wer­den, ist er der 40. Tag nach der Taufe Jesu im Jor­dan. Von Jesus-Chris­tus berichtet das Evan­geli­um, dass er im Anschluss an die Taufe 40 Tage fastete. „Danach trieb der Geist Jesus in die Wüste. Dort blieb Jesus vierzig Tage lang und wurde vom Satan in Ver­suchung geführt. Er lebte bei den wilden Tieren und die Engel dien­ten ihm.“ (Markus 1,12–13) Diese 40 Tage enden am 14. Feb­ru­ar. Sie enden mit der Über­win­dung ein­er dreifachen Ver­suchung durch die Wider­sach­er. Dadurch ste­ht der Valentin­stag gle­icher­maßen auch für diese siegre­iche Tat, für diesen Meilen­stein. Denn hier­bei geht es um den im Men­schen wirk­enden Geist, um das Ich, das sein irdis­ches Zer­rbild, das Ego, über­winden muss. Damit ist der Valentin­stag die polare Ergänzung zum Pfin­gst­fest, das den außerkör­per­lichen, den Heili­gen Geist feiert. Senk­te sich der Heilige Geist zu Pfin­g­sten auf die Jünger nieder, so wurde hinge­gen durch die Über­win­dung der Ver­suchung dem men­schlichen, inkarnierten Ich durch Chris­tus der Weg geöffnet, wieder auf­steigen zu kön­nen in die geistige Welt. Der Men­sch wurde durch das Vor­bild Christi befähigt, die dreifache Ver­suchung sel­ber zu überwinden.

Die dreifache Versuchung Christi

Bei der Taufe senk­te sich der kos­mis­che Geist in Gestalt ein­er Taube auf Jesus herab und vere­inigte sich mit ihm. Dieses Ereig­nis ähnelt der pfin­gstlichen Begabung mit dem Heili­gen Geist. Was sich für Jesus-Chris­tus während der vierzig Fas­tent­age in der Wüste und deren Abschluss durch die dreifache Ver­suchung vol­l­zog, ist für den Men­schen lebenslange Auf­gabe. Rudolf Stein­er sagt über diese Prü­fun­gen: “Er [der Chris­tus] hat­te die Ver­suchung durchgemacht durch die Kraft des eige­nen Innen­we­sens, durch das, was wir heute beim Men­schen sein Ich nen­nen [nicht durch die Hil­fe von Lehrern, wie es bei der bis dahin beste­hen­den Ein­wei­hung notwendig gewe­sen war]. Er hat­te erre­icht, daß er alle Anfech­tun­gen und Ver­suchun­gen über­wun­den hat­te, die dem Men­schen ent­ge­genkom­men, wenn er hin­un­ter­steigt in den astralis­chen Leib, Äther­leib und physis­chen Leib. Das ist auch deut­lich dargestellt. Alle Ego­is­men sind dargestellt, und zwar so, daß wir über­all auf den höch­sten Grad bei ihnen aufmerk­sam gemacht werden. …

Diese drei Stufen der Ver­suchung lebt wie in einem Mod­ell, wie in einem Muster, die Chris­tus-Wesen­heit der Men­schheit vor. Und indem es ein­mal erlebt wird außer­halb der alten Mys­te­rien­stät­ten, erlebt wird durch die Kraft ein­er Wesen­heit, die in den drei men­schlichen Leibern sel­ber lebt, wird der Impuls gegeben, damit die Men­schheit in der Zukun­ft sel­ber im Fort­lauf der Entwick­elung so etwas erre­ichen kann: daß der Men­sch mit dem Ich, mit dem er in Malchuth [das „Reich“, die 10. Sephi­ra, die Erden­welt geistig gese­hen, A.F.], in dem Reiche sein kann, auch in die geistige Welt hin­auf­steigen kann. Das sollte erre­icht wer­den, daß das, was die zwei Wel­ten tren­nt, nicht mehr beste­ht, und daß der Men­sch mit dem Ich, das in Malchuth lebt, in die geisti­gen Wel­ten hin­auf­steigen kann [selb­st­be­wusst bleiben kann, A.F.]. Das war für die Men­schheit erre­icht durch die Über­win­dung der Ver­suchung, wie sie im Matthäus-Evan­geli­um (Matth. 4, 1–11) geschildert wird. Das war erre­icht, daß nun in ein­er Wesen­heit, die auf der Erde lebte, das Muster­bild da war von dem Hin­auf­tra­gen des Ich für das Reich in die höheren Reiche und höheren Wel­ten. ” (GA: 123, S.157ff)

Vielle­icht lassen sich diese drei Ver­suchun­gen als drei Entwick­lung­sher­aus­forderun­gen der Seele ver­ste­hen, um mit den drei Erschei­n­ungs­for­men der Zeit – der Gegen­wär­tigkeit, der lin­earen und der zyk­lis­chen Zeit – geist­gemäß, nicht egozen­trisch umzuge­hen. Von der Rei­hen­folge der Ver­suchun­gen folge ich nicht den Evan­gelien, son­dern Rudolf Stein­ers Darstel­lung im Fün­ften Evan­geli­um (GA 148, S. 85ff). Hier schildert er auch, welche Wider­sacher­ma­cht jew­eils am Werk ist.

Die erste Versuchung

Gegen­wär­tig zu wer­den gle­icht dem Besteigen eines hohen Berges. Die Gegen­wär­tigkeit, das ausstrahlende Bewusst­seinslicht macht das „Reich“, den See­len­raum sicht­bar. Luz­ifer wirkt seit dem Sün­den­fall in diesem See­len­raum und verur­sacht, dass das Bewusst­seinslicht als eigenes Licht erlebt wird. Deshalb erlebt sich der Men­sch egozen­trisch als Nabel der Welt und auch als ein von der Welt abge­tren­ntes Eigen­we­sen. Luz­ifer ver­spricht dem Chris­tus dieses See­len­re­ich, wenn er ihn anbetet. Doch er weiß um das wahre Reich, die Ewigkeit des Vater­gottes. Dieses Reich hat in der zyk­lis­chen Zeit ihr irdis­ches Abbild und doch ist es nicht von dieser Welt.

Die zweite Versuchung

Auf der Spitze der lin­earen Zeit zu ste­hen, am Punkt der Gegen­wart, gle­icht dem Ste­hen auf der Tem­pelzinne. Von hier aus muss in jedem Moment neu der Schritt in eine unbekan­nte Zukun­ft gewagt wer­den, die von den Engeln, den geisti­gen Mächt­en für den Men­schen bere­it­et wird. Die Engel dienen dem Men­schen. Sie tra­gen ihn, denn alle Lebe­we­sen kön­nen nur in der jew­eili­gen Gegen­wart leben. Rudolf Stein­er sagt zu dieser Ver­suchung: „Das ist in der Tat eine Sit­u­a­tion, die als ein Hin­un­ter­stürzen in den Abgrund geschildert wer­den kann. So ist sie auch im Matthäus-Evan­geli­um geschildert: wie ein Hin­un­ter­stürzen in das, woran man bis jet­zt nicht viel hat verder­ben kön­nen, in den Äther­leib und physis­chen Leib. Aber man sollte es nicht vor dem Über­winden der Lei­den­schaften und Emo­tio­nen [im Astralleib] haben. Die Chris­tus-Wesen­heit weiß das, und sie ent­geg­net dem Ver­such­er, indem sie das sich Ent­ge­gen­stel­lende durch die eigene Kraft über­windet: «Du sollst die Wesen­heit, der du dich übergeben sollst, nicht selb­st ver­suchen!» (Matth. 4, 7).“ (GA 123, 8. Vor­trag, S. 159f, Her­vorhe­bung A.F.) Der Men­sch soll sein Schick­sal nicht leicht­fer­tig auf die Probe stellen, sich nicht in den Abgrund stürzen im Glauben, das der Äther­leib, der Zeit­en- oder Leben­skräfteleib, ihn vor jedem Schaden bewahren wird. Bei dieser Ver­suchung wirken Luz­ifer und Ahri­man gemein­sam. Sie kämpfen um die Beziehung des Men­schen zur Zukun­ft, denn die Lebenss­chritte dür­fen wed­er durch Angst block­iert, noch durch Größen­wahn motiviert werden.

Die dritte Versuchung

Die zyk­lis­che Zeit ist etwas Abgeschlossenes, vol­len­detes. Der Zyk­lus als solch­er, ohne dass die lin­eare Zeit mitgedacht wird, vol­lzieht sich ohne jede Vari­a­tion. Die Him­mel­skör­p­er wan­dern auf ihren Bah­nen wie eine Him­melsmechanik. Der Zyk­lus ist „Stein“. In alter Zeit war er Träger und Bildge­bungsver­fahren der Urweisheit. Damals nährte er die Men­schen, er war „Brot“ und soll es wieder wer­den. Doch die alte Weisheit starb in den Raum hinein, wurde mate­ri­al­is­tisch. Der Zeit-Raum wurde zum irdis­chen Raum, die Zeit-Welt zur Raum-Welt. Nähren kann die zyk­lis­che Zeit die Seele nur, wenn im Zyk­lus das geistige Wort gehört wird, wenn der Zeit-Raum zum Res­o­nanzraum für den Geist wird, wie es z.B. der See­lenkalen­der sein kann. Bei dieser Ver­suchung tritt Ahri­man an Chris­tus her­an, sagt Rudolf Stein­er. Hier geht es um die Beziehung des Men­schen zur Ver­gan­gen­heit. Nur der Zeit­strom aus der Ver­gan­gen­heit, nur Ursache und Wirkung sollen Bedeu­tung haben. Nur das Gewe­sene soll den Men­schen nähren.

Auch wenn die let­z­tendliche Über­win­dung der Wider­sach­er erst mit der Aufer­ste­hung geschah, bildete die dreifache Zurück­weisung der Ver­suchun­gen den Beginn des Chris­tuswirkens unter den Men­schen. Die vom Chris­tus vorverkündigte Aus­gießung des Heili­gen Geistes zu Pfin­gst­fest bildet dage­gen den Abschluss des direk­ten Christuswirkens.

Über die Spiegelsprüche 8 H und 45 t

Die Mantren 8 H und 45 t entsprechen sich gram­ma­tisch ganz beson­ders stark, weisen jedoch durchgängig kon­trastierende Worte auf. Das Pfin­gst-Mantra 8 H ist aus der Per­spek­tive eines Ich-Sprech­ers geschrieben, das Mantra 45 t dage­gen in der unbeteiligten, beobach­t­en­den drit­ten Person.

Bei­de Mantren han­deln von Macht. Das Mantra 8 H spricht von der wach­senden Macht der Sinne, die die Denkkraft zur Dumpfheit des Traumzu­s­tands her­ab­drück­en. Das Mantra 45 t schildert, dass sich die Gedanken­macht fes­tigt und die dumpfen Reize der Sinne zur vollen Klarheit aufhellt. Im Mantra 8 H liegt die Über­ma­cht auf der Wahrnehmungs­seite der Seele (das Som­mer-Hal­b­jahr) auf dem träu­menden Hinein­schlafen in die Wahrnehmung (wie Rudolf Stein­er den Wahrnehmung­sprozess schildert). Im Mantra 45 t über­wiegt die Macht des Denkens in der Seele (das Win­ter-Hal­b­jahr), das die Sin­nes­reize ver­ar­beit­et, um sie zur vollen Klarheit aufzuhellen. In bei­den Mantren geht es also um die jew­eilige Macht, um die Kom­pe­tenz eines „Königs” in seinem Reich. „König“ sind im Mantra 8 H die Sinne im „Reich des Som­mer-Hal­b­jahres“, im Mantra 45 t die Gedanken­macht im „Reich des Winter-Halbjahres“.

Von bei­den Prozessen wird gesagt, dass sie im Bunde mit etwas geschehen. Sie sind also ver­bun­den — oder vielle­icht auch gebun­den an etwas.

Im Mantra 8 H wächst die Macht der Sinne im Bunde mit dem Schaf­fen der Göt­ter. Die Macht der Sinne kor­re­spondiert also mit dem Schaf­fen­sprozess der Göt­ter — mit dem nicht men­schlichen, son­dern göt­tlichem schöpferischen Prozess, der die Außen­welt des Men­schen, die Natur­re­iche fortwährend erschafft und belebt ‑ die Wahrnehmungswelt bere­it­stellt. Rudolf Stein­er beschreibt im Zusam­men­hang mit der Entwick­lung des Men­schen durch die Erdinkar­na­tio­nen, wie die schöpferischen Geis­ter, die Geis­ter der Form, auch Elo­him genan­nt, Wesens­glied für Wesens­glied dem Men­schen hinopfern. Er sagt: „Viertens: nun kommt der Erden­zu­s­tand. Der Men­sch bildet sich in der Erde­nan­lage seinen Leib aus den Ele­menten der Erde. Es kom­men herüber die hohen Son­nen­we­sen­heit­en; die Geis­ter der Form opfern wiederum ihr nieder­stes Glied, das Ich, ganz hin. Sie behal­ten für sich dann als ihr nieder­stes Glied Man­as, das Geist­selb­st, die flu­tende Weisheit der Welt. Die umgibt uns als das nieder­ste Glied der Geis­ter der Form. In diesem Weisheit­sleben der Geis­ter der Form leben, weben und sind wir.“ (Lit.: GA 266a, S. 350, Her­vorhe­bung A.F.) Die mit der Macht der Sinne ver­bun­de­nen Göt­ter denke ich mir als diese flu­tende Weisheit der Welt, als das Geist­selb­st der Elohim.

Im Mantra 45 t dage­gen fes­tigt sich die Gedanken­macht im Bunde mit der Geist­ge­burt. Als irdis­ches Wesen wird der Men­sch von sein­er leib­lichen Mut­ter geboren und leib­lich in die Welt gebracht. Erfasst er sich jedoch als Ich und in diesem Zusam­men­hang als Geist, so gle­icht dies ein­er nicht leib­lichen Neuge­burt, der Geburt aus dem Geist — sein­er Geist­ge­burt. Und dieses Ereig­nis wirkt fes­ti­gend auf seine Gedanken­macht. Nun erst kann der Men­sch die dumpfen Reize der Sinne zur vollen Klarheit aufhellen, oder: nun erst — von der geisti­gen Per­spek­tive aus — kann er die von der materiellen Welt stam­menden, also dumpfen Sin­nes­reize so durch­drin­gen, dass sie geist­durch­läs­sig wer­den — also voll­ständig klar. Im Bunde mit der Geist­ge­burt, dem eige­nen Geist-Sein verän­dert sich, was die Sinne dem Men­schen von der Welt mit­teilen. Für die Macht der Gedanken wird die geistige Seite der Materie sicht­bar, der Sin­nen­schleier durchdringbar.

Nach der Schilderung der jew­eili­gen Aus­gangslage, fol­gt in bei­den Mantren ein Satzge­füge, das Abhängigkeit­en deut­lich macht: “Wenn … will, … muss …” Wenn also eine wol­lende Instanz da ist, muss sich das Andere entsprechend dazu verhalten.

Im Pfin­gst­mantra 8 H ist die wol­lende Instanz das göt­tliche Wesen, im Mantra 45 t die See­len­fülle. Ein Wesen kann selb­stver­ständlich wollen, erst recht ein göt­tlich­es — doch kann dies auch etwas, das als See­len­fülle charak­ter­isiert wird? Was ist die Seelenfülle?

Zunächst ein Blick zurück auf den ersten Teil der Mantren. Im Pfin­gst­mantra 8 H sind es mehrere Göt­ter, mit denen der Sinne Macht, während sie anschwillt, im Bunde ist und gemein­sam mit diesen Göt­tern die Denkkraft in den Traumzu­s­tand her­ab­dämpft. Zu dieser Mehrzahl an Göt­tern tritt das eine göt­tliche Wesen hinzu, das sich mit „mein­er“ – mit der Seele des Ich-Sprech­ers und damit des Lesers — einen will. Ein Bild drängt sich auf: die sechs Sonnenelo­him als die Vielzahl der schaf­fend­en Göt­ter mit Jahve, dem siebten — dem einzel­nen -, der als „Ich-bin-der-ich-bin“ sich einen will mit der men­schlichen Seele.

Im Mantra 45 t zeigt sich ein umgekehrtes Bild. Hier ist es die eine Geist­ge­burt, die mit der sich fes­ti­gen­den Gedanken­macht im Bunde ist und die Sin­nes­reize aufhellt. Zur Geist­ge­burt tritt nun kein Wesen hinzu, son­dern die See­len­fülle, also eine Viel­heit. Die See­len­fülle will sich nicht mit einem Wesen einen, sie will sich mit dem Wel­tenwer­den, mit dem Entwick­lungs­gang der Welt einen.

Im Mantra 8 H zeigt sich eine Vielzahl an Göt­tern schaf­fend in der Welt, im Außen. Doch einziehen in die Seele, sich mit ihr einen will sich ein einziges göt­tlich­es Wesen. Wieder genau kom­ple­men­tär ist es im Mantra 45 t. Hier zeigt sich die Geist­ge­burt als ein Einzelnes. Sie zeigt sich, ohne dass dies im Mantra expliz­it aus­ge­sprochen würde, als ein Wesen, das innen, in der Seele, vorzustellen ist. Doch einen will sich die See­len­fülle, eine Vielzahl mit einem Außen — mit dem Wel­tenwer­den. Die Bewe­gung vol­lzieht sich also im Pfin­gst­mantra 8 H von außen nach innen, im Mantra 45 t von innen nach außen.

Nochmal — was ist die See­len­fülle? Im Pro­log des Johannes Evan­geli­ums heißt es: „Und von sein­er Fülle (griech. πληρωματος plero­matos) haben wir alle genom­men, Gnade um Gnade.“ (Joh 1,16 LUT)
Rudolf Stein­er führt dazu aus: “Und nun wer­den bedeut­same Worte gesagt: «Denn aus dessen Fülle haben wir alle ent­nom­men Gnade über Gnade» (1, 16). Viele Men­schen gibt es, die sich Chris­ten nen­nen und die über das Wort «Fülle» hin­we­gle­sen, die sich bei diesem Wort nichts beson­ders Genaues denken. «Plero­ma» heißt nach dem Griechis­chen «die Fülle». .… Was ist denn nun Plero­ma, die Fülle? Nur der kann es ver­ste­hen, der da weiß, daß man in den alten Mys­te­rien von dem Plero­ma oder der Fülle als von etwas ganz Bes­timmtem gesprochen hat. Denn man hat damals schon die Lehre vertreten, daß, als sich zuerst offen­barten diejeni­gen geisti­gen Wesen­heit­en, die bis zur Göt­tlichkeit aufgestiegen waren während des alten Mon­des, die Elo­him, ein­er sich von ihnen tren­nte: Ein­er blieb auf dem Mond und strahlte von dort zurück die Kraft der Liebe, bis die Men­schen genü­gend reif waren für das Licht der übri­gen sechs Elo­him. So unter­schied man Jahve, den Einzel­gott, den Rück­strahler und die aus sechs beste­hende Fülle der Got­theit, «Plero­ma». Da aber mit dem Gesamt­be­wußt­sein des Son­nen­l­o­gos der Chris­tus gemeint ist, mußte man, wenn man auf ihn hin­deutete, sprechen von der Fülle der Göt­ter. Diese tiefe Wahrheit ver­birgt sich dahin­ter: «Denn aus dem Plero­ma haben wir alle ent­nom­men Gnade über Gnade.»” (Lit.: GA 103, S. 78f, Her­vorhe­bun­gen A.F.)

Auch bei der Geburts­geschichte im Luka­se­van­geli­um wird die Fülle erwäh­nt, die Fülle der himm­lis­chen Heer­scharen erscheint den Hirten, nach­dem der Engel des Her­rn gesprochen hat­te: “Und mit einem Male war um den Engel die Fülle der himm­lis­chen Engelchöre ver­sam­melt; ihr Lobge­sang tönte zum göt­tlichen Wel­tengrund empor: Geof­fen­baret sei Gott in den Höhen und Friede auf Erden den Men­schen, die eines guten Wil­lens sind.” (Luk. 2;13 — 14, Über­set­zung Emil Bock, Her­vorhe­bung A.F.)

Hier, so sagt Rudolf Stein­er, bedeutet die Fülle der himm­lis­chen Heer­scharen den Kör­p­er der Ver­wand­lung, den Nir­manakaya des Bud­dha. “Und als das wichtig­ste Ereig­nis auf der Erde vor­bere­it­et wurde und die Hirten auf dem Felde waren, da erschien ihnen eine Indi­vid­u­al­ität aus den geisti­gen Höhen und verkün­dete ihnen das, was eben im Lukas-Evan­geli­um geschildert wird: Und hinzu trat­en zu dem Engel «himm­lis­che Heer­scharen». Wer war das?

Was hier den Hirten im Bilde ent­ge­gen­trat, das war der verk­lärte Bud­dha, der Bod­hisatt­va der alten Zeit­en, das­jenige Wesen in sein­er geisti­gen Gestalt, das durch Jahrtausende und Jahrtausende den Men­schen die Botschaft der Liebe und des Mitlei­des gebracht hat­te. Jet­zt, nach­dem es seine let­zte Inkar­na­tion auf der Erde hin­ter sich hat­te, schwebte es in geisti­gen Höhen und erschien in Him­melshöhen den Hirten neben dem Engel, der ihnen das Ereig­nis von Palästi­na vorherverkün­dete.” (GA 114, S. 50)

Men­schenkundlich betra­chtet ist dieser Nir­manakaya das Geist­selb­st. Rudolf Stein­er sagt: “Und in dem Augen­blick, in dem der Astralleib so weit ist, daß er ganz durchgear­beit­et ist, da drückt sich die ganze neue Form des Astralleibes, des Geist­selb­stes, in den Äther­leib hinein, so daß dann der Äther­leib ein Abdruck ist dieses also umgear­beit­eten Astralleibes. … Kurz, Sie sehen, wir haben damit geschildert eine beson­ders hohe Wesen­heit, die im emi­nen­testen Sinn weit gekom­men ist dadurch, daß sie das ganze Geist­selb­st entwick­elt hat. Diese Wesen­heit wird nun in der östlichen Wis­senschaft Nir­manakaya genan­nt, denn es hat sein Astralleib, sein astralis­ch­er Kaya die Stufe erre­icht, wo er keine Über­reste hin­ter­läßt. Das ist ein Nir­manakaya.“ (Lit.: GA 110, S. 149ff)

Die See­len­fülle im Mantra 45 t ver­ste­he ich als das Zukun­fts­bild des Geist­selb­st, als den Astralleib, der auf dem Wege ist, Geist­selb­st zu wer­den. Und dafür will sich die See­len­fülle mit dem Wel­tenwer­den einen — die Seele will in den Strom des Wer­dens, in den irdis­chen Zeit­strom ein­treten. Sie will wieder inkarnieren.

Nun fol­gt in bei­den Mantren die Kon­se­quenz, die sich aus dem geäußerten Willen ergibt. Sie ist bedin­gungs­los. “Wenn … will, … muss …” lautet das Satzschema.

Im Mantra 8 H muss das men­schliche Denken sich im Traumes­sein still beschei­den, wenn das göt­tliche Wesen sich der eige­nen, „mein­er“ Seele einen will. Erst an dieser Stelle wird durch das besitzer­greifende Für­wort der ersten Per­son Sin­gu­lar im Mantra deut­lich, dass es einen sich reflek­tieren­den, wachen Ich-Sprech­er gibt. Und die seel­is­che Sit­u­a­tion, die dieser Ich-Sprech­er wahrn­immt, ist jedem gut bekan­nt. Das men­schliche Denken muss sich still beschei­den, es muss im Traumzu­s­tand sein, wenn das göt­tliche Wesen sich der eige­nen Seele vere­inen will. Der irdis­che Ver­stand, der wie ein Mühlrad im Kopf dreht und ständig spricht, muss zum Schweigen gebracht wer­den, soll eine höhere Macht, ein göt­tlich­es Wesen, sich mit der Seele vere­inen — darin leben. Die Aus­gießung des Heili­gen Geistes wird als die Taufe mit Feuer beschrieben. Soll sich im Men­schen das Taufgeschehen Jesu im Kleinen wieder­holen, der göt­tliche Geist Woh­nung nehmen im Men­schen, muss das men­schlich-irdis­che Denken still und beschei­den zur Seite treten.

Im Mantra 45 t muss die Sin­nesof­fen­barung das Licht des Denkens emp­fan­gen, wenn die See­len­fülle sich mit dem Wel­tenwer­den einen will. Das Denken muss also aktiv sein und Licht erzeu­gen, Erken­nt­nis her­vor­brin­gen auf der Grund­lage der Offen­barung, die das Wahrgenommene trans­portiert, der Sin­nesof­fen­barung. Nicht was die Sinne wahrnehmen soll Grund­lage des Denkens sein, son­dern Sin­nesof­fen­barung. Das Urbild hin­ter der einzel­nen Wahrnehmung soll zunächst geschaut wer­den. Und dieses Geof­fen­barte durch die Sinne, das muss Licht emp­fan­gen aus dem Denken.

Auch das Plero­ma, also die Fülle wird von Rudolf Stein­er als Licht, sog­ar als schaf­fend­es Licht beze­ich­net. “Von dem schaf­fend­en Lichte sprechen die Gnos­tik­er, die ägyp­tis­chen Mys­tik­er, die Mys­tik­er des Mit­te­lal­ters. Sie nen­nen es das Äonen­licht. Es ist ein Licht, welch­es vom Mys­tik­er aus die Gegen­stände um ihn her zu lebendi­gem Leben erweckt. [Dies Licht strahlt also vom Mys­tik­er aus und ermöglicht die mys­tis­che Schau, A.F.] Das ist das Plero­ma der Gnos­tik­er. So fühlt sich der Mys­tik­er in dem Wel­tenlicht beseligt. Er fühlt sich beseligt ver­webt mit diesem Äonen­licht. Da ist er nicht getren­nt von der Wesen­heit der Dinge; da ist er teil­haftig der unmit­tel­baren Schöpfer­kraft. Das ist, was der Mys­tik­er als seine Beseli­gung in dem schöpferischen Lichte beze­ich­net.” (Lit.: GA 051, S. 214)

Rudolf Stein­er hat die Fülle, das Plero­ma, schon in den ange­führten Zitat­en mit ganz unter­schiedlichen Inhal­ten ver­bun­den. Er hat das Plero­ma zum einen als die Gesamtheit der sechs Son­nen-Elo­him und damit als den kos­mis­chen Chris­tus­geist charak­ter­isiert, zum zweit­en als den Nir­manakaya des Bud­dha, zum drit­ten als das Geist­selb­st und zum vierten als das Erken­nt­nis­licht der mys­tis­chen Schau.

Vielle­icht vere­int all diese Aspek­te der Fülle, des Plero­ma, was für alle Wesen der drit­ten Hier­ar­chie (Engel, Erzen­gel, Archai) gesagt wird. Ihre Art wahrzunehmen ist gle­ichzeit­ig Selb­stof­fen­barung. Johann Wolf­gang von Goethe charak­ter­isiert diese ausstrahlende Art des Wahrnehmens so:

Ich wache ja! O laßt sie walten,
Die unver­gle­ich­lichen Gestalten,
Wie sie dor­thin mein Auge schickt!
(Faust II, 2. Akt, Am untern Peneios)

Die Viel­heit geistiger Kom­pe­tenz und die ganz anders geart­ete Wahrnehmung, die ein Offen­baren ist, muss mit der See­len­fülle also mitgedacht werden.

Ein wenig freier lässt sich der zweite Teil des Mantras vielle­icht so wiedergeben: Wenn die See­len­fülle, — das seel­isch son­nen­haft ausstrahlende, sich zur Offen­barung brin­gende, zukün­ftige Geist­selb­st — wieder inkarnieren will, muss die von der Welt bere­it­gestellte Sin­nesof­fen­barung es sich gefall­en lassen, dass das schöpferische Licht des Denkens, hin­ter dem die Geist­ge­burt ste­ht, gestal­tend ein­greift. Wenn die Sin­nesof­fen­barung das Licht des Denkens empfängt, befruchtet das Den­klicht (der Geist­ge­burt) gle­ichzeit­ig die Sin­nesof­fen­barung, denn eine Empfäng­nis ist aus der anderen Per­spek­tive betra­chtet eine Befruchtung.

Diese lichtemp­fan­gende Sin­nesof­fen­barung (45 t) möchte ich das erschaf­fende Wahrnehmen nen­nen. In ihr tritt das Licht des Denkens erst in Erschei­n­ung — wie das Beleuchtete das äußere Licht sicht­bar macht. Wir ken­nen dieses erschaf­fende Licht alle — oft jedoch von der unschö­nen Seite. Wie oft geschieht es, dass etwas hineinge­se­hen wird, das äußer­lich betra­chtet nicht da — oder nicht so — ist. Ego­is­tis­che Bestre­bun­gen der Seele fördern diese Nei­gung, nutzen sie aus, verblenden den Men­schen. Das Helfer­syn­drom ist solch ein Phänomen, bei dem sich die betr­e­f­fende Per­son für vol­lkom­men selb­st­los hält, in Wirk­lichkeit jedoch Vorteile (Selb­st­wert­steigerung, Anspruch auf Dankbarkeit und Liebe) aus ihren Hil­feleis­tun­gen zieht. Ein weit­eres Neg­a­tiv-Beispiel ist der Narziss­mus, bei dem sich der Betr­e­f­fende nur sel­ber sieht. Ein pos­i­tives Beispiel für dieses schöpferische Sehen ist der liebevolle Blick, der auf die Möglichkeit­en, auf die best­mögliche Ver­sion fokussiert, statt auf die Unvol­lkom­men­heit­en der gegen­wär­ti­gen Version.

Im Pfin­gst­mantra 8 H wird nicht die Empfäng­nis, son­dern die Befruch­tung geschildert. Sie geschieht, wenn das göt­tliche Wesen sich mein­er Seele einen will und das eigene Denken nicht störend wirkt. Als Geist­ge­burt erscheint dieses göt­tliche Wesen im spiegel­nden Mantra 45 t.

Im Valentins-Mantra 45 t wird die weib­liche Seite geschildert, die Empfäng­nis. Die Geist­ge­burt ist hier eine Tat­sache und wirkt von der Zukun­ft here­in. Aktiv wird die See­len­fülle, die weib­liche Züge trägt. Sie will sich mit dem Wel­tenwer­den einen. Ich ver­ste­he sie als der seel­is­che Aspekt des Plero­ma, als eine Viel­heit, die nur gemein­sam eine Ganzheit bildet — so wie die Wochen im Jahr sich zum Jahreskreis zusam­men­fü­gen. Als das Schaf­fen der Göt­ter erscheint die mit dem Wel­tenwer­den vere­inte See­len­fülle im Pfin­gst-Mantra 8 H.

Zum Abschluss sei gefragt, ob Aspek­te der dreifachen Ver­suchung bzw. Hin­weise auf die mit ihnen ver­bun­de­nen Entwick­lungsauf­gaben in den Mantren zu find­en sind.

Die erste Versuchung

Im Mantra 8 H wird geschildert, wie das men­schliche Denken sich ver­hal­ten muss, wenn es dem göt­tlichen Wesen Raum geben darf. Hier tritt der Men­sch mit sein­er Egozen­trik zurück, das Denken beschei­det sich still im Traumes­sein. Das Reich, in das das göt­tliche Wesen ein­treten kann, ist ohne dies­seit­ig-wach­es Denken nicht von dieser Welt. Die luz­iferische Ver­suchung, den eige­nen See­len­raum als das eigene Reich zu betra­cht­en, ist über­wun­den, indem das Denken träu­mend schweigt.

Die zweite Versuchung

Im Mantra 45 t kön­nte die Geist­ge­burt, die im Bunde mit der Gedanken­macht ist, auf das Ste­hen auf der Tem­pelzinne, auf den in der Gegen­wart enden­den „höch­sten“ Punkt der lin­earen Zeit deuten. Durch die Geist­ge­burt, die Gegen­wär­tigkeit, wer­den die dumpfen Sin­nes­reize zur vollen Klarheit aufge­hellt. Was von der Zukun­ft sich schon ankündigt, wird erkan­nt und der stets zu gehende näch­ste Schritt gle­icht keinem Sturz in den Abgrund, son­dern ist durch die Geist­ge­burt auch geistgeführt.

Die dritte Versuchung

Im zweit­en Teil des Mantras 45 t kann die Ver­wand­lung des Toten, der Steine in Brot erlebt wer­den. Indem die See­len­fülle sich mit dem Wel­tenwer­den eint, um sich neu zu inkarnieren, wird sie einen neuen Leib bekom­men. Im Abendmahl beze­ich­net Chris­tus das Brot als seinen Leib. Bei der Inkar­na­tion wird das Geistig-Ewige, im Bild der tote Stein, Brot. Ergänzend sei gesagt, dass seit der Grable­gung Chris­tus in die Erde einge­zo­gen ist. Deshalb wird auch der Wahrnehmungsraum, die irdis­che, materielle Welt als Leib Chrisi ver­standen, die Zeit dage­gen als sein Blut. Mit dieser Idee im Hin­ter­grund wird Wahrnehmung zur Sin­nesof­fen­barung und das men­schliche Denken sendet geistiges Licht aus. Dieses Licht des wahren Ver­ste­hens kann wiederum emp­fan­gen wer­den vom Umkreis, der Sin­nesof­fen­barung. So wird Wahrnehmung nährend, wird Brot.

Das Alter der Maria bei der Taufe Jesu im Jordan

Rudolf Stein­er schildert, dass die (salomonis­che) Mut­ter Jesu 45 Jahre alt war, als sich im Leben des Jesus die Taufe vol­l­zog — und dass damit auch für sie eine bedeut­same Ver­wand­lung ein­herg­ing. „In dem­sel­ben Augen­blicke, als diese Taufe im Jor­dan geschah, fühlte auch die Mut­ter etwas wie das Ende ihrer Ver­wand­lung. Sie fühlte — sie war damals im fün­fund­vierzig­sten, sech­sund­vierzig­sten Leben­s­jahre -, sie fühlte sich mit einem Male wie durch­drun­gen von der Seele jen­er [nathanis­chen] Mut­ter, welche die Mut­ter des Jesuskn­aben war, der in seinem zwölften Jahre das Zarathus­tra-Ich emp­fan­gen hat­te, und die gestor­ben war. So wie der Chris­tus-Geist auf Jesus von Nazareth her­abgekom­men war, so war der Geist der anderen Mut­ter, die mit­tler­weile in der geisti­gen Welt weilte, herniedergekom­men auf die Ziehmut­ter, mit der Jesus jenes Gespräch hat­te. Sie fühlte sich seit­dem wie jene junge [nathanis­che] Mut­ter, die ein­st­mals den Lukas-Jesuskn­aben geboren hat­te.“ (Lit.:GA 148, S. 85, Her­vorhe­bun­gen und Ergänzung A.F.)

So wie die Mantren 8 H und 45 t spiegeln, und sich im Pfin­gst­mantra vol­lzieht, was Jesus in der Taufe erlebte, so scheint mir, dass sich der für Maria beschriebene Prozess im Mantra 45 t wiederfind­et. Zusät­zlich kön­nte an der Zahl des Mantras ihr Alter zum Zeit­punkt der Taufe Jesu abzule­sen sein.