Der Zeit-Impuls des Mantras 16 P ergießt sich dreifach

Ver­gan­gen­heit-Vor­bere­itung Gegen­wart-Geist-Impuls Zukun­ft-Vol­len­dung
15 O

Ich füh­le wie verzaubert

Im Wel­tenschein des Geistes Weben,

Es hat in Sin­nes­dumpfheit

Gehüllt mein Eigenwesen,

Zu schenken mir die Kraft,

Die ohn­mächtig sich selb­st zu geben

Mein Ich in seinen Schranken ist.

16 P

Zu bergen Geist­geschenk im Innern,

Gebi­etet strenge mir mein Ahnen,

Dass reifend Gottes­gaben

In See­len­grün­den fruchtend

Der Selb­s­theit Früchte bringen.

„,

…

17 Q

Es spricht das Wel­tenwort,

Das ich durch Sinnestore

In See­len­gründe durfte führen:

Erfülle deine Geistestiefen

Mit meinen Wel­tenweit­en

Zu find­en ein­stens mich in dir.

…

Der Zeitim­puls von 16 P: das Geschenk des Augenblicks

vor­bere­it­et durch die Weben der lin­earen Zeit (15 O)

vol­len­det durch das im ganzen Zyk­lus ertö­nend resonierende Wel­tenwort (17 Q)

16 P — das Mantra der Woche: das

 

15 O — die Vor­bere­itung: Das Mantra

 

17 Q — die Vol­len­dung: Das Mantra

Vâc (auch Vâk; San­skrit, Rede, Stimme) ist nach der Lehre der Veden, die auf die 7 heili­gen Rishis zurück­ge­ht, das Urwort, der Logos, aus dem die ganze Schöp­fung her­vorge­gan­gen ist, ver­gle­ich­bar dem schaf­fend­en Wel­tenwort Hon­over der per­sis­chen Mytholo­gie, und in diesem Sinn iden­tisch mit dem Chris­tus, von dem es zu Beginn des Johannes-Evan­geli­ums heißt: Im Anfang war das Wort … (Joh 1,1 LUT).

Im Hin­duis­mus wird vâc auch mit der Göt­tin Saraswati iden­ti­fiziert, der weib­lichen Kraft (Shak­ti) Brah­mas. Her­vorge­bracht wird sie dabei von Pra­jap­ati (San­skrit प्रजापति, pra­jā-pati, Herr der Geschöpfe), der als androg­y­ne Schöpfer­got­theit der Herr der Fortpflanzungskräfte und Beschützer des Lebens ist und die eigentlich tätige Schöpfer­kraft Brah­mas darstellt und ursprünglich als Vish­vakar­man über den anderen vedis­chen Göt­tern stand. Er ist zugle­ich das männliche Schöp­fung­sprinzip, das das Wel­tenwort Vâc her­vor­bringt, das in der weib­lichen Gestalt der Göt­tin Saraswati erscheint. Mit ihr als Gefährtin verbindet sich Pra­jap­ati, um den ganzen Reich­tum der Schöp­fung zu zeu­gen[1]. Nach Rudolf Stein­er ist Vish­vakar­man iden­tisch mit dem kos­mis­chen Chris­tus.

“Diese Urlehre enthielt unge­fähr das­jenige, was wir heute ken­nen­ler­nen als die Evo­lu­tion der Men­schheit durch die plan­e­tarischen Zustände von Sat­urn, Sonne, Mond, Erde, Jupiter, Venus, Vulkan. Die Geheimnisse der Evo­lu­tion waren hineinge­heimnißt in die sieben Glieder der Loge, von denen ein jedes eine Stufe im Fortschritt der Men­schheit bedeutete.

Das sah der Schüler. Er sah es nicht nur, er hörte es sog­ar, wenn er sich erhob in das Devachan, in die devach­a­nis­che Welt: denn diese Welt ist eine Welt des Tönens. Da hörte er den Sphären­klang der sieben Plan­eten. Er sah in der astralis­chen Welt das Bild; in der devach­a­nis­chen Welt hörte er den Ton, und in der ober­sten, der höch­sten der Wel­ten, erlebte er das Wort. Wenn also der indis­che Schüler sich erhob in das obere Devachan, so nahm er durch die Sphären­musik und durch das Sphären­wort wahr, wie der Urgeist Brah­ma sich gliedert durch die Evo­lu­tion, in der siebengliedri­gen Plan­eten­kette, und er hörte das aus dem Urwort Vâc. Das war die Beze­ich­nung des Urtones der Schöp­fung, den der Schüler hörte; darin­nen hörte er die ganze Wel­te­nen­twick­elung. Das in sieben Glieder ges­pal­tene Wort, das Urwort der Schöp­fung, das wirk­te in der Seele des Schülers, das Urwort, das er den Nichteingewei­ht­en unge­fähr so beschrieb, wie wir heute beschreiben wür­den unsere Wel­tenevo­lu­tion.” (Lit.: GA 106, S. 56f)

“Dem indis­chen Schüler wurde die Men­schengestalt, das Urbild, im oberen Devachan klar wahrnehm­bar. Dann umhüllte es sich im niederen Devachan mit ein­er astralis­chen Hülle, die in sich die Kräfte hat­te, Liebe zu entwick­eln. Die Liebe, den Eros, nan­nte man Kama. So bekommt Kama einen Sinn für die Erde­nen­twick­elung. Es klei­dete sich das göt­tliche Wort, das Brah­man, in Kama, und durch das Kama hin­durch tönte dem Schüler das Urwort her­aus. Das Kleid der Liebe war Kama, das Kleid des Urwortes Vâc, des Wortes Vâc, das dem lateinis­chen «vox» zugrunde liegt. Und so emp­fand der Schüler im inner­sten Wesen, daß sich das Gotteswort ein astralis­ches Liebeskleid umgelegt hat­te, und nun sagte er sich: Der Men­sch, der heute aus vier Gliedern beste­ht, aus dem physis­chen Leibe, dem Äther­leib, dem Astralleib und dem Ich, dieser Men­sch hat als höch­stes Glied sein Ich. Und dieses Ich stieg hin­unter in das Liebeskleid und bildete sich Kama-Man­as. Das war das inner­ste Wesen des Men­schen, Kama war es, in das sich Man­as klei­dete: das war das Ich. Aber wir wis­sen auch, daß dieses inner­ste Wesen her­ausen­twick­eln wird drei Glieder, die höher sind, die wan­deln die niederen Glieder um, wan­deln auch den physis­chen Leib um, und wie das Man­as aus der Astral­hülle wird, wie dem Prana die Bud­hi auf höher­er Stufe entspricht, so wird der physis­che Leib, wenn er ganz vergeistigt sein wird, Atma sein. Alles das war aber schon keimhaft ver­an­lagt in der Vâc, und ein Vedasatz erin­nert noch daran, wie der Schüler das Geheim­nis des inner­sten Wesens zum Aus­druck brachte.

Wir wis­sen, daß der physis­che Leib auf dem Sat­urn, der Äther­leib auf der Sonne, der Astralleib auf dem Monde, und das Ich auf der Erde erst ent­standen ist. Aber die wahre, ursprüngliche Men­schenan­lage, das Urwort Vâc, hat­te auch schon die drei fol­gen­den Glieder in sich. Drei höhere Glieder hat der Men­sch noch zu erwarten, dann wird er erst ein getreues Abbild des Schöp­fungswortes, des Urwortes sein. Und darauf sollte der Schüler hingewiesen wer­den, daß nur dem Eingewei­ht­en die wahre Natur des physis­chen, ätherischen und astralis­chen Leibes klar sein kon­nte. Heute ist der Men­sch er selb­st nur, wenn er sein «Ich bin» ausspricht, wenn er das ins Auge faßt, was ganz sein eigen ist. Nur da ist er ganz Men­sch. Die anderen Glieder sind zwar auch offen­bar, aber da ist er noch unbe­wußt. Aber im vierten ist die Vâc offen­bar gewor­den: «Im vierten spricht der Men­sch!» Das war der Satz des Veda. Wenn das Wort des Ich ertönt, so tönt der vierte Teil der Vâc. Der Vedasatz hieß: «Vier Vierteile der Vâc sind bemessen; drei sind im Ver­bor­ge­nen bewahrt und rühren sich nicht; nur das vierte Vierteil sprechen die Men­schen.»[2]” (Lit.: GA 106, S. 58f)

 

Der Zeitim­puls kön­nte „Geist­geschenk“ heißen für die drei Sprüche:

Tierkreisebene: Wasser­mann

Für den Spruch 15 O hat­te sich mir aus 14 N‑rauben, 15 O schenken, 16 P Geist­geschenk das The­ma Haben ergeben. Nun wird dieses Haben, das Geist­geschenk, sozusagen ausgepackt:

15 O: Das Geis­tesweben erschafft mir die Kör­p­er, die mich ein­hüllen. Sie sind das Geschenkpa­pi­er, der Inhalt ist die Kraft, die das Ich geschenkt bekommt.

16 P: Hier ist das Geschenk über­re­icht, es muss angenom­men, im Innern gebor­gen wer­den. Der Inhalt sind reifende Gottes­gaben, die in der Seele frucht­en, sie befrucht­en sollen, um der Selb­s­theit Früchte zu brin­gen. Die Früchte bein­hal­ten Samen, Aus­gangspunk­te für neues Leben. See­len­früchte sind das, was aus dem Leben mitgenom­men wer­den kann, was eine neue Inkar­na­tion her­beiführt und dort zur neuen Pflanze wird, sich dort auswirkt.

Das Geist­geschenk entste­ht aus dem Weben des Geistes. Es sind meine gegen­wär­ti­gen Kör­p­er. Die Gottes­gaben sind dage­gen die Anla­gen für Zukün­ftiges, sie sind das Wel­tenwort, das im Äther­herzen schaf­fend wirkt.

17 Q: Das, was sich in 15 O als Geistes Weben zeigte, ist in 17 Q das sprechen­des Wel­tenwort. Was Wirkung von außen war, was Hülle, Geschenkpa­pi­er war, zeigt sich nun als Ursache, als Zen­trum worum es geht. Das Wel­tenwort ertönt in meinem Innern aus der Gesamtheit der von außen, aus dem Gewebe des Sin­nen­tep­pichs aufgenomme­nen Sinneswahrnehmungen. Das Wel­tenwort klingt anders, erschafft anders, je nach­dem zu welch­er Zeit es gesprochen wird. Es erschafft in Har­monie mit dem Wel­tenwer­den, dessen Urbild der Jahres­lauf ist. Aus dem Wel­tenschein (15 O) sind die Wel­tenweit­en (17 Q), das heißt aus dem Schein, der Maya der Physis, ist Sein gewor­den, die Wel­tenweit­en des Wel­tenwortes. Der Frucht­bilde­prozess (16 P) ist der Umwandlungspunkt.

 

Für 14 N ist der Spruch 15 O die Zukun­ft mit dem Über­gang von Astralplan zu physis­chem Plan. Das Ich-Bewusst­sein muss auf dem physis­chen Plan gewon­nen und erkraftet wer­den, um wieder auf­steigen zu kön­nen. Für 16 P ist der Spruch 15 O Ver­gan­gen­heit und der Beginn des Auf­stiegs, indem der physis­che Plan in den Astralplan überge­ht, die Verza­uberung durch­schaut wird. 16 P ist dann der Über­gang vom Astralplan zum Devachan. Der Astralplan ist noch ein Außen, das Geist­geschenk kommt von außen und muss gebor­gen wer­den im Innern. Das Innen ist Devachan, Him­mel, hier zeigt sich das Geschenk als die Gottes­gaben. 17 Q beschreibt den Über­gang vom Devachan zum Bud­hiplan. Was auf dem Astralplan sicht­bar ist, die Schranken des Ichs (15 O), ist im Devachan hör­bar, das Ahnen, das mir gebi­etet (16 P). Doch erst auf dem Bud­hiplan kann das Gese­hene und Gehörte auch ver­standen wer­den. Hier ertönt das schöpferische Wort, das die Gren­ze der Sinneswelt, die Schranken (15 O), aufgerichtet hat. Die Hingabe an die Wahrnehmung, sie als Geschenk zu erleben und auch als Gottes­gabe, ist das ahn­bar, hör­bar wer­den des Schöp­fungswortes. Dieses Wort spricht zu mir. Die Wahrnehmung durfte ich in See­len­gründe führen. Das geschieht bei jedem Men­schen auf natür­liche Weise, sofern seine Sinne entwick­elt sind. Meine aktive Mitwirkung ist aber nötig, wenn die Geis­testiefen damit erfüllt wer­den sollen. Dies ist der Auf­trag an mich. Meine Geis­testiefen sind das, woraus neue schöpferische Kraft entste­ht, was in die Zukun­ft führt, denn alles Sein entste­ht durch den Geist. Begeg­ne ich der Wahrnehmung in den See­len­grün­den mit Inter­esse und erschaffe Vorstel­lun­gen, ver­ar­beite und ver­ste­he, durch­schaue ich sie schrit­tweise (vielle­icht sog­ar bis ich den Geist dahin­ter finde) und durch­füh­le sie, indem ich Beziehun­gen auf­baue zur wahrgenomme­nen Welt, dann erschaffe ich Samen, die in den Geis­testiefen ruhen bis sie in einem neuen Leben keimen werden.