{"id":975,"date":"2022-07-16T18:43:09","date_gmt":"2022-07-16T16:43:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=975"},"modified":"2023-06-17T20:56:35","modified_gmt":"2023-06-17T18:56:35","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy-5-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=975","title":{"rendered":"Blog \u2014 Seelenkalender Mantra 10&nbsp;K"},"content":{"rendered":"\n\n\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/10-K-2-281x300.jpg\" alt width=\"281\" height=\"300\"><\/p>\n<h4><strong>10 K<\/strong><\/h4>\n<p>Zu som\u00admer\u00adlichen H\u00f6hen<\/p>\n<p>Erhebt der Sonne leuch\u00adt\u00adend Wesen&nbsp;sich;<\/p>\n<p>Es nimmt mein men\u00adschlich F\u00fchlen<\/p>\n<p>In seine Raumesweit\u00aden&nbsp;mit.<\/p>\n<p>Erah\u00adnend regt im Innern sich<\/p>\n<p>Empfind\u00adung, dumpf mir k\u00fcndend,<\/p>\n<p>Erken\u00adnen wirst du&nbsp;einst:<\/p>\n<p>Dich f\u00fchlte jet\u00adzt ein Gotteswesen.<\/p>\n<h4><strong>Die erste Woche nach der Osterzeit<\/strong><\/h4>\n<p>Mit dieser Woche treten wir aus den Wochen der Osterzeit her\u00adaus. Wir ver\u00adlassen die Zeit der nur in sich zusam\u00admen\u00adh\u00e4n\u00adgen\u00adden Feste, die aber nicht an wiederkehrende Dat\u00aden gebun\u00adden sind. Zur Erin\u00adnerung: Mit dem Ostert\u00ader\u00admin ver\u00adschieben sich unter anderem auch Him\u00admelfahrt, Pfin\u00adg\u00adsten und Fron\u00adle\u00adich\u00adnam. Auch die Wochen vor Ostern sind davon betrof\u00adfen, denn auch Ascher\u00admittwoch und Palm\u00adson\u00adntag sind durch den Abstand zu Ostern definiert, nicht durch ihr Datum. Diese im Son\u00adnen\u00adjahr begren\u00adzt frei fluk\u00adtu\u00adieren\u00adden Wochen nenne ich gerne die Oster\u00adscholle. Sie umfassen unge\u00adf\u00e4hr ein Drit\u00adtel des Jahres (16 bzw. ich sage sog\u00adar 18 Wochen). Wie ein Mond liegen diese aus der Datums\u00adbindung her\u00adaus\u00adge\u00adhobe\u00adnen Wochen im Jahreskreis. Mit der Woche 10 K treten wir nun von der Mon\u00adden\u00adzeit des Jahres in die Son\u00adnen\u00adzeit ein. Ab jet\u00adzt sind die Feste an ein Datum und dadurch an einen ganz bes\u00adtimmten Son\u00adnen\u00adstand gebun\u00adden. F\u00fcr diesen Schritt von der Beweglichkeit in das dauer\u00adhaft Gle\u00adich\u00adbleibende ist meist eine Anpas\u00adsung notwendig, damit die f\u00fcr die Feste vorge\u00adse\u00adhenen Mantren (Johan\u00adni, Michaeli, Wei\u00adh\u00adnacht\u00aden) mit den tat\u00ads\u00e4ch\u00adlichen Fes\u00adten \u00fcbereinstimmen.<\/p>\n<h4><strong>Anpassung<\/strong><\/h4>\n<p>Das erste wieder an ein Datum gebun\u00addene Fest nach Ostern ist Johan\u00adni am 24. Juni. Da Ostern eine ganze Rei\u00adhe von Wochen fr\u00fcher oder sp\u00e4ter liegen kann, das Johan\u00adnifest aber laut Rudolf Stein\u00ader zur Woche 12 (! ohne Buch\u00adstaben) geh\u00f6rt, muss nach dieser Osterzeit \u2014 der Oster\u00adscholle \u2014 naturgem\u00e4\u00df in vie\u00adlen Jahren angepasst wer\u00adden. (Gle\u00adich\u00ades gilt auch im Vor\u00adgriff, wenn die Osterzeit begin\u00adnt, denn son\u00adst liegt das let\u00adzte Mantra 52 z nur sel\u00adten und zuf\u00e4l\u00adlig in der Kar\u00adwoche.) Es gibt dadurch Jahre, die an diesen \u00dcberg\u00e4n\u00adgen eine Dehnung erfordern, andere eine Stauchung.<\/p>\n<p>Die vari\u00adable Osterzeit macht aus dem immer gle\u00adichen Son\u00adnen\u00adjahr ein indi\u00advidu\u00adelles Jahr. Die zu Ostern geh\u00f6ren\u00adden Wochen sind jew\u00adeils mit ein\u00ader Mond\u00adphase ver\u00adbun\u00adden, fest\u00adgelegt duch den ersten Voll\u00admond nach der Tag- und Nacht\u00adgle\u00adiche in der Kar\u00adwoche. Der Oster-Mondim\u00adpuls pr\u00e4gt jedem neuen Jahr sein Siegel auf, ver\u00adlebendigt das Starre und macht es einzi\u00adgar\u00adtig. Mal schwingt die Oster\u00adscholle weit\u00ader in das Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr hinein, mal mehr in das Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr. Eine Mit\u00adtel\u00adlage nimmt die Osterzeit ein, wenn Kar\u00adfre\u00aditag um den 3. April liegt. Dieses Datum ist nach Rudolf Stein\u00ader der <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Karfreitag\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ur-Kar\u00adfre\u00aditag<\/a>.<\/p>\n<p>Im Jahr <strong>2022<\/strong> lag Ostern sp\u00e4t (17. 4.), die Osterzeit wurde weit in das Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr hineingeschoben. Deshalb war mit dem Schritt aus der Osterzeit hin\u00adaus eine starke Stauchung notwendig. Auf die Fron\u00adle\u00adich\u00adnamswoche (9 und gro\u00dfes i) fol\u00adgte direkt die Johan\u00adni\u00adwoche mit dem Mantra 12 !, \u00fcber\u00adschrieben mit Johannes-Stim\u00admung. Der Schritt von der Oster-Mon\u00adden-Zeit in die Son\u00adnen-Zeit des restlichen Jahres war 2022 ein gro\u00dfer Sprung. Ein Prozess, der sich eigentlich in drei Stufen vol\u00adlzieht, musste in einem einzi\u00adgen, gro\u00dfen Schritt vol\u00adl\u00adzo\u00adgen wer\u00adden. Solch eine Sit\u00adu\u00ada\u00adtion kann als her\u00adaus\u00adfordernd erlebt werden!<\/p>\n<p>Im Jahr <strong>2023<\/strong> ist es anders. Ostern lag etwas fr\u00fcher (9. 4.) und deshalb muss weniger ges\u00adtaucht wer\u00adden. In diesem Jahr kom\u00admen auf drei Mantren (10 K, 11 L, 12 !) zwei Wochen. Johan\u00adni am 24. Juni ist dieses Mal ein Sam\u00adstag. Wenn so angepasst wird und nun zwei Mantren in ein\u00ader Woche \u201ever\u00addaut\u201d wer\u00adden, liegt auch Michaeli (29. 9.) in der Woche 26 Z, so wie es sein&nbsp;soll.<\/p>\n<p>Ich passe trotz\u00addem nicht so an. Ich schaue noch weit\u00ader in die Zukun\u00adft und richte die Anpas\u00adsung nach dem kom\u00admenden Wei\u00adh\u00adnachts\u00adfest aus. Ich empfinde das Wei\u00adh\u00adnachts\u00adfest als Johan\u00adni und Michaeli \u00fcber\u00adge\u00adord\u00adnet. \u00dcber dem Mantra 38 m ste\u00adht Wei\u00adhe-Nacht \u2011Stim\u00admung. Und hier stimmt die Anzahl der Wochen und der Mantren ohne Anpas\u00adsung \u00fcbere\u00adin. Ich nehme also in Kauf, dass Johan\u00adni in der Woche 11 L und Michaeli in der Woche 25 Y sein wer\u00adden. Der Heilige Abend (24. 12.) wird dieses Jahr ein Son\u00adntag, und damit auch der 4. Advent sein. Mit diesem Son\u00adntag ist die Wei\u00adhenachts-Woche 38 m ver\u00adbun\u00adden. Ich ver\u00adsuche bei der Anpas\u00adsung immer so wenig in den Zeit\u00aden\u00adfluss einzu\u00adgreifen wie n\u00f6tig, weshalb ich mich dage\u00adgen entsch\u00adieden habe vor Johan\u00adni anzu\u00adpassen und nach Michaeli nochmals. Das ist meine Entschei\u00addung und kann nat\u00fcr\u00adlich auch anders gehand\u00adhabt werden.<\/p>\n<p>Im Jahr <strong>2024<\/strong> wird Ostern am 31. 3.&nbsp;sein.<\/p>\n<h4><strong>Die Zahl 10 als neue&nbsp;1<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Der Spruch 10 K ist der erste Spruch nach der Oster\u00adscholle. Schon in der Zahl steckt die neue Eins darin, jet\u00adzt gesteigert, poten\u00adziert durch die Null. Im Spruch 1 A war die Sonne als eine Sprechende, wirk\u00adende beschrieben. Auch dieser Spruch ist, wie sich noch zeigen wird, ganz der Sonne gewid\u00admet. War sie in 1 A zu h\u00f6ren, sie sprach, ist sie nun in 10 K zu sehen, sie erhebt sich, sie leuchtet. Da der Spruch 11 L eine einzige Belehrung ist, kann er als Rede der Sonne gele\u00adsen wer\u00adden. Auch die 11 ist eine Vari\u00ada\u00adtion der 1 und zeigt sich in diesem Zusam\u00admen\u00adhang als \u201eSonne\u201d.<\/p>\n<p>Auch wenn wir den Men\u00adschen betra\u00adcht\u00aden, find\u00aden wir die 10 an wichtiger Stelle. Mit unseren 10 Fin\u00adgern erfassen wir die Dinge und begreifen dadurch die Welt. Was wir mit ihnen hal\u00adten, behal\u00adten wir auch im Bewusst\u00adsein. Was wir ver\u00adstanden haben, wird in uns zu ein\u00ader Ein\u00adheit, zu einem Be-griff. Es wird durch uns zu etwas Neuem. Die 1 er\u00f6ffnet den Zahlen\u00adraum der ein\u00adstel\u00adli\u00adgen Zahlen, die 10 ist das Tor in den viel gr\u00f6\u00dferen Raum der Zweis\u00adtel\u00adligkeit, ein\u00ader neuen Dimen\u00adsion im Zahlenraum.<\/p>\n<h4><strong>Was folgt auf den&nbsp;Tod?<\/strong><\/h4>\n<p>Kon\u00adnte der <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=973\">Spruch 9 I<\/a> als die innere Sicht des Todes gele\u00adsen wer\u00adden, so ist es fol\u00adgerichtig, die n\u00e4ch\u00adsten Mantren darauf hin zu befra\u00adgen, ob hier die Phasen nach dem Tod beschrieben wer\u00adden. Vor\u00adbere\u00adi\u00adt\u00adend soll f\u00fcr das Mantra 10 K deshalb die nun fol\u00adgende Phase dargestellt wer\u00adden, entsprechend der Angaben Rudolf Stein\u00aders. Nach\u00addem mit dem Tod der physis\u00adche Leib abgelegt wurde, l\u00f6st sich nun w\u00e4hrend unge\u00adf\u00e4hr drei Tagen auch der Leben\u00adskr\u00e4fte-Leib, der \u00c4ther\u00adleib des ver\u00adgan\u00adgenen Lebens auf. W\u00e4hrend dieser Zeit bekommt die Indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adit\u00e4t ihr voll\u00adst\u00e4ndi\u00adges <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Lebenspanorama\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lebenspanora\u00adma<\/a> gezeigt. Manch\u00admal wird es als Tableau, also als gle\u00adichzeit\u00adige Wahrnehmung aller Sta\u00adtio\u00adnen des Lebens beschrieben, manch\u00admal \u00e4hn\u00adlich wie in einen Film, jedoch r\u00fcck\u00adw\u00e4rts laufend. So tritt zuerst in den Blick, was die Folge eines Ereigniss\u00ades war. Dadurch lernt die Indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adit\u00e4t die Ereignisse ihres Lebens mehr tele\u00adol\u00ado\u00adgisch und weniger kausal anzuschauen, das hei\u00dft, wo etwas hinge\u00adf\u00fchrt hat und nicht was die Ursache war.<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader beschreibt das Lebenspanora\u00adma und die Aufl\u00f6\u00adsung des \u00c4ther\u00adleibes ein\u00admal so: \u201cAlles das\u00adjenige, dessen wir son\u00adst in der Zeit uns erin\u00adnern, das wird gle\u00adichzeit\u00adig wie in einem gewalti\u00adgen Panora\u00adma um uns herum aufgestellt in einem m\u00e4chti\u00adgen Leben\u00adsta\u00adbleau. Dann aber wird unser \u00e4therisches Wesen von uns los\u00adgel\u00f6st, es wird gle\u00adich\u00adsam aus uns her\u00adaus\u00adge\u00adzo\u00adgen. Das tun die Wesen\u00adheit\u00aden der drit\u00adten Hier\u00adar\u00adchie (Engel, Erzen\u00adgel und Archai), und die weben es allm\u00e4h\u00adlich dem Wel\u00adten\u00e4ther ein, so da\u00df dieses Gewebe des Wel\u00adten\u00e4thers nach unserem Tode aus dem beste\u00adht, was wir w\u00e4hrend unseres Lebens zwis\u00adchen Geburt und Tod hinzuge\u00adf\u00fcgt haben und was ver\u00adar\u00adbeit\u00adet wor\u00adden ist von den Wesen der drei n\u00e4ch\u00adsth\u00f6heren Hier\u00adar\u00adchien. Das, was Zeit unseres physis\u00adchen Lebens in uns gelebt hat, ist nun ein St\u00fcck Au\u00dfen\u00adwelt gewor\u00adden, so da\u00df es von uns angeschaut wer\u00adden, von uns betra\u00adchtet wer\u00adden kann.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Lebenspanorama#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"http:\/\/fvn-archiv.net\/PDF\/GA\/GA167.pdf#page=35&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">GA 167, S. 35<\/a>)<\/p>\n<p>Auf mich selb\u00adst bezo\u00adgen hie\u00dfe das: Das Lebens-Tableau, wie es an ander\u00ader Stelle von Rudolf Stein\u00ader benan\u00adnt wird, ist eine gro\u00dfe Imag\u00adi\u00adna\u00adtion, in deren Zen\u00adtrum ich ste\u00adhe. So wie im Erden-Leben mein Bewusst\u00adsein son\u00adnen\u00adgle\u00adich um mich herum ausstrahlt, meine Sinne mir erm\u00f6glichen in alle Rich\u00adtun\u00adgen (im Ide\u00adal\u00adfall) gle\u00adich\u00adm\u00e4\u00dfig pr\u00e4sent zu sein, so ste\u00adhen nun die Ereignisse, das Erlebte, meines ver\u00adgan\u00adgenen Lebens um mich&nbsp;herum.<\/p>\n<p>Die \u00e4u\u00dfere Quelle der Leben\u00adskr\u00e4fte ist die Sonne. Sie regt alles Wach\u00ads\u00adtum an und bef\u00e4higt die Pflanzen, sich \u00fcber die Schwere der Erde zu erheben. In ihrem Licht erblick\u00aden wir die Welt. Die Sonne wurde immer als \u00e4u\u00dfer\u00adlich sicht\u00adbare Quelle der eigentlich unsicht\u00adbaren und bis heute durch die Natur\u00adwis\u00adsenschaft kaum zu erfassenden Leben\u00adskraft (\u00c4therkraft) ange\u00adse\u00adhen. Im Leben\u00adsr\u00fcck\u00adblick schaut die Indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adit\u00e4t auf ihr Leben und sieht es so, wie wir unseren Hor\u00adi\u00adzon\u00adtkreis \u00fcberblick\u00aden. Auch hier ste\u00adhen wir immer im Zen\u00adtrum. Immer wieder beschreiben Men\u00adschen mit Nah-Tode\u00adser\u00adleb\u00adnis\u00adsen, dass sie eine unendlich liebende, sie fra\u00adg\u00adlos annehmende, son\u00adnen\u00adgle\u00adiche Macht neben sich gesp\u00fcrt haben, die ein unendlich helles, aber erstaunlich\u00ader Weise nicht blenden\u00addes, gold\u00adenes Licht ausstrahlte.<\/p>\n<h4><strong>Die Verkl\u00e4rung Christi auf dem Berg&nbsp;Tabor<\/strong><\/h4>\n<p>Eine weit\u00adere Ver\u00adst\u00e4nd\u00adnishil\u00adfe f\u00fcr das Mantra 10 K ist f\u00fcr mich die Schilderung der <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Verkl%C3%A4rung_Christi\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verk\u00adl\u00e4rung<\/a> Christi. Deshalb will ich kurz zum einen auf das Ereig\u00adnis, wie es die Evan\u00adgelien beschreiben, zum zweit\u00aden auf das diesem Ereig\u00adnis gewid\u00admete Fest, und zum drit\u00adten auf die tra\u00addi\u00adtionelle Art der bildlichen Darstel\u00adlung eingehen.<\/p>\n<p>Drei <strong>Evan\u00adge\u00adlis\u00adten<\/strong>, Lukas (Lk 9, 28\u201336), Markus (Mk 9, 2\u20139) und Matth\u00e4us (Mt 17, 1 \u2014 8) bericht\u00aden davon. Sie erz\u00e4hlen, dass Chris\u00adtus mit drei J\u00fcngern, Petrus, Jakobus und Johannes auf einen Berg stieg, um zu beten. Dieser Berg wird in der Tra\u00addi\u00adtion als der Berg Tabor ange\u00adse\u00adhen. W\u00e4hrend Chris\u00adtus betete, ver\u00e4n\u00adderte sich das Ausse\u00adhen seines Gesicht\u00ades, es leuchtete wie die Sonne und sein Gewand wurde leuch\u00adt\u00adend, strahlend wei\u00df wie das Licht. Nun erschienen Mose und Elias und sprachen mit ihm. Die drei Apos\u00adtel fall\u00aden vor Schreck zu Boden. Sie sind der Schau des g\u00f6t\u00adtlichen Licht\u00ades nicht gewach\u00adsen, kon\u00adnte doch vor\u00addem kein Men\u00adsch das Antlitz Jahves erblick\u00aden, ohne zu ster\u00adben. Petrus schl\u00e4gt daraufhin vor, drei H\u00fct\u00adten zu bauen. Das bedeutet, drei Zelte der Offen\u00adbarung zu erricht\u00aden. Nun kommt eine Wolke, die Schechi\u00adna, Ein\u00adwoh\u00adnung Gottes nach j\u00fcdis\u00adch\u00ader Tra\u00addi\u00adtion. Aus ihr erklingt eine Stimme, die sagt: \u201cDies ist mein geliebter Sohn\u201d (Mt. 17, 5; u.a.) und wieder\u00adholt damit, was auch bei der Taufe Jesu im Jor\u00addan aus der Wolke erk\u00adlang (Mt 3, 17; u.a.). Nun f\u00fcgt diese Stimme hinzu: \u201cAuf ihn sollt ihr&nbsp;h\u00f6ren.\u201d<\/p>\n<p>Man nimmt heute an, dass sich dieses Ereig\u00adnis im Herb\u00adst ereignete, an einem der fol\u00adgen\u00adden Feiertage. Ich denke, es k\u00f6n\u00adnte der h\u00f6ch\u00adste j\u00fcdis\u00adche Feiertag, das Ver\u00ads\u00f6h\u00adnungs\u00adfest \u201c<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jom_Kippur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jom Kip\u00adpur<\/a>\u201d gewe\u00adsen sein, das nach dem j\u00fcdis\u00adchen Kalen\u00adder am 10. Tag des Monats Tis\u00adchri (Ende Sep\u00adtem\u00adber, Anfang Okto\u00adber) began\u00adgen wird. Hier spricht der Hohe\u00adp\u00adriester das einzige Mal im Jahr feier\u00adlich den Namen Jah\u00adwes im Aller\u00adheilig\u00adsten des Tem\u00adpels aus. 10 Tage vorher, mit Beginn des Monats Tis\u00adchri wird das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rosch_ha-Schana\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Neu\u00adjahrs\u00adfest<\/a> gefeiert, f\u00fcnf Tage sp\u00e4ter, zu Voll\u00admond am 15. bis 21. Tis\u00adchri das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sukkot\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Laub\u00adh\u00fct\u00adten\u00adfest<\/a>. Der let\u00adzte Tag des Laub\u00adh\u00fct\u00adten\u00adfestes gilt als der let\u00adzte Tag, an dem die g\u00f6t\u00adtlichen Urteilsspr\u00fcche f\u00fcr das ger\u00adade begonnene Jahr noch ge\u00e4n\u00addert wer\u00adden k\u00f6n\u00adnen. Unmit\u00adtel\u00adbar daran anschlie\u00dfend find\u00adet \u201cSchmi\u00adni Azet\u201d, \u201cder Achte Tag der Ver\u00adsamm\u00adlung\u201d und \u201cSim\u00adchat Tora\u201d, das Torafreuden\u00adfest statt. Der Tag der Ver\u00adsamm\u00adlung scheint mir mit Elias zusam\u00admen\u00adzuh\u00e4n\u00adgen, das Torafreuden\u00adfest hat nat\u00fcr\u00adlich mit Mose zu tun. Alle Feste haben offen\u00adsichtlich mit dem \u00dcber\u00adgang vom Som\u00admer- zum Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr, bzw. mit dem Ankom\u00admen im Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr zu&nbsp;tun.<\/p>\n<p>Das <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Verkl%C3%A4rung_des_Herrn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Fest der Verk\u00adl\u00e4rung<\/strong><\/a> wird sowohl in der Ostkirche als auch in der katholis\u00adchen Kirche tra\u00addi\u00adtionell am 6. August gefeiert. Ich las bei <a href=\"https:\/\/www.katholisch.de\/artikel\/179-ein-gottlicher-augenblick\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">A. Lukassek<\/a>, dass der Papst zu diesem Fest das erste Mal den neuen Wein im Gottes\u00addi\u00adenst ver\u00adwen\u00addet und die Trauben seg\u00adnet. Seit dem 5. Jahrhun\u00addert wurde das Fest am 6. August in der Ostkirche gefeiert. Erst 1457 nahm Papst Kallix\u00adtus III. das Fest in den Fes\u00adtkalen\u00adder des Jahres auf \u2014 mit gle\u00adichem&nbsp;Datum.<\/p>\n<p>In der Ostkirche hei\u00dft das Fest \u201eMeta\u00admor\u00adpho\u00adsis\u201d, Ver\u00adwand\u00adlung, in der katholis\u00adchen Kirche \u201eTrans\u00adfig\u00adu\u00adra\u00adtio Domi\u00adni\u201d, lateinisch Ver\u00adwand\u00adlung des Her\u00adrn. Erst Mar\u00adtin Luther nan\u00adnte es Verk\u00adl\u00e4rung, weil er an eine Ver\u00adwand\u00adlung von Brot und Wein im Abendmahl nicht glauben kon\u00adnte. Der Bezug des Festes zum Abendmahl, der durch den alten Namen \u201eVer\u00adwand\u00adlung\u201d gegeben ist, ging dadurch verloren.<\/p>\n<p>Der <strong>Bil\u00addauf\u00adbau<\/strong> der Verk\u00adl\u00e4rung bei Fra Angeli\u00adco (siehe unten) entspricht ein\u00ader auch auf Iko\u00adnen vorzufind\u00adende Tra\u00addi\u00adtion. Das Bild fol\u00adgt der Schilderung in den Evan\u00adgelien, zeigt durch die Kom\u00adpo\u00adsi\u00adtion aber mehr: Chris\u00adtus erscheint verk\u00adl\u00e4rt zwis\u00adchen Elias und Mose. Elias wird tra\u00addi\u00adtionell links vom Betra\u00adchter und alt, vom Him\u00admel her\u00adabk\u00adom\u00admend dargestellt, Mose rechts vom Betra\u00adchter dage\u00adgen jung und manch\u00admal sog\u00adar aus einem Grab auf\u00adsteigend, aus\u00adges\u00adtat\u00adtet mit den Geset\u00adzestafeln. Eine Gegen\u00adbe\u00adwe\u00adgung wird dadurch angedeutet, auf die ich unten nochmal einge\u00adhe. In der Darstel\u00adlung von Fra Angeli\u00adco ist unter\u00adhalb des wei\u00dfb\u00e4r\u00adti\u00adgen Gesichts von Elias die Jungfrau Maria zu sehen, unter dem jun\u00adgen Gesicht von Mose der heilige Domenikus. Ganz unten auf dem Bild sind von links nach rechts die drei J\u00fcnger Petrus, Jakobus und Johannes zu sehen. Petrus dreht Chris\u00adtus den R\u00fcck\u00aden zu: er ertr\u00e4gt nur die Wieder\u00adspiegelung des Geschehens. Jakobus muss sich mit der Hand gegen das blendende Licht sch\u00fctzen, nur m\u00fch\u00adsam kann er sich aufrecht hal\u00adten. Johannes allein kann sich der Schau anbe\u00adtend hingeben. Die drei J\u00fcnger repr\u00e4sen\u00adtieren dadurch drei Entwick\u00adlungsstufen des Seelisch-geistigen.<\/p>\n<p>Bilder der Verk\u00adl\u00e4rung, ins\u00adbeson\u00addere die Iko\u00adnen, aber auch das von Fra Angeli\u00adco sind stets als Darstel\u00adlung dreier S\u00e4ulen konzip\u00adiert. Bei Fra Angeli\u00adco ste\u00adhen Elias und Maria f\u00fcr den inkarnieren\u00adden Strom, die zur Erde str\u00f6\u00admende Weisheit, die die Wahrnehmungswelt erschafft \u2014 die S\u00e4ule des Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahrs. Mose und Domenikus ste\u00adhen f\u00fcr den auf\u00adsteigen\u00adden, vergeisti\u00adgen\u00adden Strom. Sie verk\u00f6r\u00adpern das im Men\u00adschen stat\u00adtfind\u00adende Geist-wer\u00adden, die \u00c4theri\u00adsa\u00adtion des Blutes. Dieser Strom der Bewusst\u00adseins\u00adbil\u00addung erm\u00f6glicht es, nicht nur auf den eige\u00adnen Vorteil aus\u00adgerichtet zu sein, son\u00addern das Denken frei zu lenken \u2014 die S\u00e4ule des Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahrs. Chris\u00adtus verk\u00adl\u00e4rt in der Mitte, im Gespr\u00e4ch mit den bei\u00adden Vertretern der S\u00e4ulen, Elias und Mose, gibt kund, dass nun die Zeit anbricht, in der Wahrnehmung und Denken, Makrokos\u00admos und Mikrokos\u00admos, so zusam\u00admen\u00adwirken, dass g\u00f6t\u00adtlich\u00ader Glanz von dem Drit\u00adten, das daraus entste\u00adht, ausstrahlen kann.<\/p>\n<p>Das eif\u00f6r\u00admige Pro\u00adfil und die wei\u00dfliche Farbe der Man\u00addor\u00adla des Chris\u00adtus besagt bei Fra Angeli\u00adco sehr viel: bei\u00addes weist auf das dominierende Sym\u00adbol des Oster\u00adfestes, das Ei. Ich kenne zwei ver\u00adschiedene Aus\u00adrich\u00adtun\u00adgen des Jahreskreis\u00ades. Ist das Wei\u00adh\u00adnachts\u00adfest die Basis, gestal\u00adtet sich der Jahres\u00adlauf wie \u00fcblich als Jahreskreis. Ist das Oster\u00adfest ganz unten, dehnt sich die Kre\u00adis\u00adform zu einem zwei\u00addi\u00admen\u00adsion\u00adalen Ei. Hier find\u00aden sich die bei\u00adden Hal\u00adb\u00adjahre rechts und links und k\u00f6n\u00adnen als die bei\u00adden S\u00e4ulen ange\u00adsprochen wer\u00adden, die in den Bildern der Verk\u00adl\u00e4rung stets als Elias und Mose gemalt werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2023\/06\/Verklaerung-Fra-Angelico-300x298.png\" alt width=\"362\" height=\"360\"><\/p>\n<p><em>Die Verk\u00adl\u00e4rung auf dem Berg Tabor, Frau Angeli\u00adco (etwa 1437\u20131446)<\/em><\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader sagt \u00fcber dieses Ereig\u00adnis: \u201eDie geistige Welt sollte den J\u00fcngern offen\u00adbar wer\u00adden ohne das Zeichen des Salo\u00admo [die an Vererbung gebun\u00addene alte Hell\u00adsichtigkeit, A.F.] und ohne das Zeichen des Jonas [die durch Schu\u00adlung und dre\u00adit\u00e4gi\u00adgen Mys\u00adte\u00adrien\u00adschlaf erlangte Hell\u00adsichtigkeit, A:F:]. In der Verk\u00adl\u00e4rungsszene wer\u00adden die drei J\u00fcnger Petrus, Jakobus und Johannes, in die geistige Welt hin\u00adaufge\u00adf\u00fchrt und ihnen tritt ent\u00adge\u00adgen, was in der geisti\u00adgen Welt als Moses und Elias vorhan\u00adden ist, und zugle\u00adich das Geistige selb\u00adst, was in dem Chris\u00adtus Jesus lebt. Sie schaut\u00aden f\u00fcr einen Moment in die geistige Welt hinein, um ein Zeug\u00adnis daf\u00fcr zu bekom\u00admen, da\u00df man ohne das Zeichen des Salo\u00admo und ohne das Zeichen des Jonas in die geistige Welt Ein\u00adblick erh\u00e4lt. Aber zugle\u00adich zeigt sich, da\u00df sie noch Anf\u00e4nger sind; sie schlafen gle\u00adich ein, nach\u00addem sie durch die Gewalt dessen, was geschieht, aus ihren physis\u00adchen und \u00c4ther\u00adleibern her\u00adaus\u00adgeris\u00adsen sind. Daher find\u00adet der Chris\u00adtus sie schlafend. Daran sollte gezeigt wer\u00adden, welch\u00ades die dritte Art, in die geistige Welt hineinzukom\u00admen, ist, au\u00dfer der unter dem Zeichen des Salo\u00admo und der unter dem Zeichen des Jonas. Das wu\u00dfte eben der\u00adjenige, der f\u00fcr die dama\u00adlige Zeit die Zeichen der Zeit zu deuten ver\u00adstand, da\u00df das Ich sich entwick\u00adeln mu\u00dfte, da\u00df es jet\u00adzt unmit\u00adtel\u00adbar inspiri\u00adert wer\u00adden mu\u00dfte, da\u00df die g\u00f6t\u00adtlichen Kr\u00e4fte unmit\u00adtel\u00adbar in das Ich hinein\u00adwirken mu\u00dften.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Verkl%C3%A4rung_Christi#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>:<a href=\"https:\/\/odysseetheater.org\/GA\/Buecher\/GA_114.pdf#page=214&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> GA 114, S. 214<\/a>)<\/p>\n<p>\u201cDer Name Elias bedeutet so viel wie der Weg Gottes, das Ziel. Der Name Moses repr\u00e4sen\u00adtiert die Wahrheit. Moses ist die okkulte Beze\u00adich\u00adnung f\u00fcr die Wahrheit. Jesus bedeutet das Leben. Da wurde sozusagen mit ehernen Worten in das Men\u00adtale geschrieben: \u00abDer Weg, die Wahrheit und das Leben\u00bb.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Verkl%C3%A4rung_Christi#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>:<a href=\"https:\/\/odysseetheater.org\/GA\/Buecher\/GA_097.pdf#page=20&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> GA 97, S. 20f<\/a>)<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00aders Gedanken fasst der Ein\u00adtrag bei Anthrowiki.at, <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Verkl%C3%A4rung_Christi\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Verk\u00adl\u00e4rung<\/a> fol\u00adgen\u00adder\u00adma\u00dfen zusam\u00admen: \u201cNur wenn wir uns mit dieser licht\u00aden Aufer\u00adste\u00adhungskraft durch\u00addrin\u00adgen, wer\u00adden wir f\u00e4hig, das strahlende Licht der geisti\u00adgen Welt zu ertra\u00adgen, ohne dass unser Ich\u00adbe\u00adwusst\u00adsein durch ihren Glanz so \u00fcber\u00adstrahlt wird, dass wir uns selb\u00adst vergessen und ver\u00adlieren. Die Verk\u00adl\u00e4rung des <a title=\"\u00c4therleib\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/%C3%84therleib\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00c4ther\u00adleibs<\/a> reicht nicht hin, um das Ich\u00adbe\u00adwusst\u00adsein bis hin\u00adauf zum <a title=\"Nirvana\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Nirvana\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nir\u00advana\u00adplan<\/a> zu erhal\u00adten. Daher geht der <a title=\"Buddhismus\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Buddhismus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bud\u00addhis\u00admus<\/a> davon aus, dass mit dem Ein\u00adtritt ins Nir\u00advana auch das Ich voll\u00adst\u00e4ndig ver\u00adwe\u00adht. Richtig ist, dass das Ich\u00adbe\u00adwusst\u00adsein sp\u00e4testens im Nir\u00advana v\u00f6l\u00adlig erlis\u00adcht, solange der Men\u00adsch nicht der Aufer\u00adste\u00adhungskr\u00e4fte teil\u00adhaftig ist, was in vorchristlich\u00ader Zeit noch nicht m\u00f6glich war. Erst durch das Mys\u00adteri\u00adum von Gol\u00adgatha hat sich die Sit\u00adu\u00ada\u00adtion grundle\u00adgend ge\u00e4n\u00addert. Grund\u00ads\u00e4t\u00adzlich ist es von nun an m\u00f6glich, dass der Men\u00adsch \u2014 freilich erst nach einem entsprechen\u00adden geisti\u00adgen Entwick\u00adlungsweg durch alle noch fol\u00adgen\u00adden irdis\u00adchen Inkar\u00adna\u00adtio\u00adnen \u2014 voll\u00adbe\u00adwusst seinen geisti\u00adgen Wesenskern, sein <a title=\"Wirkliches Ich\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Wirkliches_Ich\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wirk\u00adlich\u00ades Ich<\/a>, ergreift, das seinen Ursprung auf dem Nir\u00advana\u00adplan&nbsp;hat.\u201d<\/p>\n<h4><strong>Was erlebe ich hier im Mantra 10&nbsp;K?<\/strong><\/h4>\n<p>Das Mantra 10 K begin\u00adnt auf den ersten Blick recht banal. Nat\u00fcr\u00adlich beschreibt die Sonne um Johan\u00adni ihre gr\u00f6\u00dften B\u00f6gen, erhebt sich die Sonne am h\u00f6ch\u00adsten \u00fcber den Hor\u00adi\u00adzont und selb\u00adstver\u00adst\u00e4ndlich ist jet\u00adzt Som\u00admer. Doch ist das alles, was gemeint ist? Es hei\u00dft nicht, dass sich die Sonne erhebt, son\u00addern der Sonne Wesen! Rudolf Stein\u00ader beschreibt (u.a. in GA 342 s.u.), dass in vorchristlich\u00ader Zeit in der Sonne die am h\u00f6ch\u00adsten verehrte Geist-Macht erlebt wurde. Und weit\u00aders: die Wis\u00adsenden nah\u00admen wahr, wie dieses Son\u00adnen\u00adwe\u00adsen sich immer mehr der Erde n\u00e4herte, um schlie\u00dflich als Men\u00adsch geboren zu wer\u00adden. Aus diesem Wis\u00adsen her\u00adaus macht\u00aden sich die Magi\u00ader, die heili\u00adgen drei K\u00f6nige, auf den Weg, um das Kind anzu\u00adbeten. In der Taufe vol\u00adlen\u00addete sich dieser Abstieg, um schlie\u00dflich im Tod auf Gol\u00adgatha zu m\u00fcn\u00adden. Mit der Aufer\u00adste\u00adhung und der Him\u00admelfahrt wird uns der Auf\u00adstieg dieses Son\u00adnen\u00adwe\u00adsens geschildert, nach\u00addem es im Leibe bei der Verk\u00adl\u00e4rung auf dem Berge Tabor zum ersten Mal f\u00fcr die J\u00fcnger anschaubar wurde. Der Aufer\u00adstandene, der lebendi\u00adge Gott, der <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Christus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Chris\u00adtus<\/a> nach Gol\u00adgatha, ist das Gottes-Wesen, das in diesem Spruch im Bild der sich wieder erheben\u00adden Sonne gese\u00adhen wer\u00adden&nbsp;kann.<\/p>\n<p>Im Spruch 10 K hei\u00dft es weit\u00ader, dass das Son\u00adnen-Wesen mein men\u00adschlich\u00ades, das hei\u00dft noch irdis\u00adches, F\u00fchlen in seine Raumesweit\u00aden mit\u00adnimmt. Mein F\u00fchlen und damit mein f\u00fch\u00adlen\u00addes Gewahr\u00adsein weit\u00adet sich dadurch ins Unendliche. Dadurch erh\u00e4lt mein f\u00fch\u00adlen\u00addes Bewusst\u00adsein Hil\u00adfe aus dem irdis\u00adchen Begren\u00adzt-sein, dem Leben in der Dual\u00adit\u00e4t, in den Raum des Son\u00adnen-Wesens hin\u00adauszuwach\u00adsen. Unendliche Weit\u00aden des Raumes durch\u00adstrahlt schon die physis\u00adche Sonne. F\u00fcr das Son\u00adnen-Wesen kann man sich\u00ader auch die Weite des Zeit-Raumes mit\u00addenken, vom Anbe\u00adginn der Erd- und Men\u00adschheits-Entwick\u00adlung bis zu ihrem fer\u00adnen Ziel. Dadurch gewin\u00adnt mein F\u00fchlen als meine geistige Pr\u00e4senz eine Beziehung zur ewigen Exis\u00adtenz meines Seins.<\/p>\n<p>Im Leben f\u00fchlen wir uns und unsere Seele als ein Zen\u00adtrums-Sein. Nun wird mein F\u00fchlen in die Raumesweit\u00aden mitgenom\u00admen, meine Seele wird Umkreis-Sein, indem sie aufgenom\u00admen wird vom Wesen der Sonne. Mein kleines son\u00adnen\u00e4hn\u00adlich\u00ades Bewusst\u00adsein wird hin\u00adaufge\u00adtra\u00adgen durch die wesen\u00adhafte Sonne, durch den Chris\u00adtus, in seine Weit\u00aden des Raumes, in seine Gr\u00f6\u00dfe. Als Reak\u00adtion auf diese Hil\u00adfe regt sich in meinem Innern etwas. In mir wird etwas lebendig, begin\u00adnt sich zu bewe\u00adgen, zu regen, in einen Prozess einzutreten. Eine Empfind\u00adung regt sich, dumpf, noch vor\u00adbe\u00adwusst. Ich ahne sie mehr als dass ich sie wahrnehme. Wie das Mor\u00adgen\u00adrot die Sonne ank\u00fcndigt, so k\u00fcn\u00addet die Empfind\u00adung mir ein zuk\u00fcn\u00adftiges Erkennen.<\/p>\n<p>Diese Empfind\u00adung aus meinem Innern, meinem Zen\u00adtrum, spricht mich als ein Du an. Sie tritt mir dadurch gegen\u00fcber mit einem gr\u00f6\u00dferen, tief\u00ader\u00aden Erleben, als ich bish\u00ader hat\u00adte. In dieser Sit\u00adu\u00ada\u00adtion, die ganz an ihr Ende gekom\u00admen war, in der ich ganz Umkreis gewor\u00adden war, regt sich in meinem Innern eine Empfind\u00adung, die auf die Zukun\u00adft gerichtet ist, die Hoff\u00adnung ausstrahlt. Die Empfind\u00adung ver\u00adhei\u00dft mir ein neues Erken\u00adnen. Die Empfind\u00adung macht mich darauf aufmerk\u00adsam, dass mich genau jet\u00adzt, in diesem Moment, ein Gotteswe\u00adsen&nbsp;f\u00fchlt.<\/p>\n<p>Empfind\u00adungsseele nen\u00adnt Rudolf Stein\u00ader die ger\u00adade aufkeimende Bewusst\u00adsein\u00adskraft, die sich noch eins f\u00fchlt mit allem, die noch nicht vom Intellekt ergrif\u00adf\u00aden wurde. Deshalb ist die Empfind\u00adung dumpf. Doch das bewusste Erken\u00adnen ist ihr Ziel. Sie k\u00fcndigt es mir schon an. Noch ist die Bewusst\u00adsein\u00adskraft der Empfind\u00adung wie ein Echo, das ganz unver\u00adf\u00e4lscht ins Bewusst\u00adsein nimmt, was ger\u00adade passiert. Und das, was ger\u00adade jet\u00adzt in diesem Mantra 10 K geschieht, ist etwas au\u00dferor\u00addentlich Gro\u00dfes. Ein Gotteswe\u00adsen f\u00fchlt&nbsp;mich.<\/p>\n<p>Um die Gr\u00f6\u00dfe dieses Geschehens ins Bewusst\u00adsein nehmen zu k\u00f6n\u00adnen, soll das men\u00adschliche F\u00fchlen kurz betra\u00adchtet wer\u00adden: F\u00fchlen ist Gegen\u00adwarts-Ereig\u00adnis. Mein Gef\u00fchl ist immer wahr, als mein gegen\u00adw\u00e4r\u00adtiges Erleb\u00adnis. Es ist immer indi\u00advidu\u00adell, denn jed\u00ader reagiert anders, auch wenn die Sit\u00adu\u00ada\u00adtion dieselbe ist. Durch meine Gef\u00fchlsreak\u00adtion erschaffe ich eine Wirk\u00adlichkeit, meine innere, seel\u00adis\u00adche Wirklichkeit.<\/p>\n<p>Jeman\u00adden f\u00fchlen hei\u00dft ihn im Herzen zu tra\u00adgen. Wenn das Gotteswe\u00adsen mich f\u00fchlt, so bin ich von Ihm getra\u00adgen \u2014 ich bin in Gott. Und so kann ich sagen: Indem das Gotteswe\u00adsen mich f\u00fchlt, erschafft es mich in seinem Son\u00adnen\u00adbe\u00adwusst\u00adsein. Es erschafft mich neu, nach\u00addem mein altes F\u00fchlen ganz Umkreis gewor\u00adden ist, ganz in die Raumesweit\u00aden getra\u00adgen wor\u00adden ist, sich ver\u00adstr\u00f6mt hat. Diese Neusch\u00f6p\u00adfung geschieht im Aller\u00adheilig\u00adsten Gottes, im Ver\u00adbor\u00adge\u00adnen. Die Empfind\u00adung k\u00fcn\u00addet davon in der Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheits\u00adform: \u201cDich f\u00fchlte jet\u00adzt ein Gotteswe\u00adsen\u201d. Diese Neusch\u00f6p\u00adfung ist der Same, aus dem die Empfind\u00adung als erste Bewusst\u00adseinsstufe her\u00advor\u00adw\u00e4chst. Das Erken\u00adnen fol\u00adgt erst in den weit\u00aderen Stufen \u2014 einst, \u2014 nach weit\u00aderen lan\u00adgen Entwicklungen.<\/p>\n<p>Mit diesem Schritt im Mantra ver\u00e4n\u00addert sich auch meine M\u00f6glichkeit, das Son\u00adnen-Wesen wahrzunehmen. Es wird nun als ein Gotteswe\u00adsen benan\u00adnt. Dies ist ein viel inner\u00adlicheres, intimeres Erleb\u00adnis, als zu Beginn des Spruch\u00ades. Dort erlebte ich nur die Sonne wesen\u00adhaft, als leuch\u00adt\u00aden\u00addes Wesen \u2014 das Gotteswe\u00adsen im Bild der Sonne. Was hat diesen neuen Schritt erm\u00f6glicht? Indem das Gotteswe\u00adsen mich f\u00fchlt, mit mir in Kon\u00adtakt geht, bekomme auch ich ein Gef\u00fchl f\u00fcr dieses Wesen. Der Gott in meinem Innern, meine sich regende Empfind\u00adung, mein aufkeimendes Bewusst\u00adsein, l\u00e4sst mich auch das Gotteswe\u00adsen im Au\u00dfen, im leuch\u00adt\u00aden\u00adden Wesen der Sonne, wahrnehmen.&nbsp; Das ganze Mantra ist gepr\u00e4gt von diesem Erleb\u00adnis. Das Gotteswe\u00adsen f\u00fchlt mich: \u201cIch bin in Gott.\u201d Mein Bewusst\u00adsein ist g\u00f6t\u00adtlichen Ursprungs: \u201cGott ist in mir.\u201d Rudolf Stein\u00ader emp\u00adfiehlt die <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Punkt-Umkreis-Meditation\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Punk-Umkreis genan\u00adnte Med\u00adi\u00adta\u00adtion<\/a> im Heilp\u00e4d\u00ada\u00adgogis\u00adchen Kurs: \u201eIn mir ist Gott. Ich bin in Gott.\u201d Sie bringt das all\u00adge\u00admein \u00fcbliche Son\u00adnen\u00adsym\u00adbol in Bewe\u00adgung und bere\u00adit\u00adet auf die Wesens\u00adbegeg\u00adnung mit dem Chris\u00adtus als dem Wesen der Sonne vor, wie sie in diesem Mantra geschildert ist.<\/p>\n<p>Warum hei\u00dft es hier \u201cein\u201d Gotteswe\u00adsen und nicht \u201cdas\u201d Gotteswe\u00adsen? Hier wird mit einem sehr schlicht\u00aden Mit\u00adtel auf die Dreifaltigkeit des Vaters, des Sohnes und des Heili\u00adgen Geistes hingewiesen. Im Bild der Sonne wird ein\u00ader\u00adseits der Chris\u00adtus verehrt, der auch Gottes Sohn, also Sohnes-Gott ist, ander\u00ader\u00adseits die Dreifaltigkeit. \u00dcber die Schluss\u00adworte des Vaterunser-Gebets, die Dox\u00adolo\u00adgie, sagt Rudolf Stein\u00ader: \u201cGemeint ist, wenn man die Trinit\u00e4t \u2014 das Reich, die Macht und die Her\u00adrlichkeit \u2014 \u00e4u\u00dfer\u00adlich zusam\u00admen\u00adfasst: &lt;\u2026 denn Dein ist die Sonne&gt;, wenn man das Innere, Geistig-Seel\u00adis\u00adche anschauen will, und \u2014 den Vater ansprechend, den der Welt Sub\u00adsistieren\u00adden -: &lt;denn Dein ist der Sohn, Chris\u00adtus-Jesus, er ist bei Dir&gt;.\u201d (GA 342, S.1936).<\/p>\n<p>Die Trinit\u00e4t im Son\u00adnen\u00adsym\u00adbols stellt sich mir so dar: Ich sehe das Reich als den Umkreis, der den Vater sym\u00adbol\u00adisiert, die vom Mit\u00adtelpunkt ausstrahlende Macht als den Sohn, und den \u00fcber das Reich hin\u00adausstrahlen\u00adden Ruhm, die Her\u00adrlichkeit, als den Heili\u00adgen Geist. Indem es \u201eein Gotteswe\u00adsen\u201d hei\u00dft, ist unaus\u00adge\u00adsprochen der Fokus auf den Sohnes-Gott gerichtet, der aber ohne Vater und Heili\u00adgen Geist in der Dreieinigkeit nicht gedacht wer\u00adden&nbsp;kann.<\/p>\n<p>Zum Abschluss will ich noch ver\u00adsuchen, die Stufe des Mantras 10 K im Wahrnehmung\u00adsprozess des Men\u00adschen zu betra\u00adcht\u00aden. Im Mantra 9 I wurde ich aufge\u00adfordert, mich im Licht zu ver\u00adlieren. Ich ging aus mir her\u00adaus, wurde Eins mit der Wahrnehmung. Nun im Mantra 10 K werde ich mitgenom\u00admen in eine Weite, die ich aus eigen\u00ader Kraft nicht erre\u00adichen k\u00f6n\u00adnte. Das Wesen der Sonne nimmt mein men\u00adschlich\u00ades F\u00fchlen in diese Raumesweit\u00aden mit. Hier, jen\u00adseits alles Irdis\u00adchen, find\u00adet Wesens\u00adbegeg\u00adnung mit einem Gotteswe\u00adsen statt. Im Wahrnehmung\u00adsprozess gibt es diesen Moment, der hin\u00adter dem Sin\u00adness\u00adchleier liegt, der jedoch meist unbe\u00adwusst ver\u00adstre\u00adicht. In allem Wahrgenomme\u00adnen begeg\u00adne ich unbe\u00adwusst der Sch\u00f6pfer\u00adma\u00adcht, ihrer bedin\u00adgungslosen Liebe, die all diese Wesen ins Sein gebracht hat. Hin\u00adter jed\u00ader Wahrnehmung ste\u00adht das Urbild als Imag\u00adi\u00adna\u00adtion und hin\u00adter dieser die Ur-Imag\u00adi\u00adna\u00adtion, die&nbsp;Sonne.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=984\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Eintrag&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>10 K Zu som\u00admer\u00adlichen H\u00f6hen Erhebt der Sonne leuch\u00adt\u00adend Wesen&nbsp;sich; Es nimmt mein men\u00adschlich F\u00fchlen In seine Raumesweit\u00aden&nbsp;mit. Erah\u00adnend regt im Innern sich Empfind\u00adung, dumpf mir k\u00fcn\u00addend, Erken\u00adnen wirst du&nbsp;einst: Dich f\u00fchlte jet\u00adzt ein Gotteswe\u00adsen. 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