{"id":843,"date":"2022-06-06T01:14:00","date_gmt":"2022-06-05T23:14:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=843"},"modified":"2023-07-16T14:40:46","modified_gmt":"2023-07-16T12:40:46","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=843","title":{"rendered":"Blog \u2014 Seelenkalender Mantra 8&nbsp;H"},"content":{"rendered":"\n\n\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2022\/06\/8-H-Mohnbluete-5-292x300.jpg\" alt width=\"292\" height=\"300\"><\/p>\n<h4><strong>8 H<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Es w\u00e4chst der Sinne&nbsp;Macht<\/p>\n<p>Im Bunde mit der G\u00f6t\u00adter Schaffen,<\/p>\n<p>Sie dr\u00fcckt des Denkens Kraft<\/p>\n<p>Zur Traumes Dumpfheit mir&nbsp;herab.<\/p>\n<p>Wenn g\u00f6t\u00adtlich&nbsp;Wesen<\/p>\n<p>Sich mein\u00ader Seele einen&nbsp;will,<\/p>\n<p>Muss men\u00adschlich Denken<\/p>\n<p>Im Traumes\u00adsein sich still bescheiden.<\/p>\n<h4><strong>Pfingsten, das j\u00fcdische Fest Schawout \u2014 und die Zahl&nbsp;50<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Das Spruch-Mantra 8 H geh\u00f6rt zum Pfin\u00adgst\u00adfest, denn dieses Fest wird 50 Tage nach Ostern gefeiert. Diese Anzahl von Tagen wird bere\u00adits in der Apos\u00adtelgeschichte angegeben: \u201cUnd als dann das Fest des f\u00fcn\u00adfzig\u00adsten Tages, das Pfin\u00adgst\u00adfest, gekom\u00admen war, waren sie alle in Ein\u00adtra\u00adcht ver\u00adsam\u00admelt. Und pl\u00f6t\u00adzlich ert\u00f6nte vom Him\u00admel her ein Schall wie das Brausen eines Sturmwindes und erf\u00fcllte das ganze Haus, in dem sie sa\u00dfen. Und es erschienen ihnen Feuerzun\u00adgen, die sich verteil\u00adten und sich auf jeden einzel\u00adnen von ihnen nieder\u00adlie\u00dfen. Und alle wur\u00adden vom heili\u00adgen Geist erf\u00fcllt und began\u00adnen, in frem\u00adden Zun\u00adgen zu reden, wie ihnen der Geist die Worte eingab\u201d (Apos\u00adtelgeschichte 2, 3\u20134).<\/p>\n<p>Dieses Ereig\u00adnis fand zum j\u00fcdis\u00adchen Wochen\u00adfest <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schawuot\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Scha\u00adwout<\/a> statt, das \u201czum 50. Tag\u201d bedeutet. Das Fest der unges\u00e4uerten Brote, Pes\u00adsach, liegt 50 Tage zur\u00fcck. Scha\u00adwout ist ein Erntedank\u00adfest, an dem des Mose gedacht wurde, der auf dem Sinai die Geset\u00adzestafeln mit den Zehn Geboten zum zweit\u00aden Mal von Jahve emp\u00adfan\u00adgen hat\u00adte. Jahve hat\u00adte \u2014 durch Mose ver\u00admit\u00adtelt \u2014 mit seinem Volk einen Bund geschlossen.<\/p>\n<p>Bei\u00adden Fes\u00adten, Scha\u00adwout und Pfin\u00adg\u00adsten, ist gemein\u00adsam, dass sie einen von oben emp\u00adfan\u00adgenen, einen\u00adden Geist feiern. Moses gab dem Volk durch die Zehn Gebote einen gemein\u00adsamen Sozial-Leib. Er machte sie zu einem Volk, zu Seinem, zu Jahves Volk. Wie Mose von Jahve, so erhiel\u00adten die J\u00fcnger durch den Heili\u00adgen Geist den Auf\u00adtrag, aus\u00adge\u00adhend von ihrer Urge\u00admein\u00adschaft Gemein\u00adden, Gemein\u00adschaften zu gr\u00fcn\u00adden. Mit Pfin\u00adg\u00adsten wird die Begr\u00fcn\u00addung der christlichen Gemein\u00adschaft, der Gemeinde und der Kirche gefeiert. Auch wenn der Begriff \u201cKirche\u201d f\u00fcr uns belastet sein mag, so gilt den\u00adnoch: wer von sich sagt, dass er Christ ist, kann sich zuge\u00adh\u00f6rig f\u00fchlen zum \u201cGottesvolk\u201d \u2014 unab\u00adh\u00e4ngig jeglich\u00ader Konfession.<\/p>\n<p>Was sagt die Zahl 50 \u00fcber dieses Fest? Der f\u00fcn\u00adfzig\u00adste Tag ist der erste Tag der acht\u00aden Woche. Sieben Wochen sind seit dem Oster\u00adfest ver\u00adgan\u00adgen. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sieben#Erkl%C3%A4rungsversuche_f%C3%BCr_die_Sonderstellung\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sieben<\/a> ist in sehr vie\u00adlen Reli\u00adgio\u00adnen eine beson\u00addere oder sog\u00adar heilige Zahl. Beruhend auf der j\u00fcdis\u00adchen Reli\u00adgion wurde die Welt in sieben Tagen erschaf\u00adfen. Die sieben Wochen\u00adt\u00adage und die sieben klas\u00adsis\u00adchen Plan\u00adeten sind uns aus der Ster\u00adnen\u00adweisheit der alten Baby\u00adlonier \u00fcber\u00adliefert. Aus Indi\u00aden stammt die Lehre der sieben Haupt-Chakren. Hier unter\u00adschied man im Mit\u00adte\u00adlal\u00adter sieben innere Organe des Men\u00adschen, sieben Met\u00adalle, sieben T\u00f6ne in der Ton\u00adleit\u00ader, sieben Far\u00adben des Regen\u00adbo\u00adgens. Die sieben Ple\u00adjaden wer\u00adden in vie\u00adlen Kul\u00adturen als sieben Tauben oder Jungfrauen ange\u00adse\u00adhen. Sieben zeigt sich dadurch als die Zahl der Zeit, die eine Entwick\u00adlung in sieben Stufen gliedert. 49 ist die Quadratzahl (7 x 7) von sieben und kann als ihre \u00dcber\u00adh\u00f6hung und als vol\u00adlkommen\u00ader Abschluss eines gro\u00dfen Entwick\u00adlungszyk\u00adlus ver\u00adstanden wer\u00adden. Am f\u00fcn\u00adfzig\u00adsten Tag begin\u00adnt dadurch etwas ganz Neues. Der f\u00fcn\u00adfzig\u00adste Tag ist ein neuer erster Tag, der Beginn ein\u00ader \u201cgro\u00dfen Woche\u201d, eines wiederum sieben Mal sieben\u00adf\u00e4lti\u00adgen neuen Zyklus.<\/p>\n<p>Aber auch anders herum gedacht liegt in der Pfin\u00adgst\u00adwoche ein beson\u00adder\u00ader Moment. Wenn jed\u00ader Tag seit Ostern ein\u00ader Woche im See\u00adlenkalen\u00adder-Jahr entspricht, so run\u00addet sich dieses gedachte \u201ekleine Jahr\u201d am 52ten Tag. Es vol\u00adlen\u00addet sich am Dien\u00adstag der Pfin\u00adgst\u00adwoche. Die \u201egro\u00dfe Woche\u201d und das \u201ekleine Jahr\u201d begeg\u00adnen sich, \u2014 sie treten in dieser Woche ver\u00adbun\u00adden&nbsp;auf.<\/p>\n<p>Die nor\u00admale, sieben\u00adt\u00e4gige Woche ist die men\u00adschliche Woche. Sie ste\u00adht f\u00fcr den sieben\u00adstu\u00adfi\u00adgen Entwick\u00adlung\u00adsprozess des Men\u00adschen, f\u00fcr seine Seele. Ger\u00adade die Sieben ist durch die sieben Ple\u00adjaden-Sterne, die sieben Jungfrauen oder Tauben eng mit dem Weib\u00adlichen ver\u00adbun\u00adden. Deshalb kann ich in der \u201egro\u00dfen Woche\u201d die gro\u00dfe Seele der Men\u00adschheit erblick\u00aden. Sie ist dargestellt in Maria. Das \u201ekleine Jahr\u201d wird dadurch zum kleinen Kind auf ihrem&nbsp;Arm.<\/p>\n<p>In diesem \u201eZeit-Code\u201d erkenne ich wieder, was \u00fcber Pfin\u00adg\u00adsten tradiert wird: Maria als zen\u00adtrale Fig\u00adur des Pfin\u00adg\u00adstereigniss\u00ades und als Per\u00adson\u00adifika\u00adtion der Kirche, der Gemein\u00adschaft. Auf allen Pfin\u00adgst\u00adbildern nimmt Maria eine zen\u00adtrale Stel\u00adlung&nbsp;ein.<\/p>\n<p>Lebten die J\u00fcnger 40 Tage bis Him\u00admelfahrt im direkt erlebten Kon\u00adtakt zu dem Aufer\u00adstande\u00adnen, so empfin\u00adgen sie zu Pfin\u00adg\u00adsten am 50. Tag den Heili\u00adgen Geist, um von da an selb\u00adst\u00e4ndig den neuen Glauben in die Welt zu tra\u00adgen. Durch diesen \u201cNeuen Bund\u201d steigerte sich ihr Bewusst\u00adsein, und sie wur\u00adden bef\u00e4higt, von emp\u00adfan\u00adgen\u00adden Men\u00adschen zu verk\u00fcn\u00adden\u00adden und geben\u00adden zu wer\u00adden. Sie wur\u00adden durch ihren inneren Ver\u00adwand\u00adlung\u00adsprozess, durch die Vol\u00adlen\u00addung der sieben mal sieben Stufen \u2014 von der Aufer\u00adste\u00adhung Christi bis Pfin\u00adg\u00adsten \u2014 sel\u00adber zu ein\u00ader ausstrahlen\u00adden&nbsp;Sonne.<\/p>\n<h4><strong>Was sagt das Mantra 8 H zu diesem Geschehen?<\/strong><\/h4>\n<p>Das Mantra zeigt deut\u00adlich zwei Teile. Im ersten Teil wird die Wirkung der Sinneswahrnehmung auf das Denken beschrieben. Im zweit\u00aden Teil erfahren wir, welche Gnade dem Men\u00adschen dadurch geschehen kann.<\/p>\n<p>Das Mantra begin\u00adnt mit ein\u00ader Fest\u00adstel\u00adlung. Die Macht der Sinne w\u00e4chst und dieses Wach\u00ads\u00adtum ist ver\u00adbun\u00adden mit dem Schaf\u00adfen der G\u00f6t\u00adter. Es gibt einen Zusam\u00admen\u00adhang der Sin\u00adneska\u00adpaz\u00adit\u00e4t mit dem, was sich den Sin\u00adnen dar\u00adbi\u00adetet, dem Sch\u00f6p\u00adfungswerk der G\u00f6t\u00adter, der immer prachtvolleren Ent\u00adfal\u00adtung der Natur. Johann Wolf\u00adgang von Goethe dr\u00fcckt diesen Zusam\u00admen\u00adhang so&nbsp;aus:<\/p>\n<p>\u201cW\u00e4r nicht das Auge sonnenhaft,<\/p>\n<p>Die Sonne k\u00f6n\u00adnt es nie erblicken.<\/p>\n<p>L\u00e4g nicht in uns des Gottes eigne&nbsp;Kraft,<\/p>\n<p>Wie k\u00f6n\u00adnt uns G\u00f6t\u00adtlich\u00ades entz\u00fccken.\u201d<\/p>\n<p>Die Macht der Sinne ist im Bunde, hat einen Bund geschlossen mit dem Schaf\u00adfen der G\u00f6t\u00adter. Die For\u00admulierung l\u00e4sst an den Bund denken, den Jahve mit seinem Volk schloss. Sinne und G\u00f6t\u00adter sind miteinan\u00adder ver\u00adbun\u00adden, ziehen sozusagen an einem Strang, wirken in dieselbe Richtung.<\/p>\n<p>Was ist das Ziel dieses gemein\u00adsamen Wirkens? Sie, die Macht der Sinne, d\u00e4mpft die Kraft meines Denkens. Durch die zunehmende Macht mein\u00ader Sinne, ver\u00adbun\u00adden mit dem immer gewaltiger in Erschei\u00adn\u00adung tre\u00adten\u00addem Schaf\u00adfen der G\u00f6t\u00adter, wird meine Denkkraft, der Wach\u00adheits\u00adgrad meines Denkens auf die Stufe des Tr\u00e4u\u00admens reduziert. Wach\u00ades, bewusstes Denken erfordert viel Bewusst\u00adsein\u00adskraft, traumhaftes, unbe\u00adwussteres Denken weniger. Kann ich diese Wirkung der Sinneswahrnehmung auf mein Denken beobacht\u00aden? Ja, denn ich denke ganz automa\u00adtisch das, was ich sehe oder was ich durch andere Sin\u00adneskan\u00e4le wahrnehme. Begeg\u00adnet mir ein Vogel, erscheint das Wort Vogel in meinem Denken, sp\u00fcre ich Wind, so denkt es Wind in mir. Dieses traumhafte, unbe\u00adwusst ablaufende Denken wird mir erst dann bewusst, wenn ich z.B. etwas sehe, zu dem ich keinen Begriff hinzuf\u00fc\u00adgen kann. Ein wach\u00admachen\u00adder Schreck durch\u00adf\u00e4hrt mich in dieser sel\u00adten vork\u00adom\u00admenden Sit\u00adu\u00ada\u00adtion. An diesen Beobach\u00adtun\u00adgen wird deut\u00adlich: die Sinne haben die Macht, das Denken zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Die Macht der Sinne meint aber auch die \u00dcberzeu\u00adgungskraft, die die Sinne auf das wache Denken des Men\u00adschen aus\u00fcben. Erleb\u00adnis\u00adsen in der \u00e4u\u00dferen Welt wird eine weit gr\u00f6\u00dfere Real\u00adit\u00e4t zuge\u00adsprochen als solchen der Innen\u00adwelt. Der Zugang zu den unsicht\u00adbaren Erleb\u00adnis\u00adsen, den Erfahrun\u00adgen geistiger Art wird dadurch immer schw\u00ader\u00ader, die Weltan\u00adschau\u00adung immer mate\u00adri\u00adal\u00adis\u00adtis\u00adch\u00ader. Ein wach\u00ader Ver\u00adstand ist dadurch der emp\u00adfan\u00adgen\u00adden Auf\u00adnahme hin\u00adder\u00adlich, wenn die geistige Welt sich dem Men\u00adschen mit\u00adteilen will. Die Her\u00adab\u00add\u00e4mp\u00adfung mein\u00ader Wach\u00adheit im Denken fol\u00adgt deshalb ein\u00ader h\u00f6heren Bes\u00adtim\u00admung. Auch in mir wirken die G\u00f6t\u00adter, indem sie mich leise \u201cein\u00adschlafen\u201d lassen, wenn ich wahrnehme.<\/p>\n<p>In diesem Mantra wird den Sin\u00adnen Macht, meinem Denken dage\u00adgen Kraft zuge\u00adsprochen. Die Sinneswahrnehmung gle\u00adicht hier einem K\u00f6nig. Auch dieser hat Macht, selb\u00adst wenn er diese ger\u00adade nicht aus\u00fcbt. F\u00fcr das Denken wird dage\u00adgen von Kraft gesprochen. Damit ist die Energie der T\u00e4tigkeit gemeint, nicht das grund\u00ads\u00e4t\u00adzliche Ver\u00adm\u00f6\u00adgen, die Macht. Die Sinne regieren sozusagen \u00fcber die f\u00fcr das Denken zur Ver\u00adf\u00fc\u00adgung ste\u00adhende Energie. Auch dies ist beobacht\u00adbar. Denke ich konzen\u00adtri\u00adert nach und m\u00f6chte daf\u00fcr max\u00adi\u00admal viel Energie zur Ver\u00adf\u00fc\u00adgung haben, so wende ich meine Aufmerk\u00adsamkeit von der Sinneswahrnehmung ab, schalte sie sozusagen aus, und wende mich nur meinem Gedanken\u00adgang&nbsp;zu.<\/p>\n<p>Die wach\u00adsende Macht der Wahrnehmung ste\u00adht im Zusam\u00admen\u00adhang mit dem Schaf\u00adfen der G\u00f6t\u00adter. So wie der Men\u00adsch im Schlaf regener\u00adiert wird, so ist auch das Wahrnehmungsleben ein Beschenkt-Wer\u00adden durch die G\u00f6t\u00adter. Durch die Wahrnehmungs\u00adf\u00e4higkeit des Men\u00adschen kann er das Schaf\u00adfen der G\u00f6t\u00adter, ihre Macht erleben. Der Men\u00adsch sieht die durch die Zeit bewirk\u00adten Ver\u00e4n\u00adderun\u00adgen im Raum und erlebt Entwick\u00adlung. Die Wahrnehmung n\u00e4hrt und beschenkt uns geistig, w\u00e4hrend wir im tr\u00e4u\u00admenden Bilder\u00adbe\u00adwusst\u00adsein leben. Erwacht der irdisch-wache Ver\u00adstand, so stellt er sich der Wahrnehmung gegen\u00fcber, und er begin\u00adnt zu urteilen, zu bew\u00aderten. Dadurch entste\u00adht eine Dis\u00adtanz, eine Tren\u00adnung zwis\u00adchen mir und der Wahrnehmung. Diese Tren\u00adnung ver\u00adhin\u00addert die unmit\u00adtel\u00adbare Ber\u00fchrung, die durch reine Wahrnehmung m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Fol\u00adgerichtig muss die Denk-Kraft, die den Geset\u00adzen der Logik und damit einem lin\u00adearen Geschehen fol\u00adgt, her\u00adabge\u00addr\u00fcckt, im Wach\u00adheits\u00adgrad her\u00adabged\u00e4mpft wer\u00adden. Traum\u00adbe\u00adwusst\u00adsein ist ein Bewusst\u00adsein, das in Bildern lebt. Rudolf Stein\u00ader beschreibt das Aufwachen f\u00fcr die unsicht\u00adbare Welt als ein Aufwachen in ein imag\u00adi\u00adna\u00adtives Bild\u00adbe\u00adwusst\u00adsein, das dem Traumer\u00adleben \u00e4hnelt. Dieses Bewusst\u00adsein ist ein nicht-dis\u00adtanziertes, nicht fra\u00adgend-zweifel\u00adndes, son\u00addern ein Geschehen-zulassendes, sich hingeben\u00addes, beja\u00adhen\u00addes Bewusst\u00adsein. Durch die Hingabe an die \u00e4u\u00dfere Wahrnehmung er\u00fcben wir uns diese Haltung.<\/p>\n<p>Im zweit\u00aden Teil des Mantras erfahren wir, was m\u00f6glich ist, wenn mein men\u00adschlich\u00ades Denken nur tr\u00e4u\u00admend wach ist. Wohlge\u00admerkt, nicht schlafend, vol\u00adlkom\u00admen unbe\u00adwusst, son\u00addern traumwach.<\/p>\n<p>Im zweit\u00aden Teil wird ein \u201cWenn .\u2026 muss.\u2026\u201d Zusam\u00admen\u00adhang beschrieben, eine Bedin\u00adgung, die zwin\u00adgend zu erf\u00fcllen ist, soll ein Ereig\u00adnis ein\u00adtreten. Auch im ersten Mantra des See\u00adlenkalen\u00adders (<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=781\">1 A<\/a>) begeg\u00adneten wir diesem uner\u00adbit\u00adtlichen \u201cWenn\u2026\u201d. Hier dr\u00fcck\u00adte es als Wenn-Dann Beziehung einen naturhaft geset\u00adzm\u00e4\u00dfi\u00adgen Zusam\u00admen\u00adhang aus, dem der Men\u00adsch unter\u00adwor\u00adfen ist. Das erste Mantra (1 A) legte die Grund\u00adlage f\u00fcr den abgeschlosse\u00adnen Zyk\u00adlus (und dar\u00fcber hin\u00adaus f\u00fcr das ganze Jahr). Das achte Mantra (8 H) erneuert die Grund\u00adlage, auf der der kom\u00admende Entwick\u00adlungszyk\u00adlus auf\u00adbauen wird. Diese Grund\u00adlage rech\u00adnet mit der Mitwirkung des Men\u00adschen, es hei\u00dft nicht mehr \u201cwenn-dann\u201d, son\u00addern \u201cwenn-muss\u201d.<\/p>\n<p>Welche Bedin\u00adgung muss ich nun erf\u00fcllen, damit sich das g\u00f6t\u00adtliche Wesen mit mein\u00ader Seele vere\u00adinen kann? Mein men\u00adschlich\u00ades Denken muss sich im Traumes\u00adsein still beschei\u00adden. Damit sind bei genauerem Hin\u00adse\u00adhen drei Bedin\u00adgun\u00adgen angegeben: Das Denken muss vom taghellen, meist nach au\u00dfen gerichteten Wach\u00adbe\u00adwusst\u00adsein in das traumhafte Bilder\u00adbe\u00adwusst\u00adsein wech\u00adseln, sich der eige\u00adnen Seele zuwen\u00adden. Au\u00dfer\u00addem muss es still wer\u00adden. Der st\u00e4ndi\u00adge Gedanken\u00adfluss, das automa\u00adtisch ablaufende unun\u00adter\u00adbroch\u00adene Selb\u00adst\u00adge\u00adspr\u00e4ch muss aufh\u00f6ren. Weit\u00ader\u00adhin muss sich das men\u00adschliche Denken beschei\u00adden. Es muss einem Gr\u00f6\u00dferen Raum geben. Das bedeutet auch, die Deu\u00adtung\u00adshoheit \u00fcber das Geschehen abzugeben, sich kein Urteil anzu\u00adma\u00dfen \u00fcber etwas, dass f\u00fcr den irdis\u00adchen Ver\u00adstand unvorstell\u00adbar&nbsp;ist.<\/p>\n<p>Es ist das g\u00f6t\u00adtliche Wesen, das sich mit mein\u00ader Seele einen, vere\u00adini\u00adgen will. Bish\u00ader, im ersten Teil des Mantras, ging es um das Schaf\u00adfen der G\u00f6t\u00adter, ihr Wirken im Umkreis, in allem Wahrzunehmenden und gle\u00adichzeit\u00adig auch in meinen Sin\u00adnen. Hier im zweit\u00aden Teil will das g\u00f6t\u00adtliche Wesen, oder g\u00f6t\u00adtlich Wesen\u00adhaftes, oder das Wesen Gottes eins wer\u00adden mit mein\u00ader Seele. Im Ver\u00adgle\u00adich zu den (vie\u00adlen) G\u00f6t\u00adtern des ersten Teils erscheint mir das g\u00f6t\u00adtliche Wesen als eine Ein\u00adheit und damit als noch machtvoller als diese. (Ich ver\u00adste\u00adhe dieses g\u00f6t\u00adtliche Wesen in Anbe\u00adtra\u00adcht der Tat\u00adsache, dass es sich um das Pfin\u00adgst-Mantra han\u00addelt, als den Heili\u00adgen Geist.) Die Aktiv\u00adit\u00e4t geht von diesem g\u00f6t\u00adtlichen Wesen aus, der Men\u00adsch kann lediglich Gef\u00e4\u00df sein, indem er die n\u00f6ti\u00adgen Bedin\u00adgun\u00adgen her\u00adstellt. Es ist Gnade, wenn das g\u00f6t\u00adtlich Wesen\u00adhafte bere\u00adit ist, sich mit mir zu vere\u00adinen. In gewis\u00adsem Sinne ist es eine Befruch\u00adtung von oben, die mir geschehen kann.<\/p>\n<p>Das Pfin\u00adgst\u00adgeschehen, die Beg\u00adnadung mit dem Heili\u00adgen Geist, ist in diesem Mantra ganz intim und schlicht geschildert. Deut\u00adlich wird, dass es sich f\u00fcr mich als gegen\u00adw\u00e4r\u00adtiges Erleb\u00adnis nur vol\u00adlziehen kann, wenn ich die Bedin\u00adgun\u00adgen daf\u00fcr schaffe. Da das Mantra durchg\u00e4ngig aus der Per\u00adspek\u00adtive des Ich-Sprech\u00aders geschrieben ist, weist es darauf hin, dass es dem Men\u00adschen m\u00f6glich ist, dieses heilige Geschehen mit Bewusst\u00adsein zu ver\u00adfol\u00adgen. Die \u201cG\u00f6t\u00adter\u201d haben die Vor\u00adbere\u00aditun\u00adgen daf\u00fcr getrof\u00adfen, indem sie den Men\u00adschen zu einem Wahrnehmungswe\u00adsen gemacht haben. Auch jet\u00adzt sind sie nicht nur in der Au\u00dfen\u00adwelt, son\u00addern auch in uns sch\u00f6pferisch t\u00e4tig, um die Vere\u00adini\u00adgung mit dem \u201cg\u00f6t\u00adtlichen Wesen\u201d vorzu\u00adbere\u00adit\u00aden. Sie f\u00fchren den Traumzu\u00ads\u00adtand her\u00adbei, den der Men\u00adsch bewahren kann, wenn sich sein Denken still beschei\u00addet. Ob die Vere\u00adini\u00adgung mit dem \u201cg\u00f6t\u00adtlichen Wesen\u201d, dem Heili\u00adgen Geist, dann geschieht, h\u00e4ngt von dem\u00adsel\u00adben ab und ist immer&nbsp;Gnade.<\/p>\n<h4><strong>Ein Versuch<\/strong><\/h4>\n<p>Hier will ich ver\u00adsuchen, dem Pfin\u00adg\u00adstereig\u00adnis im eige\u00adnen Denken nachzus\u00adp\u00fcren: Wenn ich zum Beispiel aus meinem wachen, kri\u00adtisch und logisch schlie\u00dfen\u00adden Ver\u00adstand her\u00adaus definiere, dass die Zeit der Heilige Geist ist, so ist sofort sp\u00fcr\u00adbar, dass dem nicht so ist. Die so gewonnene Vorstel\u00adlung der Zeit ist leer und tot. Die dem Ver\u00adstand fass\u00adbare Zeit ist geistleer. Wenn ich aber ins Bilder\u00adbe\u00adwusst\u00adsein wech\u00adse\u00adle und im Zen\u00adtrum des Jahreskreis\u00ades eine Sonne erblicke, die durch die eingeze\u00adich\u00adneten Wochen-Seg\u00admente graphisch entste\u00adht, dann kann ich dieses Bild weit\u00ader beleben. Ich kann die Wochen durch\u00adpulst erleben von ein\u00ader im Zen\u00adtrum des Jahreskreis\u00ades ste\u00adhen\u00adden, Leben schenk\u00adenden geisti\u00adgen Sonne. So kann sich dieses Bild als Gef\u00e4\u00df erweisen. Mit diesem Bild kann sich das g\u00f6t\u00adtliche Wesen vereinen.<\/p>\n<p>In vie\u00adlen Kirchen find\u00aden sich Darstel\u00adlun\u00adgen der Pfin\u00adgst-Taube als Bild des Heili\u00adgen Geistes, die direkt aus dem Zen\u00adtrum ein\u00ader leuch\u00adt\u00aden\u00adden, gold\u00ade\u00adnen Sonne zu kom\u00admen scheinen. Dieses Bild entspricht f\u00fcr mich der geisti\u00adgen Sonne im Jahreskreis. In jede Woche geht ein Strahl der geisti\u00adgen Sonne und durch\u00adpulst sie, in jede Woche fliegt eine g\u00f6t\u00adtliche Taube und bringt die Botschaft der Quelle in die&nbsp;Welt.<\/p>\n<p>Das g\u00f6t\u00adtliche Wesen muss wollen, hei\u00dft es im Mantra. Es ist Gnade, wenn sich das innere Bild erf\u00fcllt mit Geist \u2014 wenn es mehr wird als ein Bild. Diese Vere\u00adini\u00adgung des Men\u00adschlichen mit dem G\u00f6t\u00adtlichen \u2014 oder des G\u00f6t\u00adtlichen mit dem Men\u00adschlichen wird Kom\u00admu\u00adnion genan\u00adnt. Bei\u00adde Seit\u00aden m\u00fcssen sich aufeinan\u00adder zubewegen.<\/p>\n<p>Das Fest der Kom\u00admu\u00adnion ist Fron\u00adle\u00adich\u00adnam, Leib des Her\u00adrn \u00fcber\u00adset\u00adzt, das am Don\u00adner\u00adstag der auf Pfin\u00adg\u00adsten fol\u00adgen\u00adden Woche <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=973\">9 I<\/a> (gro\u00dfes i) gefeiert wird. Von Pfin\u00adgst\u00adson\u00adntag bis Fron\u00adle\u00adich\u00adnam sind es genau zw\u00f6lf Tage \u2014 ein klein\u00ader Jahreskreis, indem ein Tag f\u00fcr einen Monat ste\u00adht. Pfin\u00adg\u00adsten und Fron\u00adle\u00adich\u00adnam zeigen sich dadurch als zusam\u00admenge\u00adh\u00f6rende Feste. Mit Fron\u00adle\u00adich\u00adnam ist, wie der Fest-Name sagt, der Leib und dadurch auch das Brot der Kom\u00admu\u00adnion ver\u00adbun\u00adden. Zu Pfin\u00adg\u00adsten geh\u00f6rt mehr das Blut, der Wein und das Bild des Kelch\u00ades. Blut und Wein sind Bilder der Zeit und des Lebens, das von Gen\u00ader\u00ada\u00adtion zu Gen\u00ader\u00ada\u00adtion weit\u00adergegeben wird. Isis, die vorchristliche Maria, von der es hei\u00dft, dass sie die Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit, die Gegen\u00adwart und die Zukun\u00adft \u2014 also die Zeit ist, rief man fr\u00fcher mit dem Ausspruch an: \u201eO Blut der Isis!\u201d und meinte damit den Strom des Lebens.<\/p>\n<p>Die Aus\u00adgie\u00dfung des Heili\u00adgen Geistes, oft dargestellt als Feuer\u00adflam\u00admen auf den K\u00f6pfen der J\u00fcnger und auf Marias Kopf, ist selb\u00adstre\u00addend eine feurige Energie. Es ist die Taufe mit Feuer, die den J\u00fcngern von Chris\u00adtus voraus\u00adge\u00adsagt wird. Was ist dieses Feuer im Unter\u00adschied zur Taufe mit Wass\u00ader? Die allt\u00e4gliche Wahrnehmung der Zeit zeigt sich im inneren Bild gerne als Fluss der Zeit, als Wass\u00ader. Alles Leben ist in diesen Zeit-Strom einge\u00adtaucht, so auch wir Men\u00adschen. Das men\u00adschliche Bewusst\u00adsein pen\u00addelt meist zwis\u00adchen Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit und Zukun\u00adft und ver\u00adpasst die Gegen\u00adwart, das Jet\u00adzt. Doch Aufwachen und gegen\u00adw\u00e4r\u00adtig wer\u00adden ist m\u00f6glich. Es ist wie ein Auf\u00adtauchen aus dem Strom. Dann strahlt mein Bewusst\u00adsein rings um mich aus wie eine Sonne. Auch der Jahres\u00adlauf zeigt mir dieses andere Bild der Zeit. Ich kann mich ein\u00adleben in das oben erw\u00e4h\u00adnte Bild des Jahreskreis\u00ades mit der geisti\u00adgen Sonne im Zen\u00adtrum. Ich kann die Wochen des Jahres durch\u00adstrahlt erleben von ihrer Kraft, von ihrer Energie. Ihr feuriges, strahlen\u00addes Licht tauft mit Feuer. Auch Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit, Geis\u00adtes\u00adge\u00adgen\u00adwart ist eine feurige Kraft. Meine kleine Bewusst\u00adseins-Sonne und die gro\u00dfe geistige Sonne im Zen\u00adtrum des Jahreskreis\u00ades sind verwandt.<\/p>\n<p>Dieses zweifache innere Bild der Sonne ist wie ein Samen, ein Ver\u00adsprechen unmit\u00adtel\u00adbar\u00ader Geist\u00adbegeg\u00adnung \u2014 wenn die Zeit daf\u00fcr reif ist, wenn das g\u00f6t\u00adtliche Wesen sich hinein\u00adsenken will.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=973\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Eintrag&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>8 H Es w\u00e4chst der Sinne&nbsp;Macht Im Bunde mit der G\u00f6t\u00adter Schaf\u00adfen, Sie dr\u00fcckt des Denkens Kraft Zur Traumes Dumpfheit mir&nbsp;herab. Wenn g\u00f6t\u00adtlich&nbsp;Wesen Sich mein\u00ader Seele einen&nbsp;will, Muss men\u00adschlich Denken Im Traumes\u00adsein sich still beschei\u00adden. Pfin\u00adg\u00adsten, das j\u00fcdis\u00adche Fest Scha\u00adwout \u2014 und die Zahl&nbsp;50 Das Spruch-Mantra 8 H geh\u00f6rt zum Pfin\u00adgst\u00adfest, denn dieses Fest&nbsp;wird\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-843","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/843","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=843"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/843\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=843"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}