{"id":841,"date":"2022-05-02T23:05:00","date_gmt":"2022-05-02T21:05:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=841"},"modified":"2023-05-03T17:52:26","modified_gmt":"2023-05-03T15:52:26","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy-3","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=841","title":{"rendered":"Blog \u2014 Seelenkalender Mantra 3&nbsp;C"},"content":{"rendered":"\n\n\t<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Tulpen-Mitte-300x225.jpg\" alt width=\"300\" height=\"225\"><\/strong><\/h4>\n<h4><strong>3 C<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Es spricht zum Weltenall,<\/p>\n<p>Sich selb\u00adst vergessend<\/p>\n<p>Und seines Urstands eingedenk,<\/p>\n<p>Des Men\u00adschen wach\u00adsend&nbsp;Ich:<\/p>\n<p>In dir, befreiend mich<\/p>\n<p>Aus mein\u00ader Eigen\u00adheit\u00aden Fessel,<\/p>\n<p>Ergr\u00fcnde ich mein echt\u00ades&nbsp;Wesen.<\/p>\n<h4><strong>Das Weltenall ist im Mantra Gespr\u00e4chspartner<\/strong><\/h4>\n<p>Rudolf Stein\u00ader verdeut\u00adlicht den Zusam\u00admen\u00adhang des Men\u00adschen mit dem Wel\u00adte\u00adnall durch einen Ver\u00adgle\u00adich: \u201cIch habe gesagt: Ein men\u00adschlich\u00ader Fin\u00adger ist ein men\u00adschlich\u00ader Fin\u00adger aber nur, solange er in Verkn\u00fcp\u00adfung ist mit dem men\u00adschlichen Leibe. In dem Augen\u00adblick, wo wir ihn abschnei\u00adden, ver\u00addor\u00adrt er. \u2014 Ger\u00adadeso wie der Fin\u00adger, \u2026 zu unserem Leibe ste\u00adht, so ste\u00adht der Men\u00adsch zu der ganzen Erde, ja zu unserem ganzen Plan\u00adeten\u00adsys\u00adtem. Wenn Sie den Men\u00adschen wegheben w\u00fcr\u00adden von der Erde und von dem ganzen Plan\u00adeten\u00adsys\u00adtem, er w\u00fcrde ver\u00addor\u00adren, er w\u00fcrde abster\u00adben wie der Fin\u00adger, wenn man ihn weghebt von dem men\u00adschlichen Leib. Es han\u00addelt sich darum, da\u00df man allm\u00e4h\u00adlich im men\u00adschlichen Leben dazu aufr\u00fcckt, von der Wahrnehmung des Teiles zu der Wahrnehmung eines gr\u00f6\u00dferen Ganzen zu kom\u00admen. Der Men\u00adsch, so wie er sich selb\u00adst betra\u00adcht\u00aden kann, ist wirk\u00adlich eine Teil\u00adwe\u00adsen\u00adheit, insofern er ein physis\u00adch\u00ader Organ\u00adis\u00admus ist und auch insofern er ein \u00c4ther\u00adleib ist. Er wird nur als ein Organ\u00adis\u00admus betra\u00adchtet, wenn er im Zusam\u00admen\u00adhang mit der Erde und sog\u00adar mit dem ganzen Plan\u00adeten\u00adsys\u00adtem ist. Wenn man aber das ganz lebendig in sein Bewu\u00dft\u00adsein aufn\u00adimmt, so wei\u00df man sich als zuge\u00adh\u00f6rig mehr zu der Welt als zu der blo\u00dfen Erde, denn die Erde hat ihre Kr\u00e4fte vom <strong>Wel\u00adte\u00adnall<\/strong>, und indem wir zuerst nur abh\u00e4ngig sind von der Erde, gehen wir allm\u00e4h\u00adlich \u00fcber zu der Abh\u00e4ngigkeit von dem <strong>Wel\u00adte\u00adnall<\/strong>.\u201d (GA 191, S. 50, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.)<\/p>\n<p>\u201eDurch das Denken wird der Men\u00adsch \u00fcber das Eigen\u00adleben hin\u00adaus\u00adge\u00adf\u00fchrt Er erwirbt sich etwas, das \u00fcber seine Seele hin\u00adaus\u00adre\u00adicht. Es ist f\u00fcr ihn eine selb\u00adstver\u00adst\u00e4ndliche \u00dcberzeu\u00adgung, da\u00df die Denkge\u00adset\u00adze in \u00dcbere\u00adin\u00adstim\u00admung mit der Wel\u00adtord\u00adnung sind. Er betra\u00adchtet sich deshalb als ein Ein\u00adheimis\u00adch\u00ader in der Welt, weil diese \u00dcbere\u00adin\u00adstim\u00admung beste\u00adht. Diese \u00dcbere\u00adin\u00adstim\u00admung ist eine der gewichti\u00adgen Tat\u00adsachen, durch die der Men\u00adsch seine eigene Wesen\u00adheit ken\u00adnen\u00adlernt. In sein\u00ader Seele sucht der Men\u00adsch nach Wahrheit; und durch diese Wahrheit spricht sich nicht allein die Seele, son\u00addern sprechen sich die Dinge der Welt aus. Was durch das Denken als Wahrheit erkan\u00adnt wird, hat eine <em>selb\u00adst\u00e4ndi\u00adge Bedeu\u00adtung<\/em>, die sich auf die Dinge der Welt bezieht, nicht blo\u00df auf die eigene Seele.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Denken#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>:<a href=\"http:\/\/fvn-archiv.net\/PDF\/GA\/GA009.pdf#page=18&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> GA 9, S. 44<\/a>)\u201d<\/p>\n<h4><strong>Wahrnehmung<\/strong><\/h4>\n<p>Rudolf Stein\u00ader beschreibt den Vor\u00adgang der Wahrnehmung ganz anders, als es gew\u00f6hn\u00adlich gedacht wird: \u201eWie kommt eigentlich die \u00e4u\u00dfere Wahrnehmung zus\u00adtande? Nun, nicht wahr, da denken die Men\u00adschen gew\u00f6hn\u00adlich \u2014 beson\u00adders Men\u00adschen, die sich sehr gescheit d\u00fcnken \u2014 , da\u00df die \u00e4u\u00dfere Wahrnehmung dadurch zus\u00adtande kommt, da\u00df die Dinge drau\u00dfen sind, der Men\u00adsch in sein\u00ader Haut steckt, da\u00df die \u00e4u\u00dferen Dinge einen Ein\u00addruck auf ihn machen, und da\u00df dadurch sein Gehirn ein Bild der \u00e4u\u00dferen Objek\u00adte und For\u00admen in seinem Innern erzeugt. Nun, es ist ganz und gar nicht so, son\u00addern es ver\u00adh\u00e4lt sich ganz anders. In Wahrheit ist der Men\u00adsch gar nicht drin\u00adnen inner\u00adhalb sein\u00ader Haut [mit seinem Geistig-Seel\u00adis\u00adchen]; das ist er gar nicht. Wenn der Men\u00adsch zum Beispiel dieses Rosen-Bukettchen [diesen Rosen\u00adstrau\u00df] sieht, so ist er mit seinem Ich und Astralleib in der Tat da drin\u00adnen in dem Bukettchen, und sein Organ\u00adis\u00admus ist ein Spiegelungsap\u00adpa\u00adrat und spiegelt ihm die Dinge zur\u00fcck. Sie sind in Wahrheit immer aus\u00adge\u00adbre\u00adit\u00adet \u00fcber den Hor\u00adi\u00adzont, den Sie \u00fcber\u00adschauen. Und im Wach\u00adbe\u00adwu\u00dft\u00adsein steck\u00aden Sie eben mit einem wesentlichen Teil Ihres Ich und Astralleibes auch im physis\u00adchen und \u00e4therischen Leibe drin\u00adnen. Der Vor\u00adgang ist nun wirk\u00adlich so \u2026: Denken Sie sich, sie gin\u00adgen in einem Zim\u00admer herum, in dem eine Anzahl von Spiegeln an den W\u00e4n\u00adden ange\u00adbracht w\u00e4ren. Sie k\u00f6n\u00adnen durch den Raum gehen. Wo Sie keinen Spiegel haben, sehen Sie sich sel\u00adber nicht. Sobald Sie aber an einen Spiegel kom\u00admen, sehen Sie sich. Kommt eine Stelle ohne Spiegel, sehen Sie sich nicht, und wenn wieder ein Spiegel da ist, sehen Sie sich wieder. So ist es auch mit dem men\u00adschlichen Organ\u00adis\u00admus. Er ist nicht der Erzeuger der Dinge, die wir in der Seele erleben, er ist nur der Spiegelungsap\u00adpa\u00adrat. Die Seele ist beisam\u00admen mit den Din\u00adgen da drau\u00dfen, zum Beispiel hier mit diesem Rosen-Bukettchen. Da\u00df die Seele das Bukettchen bewu\u00dft sieht, h\u00e4ngt davon ab, da\u00df das Auge in Verbindung mit dem Gehir\u00adnap\u00adpa\u00adrat der Seele das zur\u00fcck\u00adspiegelt, wom\u00adit die Seele zusam\u00admen\u00adlebt. Und in der Nacht nimmt der Men\u00adsch nicht wahr, weil er, wenn er schl\u00e4ft, Ich und Astralleib aus seinem physis\u00adchen und \u00e4therischen Leib her\u00adauszieht, und diese dadurch aufh\u00f6ren, ein Spiegelungsap\u00adpa\u00adrat zu sein. Das Ein\u00adschlafen ist so, als ob Sie einen Spiegel, den Sie vor sich hat\u00adten, weg\u00adnehmen. Solange Sie in den Spiegel hinein\u00adse\u00adhen k\u00f6n\u00adnen, haben Sie Ihr eigenes Antlitz vor sich; nehmen Sie den Spiegel weg, flugs ist nichts mehr da von Ihrem Antlitz.<\/p>\n<p>So ist der Men\u00adsch in der Tat mit dem seel\u00adisch-geisti\u00adgen Wesen in dem Teil der Welt, den er \u00fcber\u00adschaut, und er sieht ihn dadurch bewu\u00dft, da\u00df ihn sein Organ\u00adis\u00admus spiegelt. Und in der Nacht wird dieser Spiegelungsap\u00adpa\u00adrat wegge\u00adzo\u00adgen, da sieht er nichts mehr. Der Teil der Welt, den wir sehen, der sind wir selbst.<\/p>\n<p>Das ist eines der schlimm\u00adsten St\u00fccke der Maja, da\u00df der Men\u00adsch glaubt, er stecke mit seinem Geistig-Seel\u00adis\u00adchen in sein\u00ader Haut. Das tut er nicht. In Wirk\u00adlichkeit steckt er in den Din\u00adgen, die er sieht. Wenn ich einem Men\u00adschen gegen\u00fcber\u00adste\u00adhe, so stecke ich in ihm drin\u00adnen mit meinem Ich und Astralleib. W\u00fcrde ich nicht meinen Organ\u00adis\u00admus ihm ent\u00adge\u00adgen\u00adhal\u00adten, so w\u00fcrde ich ihn nicht sehen. Da\u00df ich ihn sehe, daran ist mein Organ\u00adis\u00admus schuld, aber mit meinem Ich und Astralleib stecke ich in ihm drin\u00adnen. Da\u00df man das nicht so ansieht, das geh\u00f6rt eben zu den, ich m\u00f6chte sagen, ver\u00adh\u00e4ng\u00adnisvoll\u00adsten Din\u00adgen der Maja. So ver\u00adschaf\u00adfen wir uns eine Art Begriff, wie das Wahrnehmen und das Erleben auf dem physis\u00adchen Plan ist.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Wahrnehmung#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>:<a href=\"http:\/\/fvn-archiv.net\/PDF\/GA\/GA156.pdf#page=22&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> GA 156, S. 22f<\/a>)<\/p>\n<h4><strong>Das Ich<\/strong><\/h4>\n<p>\u00dcber das Ich, das im Mantra 3 C spricht, sagt Rudolf Stein\u00ader: \u201eNun glaubt eine vorurteilsvolle Psy\u00adcholo\u00adgie, See\u00adlen\u00adlehre, da\u00df dieses Ich eigentlich im Men\u00adschen drin\u00adnen\u00adsitzt; da, wo seine Muskeln sind, sein Fleisch ist, seine Knochen sind und so weit\u00ader, da sei auch das Ich drin\u00adnen. Wenn man das Leben nur ein wenig \u00fcber\u00adschauen w\u00fcrde, so w\u00fcrde man sehr bald wahrnehmen, da\u00df es nicht so ist. \u2026 Dieses Ich liegt eigentlich in jed\u00ader Wahrnehmung, das liegt eigentlich in all\u00addem, was Ein\u00addruck auf uns macht. Nicht dadrin\u00adnen in meinem Fleis\u00adche und in meinen Knochen liegt das Ich, son\u00addern in dem\u00adjeni\u00adgen, was ich durch meine Augen wahrnehmen kann. Wenn Sie irgend\u00adwo eine rote Blume sehen: in Ihrem Ich, in Ihrem ganzen Erleben, das Sie ja haben, indem Sie an das Rot hingegeben sind, k\u00f6n\u00adnen Sie ja das Rot von der Blume nicht tren\u00adnen. Mit all\u00addem haben Sie ja zugle\u00adich das Ich gegeben, das Ich ist ja ver\u00adbun\u00adden mit Ihrem See\u00adlen\u00adin\u00adhalt. Aber Ihr See\u00adlen\u00adin\u00adhalt, der ist doch nicht in Ihren Knochen! Ihren See\u00adlen\u00adin\u00adhalt, den bre\u00adit\u00aden Sie doch aus im ganzen Raume. Also dieses Ich, das ist noch weniger als die Luft in Ihnen, die Sie eben einat\u00admen, noch weniger als die Luft, die vorher in Ihnen war. Dieses Ich ist ja ver\u00adbun\u00adden mit jed\u00ader Wahrnehmung und mit all\u00addem, was eigentlich im Grunde genom\u00admen au\u00dfer Ihnen ist. Es bet\u00e4tigt sich nur im Inneren, weil es aus dem Wahrnehmen die Kr\u00e4fte hinein\u00adschickt.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Wahrnehmung#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>:<a href=\"http:\/\/fvn-archiv.net\/PDF\/GA\/GA205.pdf#page=219&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> GA 205, S. 219f<\/a>)<\/p>\n<h4><strong>Was sagt mir&nbsp;das?<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Das Ich des Men\u00adschen spricht in diesem Mantra zum Wel\u00adte\u00adnall. Das Ich wird hier als ein wach\u00adsendes beschrieben, sp\u00e4ter erfahren wir, dass es durch seine Eigen\u00adheit\u00aden gefes\u00adselt ist. Dieses Ich hat seine eigentliche Gr\u00f6\u00dfe, seine erwach\u00adsene Form und seine Frei\u00adheit noch nicht erre\u00adicht. Sich\u00ader kann es als das noch im Ego\u00adis\u00admus gefan\u00adgene Ich ange\u00adsprochen werden.<\/p>\n<p>Der Gespr\u00e4chspart\u00adner, den das Ich direkt anspricht, ist das Wel\u00adte\u00adnall. Das Wel\u00adte\u00adnall, das Alles der Welt, ist die Gesamtheit der sinnlichen Welt, die sich uns durch die Wahrnehmung mit\u00adteilt sowohl in ihren r\u00e4um\u00adlichen als auch zeitlichen Aspek\u00adten. Das Wel\u00adte\u00adnall bein\u00adhal\u00adtet all die Weisheit, die zu sein\u00ader Entste\u00adhung und For\u00adtex\u00adis\u00adtenz n\u00f6tig ist. Gle\u00adichzeit\u00adig ist dieses Wel\u00adte\u00adnall wesen\u00adhaftes Gegen\u00fcber und tr\u00e4gt das wach\u00adsende Ich in sich. Deut\u00adlich wird dies durch die Rede des Ichs: \u201cIn dir \u2026 ergr\u00fcnde ich mein echt\u00ades Wesen.\u201d Das Wel\u00adte\u00adnall geht schwanger mit dem in ihm her\u00adanwach\u00adsenden Kind, dem Ich des Men\u00adschen. Das Wel\u00adte\u00adnall ist seine Mut\u00adter. Zu ihr spricht das&nbsp;Ich.<\/p>\n<p>Das noch im Wach\u00ads\u00adtum begrif\u00adf\u00adene Ich ste\u00adht dieser Au\u00dfen\u00adwelt gegen\u00fcber, unter\u00adschei\u00addet sich von ihr und tritt in Inter\u00adak\u00adtion. Es spricht zum Wel\u00adte\u00adnall. Nun geschieht ein dop\u00adpeltes: W\u00e4hrend das Ich zum Wel\u00adte\u00adnall spricht, ver\u00adgisst es sich sel\u00adber. Das ist das erste. Der Vor\u00adgang der Wahrnehmung wirkt hier. W\u00e4hrend wir wahrnehmen, schlafen wir f\u00fcr uns sel\u00adber ein. Wir sind ganz im Au\u00dfen, ganz erf\u00fcllt mit dem Wahrnehmungsin\u00adhalt und vergessen uns. Rudolf Stein\u00ader beschreibt an ander\u00ader Stelle, dass unser Bewusst\u00adsein f\u00fcr uns sel\u00adber ein\u00adschl\u00e4ft, wenn wir wahrnehmen. In dem Moment wis\u00adsen wir nichts mehr von uns. Erst wenn wir begin\u00adnen das Wahrgenommene zu ver\u00adar\u00adbeit\u00aden, Begriffe zu bilden, Urteile zu f\u00e4llen, uns inner\u00adlich gegen\u00fcber\u00adstellen, dann erleben wir uns selb\u00adst wieder.<\/p>\n<p>Gle\u00adichzeit\u00adig geschieht noch etwas. Das Ich ist seines Urstands, seines Urzu\u00ads\u00adtands einge\u00addenk. Es macht sich bewusst, dass es im Urzu\u00ads\u00adtand Eins war mit allem Sein. Wird uns dies bewusst im Wahrnehmen? Machen wir uns bewusst, dass der Urzu\u00ads\u00adtand unseres Ichs die Ein\u00adheit ist? K\u00f6n\u00adnen wir so wahrnehmen, uns so bedin\u00adgungs\u00adlos hingeben, dass uns die Wahrnehmung unseren Urzu\u00ads\u00adtand wieder zum Bewusst\u00adsein bringt?<\/p>\n<p>Nach\u00addem im ersten Teil des Mantras der Sachver\u00adhalt beschrieben wurde, erfahren wir nun durch die an das Wel\u00adte\u00adnall gerichteten Worte des Ichs sein Erleben. Hier schildert das Ich, wie es die Wahrnehmung als Befreiung erlebt. Vom Wel\u00adte\u00adnall umgeben kann sich das Ich von der Fes\u00adsel sein\u00ader Eigen\u00adheit\u00aden befreien. Ohne das Wel\u00adte\u00adnall, ohne die Wahrnehmungswelt w\u00e4re das Ich Eingeschlossen in sich sel\u00adber. Das ist kaum vorstell\u00adbar, sosehr sind wir es gewohnt, eine wahrnehm\u00adbare Umwelt zu haben. Doch auch mit dieser f\u00fchlen wir uns getren\u00adnt von der Welt, in der Dual\u00adit\u00e4t gefan\u00adgen. Das ist unsere Eigen\u00adheit, die uns fes\u00adselt, uns klein und begren\u00adzt h\u00e4lt. Sehe ich den Berg in der Ferne, bin ich mit meinen Augen dort. Indem ich den Berg erin\u00adnere, habe ich ihn in mich hinein\u00adgenom\u00admen. Rudolf Stein\u00ader sagt oben sog\u00adar, dass der Men\u00adsch mit seinem seel\u00adisch geisti\u00adgen Wesen, mit seinem Ich und Astralleib in dem Teil der Welt ist, den er \u00fcber\u00adschaut. So betra\u00adchtet ist das Ich viel gr\u00f6\u00dfer und nicht auf den K\u00f6r\u00adp\u00ader begren\u00adzt. F\u00fcr die Befreiung von der Fes\u00adsel der Eigen\u00adheit\u00aden ist im Mantra die Ver\u00adlaufs\u00adform gew\u00e4hlt. Die voll\u00adst\u00e4ndi\u00adge Befreiung des Ichs liegt noch in der Zukun\u00adft. Das voll\u00adst\u00e4ndig befre\u00adite Ich kann ich als das wahre Ich ansehen.<\/p>\n<p>Nun fol\u00adgt auch hier im Spruch ein zweit\u00ader Schritt. Im Erleb\u00adnis des Eins-Wer\u00addens mit der Wahrnehmung kann das Ich sein echt\u00ades Wesen ergr\u00fcn\u00adden. Es geh\u00f6rt zum Ich, dass es die Welt in sich aufn\u00adimmt. Der Umkreis wird nach innen genom\u00admen, wird Zen\u00adtrum. Das Wahrgenommene lebt im Innern des Men\u00adschen weit\u00ader in seinen Erin\u00adnerun\u00adgen, die sich als gedankliche Bilder in seinem Bewusst\u00adsein zeigen. Das echte Wesen des Ichs ist es, in Ein\u00adheit zu sein mit allem Sein und gle\u00adichzeit\u00adig ein indi\u00advidu\u00adelles F\u00fchlen zu haben. Jed\u00ader hat andere Erin\u00adnerun\u00adgen, auch wenn das\u00adselbe erlebt wurde. Das echte Wesen des Ichs ist ein Schwin\u00adgen zwis\u00adchen den Zust\u00e4n\u00adden des Au\u00dfer-sich-Seins wie in der Wahrnehmung und des In-sich-Seins, der Exkar\u00adna\u00adtion und der Inkar\u00adna\u00adtion. Mit dem als Umkreis des Ichs gedacht\u00aden Wel\u00adte\u00adnall ergibt sich das Bild von Umkreis und Mit\u00adtelpunkt. Im ausstrahlen\u00adden F\u00fchlen, das auf die Wahrnehmungswelt trifft, weit\u00adet sich das Ich, wird zu seinem Hor\u00adi\u00adzon\u00adtkreis, zum Wel\u00adte\u00adnall der Wahrnehmung. Im nach Innen nehmen der Wahrnehmungen und ihrer Konzen\u00adtra\u00adtion zu Erin\u00adnerun\u00adgen, Begrif\u00adf\u00aden, Ideen zieht sich das Ich wieder zum Punkt zusam\u00admen und wird gewis\u00adser\u00adma\u00dfen das Gegen\u00adteil vom Raum. Im Wech\u00adsel dieser zwei Zus\u00adtande wird sich das Ich seines echt\u00aden Wesens bewusst, das im Bild des Son\u00adnen\u00adsym\u00adbols erscheint.<\/p>\n<p>Erlebe ich eigentlich, dass ich wahrnehmend mit dem Wel\u00adte\u00adnall spreche? Erlebe ich mich dabei tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich als sprechend? Eher weniger, ist Wahrnehmung doch ein Aufnehmen, ein Emp\u00adfan\u00adgen \u2014 im besten Fall ein lauschen\u00addes Zuh\u00f6ren. Doch liegt die Zukun\u00adft nicht im Lauschen, son\u00addern im Sprechen -, auch wenn es gegen\u00adw\u00e4r\u00adtig noch sehr unbe\u00adholfen sein mag. Im Mantra, das Rudolf Stein\u00ader sein\u00ader Frau zugedacht hat, wird dieser Umschwung deut\u00adlich. Die Sterne ste\u00adhen hier f\u00fcr das Weltenall.<\/p>\n<p>F\u00dcR MARIE STEINER<\/p>\n<p>Sterne sprachen einst zu Menschen,<\/p>\n<p>Ihr Ver\u00ads\u00adtum\u00admen ist Weltenschicksal;<\/p>\n<p>Des Ver\u00ads\u00adtum\u00admens Wahrnehmung<\/p>\n<p>Kann Leid sein des Erdenmenschen;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der stum\u00admen Stille aber&nbsp;reift,<\/p>\n<p>Was Men\u00adschen sprechen zu Sternen;<\/p>\n<p>Ihres Sprechens Wahrnehmung<\/p>\n<p>Kann Kraft wer\u00adden des Geistesmenschen.<\/p>\n<p>(GA 40 S.&nbsp;143)<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=877\" target=\"_self\" role=\"button\" rel=\"noopener\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Eintrag&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\" role=\"button\" rel=\"noopener\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; 3 C Es spricht zum Wel\u00adte\u00adnall, Sich selb\u00adst vergessend Und seines Urstands einge\u00addenk, Des Men\u00adschen wach\u00adsend&nbsp;Ich: In dir, befreiend mich Aus mein\u00ader Eigen\u00adheit\u00aden Fes\u00adsel, Ergr\u00fcnde ich mein echt\u00ades&nbsp;Wesen. Das Wel\u00adte\u00adnall ist im Mantra Gespr\u00e4chspart\u00adner Rudolf Stein\u00ader verdeut\u00adlicht den Zusam\u00admen\u00adhang des Men\u00adschen mit dem Wel\u00adte\u00adnall durch einen Ver\u00adgle\u00adich: \u201cIch habe gesagt: Ein men\u00adschlich\u00ader Fin\u00adger&nbsp;ist\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-841","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/841","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=841"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/841\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=841"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}