{"id":840,"date":"2022-04-25T22:31:54","date_gmt":"2022-04-25T20:31:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=840"},"modified":"2023-04-17T17:23:53","modified_gmt":"2023-04-17T15:23:53","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=840","title":{"rendered":"Blog \u2014 Seelenkalender Mantra 2&nbsp;B"},"content":{"rendered":"\n\n\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Osterglocke-263x300.jpg\" alt width=\"330\" height=\"377\"><\/p>\n<h4><strong>2 B<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Ins \u00c4u\u00dfre des Sinnesalls<\/p>\n<p>Ver\u00adliert Gedanken\u00admacht ihr Eigensein;<\/p>\n<p>Es find\u00aden Geisteswelten<\/p>\n<p>Den Men\u00adschen\u00adsprossen wieder,<\/p>\n<p>Der seinen Keim in&nbsp;ihnen,<\/p>\n<p>Doch seine Seelenfrucht<\/p>\n<p>In sich muss finden.<\/p>\n<h4><strong>Was erlebe ich im Mantra 2&nbsp;B?<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Das Mantra 2 B begin\u00adnt mit ein\u00ader sach\u00adlichen Mit\u00adteilung. Es geht um die Gedanken\u00admacht. Es geht um die Macht zu denken, die F\u00e4higkeit Gedanken zu bilden. Waren die Gedanken im vorherge\u00adhen\u00adden Mantra 1 A noch dumpf, also unbe\u00adwusst, geht es jet\u00adzt um das bewusste Denken. Es geht um grundle\u00adgende Bedin\u00adgun\u00adgen dieses Denkens, nicht um indi\u00advidu\u00adellen Gedanken, denn ein Ich-Sprech\u00ader ist im Text nicht vorhan\u00adden. Das Mantra ist in der neu\u00adtralen drit\u00adten Per\u00adson geschrieben.<\/p>\n<p>Doch was besagt die Mit\u00adteilung \u00fcber die Gedanken\u00admacht tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich? So klar, wie sie zuerst erscheint, ist sie nicht. Es erweist sich als schwierig, sie in eigene Worte zu fassen. Ich kann vielmehr bemerken, dass mich als Leser die Aus\u00adsage mitrei\u00dft. Ich werde wie hin\u00adaus\u00adgeschleud\u00adert ins Sin\u00adnesall \u2014 so, wie auch die Gedanken\u00admacht. Dort, im Sin\u00adnesall, ver\u00adliert die Gedanken\u00admacht ihr Eigen\u00adsein. Das \u00c4u\u00dfere des Sin\u00adnesalls ist die \u00e4u\u00dfere Welt, die pro\u00adfane Sinneswelt, das \u00c4u\u00dfere, die undurch\u00addringliche Schale des Geistes. Das Sin\u00adnesall ist die Gesamtheit dessen, was das Weltall unseren irdis\u00adchen Sin\u00adnen dar\u00adbi\u00adetet. Richtet sich die Gedanken\u00admacht also auf das, was die Sinne ganz irdisch wahrnehmen, ver\u00adliert sie ihr Eigensein.<\/p>\n<p>Wenn die Gedanken\u00admacht ihr Eigen\u00adsein dadurch ver\u00adliert, dass sie sich nach au\u00dfen und der Sinneswahrnehmung zuwen\u00addet, bedeutet dies, dass sie nach innen gewen\u00addet Eigen\u00adsein hat\u00adte. Die nach innen gewen\u00addete Gedanken\u00admacht ist auf die eige\u00adnen Gef\u00fch\u00adle und Emo\u00adtio\u00adnen gerichtet. Diese dienen der Gedanken\u00admacht als Anre\u00adgung zu denken. Gedanken, die von Gef\u00fchlen und Emo\u00adtio\u00adnen aus\u00adge\u00adhen, haben Eigen\u00adsein, denn diese See\u00adlen\u00adre\u00adgun\u00adgen sind ganz indi\u00advidu\u00adell und zudem in st\u00e4ndi\u00adger Wand\u00adlung begrif\u00adf\u00aden. Die auf dieser Grund\u00adlage gef\u00e4ll\u00adten Urteile sind sub\u00adjek\u00adtiv. Sie ver\u00admit\u00adteln das Erleb\u00adnis, ein Eigen\u00adwe\u00adsen zu sein, das sich von allen anderen unterscheidet.<\/p>\n<p>Anders ist es, wenn die \u00e4u\u00dfere Sinneswahrnehmung, die genaue Beobach\u00adtung, die Grund\u00adlage des Denkens bildet. Dann wird das Denken objek\u00adtiv. Die Urteile wer\u00adden all\u00adge\u00adme\u00ading\u00fcltig. Die Beobach\u00adtung des Son\u00adnen\u00adweges am Him\u00admel f\u00fchrt zur Unter\u00adschei\u00addung der vier Him\u00admel\u00adsrich\u00adtun\u00adgen. Die quan\u00adti\u00adta\u00adtive Unter\u00adschei\u00add\u00adbarkeit der Dinge lehrte den Men\u00adschen zu z\u00e4hlen und zu rech\u00adnen. Diese Erken\u00adnt\u00adnisse haben kein Eigen\u00adsein, sie sind unab\u00adh\u00e4ngig von der Indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adit\u00e4t des Denkers. Das Denken wird an der \u00e4u\u00dferen Sinneswelt erzo\u00adgen, all\u00adge\u00adme\u00ading\u00fcltige, vom Moment unab\u00adh\u00e4ngige, dauer\u00adhafte Wahrheit\u00aden zu erkennen.<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader geht \u00fcber das dadurch gewonnene objek\u00adtiv Wahre noch hin\u00adaus. Er beschreibt, dass ein Denken, das auf wahrgenomme\u00adnen, beobachteten Ph\u00e4nome\u00adnen gr\u00fcn\u00addet, den Men\u00adschen in Kon\u00adtakt mit dem Geist bringt: \u201cGer\u00adade durch die Ph\u00e4nom\u00ade\u00adnolo\u00adgie gelan\u00adgen wir dazu, deut\u00adlich zu sehen, wie in der Au\u00dfen\u00adwelt Geist ist. Nicht wenn wir eine abstrak\u00adte Meta\u00adphysik treiben, son\u00addern ger\u00adade durch die Ph\u00e4nom\u00ade\u00adnolo\u00adgie gelan\u00adgen wir zu der Erken\u00adnt\u00adnis des Geistes, indem wir wahrnehmen, wenn wir das zur Bewu\u00dftheit erheben, was wir son\u00adst unbe\u00adwu\u00dft tun, indem wir wahrnehmen, wie durch die Sinneswelt das Geistige in uns ein\u00addringt und uns sel\u00adber organ\u00adisiert.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Imagination#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>:<a href=\"http:\/\/fvn-archiv.net\/PDF\/GA\/GA322.pdf#page=113&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> GA 322, <\/a><a href=\"http:\/\/fvn-archiv.net\/PDF\/GA\/GA322.pdf#page=116&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">S. 116<\/a>)<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader beschreibt, wie der Men\u00adsch den Geist nicht durch die Wen\u00addung nach innen, son\u00addern ger\u00adade durch die \u00e4u\u00dfere Wahrnehmung find\u00adet, durch die ph\u00e4nom\u00ade\u00adnol\u00ado\u00adgisch genaue Beobach\u00adtung. Und er sagt, dass dieser Geist in uns hinein\u00adwirkt und uns organ\u00adisiert. Im Mantra fol\u00adgt nun die zweite Mit\u00adteilung. Hier wird der Geist, genauer wer\u00adden die Geis\u00adteswel\u00adten als Han\u00addel\u00adnde wesen\u00adhaft beschrieben. Sie find\u00aden den Men\u00adschen wieder! Find\u00aden ist eine aktive Hand\u00adlung \u2014 und set\u00adzt eine Zeit des Suchens voraus! Der Men\u00adsch war den Geis\u00adteswel\u00adten offen\u00adsichtlich ver\u00adloren gegan\u00adgen. Er war aus diesen Wel\u00adten her\u00adaus\u00adge\u00adfall\u00aden. Die Geis\u00adteswel\u00adten find\u00aden den Men\u00adschen wieder. Hei\u00dft das nicht, dass die Geis\u00adteswel\u00adten her\u00adabgekom\u00admen sind zum Menschen?<\/p>\n<p>Wie ist es wohl, von den Geis\u00adteswel\u00adten gefun\u00adden zu wer\u00adden? Was kann ich mir darunter vorstellen? Indem der Men\u00adsch die geisti\u00adgen Geset\u00adze, die hin\u00adter aller Erschei\u00adn\u00adung ver\u00adbor\u00adgen sind, in sich bewegt und sie erken\u00adnt, lebt ein St\u00fcck Ewigkeit der Geist\u00adwelt in ihm. Die Geis\u00adteswel\u00adten find\u00aden den Men\u00adschen wieder, weil er durch objek\u00adtive Erken\u00adnt\u00adnisse Anteil an der geisti\u00adgen Welt gewon\u00adnen&nbsp;hat.<\/p>\n<p>Die Geis\u00adteswel\u00adten find\u00aden den Men\u00adschen als Spross, als Men\u00adschen\u00adspross wieder. Das Bild zeigt einen pflanzen\u00adhaft sprossenden, wach\u00adsenden, sich entwick\u00adel\u00adnden Men\u00adschen \u2014 einen solchen ohne rotes Blut, ohne Eigen\u00adwillen. Warum find\u00aden die Geis\u00adteswel\u00adten den Men\u00adschen als pflan\u00adzlichen Spross wieder? Alles was ist, ist weisheitsvoll gebildet. Der Men\u00adsch ist da keine Aus\u00adnahme. Sein K\u00f6r\u00adp\u00ader und seine seel\u00adisch-geistige Organ\u00adi\u00adsa\u00adtion sind der Weisheitswelt entsprossen. Er entstammt ihr. Ver\u00adliert die Gedanken\u00admacht ihr Eigen\u00adsein, ihre Sub\u00adjek\u00adtiv\u00adit\u00e4t, erken\u00adnt der Men\u00adsch in der Sinneswelt die all\u00adwal\u00adtende Weisheit. Ohne Eigen\u00adsein wird er nun als bewusstes Wesen wieder pflanzen\u00adhaft. So k\u00f6n\u00adnen die Geis\u00adteswel\u00adten den Men\u00adschen wiederfinden.<\/p>\n<p>Der Men\u00adsch ist Spross der Geis\u00adteswel\u00adten, ihr Abk\u00f6mm\u00adling und aus ihnen her\u00advorge\u00adsprossen. Fol\u00adgerichtig sagt das Mantra, dass er seinen Keim in den Geis\u00adteswel\u00adten find\u00aden kann. Der Men\u00adsch hat seinen Ursprung in den Geis\u00adteswel\u00adten. Doch sein Ziel, das, was von ihm Frucht wer\u00adden und reifen soll \u2014 seine See\u00adlen\u00adfrucht, die find\u00adet er dort nicht. Diese See\u00adlen\u00adfrucht muss er in sich find\u00aden, in seinem eige\u00adnen, indi\u00advidu\u00adellen Innern \u2014 dort, wo die Gedanken\u00admacht Eigen\u00adsein hat. In den Geis\u00adteswel\u00adten gibt es all\u00adge\u00adme\u00ading\u00fcltige Weisheit aber keine indi\u00advidu\u00adelle Erfahrung. Sie ist Frucht des Lebens auf der Erde \u2014 fern der Geis\u00adteswel\u00adten. Leise klingt an, was Rudolf Stein\u00ader immer wieder betont: der Men\u00adsch muss auf der Erde etwas errin\u00adgen und in die geistige Welt hin\u00adauf\u00adtra\u00adgen, was es dort noch nicht gibt. Er soll sich einst an die neun Engel\u00adre\u00adiche als zehnte Hier\u00adar\u00adchie angliedern und Qual\u00adit\u00e4ten mit in die geistige Welt brin\u00adgen, die es dort so noch nicht gibt. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201cNach den Erzen\u00adgeln und Engeln, \u2026 wird anzurei\u00adhen sein der Rei\u00adhe der Hier\u00adar\u00adchien der <b>Geist der Frei\u00adheit<\/b> oder der <b>Geist der Liebe<\/b>, und das ist, von oben ange\u00adfan\u00adgen, die zehnte der Hier\u00adar\u00adchien, die allerd\u00adings in Entwick\u00adelung begrif\u00adf\u00aden ist, aber sie geh\u00f6rt zu den geisti\u00adgen Hier\u00adar\u00adchien.\u201d (<a href=\"http:\/\/fvn-archiv.net\/PDF\/GA\/GA110.pdf#page=155&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lit: GA 110, S. 174<\/a>)<\/p>\n<h4><strong>Gedankenmacht und der Mensch als Pflanze<\/strong><\/h4>\n<p>Das Mantra, das von der Gedanken\u00admacht han\u00addelt, ver\u00adwen\u00addet f\u00fcr den Men\u00adschen lauter Bilder aus der Pflanzen\u00adwelt: (Men\u00adschen-) Spross, Keim und (See\u00adlen-) Frucht. Was hat Gedanken\u00admacht und Denken mit Pflanzen zu tun? Warum ist aus dieser Per\u00adspek\u00adtive der Men\u00adsch Pflanze? Die Grund\u00adlage des bewussten See\u00adlen\u00adlebens und damit des Denkens ist das Bewusst\u00adsein. Das Bewusst\u00adseinslicht erhellt die seel\u00adis\u00adche Innen\u00adwelt wie die \u00e4u\u00dfere Sonne den Raum durch\u00adstrahlt. So wie die Sonne die Pflanzen wach\u00adsen l\u00e4sst, so erm\u00f6glicht das Licht des Bewusst\u00adseins Wahrnehmung und Denken. Wenn das Denken nicht\u00admehr willk\u00fcr\u00adlich geschieht, wenn der Men\u00adsch nicht mehr aus seinem Eigen\u00adsein her\u00adaus denkt, son\u00addern die Weisheit der Welt in ihn ein\u00adstr\u00f6mt, bilden sich Gedanken\u00adket\u00adten, die wach\u00adsen wie Pflanzen \u2014 Gedankenpflanzen, Blatt f\u00fcr Blatt, Gedanken\u00adschritt f\u00fcr Gedanken\u00adschritt. Rudolf Stein\u00ader betont oft, dass wir wieder ler\u00adnen m\u00fcssen, lebendi\u00adge Gedanken zu haben. Solche Gedanken gle\u00adichen Pflanzen.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=841\" target=\"_self\" role=\"button\" rel=\"noopener\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Eintrag&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\" role=\"button\" rel=\"noopener\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2 B Ins \u00c4u\u00dfre des Sin\u00adnesalls Ver\u00adliert Gedanken\u00admacht ihr Eigen\u00adsein; Es find\u00aden Geis\u00adteswel\u00adten Den Men\u00adschen\u00adsprossen wieder, Der seinen Keim in&nbsp;ihnen, Doch seine See\u00adlen\u00adfrucht In sich muss find\u00aden. Was erlebe ich im Mantra 2&nbsp;B? Das Mantra 2 B begin\u00adnt mit ein\u00ader sach\u00adlichen Mit\u00adteilung. Es geht um die Gedanken\u00admacht. 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