{"id":781,"date":"2022-04-17T22:37:30","date_gmt":"2022-04-17T20:37:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=781"},"modified":"2024-03-30T18:57:35","modified_gmt":"2024-03-30T17:57:35","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=781","title":{"rendered":"Blog \u2014 Seelenkalender Mantra 1&nbsp;A"},"content":{"rendered":"\n\n\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/1-A-bearbeitet-300x243.jpg\" alt width=\"387\" height=\"313\"><\/p>\n<h4><strong>FR\u00dcHLING<\/strong><\/h4>\n<h4><strong>1 A Oster-Stimmung<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Wenn aus den Weltenweiten<\/p>\n<p>Die Sonne spricht zum Menschensinn<\/p>\n<p>Und Freude aus den Seelentiefen<\/p>\n<p>Dem Licht sich eint im Schauen,<\/p>\n<p>Dann ziehen aus der Selb\u00ads\u00adtheit&nbsp;H\u00fclle<\/p>\n<p>Gedanken in die Raumesfernen<\/p>\n<p>Und binden dumpf<\/p>\n<p>Des Men\u00adschen Wesen an des Geistes Sein.<\/p>\n<h4><strong>Wer ist es, der hier als Sonne spricht?<\/strong><\/h4>\n<p>Im Mantra 1 A spricht die Sonne zum Men\u00adschen. Damit ist zum einen die \u00e4u\u00dfere Sonne gemeint, die auf der Erde die Jahreszeit\u00aden her\u00advor\u00adbringt durch den sich wieder\u00adholen\u00adden Jahreszyk\u00adlus. Doch nicht nur. F\u00fcr Rudolf Stein\u00ader ist die Sonne auch ein geistiges Wesen. Mehrfach beze\u00adich\u00adnete er den Chris\u00adtus als Son\u00adnengeist, von der Sonne stam\u00admend. Was Rudolf Stein\u00ader im fol\u00adgen\u00adden Zitat sagt, scheint mir f\u00fcr das tief\u00adere Ver\u00adst\u00e4nd\u00adnis aller See\u00adlenkalen\u00adder Mantren entschei\u00addend. Jedes einzelne Mantra kann gele\u00adsen wer\u00adden als Rede der Sonne an den Men\u00adschen \u2014 an den <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Ich#Der_g%C3%B6ttliche_Funke\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">g\u00f6t\u00adtlichen Funken<\/a> in ihm, seinem Ich:<\/p>\n<p>\u201eChris\u00adtus ist ein Son\u00adnengeist, ein Feuergeist. Sein Geist ist es, der sich uns im Son\u00adnen\u00adlicht offen\u00adbart. Sein Leben\u00adso\u00addem ist es, der in der Luft die Erde umsp\u00fclt und der mit jedem Atemzug in uns ein\u00addringt. Sein Leib ist die Erde, auf der wir wohnen [\u2026]. Damit wir uns unseres Selb\u00adst, unseres Geistes bewu\u00dft w\u00fcr\u00adden, damit wir selb\u00adst Geist\u00adwe\u00adsen w\u00fcr\u00adden, opferte sich dieser hohe Son\u00adnengeist, ver\u00adlie\u00df Seine k\u00f6nigliche Woh\u00adnung, stieg herab aus der Sonne und nahm physis\u00adche Gewan\u00addung an in der Erde. So ist Er physisch in der Erde gekreuzigt.<\/p>\n<p>Er aber umspan\u00adnt geistig die Erde mit Seinem Licht und Sein\u00ader Liebeskraft, und alles, was darauf lebt, ist Sein Eigen\u00adtum. Er wartet nur darauf, da\u00df wir Sein Eigen sein wollen. Geben wir uns Ihm ganz zu eigen, so gibt Er uns nicht nur Sein physis\u00adches Leben, nein, auch Sein h\u00f6heres, geistiges Son\u00adnen\u00adleben. Dann durch\u00adstr\u00f6mt Er uns mit Seinem g\u00f6t\u00adtlichen Licht\u00adgeist, mit Seinen w\u00e4r\u00admenden Liebesstrahlen und mit Seinem sch\u00f6pferischen Gotteswillen.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6n\u00adnen nur sein, was Er uns gibt, wozu Er uns macht. Alles, was an uns dem g\u00f6t\u00adtlichen Plan entspricht, ist Sein Werk. Was k\u00f6n\u00adnen wir dazu tun? Nichts, als Ihn in uns wirken lassen. Nur, wenn wir Sein\u00ader Liebe wider\u00adstreben, kann Er nicht in uns wirken. Wie k\u00f6n\u00adnten wir aber dieser Liebe wider\u00adstreben? Dem, der da spricht: \u00abIch habe Dich je und je geliebt und habe Dich zu mir gezo\u00adgen aus lauter G\u00fcte.\u00bb Er hat uns geliebt von der Erde Urbe\u00adginn an. Wir m\u00fcssen Seine Liebe in uns zum Wesen wer\u00adden lassen. Nur das bedeutet wirk\u00adlich\u00ades Leben; nur da ist wahrer Geist, wahre Seligkeit m\u00f6glich, wo uns dies Leben ein wesentlich\u00ades Leben wird, das Chris\u00adtus-Leben in&nbsp;uns.<\/p>\n<p>Nicht von uns aus k\u00f6n\u00adnen wir selb\u00adst rein und heilig wer\u00adden, son\u00addern nur von diesem Chris\u00adtus-Leben aus. All unser Streben und Rin\u00adgen ist vergebens, solange uns nicht dies h\u00f6here Leben erf\u00fcllt. Das allein kann wie ein lauter\u00ader, rein\u00ader Strom alles hin\u00adwegsp\u00fclen aus unserem Wesen, was noch ungel\u00e4utert ist. Es ist der See\u00adlen\u00adgrund, aus dem dies reini\u00adgende Lichtleben auf\u00adsteigen kann. Dort m\u00fcssen wir unsere Woh\u00adnung suchen, zu Seinen F\u00fc\u00dfen und der Hingabe an Ihn. Dann wird Er uns selb\u00adst umwan\u00addeln und uns selb\u00adst mit Seinem g\u00f6t\u00adtlichen Liebesleben durch\u00adstr\u00f6\u00admen, bis wir licht und rein wer\u00adden wie Er; Ihm \u00e4hn\u00adlich. Bis Er sein g\u00f6t\u00adtlich\u00ades Bewu\u00dft\u00adsein mit uns teilen kann. Durch Sein Licht mu\u00df die Seele rein, d. h. weise wer\u00adden; so kann sie mit Seinem Leben sich vere\u00adini\u00adgen. Dann ist das die Vere\u00adini\u00adgung von Chris\u00adtus und Sophia, die Vere\u00adini\u00adgung des Chris\u00adtus-Lebens mit der durch Sein Licht gel\u00e4uterten Men\u00adschenseele.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Ich#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>:<a href=\"http:\/\/fvn-archiv.net\/PDF\/GA\/GA266c.pdf#page=346&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> GA 266c, S. 346f<\/a>)<\/p>\n<h4><strong>Was sagt das Mantra 1 A&nbsp;mir?<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Dieses erste Spruch-Mantra des See\u00adlenkalen\u00adder-Jahres von Rudolf Stein\u00ader begin\u00adnt mit ein\u00ader \u201cWenn-Dann\u201d Beziehung. Ein Ursache-Wirkungs-Zusam\u00admen\u00adhang wird for\u00admuliert, der den Charak\u00adter eines Naturge\u00adset\u00adzes tr\u00e4gt. Verk\u00fcrzt lautet er: \u201cWenn die Sonne zum Men\u00adschensinn spricht, dann ziehen Gedanken in die Raumes\u00adfer\u00adnen\u201d. Wenn die Sonne die Welt erhellt, spricht sie unsere men\u00adschlichen Sinne an, unseren Ver\u00adstand, der das Sin\u00adnvolle im Wahrgenomme\u00adnen erken\u00adnt. Wir sehen, wir nehmen wahr, wir ver\u00adste\u00adhen. Das Wahrgenommene regt uns zu Gedanken an. So ist das Wort \u201cMen\u00adschensinn\u201d dur\u00adchaus mehrdeutig zu ver\u00adste\u00adhen. Wir fra\u00adgen z.B. was jemand im Sinn hat \u2014 und meinen, was er ger\u00adade denkt, was er in den inneren Blick genom\u00admen&nbsp;hat.<\/p>\n<p>Das ist aber noch nicht alles. Im Mantra wird sowohl an die Ursache als auch an die Wirkung noch ein zweites gekn\u00fcpft. Zur Ursache \u2014 der Son\u00adnenansprache an den Men\u00adschen \u2014 kommt eine Reak\u00adtion des Men\u00adschen hinzu: die Freude, die aus den Tiefen der Seele auf\u00adsteigt, verbindet sich mit dem Schauen. Was ist mit dieser Freude gemeint? Es l\u00f6st ja nicht jede Wahrnehmung Sym\u00adpa\u00adthie und Freude aus, son\u00addern vielfach auch Antipathie, Abwehr und \u00c4rg\u00ader. Doch noch bevor im Unter\u00adbe\u00adwusst\u00adsein eine Bew\u00ader\u00adtung und Ein\u00adteilung der Wahrnehmung in sym\u00adpa\u00adthisch oder antipathisch stat\u00adtfind\u00adet, vergewis\u00adsert uns jede Sin\u00adneser\u00adfahrung unser\u00ader Exis\u00adtenz, unseres Inkarniert-Seins. Die Freude \u00fcber das eigene Dasein steigt aus den See\u00adlen\u00adtiefen auf und eint sich mit allem Schauen. Mit jed\u00ader Wahrnehmung ist zu allererst Freude verbunden.<\/p>\n<p>Auch zur Wirkung \u2014 zu den vom Men\u00adschen ausstr\u00f6\u00admenden Gedanken \u2014 kommt eine Folge hinzu: die Gedanken binden das Wesen dieses Men\u00adschen an das Sein des Geistes. Sie tun dies jedoch dumpf, ohne dass der Men\u00adsch etwas davon bemerkt. Er ist unwis\u00adsend an die Fol\u00adgen seines Denkens gebunden.<\/p>\n<p>Dieses Mantra beschreibt hier die Grund\u00adlage von Kar\u00adma. Vor jed\u00ader Tat, die dann karmis\u00adche Fol\u00adgen nach sich zieht, liegt ein Gedanke, der die Tat ini\u00adti\u00adiert. Das Mantra sagt, dass jed\u00ader Gedanke, der aus ein\u00ader Sin\u00adneser\u00adfahrung mit Gef\u00fchls\u00adbeteili\u00adgung fol\u00adgt, das Wesen dieses Men\u00adschen an das Sein des Geistes bindet. Das Sein des Geistes ist Unsterblichkeit. Der Geist ver\u00adleib\u00adlicht sich indem er inkarniert, er vergeistigt sich, indem er exkarniert. Der Geist stirbt nicht, wenn das Leben den Leib ver\u00adl\u00e4sst. In diesem Wech\u00adsel ist der Geist Dauer, Ewigkeit. Die Gedanken bewirken also, dass der Men\u00adsch Anteil hat an dieser Dauer. Er bleibt zwar sterblich, doch er verk\u00f6r\u00adpert sich neu, er reinkarniert und gewin\u00adnt ger\u00adade dadurch auf h\u00f6her\u00ader Ebene die Unsterblichkeit.<\/p>\n<h4><strong>Die innere Bewegung im Mantra 1&nbsp;A<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Das Mantra ist gle\u00adichzeit\u00adig eine erfahrene Punkt-Kreis-Med\u00adi\u00adta\u00adtion. Die Sonne spricht aus den Wel\u00adtenweit\u00aden. Eine Bewe\u00adgung vom Umkreis zu mir als Zen\u00adtrum find\u00adet statt. Aus den See\u00adlen\u00adtiefen steigt die Freude auf und ver\u00adstr\u00f6mt sich in den Umkreis. Die Son\u00adnen\u00adwirkung ist eine konzen\u00adtri\u00aderende Bewe\u00adgung, die der Freude eine wei\u00adt\u00adende. Bei\u00adde Bewe\u00adgun\u00adgen vere\u00adinen sich im Licht im Prozess des Schauens. Schauen ist ein Sehen mit inner\u00ader Beteili\u00adgung, mit seel\u00adis\u00adch\u00ader Anteil\u00adnahme. Umkreis und Punkt haben sich hier das erste Mal vereinigt.<\/p>\n<p>Nun fol\u00adgt der zweite Punkt-Umkreis-Prozess, der dieses Mal vom Men\u00adschen ini\u00adti\u00adiert wird: Dann ziehen Gedanken aus der Selb\u00ads\u00adtheit H\u00fclle, von innen nach au\u00dfen in die Raumes\u00adfer\u00adnen, in den Umkreis. Meine Selb\u00ads\u00adtheit H\u00fclle ist mein K\u00f6r\u00adp\u00ader. Bess\u00ader lie\u00dfe sich die tiefe Unbe\u00adwuss\u00adtheit des ganzen Vor\u00adgangs kaum beschreiben. Mein Selb\u00adst, meine Per\u00ads\u00f6n\u00adlichkeit dieses Lebens, lebt in der H\u00fclle des K\u00f6r\u00adpers. Mit jedem Bewusst\u00adsein\u00adsprozess find\u00adet ein ganz fein\u00ader Ster\u00adbe\u00adprozess, ein Geist-Werde-Prozess statt. Aus der Selb\u00ads\u00adtheit H\u00fclle ziehen die Gedanken in die Raumes\u00adfer\u00adnen. Sie ziehen dor\u00adthin, wo R\u00e4um\u00adlichkeit und die Geset\u00adze des Raumes fern sind. Was hier gilt, sind die geisti\u00adgen Geset\u00adze. Weil der Men\u00adsch sich mit jedem Gedanken vergeistigt, bindet dieser Vor\u00adgang ihn an die Geist\u00adge\u00adset\u00adze, an das Sein des Geistes. Das Sein des Geistes ist Umkreis-Sein, Weite, die let\u00adz\u00adtendlich wieder danach strebt, sich zu konzen\u00adtri\u00aderen \u2014 sich zu ver\u00adleib\u00adlichen, doch das ist nicht mehr The\u00adma dieses Spruchs. Dieses Mantra schlie\u00dft mit der Weite, \u201cdes Geistes Sein\u201d, und l\u00e4sst die \u201cWel\u00adtenweit\u00aden\u201d der ersten Zeile, aus denen die Sonne spricht, leise anklin\u00adgen. Dadurch run\u00addet sich das Mantra und gibt eine Vorah\u00adnung des Jahreskreis\u00ades, den es er\u00f6ffnet.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=840\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Eintrag&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>FR\u00dcHLING 1 A Oster-Stim\u00ad\u00admung Wenn aus den Wel\u00adtenweit\u00aden Die Sonne spricht zum Men\u00adschensinn Und Freude aus den See\u00adlen\u00adtiefen Dem Licht sich eint im Schauen, Dann ziehen aus der Selb\u00ads\u00adtheit&nbsp;H\u00fclle Gedanken in die Raumes\u00adfer\u00adnen Und binden dumpf Des Men\u00adschen Wesen an des Geistes Sein. Wer ist es, der hier als Sonne spricht? 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