{"id":4226,"date":"2026-07-10T00:08:20","date_gmt":"2026-07-09T22:08:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=4226"},"modified":"2026-07-30T23:31:37","modified_gmt":"2026-07-30T21:31:37","slug":"blog-beitrag-2-copy-2-copy-2-copy-copy-copy-copy-2-copy-copy-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=4226","title":{"rendered":"Blog \u2014 Zeitfluss 14 N \u2014 15 O \u2014 16&nbsp;P"},"content":{"rendered":"\n\n\t\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/15-O-Zeitfluss-220x300.png\" alt width=\"220\" height=\"300\"><\/p>\n<h4><strong>Der Zeit-Impuls des Mantras 15 O ergie\u00dft sich dreifach<\/strong><\/h4>\n<table width=\"778\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"33%\">Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit-Vor\u00adbere\u00aditung<\/td>\n<td width=\"33%\"><strong>Gegen\u00adwart-Geist-Impuls<\/strong><\/td>\n<td width=\"33%\">Zukun\u00adft-Vol\u00adlen\u00addung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"33%\"><u>14 N<\/u>\n<p>An Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung hingegeben<\/p>\n<p><strong>Ver\u00adlor<\/strong> ich Eigen\u00adwe\u00adsens&nbsp;Trieb,<\/p>\n<p>Gedanken\u00adtraum, er schien<\/p>\n<p>Bet\u00e4ubend mir das <u>Selb\u00adst<\/u> zu <strong>rauben<\/strong>,<\/p>\n<p>Doch weck\u00adend nahet&nbsp;schon<\/p>\n<p>Im Sin\u00adnen\u00adschein mir Weltendenken.<\/p>\n.\u2026<\/td>\n<td width=\"33%\"><strong><u>15 O<\/u><\/strong>\n<p>Ich f\u00fch\u00adle wie verzaubert<\/p>\n<p>Im Wel\u00adtenschein des Geistes Weben,<\/p>\n<p>Es hat in Sinnesdumpfheit<\/p>\n<p>Geh\u00fcllt mein Eigenwesen,<\/p>\n<p>Zu <strong>schenken<\/strong> mir die&nbsp;Kraft,<\/p>\n<p>Die ohn\u00adm\u00e4chtig sich selb\u00adst zu&nbsp;geben<\/p>\nMein <u>Ich<\/u> in seinen Schranken ist.<\/td>\n<td width=\"33%\"><u>16 P<\/u>\n<p>Zu bergen Geist<strong>geschenk<\/strong> im Innern,<\/p>\n<p>Gebi\u00adetet strenge mir mein&nbsp;Ahnen,<\/p>\n<p>Dass reifend Gottesgaben<\/p>\n<p>In See\u00adlen\u00adgr\u00fcn\u00adden fruchtend<\/p>\n<p>Der <u>Selb\u00adst<\/u>heit Fr\u00fcchte bringen.<\/p>\n<p>.\u2026<\/p>\n.\u2026<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Der Zeitim\u00adpuls von 15 O: Haben zwis\u00adchen Ver\u00adlust und Geschenk<\/strong><\/p>\n<p><strong>- K\u00f6r\u00adp\u00ader haben durch das Weben des Geistes&nbsp;-<\/strong><\/p>\n<p>vor\u00adbere\u00adit\u00adet, aus\u00adgedacht, durch das Wel\u00adtendenken, um dem dro\u00adhen\u00adden Selb\u00adst<em>ver\u00adlust<\/em> zu begeg\u00adnen (14&nbsp;N)<\/p>\n<p>vol\u00adlen\u00addet durch das der Selb\u00ads\u00adtheit Fr\u00fcchte brin\u00adgende Geist<em>geschenk<\/em> (16&nbsp;P)<\/p>\n<p><strong>15 O \u2014 das Mantra der Woche:&nbsp;<\/strong>Der Ich-Sprech\u00ader des Mantras 15 O f\u00fchlt wie verza\u00adubert das Weben des Geistes im Wel\u00adtenschein. Dabei ist nicht klar, ob er selb\u00adst oder das Geschaute wie verza\u00adubert erscheint. F\u00fchlt er sich also in seinem Bewusst\u00adsein wie verza\u00adubert, weil statt irdisch-ver\u00adste\u00adhbar\u00ader Wahrnehmungen geistige Gesichte vor sein\u00ader Seele hin und her fluten? Oder erscheint dem Ich-Sprech\u00ader der geistige Webprozess ein\u00ader Verza\u00aduberung ver\u00adgle\u00adich\u00adbar? Unter\u00adliegt vielle\u00adicht der Geist sel\u00adber durch das Weben ein\u00ader Verza\u00aduberung? Diese Fra\u00adgen m\u00fcssen offen\u00adbleiben, denn obgle\u00adich die Zeilen leb\u00adhafte innere Bilder weck\u00aden, ver\u00adschlie\u00dfen sie sich gle\u00adichzeit\u00adig der Verstandeslogik.<\/p>\n<p>Vor dem inneren Blick erscheint ein vom Wel\u00adtenschein, also von Licht durch\u00adstrahltes unscharf bleiben\u00addes hin und her wehend-wogen\u00addes Geist-Geschehen, das nach und nach zu kon\u00adturi\u00adertem, man\u00adnig\u00adfach geformtem und sich fes\u00adti\u00adgen\u00adden Stoff f\u00fchrt. Der Geist wird sicht\u00adbar, wie er den Geist-Wesen K\u00f6r\u00adper\u00adh\u00fcllen webt. Dabei l\u00e4sst der Geist sein Weber\u00adschif\u00adfchen durch die Strahlen des Wel\u00adtenscheins, die vielle\u00adicht die Ket\u00adtf\u00e4\u00adden bilden, hin und her gleiten.<\/p>\n<p>Nach\u00addem der Ich-Sprech\u00ader diesem Weben eine Weile zugeschaut hat, stellt er fest, dass auch er als ein Eigen\u00adwe\u00adsen eingewebt, einge\u00adh\u00fcllt wurde \u2014 und zwar in Sin\u00adnes\u00addumpfheit. Hat die umh\u00fcl\u00adlende K\u00f6r\u00adper\u00adlichkeit seinen Sin\u00adnen die Klarheit genom\u00admen, sie dumpf wer\u00adden lassen? Oder war es vielmehr anders herum? Hat die Sin\u00adnes\u00addumpfheit Verk\u00f6r\u00adpe\u00adrung nach sich gezo\u00adgen und den Men\u00adschen als Eigen\u00adwe\u00adsen erst her\u00advorge\u00adbracht? Der Ich-Sprech\u00ader beobachtet dif\u00adferen\u00adziert und erscheint dem Leser keineswegs dumpf. Er wei\u00df um die Begren\u00adztheit, ins\u00adbeson\u00addere um die des verk\u00f6r\u00adperten und dadurch von allen anderen Wesen getren\u00adnten Eigen\u00adwe\u00adsens, denn er erken\u00adnt sich auch als ein solches.<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader nen\u00adnt einen Bewusst\u00adsein\u00adszu\u00ads\u00adtand, dem der Men\u00adsch schon lange entwach\u00adsen ist, der dem Min\u00ader\u00adal\u00adre\u00adich entspricht, all\u00adwis\u00adsend aber dumpf: \u201cDie erste [Bewusst\u00adseinsstufe] ist eine solche, bei welch\u00ader sie alles wis\u00adsen, aber mit unge\u00adheur\u00ader Dumpfheit. Nichts hat vor sich gehen k\u00f6n\u00adnen, das sie nicht wussten, aber dumpf. Dumpfes All\u00adbe\u00adwusst\u00adsein, tief\u00adste Trance. Wenn der Yogi nicht mehr mit dem Gehirn, son\u00addern mit dem Knochen\u00adsys\u00adtem wahrn\u00adimmt. Alles ste\u00adht in ihm still au\u00dfer den chemis\u00adchen Prozessen; es ist ein dumpfes All\u00adbe\u00adwusst\u00adsein, eine l\u00e4ngst \u00fcber\u00adwun\u00addene Stufe; das, wenn es atavis\u00adtisch her\u00advorgerufen wird, eine Art Gesicht unseres ganzen Uni\u00adver\u00adsums bewirkt.\u201d&nbsp;(GA 90a, S.&nbsp;217f)<\/p>\n<p>Ist im Mantra 15 O vielle\u00adicht dieses tiefe Trance-Bewusst\u00adsein beschrieben, indem der Ich-Sprech\u00ader gle\u00adichzeit\u00adig all\u00adwis\u00adsend und wie verza\u00adubert, d.h. geban\u00adnt in die Verk\u00f6r\u00adpe\u00adrung, erscheint?<\/p>\n<p>Zumin\u00add\u00adest ken\u00adnt der Ich-Sprech\u00ader das Ziel seines Einge\u00adh\u00fcllt-Wer\u00addens in Sin\u00adnes\u00addumpfheit und spricht es aus. Er sagt, dass diese Umh\u00fcl\u00adlung ihm Kraft schenkt, die sein Ich anders nicht gewin\u00adnen k\u00f6n\u00adnte, denn das Ich ist ohn\u00adm\u00e4chtig und durch Schranken begren\u00adzt. Das Ich ist also nicht allm\u00e4chtig, son\u00addern durch mehrere Schranken in sein\u00ader Willk\u00fcr begren\u00adzt. Ich denke mir, dass die umh\u00fcl\u00adlende Sin\u00adnes\u00addumpfheit das Ich her\u00adaus\u00adfordert, die Dumpfheit zu \u00fcber\u00adwinden und Sin\u00adnesklarheit zu find\u00aden. Und das Ergeb\u00adnis dieser Anstren\u00adgung ist dann der Kraft\u00adgewinn, der anders nicht zu erre\u00adichen&nbsp;w\u00e4re.<\/p>\n<p>In diesem Mantra geht es um Haben, einen K\u00f6r\u00adp\u00ader zu bekom\u00admen, der ein Kraft-Geschenk erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p><strong>14 N \u2014 die Vor\u00adbere\u00aditung:<\/strong> Die Mantren 15 O und 16 P sprechen von Schenken, bzw. vom Geist\u00adgeschenk. Hier geht es darum, etwas zu bekom\u00admen. Das ist im Mantra 14 N ganz anders. Es begin\u00adnt mit der Mit\u00adteilung eines Ver\u00adlustes. Der Ich-Sprech\u00ader sagt, dass er den zum Eigen\u00adwe\u00adsen geh\u00f6ren\u00adden Trieb ver\u00adloren hat. Um welchen Trieb han\u00addelt es sich wohl? Ist es der jedem Wesen innewohnende \u00dcber\u00adleben\u00adstrieb, oder ist es der Trieb, ein indi\u00advidu\u00adelles, von allen anderen Wesen abge\u00adgren\u00adztes ein\u00adma\u00adliges Wesen, ein Eigen\u00adwe\u00adsen zu sein? Dieser Eigen\u00adwe\u00adsens Trieb ging dem Ich-Sprech\u00ader ver\u00adloren, als er an die Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung hingegeben war. Er war so Eins mit der Wahrnehmung, so au\u00dfer\u00adhalb sein\u00ader selb\u00adst, dass er den Trieb, sich von der Umwelt und anderen Wesen zu unter\u00adschei\u00adden, also ein eigenes, indi\u00advidu\u00adelles Wesen zu sein, vol\u00adlkom\u00admen ver\u00adloren&nbsp;hatte.<\/p>\n<p>Diese Hingabe an die Wahrnehmung geschieht laut Rudolf Stein\u00ader st\u00e4ndig, denn der Men\u00adsch schl\u00e4ft in die Wahrnehmung hinein. Doch schneller als er es sel\u00adber bemerken kann, wacht er im Denken wieder auf, wenn er den Begriff zur Wahrnehmung hinzuf\u00fcgt, das Gese\u00adhene benen\u00adnt. Doch im Mantra 14 N scheint diese irdis\u00adche, taghelle Wach\u00adheit nicht einzutreten, denn der Ich-Sprech\u00ader schildert im R\u00fcck\u00adblick, dass sein Denken traumver\u00adhaftet blieb, ihm wie ein Gedanken\u00adtraum d\u00fcnk\u00adte. Und das hat\u00adte f\u00fcr sein Selb\u00adst\u00adbe\u00adwusst\u00adsein Fol\u00adgen. Der Gedanken\u00adtraum wirk\u00adte bet\u00e4ubend und schien ihm das Selb\u00adst zu rauben.<\/p>\n<p>Das Wort \u201cGedanken\u00adtraum\u201d ver\u00adwen\u00addete Rudolf Stein\u00ader nur noch ein\u00admal und zwar in einem Entwurf zum Mys\u00adte\u00adrien\u00addra\u00adma \u201cDer H\u00fcter der Schwelle\u201d. Dort sagt MARIA: \u201cJohannes, dir hat sich gezeigt, wie Erken\u00adnt\u00adnis, die im Men\u00adschen\u00adleibe sich errin\u00adgen l\u00e4sst, nur wesen\u00adlos\u00ades Gewebe von Bildern ist, die dem Welt\u00adgeschehn recht ferne stehn. Wer sich dem Men\u00adschen\u00adwer\u00adden wirk\u00adsam wid\u00admen will, muss zu den M\u00e4cht\u00aden sich begeben, welche den Lauf der Dinge und auch die Kr\u00e4fte der See\u00adlen lenken. Da schaut er, was allein wesen\u00adhaft ist, und Wis\u00adsen wird ihm dann nur sein, was Erin\u00adnerung an so Erlebtes ihm gew\u00e4hrt; nicht was er fern von allem Sein auf Erden als <strong>Gedanken\u00adtraum<\/strong> spin\u00adnt.\u201d (GA 44, S. 1) Mit Gedanken\u00adtraum ist also das Gegen\u00adteil von echter, im Geiste wahrer Erken\u00adnt\u00adnis gemeint. Und diese Erken\u00adnt\u00adnis wird gewon\u00adnen von M\u00e4cht\u00aden, die den Lauf der Dinge \u2014 den Zeit\u00aden\u00adlauf \u2014 sowie die See\u00adlenkr\u00e4fte lenken, die also das Selb\u00adst\u00adbe\u00adwusst\u00adsein mit her\u00advor\u00adbrin\u00adgen. Das Selb\u00adst schien nur ger\u00adaubt, denn bere\u00adits der Gedanken\u00adtraum entsprach wed\u00ader der \u00e4u\u00dferen noch der inneren Wahrheit. Der Men\u00adsch entwick\u00adelt nach und nach sein Geist\u00adselb\u00adst. Ger\u00adade weil er es sel\u00adber auf\u00adbaut, indem er seinen Astralleib durch das Ich umwan\u00addelt in dieses unsterbliche Wesens\u00adglied, kann dieses geistige Selb\u00adst dem Men\u00adschen nicht ger\u00adaubt wer\u00adden. Es kann nur aus seinem \u201cBlick\u201d entschwinden, weil dem Men\u00adschen die M\u00f6glichkeit fehlt, die lenk\u00adenden \u00e4u\u00dferen und inneren M\u00e4chte zu kennen.<\/p>\n<p>In dieser Sit\u00adu\u00ada\u00adtion der tr\u00e4u\u00admend flu\u00adten\u00adden, vom Ich nicht gef\u00fchrten Gedanken naht das Wel\u00adtendenken im Sin\u00adnen\u00adschein, also durch die irdis\u00adche Wahrnehmung der Real\u00adit\u00e4t. Es wirkt aufweck\u00adend, den Gedanken\u00adtraum beendend.<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201cWas nun in ihm zur Innen\u00adwelt gewor\u00adden ist in sein\u00ader Seele, das ist der Aspekt der Umwelt, wie er sie <strong>empfind\u00adet <\/strong>[der<strong> Gedanken\u00adtraum<\/strong>]. Dieser ste\u00adht gegen\u00fcber dem Aspekt der Wahrnehmungen, unter dem sich die Umwelt seinen Sin\u00adnen&nbsp;zeigt.<\/p>\n<p>Nun beste\u00adht die Welt aber noch unter einem andern Aspekt, unter dem Aspekt, wie sie <strong>wirk\u00adlich ist<\/strong>. Es ist der eigentliche Aspekt des wahren Seins der Welt, wie sie in ihrem Inneren ist. Zu diesem Aspekt gelangt der Men\u00adsch, wenn er den eingeschla\u00adge\u00adnen Weg weit\u00ader ver\u00adfol\u00adgt. Wenn <strong>aus klaren Sinneswahrnehmungen<\/strong> in ihm Empfind\u00adun\u00adgen ent\u00adstanden sind in seinem Inneren, wenn er diese Empfind\u00adun\u00adgen in har\u00admonis\u00adche Ord\u00adnung und in sch\u00f6\u00adnen Rhyth\u00admus gebracht hat, dann tra\u00adgen ihn diese Empfind\u00adun\u00adgen wieder hin\u00adaus in die Welt. Sie schla\u00adgen eine Br\u00fccke von sein\u00ader Seele zur Welt, und w\u00e4hrend die Welt sich in ihn hineinereignet durch seine Sinne, so ergie\u00dft sich nun seine Seele in die Welt hinein durch das Denken \u00fcber die Welt. Seine Empfind\u00adun\u00adgen gie\u00dft er hinein in den Gedanken, und sein Gedanke dringt ein in die Umwelt. So ist die Kette geschlossen zwis\u00adchen Welt und Men\u00adsch und zwis\u00adchen Men\u00adsch und&nbsp;Welt.<\/p>\n<p>Die Welt ist drau\u00dfen, die Empfind\u00adung im Inneren des Men\u00adschen; der Gedanke ist in bei\u00adden. Im Denken vere\u00adinigt sich der Men\u00adsch ganz mit der Welt. Denn das <strong>Wel\u00adtendenken<\/strong> und sein Denken sind ein Ganzes. So wurzelt die Men\u00adschheit mit ihren Wahrnehmungen im sinnlichen Dasein. So w\u00e4chst sie, indem sie aus der Sin\u00adnen\u00adwelt Ein\u00addr\u00fccke empf\u00e4ngt und diese sich in der Seele zu Empfind\u00adun\u00adgen, zu Bildern ord\u00adnen, sich rhyth\u00admisieren und im seel\u00adis\u00adchen Leben sich umwan\u00addeln. So erbl\u00fcht sie, indem sie aus diesen Bildern und den Wahrnehmungen her\u00adaus\u00adli\u00adest, her\u00adausempfind\u00adet, her\u00adaush\u00f6rt den <strong>Weltgedanken<\/strong>, der in jedem denk\u00adenden Men\u00adschen neue Bl\u00fcten treibt.<\/p>\n<p>Die Men\u00adschen wurzeln alle in dem einen Boden der physis\u00adchen Sin\u00adnen- und Gestal\u00adtenwelt. Es ist dieselbe Welt f\u00fcr alle, der\u00adselbe Boden, aus dem alle her\u00adauswach\u00adsen [die <strong>Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung<\/strong>]. Und jede einzelne Men\u00adschenin\u00addi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adit\u00e4t saugt her\u00adaus aus dem gemein\u00adsamen Boden Kr\u00e4fte zu ihrer beson\u00adderen Ent\u00adfal\u00adtung. Viele und ver\u00adschiedene geart\u00adete St\u00e4mme sind die einzel\u00adnen Men\u00adschenin\u00addi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adit\u00e4ten, die aus dem einen Boden her\u00advorwach\u00adsen und, jede in ihrem See\u00adlen\u00adleben, die aus dem einen Boden aufgenomme\u00adnen Kr\u00e4fte in ihrer beson\u00adderen Eige\u00adnart ver\u00adar\u00adbeit\u00aden. Aber droben zur Bl\u00fcte gelan\u00adgend, in der Welt des Gedankens, bilden alle ein gro\u00dfes Ganzes, ein wun\u00adder\u00adbares wogen\u00addes Bl\u00fcten\u00admeer, jede Bl\u00fcte eine Wider\u00adspiegelung des gro\u00dfen einen <strong>Wel\u00adtendenkens<\/strong>, und eine die andere erg\u00e4nzend, sich ein\u00adf\u00fc\u00adgend als Glied in die ganze Kette, als Juwel in eine Kro\u00adne von Juwe\u00adlen, als Welle in ein Gedankenweltenmeer.<\/p>\n<p>Unten ein Ganzes: die physis\u00adche Welt. Oben ein Ganzes: die Geis\u00adteswelt. Dazwis\u00adchen Umwand\u00adlung des Unteren in das Obere in vie\u00adlen Indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adit\u00e4ten: die Seelenwelt.<\/p>\n<p>Ein Spiegel\u00adbild der Geis\u00adteswelt ist die physis\u00adche Welt drau\u00dfen in ihrer Ein\u00adheitlichkeit. Ein Spiegel\u00adbild der Geis\u00adteswelt ist die See\u00adlen\u00adwelt des Men\u00adschen in ihrer Man\u00adnig\u00adfaltigkeit. Die ganze gro\u00dfe Welt drau\u00dfen wird in jed\u00ader Men\u00adschenseele eine beson\u00addere kleine Welt, und wird, aus allen Men\u00adschensee\u00adlen im Gedanken her\u00adaus\u00adtre\u00adtend, wieder ein gro\u00dfes Ganzes. So geht der Weg vom Kos\u00admos durch den Mikrokos\u00admos hin\u00addurch, um als neuer, ver\u00advol\u00adlkomm\u00adneter Kos\u00admos aus den gesamten Mikrokos\u00admen her\u00advorzuge\u00adhen.\u201d (GA 97, S. 277\u2013278, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen und Erg\u00e4nzun\u00adgen A.F.)<\/p>\n<p>So l\u00e4sst sich sagen, dass in der Hingabe an die Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung, an die physis\u00adche Welt, der Men\u00adsch mit seinem Boden ver\u00adschmilzt, der f\u00fcr alle der Gle\u00adiche ist, weshalb der Trieb, ein Eigen\u00adwe\u00adsen zu sein ver\u00adloren geht. Im Gedanken\u00adtraum lebt der Men\u00adsch in der indi\u00advidu\u00adellen See\u00adlen\u00adwelt. Dieser Traum wirkt bet\u00e4ubend und raubt das Selb\u00adst als Geist\u00adselb\u00adst, weil das All\u00adt\u00adags-Ego-Selb\u00adst keine Wahrheit hat. Wacht der Men\u00adsch jedoch in das alle Men\u00adschen vere\u00adini\u00adgende Wel\u00adtendenken auf und erschafft mit ihnen den neuen Kos\u00admos, so lebt er als sch\u00f6pferisches, geistiges Selbst.<\/p>\n<p><strong>16 P \u2014 die Vol\u00adlen\u00addung: <\/strong>Der Ich-Sprech\u00ader des Mantras 16 P \u201epackt das Geist\u00adgeschenk nicht aus\u201d. Er sagt nicht, worum genau es sich han\u00addelt, noch von wem das Geschenk stammt. Doch es muss sich um ein gro\u00dfes, ein wichtiges Geschenk han\u00addeln, denn sein Ahnen mah\u00adnt ihn streng, das Geist\u00adgeschenk im Innern zu bergen.<\/p>\n<p>Worum han\u00addelt es sich hier? Ist das Geist\u00adgeschenk geschenk\u00adter&nbsp;Geist, oder stammt es vom Geist? Ist es die dem Men\u00adschen geschenk\u00adte F\u00e4higkeit, sein Leben zu Bewusst\u00adsein und schlie\u00dflich zu Selb\u00adst\u00adbe\u00adwusst\u00adsein zu wan\u00addeln? Ist es die M\u00f6glichkeit, geis\u00adtes\u00adge\u00adgen\u00adw\u00e4r\u00adtig zu wer\u00adden, das Jet\u00adzt bewusst zu ergreifen? Oder sind es all die dem Men\u00adschen geschenk\u00adten Sinneswahrnehmungen, anhand der\u00ader er erst sein Bewusst\u00adsein von sich als eigen\u00adst\u00e4ndi\u00adgem Wesen entwick\u00adeln, das Selb\u00adst vom Nicht-Selb\u00adst abgren\u00adzen&nbsp;kann?<\/p>\n<p>Vielle\u00adicht ist es dies alles zusam\u00admen: das Jet\u00adzt mit der F\u00fclle an Erleb\u00adnis\u00adsen, die im Bewusst\u00adsein, in Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit, im Herzen gebor\u00adgen wer\u00adden und im Laufe des Lebens die Biogra\u00adphie bilden \u2014 das Selb\u00adst dieses Lebens.<\/p>\n<p>Das Jet\u00adzt als ausstrahlen\u00addes Bewusst\u00adseinslicht hat f\u00fcr mich einen gold\u00ade\u00adnen Glanz. Diesen Glanz des Jet\u00adzt finde ich im fol\u00adgen\u00adden Gedicht wieder, das sozusagen das Geist\u00adgeschenk auszu\u00adpack\u00aden versucht.<\/p>\n<p><strong>Einen anderen Glanz<\/strong><\/p>\n<p>Einen anderen Glanz hat die&nbsp;Sonne<\/p>\n<p>Einen anderen Glanz hat der&nbsp;Mond<\/p>\n<p>Einen anderen Glanz haben die Sterne<\/p>\n<p>Was in dir klein ist, wird gro\u00df&nbsp;sein<\/p>\n<p>Was in dir voll Angst ist, wird mutig&nbsp;sein<\/p>\n<p>Lebendig wird sein, was jet\u00adzt in dir tot&nbsp;ist<\/p>\n<p>Um dich wird Liebe sein \u2014 auch&nbsp;dann<\/p>\n<p>Was ver\u00adknotet ist, wird sich&nbsp;l\u00f6sen<\/p>\n<p>Was m\u00fcde ist und ver\u00adwun\u00addet, hat&nbsp;Kraft<\/p>\n<p>Einen anderen Glanz haben die Fische<\/p>\n<p>Einen anderen Glanz haben die&nbsp;V\u00f6gel<\/p>\n<p>Einen anderen Glanz hat deine zerzauste Seele<\/p>\n<p>So auch die Auferstehung.<\/p>\n<p>Tag ist in der&nbsp;Nacht.<\/p>\n<p>Fin\u00adster\u00adn\u00adis ist nicht fin\u00adster bei&nbsp;dir.<\/p>\n<p>Einen anderen Glanz hat das&nbsp;Jetzt.<\/p>\n<p>Einen anderen Glanz hat das&nbsp;Dann.<\/p>\n<p>Einen anderen Glanz hat das Dazwischen.<\/p>\n<p>Nimm. Iss.&nbsp;Trink.<\/p>\n<p>Sprich nur ein Wort. Oder&nbsp;zwei.<\/p>\n<p>Bist du es? Frage ich in die Nacht hinein.<\/p>\n<p>Ich bin&nbsp;es.<\/p>\n<p>\u00d6ffne dein&nbsp;Herz.<\/p>\n<p>Ich bin&nbsp;da.<\/p>\n<p>(Bir\u00adgit Mat\u00adtausch aus: \u201eDer andere Advent\u201d 2022\/23)<\/p>\n<p>Der Fluss der Zeit und mit ihm die Leben\u00adskraft str\u00f6mt durch jedes Lebe\u00adwe\u00adsen. In der Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit erhebt sich der Men\u00adsch \u00fcber diesen Strom. Sich des eige\u00adnen wahrnehmenden Bewusst\u00adseins bewusst wer\u00adden zu k\u00f6n\u00adnen, Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtig wer\u00adden zu k\u00f6n\u00adnen und erin\u00adner\u00adbare Erleb\u00adnisse zu haben, ist Geist\u00adgeschenk. Was mehr oder weniger bewusst aufgenom\u00admen wurde, was in der Seele gebor\u00adgen wurde, kann reifen und Erfahrungs-Fr\u00fcchte her\u00advor\u00adbrin\u00adgen. Und Fr\u00fcchte tra\u00adgen Samen in sich, die zum Neube\u00adginn bes\u00adtimmt&nbsp;sind.<\/p>\n<p>Die Fr\u00fcchte, um die es im Mantra 16 P geht, sind sicher\u00adlich nicht die irdisch-n\u00fct\u00adzlichen Erken\u00adnt\u00adnisse, die ja auch durch wache Beobach\u00adtung zusam\u00admen mit klugem Denken gewon\u00adnen wer\u00adden. Es geht auch ver\u00admut\u00adlich nicht um die sch\u00f6\u00adnen Lebenserin\u00adnerun\u00adgen, die meine Per\u00adsona sam\u00admeln m\u00f6chte. Es muss um etwas viel geheimnisvolleres gehen, denn es ist nicht die N\u00fct\u00adzlichkeit, son\u00addern das Ahnen, das dem Ich-Sprech\u00ader streng gebi\u00adetet, das Geist\u00adgeschenk im Innern zu bergen. Doch welche Auf\u00adgabe es dort hat, wird nur ver\u00adschl\u00fcs\u00adselt aus\u00adge\u00addr\u00fcckt. Das Geist\u00adgeschenk wird in einen Zusam\u00admen\u00adhang gebracht mit den reifend\u00aden Gottes\u00adgaben. Doch es wird eben\u00adso wie beim Geist\u00adgeschenk nicht gesagt, um welche g\u00f6t\u00adtlichen Gaben es sich handelt.<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader spricht immer wieder von zwei Gaben, die der Men\u00adsch emp\u00adfan\u00adgen hat. Die eine ist mit dem S\u00fcn\u00adden\u00adfall verkn\u00fcpft. Es ist die Gabe der Frei\u00adheit, die Gabe der Unter\u00adschei\u00addung von Gut und B\u00f6se, Sch\u00f6n und H\u00e4sslich, Wahr und Falsch. Die andere Gabe ist mit dem Mys\u00adteri\u00adum von Gol\u00adgatha ver\u00adbun\u00adden. Sie schenkt dem Men\u00adschen den Keim, das G\u00f6t\u00adtliche in sich aufzunehmen und mit sich zu vere\u00adinen, um dadurch in fern\u00ader Zukun\u00adft den Tod \u00fcber\u00adwinden zu k\u00f6n\u00adnen. Das ist die Gabe der Liebe (GA 155\/6). Die Gabe der Frei\u00adheit macht den Men\u00adschen zu einem indi\u00advidu\u00adellen, selb\u00adst\u00e4ndi\u00adgen Wesen, die Gabe der Liebe vere\u00adint ihn wieder mit seinem Ursprung. Bei\u00adde Gaben sind Auf\u00adgaben. Sie m\u00fcssen stetig weit\u00ader reifen durch das Erlebte, das Geist\u00adgeschenk. Die Gottes\u00adgaben sollen in der Seele fruch\u00adt\u00adend wirken. Sie sollen Fr\u00fcchte her\u00advor\u00adbrin\u00adgen f\u00fcr die Selb\u00ads\u00adtheit. Das Selb\u00adst wird sie \u201eern\u00adten\u201d.<\/p>\n<p>Das Mantra sagt also vere\u00adin\u00adfacht: der Men\u00adsch nimmt das Geist\u00adgeschenk auf, es wirkt in der Seele reifend auf die Gottes\u00adgaben und diese brin\u00adgen dadurch Fr\u00fcchte her\u00advor, die der Selb\u00ads\u00adtheit zugutekommen.<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader spricht im Zusam\u00admen\u00adhang mit der Philoso\u00adphie Her\u00adak\u00adl\u00adits (um 520 v.&nbsp;Chr. \u2014 &nbsp;ca. 460 v.&nbsp;Chr.) und den griechis\u00adchen Mys\u00adte\u00adrien\u00adwahrheit\u00aden \u00fcber das men\u00adschliche Bewusst\u00adsein und \u00fcber das, was im Bewusst\u00adsein auf\u00adtaucht, inner\u00adlich ver\u00adar\u00adbeit\u00adet und neu her\u00advorge\u00adbracht wird. Da er hier das Bewusst\u00adsein als weib\u00adlich, als den Raum der Ver\u00adwand\u00adlung ver\u00adste\u00adht, denke ich es mir als die See\u00adlen\u00adgr\u00fcnde im Mantra 16 P. Den Inhalt des Bewusst\u00adseins ver\u00adste\u00adht er als m\u00e4nnlich. Dieser Inhalt kann als das Geist\u00adgeschenk betra\u00adchtet wer\u00adden. \u201eWenn wir unseren inneren Bewusst\u00adsein\u00adszu\u00ads\u00adtand betra\u00adcht\u00aden, so haben wir immer <strong>zweier\u00adlei<\/strong> vor uns. Zuerst haben wir zu betra\u00adcht\u00aden den <strong>Inhalt<\/strong> dessen, was in uns lebt; und dann haben wir das Augen\u00admerk zu richt\u00aden auf das\u00adjenige, <strong>was den Inhalt in sich aufn\u00adimmt<\/strong>. Mit anderen Worten: Wir haben zu unter\u00adschei\u00adden das [m\u00e4nnlich] <strong>Geistige<\/strong>, das von uns aufgenom\u00admen und immer auf h\u00f6her\u00ader Stufe wiederge\u00adboren wird, und die [weib\u00adliche] Kraft, die hin\u00adter dieser T\u00e4tigkeit des Geb\u00e4rens und Wiederge\u00adb\u00e4rens ste\u00adht. <strong>Wir haben die [m\u00e4nnliche] Geistigkeit auf der einen Seite und das [weib\u00adliche] Bewusst\u00adsein auf der anderen Seite.<\/strong> Wir haben zu unter\u00adschei\u00adden die Welt und die Sinne, die diese Welt erfassen, und dann die im Geiste wiederge\u00adbore\u00adnen Sinne und das Bewusst\u00adsein sel\u00adber. Das Bewusst\u00adsein sel\u00adber und das, was auf der h\u00f6ch\u00adsten Stufe des Bewusst\u00adseins ste\u00adht, ist das\u00adselbe, was gese\u00adhen wird.<strong> Auf der h\u00f6ch\u00adsten Stufe sind sie ein und das\u00adselbe.<\/strong> Wir haben immer diese <strong>zwei Kr\u00e4fte<\/strong>, diese zwei Poten\u00adzen zu unter\u00adschei\u00adden. Das\u00adjenige, was den Inhalt bildet, was erf\u00fcllt das Bewusst\u00adsein, und das\u00adjenige, in das dieser Inhalt unter\u00adtauchen muss und durch das er eben wiederge\u00adboren&nbsp;wird.<\/p>\n<p>F\u00fcr diesen inneren Vor\u00adgang, f\u00fcr diese Spal\u00adtung des Geis\u00adteslebens in zwei Poten\u00adzen hat auch die griechis\u00adche G\u00f6t\u00adter\u00adwelt eine Per\u00adson\u00adifika\u00adtion, einen klaren Aus\u00addruck. Wir m\u00fcssten son\u00adst ver\u00adwun\u00addert sein, warum diese griechis\u00adche G\u00f6t\u00adter\u00adwelt neben den Gott immer die G\u00f6t\u00adtin stellt \u2026 <strong>Das Weib \u2026 ist das Bewusst\u00adsein<\/strong>[,] das eigentlich Treibende, es ist das, was die ver\u00adschiede\u00adnen aufeinan\u00adder\u00adfol\u00adgen\u00adden Zust\u00e4nde her\u00advor\u00adruft. Nun wer\u00adden wir auch begreifen, warum das tief\u00adste Geheim\u00adnis, das Sym\u00adbol des tief\u00adsten Geheimniss\u00ades, welch\u00ades den in die Mys\u00adte\u00adrien Eingewei\u00adht\u00aden geboten wurde, sich als der Men\u00adsch darstellt. Das ist nichts anderes als die h\u00f6ch\u00adste Entwick\u00adlungsstufe des Bewusst\u00adseins. Dann hat er dieses \u00abErkenne dich selb\u00adst\u00bb f\u00fcr sich beant\u00adwortet. \u2026 Und dieser Men\u00adsch, der ihm da ent\u00adge\u00adgen\u00adtritt, ist <strong>nicht mehr zweigeschlechtig, son\u00addern eingeschlechtig<\/strong>. Es ist ger\u00adadeso wie mit dem Inhalt des Bewusst\u00adseins und dem Bewusst\u00adsein, das sich ihm immer als zweigeschlechtig ent\u00adge\u00adgengestellt hat. Wie dieses sich dann als eingeschlechtig darstellt, so stellt sich dann im Bewusst\u00adsein auch keine Son\u00adderung mehr dar, son\u00addern es ist so, um es mit den Worten des <strong>Meis\u00adter Eck\u00adhart<\/strong> auszu\u00addr\u00fcck\u00aden, dass <strong>das, was sieht und gese\u00adhen wird, ein und das\u00adselbe<\/strong> ist. Das Urwe\u00adsen sieht sich selb\u00adst. Es hat nur noch mit sich selb\u00adst zu tun. Darin stellt sich die h\u00f6ch\u00adste L\u00f6sung des Wel\u00adtr\u00e4t\u00adsels dar als ein <strong>Wesen, das m\u00e4nnlich und weib\u00adlich zu gle\u00adich\u00ader Zeit<\/strong> ist.\u201d (GA 87 ohne Sei\u00adt\u00ade\u00adnangaben, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.)<\/p>\n<p>Ich denke, in vorchristlich\u00ader Zeit stand mit dem Isis-Kult das Geb\u00e4ren, das Her\u00advor\u00adbrin\u00adgen von Vorstel\u00adlun\u00adgen als wiederge\u00adboren\u00ader Wahrnehmung im Vorder\u00adgrund. In&nbsp;nachchristlich\u00ader Zeit kommt es mehr auf das Erken\u00adnen, das geist\u00adgem\u00e4\u00dfe Durch\u00adschauen von dem an, was aufgenom\u00admen und im Innern gebor\u00adgen wurde. Bild dieses Prozess\u00ades ist nicht die Mut\u00adter mit dem Kind, son\u00addern die Pieta mit dem Gekreuzigten im See\u00adlen\u00adscho\u00df. In ihr kann ich die Vere\u00adini\u00adgung des M\u00e4nnlichen mit dem Weib\u00adlichen erblick\u00aden. Gemein\u00adsam stellen sie das Urwe\u00adsen dar, das sich sel\u00adber sieht, wie Rudolf Stein\u00ader es beschreibt. Die Mut\u00adter mit dem Kind stellt zwei Indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adit\u00e4ten dar, die Pieta nur eine, denn der Sohn ist gestor\u00adben. In der Pieta kann die Seele ein Selb\u00adst sein und gle\u00adichzeit\u00adig vere\u00adinigt sein mit dem Erken\u00adnt\u00adnis\u00adin\u00adhalt, der wahrnehm\u00adbaren Umwelt. Sie blickt an, was aus ihr her\u00advorge\u00adgan\u00adgen ist, ohne dass es sich als selb\u00adst\u00e4ndi\u00adges Sein ihr gegen\u00fcber\u00adstellt. Dieses Erken\u00adnen reift in der Seele die Fr\u00fcchte des unsterblichen Seins.<\/p>\n<p>Die Mantren 14 N und 16 P sprechen vom Selb\u00adst bzw. von der Selb\u00ads\u00adtheit, das Mantra 15 O vom Ich. Das Ich ist also umgeben von zwei Aspek\u00adten des Selb\u00adst. Das Selb\u00adst ist laut Rudolf Stein\u00ader eine Spiegelung des Ichs an der Physis. Das Geist\u00adselb\u00adst kann vielle\u00adicht als eine Spiegelung des Ichs an der geisti\u00adgen Welt betra\u00adchtet wer\u00adden. Doch diese geistige Welt muss vom Men\u00adschen zun\u00e4chst durch das gemein\u00adschaftlich-objek\u00adtive Wel\u00adtendenken erkan\u00adnt und dadurch von innen neu erschaf\u00adfen wer\u00adden. So find\u00adet sich im Mantra 14 N mit dem Wel\u00adtendenken der Plan, das Web\u00admuster, damit im Mantra 15 O durch das Weben des Geistes die angemessene physis\u00adche Grund\u00adlage f\u00fcr den n\u00e4ch\u00adsten Entwick\u00adlungss\u00adchritt geschaf\u00adfen wird \u2014 die ben\u00f6tigte Ich-Kraft gewon\u00adnen wer\u00adden kann. Und im Mantra 16 P wird das Leben gelebt, die alle Men\u00adschen vere\u00adinende Wahrnehmung, das Geist\u00adgeschenk, verin\u00adner\u00adlicht und zu Fr\u00fccht\u00aden umgear\u00adbeit\u00adet, die, wenn ich wei\u00adt\u00ader\u00addenke, wiederum wach\u00adsen und bl\u00fchen k\u00f6n\u00adnen, also Bl\u00fcten des Wel\u00adtendenkens her\u00advor\u00adbrin\u00adgen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als \u00fcber\u00adgreifend\u00ades The\u00adma verbindet die drei Mantren das Haben bzw. Nicht-Haben. Der Ver\u00adlust bzw. Man\u00adgel wird im Mantra 14 N mit dem Ver\u00adlieren und Rauben the\u00adma\u00adtisiert, das Bekom\u00admen mit der zu schenk\u00adenden Kraft im Mantra 15 O und mit dem Geist\u00adgeschenk im Mantra 16 P. Dieses Haben bildet die Grund\u00adlage der Entwick\u00adlungs\u00adf\u00e4higkeit des Menschen.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=4246\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Ein\u00adtrag 15 O \u2014 16 P \u2014 17&nbsp;Q&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Zeit-Impuls des Mantras 15 O ergie\u00dft sich dreifach Ver\u00ad\u00ad\u00adgan\u00ad\u00ad\u00adgen\u00adheit-Vor\u00adbere\u00adi\u00ad\u00adtung Gegen\u00adwart-Geist-Impuls Zukun\u00adft-Vol\u00adlen\u00ad\u00ad\u00addung 14 N An Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung hingegeben Ver\u00adlor ich Eigen\u00adwe\u00adsens&nbsp;Trieb, Gedanken\u00adtraum, er schien Bet\u00e4ubend mir das Selb\u00adst zu rauben, Doch weck\u00adend nahet&nbsp;schon Im Sin\u00adnen\u00adschein mir Wel\u00adtendenken. .\u2026 15 O Ich f\u00fch\u00adle wie verza\u00adubert Im Wel\u00adtenschein des Geistes Weben, Es hat in Sin\u00adnes\u00addumpfheit Geh\u00fcllt mein Eigenwesen,\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-4226","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4226","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4226"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4226\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4284,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4226\/revisions\/4284"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4226"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}