{"id":4173,"date":"2026-06-25T16:35:46","date_gmt":"2026-06-25T14:35:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=4173"},"modified":"2026-07-12T19:05:00","modified_gmt":"2026-07-12T17:05:00","slug":"blog-beitrag-2-copy-2-copy-2-copy-copy-copy-copy-2-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=4173","title":{"rendered":"Blog \u2014 Zeitfluss 12 ! \u2014 13 M \u2014 14&nbsp;N"},"content":{"rendered":"\n\n\t\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/13-M-Zeitfluss-1-220x300.png\" alt width=\"220\" height=\"300\"><\/p>\n<h4><strong>Der Zeit-Impuls des Mantras 13 M ergie\u00dft sich dreifach<\/strong><\/h4>\n<table width=\"818\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"33%\">Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit-Vor\u00adbere\u00aditung<\/td>\n<td width=\"33%\"><strong>Gegen\u00adwart-Geist-Impuls<\/strong><\/td>\n<td width=\"33%\">Zukun\u00adft-Vol\u00adlen\u00addung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"33%\"><u>12 !<\/u>\n<p>Der <strong><u>Wel\u00adten<\/u><\/strong><u> Sch\u00f6nheitsglanz<\/u><\/p>\n<p>Er zwinget mich aus Seelentiefen<\/p>\n<p>Des <em><u>Eigen\u00adlebens G\u00f6tterkr\u00e4fte<\/u><\/em><\/p>\n<p>Zum <strong>Wel\u00adten<\/strong>fluge zu entbinden;<\/p>\n<p>Mich sel\u00adber zu verlassen,<\/p>\n<p><em>Ver\u00adtrauend<\/em> nur mich <em>suchend<\/em><\/p>\nIn <strong><em>Wel\u00adten<\/em><\/strong><em>licht<\/em> und <strong><em>Wel\u00adten<\/em><\/strong><em>w\u00e4rme<\/em>.<\/td>\n<td width=\"33%\"><strong><u>13 M<\/u><\/strong>\n<p>Und bin ich in den <u>Sinnes<em>h\u00f6hen<\/em><\/u>,<\/p>\n<p>So flammt in meinen See\u00adlen<em>tiefen<\/em><\/p>\n<p>Aus Geistes Feuer<strong>wel\u00adten<\/strong><\/p>\n<p>Der <em><u>G\u00f6t\u00adter Wahrheitswort<\/u><\/em>:<\/p>\n<p>In Geis\u00adtes\u00adgr\u00fcn\u00adden suche <em>ahnend<\/em><\/p>\n<p>Dich geistver\u00adwandt zu finden.<\/p>\n\u2026<\/td>\n<td width=\"33%\"><u>14 N<\/u>\n<p>An <u>Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung<\/u> hingegeben<\/p>\n<p>Ver\u00adlor ich <em><u>Eigen\u00adwe\u00adsens Trieb<\/u><\/em>,<\/p>\n<p><em>Gedanken\u00adtraum<\/em>, er schien<\/p>\n<p>Bet\u00e4ubend mir das Selb\u00adst zu rauben,<\/p>\n<p>Doch <em>weck\u00adend<\/em> nahet&nbsp;schon<\/p>\n<p>Im <u>Sin\u00adnen\u00adschein<\/u> mir <strong><em>Wel\u00adten<\/em><\/strong><em>denken<\/em>.<\/p>\n\u2026<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Der Zeitim\u00adpuls von 13 M: Sinne und Sinn \u2014 Har\u00admonie der Widersacher<\/strong><\/p>\n<p>vor\u00adbere\u00adit\u00adet durch die luz\u00adiferisch zwin\u00adgende Wirk\u00adsamkeit des Wel\u00adten Sch\u00f6n\u00adheits\u00adglanzes \u2014 der Wahrnehmung (12 !)<\/p>\n<p>vol\u00adlen\u00addet durch die \u00dcber\u00adwin\u00addung der ahri\u00adman\u00adis\u00adchen Bet\u00e4ubung durch das weck\u00adende Wel\u00adtendenken (14&nbsp;N)<\/p>\n<h4><strong>Was sind die Sinnesh\u00f6hen?<\/strong><\/h4>\n<p>Rudolf Stein\u00ader ver\u00adwen\u00addete \u201cSin\u00adnesh\u00f6hen\u201d auss\u00adchlie\u00dflich im Wochen\u00adspruch 13 M, wed\u00ader in seinen Schriften noch Vortr\u00e4\u00adgen kommt dieses Wort vor. Dadurch ist schw\u00ader zu sagen, was er darunter ver\u00adstand \u2014 an welchem geisti\u00adgen Ort sich also der Ich-Sprech\u00ader des Mantras 13 M befindet.<\/p>\n<p>Mir scheint, dass Rudolf Stein\u00ader den fol\u00adgen\u00adden Text sozusagen aus der Per\u00adspek\u00adtive der Sin\u00adnesh\u00f6hen schrieb. Marie Stein\u00ader ver\u00f6f\u00adfentlichte ihn unter der \u00dcber\u00adschrift: CREDO \u2014 DER EINZELNE UND DAS ALL (um 1886). Er war zu dieser Zeit also etwa 25 Jahre&nbsp;alt.<\/p>\n<p>\u201cDie Ideen\u00adwelt ist der Urquell und das Prinzip alles Seins. In ihr ist unendliche Har\u00admonie und selige Ruhe. Das Sein, das sie mit ihrem Lichte nicht beleuchtete, w\u00e4re ein totes, wesen\u00adlos\u00ades, das keinen Teil h\u00e4tte an dem Leben des Welt\u00adganzen. Nur, was sein Dasein von der Idee her\u00adleit\u00adet, das bedeutet etwas am Sch\u00f6p\u00adfungs\u00adbaume des Uni\u00adver\u00adsums. Die Idee ist der in sich klare, in sich selb\u00adst und mit sich selb\u00adst sich gen\u00fc\u00adgende Geist. Das Einzelne muss den Geist in sich haben, son\u00adst f\u00e4llt es ab, wie ein d\u00fcr\u00adres Blatt von jen\u00adem Baume, und war umson\u00adst&nbsp;da.<\/p>\n<p>Der Men\u00adsch aber f\u00fchlt und erken\u00adnt als Einzelnes sich, wenn er zu seinem vollen Bewusst\u00adsein erwacht. Dabei aber hat er die Sehn\u00adsucht nach der Idee eingepflanzt. Diese Sehn\u00adsucht treibt ihn an, die Einzel\u00adheit zu \u00fcber\u00adwinden und den Geist in sich aufleben zu lassen, dem Geiste gem\u00e4\u00df zu sein. Alles, was selb\u00adstisch ist, was ihn zu diesem bes\u00adtimmten, einzel\u00adnen Wesen macht, das muss der Men\u00adsch in sich aufheben, bei sich abstreifen, denn dieses ist es, was das Licht des Geistes ver\u00addunkelt. Was aus der Sinnlichkeit, aus Trieb, Begierde, Lei\u00adden\u00adschaft her\u00advorge\u00adht, das will nur dieses ego\u00adis\u00adtis\u00adche Indi\u00advidu\u00adum. Daher muss der Men\u00adsch dieses selb\u00adstis\u00adche Wollen in sich abt\u00f6ten, er muss stattdessen, was er als Einzel\u00adner will, das wollen, was der Geist, die Idee in ihm will. Lasse die Einzel\u00adheit dahin\u00adfahren und folge der Stimme der Idee in Dir, denn sie nur ist das G\u00f6t\u00adtliche! Was man als Einzel\u00adner will, das ist am Umfange des Welt\u00adganzen ein wert\u00adlos\u00ader, im Strom der Zeit ver\u00adschwinden\u00adder Punkt; was man \u00abim Geiste\u00bb will, das ist im Zen\u00adtrum, denn es lebt in uns das Zen\u00adtral\u00adlicht des Uni\u00adver\u00adsums auf; eine solche Tat unter\u00adliegt nicht der Zeit. Han\u00addelt man als Einzel\u00adner, dann schlie\u00dft man sich aus der geschlosse\u00adnen Kette des Weltwirkens aus, man son\u00addert sich ab. Han\u00addelt man \u00abim Geiste\u00bb, dann lebt man sich hinein in das all\u00adge\u00admeine Weltwirken. Ert\u00f6\u00adtung aller Selb\u00ads\u00adtheit, das ist die Grund\u00adlage f\u00fcr das h\u00f6here Leben. Denn wer die Selb\u00ads\u00adtheit abt\u00f6tet, der lebt ein ewiges Sein. Wir sind in dem Ma\u00dfe unsterblich, in welchem Ma\u00dfe wir in uns die Selb\u00ads\u00adtheit erster\u00adben lassen. Das an uns Sterbliche ist die Selb\u00ads\u00adtheit. Dies ist der wahre Sinn des Ausspruch\u00ades: \u00abwer nicht stirbt, bevor er stirbt, der verdirbt, wenn er stirbt\u00bb. Das hei\u00dft, wer nicht die Selb\u00ads\u00adtheit in sich aufh\u00f6ren l\u00e4sst w\u00e4hrend der Zeit seines Lebens, der hat keinen Teil an dem all\u00adge\u00admeinen Leben, das unsterblich ist, der ist nie dagewe\u00adsen, hat kein wahrhaftes Sein gehabt.<\/p>\n<p>Es gibt vier Sph\u00e4ren men\u00adschlich\u00ader T\u00e4tigkeit, in denen der Men\u00adsch sich voll hin\u00adgibt an den Geist mit Ert\u00f6\u00adtung alles Eigen\u00adlebens: die Erken\u00adnt\u00adnis, die Kun\u00adst, die Reli\u00adgion und die liebevolle Hingabe an eine Per\u00ads\u00f6n\u00adlichkeit im Geiste. Wer nicht wenig\u00adstens in ein\u00ader dieser vier Sph\u00e4ren lebt, lebt \u00fcber\u00adhaupt nicht. Erken\u00adnt\u00adnis ist Hingabe an das Uni\u00adver\u00adsum in Gedanken, Kun\u00adst in der Anschau\u00adung, Reli\u00adgion im Gem\u00fcte, Liebe mit der Summe aller Geis\u00adteskr\u00e4fte an etwas, was uns als ein f\u00fcr uns sch\u00e4tzenswertes Wesen des Welt\u00adganzen erscheint. Erken\u00adnt\u00adnis ist die geistig\u00adste, Liebe die sch\u00f6n\u00adste Form selb\u00adst\u00adlos\u00ader Hingabe. Denn Liebe ist ein wahrhaftes Him\u00admel\u00adslicht in dem Leben der Allt\u00e4glichkeit. Fromme, wahrhaft geistige Liebe vere\u00addelt unser Sein bis in seine inner\u00adste Fas\u00ader, sie erh\u00f6ht alles, was in uns lebt. Diese reine fromme Liebe ver\u00adwan\u00addelt das ganze See\u00adlen\u00adleben in ein anderes, das zum Welt\u00adgeiste Ver\u00adwandtschaft hat. In diesem h\u00f6ch\u00adsten Sinne lieben, hei\u00dft den Hauch des Gotteslebens dahin tra\u00adgen, wo zumeist nur der ver\u00adab\u00adscheuungsw\u00fcrdig\u00adste Ego\u00adis\u00admus und die achtungslose Lei\u00adden\u00adschaft zu find\u00aden ist. Man muss etwas wis\u00adsen von der Heiligkeit der Liebe, dann erst kann man von Fromm\u00adsein sprechen.<\/p>\n<p>Hat der Men\u00adsch sich durch eine der vier Sph\u00e4ren hin\u00addurch, aus der Einzel\u00adheit her\u00adaus, in das g\u00f6t\u00adtliche Leben der Idee ein\u00adgelebt, dann hat er das erre\u00adicht, wozu der Strebenskeim in sein\u00ader Brust liegt: seine Vere\u00adini\u00adgung mit dem Geiste; und dies ist seine wahre Bes\u00adtim\u00admung. Wer aber im Geiste lebt, lebt frei. Denn er hat sich alles Unter\u00adge\u00adord\u00adneten entwun\u00adden. Nichts bezwingt ihn, als wovon er gerne den Zwang erlei\u00addet, denn er hat es als das H\u00f6ch\u00adste erkannt.<\/p>\n<p>Lasse die Wahrheit zum Leben wer\u00adden; ver\u00adliere Dich selb\u00adst, um Dich im Welt\u00adgeiste wiederzufind\u00aden!\u201d (GA 40 S.&nbsp;15ff)<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader denkt und scheibt hier ganz aus dem, was er sp\u00e4ter die Sph\u00e4re der oberen G\u00f6t\u00adter, die G\u00f6t\u00adter des Zeus-Kreis\u00ades genan\u00adnt hat, die in Luft und Licht leben. Von diesen unter\u00adschei\u00addet man die unteren, die chon\u00adtis\u00adchen G\u00f6t\u00adter der Erdentiefen.<\/p>\n<p><strong>13 M \u2014 das Mantra der Woche: <\/strong>Mit dem Mantra 13 M schlie\u00dft das erste Quar\u00adtal des See\u00adlenkalen\u00adders, dessen Darstel\u00adlung ich mir hier mit dem Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr oben, dem Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr unten vorstelle. Die Kreis\u00adbahn, die seit dem Mantra 40 o auf\u00adsteigend ver\u00adlief, hat ihr Ziel erre\u00adicht, denn mit dem fol\u00adgen\u00adden Mantra 14 N begin\u00adnt das zweite Quar\u00adtal und die Kreis\u00adbahn f\u00e4llt wieder. Die Mantren 13 M und 14 N ste\u00adhen also ganz oben, am oberen Scheit\u00adelpunkt dieses Kreis\u00ades. H\u00f6her hin\u00adauf geht es nach dem Mantra 13 M nicht. Und im Aus\u00adblick vom Mantra 14 N \u00f6ffnet sich die tief\u00adste&nbsp;Tiefe.<\/p>\n<p>Zwis\u00adchen den bei\u00adden Mantren 13 M und 14 N liegt die Gren\u00adze, die den Jahreskreis in eine rechte und eine linke H\u00e4lfte teilt. Diese H\u00e4lften nenne ich die Erd- und die Geistsph\u00e4re.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/13-M-Kapitell-der-sog.-Hartmannsaeule-Domkapelle-zu-Goslar-keltische-Nachwirkung-297x300.png\" alt width=\"297\" height=\"300\"><\/p>\n<p><em>Zwei Drachen umschlie\u00dfen einen Kopf, dem das Leben zweifach entstr\u00f6mt \u2014 im See\u00adlenkalen\u00adder-Jahreskreis geteilt in Erd- und Geistsph\u00e4re<\/em><\/p>\n<p><em>S\u00e4u\u00adlenkapitell, Domkapelle zu Goslar, <\/em><em>Ende 12.&nbsp;Jhd.<\/em><\/p>\n<p>An der soge\u00adnan\u00adnten Hart\u00admannss\u00e4ule der Domkapelle zu Goslar find\u00adet sich eine Kapitell-Darstel\u00adlung aus dem 12. Jahrhun\u00addert, die keltische Ein\u00adfl\u00fcsse ver\u00admuten l\u00e4sst. Hier ist ein Kopf mit geschlosse\u00adnen Augen und ge\u00f6ffnetem Mund zu sehen, aus dem zwei Lebensstr\u00f6me flie\u00dfen. Auf oder am Kopf sitzen zwei Drachen, die mit diesen Lebensstr\u00f6\u00admen in Beziehung ste\u00adhen. Der linke Drache hat ein ge\u00f6ffnetes Maul, er \u201cspricht\u201d, und sein Auge ist geschlossen. Der rechte Drache hat ein geschlossenes Maul und sein Auge ist ge\u00f6ffnet, er sieht. Zeigen sich in dieser Darstel\u00adlung vielle\u00adicht die ent\u00adge\u00adgenge\u00adset\u00adzten Qual\u00adit\u00e4ten der Jahreskreis-Sph\u00e4ren, die dem Mit\u00adtelpunkt \u2014 dem Kopf \u2014 entstr\u00f6\u00admen und von den Drachen verk\u00f6r\u00adpert wer\u00adden? Zur auf\u00adsteigen\u00adden Jahresh\u00e4lfte geh\u00f6rt die Kraft, die alles ins Dasein bringt, die alles aus dem \u201cWort\u201d des Drachen erschafft. Zur absteigen\u00adden Jahresh\u00e4lfte geh\u00f6rt die Kraft, die alles reifen und verge\u00adhen l\u00e4sst \u2014 zu geistigem Licht und Bewusst\u00adsein trans\u00adformiert. Die H\u00e4lse der Drachen sind ver\u00adschlun\u00adgen, wie um zu sagen, dass in der h\u00f6ch\u00adsten H\u00f6he bei\u00adde Kr\u00e4fte sich vere\u00adinen. Tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich spricht das Wahrheitswort im Mantra 13 M und im Mantra 14 N geht es um Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung und Wel\u00adtendenken \u2014 um geistiges Schauen.<\/p>\n<p>Das Mantra 13 M begin\u00adnt mit \u201cUnd\u201d, als ob ein erstes Satzglied ver\u00adloren gegan\u00adgen w\u00e4re. Dadurch entste\u00adht f\u00fcr die Sin\u00adnesh\u00f6hen der Ein\u00addruck, dass sie nur durch einen lan\u00adgen Auf\u00adstieg mit viel M\u00fche erk\u00adlom\u00admen wer\u00adden k\u00f6n\u00adnen. Diese Anstren\u00adgung hat der Ich-Sprech\u00ader bere\u00adits auf sich genom\u00admen und ist nun ange\u00adlangt auf dieser H\u00f6he. Doch was sind die Sin\u00adnesh\u00f6hen? Wann ist Wahrnehmung so mehrfach gesteigert, dass sie Sin\u00adnen\u00adsh\u00f6hen genan\u00adnt wer\u00adden kann? Welche Wahrnehmungs\u00adgipfel k\u00f6n\u00adnten gemeint sein? Ich denke an drei Gipfel, drei Wahrnehmungsarten, die sich sozusagen \u00fcber das Nebelmeer der auf das Physisch-Sinnliche beschr\u00e4nk\u00adten Wahrnehmung erheben: die Imag\u00adi\u00adna\u00adtion, Inspi\u00adra\u00adtion und Intu\u00adition. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201eDer Men\u00adsch gelangt zu ein\u00ader Weisheit, durch die der Geist zun\u00e4chst die <strong>Schein\u00adhaftigkeit des sinnlichen Lebens<\/strong> durch\u00adschaut.\u201d (GA 8, S. 29, Her\u00advorhe\u00adbung A.F.). Dem Denken auf dieser H\u00f6he muss die Klarheit der Berg\u00adwelt zu eigen sein. Rudolf Stein\u00ader beschreibt:&nbsp;\u201eDiese T\u00e4tigkeit ist zugle\u00adich ein Denken, aber ein solch\u00ades, das nicht in abstrak\u00adten Begrif\u00adf\u00aden die sinnliche Anschau\u00adung begleit\u00adet, son\u00addern das selb\u00adst sich steigert bis zur Anschaulichkeit, die im gew\u00f6hn\u00adlichen Leben nur in Sin\u00adnes\u00adbildern lebt.\u201d (GA 35, S.&nbsp;107)<\/p>\n<p>Wenn der Ich-Sprech\u00ader sich also in diesen Geis\u00adteszu\u00ads\u00adtand erhoben hat, wenn er in den Sin\u00adnesh\u00f6hen weilt \u2014 was innere Vor\u00adbere\u00aditung erfordert \u2014 so begin\u00adnt nicht das geistige Forschen, son\u00addern eine mah\u00adnende Stimme ert\u00f6nt zun\u00e4chst in den eige\u00adnen See\u00adlen\u00adtiefen. Diese Stimme stammt nicht aus der eige\u00adnen Seele, doch sie flammt hier auf. Sie stammt aus den Feuer\u00adwel\u00adten des Geistes und mah\u00adnt. Was sind die geisti\u00adgen Feuer\u00adwel\u00adten? Rudolf Stein\u00ader beschreibt die k\u00fcn\u00adftige Inkar\u00adna\u00adtion der Erde, den neuen Jupiter als eine feurige Welt. \u201cUnseren Plan\u00adeten, die Erde, nen\u00adnen wir den Kos\u00admos der Liebe, und den n\u00e4ch\u00adst\u00adfol\u00adgen\u00adden, den Jupiter, den <strong>Kos\u00admos des Feuers<\/strong>. In dem vor\u00adange\u00adgan\u00adgenen plan\u00ade\u00adtarischen Zus\u00adtand, dem Mon\u00adden\u00adzu\u00ads\u00adtand, haben wir den Kos\u00admos der Weisheit zu sehen.\u201d (GA 89, S. 196, Her\u00advorhe\u00adbung A.F.) Und weit\u00ader sagt er, dass der Men\u00adsch auf dem neuen Jupiter \u201cdie Auf\u00adgabe haben [wird], das Man\u00adas-Ele\u00adment [Geist\u00adselb\u00adst] auf die Ebene von Bud\u00adhi [Lebens\u00adgeist] her\u00adauf zu l\u00e4utern. Alle diese gere\u00adinigten Kar\u00admage\u00adf\u00fch\u00adle wer\u00adden dann zusam\u00admen\u00adflie\u00dfen zu ein\u00ader einzi\u00adgen Macht, die zus\u00adtreben wird dem Urgeist, der unseren Plan\u00adeten durch\u00adstr\u00f6mt und durch\u00adflutet [dem Chris\u00adtus, bzw. dem Geist der Liebe, A.F.]. Alles, was der heutige Men\u00adsch f\u00fchlt, wird im n\u00e4ch\u00adsten Zus\u00adtand in gel\u00e4utert\u00ader Form wie Flam\u00admen zusam\u00admen\u00adstr\u00f6\u00admen, und diese vie\u00adlen einzel\u00adnen Flam\u00admen wer\u00adden sich verbinden zu einem Gesamt\u00adfeuer. Und so nen\u00adnt man diesen Plan\u00adeten den Kos\u00admos des Feuers, der gebildet wird aus den gel\u00e4uterten Gef\u00fchlen der men\u00adschlichen Herzen, indem sie har\u00admonisch ineinan\u00adderklin\u00adgen.\u201d (GA 89, S.&nbsp;197)<\/p>\n<p>Sich geistver\u00adwandt zu find\u00aden, wie die G\u00f6t\u00adter mit ihrem Wahrheitswort fordern, bedeutet also, sich dem Geist der Liebe entsprechend selb\u00adst als Feuer, als gel\u00e4uterte, leuch\u00adt\u00adende und w\u00e4r\u00admende Flamme zu finden.<\/p>\n<p>Sind die G\u00f6t\u00adter, die hier ihr Wahrheitswort sprechen Erzen\u00adgel? Diese nen\u00adnt Rudolf Stein\u00ader Feuergeis\u00adter. Und er sagt: \u201cSo wie nun der Men\u00adsch durch seine Sin\u00adnesempfind\u00adung auf Far\u00adben schaut, T\u00f6ne h\u00f6rt, so schaut der Erzen\u00adgel herunter auf die Welt, die das Ich als objek\u00adtive Wahrheit umschlie\u00dft, nur dass sich um dieses Ich noch etwas herum\u00adgrup\u00adpiert von jen\u00adem Teile des Astralis\u00adchen, das wir Men\u00adschen in uns als Ver\u00adstandes- oder Gem\u00fctsseele ken\u00adnen. Denken Sie sich diese Wesen\u00adheit\u00aden in eine Welt schauend, die nicht das Min\u00ader\u00adalis\u00adche, Pflan\u00adzliche und Tierische erre\u00adicht. Denken Sie, dass daf\u00fcr der Blick, der ein geistiger ist, auf ihr Welt\u00adbild hin\u00adgerichtet ist und dass sie da Mit\u00adtelpunk\u00adte wahrnehmen. Diese Mit\u00adtelpunk\u00adte sind die men\u00adschlichen Iche, um die sich wieder etwas grup\u00adpiert, das wie eine Art Aura aussieht. Da haben Sie das Bild, wie das Erzen\u00adgel\u00adwe\u00adsen auf die V\u00f6lk\u00ader\u00adper\u00ads\u00f6n\u00adlichkeit\u00aden, die zu dem Erzen\u00adgel geh\u00f6ren, die das Volk aus\u00admachen, herun\u00adter\u00adsieht. Seine Welt beste\u00adht aus einem astralis\u00adchen Wahrnehmungs\u00adfelde, in dem gewisse Zen\u00adtren darin sind. Diese Zen\u00adtren, diese Mit\u00adtelpunk\u00adte sind die einzel\u00adnen men\u00adschlichen Per\u00ads\u00f6n\u00adlichkeit\u00aden, sind die einzel\u00adnen men\u00adschlichen Iche. Also ger\u00adade so, wie f\u00fcr uns Far\u00adben und T\u00f6ne, W\u00e4rme und K\u00e4lte im Wahrnehmungs\u00adfelde liegen und f\u00fcr uns die bedeut\u00adsame Welt sind, so sind f\u00fcr die Erzen\u00adgel\u00adwe\u00adsen, f\u00fcr die Volks\u00adgeis\u00adter wir selb\u00adst mit einem Teil unseres Innen\u00adlebens das Wahrnehmungs\u00adfeld, und wie wir in die Au\u00dfen\u00adwelt hineinge\u00adhen und diese bear\u00adbeit\u00aden und umgestal\u00adten zu Instru\u00admenten, so sind wir diejeni\u00adgen Objek\u00adte \u2014 insofern wir zu diesem oder jen\u00adem Volks\u00adgeist geh\u00f6ren -, welche zu dem Arbeits\u00adfelde der Erzen\u00adgel oder Volks\u00adgeis\u00adter geh\u00f6ren.\u201d (GA 346, S.&nbsp;57ff)<\/p>\n<p>Die G\u00f6t\u00adter, die Feuergeis\u00adter oder Erzen\u00adgel ste\u00adhen im Mantra 13 M vor der Schwelle zur geisti\u00adgen Welt \u2014 denn das Mantra 14 N kann als diese Schwelle beze\u00adich\u00adnet werden.<\/p>\n<p><strong>12 ! \u2014 die Vor\u00adbere\u00aditung:<\/strong> Das Mantra 12 ! weist keinen Buch\u00adstaben auf. (Das Aus\u00adrufeze\u00adichen habe ich ihm hinzuge\u00adf\u00fcgt, um zu verdeut\u00adlichen, dass der Buch\u00adstabe nicht vergessen wurde). Durch seine \u00dcber\u00adschrift \u201cJohannes-Stim\u00admung\u201d ist es der Johan\u00adni-Woche zuge\u00adh\u00f6rig, der Woche, in der der 24. Juni liegt, der Gedenk-Tag des Geburts\u00adfestes Johannes des T\u00e4ufers.<\/p>\n<p>In der rus\u00adsis\u00adchen Kun\u00adst gibt es neben den bekan\u00adnten Darstel\u00adlun\u00adgen der Taufe Jesu im Fluss Jor\u00addan zwei weit\u00adere Iko\u00adnen-Typen, die Johannes den T\u00e4ufer zeigen. Das sind zum einen die Sophien-Ikone (<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=4150\">siehe<\/a>), zum anderen manche Lamm-Gottes-Iko\u00adnen. Diese bei\u00adden Iko\u00adnen\u00adtypen umgeben das jew\u00adeilige zen\u00adtrale Motiv mit Maria, der Mut\u00adter Jesu, und Johannes dem T\u00e4ufer bzw. mit himm\u00adlis\u00adchen Wesen. Das Lamm-Gottes wird jedoch nicht als Lamm dargestellt, son\u00addern als ein klein\u00ader, nack\u00adter Jesus, der in einem Kelch liegt. \u00dcber dem Kelch schwebt meist die Taube des Heili\u00adgen Geistes. Dieser Bil\u00addauf\u00adbau wurde h\u00e4u\u00adfiger gestickt als gemalt. Er find\u00adet sich auf das Tuch, das die Eucharistie-Sub\u00adstanzen f\u00fcr den Oster\u00adgottes\u00addi\u00adenst bedeckt. Die unten abge\u00adbildete Ikone ist durch weit\u00adere Bildele\u00admente erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/13-M-Lamm-Gottes-russ-19.-Jhd-Gral-Ei-Joh-Taeu-236x300.png\" alt width=\"236\" height=\"300\"><\/p>\n<p><em>Lamm-Gottes-Ikone, Rus\u00ads\u00adland 19. Jahrhundert<\/em><\/p>\n<p>Sowohl Maria als auch Johannes sind als Geist\u00adwe\u00adsen mit Engels\u00adfl\u00fcgeln dargestellt. Ver\u00adste\u00adhe ich sie als Aus\u00addruck der Hal\u00adb\u00adjahre, so kann die Oster\u00adscholle als der Kelch betra\u00adchtet wer\u00adden. Der \u00fcber der Oster\u00adscholle liegende Mit\u00adtelpunkt des Jahreskreis\u00ades erscheint so als Jesus im Kelch \u2014 als das sich ver\u00adstrahlende, sich opfer\u00adnde Zen\u00adtrum, als die geistige Sonne. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201cDas Chris\u00adtus-Prinzip, auch Bud\u00adhi oder Chrestos genan\u00adnt, ist die von geistiger Son\u00adneng\u00adlut durch\u00adstr\u00f6mte Liebe, die Gedanken zu Kr\u00e4ften macht.\u201d (GA 68a, S. 135f) Damit diese Kraft, die Rudolf Stein\u00ader auch als Gnade beze\u00adich\u00adnet, in den Men\u00adschen ein\u00adstr\u00f6\u00admen kann, muss der Men\u00adsch zun\u00e4chst ein Gef\u00e4\u00df bilden. Dieses Gef\u00e4\u00df ist Man\u00adas, das Geist\u00adselb\u00adst, der gere\u00adinigte Astralleib. Maria und Johannes der T\u00e4ufer ste\u00adhen hier als die weib\u00adlich und m\u00e4nnlich dif\u00adferen\u00adzierten Vertreter dieses Geist\u00adselb\u00adst \u2014 als das Zusam\u00admen\u00adspiel in der Seele von Wahrnehmung und Denken. Und auch die drei Ebe\u00adnen bzw. See\u00adlen\u00adf\u00e4higkeit\u00aden, die zur Darstel\u00adlung des Jahres\u00adlaufs als Ei \u2014 als See\u00adlen\u00adraum \u2014 geh\u00f6ren, sind zu erken\u00adnen durch Vertreter der h\u00f6ch\u00adsten Engel\u00adhier\u00adar\u00adchie. Unter dem Kelch ist das Sym\u00adbol der Throne, der Geis\u00adter des Wil\u00adlens zu sehen, die gefl\u00fcgel\u00adten R\u00e4der. Hin\u00adter Maria und Johannes dem T\u00e4ufer ist jew\u00adeils ein r\u00f6tlich\u00ades Engel\u00adwe\u00adsen, ein Ser\u00adaph, dargestellt. Dies sind die Geis\u00adter der All-Liebe, also der h\u00f6ch\u00adsten Stufe des F\u00fch\u00adlens. Ganz oben, rechts und links neben der Taube des Heili\u00adgen Geistes sind zwei men\u00adschliche Engel zu sehen. Sie k\u00f6n\u00adnten dort die Cheru\u00adbim vertreten, deren Sym\u00adbole au\u00dfen im Vier\u00adgeti\u00ader dargestellt sind, die Geis\u00adter der Har\u00admonien. Rudolf Stein\u00ader ver\u00adgle\u00adicht sie ein\u00admal mit sehr weisen alten M\u00e4nnern.<\/p>\n<p>Weit\u00adere Darstel\u00adlun\u00adgen dieses Iko\u00adnen\u00adtyps zeigen, dass die Aus\u00adrich\u00adtung des Jesus im Kelch sowohl in der einen, als auch in der anderen Rich\u00adtung als zutr\u00ade\u00adf\u00adfend emp\u00adfun\u00adden&nbsp;wurde.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Lamm-Gottes-16.-19.-Jhd-300x188.png\" alt width=\"303\" height=\"190\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Lamm-Gottes-Gral-300x297.png\" alt width=\"190\" height=\"188\"><\/p>\n<p><em>Lamm Gottes Iko\u00adnen, \u00fcblich vom 16. bis 19. Jahrhundert<\/em><\/p>\n<p>Der Bild\u00adtyp zeigt damit den gere\u00adinigten, zum Kelch, zu Man\u00adas gewor\u00adde\u00adnen See\u00adlen\u00adraum, der bere\u00adit ist Bud\u00adhi, den Lebens\u00adgeist, den Chris\u00adtus aufzunehmen. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201cZwei Dinge \u2026 mussten zusam\u00admenkom\u00admen, um Bud\u00adhi wirk\u00adlich wirk\u00adend wer\u00adden zu lassen: erstens, die Men\u00adschen mussten als Tr\u00e4ger der bish\u00aderi\u00adgen Entwick\u00adlung nun ein aus Man\u00adas gebildetes Organ f\u00fcr Bud\u00adhi haben. Sie mussten durstig sein nach Bud\u00adhi, durstig, \u00fcber den Ver\u00adstand hin\u00adauszukom\u00admen. Gehir\u00adnen\u00adtwick\u00adelung endet ohne Zusam\u00admen\u00adhang mit den h\u00f6heren Gliedern immer in ein\u00ader Sack\u00adgasse, sie kommt \u00fcber man\u00ada\u00adsis\u00adche Entwick\u00adlung, \u00fcber astrale Dinge nicht hin\u00adaus.\u201d (GA 94, S.&nbsp;249f)<\/p>\n<p>Das Mantra 12 ! kann so gele\u00adsen wer\u00adden, dass es lehrt, wie der Men\u00adsch \u00fcber Man\u00adas, seinen Ver\u00adstand, hin\u00adauskommt. Er muss ler\u00adnen zu fliegen, denn der Ver\u00adstand ver\u00adsucht best\u00e4ndig, sich an die irdis\u00adche Wahrnehmung zu klam\u00admern. Zu diesem Wel\u00adtenflug zwingt ihn der Wel\u00adten Sch\u00f6nheitsglanz.<\/p>\n<p>Glanz ist abstrahlen\u00addes, reflek\u00adtiertes Licht. Rudolf Stein\u00ader spricht z.B. vom Glanz der Far\u00adben als Aus\u00addruck f\u00fcr Geistiges: \u201eWir kom\u00admen dazu, die drei Glanz\u00adfar\u00adben so zu empfind\u00aden, dass wir das Rot als den Glanz des Lebendi\u00adgen, das Blau als den Glanz des Seel\u00adis\u00adchen und das Gelb als den Glanz des Geisti\u00adgen empfind\u00aden.\u201d (GA276\/8) In einem Entwurf zum drit\u00adten Mys\u00adte\u00adrien\u00addra\u00adma charak\u00adter\u00adisiert Rudolf Stein\u00ader mit dem Sch\u00f6n\u00adheits\u00adglanz Luz\u00adifer. Thoma\u00adsius spricht Luz\u00adifer mit fol\u00adgen\u00adden Worten an, ohne ihn zu erkennen:<\/p>\n<p>\u201cErhab\u00adn\u00ader Herrsch\u00ader im <strong>Sch\u00f6n\u00adheits\u00adglanz<\/strong>,<\/p>\n<p>Der du erstrahlst in ein\u00ader&nbsp;W\u00fcrde,<\/p>\n<p>Die im Son\u00adnenauge offenbart<\/p>\n<p>Der Wel\u00adten aller\u00adtief\u00adste Gr\u00fcnde<\/p>\n<p>Und zu dein\u00ader Offen\u00adbarung nichts bedarfst<\/p>\n<p>Als nur deines eignen Wil\u00adlens Wesen \u2026\u201d (GA 44, S. 1, Her\u00advorhe\u00adbung A.F.)<\/p>\n<p>Kurz darauf l\u00e4sst Rudolf Stein\u00ader Luz\u00adifer sich selb\u00adst als \u201cdes starken Wel\u00adtenf\u00fcrsten Freier Sohn\u201d beschreiben. Luz\u00adifer ist also der \u201cWelt\u201d zuge\u00adh\u00f6rig. Der \u201cWel\u00adten Sch\u00f6n\u00adheits\u00adglanz\u201d kann dem\u00adnach als Wirkung Luz\u00adifers, sog\u00adar als seine Erschei\u00adn\u00adung ver\u00adstanden wer\u00adden, als das\u00adjenige, was die zwin\u00adgende Kraft begr\u00fcn\u00addet. Doch im Mantra 12 ! ist seine Kraft nicht sch\u00e4dlich, son\u00addern zum Wel\u00adtenflug notwendig. Sie ent\u00adbindet, sie befre\u00adit Kr\u00e4fte, die in den See\u00adlen\u00adtiefen zuvor gebun\u00adden waren. Es han\u00addelt sich um G\u00f6t\u00adterkr\u00e4fte des Eigenlebens.<\/p>\n<p>Der Aus\u00addruck \u201cDes Eigen\u00adlebens G\u00f6t\u00adterkr\u00e4fte\u201d erscheint wie ein Wider\u00adspruch, denn G\u00f6t\u00adterkr\u00e4fte sind \u00fcber\u00admen\u00adschliche, au\u00dfer\u00admen\u00adschlich gedachte Kr\u00e4fte und eben ger\u00adade keine eige\u00adnen, dem indi\u00advidu\u00adellen Leben ange\u00adh\u00f6ren\u00adden Kr\u00e4fte. Diesen Wider\u00adspruch l\u00f6st Rudolf Stein\u00ader, indem er sagt, dass der Men\u00adsch \u201eeinen Durch\u00adgangspunkt f\u00fcr G\u00f6t\u00adterkr\u00e4fte [bildet, dass er] [\u2026] gewis\u00adser\u00adma\u00dfen der Platz [ist] [\u2026], an dem sich Hier\u00adar\u00adchien begeg\u00adnen, damit sie im Wel\u00adte\u00adnall zusam\u00admen\u00adwirken k\u00f6n\u00adnen.\u201d (<a href=\"#\" data-id=\"GA199\/11\" data-index=\"wo4iw0\" data-file-name=\"GA199\/11 - ELFTER VORTRAG, Dornach, 29. August 1920\">GA 199\/11<\/a>) Und um welche g\u00f6t\u00adtlichen Kr\u00e4fte k\u00f6n\u00adnte es sich han\u00addeln, die vom Wel\u00adten Sch\u00f6n\u00adheits\u00adglanz gezwun\u00adgener\u00adma\u00dfen aus den See\u00adlen\u00adtiefen ent\u00adbun\u00adden wer\u00adden und zum Wel\u00adtenflug f\u00fchren? Da der Glanz Luz\u00adifers Wirken ver\u00adr\u00e4t, will ich erg\u00e4nzen, was Ahri\u00adman wenig sp\u00e4ter in sel\u00adbigem Mys\u00adte\u00adrien\u00addra\u00adma \u00fcber seine Arbeit sagt:<\/p>\n<p>\u201cSo w\u00e4lz ich denn im ewigen Lauf<\/p>\n<p>Des <strong>Men\u00adschen\u00adlebens Feuerr\u00e4der<\/strong><\/p>\n<p>Den <strong>steilen Abhang hinan<\/strong>.<\/p>\n<p>\u2026<\/p>\n<p>Doch wie oft ich auch nun&nbsp;schon<\/p>\n<p>Das Werk begonnen und vol\u00adlen\u00addet glaubte,<\/p>\n<p>Es ward stets andres nicht<\/p>\n<p>Als Anfang eines neuen Schaf\u00adfens.\u201d (GA 44, S. 1, Her\u00advorhe\u00adbung A.F.)<\/p>\n<p>Der Glanz, das Ausstrahlende, Ger\u00adade und das Runde, Zyk\u00adlis\u00adche, Umschlie\u00dfende sind m\u00f6glicher\u00adweise die G\u00f6t\u00adterkr\u00e4fte, die zum Wel\u00adtenflug ent\u00adbun\u00adden wer\u00adden: die Kraft der lin\u00adearen und der zyk\u00adlis\u00adchen Zeit. Dies sind \u00fcber\u00admen\u00adschliche Kr\u00e4fte, G\u00f6t\u00adterkr\u00e4fte, die dem Men\u00adschen das Leben erm\u00f6glichen. Dem Men\u00adschen geh\u00f6rt vom Leben mit der Zeit allein die Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit. Das Gewohnte muss der Men\u00adsch beim Wel\u00adtenflug hin\u00adter sich lassen. Er muss sich sel\u00adber ver\u00adlassen, das fest gef\u00fcgte Sein, in dem das Ger\u00adade und das Zyk\u00adlis\u00adche geset\u00adzm\u00e4\u00dfig zusam\u00admen\u00adwirken, aufgeben. Das Ger\u00adade wirkt im Ner\u00adven-Sin\u00adnessys\u00adtem, das Zyk\u00adlis\u00adche im Stof\u00adfwech\u00adsel-Glied\u00adma\u00dfen\u00adsys\u00adtem. In bei\u00adden Sys\u00adte\u00admen wirken G\u00f6t\u00adterkr\u00e4fte, die dem Men\u00adschen das Leben auf der Erde erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>In obigem Monolog spricht Ahri\u00adman etwas sp\u00e4ter von seinem Ziel:<\/p>\n<p>\u201cWenn in EINER Men\u00adschenseele nur,<\/p>\n<p><strong>Tita\u00adnen\u00adwerk, durch mich ver\u00adrichtet<\/strong>,<\/p>\n<p>Ein <strong>F\u00fcn\u00adklein<\/strong> nur entfacht,<\/p>\n<p>Das dort dann weit\u00ader flam\u00admen&nbsp;kann.<\/p>\n<p>So gro\u00df mein Werk auch&nbsp;ist,<\/p>\n<p>Dies F\u00fcn\u00adklein braucht es,<\/p>\n<p>Wenn es zum Ziele kom\u00admen soll.\u201d (GA 44, S. 1, Her\u00advorhe\u00adbung A.F.)<\/p>\n<p>Dann f\u00e4hrt Ahri\u00adman fort, dass bish\u00ader das F\u00fcn\u00adklein immer wieder erlosch, weil die Men\u00adschen Furcht emp\u00adfan\u00adden vor der Welt, die Ahri\u00adman gefes\u00adselt h\u00e4lt, mithin vor der Geistwelt.<\/p>\n<p>Mit dem F\u00fcn\u00adklein, das Ahri\u00adman und Luz\u00adifer im Men\u00adschen bewirken wollen, scheint mir auf das dritte Bild der Zeit gedeutet zu sein, auf die Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit, das f\u00fch\u00adlende Gewahr\u00adsein. Diese Bewusst\u00adseinslicht muss immer wieder erl\u00f6schen, denn nicht das Eigen\u00adlicht soll im Men\u00adschen leucht\u00aden, son\u00addern mehr und mehr das Licht der Chris\u00adtus\u00adsonne, so wie Rudolf Stein\u00ader Paulus \u00f6fter zitiert: \u201cNicht ich, son\u00addern der Chris\u00adtus in&nbsp;mir.\u201d<\/p>\n<p>Auf dem Wel\u00adtenflug bleibt dem Men\u00adschen nur das Ver\u00adtrauen, dass der Men\u00adsch sich suchen kann \u2014 und zwar in Wel\u00adtenlicht und Wel\u00adtenw\u00e4rme. Die Qual\u00adit\u00e4t des Ger\u00adaden, Lin\u00adearen kann in den Strahlen des Wel\u00adtenlichts wiederge\u00adfun\u00adden wer\u00adden, die Qual\u00adit\u00e4t des zyk\u00adlisch Drehen\u00adden in der Weltenw\u00e4rme.<\/p>\n<p>Vielle\u00adicht l\u00e4sst sich so mitvol\u00adlziehen, was der Ich-Sprech\u00ader des Mantras 12 ! in dessen Gedanken-Ver\u00adlauf erlebt, was f\u00fcr ihn zur Wahrnehmung wird. Sowohl das den Prozess aus\u00adl\u00f6sende Moment, also der \u201cWel\u00adten Sch\u00f6n\u00adheits\u00adglanz\u201d, als auch das Ziel, sich in Wel\u00adtenlicht und Wel\u00adtenw\u00e4rme zu find\u00aden, sind Wahrnehmungen. Dieses Mantra han\u00addelt von der Wahrnehmung.<\/p>\n<p><strong>14 N \u2014 die Vol\u00adlen\u00addung:<\/strong> Das Mantra 14 N nenne ich eben\u00adso wie das Mantra 39 n einen Schwellen\u00adspruch. Das beruht auf der Tat\u00adsache, dass diese bei\u00adden Mantren sowohl Spiegel- als auch Gegen\u00adspruch f\u00fcreinan\u00adder sind, d.h. sie weisen die f\u00fcr Spiegel\u00adspr\u00fcche charak\u00adter\u00adis\u00adtis\u00adchen gram\u00adma\u00adtis\u00adchen Entsprechun\u00adgen auf und tra\u00adgen au\u00dfer\u00addem den gle\u00adichen Buch\u00adstaben, das N bzw. n in der \u00dcber\u00adschrift, wodurch sie als Gegen\u00adspr\u00fcche aus\u00adgewiesen sind.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/14-N-Schwellenspruch-266x300.png\" alt width=\"266\" height=\"300\"><\/p>\n<p><em>Das Mantra 14 N, der F\u00fchlspruch, mit dem zuge\u00adh\u00f6ri\u00adgen Spiegel- und Gegen\u00adspruch 39&nbsp;n.<\/em><\/p>\n<p>Durch diesen Umstand hebt sich das Mantra 14 N von den anderen Mantren ab. Dadurch ist das Mantra 13 M von zwei her\u00adaus\u00adge\u00adhobe\u00adnen Mantren umgeben, vom Mantra 12 !, das keinen Buch\u00adstaben hat und vom Mantra 14 N, indem Spiegel- und Gegen\u00adspruch deck\u00adungs\u00adgle\u00adich sind. Zwis\u00adchen diesem Zuwenig (fehlen\u00adder Buch\u00adstabe und deshalb fehlen\u00adder Gegen\u00adspruch) und Zuviel (Spiegel- und Gegen\u00adspruch vere\u00adint in einem Mantra) ste\u00adht das Mantra 13 M \u2014 aufgerufen, das Gle\u00adichgewicht zu hal\u00adten.&nbsp;Alle drei Mantren weisen einen Ich-Sprech\u00ader auf. Es gibt also jew\u00adeils eine Instanz, die den dort geschilderten Prozess mit Bewusst\u00adsein begleitet.<\/p>\n<p>Das Mantra 14 N nimmt sich aus wie ein f\u00fcn\u00adfter Krisen\u00adspruch, denn der Gedanken\u00adtraum wirkt bet\u00e4ubend auf das Selb\u00adst, er scheint es zu rauben. Und wie bei den Krisen\u00adspr\u00fcchen der Oster\u00adscholle (46 u, 7 G), gibt es eine ret\u00adtende Kraft. Diese ist im Mantra 14 N das Wel\u00adtendenken, das dem Ich-Sprech\u00ader naht und ihn aus der Bet\u00e4ubung weckt.<\/p>\n<p>Welche seel\u00adis\u00adche Sit\u00adu\u00ada\u00adtion beschreibt dies Mantra? Der Ich-Sprech\u00ader ist an die Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung hingegeben \u2014 nicht an die Sinneswahrnehmung, son\u00addern an deren Offen\u00adbarung. Im Hinein\u00adschlafen in die Wahrnehmung teilt sich ihr geistiger Gehalt dem Ich-Sprech\u00ader mit, offen\u00adbart sich ihm. Er ver\u00adste\u00adht intu\u00aditiv ohne sel\u00adber zu denken. Die Wahrnehmung belehrt ihn, doch daf\u00fcr ver\u00adliert er sich selb\u00adst. Die stille Pr\u00e4senz, der Ich-Sprech\u00ader, bemerkt, dass ihm der Trieb, ein Eigen\u00adwe\u00adsen zu sein, ver\u00adloren gegan\u00adgen ist. Er ist tr\u00e4u\u00admend eins gewor\u00adden mit der Wahrnehmung. Es gelingt ihm nicht, im Denken zu erwachen. Das Denken bleibt Traum, Gedanken\u00adtraum. Und der Gedanken\u00adtraum wirkt bet\u00e4ubend.<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader schildert, dass es eine Notwendigkeit der Bet\u00e4ubung gibt. Um dies nachzu\u00advol\u00adlziehen, muss ich etwas aus\u00adholen. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201cMan kann eigentlich, wenn es sich um die Inter\u00adessen des Astralleibes han\u00addelt, nur nach zwei Rich\u00adtun\u00adgen hin abir\u00adren. Diese zwei Rich\u00adtun\u00adgen sind die Rich\u00adtung nach dem Amfor\u00adt\u00adas und, bevor Amfor\u00adt\u00adas zur v\u00f6l\u00adli\u00adgen Erl\u00f6\u00adsung kommt, nach dem Parzi\u00adval.\u201d (GA 145, S. 124) Amfor\u00adt\u00adas, so f\u00fchrt er weit\u00ader aus, hat zu viele per\u00ads\u00f6n\u00adliche Begier\u00adden und W\u00fcn\u00adsche, die er mit Macht\u00admit\u00adteln ver\u00adfol\u00adgt. Er verbindet mit dem gesun\u00adden Ego\u00adis\u00admus des Astralleibs Eigen\u00adin\u00adter\u00adesse. Dies bewirkt seine Ver\u00adwun\u00addung. Parz\u00adi\u00adfal fragt bekan\u00adnter\u00adma\u00dfen nicht, als er das erste Mal auf der Grals\u00adburg ist. Er hat nicht gen\u00fc\u00adgend Welt\u00adin\u00adter\u00adesse und Erken\u00adnt\u00adniskraft, er ist zu naiv und bel\u00e4sst es beim Schauen. Er kann sich also nicht aus\u00adre\u00adichend der Wahrnehmung gegen\u00fcber\u00adstellen, d.h. die gesunde ego\u00adis\u00adtis\u00adche Kraft des Astralleibs ist zu schwach.<\/p>\nIm fol\u00adgen\u00adden Vor\u00adtrag spricht Rudolf Stein\u00ader im Zusam\u00admen\u00adhang mit dem H\u00fcter der Schwelle und der ersten sich dar\u00adbi\u00adetenden Imag\u00adi\u00adna\u00adtion, der Paradies\u00adimag\u00adi\u00adna\u00adtion, \u00fcber die Bet\u00e4ubung. \u201cWer diese Paradies\u00adimag\u00adi\u00adna\u00adtion wirk\u00adlich erlebt, wer sie also als eine Errun\u00adgen\u00adschaft des h\u00f6heren Erlebens vor sich haben kann, der f\u00fchlt sich mit\u00adten drin\u00adnen\u00adste\u00adhend in einem inneren See\u00adlen\u00adwogen, \u2026 und f\u00fchlt, wie er gewis\u00adser\u00adma\u00dfen nach den zwei \u2026 Rich\u00adtun\u00adgen abir\u00adren kann [der Amfor\u00adt\u00adas- und der Parzival-Richtung].&nbsp;\u2026<br>\nJe mehr man in die N\u00e4he kommt, je deut\u00adlich\u00ader diese Paradieses-Imag\u00adi\u00adna\u00adtion zu sehen ist, desto mehr St\u00e4rke gewin\u00adnen diese Kr\u00e4fte, die einen zu den per\u00ads\u00f6n\u00adlichen Inter\u00adessen herun\u00adterziehen, und das, was sie an einem bewirken, das ist: sie l\u00f6schen einem immer mehr und mehr diese Paradieses-Imag\u00adi\u00adna\u00adtion aus, oder bess\u00ader gesagt, sie lassen sie gar nicht richtig entste\u00adhen, man wird wie <strong>bet\u00e4ubt<\/strong>. Was man da mitschleppt an per\u00ads\u00f6n\u00adlichen Inter\u00adessen, Affek\u00adten, Gef\u00fchlen und Empfind\u00adun\u00adgen und so weit\u00ader, das sind eben\u00adso viele Hun\u00adderte und aber Hun\u00adderte von mag\u00adnetis\u00adchen Kr\u00e4ften, wie sie auf der anderen Seite <strong>Bet\u00e4ubungsmit\u00adtel<\/strong> sind. Und dann, wenn man ver\u00adsucht, seine Selb\u00adsterziehung so weit zu brin\u00adgen, da\u00df man den astralis\u00adchen Leib sozusagen immer mehr in Wahrheit betra\u00adchtet \u2014 man ist ja, wenn man diese Paradieses-Imag\u00adi\u00adna\u00adtion hat, au\u00dfer\u00adhalb seines physis\u00adchen und \u00e4therischen Leibes, also man ist in seinem astralis\u00adchen Leib und Ich -, wenn man erfa\u00dft hat die Natur und den Charak\u00adter des Astralleibes, dann wei\u00df man: der ist der Ego\u00adist. Und der ist nur gerecht\u00adfer\u00adtigt an dieser Stelle, die man da durch Selb\u00adsterziehung erlangt hat, wenn er in seine ego\u00adis\u00adtis\u00adchen Inter\u00adessen nicht das Per\u00ads\u00f6n\u00adliche zu seinem Wesen macht, das dann mit den hun\u00addert und aber hun\u00addert Kr\u00e4ften kommt, son\u00addern wenn er immer mehr die ganz all\u00adge\u00admeinen Men\u00adschheits- und Welt\u00adin\u00adter\u00adessen zu den seini\u00adgen machen kann.\u201d (GA 145, S. 136f) Und etwas sp\u00e4ter sagt Rudolf Stein\u00ader, wodurch es zu dieser Bet\u00e4ubung kommt: \u201cDer physis\u00adche Leib und der \u00c4ther\u00adleib bet\u00e4uben den Men\u00adschen so weit, da\u00df der Wun\u00adsch in ihm, den anderen zu t\u00f6ten [den Ego\u00adis\u00admus in aller Krassheit auszuleben], nicht Tat\u00adsache wird.\u201d (GA 145, S. 146)\n<p>Mit dem Mantra 14 N ste\u00adhen wir auf der Schwelle. Die ego\u00adis\u00adtis\u00adchen W\u00fcn\u00adsche und Lei\u00adden\u00adschaften, die in der Seele auf\u00adsteigen im Zusam\u00admen\u00adhang mit dem irdis\u00adchen Leben \u2014 dem \u00c4ther- und physis\u00adchen Leib \u2014 sind m\u00f6glicher\u00adweise im Gedanken\u00adtraum ver\u00adbor\u00adgen, denn dieser wirkt bet\u00e4ubend und scheint das Selb\u00adst zu rauben, die ego\u00adis\u00adtis\u00adchen Bestre\u00adbun\u00adgen also abzud\u00e4mpfen. Im Vor\u00adtrag kommt Rudolf Stein\u00ader dann auf die notwendi\u00adge Erfahrung frostiger Ein\u00adsamkeit zu sprechen, als Aus\u00adgle\u00adich und Gegen\u00admit\u00adtel f\u00fcr die \u201chei\u00dfen\u201d, ego\u00adis\u00adtis\u00adchen Leidenschaften.<\/p>\n<p>Auch im Mantra gibt es eine Gegenkraft. Nicht als Offen\u00adbarung, son\u00addern im Sin\u00adnen\u00adschein, in der realen, physis\u00adchen Wahrnehmung naht sich dem Men\u00adschen das Wel\u00adtendenken. Das Wel\u00adtendenken weckt m\u00f6glicher\u00adweise aus dem Gedanken\u00adtraum durch frostige Ein\u00adsamkeit, durch einen kalten, natur\u00adwis\u00adsenschaftlichen Blick, der die nack\u00adten Tat\u00adsachen, die Struk\u00adturen sieht. Nun wird es auf den Men\u00adschen ankom\u00admen, ob er wie der gereifte Parz\u00adi\u00adfal sel\u00adber denken, ob er fra\u00adgen&nbsp;kann.<\/p>\n<p>Doch das Wel\u00adtendenken ist mehr. Rudolf Stein\u00ader beschreibt, dass die Elo\u00adhim seit dem Beginn der Erde\u00adnen\u00adtwick\u00adlung ihr Ich dem Men\u00adschen mehr und mehr hinopfer\u00adten, sodass er ein Ich-Wesen wer\u00adden kon\u00adnte. \u201cSie behal\u00adten f\u00fcr sich dann als ihr nieder\u00adstes Glied Man\u00adas, das Geist\u00adselb\u00adst, die flu\u00adtende Weisheit der Welt. Die umgibt uns als das nieder\u00adste Glied der Geis\u00adter der Form [der Elo\u00adhim]. In diesem Weisheit\u00adsleben der Geis\u00adter der Form leben, weben und sind wir\u201d (GA 266a, S. 350) Diese flu\u00adtende Weisheit k\u00f6n\u00adnte mit dem Wel\u00adtendenken gemeint sein. Das bedeutet, dass die Geist\u00adselb\u00adst-Kraft der Elo\u00adhim dem Men\u00adschen im Wel\u00adtendenken ent\u00adge\u00adgenkommt und ihn aus sein\u00ader Bet\u00e4ubung weckt.<\/p>\n<p>Zeigte das Mantra 12 ! durch den Wel\u00adten Sch\u00f6n\u00adheits\u00adglanz Luz\u00adifers Wirken, so das Mantra 14 N durch die dro\u00adhende, jedoch entwick\u00adlungsm\u00e4\u00dfig notwendi\u00adge Bet\u00e4ubung (der Paradies\u00adimag\u00adi\u00adna\u00adtion) Ahri\u00admans T\u00e4tigkeit. Das Gle\u00adichgewicht zwis\u00adchen diesen Kr\u00e4ften muss der Men\u00adsch finden.<\/p>\n<p>Zwei erg\u00e4nzende Beobach\u00adtun\u00adgen zu allen drei Mantren seien hinzuge\u00adf\u00fcgt. Es ist auf\u00adf\u00e4l\u00adlig, dass in allen drei Mantren das Wort \u201cWelt\u201d als Wort\u00adteil oder einzelnes Wort vorkommt. Je zwei dieser Welt-Worte zeigen the\u00adma\u00adtis\u00adche Gemein\u00adsamkeit\u00aden: die \u201c<em>Wel\u00adten<\/em>w\u00e4rme\u201d (12 !) scheint mit den \u201cFeuer<em>wel\u00adten<\/em>\u201d (13 M) zusam\u00admen zu h\u00e4n\u00adgen, das \u201c<em>Wel\u00adten<\/em>licht\u201d (12 !) mit dem \u201c<em>Wel\u00adten<\/em>denken\u201d (14 N) und der \u201c<em>Wel\u00adten<\/em> Sch\u00f6n\u00adheits\u00adglanz\u201d (12) f\u00fchrt zum \u201c<em>Wel\u00adten<\/em>flug\u201d (12 ). Zwis\u00adchen diesen \u201cWelt\u201d-Worten k\u00f6n\u00adnte sich ein geistiger Raum auf\u00ads\u00adpan\u00adnen, denn auch die h\u00f6here Wahrnehmung braucht \u201cWelt\u201d, braucht Umraum.<\/p>\n<p>Eine weit\u00adere Beson\u00adder\u00adheit aller drei Mantren ist die Ver\u00adlaufs\u00adform, die jew\u00adeils in der vor\u00adlet\u00adzten Zeile auftritt: 12 !: \u201cver\u00adtrauend\u201d und \u201csuchend\u201d \u2014 13 M: \u201cahnend\u201d \u2014 14 N: \u201cweck\u00adend\u201d. Sind damit vier in Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit zu vol\u00adlziehende Schritte zur wachen geisti\u00adgen Erken\u00adnt\u00adnis benannt?<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=4187\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Ein\u00adtrag 13 M \u2014 14 N \u2014 15&nbsp;O&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Zeit-Impuls des Mantras 13 M ergie\u00dft sich dreifach Ver\u00ad\u00ad\u00adgan\u00ad\u00ad\u00adgen\u00adheit-Vor\u00adbere\u00adi\u00ad\u00adtung Gegen\u00adwart-Geist-Impuls Zukun\u00adft-Vol\u00adlen\u00ad\u00ad\u00addung 12 ! Der Wel\u00adten Sch\u00f6n\u00adheits\u00adglanz Er zwinget mich aus See\u00adlen\u00adtiefen Des Eigen\u00adlebens G\u00f6t\u00adterkr\u00e4fte Zum Wel\u00adtenfluge zu ent\u00adbinden; Mich sel\u00adber zu ver\u00adlassen, Ver\u00adtrauend nur mich suchend In Wel\u00adtenlicht und Wel\u00adtenw\u00e4rme. 13 M Und bin ich in den Sin\u00adnesh\u00f6hen, So flammt in meinen See\u00adlentiefen Aus\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-4173","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4173","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4173"}],"version-history":[{"count":22,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4173\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4237,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4173\/revisions\/4237"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4173"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}