{"id":4150,"date":"2026-06-18T15:41:23","date_gmt":"2026-06-18T13:41:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=4150"},"modified":"2026-07-01T15:29:14","modified_gmt":"2026-07-01T13:29:14","slug":"blog-beitrag-2-copy-2-copy-2-copy-copy-copy-copy-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=4150","title":{"rendered":"Blog \u2014 Zeitfluss 11 L \u2014 12 ! \u2014 13&nbsp;M"},"content":{"rendered":"\n\n\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/12-Zeitfluss-221x300.png\" alt width=\"221\" height=\"300\"><\/p>\n<h4><strong>Der Zeit-Impuls des Mantras 12 ! ergie\u00dft sich dreifach<\/strong><\/h4>\n<table width=\"751\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"33%\">Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit-Vor\u00adbere\u00aditung<\/td>\n<td width=\"33%\"><strong>Gegen\u00adwart-Geist-Impuls<\/strong><\/td>\n<td width=\"33%\">Zukun\u00adft-Vol\u00adlen\u00addung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"33%\"><u>11 L<\/u>\n<p>Es ist in dieser Sonnenstunde<\/p>\n<p>An dir, die weise <strong><u>Kunde zu erken\u00adnen<\/u><\/strong>:<\/p>\n<p>An <strong>Wel\u00adten<\/strong>sch\u00f6n\u00adheit hingegeben,<\/p>\n<p><em><u>In dir dich f\u00fch\u00adlend<\/u><\/em> zu durchleben:<\/p>\n<p><u>Ver\u00adlieren<\/u> kann das Menschen-Ich<\/p>\n<p><em>Und<\/em> <u>find\u00aden<\/u> sich im Welten-Ich.<\/p>\n\u2026<\/td>\n<td width=\"33%\"><strong><u>12 !<\/u><\/strong>\n<p>Der <strong>Wel\u00adten<\/strong> Sch\u00f6nheitsglanz<\/p>\n<p>Er <strong><u>zwinget<\/u><\/strong> mich aus <em><u>See\u00adlen\u00adtiefen<\/u><\/em><\/p>\n<p>Des Eigen\u00adlebens G\u00f6tterkr\u00e4fte<\/p>\n<p>Zum <strong>Wel\u00adtenfluge<\/strong> zu entbinden;<\/p>\n<p>Mich sel\u00adber zu verlassen,<\/p>\n<p>Ver\u00adtrauend nur mich <u>suchend<\/u><\/p>\nIn Wel\u00adtenlicht und Weltenw\u00e4rme.<\/td>\n<td width=\"33%\"><u>13 M<\/u>\n<p><em>Und<\/em> bin ich in den <strong>Sin\u00adnesh\u00f6hen<\/strong>,<\/p>\n<p>So flammt in meinen <em><u>See\u00adlen\u00adtiefen<\/u><\/em><\/p>\n<p>Aus Geistes <strong>Feuer\u00adwel\u00adten<\/strong><\/p>\n<p>Der G\u00f6t\u00adter <strong><u>Wahrheitswort<\/u><\/strong>:<\/p>\n<p>In Geis\u00adtes\u00adgr\u00fcn\u00adden <u>suche<\/u> ahnend<\/p>\n<p>Dich geistver\u00adwandt zu <u>find\u00aden<\/u>.<\/p>\n\u2026<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Der Zeitim\u00adpuls von 12 !: Einweihung<\/strong><\/p>\n<p>(Das Mantra 12 ! hat keinen Buch\u00adstaben und das Aus\u00adrufeze\u00adichen ist von mir hinzuge\u00adf\u00fcgt, um zu verdeut\u00adlichen, dass der Buch\u00adstabe nicht vergessen wurde.)<\/p>\n<p>vor\u00adbere\u00adit\u00adet durch die weise Kunde \u2014 die Belehrung (11&nbsp;L)<\/p>\n<p>vol\u00adlen\u00addet durch das Wahrheitswort der G\u00f6t\u00adter \u2014 die Sprache des Schick\u00adsals (13&nbsp;M)<\/p>\n<h4><strong>Liebe, Weisheit und&nbsp;Macht<\/strong><\/h4>\n<p>Das The\u00adma dieser drei Mantren ist die Ein\u00adwei\u00adhung. Sie bein\u00adhal\u00adtet die Auseinan\u00adder\u00adset\u00adzung mit den Widersacherm\u00e4chten.<\/p>\n<p>\u201cGott ist reine, lautere Liebe, nicht h\u00f6ch\u00adste Weisheit, nicht h\u00f6ch\u00adste Macht. Gott hat behal\u00adten die Liebe, geteilt aber hat er die Macht und die Weisheit mit Luz\u00adifer und Ahri\u00adman. Die Weisheit hat er geteilt mit Luz\u00adifer und mit Ahri\u00adman die Macht, damit der Men\u00adsch frei sei, damit der Men\u00adsch unter dem Ein\u00adflu\u00df der Weisheit weit\u00ader\u00adschre\u00adit\u00aden k\u00f6nne.\u201d (GA 143, S.&nbsp;209)<\/p>\n<p>Luz\u00adifer und Ahri\u00adman ver\u00adsuchen \u00fcben den Men\u00adschen Macht zu gewin\u00adnen und zwar jew\u00adeils am gegen\u00adteili\u00adgen Pol ihrer von Gott zugeteil\u00adten Kom\u00adpe\u00adtenz. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201cEs ist im Grunde genom\u00admen der Men\u00adsch so: ober\u00adhalb ist eine Welt, die kos\u00admis\u00adch\u00ader Gedanke ist, unter\u00adhalb ist eine Welt, die kos\u00admis\u00adch\u00ader Wille ist. Und immerzu ist der Men\u00adsch der Angriff\u00adspunkt f\u00fcr Luz\u00adifer von der Wil\u00adlens\u00adseite her und der Angriff\u00adspunkt f\u00fcr Ahri\u00adman auf der Gedanken\u00adseite. Ahri\u00adman m\u00f6chte fortw\u00e4hrend den Men\u00adschen ganz zum Kopfe machen. Luz\u00adifer m\u00f6chte fortw\u00e4hrend dem Men\u00adschen den Kopf abschla\u00adgen, dass er gar nicht denken kann, dass alles auf dem Umwege durch das Herz in W\u00e4rme her\u00adausstr\u00f6mt, dass er ganz \u00fcber\u00adflie\u00dft von Wel\u00adtenliebe und aus\u00adflie\u00dft in die Welt als Wel\u00adtenliebe, als ein kos\u00admisch- schw\u00e4rmerisches Wesen aus\u00adflie\u00dft.\u201d (GA 205, S.&nbsp;125)<\/p>\n<p>Ahri\u00adman ver\u00adsucht also im gedanklich zu erfassenden Weisheits\u00adge\u00adbi\u00adet, dem recht\u00adm\u00e4\u00dfi\u00adgen Gebi\u00adet Luz\u00adifers, zu wirken und den Men\u00adschen ganz zum Kopf zu machen, Luz\u00adifer wirkt aus dem Willen, dem Machtzen\u00adtrum des Men\u00adschen, das Ahri\u00admans recht\u00adm\u00e4\u00dfiger Bere\u00adich ist. Hier will Luz\u00adifer den Men\u00adschen kopf\u00adlos machen, ihn zwar in Liebe, doch Form- und Weisheit\u00ads\u00adlos aus\u00adflie\u00dfen lassen. Zwis\u00adchen diesen Kr\u00e4ften muss der Men\u00adsch die Mitte hal\u00adten. Das Mantra 12 ! ist umgeben vom Mantra 11 L, das durch seine weise Kunde, seine Belehrung den Kopf anspricht und vom Mantra 13 M, das durch sein flam\u00admendes Wahrheitswort aus den See\u00adlen\u00adtiefen eine Sprache des K\u00f6r\u00adpers und des Schick\u00adsals ist. W\u00fcrde der Men\u00adsch nur der weisen Kunde lauschen, dro\u00adhte ahri\u00adman\u00adis\u00adche Ver\u00adfes\u00adti\u00adgung. W\u00fcrde er nur dem flam\u00admenden Wahrheitswort lauschen, dro\u00adhte luz\u00adiferisches Ver\u00adflie\u00dfen. Dem beu\u00adgen die Mantren selb\u00adst vor, indem das Mantra 11 L vom Ver\u00adlieren des Men\u00adschen-Ichs spricht (und dem Find\u00aden im Wel\u00adten-Ich), das Mantra 12 ! vom Suchen und das Mantra 13 M vom ahnen\u00adden Find\u00aden der eige\u00adnen Geistverwandtschaft.<\/p>\n<p><strong>12 ! \u2014 das Mantra der Woche:&nbsp;<\/strong>Das Mantra 12 ! ist das Mantra der Johan\u00adni-Woche, denn es tr\u00e4gt neben der Zahl 12 die \u00dcber\u00adschrift Johannes-Stim\u00admung. Johan\u00adni, die Geburt Johannes des T\u00e4ufers, wird am 24. Juni gefeiert, im Jahreskreis genau gegen\u00fcber der Heili\u00adgen Nacht am 24. Dezem\u00adber, der Christ\u00adge\u00adburt. Das Son\u00adnen-Sol\u00adsti\u00adtium, der H\u00f6ch\u00adst\u00adstand der Sonne, h\u00e4lt einige Tage fast unver\u00e4n\u00addert an, sodass diese Tage wie ein Still\u00adstand erscheinen. Erst mit Johan\u00adni begin\u00adnt die neue Bewe\u00adgung, die Nacht begin\u00adnt zu wach\u00adsen, um schlie\u00dflich zur Heili\u00adgen Nacht zu wer\u00adden. Die Datums-Zahl dieser bei\u00adden Feiertage ist die 24. Unschw\u00ader ist in der 24 die Menge 2 X 12 zu erken\u00adnen \u2014 und darin die Ein\u00adheit der 12 Tages- und 12 Nacht\u00adstun\u00adden \u2014 die \u00fcber\u00adge\u00adord\u00adnete Ein\u00adheit von Licht und Dunkel. Solch ein Tag-Nacht Zyk\u00adlus kann auch als eine gro\u00dfe Welle betra\u00adchtet wer\u00adden. Dann weist die 24 auf die Untrennbarkeit von Wellen\u00adberg und Wellen\u00adtal. Und pl\u00f6t\u00adzlich kann man sich mit diesem Fest\u00adtag am gro\u00dfen Fluss ste\u00adhen sehen, am gro\u00dfen Fluss der ver\u00adflie\u00dfen\u00adden Zeit \u2014 wie einst Johannes der T\u00e4ufer am Jordan-Fluss.<\/p>\n<p>In der Taufe am Jor\u00addan vol\u00adl\u00adzog Johannes an den Men\u00adschen eine \u201ckleine\u201d Ein\u00adwei\u00adhung. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201eDie Men\u00adschen wur\u00adden unter\u00adge\u00adtaucht, und da wurde frei f\u00fcr einen Moment der \u00c4ther\u00adleib. Durch die Jor\u00addan\u00adtaufe kon\u00adnte der Men\u00adsch die ganz beson\u00addere Wichtigkeit dieser welth\u00adis\u00adtorischen Epoche empfind\u00aden\u201d (<a href=\"#\" data-id=\"GA124\/11\" data-index=\"ur5kgg\" data-file-name=\"GA124\/11 - ELFTER VORTRAG, M\u00fcnchen, 12. Dezember 1910\">GA 124 S. 221<\/a>). Johannes tauchte die Men\u00adschen also so lange unter Wass\u00ader, bis sie in Todesn\u00e4he kamen und sich die Verbindung von physis\u00adchem Leib und \u00c4ther\u00adleib lock\u00aderte. Dadurch beka\u00admen sie eine Ahnung von der geisti\u00adgen Welt jen\u00adseits der physis\u00adchen, jen\u00adseits des Todes. Die damals prak\u00adtizierte \u201cgro\u00dfe\u201d Ein\u00adwei\u00adhung, war dage\u00adgen erst nach jahre\u00adlanger Schu\u00adlung m\u00f6glich und wurde durch einen dreiein\u00adhalbt\u00e4gi\u00adgen tod\u00e4hn\u00adlichen Ein\u00adwei\u00adhungss\u00adchlaf vol\u00adl\u00adzo\u00adgen. \u00dcber diese vorchristliche Ein\u00adwei\u00adhung sagt Rudolf Stein\u00ader: \u201eDie Einzuwei\u00adhen\u00adden m\u00fcssen sich klar\u00adma\u00adchen, dass sie \u00dcbun\u00adgen durchzu\u00admachen haben, die zulet\u00adzt dahin f\u00fchren, das Tode\u00adser\u00adleb\u00adnis zu haben; der Men\u00adsch m\u00fcsse inner\u00adhalb des Erden\u00adseins erken\u00adnend durch den Tod durchge\u00adhen, damit er aus diesem Erken\u00adnt\u00adniser\u00adleb\u00adnis des Todes die andere Erken\u00adnt\u00adnis von seinem eige\u00adnen unsterblichen ewigen Wesen gewinne\u201d (<a href=\"#\" data-id=\"GA221\/3\" data-index=\"5rf0k9\" data-file-name=\"GA221\/3 - DER NACHTMENSCH UND DER TAGESMENSCH IN DAS REINE DENKEN KANN DAS ICH-WESEN HINEINGESCHobEN WERDEN, Dornach, 4. Februar 1923\">GA 221 S. 40f<\/a>).<\/p>\n<p>Jedes Mantra kann als Ein\u00adwei\u00adhung erlebt wer\u00adden, doch gilt dies f\u00fcr das Mantra 12 ! in beson\u00adderem Ma\u00dfe. Der Ich-Sprech\u00ader des Mantras 12 ! wird gezwun\u00adgen \u2014 ganz so wie die Men\u00adschen bei der Jor\u00addan\u00adtaufe unter Wass\u00ader gehal\u00adten wur\u00adden. Und auch heute geschieht Ein\u00adwei\u00adhung, indem eine h\u00f6here Macht wirkt und das kleine, irdis\u00adche Ich des getren\u00adnten Bewusst\u00adseins machtvoll \u00fcber die Gren\u00adze des Irdis\u00adchen&nbsp;f\u00fchrt.<\/p>\n<p>In keinem anderen Mantra des See\u00adlenkalen\u00adders wird eine solche Macht aus\u00adge\u00fcbt. Doch was da so zwin\u00adgend wirkt, das ver\u00adwun\u00addert. Es ist der Sch\u00f6n\u00adheits\u00adglanz der Welt. Die Wahrnehmungswelt zwingt den Ich-Sprech\u00ader, seine G\u00f6t\u00adterkr\u00e4fte, die w\u00e4hrend des indi\u00advidu\u00adellen Lebens in den See\u00adlen\u00adtiefen gebun\u00adden waren, zum Wel\u00adtenflug zu ent\u00adbinden. Dem Ich-Sprech\u00ader bleibt keine Wahl. Er muss sich selb\u00adst ver\u00adlassen. Er muss seine alte Iden\u00adtit\u00e4t und alles was zu ihr geh\u00f6rte aufgeben. Was ihm bleibt ist nur das Ver\u00adtrauen, dass die M\u00f6glichkeit beste\u00adht, sich wiederzufind\u00aden \u2014 und zwar zweifach \u2014 in Wel\u00adtenlicht und Weltenw\u00e4rme.<\/p>\n<p>Der Zwang des Wel\u00adten Sch\u00f6n\u00adheits\u00adglanzes geschieht bei jed\u00ader Wahrnehmung. Jedes Sin\u00adnesor\u00adgan des Men\u00adschen ist ein Tor und mit jed\u00ader Wahrnehmung ver\u00adl\u00e4sst der Men\u00adsch sein Inneres und geht aus sich her\u00adaus. So lange die Wahrnehmung w\u00e4hrt, ohne dass das Denken sich ein\u00adschal\u00adtet, so lange dauert der Wel\u00adtenflug der Wahrnehmung. Im gew\u00f6hn\u00adlichen Bewusst\u00adsein set\u00adzt das Denken so schnell ein, kehrt der Men\u00adsch so schnell wieder in sich selb\u00adst zur\u00fcck, dass er seinen Wahrnehmungs-Flug nicht bemerkt und auch keine Zeit hat, sich in der neuen Iden\u00adtit\u00e4t gebildet aus Wel\u00adtenlicht und Wel\u00adtenw\u00e4rme wiederzufinden.<\/p>\n<p>Soweit l\u00e4sst sich das Mantra nachvol\u00adlziehen. Doch was sind die G\u00f6t\u00adterkr\u00e4fte, die zum eige\u00adnen Leben geh\u00f6ren und bish\u00ader gebun\u00adden waren? Hier k\u00f6n\u00adnte es sich um die drei See\u00adlen\u00adf\u00e4higkeit\u00aden Denken, F\u00fchlen und Wollen han\u00addeln. Doch vielle\u00adicht muss noch eine Stufe tiefer ange\u00adset\u00adzt wer\u00adden. M\u00f6glicher\u00adweise han\u00addelt es sich um eine Zwei\u00adheit von Kr\u00e4ften \u2014 um zwei See\u00adlen\u00adschwin\u00adgen, denn auch das Wiederfind\u00aden beruht auf ein\u00ader Zwei\u00adheit: Wel\u00adtenlicht und Wel\u00adtenw\u00e4rme. Die irdis\u00adchen G\u00f6t\u00adterkr\u00e4fte k\u00f6n\u00adnten Wahrnehmung und Denken sein, die den Hal\u00adb\u00adjahren des See\u00adlenkalen\u00adder-Jahreskreis\u00ades zuge\u00adord\u00adneten T\u00e4tigkeit\u00aden der Seele. In der Wahrnehmung ver\u00adh\u00e4lt sich die Seele hingebend-pas\u00adsiv, also weib\u00adlich, im Denken aktiv die Seele befruch\u00adt\u00adend, also m\u00e4nnlich. Und durch das Pen\u00addeln der Seele zwis\u00adchen Wahrnehmung und Denken \u2014 sozusagen an der Gren\u00adze \u2014 find\u00adet er sich als erken\u00adnen\u00adder Erdenmensch.<\/p>\n<p>In Rus\u00ads\u00adland gibt es seit dem 15. Jahrhun\u00addert den Bild-Typ der Sophien-Iko\u00adnen. Eine stets gefl\u00fcgelte, feurig-rot gesichtige Sophia, Gottes Weisheit, thront in der Mitte in ein\u00ader fast immer kreis\u00adrun\u00adden Sph\u00e4re. Doch unter der g\u00f6t\u00adtlichen Weisheit, der Sophia, wird im ortho\u00addox\u00aden Chris\u00adten\u00adtum nicht Maria-Sophia ver\u00adstanden, son\u00addern der Sohn Gottes. Die Weisheit ist sozusagen das noch unaus\u00adge\u00adsproch\u00adene Logos\u00adwort. Die Ikone bezieht sich auf das Wort Salo\u00admos: \u201eDie Weisheit hat ihr Haus gebaut, hat ihre sieben S\u00e4ulen aus\u00adge\u00adhauen\u201d (Spr\u00fcche Salo\u00admos 9,1 \u2011ELB). Auch Paulus nen\u00adnt den Chris\u00adtus neben Gerechtigkeit, Heilung und Erl\u00f6\u00adsung \u201eWeisheit von Gott\u201d (1.Kor. 1,30 \u2014 Luth) und meint damit den g\u00f6t\u00adtlichen Sohn. Erst das durch die Weisheit gebaute Haus wird als die Gottes\u00admut\u00adter ver\u00adstanden, in dem das Wort Fleisch wurde. Die Ikone bezeugt die Erf\u00fcl\u00adlung von Salo\u00admos genan\u00adnter Prophezeiung.<\/p>\n<p>Auf der recht\u00aden Seite der Sophia (vom Betra\u00adchter links) ste\u00adht Maria, die Mut\u00adter Jesu mit dem unge\u00adbore\u00adnen Chris\u00adtus Emmanuel. Auf der linken Seite der Sophia ste\u00adht Johannes der T\u00e4ufer. \u00dcber der Sophia ist der seg\u00adnende Chris\u00adtus zu sehen und dar\u00fcber ein Altar mit dem Evan\u00adgeli\u00adum. Dadurch wird auf die Wiederkun\u00adft Christi ver\u00adwiesen. Manch\u00admal thront hier auch der Logos als ewiger Sch\u00f6pfer, der hier noch \u00fcber der Him\u00admelssph\u00e4re mit stets sechs Engeln zu sehen ist. Immer wieder sind Maria und Johannes der T\u00e4ufer mit Engels\u00adfl\u00fcgeln dargestellt. Sie haben also einen solchen Grad an Vol\u00adlkom\u00admen\u00adheit erre\u00adicht, dass sie die Engel\u00adstufe erre\u00adicht haben. Im Marku\u00adse\u00advan\u00adgeli\u00adum wird Johannes der T\u00e4ufer durch das Wort des Jesa\u00adja tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich als Engel beze\u00adich\u00adnet: \u201cSiehe, meinen Engel sende ich vor dir her; er soll dir den Weg bere\u00adit\u00aden.\u201d (Mk 1;2 \u2014 Emil Bock) Au\u00dfer\u00addem geh\u00f6ren oft auch Sonne und Mond zum Bild und beto\u00adnen die Ver\u00adschieden\u00adheit der recht\u00aden und linken Seite. (Auf dem Bild allerd\u00adings von mir erg\u00e4nzt.)<\/p>\n<p>Ganz \u00e4hn\u00adlich wie bei der Sophien-Ikone ste\u00adhen Maria und Johannes unter dem Kreuz. Und zwar wer\u00adden sie auf Kreuzi\u00adgungs\u00addarstel\u00adlun\u00adgen genau\u00adso ange\u00adord\u00adnet. Doch gibt es einen wichti\u00adgen Unter\u00adschied. Dem Tod Christi wohnen Maria und der J\u00fcnger Johannes bei, nicht der T\u00e4ufer.&nbsp; Auf der Sophien-Ikone sind die bei\u00adden Men\u00adschen dargestellt, durch die der Gott Men\u00adsch wurde. Durch Maria wurde Jesus auf Erden geboren und durch Johannes zog der Chris\u00adtus\u00adgeist bei der Taufe in den Leib Jesu ein. Maria und Johannes der T\u00e4ufer bezeu\u00adgen also die Men\u00adschw\u00ader\u00addung des Gottes. Sie geleit\u00aden ihn sozusagen zur&nbsp;Erde.<\/p>\n<p>Maria und Johannes der T\u00e4ufer sind irdis\u00adche Men\u00adschen, und doch tra\u00adgen sie auf diesen Iko\u00adnen immer wieder Fl\u00fcgel. Dadurch sind sie als himm\u00adlis\u00adche Wesen, als Engel dargestellt. K\u00f6n\u00adnten in ihnen die G\u00f6t\u00adterkr\u00e4fte des men\u00adschlichen Lebens darstellt sein, die der Men\u00adsch zum Wel\u00adtenflug ent\u00adbinden muss? Diese Kr\u00e4fte m\u00fcssen es ja sein, die dem Men\u00adschen Fl\u00fcgel ver\u00adlei\u00adhen zum Wel\u00adtenflug. \u00dcber Johannes den T\u00e4ufer sagt der Chris\u00adtus sel\u00adber: \u201cJa, ich sage euch: Von allen Men\u00adschen, die je geboren wur\u00adden, ist kein\u00ader bedeu\u00adten\u00adder als Johannes. Trotz\u00addem ist selb\u00adst der Ger\u00ading\u00adste in Gottes Reich gr\u00f6\u00dfer als er.\u201d (Luk 7;28 \u2014 HFA) Johannes ist also der geistig gr\u00f6\u00dfte Men\u00adsch. Er ist schon am meis\u00adten Licht gewor\u00adden, am umfassend\u00adsten erleuchtet. Maria, die Gottes\u00adge\u00adb\u00e4rerin, ist der Inbe\u00adgriff der umh\u00fcl\u00adlen\u00adden Liebe. Sie ist dementsprechend die \u201cgr\u00f6\u00dfte Frau\u201d, die kraftvoll\u00adste W\u00e4rme. Licht, also auch Wel\u00adtenlicht, sagt Rudolf Stein\u00ader, ist die erstor\u00adbene vorzeit\u00adige Welt, w\u00e4hrend in der W\u00e4rme die Zukun\u00adft aufge\u00adht, die Zukun\u00adft geboren wird.<\/p>\n<p>In der Wahrnehmung ist die Seele Maria. Sie baut dem in der Welt wirk\u00adenden, die Welt erschaf\u00adfend\u00aden Wel\u00adtenwort ein Haus, indem das Erschaf\u00adfene wahrnehmend nach innen genom\u00admen wird. Im Denken ist die Seele m\u00e4nnlich. Sie ist aufgerufen zu erken\u00adnen und zu bezeu\u00adgen, wenn sich ein g\u00f6t\u00adtlich\u00ader Funke, die Weisheit Gottes, in sie her\u00adab\u00adsenkt und eine Idee aufleuchtet, die nicht aus dem eige\u00adnen Denken stammt. Wahrnehmend vere\u00adinigt sich die Seele mit der Welt, umf\u00e4ngt sie mit warmer \u201csom\u00admer\u00adlich\u00ader\u201d Liebe, im Denken dis\u00adtanziert sich die Seele in win\u00adter\u00adlich\u00ader, kristallin-klar\u00ader Erkenntnis.<\/p>\n<p>Die kreis\u00adrunde Sph\u00e4re um die Sophia ver\u00adste\u00adhe ich als Jahreskreis. Zun\u00e4chst hat\u00adte ich die Ori\u00aden\u00adtierung des Eis (mit der Oster\u00adscholle unten) gew\u00e4hlt, weil ich die Sophia f\u00fcr weib\u00adlich hielt. Doch auch jet\u00adzt bleibe ich bei dieser Ori\u00aden\u00adtierung, da es bei Maria und Johannes dem T\u00e4ufer um die Inkar\u00adna\u00adtion des Chris\u00adtus geht, sein Geboren-Wer\u00adden auf Erden, also um einen Prozess, der durch die weib\u00adliche Men\u00adschen\u00adnatur m\u00f6glich ist. So ste\u00adht Maria f\u00fcr die Wahrnehmung, das Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr, Johannes f\u00fcr das Denken, das Winter-Halbjahr.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/12-Sophien-Ikone-Maria-und-Joh-Taeufer-bearbeitet-228x300.png\" alt width=\"228\" height=\"300\"><\/p>\n<p><em>Sophien-Ikone, mit Maria und Johannes dem T\u00e4ufer, Rus\u00ads\u00adland mit Jahreskreis (bear\u00adbeit\u00adet), Now\u00adgoroder Bild-Typ<\/em><\/p>\n<p>K\u00f6n\u00adnte es also sein, dass sich der Men\u00adsch, wenn er den Wel\u00adtenflug gewagt hat, sein Men\u00adschen-Ich ver\u00adlassen hat und sich in Wel\u00adtenlicht und Wel\u00adtenw\u00e4rme, im Wel\u00adten-Ich gefun\u00adden hat, dass er dann sein Ich als g\u00f6t\u00adtlich\u00ades Wesen in Gestalt der Sophia, Gottes Weisheit und Logoskraft, find\u00adet \u2014 bezeugt von sein\u00ader Marien-Kraft und sein\u00ader T\u00e4ufer-Kraft?<\/p>\n<p>Das \u201cHaus\u201d, das sich die Weisheit baut, wie Salomon sagt, erkenne ich als Jahreskreis, als die zyk\u00adlis\u00adche Zeit. Aus seinem Zen\u00adtrum strahlt die schaf\u00adfende Weisheit, das Wel\u00adtenwort lichtvoll aus, Strahl f\u00fcr Strahl \u2014 Wort f\u00fcr Wort, wirk\u00adsam in der lin\u00adearen Zeit. Das Kreiszen\u00adtrum, sein Mit\u00adtelpunkt ist dar\u00fcber hin\u00adaus noch etwas anderes. Es ist die Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit des Wesens sel\u00adber. Begeg\u00adnung in Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit bedeutet Einswerdung.<\/p>\n<p>Im Mantra 10 K, im Son\u00adnen\u00adwe\u00adsen, kon\u00adnte die Erleb\u00adnisqual\u00adit\u00e4t der Imag\u00adi\u00adna\u00adtion erkan\u00adnt wer\u00adden, im Mantra 11 L, in der w\u00f6rtlichen Rede die Inspi\u00adra\u00adtion. So fragt es sich, ob im Mantra 12 ! die Stufe der Intu\u00adition erre\u00adicht ist. Rudolf Stein\u00ader sagt \u00fcber einen Men\u00adschen im drit\u00adten Grad der Ein\u00adwei\u00adhung: \u201eEr ist aufge\u00adgan\u00adgen in das <strong>Wel\u00adten-Ich<\/strong>. Er spricht aus diesem Wel\u00adten-Ich selb\u00adst her\u00adaus. Er darf den tief inner\u00adsten Namen eines jeglichen Dinges zu diesem Dinge sagen.\u201d (GA 53, S. 272, Her\u00advorhe\u00adbung A.F.). Und au\u00dfer\u00addem nimmt dieser Men\u00adsch \u201edie Geis\u00adter der Per\u00ads\u00f6n\u00adlichkeit [die Archai] wahr, die Geis\u00adter, die \u00fcber\u00adall als Grund\u00adlage der <strong>Wel\u00adten-Iche<\/strong> ver\u00adbor\u00adgen liegen\u201d (GA 90b, S. 245, Her\u00advorhe\u00adbung A.F.).<\/p>\n<p>Von Phi\u00adlo von Alexan\u00addrien, einem j\u00fcdis\u00adchen Philosophen und The\u00adolo\u00adgen (ca. 15 bis 10 v. Chr. \u2014 bis nach 40 n. Chr.) ist eine Schilderung sein\u00ader Ein\u00adwei\u00adhung erhal\u00adten, in der er einen \u201cWel\u00adtenflug\u201d erlebte. Rudolf Stein\u00ader sagt \u00fcber ihn: \u201cDas ist die Schilderung eines Erken\u00adnt\u00adnisweges, die so gehal\u00adten ist, da\u00df man sieht, der diesen Weg geht, ist sich bewu\u00dft, da\u00df, wenn der <em>Logos <\/em>in ihm lebendig wird, er mit dem G\u00f6t\u00adtlichen zusam\u00admen\u00adflie\u00dft. Klar kommt das auch noch in den Worten [von Phi\u00adlo] zum Aus\u00addruck: \u00abWenn der Geist, von der Liebe ergrif\u00adf\u00aden, in das Heilig\u00adste seinen Flug nimmt, freudi\u00adgen Schwunges, got\u00adtbe\u00adfl\u00fcgelt, so vergi\u00dft er alles andere und sich selb\u00adst, er ist nur von dem erf\u00fcllt und an den geschmiegt, dessen Tra\u00adbant und Diener er ist, und dem er die heilig\u00adste und keuscheste Tugend als Rau\u00adchopfer dar\u00adbringt.\u00bb \u2014 Es gibt f\u00fcr Phi\u00adlo nur zwei Wege. Entwed\u00ader man fol\u00adgt dem Sinnlichen, dem, was Wahrnehmung und Ver\u00adstand bieten, dann beschr\u00e4nkt man sich auf die eigene Per\u00ads\u00f6n\u00adlichkeit, man entzieht sich dem Kos\u00admos; oder aber man wird sich der kos\u00admis\u00adchen Allkraft bewu\u00dft; dann erlebt man inner\u00adhalb der Per\u00ads\u00f6n\u00adlichkeit das Ewige.\u201d (GA 8, S.&nbsp;45f)<\/p>\n<p><strong>11 L \u2014 die Vor\u00adbere\u00aditung:<\/strong> Das Mantra 11 L ist eine gro\u00dfe Belehrung. Wer hier zu dem mit \u201cDu\u201d ange\u00adsproch\u00adenen H\u00f6r\u00ader spricht, bleibt im Dunkeln. Das Mantra kann als das vor jed\u00ader Ein\u00adwei\u00adhung notwendi\u00adge Studi\u00adum, als die Vor\u00adbere\u00aditung zur Ein\u00adwei\u00adhung, betra\u00adchtet wer\u00adden. Erken\u00adnt der mit Du ange\u00adsproch\u00adene die weise Kunde zur recht\u00aden Zeit \u2014 in der Son\u00adnen\u00adstunde \u2014 so ist er bere\u00adit, eingewei\u00adht zu wer\u00adden. Und eine \u00dcbung bekommt der Ange\u00adsproch\u00adene aufge\u00adtra\u00adgen: er soll sich an die Wel\u00adtensch\u00f6n\u00adheit hingeben und w\u00e4hred\u00addessen sich in sich f\u00fch\u00adlend durchleben.<\/p>\n<p>Die Wel\u00adtensch\u00f6n\u00adheit ist die Sch\u00f6n\u00adheit der irdisch sicht\u00adbaren Welt, die Sch\u00f6n\u00adheit der Blu\u00admen, der Sterne, der Sonne im Auf- und Unter\u00adgang usw . Im Mantra 12 ! steigert sich diese Sch\u00f6n\u00adheit zum Wel\u00adten Sch\u00f6n\u00adheits\u00adglanz. Und erst der Glanz, also das Abstrahlen der Sch\u00f6n\u00adheit zwingt den Ich-Sprech\u00ader zum Wel\u00adtenflug. Erst wenn die Sch\u00f6n\u00adheit eine solche Vol\u00adlkom\u00admen\u00adheit erre\u00adicht, dass sie im \u00fcber\u00adtra\u00adge\u00adnen Sinne glatt poliert und gl\u00e4nzend ist, sodass sie das ein\u00adfal\u00adl\u00adende Licht reflek\u00adtieren kann, dann wirkt sie zwin\u00adgend. Im Mantra 11 L soll der Ich-Sprech\u00ader sich an die Wel\u00adtensch\u00f6n\u00adheit hingeben. Hier kommt es ver\u00admut\u00adlich darauf an, den Aus\u00addruck der Welt aus vollem Herzen zu beja\u00adhen, denn jede Kri\u00adtik wirkt dis\u00adtanzierend und f\u00fcgt der Sch\u00f6n\u00adheit im \u00fcber\u00adtra\u00adge\u00adnen Sinne einen Kratzer zu, der ihren Glanz her\u00adab\u00adset\u00adzt und ihre Macht zum Wel\u00adtenflug zu zwin\u00adgen, mindert.<\/p>\n<p>Gle\u00adichzeit\u00adig mit der Hingabe an die Wel\u00adtensch\u00f6n\u00adheit, an die Au\u00dfen\u00adwelt, soll der Ich-Sprech\u00ader sich in sich sel\u00adber f\u00fch\u00adlend durch\u00adleben. Er soll alle Eck\u00aden und Winkel seines Inneren f\u00fchlen \u2014 sich m\u00f6glichst umfassend ken\u00adnen\u00adler\u00adnen, denn nur was ihm von sich sel\u00adber im Bewusst\u00adsein ist, wird er auf den Wel\u00adtenflug mit\u00adnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nun wird dem Ich-Sprech\u00ader verk\u00fcn\u00addet, dass der Men\u00adsch sein Men\u00adschen-Ich ver\u00adlieren kann um sich stattdessen im Wel\u00adten-Ich zu find\u00aden. Dies, so sagt Rudolf Stein\u00ader, ist eine Stufe auf dem Ein\u00adwei\u00adhungsweg:&nbsp;\u201eDann geht dem Sch\u00fcler auf der Zusam\u00admen\u00adfluss des Ich mit dem gro\u00dfen <strong>Wel\u00adten-Ich<\/strong>. Und nun muss er ler\u00adnen, zu dem kleinen Ich zu sagen: Ich bin nicht Du\u201d (GA 93, S. 107, Her\u00advorhe\u00adbung A.F.). Der Men\u00adsch muss also ler\u00adnen, sein irdis\u00adches Ich als Du anzus\u00adprechen, w\u00e4hrend er sel\u00adber mit dem Wel\u00adten-Ich eins&nbsp;ist.<\/p>\n<p>Vor diesem Hin\u00adter\u00adgrund beant\u00adwortet sich die Frage, wer im Mantra 11 L zum Men\u00adschen spricht nochmals neu. Es ist das mit dem Wel\u00adten-Ich zusam\u00admenge\u00adflossene Wesen des Men\u00adschen, der Ich-Sprech\u00ader selb\u00adst, der sein eigenes Men\u00adschen-Ich mit Du anspricht und belehrt.<\/p>\n<p><strong>13 M \u2014 die Vol\u00adlen\u00addung:<\/strong> Das Mantra 13 M begin\u00adnt mit &lt;Und&gt;; die let\u00adzte Zeile des Mantras 11 L begin\u00adnt eben\u00adso mit &lt;Und&gt;. Dadurch schlie\u00dfen diese bei\u00adden Mantren aneinan\u00adder an. War das Mantra 11 L eine Belehrung \u201cvon oben herab\u201d, die den Ver\u00adstand, den Kopf, ansprach, so wird in diesem Mantra der Ich-Sprech\u00ader aus seinen eige\u00adnen See\u00adlen\u00adtiefen ange\u00adsprochen. Doch was hier flam\u00admend spricht, stammt nicht aus der Seele, son\u00addern aus den Feuer\u00adwel\u00adten des Geistes.&nbsp; Die Feuer\u00adwel\u00adten k\u00f6n\u00adnten das Reich der Erzen\u00adgel sein, denn Erzen\u00adgel wer\u00adden Geis\u00adter des Feuers oder des Feuernebels und eben\u00adso auch G\u00f6t\u00adter genan\u00adnt. Um diese Geist\u00adwe\u00adsen wahrnehmen zu k\u00f6n\u00adnen, muss der Men\u00adsch die Stufe der Inspi\u00adra\u00adtion erre\u00adicht haben, er muss ihre Botschaft h\u00f6ren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Ich-sprech\u00ader, zu dem das Wahrheitswort der G\u00f6t\u00adter gesprochen wird, befind\u00adet sich in den Sin\u00adnesh\u00f6hen. Ist er dort durch den im Mantra 12 ! erzwun\u00adgenen Wel\u00adtenflug gelandet? Begin\u00adnt das Mantra deshalb so abrupt mit \u201cUnd\u201d, set\u00adzt sozusagen in der Mitte ein, weil der Ich-Sprech\u00ader nach dem Flug erst hier wieder zu Bewusst\u00adsein kommt? Und ist mit den Sin\u00adnesh\u00f6hen die h\u00f6ch\u00adsten\u00adtwick\u00adelte men\u00adschliche Wahrnehmung gemeint, die h\u00f6heren Sinne eingeschlossen?<\/p>\n<p>In dieser h\u00f6ch\u00adsten H\u00f6he der Wahrnehmung, in der sich der h\u00f6ch\u00adste Sinn erschlie\u00dft, flammt in den eige\u00adnen See\u00adlen\u00adtiefen das Wahrheitswort der G\u00f6t\u00adter. Die G\u00f6t\u00adter geben dem Ich-Sprech\u00ader einen Auf\u00adtrag. Oder vielle\u00adicht ist es richtiger zu sagen, dass sie ihm die Bedin\u00adgung mit\u00adteilen, die er zu erf\u00fcllen streben muss, wenn er in den Geis\u00adtes\u00adgr\u00fcn\u00adden weilen will. Die Geis\u00adtes\u00adgr\u00fcnde sind sicher\u00adlich die geisti\u00adgen Wel\u00adten, vielle\u00adicht die Paradies\u00adland\u00adschaft mit san\u00adften H\u00fcgeln und ver\u00adschwiege\u00adnen T\u00e4lern, den Gr\u00fcn\u00adden. In diesem Wort liegt jedoch auch darin, dass die geistige Welt der Grund ist, dass die physis\u00adche existiert, dass sie die Begr\u00fcn\u00addende ist. Wenn sich der Ich-Sprech\u00ader also in der Welt der geisti\u00adgen Ursachen bewegt, muss er wenig\u00adstens ver\u00adsuchen, dieser Welt zu entsprechen. Er muss ver\u00adsuchen, sich geistver\u00adwandt zu find\u00aden. Sich aus dem Geist geboren zu erken\u00adnen, das geht f\u00fcr den Men\u00adschen nur ahnungsweise, denn er ist noch auf dem Weg, ein geistiges Wesen zu werden.<\/p>\n<p>Das Wahrheitswort der G\u00f6t\u00adter pr\u00fcft den Men\u00adschen, ob er den Wel\u00adtenflug im Mantra 12 !, die Ein\u00adwei\u00adhung, gemeis\u00adtert hat, ob er nun vom Geist und nicht mehr von der Erde abstammt. Das flam\u00admende g\u00f6t\u00adtliche Wahrheitswort fragt den Men\u00adschen, ob er dem Geist \u00e4hn\u00adlich gewor\u00adden ist, ihm ver\u00adwandt ist. Bildlich gesprochen soll der Men\u00adsch im Mantra 13 M mit Feuer getauft wer\u00adden, doch daf\u00fcr muss er sein geistiges Wesen wenig\u00adstens ahnend gefun\u00adden&nbsp;haben.<\/p>\n<p>Und was geschieht wohl mit dem, der sich nicht geistver\u00adwandt find\u00aden kann? Verzehren ihn dann die Flam\u00admen aus den geisti\u00adgen Feuerwelten?<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=4173\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Ein\u00adtrag 12 ! \u2014 13 M \u2014 14&nbsp;N&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Zeit-Impuls des Mantras 12 ! ergie\u00dft sich dreifach Ver\u00ad\u00ad\u00adgan\u00ad\u00ad\u00adgen\u00adheit-Vor\u00adbere\u00adi\u00ad\u00adtung Gegen\u00adwart-Geist-Impuls Zukun\u00adft-Vol\u00adlen\u00ad\u00ad\u00addung 11 L Es ist in dieser Son\u00adnen\u00adstunde An dir, die weise Kunde zu erken\u00adnen: An Wel\u00adtensch\u00f6n\u00adheit hingegeben, In dir dich f\u00fch\u00adlend zu durch\u00adleben: Ver\u00adlieren kann das Men\u00adschen-Ich Und find\u00aden sich im Wel\u00adten-Ich. \u2026 12 ! 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