{"id":4127,"date":"2026-06-11T12:36:14","date_gmt":"2026-06-11T10:36:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=4127"},"modified":"2026-06-28T23:14:20","modified_gmt":"2026-06-28T21:14:20","slug":"blog-beitrag-2-copy-2-copy-2-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=4127","title":{"rendered":"Blog \u2014 Zeitfluss 10 K \u2014 11 L \u2014&nbsp;12&nbsp;!"},"content":{"rendered":"\n\n\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/11-L-Zeitfluss-223x300.png\" alt width=\"223\" height=\"300\"><\/p>\n<h4><strong>Der Zeit-Impuls des Mantras 11 L<\/strong><strong>&nbsp;ergie\u00dft sich dreifach<\/strong><\/h4>\n<table width=\"719\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"33%\">Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit-Vor\u00adbere\u00aditung<\/td>\n<td width=\"33%\"><strong>Gegen\u00adwart-Geist-Impuls<\/strong><\/td>\n<td width=\"33%\">Zukun\u00adft-Vol\u00adlen\u00addung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"33%\"><u>10 K<\/u>\n<p>Zu som\u00admer\u00adlichen H\u00f6hen<\/p>\n<p>Erhebt der <u>Sonne leuch\u00adt\u00adend Wesen<\/u> sich,<\/p>\n<p>Es nimmt mein men\u00adschlich F\u00fchlen<\/p>\n<p>In seine <em><u>Raum<\/u><\/em><u>esweit\u00aden<\/u> mit,<\/p>\n<p>Erah\u00adnend regt im Innern sich<\/p>\n<p>Empfind\u00adung, dumpf mir k\u00fcndend,<\/p>\n<p>Erken\u00adnen wirst du&nbsp;einst:<\/p>\nDich f\u00fchlte jet\u00adzt ein <strong>Gotteswe\u00adsen<\/strong>.<\/td>\n<td width=\"33%\"><strong><u>11 L<\/u><\/strong>\n<p>Es ist in dieser Son\u00adnen<u>stunde<\/u><\/p>\n<p>An dir, die weise Kunde zu erkennen:<\/p>\n<p>An <em><u>Wel\u00adten<\/u><\/em><u>sch\u00f6n\u00adheit<\/u> hingegeben,<\/p>\n<p>In dir dich f\u00fch\u00adlend zu durchleben:<\/p>\n<p>Ver\u00adlieren kann das Menschen-Ich<\/p>\n<p>Und find\u00aden sich im Welten-Ich.<\/p>\n<p>\u2026<\/p>\n\u2026<\/td>\n<td width=\"33%\"><u>12 !<\/u>\n<p>Der <em><u>Wel\u00adten<\/u><\/em><u> Sch\u00f6nheitsglanz<\/u><\/p>\n<p>Er zwinget mich aus Seelentiefen<\/p>\n<p>Des Eigen\u00adlebens <strong>G\u00f6t\u00adterkr\u00e4fte<\/strong><\/p>\n<p>Zum Wel\u00adtenfluge zu entbinden;<\/p>\n<p>Mich sel\u00adber zu verlassen,<\/p>\n<p>Ver\u00adtrauend nur mich suchend<\/p>\n<p>In Wel\u00adtenlicht und Weltenw\u00e4rme.<\/p>\n\u2026<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Der Zeitim\u00adpuls von 11 L<\/strong>:<strong> Dual\u00adit\u00e4t \u00fcberwinden<\/strong><\/p>\n<p>vor\u00adbere\u00adit\u00adet durch das Gef\u00fchlt-Wer\u00adden vom Gotteswe\u00adsen (10&nbsp;K)<\/p>\n<p>vol\u00adlen\u00addet durch den Wel\u00adtenflug mit den G\u00f6t\u00adterkr\u00e4ften des Eigen\u00adlebens (12 !)<\/p>\n<h4><strong>Subjekt und Objekt und die \u00dcberwindung der Dualit\u00e4t<\/strong><\/h4>\n<p>Der Men\u00adsch erlebt sich der Welt gegen\u00fcber\u00adste\u00adhend. Er f\u00fchlt sich getren\u00adnt. Doch diese Tren\u00adnung gibt es in Wirk\u00adlichkeit nicht, der Men\u00adsch bewirkt sie durch sein Denken, sagt Rudolf Stein\u00ader: \u201eNun darf aber nicht \u00fcberse\u00adhen wer\u00adden, dass wir uns nur mit Hil\u00adfe des Denkens als Sub\u00adjekt bes\u00adtim\u00admen und uns den Objek\u00adten ent\u00adge\u00adgenset\u00adzen k\u00f6n\u00adnen. Deshalb darf das Denken niemals als eine blo\u00df sub\u00adjek\u00adtive T\u00e4tigkeit aufge\u00adfasst wer\u00adden. <strong>Das Denken ist jen\u00adseits von Sub\u00adjekt und Objekt.<\/strong> Es bildet diese bei\u00adden Begriffe eben\u00adso wie alle anderen. Wenn wir als denk\u00adendes Sub\u00adjekt also den Begriff auf ein Objekt beziehen, so d\u00fcr\u00adfen wir diese Beziehung nicht als etwas blo\u00df Sub\u00adjek\u00adtives auf\u00adfassen. Nicht das Sub\u00adjekt ist es, welch\u00ades die Beziehung her\u00adbeif\u00fchrt, son\u00addern das Denken. <strong>Das Sub\u00adjekt denkt nicht deshalb, weil es Sub\u00adjekt ist; son\u00addern es erscheint sich als ein Sub\u00adjekt, weil es zu denken ver\u00admag.<\/strong> Die T\u00e4tigkeit, die der Men\u00adsch als denk\u00adendes Wesen aus\u00fcbt, ist also keine blo\u00df sub\u00adjek\u00adtive, son\u00addern eine solche, die wed\u00ader sub\u00adjek\u00adtiv noch objek\u00adtiv ist, eine \u00fcber diese bei\u00adden Begriffe hin\u00adaus\u00adge\u00adhende. Ich darf niemals sagen, dass mein indi\u00advidu\u00adelles Sub\u00adjekt denkt; dieses lebt vielmehr selb\u00adst von des Denkens Gnaden. <strong>Das Denken ist somit ein Ele\u00adment, das mich \u00fcber mein Selb\u00adst hin\u00adaus\u00adf\u00fchrt und mit den Objek\u00adten verbindet. Aber es tren\u00adnt mich zugle\u00adich von ihnen, indem es mich ihnen als Sub\u00adjekt gegen\u00fcber\u00adstellt.<\/strong>\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Subjekt-Objekt-Spaltung#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"https:\/\/odysseetheater.org\/GA\/Buecher\/GA_004.pdf#page=60&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GA 4, S. 60<\/a>, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.)<\/p>\n<p>Und in der Auseinan\u00adder\u00adset\u00adzung mit der Geis\u00adte\u00adsart von J. W. v. Goethe (1749 \u2014 1832) schreibt Rudolf Stein\u00ader \u00fcber die Eige\u00adnart von sub\u00adjek\u00adtiv\u00ader und objek\u00adtiv\u00ader Erken\u00adnt\u00adnis: \u201eDas Erken\u00adnt\u00adnisver\u00adm\u00f6\u00adgen erscheint dem Men\u00adschen nur so lange als sub\u00adjek\u00adtiv, als er nicht beachtet, dass die Natur selb\u00adst es ist, die durch das\u00adselbe spricht. <strong>Sub\u00adjek\u00adtiv und objek\u00adtiv tre\u00adf\u00adfen zusam\u00admen, wenn die objek\u00adtive Ideen\u00adwelt im Sub\u00adjek\u00adte auflebt, und in dem Geiste des Men\u00adschen das\u00adjenige lebt, was in der Natur selb\u00adst t\u00e4tig ist.<\/strong> Wenn das der Fall ist, dann h\u00f6rt aller Gegen\u00adsatz von sub\u00adjek\u00adtiv und objek\u00adtiv auf. Dieser Gegen\u00adsatz hat nur eine Bedeu\u00adtung, solange der Men\u00adsch ihn k\u00fcn\u00adstlich aufrechter\u00adh\u00e4lt, solange er die Ideen als <em>seine<\/em> Gedanken betra\u00adchtet, durch die das Wesen der Natur abge\u00adbildet wird, in denen es aber nicht selb\u00adst wirk\u00adsam ist. Kant und die Kan\u00adtian\u00ader hat\u00adten keine Ahnung davon, dass in den Ideen der Ver\u00adnun\u00adft das Wesen, das Ansich der Dinge unmit\u00adtel\u00adbar erlebt wird. F\u00fcr sie ist alles Ideelle ein blo\u00df Sub\u00adjek\u00adtives.\u201d (GA 6, S. 35, Her\u00advorhe\u00adbung A.F.)<\/p>\n<p>Hier m\u00f6chte ich noch eine \u00dcber\u00adlegung zum Erleben der Dual\u00adit\u00e4t und zur Suche nach der Ein\u00adheit anschlie\u00dfen. Wenn Dual\u00adit\u00e4t, die Tren\u00adnung in Sub\u00adjekt und Objekt erst durch das Denken her\u00advorge\u00adbracht wird, stellt sich die Frage, ob sie \u00fcber\u00adwun\u00adden wer\u00adden kann, indem der Men\u00adsch aufh\u00f6rt zu denken. Kann der Men\u00adsch also nur in die Ein\u00adheit zur\u00fcck\u00adfind\u00aden, wenn er das Denken aufgibt? Und wie zeigte sich solch ein Men\u00adsch? Ich denke, er w\u00fcrde sein\u00ader inneren und \u00e4u\u00dferen Wahrnehmung fol\u00adgen, wie es die Tiere tun. Sie leben in Ein\u00adheit mit ihrer Umge\u00adbung. Sie sind har\u00admonisch in das Gef\u00fcge des \u00d6kosys\u00adtems ihres Umfelds einge\u00adbet\u00adtet und erf\u00fcllen darin ihre Auf\u00adgabe. Sie zweifeln nicht, ob dieses oder jenes bess\u00ader zu tun oder zu lassen w\u00e4re. Sie fol\u00adgen ihren Instink\u00adten, doch ohne Freiheit.<\/p>\n<p>Wenn der Men\u00adsch aufh\u00f6rt zu denken, wenn er das Erleben als Sub\u00adjekt der Welt gegen\u00fcberzuste\u00adhen ver\u00adliert, schl\u00e4ft er. Im Schlaf lebt der Men\u00adsch in der Ein\u00adheit. Und eben\u00adso lebt er w\u00e4hrend der reinen Wahrnehmung in der Ein\u00adheit, denn wahrnehmen ist laut Rudolf Stein\u00ader ein Hinein\u00adschlafen in die Wahrnehmung. Das bedeutet, dass der Men\u00adsch in Wahrheit zwis\u00adchen dualem Bewusst\u00adsein und Ein\u00adheit\u00adser\u00adleben best\u00e4ndig wech\u00adselt \u2014 nur bemerkt er sein Leben in der Ein\u00adheit nicht, er ver\u00adschl\u00e4ft es. Das Erleben von Ein\u00adheit ist also nur mit einem \u00fcber\u00adge\u00adord\u00adneten Bewusst\u00adsein m\u00f6glich, dass diesen Zus\u00adtand nicht ver\u00adschl\u00e4ft. Das erm\u00f6glicht der See\u00adlenkalen\u00adder mit seinen Mantren im Som\u00admer\u00adhal\u00adb\u00adjahr, das der Wahrnehmungs-Seite der Seele entspricht, wie das Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr f\u00fcr die Denk-Seite steht.<\/p>\n<p><strong>11 L<\/strong><strong>&nbsp;\u2014 das Mantra der Woche:&nbsp;<\/strong>Das Mantra 11 L ist eine einzige w\u00f6rtliche Rede, die den Leser als ein \u201cDu\u201d anspricht. Doch es bleibt unklar, wer der Sprech\u00ader ist. Han\u00addelt es sich hier vielle\u00adicht um eine Stimme, die als Inspi\u00adra\u00adtion zwar aus dem Innern spricht, doch nicht men\u00adschlich-indi\u00advidu\u00adelle Gedanken \u00e4u\u00dfert, son\u00addern die Stimme eines h\u00f6heren Geist\u00adwe\u00adsens ist? In der Inspi\u00adra\u00adtion begin\u00adnt sich die geistige Welt nicht nur in Bildern mitzuteilen wie in der Imag\u00adi\u00adna\u00adtion, son\u00addern auch sprach\u00adlich erk\u00adl\u00e4rend, weshalb diese Stufe auch das Lesen der okkul\u00adten Schrift genan\u00adnt wird. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201cJacob B\u00f6hme f\u00fchlt sich nicht mehr als einzelne Per\u00ads\u00f6n\u00adlichkeit, die ihre Erken\u00adnt\u00adnisse ausspricht; er f\u00fchlt sich als Organ des gro\u00dfen All\u00adgeistes, der in ihm spricht. Die Gren\u00adzen sein\u00ader Per\u00ads\u00f6n\u00adlichkeit erscheinen ihm nicht als Gren\u00adzen des Geistes, der aus ihm redet. Dieser Geist ist ihm all\u00adge\u00adgen\u00adw\u00e4r\u00adtig.\u201d (GA 7, S.&nbsp;86)<\/p>\n<p>Spricht in diesem Mantra vielle\u00adicht der g\u00f6t\u00adtliche All\u00adgeist zum Men\u00adschen? Oder anders aus\u00adge\u00addr\u00fcckt, ringt sich in diesem Mantra die geistige Per\u00adspek\u00adtive durch, f\u00fcr die es kein Au\u00dfen und Innen und somit keine Dual\u00adit\u00e4t mehr gibt? Rudolf Stein\u00ader beschreibt: \u201eAls sinnlich\u00ades Wesen ist der Men\u00adsch ein Ding unter anderen Din\u00adgen, und seine sinnlichen Organe brin\u00adgen ihm als sinnlich\u00ader Indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adit\u00e4t sinnliche Kunde von den Din\u00adgen in Raum und Zeit au\u00dfer ihm; spricht aber der Geist in dem Men\u00adschen, dann gibt es kein Au\u00dfen und kein Innen; nichts ist hier und nichts ist dort, was geistig ist; nichts ist fr\u00fcher, und nichts ist sp\u00e4ter: Raum und Zeit sind in der Anschau\u00adung des All\u00adgeistes ver\u00adschwun\u00adden. Nur so lange der Men\u00adsch als Indi\u00advidu\u00adum schaut, ist er hier, und das Ding dort; und nur so lange er als Indi\u00advidu\u00adum schaut, ist dies fr\u00fcher, und dies sp\u00e4ter.\u201d (GA 7, S.&nbsp;96).<\/p>\n<p>Ist diese Ein\u00adsicht der Allein\u00adheit die weise Kunde, die der Ange\u00adsproch\u00adene in dieser Son\u00adnen\u00adstunde, sozusagen im hell\u00adsten Licht des Bewusst\u00adseins, erken\u00adnen soll? Er soll sich f\u00fch\u00adlend durch\u00adleben, w\u00e4hrend er der Wel\u00adtensch\u00f6n\u00adheit hingegeben ist. Er soll also sowohl im Innern f\u00fch\u00adlend pr\u00e4sent sein, als auch im Au\u00dfen, in der Wahrnehmung. Er soll nicht \u00fcber das, was er wahrn\u00adimmt urteilen oder nach\u00addenken. Er soll sich nicht gegen\u00fcber\u00adstellen. Das schlie\u00dfe ich daraus, dass er sich an die Wel\u00adtensch\u00f6n\u00adheit hingeben soll, denn ohne die dis\u00adtanzierende Hal\u00adtung des Men\u00adschen erstrahlt die Welt auss\u00adchlie\u00dflich in Sch\u00f6nheit.<\/p>\n<p>Nach dieser Auf\u00adforderung fol\u00adgt eine sach\u00adliche Infor\u00adma\u00adtion, die f\u00fcr den irdis\u00adchen Ver\u00adstand eine echte Zumu\u00adtung ist. Sie besagt, dass das Men\u00adschen-Ich (sich) ver\u00adlieren kann, dass der Men\u00adsch sein Ich ver\u00adlieren und sich stattdessen im Wel\u00adten-Ich find\u00aden kann. Das bedeutet, dass der Men\u00adsch die Spal\u00adtung von Sub\u00adjekt und Objekt \u2014 das Erleben als Ich der Welt gegen\u00fcber zu ste\u00adhen \u2014 \u00fcber\u00adwinden kann. Denn diese Tren\u00adnung entspricht nicht der Real\u00adit\u00e4t, sie wird durch das eigene Denken her\u00advorge\u00adbracht. Endet das Denken \u00fcber die Welt, bleibt das ausstrahlende Bewusst\u00adsein, das f\u00fch\u00adlende Gewahr\u00adsein, die eigene Son\u00adnen\u00adnatur \u00fcbrig. Und diese Son\u00adnen\u00adnatur kann sich gehal\u00adten und aufge\u00adhoben f\u00fchlen in der men\u00adschheitlichen Sonne, dem Chris\u00adtus.&nbsp;<em>Er<\/em>, als der Logos, als das die Welt denk\u00adend schaf\u00adfende Bewusst\u00adsein, ste\u00adht dann mir, dem Men\u00adschen gegen\u00fcber, weil er mich denkt, mich&nbsp;will.<\/p>\n<p>Angelus Sile\u00adsius sagt \u00fcber das Ver\u00adh\u00e4lt\u00adnis des Men\u00adschen-Ichs zum Chris\u00adtus-Ich: \u201cSo viel mein Ich in mir ver\u00adschmachtet und abn\u00adimmt: so viel des Her\u00adren Ich dar\u00advon zu Kr\u00e4ften k\u00f6mmt.\u201d<\/p>\n<p><strong>10 K \u2014 die Vor\u00adbere\u00aditung:<\/strong> Das Mantra 10 K ist durch\u00adzo\u00adgen von der Begeg\u00adnung des Men\u00adschen mit dem Wesen der Sonne. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201eWas drau\u00dfen durch den Wel\u00adtenraum kreist als Sonne, ist das Wel\u00adten-Ich. Was drin\u00adnen in mir lebt, ist das Ich des Men\u00adschen\u201d (GA204\/13). Und dieses Son\u00adnen\u00adwe\u00adsen, das sich zu som\u00admer\u00adlichen H\u00f6hen erhebt, nimmt das men\u00adschliche F\u00fchlen des Ich-Sprech\u00aders in die zum Son\u00adnen\u00adwe\u00adsen geh\u00f6ren\u00adden Raumesweit\u00aden mit. Das men\u00adschliche F\u00fchlen wird durch das Son\u00adnen\u00adwe\u00adsen also in die H\u00f6he und Weite getra\u00adgen. Wir sprechen z.B. von einem erheben\u00adden Gedanken. Angelus Sile\u00adsius pr\u00e4gte aus diesem Gef\u00fchl der inneren Erhe\u00adbung den Satz: \u201cDer Leib mu\u00df sich im Geist, der Geist in Gott erheben: wo du in ihm, mein Men\u00adsch, willst ewig selig&nbsp;leben.\u201d<\/p>\n<p>Der Ich-Sprech\u00ader im Mantra kann dieses Erhoben\u00adsein im All\u00adgeist noch nicht mit Bewusst\u00adsein begleit\u00aden. Nur eine dumpf k\u00fcn\u00addende Empfind\u00adung regt sich in seinem Innern, dass er einst, sp\u00e4ter, wenn er in sein gegen\u00fcber\u00adste\u00adhen\u00addes, duales Bewusst\u00adsein zur\u00fcck\u00adgekehrt sein wird, erken\u00adnen wird, was ger\u00adade geschieht. Das Gotteswe\u00adsen f\u00fchlt den Men\u00adschen, wenn der Men\u00adsch solcher\u00adart erhoben und geweit\u00adet wird vom Sonnenwesen.<\/p>\n<p>Das k\u00f6n\u00adnte bedeuten, dass das Gotteswe\u00adsen in jen\u00adem Moment begin\u00adnt auf g\u00f6t\u00adtliche Art zu denken und sich dadurch dem Men\u00adschen gegen\u00fcber\u00adstellt, wenn der Men\u00adsch ger\u00adade diese Getren\u00adntheit in der Ein\u00adheit \u00fcber\u00adwindet. In ver\u00adschiede\u00adnen Weisheitss\u00e4tzen dr\u00fcckt Angelus Sile\u00adsius die gegen\u00adseit\u00adige Abh\u00e4ngigkeit von Men\u00adsch und Gott aus: \u201cNichts ist, als Ich und Du; und wenn wir zwei nicht sein: so ist Gott nicht mehr Gott, und f\u00e4llt der Him\u00admel ein.\u201d \u201cGott mag nicht ohne mich ein einziges W\u00fcrm\u00adlein machen: erhalt ich\u2019s nicht mit ihm, so mu\u00df es stracks zerkrachen.\u201d<\/p>\n<p>Ein weit\u00ader\u00ader Aspekt der Mantren 10 K, 11 L und 12 ! ist die stufen\u00adweise Aufl\u00f6\u00adsung der h\u00f6heren Leib-Organ\u00adi\u00adsa\u00adtio\u00adnen, die f\u00fcr das Erden\u00adleben n\u00f6tig sind, sich jedoch nun nach dem Tod des physis\u00adchen Leibes (Mantra 9 I) wan\u00addeln m\u00fcssen. Im Mantra 10 K kann das Lebenspanora\u00adma und die Aufl\u00f6\u00adsung des \u00c4ther\u00adleibes erblickt wer\u00adden, im Mantra 11 L das Abstreifen des Astralleibes und im Mantra 12 ! das Able\u00adgen der Ich-Organ\u00adi\u00adsa\u00adtion. Rudolf Stein\u00ader beschreibt nun, wie der Astralleib den \u00c4ther\u00adleib wahrn\u00adimmt, bevor dieser sich in den Wel\u00adten\u00e4ther aufl\u00f6st. \u201cWenn nun der astralis\u00adche Leib jeden Mor\u00adgen beim Aufwachen in den physis\u00adchen und \u00c4ther\u00adleib hineinge\u00adht, muss er sich anpassen dem, was aus dem physis\u00adchen und \u00e4therischen Leib aus der vorigen Inkar\u00adna\u00adtion gewor\u00adden ist, da trifft er all das, was man gewor\u00adden ist. Der astralis\u00adche Leib kommt nie here\u00adin in den \u00c4ther\u00adleib so, dass er sich bedi\u00adenen kann desjeni\u00adgen, was der \u00c4ther\u00adleib erst in der jet\u00adzi\u00adgen Inkar\u00adna\u00adtion gewor\u00adden ist. Aber jet\u00adzt, nach dem Tode, ist das der Fall. Er ist so mit dem \u00c4ther\u00adleib ver\u00adbun\u00adden, dass der Astralleib sp\u00fcrt, wahrn\u00adimmt, empfind\u00adet, was man als Faz\u00adit, als Resul\u00adtat von dem eben abge\u00adlaufe\u00adnen Leben hat. Und wenn sich dann der astralis\u00adche Leib von dem \u00c4ther\u00adleib nach eini\u00adgen Tagen tren\u00adnt, dann ist im astralis\u00adchen Leib das ganze Ergeb\u00adnis des Lebens dadurch drin\u00adnen, dass er es aus dem \u00c4ther\u00adleib her\u00adaus\u00adge\u00adzo\u00adgen hat, dass er es im \u00c4ther\u00adleib ein paar Tage erlebt hat.\u201d (GA 46, 17.09.1915)<\/p>\n<p>Vielle\u00adicht kann im Wesen der Sonne der Astralleib und im Gotteswe\u00adsen seine g\u00f6t\u00adtliche Form, das Geist\u00adselb\u00adst erblickt wer\u00adden. So k\u00f6n\u00adnte das Mantra beschreiben, wie der Astralleib den \u00c4ther\u00adleib, das Wesens\u00adge\u00adf\u00fcge der Lebenserin\u00adnerun\u00adgen und Biogra\u00adphie \u2014 und damit den Ich-Sprech\u00ader \u2014&nbsp;f\u00fchlt.<\/p>\n<p><strong>12 !<\/strong><strong>&nbsp;\u2014 die Vol\u00adlen\u00addung:<\/strong> Das Mantra 12 ! ist von mir mit dem Aus\u00adrufeze\u00adichen verse\u00adhen wor\u00adden, um zu verdeut\u00adlichen, dass der fehlende Buch\u00adstabe in der \u00dcber\u00adschrift nicht vergessen wurde. Das Mantra geh\u00f6rt durch seine erg\u00e4nzende \u00dcber\u00adschrift \u201cJohannes-Stim\u00admung\u201d zur Woche, in dem am 24. Juni das Fest Johannes des T\u00e4ufers liegt. So klingt \u00fcber diesem Mantra die Stimme Johannes des T\u00e4ufers: \u201c\u00c4ndert euren Sinn. Nahe her\u00adbeigekom\u00admen ist das Reich der Him\u00admel.\u201d (Luk 3;2)<\/p>\n<p>Was bei der Taufe Jesu am Jor\u00addan\u00adfluss geschah, beschreibt das Mantra 12 ! f\u00fcr den Men\u00adschen in ent\u00adge\u00adgenge\u00adset\u00adzter Ziel\u00adrich\u00adtung. Deshalb zun\u00e4chst Rudolf Stein\u00aders Beschrei\u00adbung des Taufgeschehens: \u201cWas war da einge\u00adtreten in Wahrheit? In Wahrheit war diese Leib\u00adlichkeit des Jesus von Nazareth \u2026 so reif, so vol\u00adlen\u00addet, da\u00df in sie ein\u00addrin\u00adgen kon\u00adnte der Son\u00adnen\u00adl\u00ado\u00adgos, das Wesen der sechs Elo\u00adhim, wie wir es beschrieben haben als das geistige <strong>Wesen der Sonne<\/strong>. Es kon\u00adnte sich f\u00fcr drei Jahre in dieser Leib\u00adlichkeit inkarnieren, kon\u00adnte Fleisch wer\u00adden. Der Son\u00adnen\u00adl\u00ado\u00adgos, der hinein\u00adscheinen kann durch die Erleuch\u00adtung in den Men\u00adschen, er selb\u00adst, der Heilige Geist, tritt ein, das <strong>Wel\u00adten-Ich<\/strong>, das kos\u00admis\u00adche Ich tritt ein, und es spricht for\u00adt\u00adan der Son\u00adnen\u00adl\u00ado\u00adgos in diesen drei Jahren aus dem Jesusk\u00f6r\u00adp\u00ader. Der Chris\u00adtus spricht aus dem Jesusk\u00f6r\u00adp\u00ader die drei Jahre hin\u00addurch. Dieser Vor\u00adgang wird angedeutet im Johannes-Evan\u00adgeli\u00adum und auch in den anderen Evan\u00adgelien als das Her\u00adab\u00adsteigen der Taube, des Heili\u00adgen Geistes auf den Jesus von Nazareth.\u201d (<a href=\"https:\/\/odysseetheater.org\/GA\/Buecher\/GA_103.pdf#page=206&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">GA 103, S. 206f<\/a>, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Jordantaufe-Visegrad-Codex-Prag-1085-218x300.jpg\" alt width=\"218\" height=\"300\"><\/p>\n<p><em>Jor\u00addan\u00adtaufe, Viseg\u00adr\u00e1d Codex, Prag&nbsp;1085<\/em><\/p>\n<p>Bei der Taufe Jesu vere\u00adinigte sich der Chris\u00adtus, das Son\u00adnen\u00adwe\u00adsen, das g\u00f6t\u00adtliche Wel\u00adten-Ich Ich mit dem Men\u00adschen Jesus. Die Taube des Heili\u00adgen Geistes senk\u00adte sich vom Him\u00admel auf ihn nieder und blieb dort. Der auf dem Tauf\u00adbild oben erscheinende Chris\u00adtus, der aus der Him\u00admelssph\u00e4re her\u00adab\u00adschaut, nahm Woh\u00adnung im unteren Men\u00adschen. Im Mantra 12 ! wird der Men\u00adsch, der Ich-Sprech\u00ader dage\u00adgen zum Wel\u00adtenflug gezwun\u00adgen. Der Wel\u00adten Sch\u00f6n\u00adheits\u00adglanz zwingt ihn, aus den eige\u00adnen See\u00adlen\u00adtiefen seine unsterblichen Anteile, seine G\u00f6t\u00adterkr\u00e4fte zum Wel\u00adtenflug zu ent\u00adbinden, sie her\u00adauszul\u00f6sen aus der irdis\u00adchen Ver\u00adankerung, dem unteren Men\u00adschen. Er muss sich in die H\u00f6he erheben, auf\u00adfliegen und dauer\u00adhaft im oberen Men\u00adschen verweilen.<\/p>\n<p>Nach\u00addem im Mantra 10 K das leuch\u00adt\u00adende Son\u00adnen\u00adwe\u00adsen den Ich-Sprech\u00ader mitgenom\u00admen hat in die H\u00f6he und Weite, ihn also gelehrt hat zu fliegen, und die Stimme ihn im Mantra 11 L belehrt hat, dass dies m\u00f6glich ist, wird der Wel\u00adtenflug nun f\u00fcr den Ich-Sprech\u00ader unauswe\u00adich\u00adlich. Er wird gezwun\u00adgen zu wagen, was nach irdis\u00adchem Ermessen unm\u00f6glich ist. Seit dem Mantra 9 I wurde dieser Schritt vor\u00adbere\u00adit\u00adet und nun ist es so weit. Der Ich-Sprech\u00ader muss sich sel\u00adber ver\u00adlassen, er muss endg\u00fcltig sein gewohntes irdisch-duales Bewusst\u00adsein hin\u00adter sich lassen und darauf ver\u00adtrauen, dass er sich in dem neuen Bewusst\u00adsein, im Ein\u00adheits\u00adbe\u00adwusst\u00adsein suchen und dann auch find\u00aden kann.&nbsp; Dieses neue Bewusst\u00adsein ist kein unter\u00adschied\u00adslos\u00ades Etwas. Es wird im Mantra durch zwei Qual\u00adit\u00e4ten charak\u00adter\u00adisiert, durch Wel\u00adtenlicht und Weltenw\u00e4rme.<\/p>\n<p>Wel\u00adtenlicht und Wel\u00adtenw\u00e4rme k\u00f6n\u00adnen als die zwei Qual\u00adit\u00e4ten des Wel\u00adten-Ichs, des Chris\u00adtus, betra\u00adchtet wer\u00adden, wie auch der Men\u00adsch durch Denken und Wahrnehmung charak\u00adter\u00adisiert ist. Das Wel\u00adtenlicht kann als die Wel\u00adtenweisheit oder auch als das Wel\u00adten-Bewusst\u00adseinslicht ver\u00adstanden wer\u00adden, die Wel\u00adtenw\u00e4rme als das wahrnehmende Wel\u00adtenleben. Rudolf Stein\u00ader legt im fol\u00adgen\u00adden Zitat dem Erleben eine warme Qual\u00adit\u00e4t bei:&nbsp;&nbsp;\u201cWer von der K\u00e4lte der Ideen\u00adwelt spricht, der kann Ideen nur <em>denken, <\/em>nicht <em>erleben. <\/em>Wer das wahrhafte Leben in der Ideen\u00adwelt lebt, der f\u00fchlt in sich das Wesen der Welt in ein\u00ader W\u00e4rme wirken, die mit nichts zu ver\u00adgle\u00adichen ist. Er f\u00fchlt das Feuer des Welt\u00adge\u00adheimniss\u00ades in sich auflodern. So hat Goethe emp\u00adfun\u00adden, als ihm die Anschau\u00adung der wirk\u00adenden Natur in Ital\u00adien aufging.\u201d (GA 6, S.&nbsp;50)<\/p>\n<p>Die G\u00f6t\u00adterkr\u00e4fte, die den Wel\u00adtenflug erm\u00f6glichen, zeigen sich dadurch eben\u00adso als eine Zwei\u00adheit: als das eigene Bewusst\u00adseinslicht, das im Denken die h\u00f6ch\u00adste Leuchtkraft ent\u00adfal\u00adtet und als die warme, ber\u00fchrbare Leben\u00adskraft, die Wahrnehmungs\u00adf\u00e4higkeit des Men\u00adschen. Dadurch zeigt sich der Men\u00adsch tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich als ein Mikrokos\u00admos, ein kleines Abbild des makrokos\u00admis\u00adchen Welten-Ich.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=4150\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Ein\u00adtrag 11 L \u2014 12 ! \u2014 13&nbsp;M&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Zeit-Impuls des Mantras 11 L&nbsp;ergie\u00dft sich dreifach Ver\u00ad\u00ad\u00adgan\u00ad\u00ad\u00adgen\u00adheit-Vor\u00adbere\u00adi\u00ad\u00adtung Gegen\u00adwart-Geist-Impuls Zukun\u00adft-Vol\u00adlen\u00ad\u00ad\u00addung 10 K Zu som\u00admer\u00adlichen H\u00f6hen Erhebt der Sonne leuch\u00adt\u00adend Wesen sich, Es nimmt mein men\u00adschlich F\u00fchlen In seine Raumesweit\u00aden mit, Erah\u00adnend regt im Innern sich Empfind\u00adung, dumpf mir k\u00fcn\u00addend, Erken\u00adnen wirst du&nbsp;einst: Dich f\u00fchlte jet\u00adzt ein Gotteswe\u00adsen. 11 L Es ist in dieser Sonnenstunde\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-4127","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4127","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4127"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4127\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4200,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4127\/revisions\/4200"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4127"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}