{"id":4057,"date":"2026-05-19T16:11:52","date_gmt":"2026-05-19T14:11:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=4057"},"modified":"2026-05-31T17:28:18","modified_gmt":"2026-05-31T15:28:18","slug":"blog-beitrag-2-copy-2-copy-2-copy-copy-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=4057","title":{"rendered":"Blog \u2014 Zeitfluss 6 F \u2014 7 G \u2014 8&nbsp;H"},"content":{"rendered":"\n\n\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/7-G-Zeitfluss-1-300x295.png\" alt width=\"300\" height=\"295\"><\/p>\n<h4><strong>Der Zeit-Impuls des Mantras 7 G ergie\u00dft sich dreifach<\/strong><\/h4>\n<table width=\"751\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"33%\">Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit-Vor\u00adbere\u00aditung<\/td>\n<td width=\"33%\"><strong>Gegen\u00adwart-Geist-Impuls<\/strong><\/td>\n<td width=\"33%\">Zukun\u00adft-Vol\u00adlen\u00addung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"33%\"><u>6 F<\/u>\n<p>Es ist erstanden aus der Eigenheit<\/p>\n<p>Mein Selb\u00adst und find\u00adet&nbsp;sich<\/p>\n<p>Als Wel\u00adtenof\u00adfen\u00adbarung<\/p>\n<p>In Zeit- und Raumeskr\u00e4ften;<\/p>\n<p>Die Welt, sie <u>zeigt<\/u> mir \u00fcberall<\/p>\n<p>Als g\u00f6t\u00adtlich Urbild<\/p>\n<p>Des eignen Abbilds <u>Wahrheit<\/u>.<\/p>\n\u2026<\/td>\n<td width=\"33%\"><strong><u>7 G<\/u><\/strong>\n<p>Mein Selb\u00adst, es dro\u00adhet zu entfliehen,<\/p>\n<p>Vom Wel\u00adtenlichte m\u00e4chtig angezogen;<\/p>\n<p>Nun trete du mein&nbsp;Ahnen<\/p>\n<p>In deine Rechte kr\u00e4ftig ein,<\/p>\n<p>Erset\u00adze mir des <u>Denkens Macht<\/u>,<\/p>\n<p>Dass in der <u>Sinne Schein<\/u><\/p>\n<p>Sich selb\u00adst ver\u00adlieren will.<\/p>\n\u2026<\/td>\n<td width=\"33%\"><u>8 H<\/u>\n<p>Es w\u00e4chst der <u>Sinne Macht<\/u><\/p>\n<p>Im Bunde mit der G\u00f6t\u00adter Schaffen,<\/p>\n<p>Sie dr\u00fcckt des Denkens Kraft<\/p>\n<p>Zur Traumes\u00addumpfheit mir&nbsp;herab,<\/p>\n<p>Wenn g\u00f6t\u00adtlich&nbsp;Wesen<\/p>\n<p>Sich mein\u00ader Seele einen&nbsp;will,<\/p>\n<p>Muss <u>men\u00adschlich Denken<\/u><\/p>\nIm Traumes\u00adsein sich still bescheiden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Der Zeitim\u00adpuls von 7 G: Umschwung \u2014 vom Denken zum Ahnen, von der irdis\u00adchen Erken\u00adnt\u00adnis zur Geistoffenheit<\/strong><\/p>\n<p>vor\u00adbere\u00adit\u00adet durch die zweifache Selb\u00adsterken\u00adnt\u00adnis, die das Denken zur Imag\u00adi\u00adna\u00adtion steigert (6&nbsp;F)<\/p>\n<p>vol\u00adlen\u00addet durch die g\u00f6t\u00adtliche Vere\u00adini\u00adgung im Pfin\u00adgst\u00admantra (8&nbsp;H)<\/p>\n<h4><strong>Die Krisenspr\u00fcche \u2014 der Eckstein und das zweischneidige Schwert<\/strong><\/h4>\n<p>Das Mantra 7 G geh\u00f6rt zu der Gruppe der Krisen\u00adspr\u00fcche, die im See\u00adlenkalen\u00adder-Jahreskreis jew\u00adeils die mit\u00adtlere Woche ihres Viertel\u00adjahres bilden. Diese Mantren mit ihrer dro\u00adhend d\u00fcsteren Atmo\u00adsph\u00e4re ste\u00adhen als diag\u00ado\u00adnales Kreuz mah\u00adnend vor dem Men\u00adschen. Da sie die jew\u00adeils mit\u00adtleren Mantren ihres Viertel\u00adjahres von 13 Wochen sind, bilden sie auch die \u201cEck\u00adsteine\u201d des Quadrats, das durch sie (<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=842\">7 G<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1220\">20 T<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1471\">33 g<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1673\">46 u<\/a>) in den See\u00adlenkalen\u00adder-Jahreskreis eingeze\u00adich\u00adnet&nbsp;ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Krisensprueche-Eckstein-300x297.png\" alt width=\"300\" height=\"297\"><\/p>\n<p><em>Die vier Krisen\u00adspr\u00fcche als \u201cEck\u00adsteine\u201d im Seelenkalender<\/em><\/p>\n<h4>Der Eckstein, Stein des Ansto\u00dfes<\/h4>\n<section id=\"mwAQ\" data-mw-section-id=\"0\">\nDer \u201cEck\u00adstein\u201d oder \u201cStein des Ansto\u00dfes\u201d wurde zur Redewen\u00addung durch die \u00dcber\u00adset\u00adzung des Alten Tes\u00adta\u00adments von Mar\u00adtin Luther. Seit\u00addem beze\u00adich\u00adnet der \u201cStein des Ansto\u00dfes\u201d ein Objekt oder ein The\u00adma, das im \u00fcber\u00adtra\u00adge\u00adnen Sinne das Zen\u00adtrum oder den Aus\u00adl\u00f6s\u00ader eines Kon\u00adflik\u00adts darstellt, also etwas, das bei anderen Ansto\u00df verursacht.&nbsp;<\/section>\n<section id=\"mwEw\" data-mw-section-id=\"1\" aria-labelledby=\"Herkunft\">Jesa\u00adja hat\u00adte prophezeit: \u201eEr [der erwartete Mes\u00adsias] wird ein Fall\u00adstrick sein und ein <em>Stein des Ansto\u00dfes<\/em> und ein Fels des \u00c4rg\u00aderniss\u00ades f\u00fcr die bei\u00adden H\u00e4user Israel, ein Fall\u00adstrick und eine Schlinge f\u00fcr die B\u00fcrg\u00ader Jerusalems,&nbsp;[\u2026].\u201d (<a title=\"Jesaja\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jesaja\" rel=\"mw:WikiLink noopener\" target=\"_blank\">Jes<\/a> 8,14&nbsp;<small title=\"Luther 2017 bei www.bibleserver.com\"><a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/LUT\/Jes8%2C14\" rel=\"mw:ExtLink nofollow noopener\" target=\"_blank\">LUT<\/a><\/small>)\nUnd im Neuen Tes\u00adta\u00adment wird diese Stelle wieder aufgegriffen.&nbsp;<ul id=\"mwHQ\">\n<li id=\"mwHg\">Paulus sagt: \u201eSie stie\u00dfen sich am <em>Stein des Ansto\u00dfes<\/em>, [\u2026].\u201d (<a title=\"Brief des Paulus an die R\u00f6mer\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Brief_des_Paulus_an_die_R\u00f6mer\" rel=\"mw:WikiLink noopener\" target=\"_blank\">R\u00f6m<\/a> 9,32&nbsp;<small title=\"Einheits\u00fcbersetzung bei www.bibleserver.com\"><a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/R%C3%B6m9%2C32\" rel=\"mw:ExtLink nofollow noopener\" target=\"_blank\">EU<\/a><\/small>)<\/li>\n<li id=\"mwIA\">Petrus erk\u00adl\u00e4rt: \u201e[\u2026] ein <em>Stein des Ansto\u00dfes<\/em> und ein Fels des \u00c4rg\u00aderniss\u00ades; sie <em>sto\u00dfen sich an ihm<\/em>, weil sie nicht an das Wort glauben, wozu sie auch bes\u00adtimmt sind.\u201d (<a title=\"1. Brief des Petrus\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/1._Brief_des_Petrus\" rel=\"mw:WikiLink noopener\" target=\"_blank\">1 Petr<\/a> 2,8&nbsp;<small title=\"Luther 2017 bei www.bibleserver.com\"><a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/LUT\/1.Petrus2%2C8\" rel=\"mw:ExtLink nofollow noopener\" target=\"_blank\">LUT<\/a><\/small>)<\/li>\n<\/ul>\n<\/section>\n<p>Ich betra\u00adchte die vier Krisen\u00adspr\u00fcche auch als die Kan\u00adten ein\u00ader <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=282\">geisti\u00adgen Pyra\u00admide<\/a>. Wie auf einem schmalen Grat ste\u00adhend geben nur diese Posi\u00adtio\u00adnen den Blick frei auf zwei Pyra\u00admi\u00adden\u00adseit\u00aden. Diese Qual\u00adit\u00e4t der Dop\u00adpelung f\u00e4llt auch in den Zitat\u00aden des Alten und Neuen Tes\u00adta\u00adments auf, wenn immer wieder von \u201cStein\u201d und \u201cFels\u201d die Rede ist. Das Alte Tes\u00adta\u00adment erg\u00e4nzt das Bild noch durch \u201cFall\u00adstrick\u201d und \u201cSchlinge\u201d. Von Petrus erfahren wir, dass es sich bei diesem imag\u00adi\u00adna\u00adtiv\u00aden Bild um das Wort, also um die sch\u00f6pferisch-ord\u00adnende, Leben her\u00advor\u00adbrin\u00adgende Kraft des ewigen g\u00f6t\u00adtlichen Sohnes han\u00addelt. Diese Kraft liegt seit ural\u00adter \u00dcberzeu\u00adgung dem Geheim\u00adnis der Zeit und damit dem Jahreskreis zugrunde. Lenkt das Bild des Steins bzw. Felsens den Blick mehr auf den r\u00e4um\u00adlichen Aspekt der zyk\u00adlis\u00adchen Zeit \u2014 der Zeit als Raum, als Zeitraum -, so liegt im Bild des Fall\u00adstricks und der Schlinge der Fokus auf dem lin\u00adearen Aspekt der ver\u00adflie\u00dfen\u00adden Zeit. Der Stein scheint mir den kleinen Zyk\u00adlus des Tages zu meinen, der Fels den gro\u00dfen des Jahreskreis\u00ades, der Fall\u00adstrick die lin\u00adeare Zeit, die Schlinge die lin\u00adeare Zeit, die sich zum Zyk\u00adlus rundet.<\/p>\n<h4>Das zweischneidige Schwert<\/h4>\n<p>Ein weit\u00aderes \u00fcber\u00adliefertes Bild der Wider\u00adspr\u00fcch\u00adlichkeit ist das zweis\u00adchnei\u00addi\u00adge Schw\u00adert aus der <a title=\"Apokalypse des Johannes\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Apokalypse_des_Johannes\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Apoka\u00adlypse des Johannes<\/a>. \u201c12 Da wandte ich mich um, weil ich die Stimme erblick\u00aden wollte, die zu mir sprach. Als ich mich umwandte, sah ich sieben gold\u00adene Leuchter 13 und mit\u00adten unter den Leuchtern einen gle\u00adich einem Men\u00adschen\u00adsohn; er war bek\u00adlei\u00addet mit einem Gewand bis auf die F\u00fc\u00dfe und um die Brust trug er einen G\u00fcr\u00adtel aus Gold. 14 Sein Haupt und seine Haare waren wei\u00df wie wei\u00dfe Wolle, wie Schnee, und seine Augen wie Feuer\u00adflam\u00admen; 15 seine Beine gl\u00e4nzten wie Gold\u00aderz, das im Schmel\u00adzofen gl\u00fcht, und seine Stimme war wie das Rauschen von Wasser\u00admassen. 16 In sein\u00ader Recht\u00aden hielt er sieben Sterne und aus seinem Mund kam ein schar\u00adfes, zweis\u00adchnei\u00addi\u00adges Schw\u00adert und sein Gesicht leuchtete wie die machtvoll strahlende Sonne.\u201d (Offen\u00adbarung des Johannes: 1,12\u201316<small title=\"Einheits\u00fcbersetzung bei www.bibleserver.com\">)<\/small><\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader deutet dieses Bild als das Ich des Men\u00adschen, dass sozusagen am Schei\u00addeweg ste\u00adht: \u201eWer nicht begreift, da\u00df dieses Ich ein zweis\u00adchnei\u00addi\u00adges Schw\u00adert ist, der wird kaum den ganzen Sinn der Men\u00adschheits- und Wel\u00adte\u00adnen\u00adtwick\u00adelung ver\u00adste\u00adhen. Auf der einen Seite ist dieses Ich die Ursache dessen, da\u00df die Men\u00adschen in sich selb\u00adst sich ver\u00adh\u00e4rten, da\u00df sie alles, was ihnen zur Ver\u00adf\u00fc\u00adgung ste\u00adhen kann an \u00e4u\u00dferen Din\u00adgen und inneren G\u00fctern, in den Dienst dieses ihres Ichs ein\u00adbeziehen wollen. Es ist dieses Ich die Ursache, da\u00df sich alle W\u00fcn\u00adsche des Men\u00adschen darauf richt\u00aden, dieses Ich als solch\u00ades zu befriedi\u00adgen. Wie dieses Ich danach strebt, einen Teil des gemein\u00adsamen Erdenbe\u00adsitzes an sich her\u00adanzubrin\u00adgen als sein Eigen\u00adtum, wie dieses Ich danach strebt, aus seinem Gebi\u00adete alle anderen Iche hin\u00adwegzutreiben, sie zu bekriegen, zu bek\u00e4mpfen: das ist die eine Seite des Ichs. Aber auf der anderen Seite d\u00fcr\u00adfen wir nicht vergessen, da\u00df dieses Ich zugle\u00adich das\u00adjenige ist, was dem Men\u00adschen seine Selb\u00adst\u00e4ndigkeit, seine innere Frei\u00adheit gibt, was den Men\u00adschen im wahrsten Sinne des Wortes erh\u00f6ht. In diesem Ich ist seine W\u00fcrde begr\u00fcn\u00addet. Es ist die Anlage zum G\u00f6t\u00adtlichen im Menschen&nbsp;[\u2026]<\/p>\n<p>So wird das Ich das Unterp\u00adfand sein des h\u00f6ch\u00adsten Zieles des Men\u00adschen. So ist es aber zu gle\u00adich\u00ader Zeit, wenn es nicht die Liebe find\u00adet, wenn es sich in sich ver\u00adh\u00e4rtet, der <strong>Ver\u00adf\u00fchrer, der ihn in den Abgrund st\u00fcrzt<\/strong>. Dann ist es das\u00adjenige, was die Men\u00adschen voneinan\u00adder tren\u00adnt, was sie aufruft zum gro\u00dfen Krieg aller gegen alle \u2026 Auf allen Gebi\u00adeten des Lebens wird also das Ich zum Zankapfel wer\u00adden, und daher d\u00fcr\u00adfen wir sagen, da\u00df das Ich auf der einen Seite zum H\u00f6ch\u00adsten und auf der anderen zum Tief\u00adsten f\u00fchren kann. Deshalb ist es ein schar\u00adfes, zweis\u00adchnei\u00addi\u00adges Schw\u00adert. Und der\u00adjenige, der da den Men\u00adschen gebracht hat das volle Ich-Bewu\u00dft\u00adsein, der Chris\u00adtus Jesus, er wird, wie wir gese\u00adhen haben, sym\u00adbol\u00adisch in unser\u00ader Apoka\u00adlypse mit Recht dargestellt als der\u00adjenige, der das scharfe, zweis\u00adchnei\u00addi\u00adge Schw\u00adert im Munde&nbsp;hat.<\/p>\n<p>\u2026 Und da\u00df dieses scharfe, zweis\u00adchnei\u00addi\u00adge Schw\u00adert aus dem Munde des Men\u00adschen\u00adsohnes geht, das ist wieder begrei\u00adflich, denn als der Men\u00adsch mit vollem Bewu\u00dft\u00adsein aussprechen gel\u00adernt hat das Ich, da war es ihm gegeben, auf das H\u00f6ch\u00adste hin\u00adaufzusteigen, in das Tief\u00adste hin\u00adun\u00adterzusinken. Das scharfe, zweis\u00adchnei\u00addi\u00adge Schw\u00adert ist eines der wichtig\u00adsten Sym\u00adbole, die uns in der Apoka\u00adlypse ent\u00adge\u00adgen\u00adtreten.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Ich#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"https:\/\/odysseetheater.org\/GA\/Buecher\/GA_104.pdf#page=156&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">GA 104, S. 156ff<\/a>, Her\u00advorhe\u00adbung A.F.)<\/p>\n<p>Im Bild des Eck\u00adsteins wird der Wider\u00adspruch zum Objekt, im Bild des zweis\u00adchnei\u00addi\u00adgen Schw\u00adertes zum Sub\u00adjekt, das unter\u00adschei\u00adden, tren\u00adnen und sich f\u00fcr eine Seite entschei\u00adden muss. Jed\u00ader der vier Krisen\u00adspr\u00fcche weist bei\u00adde Aspek\u00adte auf. In der jew\u00adeils zum Prob\u00adlem gewor\u00adde\u00adnen Sit\u00adu\u00ada\u00adtion ist der Eck\u00adstein zu erken\u00adnen, im Ich-Sprech\u00ader, der in jedem Krisen\u00adspruch diese Sit\u00adu\u00ada\u00adtion erken\u00adnt und aufgerufen ist, eine L\u00f6sung zu find\u00aden, eine Entschei\u00addung zu tre\u00adf\u00adfen, ist der Ich-Men\u00adsch dargestellt, aus dessen Mund das zweis\u00adchnei\u00addi\u00adge Schw\u00adert&nbsp;geht.<\/p>\n<p><strong>7 G \u2014 das Mantra der Woche:&nbsp;<\/strong>Im Mantra 7 G nimmt der Ich-Sprech\u00ader wahr, dass sein Selb\u00adst dro\u00adht zu ent\u00adfliehen, weil das Wel\u00adtenlicht \u00fcber\u00adm\u00e4chtig gewor\u00adden ist und das Selb\u00adst ansaugt \u2014 es von der Erde und vom Ich-Sprech\u00ader wegsaugt. Dieses Wel\u00adtenlicht kon\u00adnte ich im Blog-Artikel zu den Mantren <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=4033\">5 E \u2014 6 F \u2014 7 G<\/a> als den Heili\u00adgen Geist iden\u00adti\u00adfizieren, der so lange dro\u00adhend wirkt, wie der Men\u00adsch noch nicht reif ist, die geistige Welt zu betreten. Dort muss er sein Selb\u00adst bzw. sein Ich-Bewusst\u00adsein auch ohne physis\u00adchen Leib aufrechter\u00adhal\u00adten k\u00f6n\u00adnen. Wenn diese innere Sicher\u00adheit und Geschlossen\u00adheit der Seele noch nicht errun\u00adgen ist, saugt und ver\u00adf\u00fchrt das Wel\u00adtenlicht und wirkt luz\u00adiferisch. Dies, so sagt Rudolf Stein\u00ader, ist die neg\u00ada\u00adtive Seite des zweis\u00adchnei\u00addi\u00adgen Schw\u00adertes (siehe Her\u00advorhe\u00adbung im vorherge\u00adhen\u00adden&nbsp;Zitat).<\/p>\n<p>Diese ver\u00adf\u00fchrende Kraft liegt im men\u00adschlichen Denken, weshalb der Ich-Sprech\u00ader sein Ahnen zur Ret\u00adtung aufruft. Das Mantra 7 G geh\u00f6rt zu der her\u00adaus\u00adge\u00adhobe\u00adnen Dreier\u00adgruppe aus Licht- Zwis\u00adchen- und Krisen\u00adspruch, in denen der chemis\u00adche \u00c4ther wirkt. Der chemis\u00adche- oder Ton-\u00c4ther wird auch der Zahlen\u00e4ther genan\u00adnt, denn er pro\u00adpor\u00adtion\u00adiert und bemisst und sorgt so f\u00fcr das rechte Ver\u00adh\u00e4lt\u00adnis sowohl bei den Stof\u00adfzusam\u00admenset\u00adzun\u00adgen als auch bei den Har\u00admonien. Von der Z\u00e4hl- und Mess\u00adbarkeit der Welt l\u00e4sst sich das Denken all zu leicht ver\u00adf\u00fchren, nur noch auf die Quan\u00adtit\u00e4t zu acht\u00aden, die Quan\u00adtit\u00e4t jedoch als sub\u00adjek\u00adtiv und unwis\u00adsenschaftlich zu \u00fcberge\u00adhen. Das Denken l\u00e4sst sich vom Schein der Sinne t\u00e4uschen und ver\u00adliert sich in immer noch dif\u00adferen\u00adziert\u00aderen Theorien.<\/p>\n<p>Dieses Prob\u00adlem erken\u00adnt der Ich-Sprech\u00ader und greift zu ein\u00ader radikalen L\u00f6sung. Er ruft sein Ahnen auf, um die Macht des Denkens zu erset\u00adzen. Er wei\u00df, dass neben dem Denken auch das Ahnen eine berechtigte Kraft des Men\u00adschen ist. Wie denken geht, lernt heute jed\u00ader in der Schule. Doch wie geht ahnen? Ist es ein Voraus\u00adtas\u00adten der Zukun\u00adft, ehe sie einge\u00adtreten ist? Oder ist es eine Geistverbindung, die durch die Vor\u00adfahren, die Ahnen zus\u00adtande kommt? Ist es vielle\u00adicht eine Erken\u00adnt\u00adnis-Kraft, die dem Glauben entspricht und die auch im Traumes\u00adsein (8 H), im wahrnehmenden Bilder\u00adleben noch wirk\u00adsam sein kann, wenn das logis\u00adche Gehirn-Denken sich still beschei\u00adden&nbsp;muss?<\/p>\n<p>Das Mantra 7 G kann wie eine Wasser\u00adschei\u00adde betra\u00adchtet wer\u00adden. Bis zu diesem Mantra ging es um Selb\u00adst- und Welt-Erken\u00adnt\u00adnis durch die Kraft des Denkens. Begonnen hat\u00adte diese Entwick\u00adlung mit dem let\u00adzten Krisen\u00adspruch 46 u, in dem die Erin\u00adnerung als Ret\u00adtung aufgerufen wurde von der dro\u00adhen\u00adden Bet\u00e4ubung durch die Welt. Im darauf\u00adfol\u00adgen\u00adden Zwis\u00adchen\u00adspruch 47 v sollte das Denken ger\u00fcstet sein durch Gotteskr\u00e4fte und im Licht\u00adspruch 48 w war die Sicher\u00adheit des Wel\u00adtendenkens aufgerufen, im Licht aus Wel\u00adtenh\u00f6hen zu erscheinen.<\/p>\n<p>Seit dem Beginn des Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahres wirk\u00adte die Kraft der Wahrnehmung zunehmend in das Denken hinein, doch bis hier\u00adher \u00fcber\u00adnahm das Denken die F\u00fchrung. Das \u00e4ndert sich nun. Die M\u00f6glichkeit\u00aden des Denkens, etwas Pos\u00adi\u00adtives zum Fortschritt der Entwick\u00adlung beizu\u00adtra\u00adgen, haben sich ersch\u00f6pft. Die zweifache Selb\u00adsterken\u00adnt\u00adnis im Mantra 6 F, das Erken\u00adnen des Selb\u00adst in den Zeit- und Raumeskr\u00e4ften ist die h\u00f6ch\u00adste Bl\u00fcte dieser Denk-Kr\u00e4fte. Was nun an Erken\u00adnt\u00adnis fol\u00adgt, muss durch Ahnung gewon\u00adnen wer\u00adden, jedoch ohne vom Wel\u00adtenlicht davon\u00adgeris\u00adsen zu wer\u00adden. Denn nun geht es darum, dem G\u00f6t\u00adtlichen in sich Raum zu geben, das G\u00f6t\u00adtliche urteils\u00adfrei in sich zu emp\u00adfan\u00adgen \u2014 wie jede Wahrnehmung ein Emp\u00adfan\u00adgen von au\u00dfen ist, das der Men\u00adsch nicht bee\u00adin\u00adflussen kann.<\/p>\n<p><strong>6 F \u2014 die Vor\u00adbere\u00aditung:<\/strong> Das Mantra 6 F ist das Mantra der Him\u00admelfahrts-Woche. W\u00e4hrend 40 Tagen, bis zum Don\u00adner\u00adstag der Woche 6 F war der Aufer\u00adstandene den J\u00fcngern wahrnehm\u00adbar, danach nicht mehr. Nun erschien er den J\u00fcngern nicht mehr, sie kon\u00adnten ihn nicht mehr im gegen\u00adw\u00e4r\u00adti\u00adgen Moment erken\u00adnen, son\u00addern mussten sich ihm durch die Kraft des Glaubens nahen. Doch mit Glauben war urspr\u00fcnglich nicht das unsichere Ver\u00adste\u00adhen, das nur geglaubte Wis\u00adsen gemeint, so wie das heute der Fall ist. Glaube war ein dem irdis\u00adchen Erken\u00adnen eben\u00adb\u00fcr\u00adtiger Geisteszustand.<\/p>\n<p>Ety\u00admol\u00ado\u00adgisch h\u00e4ngt das Wort \u201eglauben\u201d \u00fcber die west\u00adgerm. Form <em>*ga-laub-on<\/em> und germ.<em>*(ga)laubija-<\/em> \u201eglauben\u201d zusam\u00admen mit <em>*ga-lau\u00adba-<\/em> \u201ever\u00adtrauen\u00ader\u00adweck\u00adend, zutraulich\u201d. Eine Zuge\u00adh\u00f6rigkeit zur Wort\u00adgruppe von Laub (Bl\u00e4t\u00adter der B\u00e4ume) wird ver\u00admutet im Sinne von \u201eLaub als Lock\u00admit\u00adtel f\u00fcr Tiere\u201d, das sich dann zu \u201ezutraulich, zahm\u201d entwick\u00adelte. Diesen in der Lit\u00ader\u00adatur ver\u00admuteten Zusam\u00admen\u00adhang von Glaube und Laub halte ich f\u00fcr wahrschein\u00adlich, auch wenn er nicht so prag\u00adma\u00adtis\u00adche gedacht wer\u00adden kann. K\u00f6n\u00adnte es sein, dass Glauben eine f\u00fcr uns heute unge\u00adwohnte Art zu Denken meint, eine Denkweise, die anderen Geset\u00adzen fol\u00adgt als der ratio\u00adnalen Logik? K\u00f6n\u00adnte Glaube ein Denken meinen, bei dem ein Gedanke durch Meta\u00admor\u00adphose aus dem anderen Fol\u00adgt, wie eine Pflanze Blatt nach Blatt entste\u00adhen l\u00e4sst, bis sich die Bl\u00e4t\u00adter zur Bl\u00fcte wan\u00addeln? K\u00f6n\u00adnte dieses Denken sich gestal\u00adten wie Bl\u00e4t\u00adter, die nun nicht aus dem Ast, son\u00addern aus dem Kopf wach\u00adsen? Ein Denken, das sich lebendig entwick\u00adelt, dessen Ideen miteinan\u00adder ver\u00adbun\u00adden bleiben m\u00fcssen, da sie son\u00adst wie \u201eBl\u00e4t\u00adter\u201d ver\u00addor\u00adren? Dieses Denken ist vielle\u00adicht bess\u00ader mit ein\u00ader med\u00adi\u00adta\u00adtiv-ahnen\u00adden, tas\u00adten\u00adden Bewusst\u00adsein\u00adshal\u00adtung zu beschreiben. Und vielle\u00adicht meint Glauben genau dieses in Med\u00adi\u00adta\u00adtion wache, erken\u00adnende Bewusstsein.<\/p>\n<p>Diesen Zusam\u00admen\u00adhang scheint mir eine Him\u00admelfahrts\u00addarstel\u00adlung anzudeuten. Wo der Chris\u00adtus ger\u00adade noch ges\u00adtanden haben muss, wach\u00adsen zwei Blatt-B\u00e4ume und weisen die J\u00fcnger auf die for\u00adt\u00adan ben\u00f6tigte&nbsp; Erken\u00adnt\u00adniskraft hin.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/6-F-Himmelfahrt-mittelalterliche-Handschrift-209x300.jpg\" alt width=\"209\" height=\"300\"><\/p>\n<p><em>Christi Him\u00admelfahrt aus ein\u00ader mir unbekan\u00adnten, mit\u00adte\u00adlal\u00adter\u00adlichen Handschrift<\/em><\/p>\n<p>Im Sakra\u00adment der Eucharistie der Chris\u00adtenge\u00admein\u00adschaft wird der Leib Christi als das neue Beken\u00adnt\u00adnis beze\u00adich\u00adnet, das Blut als der neue Glaube. Ein Beken\u00adnt\u00adnis ist die Best\u00e4\u00adti\u00adgung von etwas, das bekan\u00adnt ist, dem man begeg\u00adnet ist. Und so schildert das Glaubens<em>beken\u00adnt\u00adnis<\/em> das Leben und Ster\u00adben Jesu Christi als Tat\u00adsache, die auf Erden durch \u00e4u\u00dfere Sinne von den Zeitgenossen wahrgenom\u00admen wer\u00adden kon\u00adnte. Seit\u00addem kann man Ken\u00adnt\u00adnis davon haben und diese Ken\u00adnt\u00adnis ist dem irdis\u00adchen Denken zug\u00e4nglich. Doch neben dem Brot gibt es im Sakra\u00adment der Eucharistie den Wein. Das Chris\u00adtus\u00adge\u00adheim\u00adnis ist ein Zweifach\u00ades. Zum Beken\u00adnt\u00adnis muss der Glaube hinzutreten.<\/p>\n<p>Was Glaube sein k\u00f6n\u00adnte, m\u00f6chte ich anhand des See\u00adlenkalen\u00adders verdeut\u00adlichen. Ich habe die Erfahrung, dass nur mit einem glauben\u00adden, wie Bl\u00e4t\u00adter wach\u00adsenden Denken die Mantren des See\u00adlenkalen\u00adders ver\u00adstanden wer\u00adden k\u00f6n\u00adnen. Bekennbare, fest\u00adstell\u00adbare Tat\u00adsachen schildern sie nicht. Und sie ver\u00adhal\u00adten sich auch nicht wie Texte mit fest\u00adstell\u00adbaren Tat\u00adsachen. Die Mantren sind wie Wass\u00ader in der hohlen Hand. Kaum hat man ein Mantra zu Ende gele\u00adsen, ist sein Inhalt auch schon aus dem Bewusst\u00adsein geflossen. Zu ihrem Ver\u00adst\u00e4nd\u00adnis ist ein Bewusst\u00adsein n\u00f6tig, dass Gedanken zu Gef\u00e4\u00dfen formt, zu Imag\u00adi\u00adna\u00adtio\u00adnen, die das Unaussprech\u00adliche glaubend bergen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dies gelingt dem Ich-Sprech\u00ader des Mantras 6 F, indem er sein erstandenes, von der Physis gel\u00f6stes Selb\u00adst als zweifache Wel\u00adtenof\u00adfen\u00adbarung in den Zeit- und in den Raumeskr\u00e4ften wiederfind\u00adet. Darin zeigt nun die Welt dem Ich-Sprech\u00ader sein Urbild. Durch diese Wahrnehmung erken\u00adnt er, dass sein eigenes Bild ein Abbild von einem gr\u00f6\u00dferen Urbild ist \u2014 und dadurch bewahrheit\u00adet ist. Indem der Ich-Sprech\u00ader sich im Gro\u00dfen, im Makrokos\u00admos erken\u00adnt, schenkt ihm die Kraft des Glaubens die Sicher\u00adheit, dass sein mikrokos\u00admis\u00adches Sein wahr&nbsp;ist.<\/p>\n<p>Das Beken\u00adnt\u00adnis geh\u00f6rt zur Raum-Welt, denn was im Raum, auf der Erde ein\u00admal gelebt hat, ist dem Raum eingeschrieben und kann bezeugt wer\u00adden. Der Glaube ste\u00adht dage\u00adgen in Beziehung zur flie\u00dfen\u00adden Zeit-Welt, dem \u201cStrom der Zeit\u201d, zu der Welt, die noch im Wer\u00adden ist, die mit der g\u00f6t\u00adtlichen Welt noch Eins ist. Diese Welt beschreiben die Mantren des See\u00adlenkalen\u00adders, ohne ein\u00ader Reli\u00adgion das Wort zu reden, ohne R\u00fcck\u00adverbindung, Re-ligio zu brauchen. Diese Verbindung ist durch den \u201cStrom der Zeit\u201d vom Urbe\u00adginn an durchg\u00e4ngig vorhan\u00adden. Und wenn der Dop\u00adpel\u00adstrom der Zeit, von dem Rudolf Stein\u00ader spricht, ein\u00adbe\u00adzo\u00adgen wird, so ist eben\u00adso die Verbindung zum Erden\u00adziel, zum g\u00f6t\u00adtlichen Plan niemals unterbrochen.<\/p>\n<p>Das Mantra 6 F f\u00fchrt von der Erken\u00adnt\u00adnis des Selb\u00adst in der zweifachen Wel\u00adtenof\u00adfen\u00adbarung zur Wahrnehmung des Ich-Urbilds und damit zur h\u00f6ch\u00adst\u00adm\u00f6glichen durch das Denken zu gewin\u00adnen\u00adden Erkenntnis.<\/p>\n<p><strong>8 H \u2014 die Vol\u00adlen\u00addung:<\/strong> Das Mantra 8 H ist das Pfin\u00adgst-Mantra. Doch die inspiri\u00aderte Begeis\u00adterung, die flam\u00admende, charis\u00adma\u00adtis\u00adche Ausstrahlung, die von den J\u00fcngern in der Apos\u00adtelgeschichte berichtet wird, sucht man hier vergebens.<\/p>\n<p>Das Mantra zeigt einen Ich-Sprech\u00ader, der sich selb\u00adst beobachtet und fest\u00adstellt, dass die Macht der Sinne, die Macht, die die Wahrnehmung \u00fcber sein Bewusst\u00adsein aus\u00fcbt, kon\u00adtinuier\u00adlich w\u00e4chst. Dadurch ver\u00adliert die Kraft seines Denkens an Klarheit und die Wach\u00adheit seines Bewusst\u00adseins wird zur Dumpfheit des Traumes her\u00adabge\u00addr\u00fcckt. Der Ich-Sprech\u00ader bemerkt, dass er ger\u00adade dabei ist, einzuschlafen. Doch hier liegt kein Man\u00adgel an Bewusst\u00adsein vor, son\u00adst w\u00fcrde der Ich-Sprech\u00ader ja diesen Prozess nicht selb\u00adst beschreiben k\u00f6n\u00adnen. Im Gegen\u00adteil \u2014 der Ich-Sprech\u00ader bemerkt, dass die wach\u00adsende Macht der Sinne im Zusam\u00admen\u00adhang ste\u00adht mit dem Schaf\u00adfen der G\u00f6t\u00adter. Viele G\u00f6t\u00adter sind ver\u00adbun\u00adden mit der Zunahme der Sin\u00adnes\u00admacht. Men\u00adsch und G\u00f6t\u00adter \u2014 oder eher G\u00f6t\u00adter und Men\u00adsch \u2014 haben einen Bund geschlossen. Doch worum han\u00addelt es sich&nbsp;hier?<\/p>\n<p>Das christliche Pfin\u00adgst\u00adfest am 50. Tag nach der Aufer\u00adste\u00adhung beruht auf dem j\u00fcdis\u00adchen Fest Scha\u00adwout, dem Wochen\u00adfest, das 50 Tage nach Pas\u00adsah gefeiert wurde, dem j\u00fcdis\u00adchen Pen\u00addant des Oster\u00adfestes. Zu Pas\u00adsah wird im Juden\u00adtum des Auszugs aus \u00c4gypten, aus der \u00e4gyp\u00adtis\u00adchen Gefan\u00adgen\u00adschaft gedacht. Die 40 Tage bis Christi Him\u00admelfahrt erscheinen wie eine Spiegelung der 40 Jahre, die das j\u00fcdis\u00adche Volk durch die W\u00fcste wan\u00addern musste, um von innen her\u00adaus neu zu werden.<\/p>\n<p>Zu Beginn der W\u00fcsten\u00adwan\u00adderung empf\u00ading Moses am Sinai die Zehn Gebote, doch zer\u00adst\u00f6rte er sie wieder, weil das Volk sich ein gold\u00adenes Kalb gemacht hat\u00adte und den Bund mit Jhave brach. Doch Moses empf\u00ading die Gebote von Neuem. Nach kab\u00adbal\u00adis\u00adtis\u00adch\u00ader Weisheit bedeuten die Zehn Gebote die Kurz\u00adfas\u00adsung von Gottes Willen, die Tho\u00adra, das ganze Alte Tes\u00adta\u00adment dage\u00adgen die aus\u00adf\u00fchrliche. So gilt das Fest Scha\u00adwout nicht nur dem dauer\u00adhaften Emp\u00adfang der Zehn Gebote, son\u00addern der ganzen Tho\u00adra. Scha\u00adwout ist das Fest des bleiben\u00adden Bun\u00addes mit Gott. Das Licht Gottes strahlt von der Tho\u00adra aus, weshalb gl\u00e4u\u00adbige Juden sie flei\u00dfig studieren. Eben\u00adso wie im christlichen Kul\u00adtus das Evan\u00adgeli\u00adum, wird die Tora abschnit\u00adtweise w\u00f6chentlich gelesen.<\/p>\n<p>Tho\u00adra und Evan\u00adgeli\u00adum \u2014 bei\u00adde wer\u00adden von den Gl\u00e4u\u00adbigern als Tr\u00e4ger g\u00f6t\u00adtlichen Licht\u00ades erlebt, das durch den Wochen\u00adab\u00adschnitt die Woche durch\u00adstrahlt. Sie erscheinen mir deshalb als Vor\u00adl\u00e4ufer der Seelenkalender-Mantren.<\/p>\n<p>Jhave war ein eifer\u00ads\u00fcchtiger Gott. Er duldete keine anderen G\u00f6t\u00adter neben sich. Doch das Mantra spricht von G\u00f6t\u00adtern, von ein\u00ader Vielzahl, die im Bunde sind mit der wach\u00adsenden Macht der Sinne des Menschen.<\/p>\n<p>Durch die Sinneswahrnehmung begeg\u00adnet der Men\u00adsch hier also nicht nur der \u00e4u\u00dferen Welt, son\u00addern auch den Spuren des G\u00f6t\u00adter\u00adschaf\u00adfens. Sind es vielle\u00adicht die G\u00f6t\u00adter der in den Raum ein\u00adstrahlen\u00adden Wochen-Energien, die mit den von Innen ausstrahlen\u00adden Sin\u00adnen des Men\u00adschen einen Bund geschlossen haben? Sind damit vielle\u00adicht die Licht her\u00advor\u00adbrin\u00adgen\u00adden Wesen gemeint, die als Gesamtheit der Heilige Geist sind und die das geistige Licht der Evan\u00adgelien eben\u00adso wie der Tho\u00adra durchstrahlen?<\/p>\n<p>Wenn der Men\u00adsch in dieser Weise vor\u00adbere\u00adit\u00adet ist durch die zunehmende Macht der Sinne, die das Denken her\u00adab\u00add\u00e4mpft \u2014 sich das Denken also im Traumes\u00adsein still und beschei\u00adden im Hin\u00adter\u00adgrund h\u00e4lt \u2014 dann kann \u00fcber die Viel\u00adheit der G\u00f6t\u00adter hin\u00adaus, auch der Eine Gott sich mit der Seele einen \u2014 sofern Er dies sel\u00adber will. Wer ist dieser Gott im Unter\u00adschied zu den vie\u00adlen G\u00f6t\u00adtern? Mit der Viel\u00adheit der G\u00f6t\u00adter ste\u00adht der Men\u00adsch durch die Wahrnehmung in Beziehung. Diese G\u00f6t\u00adter sind \u201cG\u00f6t\u00adter des Umkreis\u00ades\u201d. Der Eine Gott will sich mit der Seele einen. Er will eins wer\u00adden mit ihr, in sie einziehen und inner\u00ader Gott&nbsp;sein.<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader sagt \u00fcber diesen Gott: \u201eKein \u00e4u\u00dfer\u00ader Name kann \u00abmich\u00bb, dieses Wesen, benen\u00adnen; ein ganz ander\u00ader Name nur kann das aus\u00addr\u00fcck\u00aden: \u00abIch bin der Ich-bin!\u00bb Es gibt keine M\u00f6glichkeit, woan\u00adders den Namen zu find\u00aden des Son\u00adnengeistes als in dem Men\u00adschen. Das, was als Ich im Men\u00adschen lebt, das ist das Chris\u00adtus-Wesen.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Nicht_ich,_sondern_der_Christus_in_mir#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"https:\/\/odysseetheater.org\/GA\/Buecher\/GA_109.pdf#page=154&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GA 109, S. 154<\/a>)<\/p>\n<p>Von Paulus ist dieses Erleb\u00adnis im Neuen Tes\u00adta\u00adment \u00fcber\u00adliefert. Er erlebte den Gott, den Chris\u00adtus im Innern. Der Ausspruch lautet <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Nicht_ich,_sondern_der_Christus_in_mir\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">w\u00f6rtlich \u00fcber\u00adset\u00adzt<\/a>: \u201e<i>Ich lebe, aber nicht mehr das Ego, son\u00addern es lebt in mir Chris\u00adtus.<\/i>\u201d (Gal 2,20)<\/p>\n<p>Alle drei Mantren 6 F, 7 G und 8 H weisen einen Ich-Sprech\u00ader auf, der seine Sit\u00adu\u00ada\u00adtion mit wachem Tages\u00adbe\u00adwusst\u00adsein reflek\u00adtiert. Im Mantra 6 F, dem Mantra von Christi Him\u00admelfahrt, erken\u00adnt dieser Ich-Sprech\u00ader sein Selb\u00adst als Wel\u00adtenof\u00adfen\u00adbarung in zweifach\u00ader Gestalt. Im Mantra 7 G, der auf das Him\u00admelfahrt\u00adsereig\u00adnis fol\u00adgen\u00adden Woche, erlebt der Ich-Sprech\u00ader die Gef\u00e4hrdung des Selb\u00adst durch das Wel\u00adtenlicht und erken\u00adnt, dass das am Sin\u00adnen\u00adschein klebende Denken Teil des Prob\u00adlems ist. Nur das Ahnen kann \u00fcber die Ver\u00adhaf\u00adtung im Mate\u00adri\u00adal\u00adis\u00admus hin\u00adaus\u00adf\u00fchren. Im Mantra 8 H, dem Pfin\u00adgst-Mantra, bewirkt die wach\u00adsende Macht der Sinne im Zusam\u00admen\u00adhang mit den G\u00f6t\u00adtern, dass die Kraft des Denkens abn\u00adimmt, dass das men\u00adschliche Denken in den Traumzu\u00ads\u00adtand ver\u00adset\u00adzt wird. Dies ist die Voraus\u00adset\u00adzung, dass der Eine Gott eins wer\u00adden kann mit der Seele, in sie einziehen kann. Dies alles schildert der Ich-Sprech\u00ader des Mantras und bezeugt dadurch, dass sein Bewusst\u00adsein nicht zusam\u00admen mit dem Denken her\u00adabged\u00e4mpft wurde, son\u00addern klar beobacht\u00aden&nbsp;kann.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=4071\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Ein\u00adtrag 7 G \u2014 8 H \u2014 9&nbsp;I&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Zeit-Impuls des Mantras 7 G ergie\u00dft sich dreifach Ver\u00ad\u00ad\u00adgan\u00ad\u00ad\u00adgen\u00adheit-Vor\u00adbere\u00adi\u00ad\u00adtung Gegen\u00adwart-Geist-Impuls Zukun\u00adft-Vol\u00adlen\u00ad\u00ad\u00addung 6 F Es ist erstanden aus der Eigen\u00adheit Mein Selb\u00adst und find\u00adet&nbsp;sich Als Wel\u00adtenof\u00adfen\u00adbarung In Zeit- und Raumeskr\u00e4ften; Die Welt, sie zeigt mir \u00fcber\u00adall Als g\u00f6t\u00adtlich Urbild Des eignen Abbilds Wahrheit. \u2026 7 G Mein Selb\u00adst, es dro\u00adhet zu ent\u00adfliehen, Vom Wel\u00adtenlichte m\u00e4chtig\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-4057","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4057","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4057"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4057\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4099,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4057\/revisions\/4099"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4057"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}