{"id":3967,"date":"2026-04-11T13:43:56","date_gmt":"2026-04-11T11:43:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=3967"},"modified":"2026-04-13T16:23:40","modified_gmt":"2026-04-13T14:23:40","slug":"blog-beitrag-2-copy-2-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=3967","title":{"rendered":"Blog \u2014 Zeitfluss 1 A \u2014 2 B \u2014 3&nbsp;C"},"content":{"rendered":"\n\n\t<h4><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/2-B-Zeitfluss-1-300x220.png\" alt width=\"300\" height=\"220\"><\/strong><\/h4>\n<h4><strong>Der Zeit-Impuls des Mantras 2 B ergie\u00dft sich dreifach<\/strong><\/h4>\n<table width=\"658\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"33%\">Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit-Vor\u00adbere\u00aditung<\/td>\n<td width=\"33%\"><strong>Gegen\u00adwart-Geist-Impuls<\/strong><\/td>\n<td width=\"33%\">Zukun\u00adft-Vol\u00adlen\u00addung<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"33%\">\n<p><strong><u>1 A<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Wenn aus den Weltenweiten<\/p>\n<p>Die <u>Sonne <\/u> <u>spricht<\/u> zum Menschensinn<\/p>\n<p>Und Freude aus den Seelentiefen<\/p>\n<p>Dem Licht sich eint im Schauen,<\/p>\n<p>Dann ziehen aus der Selb\u00ads\u00adtheit&nbsp;H\u00fclle<\/p>\n<p>Gedanken in die Raumesfernen<\/p>\n<p>Und binden dumpf<\/p>\n<p>Des Men\u00adschen Wesen an des Geistes Sein.<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"33%\"><strong><u>2 B<\/u><\/strong>\n<p>In \u00c4u\u00dfere des Sinnesalls<\/p>\n<p>Ver\u00adliert <u>Gedanken\u00admacht<\/u> ihr Eigensein,<\/p>\n<p>Es find\u00aden Geisteswelten<\/p>\n<p>Den <u>Men\u00adschen\u00adsprossen<\/u> wieder,<\/p>\n<p>Der seinen Keim in&nbsp;ihnen,<\/p>\n<p>Doch seine Seelenfrucht<\/p>\n<p>In sich muss finden.<\/p>\n\u2026<\/td>\n<td width=\"33%\">\n<p><strong><u>3 C<\/u><\/strong><\/p>\n<p>Es <u>spricht<\/u> zum Weltenall.<\/p>\n<p>Sich selb\u00adst vergessend<\/p>\n<p>Und seines Urstands eingedenk,<\/p>\n<p>Des <u>Men\u00adschen wach\u00adsend Ich<\/u>:<\/p>\n<p>In dir, befreiend mich<\/p>\n<p>Aus mein\u00ader Eigen\u00adheit\u00aden Fessel,<\/p>\n<p>Ergr\u00fcnde ich mein echt\u00ades&nbsp;Wesen.<\/p>\n<p>.\u2026<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>Der Zeitim\u00adpuls von 2 B: Ich-Werden<\/strong><\/p>\n<p>vor\u00adbere\u00adit\u00adet durch die Ansprache der Sonne \u2014 das kos\u00admis\u00adche Ich (1&nbsp;A),<\/p>\n<p>vol\u00adlen\u00addet durch das Sprechen des men\u00adschlichen Ichs (3&nbsp;C)<\/p>\n<p><strong>2 B<\/strong> <strong>- das Mantra der Woche:<\/strong> Im Mantra 2 B geht es um die Gedanken<em>macht<\/em>. Es geht also nicht um den Prozess des Denkens, son\u00addern um die Macht, die hin\u00adter dem Prozess wirkt, die die Gedanken f\u00fchrt, die Ideen kom\u00adbiniert und dadurch im Innern sch\u00f6pferisch wirkt. In der Gedanken\u00admacht sehe ich den Willen im Denken aus\u00adge\u00addr\u00fcckt. Diese Macht wird wil\u00adlen\u00adhaft von jeman\u00addem aus\u00adge\u00fcbt. Hin\u00adter der Gedanken\u00admacht ste\u00adht also eine Entit\u00e4t, die im Mantra nicht genan\u00adnt&nbsp;wird.<\/p>\n<p>Im Innern hat diese Entit\u00e4t die alleinige Macht \u2014 die Gedanken\u00admacht hat Eigen\u00adsein \u2014 genauer gesagt ist sie ein eigenes Sein. Doch dieses Eigen\u00adsein ver\u00adliert sie, indem sie sich nach au\u00dfen wen\u00addet und dem Sin\u00adnesall zuwen\u00addet. Das Sin\u00adnesall erscheint hier als das Gegen\u00fcber der Gedanken\u00admacht. Durch die Hin\u00adwen\u00addung der Gedanken\u00admacht an das Sin\u00adnesall, das aus\u00addr\u00fcck\u00adlich ein \u00c4u\u00dferes ist, das also die \u00e4u\u00dfere Wahrnehmungswelt meint \u2014 eben alles, was die Sinne dem Men\u00adschen ver\u00admit\u00adteln \u2014 dadurch geschieht mit der Gedanken\u00admacht etwas. Sie ver\u00adliert ihr Eigen\u00adsein. Ich ver\u00adste\u00adhe das so, dass das Denken seine Willk\u00fcr ver\u00adliert, indem es nun gem\u00e4\u00df der beobacht\u00adbaren Tat\u00adsachen vorge\u00adhen muss. Aus Phan\u00adtasterei wird ein Denken, das Wahrheit erken\u00adnt, weil die Sinne das Denken erziehen. Die im Innern sch\u00f6pferische Gedanken\u00admacht tritt in Beziehung mit der in der Welt wal\u00adtenden Weisheit, die z.B. die Rosen\u00adgew\u00e4chse durch die F\u00fcn\u00adfzahl bildet, die Liliengew\u00e4chse durch die Sech\u00adszahl und die Kreuzbl\u00fctler durch die Vierzahl. Die Vorstel\u00adlung von Gott als Geome\u00adter beruht auf dieser in der Welt zu find\u00aden\u00adden Weisheit. Denken bedeutet nun, dass der Men\u00adsch im Innern nach\u00adbildet, was Gott in der Welt zur Erschei\u00adn\u00adung gebracht hat.<\/p>\n<p>Durch diese Angle\u00adichung der Gedanken\u00admacht an die geistige weltsch\u00f6pferische Macht, sagt das Mantra, find\u00aden die Geis\u00adteswel\u00adten den Men\u00adschen wieder. Sie find\u00aden ihn jedoch nicht als selb\u00adst\u00adbe\u00adwusste Entit\u00e4t, son\u00addern als Spross. Sie find\u00aden ihn als pflan\u00adzlich-unbe\u00adwusstes Wesen, das aus diesen Geis\u00adteswel\u00adten her\u00advorgekeimt ist. Das l\u00e4sst an die Schilderung der Edda denken, der ger\u00adman\u00adis\u00adchen Mytholo\u00adgie, die erz\u00e4hlt, dass das erste Men\u00adschen\u00adpaar aus zwei B\u00e4u\u00admen, aus Ask und Embla, erschaf\u00adfen wurde. Der Men\u00adsch als Pflanze bzw. als Baum ist der paradiesis\u00adche Men\u00adsch, der nicht schuld\u00adf\u00e4hig ist. Doch auch der Schluss des Mantras beschreibt den Men\u00adschen pflanzen\u00adhaft, denn sein Ziel ist die Frucht, die er nun nicht im Au\u00dfen, wie seinen Keim, son\u00addern im Innern find\u00aden muss. Das legt den Gedanken nahe, dass es sich bei der See\u00adlen\u00adfrucht um die Frucht des wieder pflanzen\u00adhaft rein gewor\u00adde\u00adnen Men\u00adschen han\u00addelt. Oder will das Mantra sagen, dass der Men\u00adsch neben dem Aspekt des Schuldig-Seins als irdis\u00adch\u00ader Men\u00adsch, der meist im Fokus ste\u00adht, auch stets diese pflanzen\u00adhaft reine Seite hat, in der er Keim, Spross und Frucht ist?<\/p>\n<p>Die See\u00adlen\u00adfrucht muss er in sich, durch seine, ihn von der Geis\u00adteswelt unter\u00adschei\u00adden\u00adden Kr\u00e4fte find\u00aden. Was ihn von den h\u00f6heren Hier\u00adar\u00adchien unter\u00adschei\u00addet, ist seine Frei\u00adheits\u00adf\u00e4higkeit. Adam hat\u00adte sich im Paradies die Frucht der Erken\u00adnt\u00adnis unrecht\u00adm\u00e4\u00dfig bzw. zu fr\u00fch angeeignet. Nun ist es Auf\u00adgabe aller Men\u00adschen, diese Erken\u00adnt\u00adn\u00adis\u00adfrucht aus eigen\u00ader Kraft zu find\u00aden. Jede Frucht enth\u00e4lt den Samen. Der Same fasst in sich die Selb\u00ads\u00adther\u00advor\u00adbringungs\u00admacht der Pflanze, von der er stammt. So ist die See\u00adlen\u00adfrucht auch Same der Indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adit\u00e4t und Ursache f\u00fcr ihre Wiederge\u00adburt. Sicher\u00adlich sind hier auch an die geisti\u00adgen Wesens\u00adglieder zu denken, die der Men\u00adsch durch die Arbeit seines Ichs an den drei \u201cunteren\u201d Wesens\u00adgliedern aus\u00adbilden soll.<\/p>\n<p>Die Gedanken\u00admacht, die im Mit\u00adtelpunkt des Mantras 2 B ste\u00adht, ist die Macht, die das eigene Ich im Innern erken\u00adnt \u2014 die die Tathand\u00adlung voll\u00adbringt, die Fichte (1762\u20131814) der Ich-Erken\u00adnt\u00adnis zugrunde legt. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201cFichte [suchte den men\u00adschlichen Geist], indem er in das Tief\u00adste des men\u00adschlichen Ichs hineinzuleucht\u00aden ver\u00adsuchte und nicht sagte wie Descartes: Ich denke, also bin ich! Denn Fichte w\u00fcrde, wenn er nur h\u00e4tte zu dem Gedanken des Descartes kom\u00admen k\u00f6n\u00adnen, gesagt haben: Da tre\u00adffe ich ja in mir ein star\u00adres Sein, ein Sein, zu dem ich hin\u00adschauen mu\u00df. Das ist aber kein Ich. Ein Ich bin ich nur, wenn ich mein eigenes Dasein sel\u00adber sich\u00adern kann jed\u00aderzeit. Nicht durch den Gedanke\u00adnakt, nicht durch blo\u00dfes Denken kann ich zu meinem Ich kom\u00admen, son\u00addern durch eine <strong>Tathand\u00adlung<\/strong>. Das ist ein fortw\u00e4hrend Sch\u00f6pferisches. Es ist nicht darauf angewiesen, auf sein Sein zu blick\u00aden, es ver\u00adl\u00e4\u00dft sein voriges Sein; aber indem es die Kraft hat, sich im n\u00e4ch\u00adsten Augen\u00adblick wieder zu schaf\u00adfen, aus der Tathand\u00adlung her\u00adaus, entste\u00adht es immer\u00adfort aufs neue. Fichte ergreift den Gedanken nicht in sein\u00ader abstrak\u00adten Form, son\u00addern in seinem unmit\u00adtel\u00adbaren Leben auf dem Schau\u00adplatz des Gedankens selb\u00adst, wo er lebendig schafft und sch\u00f6pferisch lebt.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Tathandlung#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"https:\/\/odysseetheater.org\/GA\/Buecher\/GA_064.pdf#page=385&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">GA 64, S. 385<\/a>, Her\u00advorhe\u00adbung A.F.)<\/p>\n<p>Und noch dif\u00adferen\u00adziert\u00ader beschreibt Rudolf Stein\u00ader das Ich-Erleb\u00adnis hier: \u201eUm das \u00abIch\u00bb als das\u00adjenige zu erken\u00adnen, ver\u00admit\u00adtelst dessen das Unter\u00adtauchen der men\u00adschlichen Seele in die volle Wirk\u00adlichkeit durch\u00adschaut wer\u00adden kann, mu\u00df man sich sorgf\u00e4ltig davor bewahren, in dem gew\u00f6hn\u00adlichen Bewu\u00dft\u00adsein, das man von diesem \u00abIch\u00bb hat, das wirk\u00adliche Ich zu sehen. Wenn man, durch eine solche Ver\u00adwech\u00adslung ver\u00adf\u00fchrt, wie der Philosoph Descartes sagen wollte: \u00abIch denke, also bin ich\u00bb, so w\u00fcrde man von der Wirk\u00adlichkeit jedes\u00admal dann wider\u00adlegt, wenn man schl\u00e4ft. Denn dann ist man, ohne da\u00df man denkt. Das Denken ver\u00adb\u00fcrgt nicht die Wirk\u00adlichkeit des \u00abIch\u00bb. Aber eben\u00adso gewi\u00df ist, da\u00df <strong>durch nichts anderes das wahre Ich erlebt wer\u00adden kann als allein durch das reine Denken<\/strong>. Es ragt eben in das reine Denken, und f\u00fcr das gew\u00f6hn\u00adliche men\u00adschliche Bewu\u00dft\u00adsein <i>nur<\/i> in dieses, das wirk\u00adliche Ich here\u00adin. Wer blo\u00df denkt, der kommt nur bis zu dem Gedanken des \u00abIch\u00bb; wer <i>erlebt<\/i>, was im reinen Denken <i>erlebt wer\u00adden kann<\/i>, der macht, indem er das \u00abIch\u00bb durch das Denken erlebt, ein Wirk\u00adlich\u00ades, das Form und Materie zugle\u00adich ist, zum Inhalte seines Bewu\u00dft\u00adseins. Aber au\u00dfer diesem \u00abIch\u00bb gibt es zun\u00e4chst f\u00fcr das gew\u00f6hn\u00adliche Bewu\u00dft\u00adsein nichts, was in das Denken Form und Materie zugle\u00adich here\u00adin\u00adsenkt. Alle anderen Gedanken sind zun\u00e4chst nicht Bilder ein\u00ader vollen Wirk\u00adlichkeit. Doch indem man im reinen Denken das wahre Ich als Erleb\u00adnis erf\u00e4hrt, lernt man ken\u00adnen, was volle Wirk\u00adlichkeit ist.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Ich-Bewusstsein#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"https:\/\/odysseetheater.org\/GA\/Buecher\/GA_035.pdf#page=103&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">GA 35, S. 103f<\/a>, Her\u00advorhe\u00adbung fett A.F.)<\/p>\n<p>Dieses wahre Ich, das ver\u00adbor\u00adgen bleibt und nur durch die Tathand\u00adlung des Denkens, durch die Gedanken\u00admacht, indi\u00adrekt erlebt wer\u00adden kann, dieses Ich erkenne ich in der pflanzen\u00adhaften Beschrei\u00adbung des Men\u00adschen als Keim, Spro\u00df und Frucht im Mantra 2 B. Noch deut\u00adlich\u00ader zeigt sich dieses Ich im fol\u00adgen\u00adden Zitat, indem Rudolf Stein\u00ader das <em>psy\u00adchol\u00ado\u00adgis\u00adche Ich<\/em>, das auf einen Mit\u00adtelpunkt bezo\u00adgen ist, vom <em>reinen Ich <\/em>unter\u00adschei\u00addet. Und dieses pflanzen\u00adhaft reine Ich erscheint im Mantra 2 B ger\u00adade durch die Hin\u00adwen\u00addung der Gedanken\u00admacht nach au\u00dfen, zum Sin\u00adnesall \u2014 also indem die Mit\u00adtelpunk\u00adt\u00adbe\u00adzo\u00adgen\u00adheit aufgegeben wird.<\/p>\n\u201eDas psy\u00adchol\u00ado\u00adgis\u00adche Ich entste\u00adht dadurch, da\u00df ich alle meine Vorstel\u00adlun\u00adgen auf einen gemein\u00adsamen Mit\u00adtelpunkt beziehe, in dem sie sich durchkreuzen, und dieses Bezo\u00adgen\u00adsein der Vorstel\u00adlun\u00adgen auf einen gemein\u00adsamen Mit\u00adtelpunkt ist das psy\u00adchol\u00ado\u00adgis\u00adche Ich. Allein dem Bezo\u00adgen\u00adsein geht das Beziehen, der Tat das T\u00e4tig\u00adsein vorher und kann ohne dieses nicht stat\u00adtfind\u00aden. Dieses psy\u00adchol\u00ado\u00adgis\u00adche Ich ist daher nicht mehr das <strong>urspr\u00fcngliche reine<\/strong>, son\u00addern ein durch Reflex\u00adion ent\u00adstandenes Ich, ent\u00adstanden durch die T\u00e4tigkeit des reinen Ich. Das <strong>reine Ich<\/strong> ist wed\u00ader, noch ist es irgend etwas im streng\u00adsten Sinne des Wortes. Sein ganzes ergreif\u00adbares Wesen ist gegeben durch sein T\u00e4tig\u00adsein, wir k\u00f6n\u00adnen nicht wis\u00adsen, was es ist, son\u00addern nur, was es tut.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Ich-Bewusstsein#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"http:\/\/www.anthroposophie.net\/GA\/B30.pdf#page=31&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Beitr\u00e4ge 30, S. 31<\/a>, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.)\nUmrahmt wird das Mantra des reinen, des wahren Ichs von zwei \u201csprechen\u00adden\u201d Mantren. Im Mantra 1 A spricht die Sonne, das kos\u00admis\u00adche Vor\u00adbild des men\u00adschlichen Ichs zum Men\u00adschensinn, im Mantra 3 C tritt das Ich des Men\u00adschen schlie\u00dflich her\u00advor und spricht zum Wel\u00adte\u00adnall.\n<p><strong>1 A \u2014 die Vor\u00adbere\u00aditung:<\/strong> Im Mantra 1 A spricht die Sonne zum Men\u00adschensinn, zu der men\u00adschlichen Kraft, die aus der Vielzahl der Reize ein sin\u00adnvolles Muster erken\u00adnen kann. Das Ich ist die men\u00adschliche Sonne. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201eDas Son\u00adnen\u00adlicht ist nicht nur physisch, es ist auch seel\u00adisch-geistig; als let\u00adzteres l\u00f6ste es sich los vom Kos\u00admis\u00adchen und wurde Ich. \u2026 Wenn das Men\u00adschen-Ich noch immer an die Sonne gebun\u00adden w\u00e4re, k\u00f6n\u00adnten die Men\u00adschen auch nur so wie die Pflanzen zwis\u00adchen Schlafen und Wachen wech\u00adseln. \u2026 Wir tra\u00adgen unsere eigene Sonne in uns: das Ich ist ein Extrakt der Son\u00adnen\u00adwirkung; \u2026 So sind wir im Schlaf in der geisti\u00adgen Welt nicht angewiesen auf die kos\u00admis\u00adche Son\u00adnen\u00adwirkung; unser Ich ver\u00adrichtet, was son\u00adst die Sonne tut; wir wer\u00adden beschienen von unserem eige\u00adnen Ich \u2026\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Ich#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"https:\/\/odysseetheater.org\/GA\/Buecher\/GA_140.pdf#page=153&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">GA 140, S. 153<\/a>)<\/p>\n<p>Dieses kos\u00admis\u00adche Ich, die Sonne, spricht also zum Men\u00adschen, genauer zum Men\u00adschensinn. Sie spricht also zu dem im Men\u00adschen, was wahrnehmen und Sinn erken\u00adnen kann in dem Wahrgenomme\u00adnen \u2014 zu seinem Ver\u00adstand. Durch dieses Ange\u00adsprochen-Sein wird Freude geweckt in den See\u00adlen\u00adtiefen \u2014 Freude \u00fcber das Erleben der eige\u00adnen Exis\u00adtenz. Durch das Du, \u2014 durch das Ber\u00fchrt wer\u00adden vom Anderen, durch seine Ansprache \u2014 wird der Men\u00adsch zum Ich, sagt Mar\u00adtin Buber sin\u00adngem\u00e4\u00df. Und die Freude eint sich dem Licht, das von der Sonne kommt \u2014 und gle\u00adichzeit\u00adig sich zu entz\u00fcn\u00adden begin\u00adnt durch die Erken\u00adnt\u00adnis des Sinns, denn die reine Perzep\u00adtion wird nun zum Schauen, zum erken\u00adnen\u00adden&nbsp;Sehen.<\/p>\n<p>Was erkan\u00adnt wurde, was gedacht wurde, zieht als Gedanken aus der H\u00fclle, dem K\u00f6r\u00adp\u00ader des Men\u00adschen, in Raumes\u00adfer\u00adnen. Wie das Kind des apoka\u00adlyp\u00adtis\u00adchen Weibes entr\u00fcckt wird (Joh.-Offenb.12, 4\u20135), so wer\u00adden die Gedanken des Men\u00adschen weit weg von ihm bewahrt, denn sie haben dort in den Raumes\u00adfer\u00adnen eine wichtige Auf\u00adgabe zu erf\u00fcllen. Sie binden, ohne dass der Men\u00adsch darum wei\u00df \u2014 dumpf \u2014 das Wesen des Men\u00adschen an das Sein des Geistes. Dieser st\u00e4ndi\u00adge Prozess der Vergeis\u00adti\u00adgung, der durch das Denken geschieht, ist die Gew\u00e4hr, dass der Men\u00adsch nicht nur irdis\u00adch\u00ader Men\u00adsch ist, son\u00addern auch Geist \u2014 und damit ein Ich, denn das Ich ist der Geist\u00adfunke im Menschen.<\/p>\n<strong>3 C \u2014 die Vol\u00adlen\u00addung:<\/strong> Im Mantra 3 C tritt das Ich des Men\u00adschen schlie\u00dflich sel\u00adber auf und es spricht in w\u00f6rtlich\u00ader Rede. Es ist das wach\u00adsende, sich in Entwick\u00adlung befind\u00adliche, men\u00adschliche Ich, das hier zum Wel\u00adte\u00adnall spricht. Es ist also zun\u00e4chst das All\u00adt\u00adags-Ich, das psy\u00adchol\u00ado\u00adgis\u00adche Ich des Men\u00adschen, das hier dem Wel\u00adte\u00adnall begeg\u00adnet. Doch vom ange\u00adsproch\u00adenen Part\u00adner, vom Wel\u00adte\u00adnall erfahren wir kein\u00ader\u00adlei Reak\u00adtion. Es kommt nicht zu ein\u00ader Wech\u00adsel\u00adseit\u00adigkeit. The\u00adma des Mantras ist allein, was das Men\u00adschen-Ich durch sein Sprechen erlebt, welche Wand\u00adlun\u00adgen es vol\u00adlzieht.\nW\u00e4hrend sich das Men\u00adschen-Ich an das Wel\u00adte\u00adnall wen\u00addet, ver\u00adgisst es sich sel\u00adber. Dieses Ich schl\u00e4ft in die Wahrnehmung hinein, die es von seinem Gegen\u00fcber dem Wel\u00adte\u00adnall hat. Das geschieht uns best\u00e4ndig, sagt Rudolf Stein\u00ader. W\u00e4hrend das Wahrgenommene in der Seele lebt, schl\u00e4ft sie f\u00fcr ihr Eigen\u00adsein, ihr Bewusst\u00adsein von sich selb\u00adst und erwacht erst wieder, wenn der Urteil\u00adsprozess, das Denken begin\u00adnt. Doch im Mantra ver\u00adgisst das men\u00adschliche Ich sich nicht nur, angesichts des sicher\u00adlich gewalti\u00adgen Anblicks des Wel\u00adte\u00adnalls, es erwacht im Denken auch f\u00fcr seinen Urstand. Das Ich ist seines Urstands, seines Urzu\u00ads\u00adtands, seines Ursprungs einge\u00addenk.\nWas ist das Wel\u00adte\u00adnall und wie h\u00e4ngt es mit dem Ich zusam\u00admen, dass sein Anblick dessen Urstand ins Bewusst\u00adsein treten l\u00e4sst? Sicher\u00adlich ist mit dem Wel\u00adte\u00adnall der gestirnte Him\u00admel gemeint, der die Erde umgibt, auch wenn die Sterne bei Tag unsicht\u00adbar sind. Schon viele Men\u00adschen haben angesichts der Majest\u00e4t des gestirn\u00adten Him\u00admels ihre eigene Klein\u00adheit erlebt \u2014 sich selb\u00adst vergessen, und eine Ahnung stieg in ihnen auf von der eige\u00adnen himm\u00adlis\u00adchen Herkun\u00adft, ihres eige\u00adnen geisti\u00adgen Seins. Sie erin\u00adnerten sich, dass sie ein leuch\u00adt\u00aden\u00adder Funke sind des uner\u00admesslichen Urlichts. Im Mantra 1 A sprach die Sonne zum Men\u00adschensinn, das hier ange\u00adsproch\u00adene Wel\u00adte\u00adnall bleibt jedoch stumm. Es ist Katalysator f\u00fcr die Geschehnisse des Ichs, kein inter\u00adagieren\u00addes Du, wie es die Geis\u00adteswel\u00adten, ver\u00admit\u00adtelt durch die Hin\u00adwen\u00addung zum Sin\u00adnesall, im Mantra 2 B waren. Die See\u00adlen\u00adhal\u00adtung des mod\u00ader\u00adnen Men\u00adschen, f\u00fcr den die Welt stumm gewor\u00adden ist, spricht sich in diesem Mantra aus.\nUnd was sagt nun dieses sich entwick\u00adel\u00adnde Ich des Men\u00adschen dem Wel\u00adte\u00adnall, nach\u00addem es sich selb\u00adst vergessen und seinen Urstand wieder ins Bewusst\u00adsein gehoben hat? Es sagt zum einen, und spricht dabei das Wel\u00adte\u00adnall als Du an, dass es sich in ihm befre\u00adit aus der Fes\u00adsel der Eigen\u00adheit; und zum anderen, dass es sein eigenes Wesen ergr\u00fcn\u00addet.\nDie Fes\u00adsel der Eigen\u00adheit ist die Gefan\u00adgen\u00adschaft im Ego, die wie Fes\u00adseln erlebte Iden\u00adti\u00adfika\u00adtion mit dem eige\u00adnen K\u00f6r\u00adp\u00ader. Und die Eigen\u00adheit ist auch das Erleben, ein von allen anderen Wesen getren\u00adntes Indi\u00advidu\u00adum zu sein. Es sind viele Eigen\u00adheit\u00aden, denn jed\u00ader Men\u00adsch unter\u00adschei\u00addet sich vom Anderen durch unz\u00e4h\u00adlige Aspek\u00adte.\nUnd weit\u00ader sagt das Ich des Men\u00adschen im Mantra 3 C zum Wel\u00adte\u00adnall, dass es durch die Befreiung von der Fes\u00adsel des Ego\u00adis\u00admus sein echt\u00ades Wesen ergr\u00fcn\u00addet. In ihm, dem Wel\u00adte\u00adnall, gelingt dem Ich diese Befreiung und dadurch kann es erst sein echt\u00ades Wesen ergr\u00fcn\u00adden. Das wach\u00adsende, sich entwick\u00adel\u00adnde Ich des Men\u00adschen ist also dem Wel\u00adte\u00adnall \u00e4hn\u00adlich. Es ist nicht nur der Sonne ver\u00adwandt, auch dem Nachthim\u00admel. Es ist nicht nur ausstrahlen\u00addes Zen\u00adtrum, son\u00addern auch bergen\u00adder Raum.\n<p>Rudolf Stein\u00ader beschreibt das Ich tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich als dun\u00adklen Fleck. \u201cNehmen Sie ein\u00admal an, Sie haben fol\u00adgen\u00addes Bild: eine wei\u00dfe&nbsp;Scheibe und inner\u00adhalb dieser Scheibe einen dun\u00adklen Fleck. Sie k\u00f6n\u00adnen&nbsp;nun fra\u00adgen: Was nehme ich hier wahr? \u2014 Die wei\u00dfe Scheibe.&nbsp;Da, wo kein Wei\u00df ist, da sehen Sie den schwarzen Fleck. Ich will&nbsp;jet\u00adzt nicht dar\u00fcber disku\u00adtieren, ob der schwarze Fleck ein Reales&nbsp;ist oder nur das Fehlen des Wei\u00dfen. Aber Sie sehen diesen schwarzen&nbsp;Fleck. Sie sehen, dieser schwarze Fleck ist dort, wo kein Wei\u00df ist,&nbsp;in der wei\u00dfen Scheibe drinnen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/1-A-2-B-3-C-Ich-als-schwarzes-Loch-GA-191-S.-167-300x265.png\" alt width=\"169\" height=\"149\"><\/p>\n<p>Nehmen Sie dieses Bild, so k\u00f6n\u00adnen Sie es anwen\u00adden auf die Art, wie Sie im gew\u00f6hn\u00adlichen Leben eigentlich Ihr Ich wahrnehmen. So wenig Sie hier (in der Mitte) etwas wahrnehmen, wo der schwarze Fleck ist, so wenig nehmen Sie eigentlich Ihr Ich wahr. Sie nehmen Ihr Ich gar nicht wahr, son\u00addern Sie nehmen Ihre Erleb\u00adnisse wahr, die Sie w\u00e4hrend Ihrer ver\u00adschiede\u00adnen Tag\u00adwachen durchgemacht haben. Und Ihr Ich nehmen Sie \u00fcber\u00adhaupt nicht wahr; blo\u00df dadurch, da\u00df irgend\u00adwo, wenn Sie Ihre Erleb\u00adnisse \u00fcberblick\u00aden, Ihre Erleb\u00adnisse nicht da sind, wie hier im schwarzen Fleck kein Wei\u00df ist, nehmen Sie Ihr Ich wahr. Indem Sie zur\u00fcckschauen&nbsp;auf Ihr Leben, nehmen Sie die Erleb\u00adnisse wahr, und Sie&nbsp;nehmen nicht wahr diese Unter\u00adbrechun\u00adgen. Daf\u00fcr nehmen Sie Ihr Ich&nbsp;wahr. <strong>Es ist also das Fehlen der Tage\u00adser\u00adleb\u00adnisse, das Ihnen in Wirk\u00adlichkeit&nbsp;<\/strong><strong>die Vorstel\u00adlung Ihres Ich gibt, das hei\u00dft, indem Sie \u00abIch\u00bb&nbsp;<\/strong><strong>sagen, nehmen Sie diejenige Zeit Ihres Lebens wahr, die Sie ver\u00adschlafen&nbsp;<\/strong><strong>haben<\/strong>.&nbsp;<strong>In der Tat, das Aus\u00adges\u00adparte im Leben, wenn Sie zur\u00fcck\u00adblick\u00aden,&nbsp;<\/strong><strong>ist die Ver\u00adan\u00adlas\u00adsung zu Ihrer Ich-Wahrnehmung.<\/strong> Nehmen Sie an, Sie&nbsp;w\u00fcr\u00adden gar nicht schlafen, Sie w\u00fcr\u00adden immer wachen, dann w\u00fcr\u00adden&nbsp;Sie keine Ich-Wahrnehmung beim R\u00fcck\u00adblick haben. Sie w\u00fcr\u00adden sich&nbsp;vorkom\u00admen wie ein Wesen, das <strong>ich\u00adlos schwimmt<\/strong> in den Ereignis\u00adsen&nbsp;des Wel\u00adtenda\u00adseins.&nbsp;Es ist au\u00dferor\u00addentlich bedeut\u00adsam, diese Dinge ein\u00adfach zu sehen.&nbsp;Denn jed\u00ader Men\u00adsch glaubt, die Wahrnehmung des Ich sei ein Erleb\u00adnis.&nbsp;Nein, die Wahrnehmung des Ich ist das jew\u00adeilige Loch in den&nbsp;Erleb\u00adnis\u00adsen. Das bitte ich Sie zun\u00e4chst festzuhalten.<\/p>\n<p>\u2026&nbsp;Mit&nbsp;Bezug auf das Wollen schl\u00e4ft der Men\u00adsch. Er schl\u00e4ft auch bei Tage,&nbsp;indem er ein wol\u00adlen\u00adder Men\u00adsch ist. Er wacht nur, indem er ein sinnlich&nbsp;wahrnehmender und ver\u00adstandesm\u00e4\u00dfig Begriffe, Vorstel\u00adlun\u00adgen bilden\u00adder&nbsp;Men\u00adsch ist. Er ist nur halb wach; f\u00fcr den anderen, f\u00fcr den wol\u00adlen\u00adden&nbsp;Teil seines Wesens schl\u00e4ft der Men\u00adsch auch wachend.&nbsp;Und nun wer\u00adden Sie begreifen, wie es sich eigentlich mit dem Ich&nbsp;ver\u00adh\u00e4lt. Das geht gar nicht here\u00adin als ein reales Wesen in Ihre Sinneswahrnehmungen&nbsp;und in Ihre Vorstel\u00adlun\u00adgen, son\u00addern das bleibt im&nbsp;Wollen unten und schl\u00e4ft da weit\u00ader auch vom Aufwachen bis zum&nbsp;Ein\u00adschlafen. Deshalb k\u00f6n\u00adnen Sie es als ein reales Wesen nie sehen,&nbsp;son\u00addern nur als den aus\u00adges\u00adparten Kreis in der Mitte. Sie k\u00f6n\u00adnen das&nbsp;dun\u00adkle Gef\u00fchl haben, da\u00df Sie ein Ich haben, indem aus dem Wollen&nbsp;her\u00adaus Ihnen etwas erklingt von dem, was Sie <strong>wie ein Loch in Ihren&nbsp;<\/strong><strong>See\u00adlen\u00ader\u00adleb\u00adnis\u00adsen<\/strong> haben. <strong>Aber die Wahrnehmung des Ich ist eben eine&nbsp;<\/strong><strong>dur\u00adchaus neg\u00ada\u00adtive.<\/strong> Das ist au\u00dferor\u00addentlich wichtig einzuse\u00adhen.\u201d (GA 191, S.&nbsp;167ff)<\/p>\nAlle drei Mantren schildern eine Beziehung, sodass das Chris\u00adtus\u00adwort, &lt;wenn zwei oder drei in meinem Namen zusam\u00admen sind, so bin ich mit\u00adten unter ihnen&gt; f\u00fcr den sich dreifach ent\u00adfal\u00adtenden Impuls von 2 B in beson\u00adderem Ma\u00dfe gilt.\n<p>Zur Verdeut\u00adlichung dessen, was diese Chris\u00adtuskraft sei, die im Men\u00adschen wirkt, fand ich von Rudolf Stein\u00ader fol\u00adgen\u00addes Zitat: \u201eUnd viele, die heute soge\u00adnan\u00adnte &lt;Erweck\u00adte&gt; sein wollen, die sagen: Ich erlebe den Gott in mir -, aber sie erleben eben nur den Vater\u00adgott, und den auch nur in ein\u00ader abgeschw\u00e4cht\u00aden Gestalt, weil sie eigentlich nicht bemerken, dass sie krank sind und nur tra\u00addi\u00adtionell nachre\u00adden [die Physis tr\u00e4gt einen Stachel in sich, der Phan\u00adtom\u00adleib ist zer\u00adst\u00f6rt]. \u2026 Aber alle diese haben keinen Chris\u00adtus, denn das Chris\u00adtus-Erleb\u00adnis beste\u00adht nicht aus einem Erleben des Gottes in der Men\u00adschenseele, son\u00addern aus den zweien: aus dem Erleben des Todes in der Seele durch den Leib, und der Wieder\u00adaufer\u00adste\u00adhung der Seele durch den Geist. Und der\u00adjenige, der der Men\u00adschheit sagt, dass er nicht blo\u00df den Gott in sich f\u00fchlt, \u2026 son\u00addern der reden kann von den zwei Ereignis\u00adsen, von der Ohn\u00admacht und von der Aufer\u00adste\u00adhung aus der Ohn\u00admacht, der redet von dem wirk\u00adlichen Chris\u00adtus-Erleb\u00adnis. \u2026 man hat ihn [den Chris\u00adtus] gefun\u00adden, wenn man sich wiederge\u00adfun\u00adden hat, aber aus der Ohn\u00admacht her\u00adaus. Das ganze Nichtigkeits\u00adge\u00adf\u00fchl, das uns \u00fcberkommt, wenn wir \u00fcber die eige\u00adnen Kr\u00e4fte ohne Hochmut nach\u00addenken, das muss voraus\u00adge\u00adhen dem Chris\u00adtus-Impuls. \u2026 Aber ger\u00adade wenn wir in dieser Absicht drin\u00adnen ste\u00adhen, die Wahrheit auszus\u00adprechen, und dann uns selb\u00adst besin\u00adnen \u00fcber dieses Aussprechen der Wahrheit, da k\u00f6n\u00adnen wir einen ersten Schritt auf dem Wege tun zu dem Empfind\u00aden der Ohn\u00admacht des men\u00adschlichen Leibes gegen\u00fcber der g\u00f6t\u00adtlichen Wahrheit. In dem Augen\u00adblicke, wo Sie wirk\u00adlich Selb\u00adst\u00adbesin\u00adnung treiben \u00fcber das Die-Wahrheit-Reden, kom\u00admen Sie n\u00e4m\u00adlich auf etwas sehr Merk\u00adw\u00fcrdi\u00adges. Der Dichter hat es gef\u00fchlt, indem er gesagt hat: Spricht die Seele, so spricht, ach! Schon die Seele nicht mehr. \u2014 Auf dem Wege, wodurch das, was wir inner\u00adlich in der Seele als Wahrheit wirk\u00adlich erleben, zur Sprache wird, stumpft es sich bere\u00adits ab. Es ert\u00f6tet sich in der Sprache noch nicht voll\u00adst\u00e4ndig, aber es stumpft sich bere\u00adits ab. Und der, der die Sprache ken\u00adnt, der wei\u00df, dass nichts anderes als die Eigen\u00adna\u00admen die nur ein Ding immer beze\u00adich\u00adnen, rechte Beze\u00adich\u00adnun\u00adgen f\u00fcr dieses Ding sind. Sobald wir gen\u00ader\u00adal\u00adisierte Namen haben, seien sie Haupt- Zeit- oder Eigen\u00adschaftsw\u00f6rter, sprechen wir nicht mehr voll die Wahrheit. Da beste\u00adht dann die Wahrheit darin\u00adnen, dass wir uns dessen bewusst sind, dass wir im Grunde genom\u00admen mit jedem Satze von der Wahrheit abwe\u00adichen m\u00fcssen\u201d (Stein\u00ader, GA 182, Wie finde ich den Chris\u00adtus, 16.10.1918, S.&nbsp;187f).<\/p>\n<h4><strong>Das Sonne-Werden der&nbsp;Erde<\/strong><\/h4>\n<p>Das pflanzen\u00adhaft reine Sein des Men\u00adschen im Mantra 2 B scheint mir in Zusam\u00admen\u00adhang zu ste\u00adhen, mit dem zuk\u00fcn\u00adfti\u00adgen Sonne-Wer\u00adden der Erde, das Rudolf Stein\u00ader hier beschreibt: \u201e\u2026 dieses Etwas, das den Tod nicht mit\u00admacht, was die Men\u00adschen sich nach und nach erobern durch den Ein\u00adflu\u00df des Chris\u00adtus-Impuls\u00ades, das str\u00f6mt nun zur\u00fcck, das str\u00f6mt hin\u00adaus in den Wel\u00adtenraum, das bildet, je nach\u00addem es st\u00e4rk\u00ader oder schw\u00e4ch\u00ader ist im Men\u00adschen, eine Kraft, die da hin\u00adaus\u00adflie\u00dft in den Wel\u00adtenraum. Und es wird diese Kraft eine Sph\u00e4re um die Erde herum bilden, die im Sonne- Wer\u00adden ist. Eine Art von Geistes-Sph\u00e4re bildet sich um die Erde herum aus den lebendig gewor\u00adde\u00adnen \u00c4ther\u00adleibern. Eben\u00adso wie das Chris\u00adtus- Licht von der Erde ausstrahlt, eben\u00adso haben wir eine Art von Wider\u00adspiegelung des Chris\u00adtus-Licht\u00ades im Umkreise der Erde. Was hier widerge\u00adspiegelt wird als Chris\u00adtus-Licht, und was als Folge des Chris\u00adtus-Ereigniss\u00ades einge\u00adtreten ist, ist das, was Chris\u00adtus den Heili\u00adgen Geist nen\u00adnt. Eben\u00adso wahr, wie die <strong>Erde ihr Sonne-Wer\u00adden<\/strong> begin\u00adnt durch das Ereig\u00adnis von Gol\u00adgatha, eben\u00adso wahr ist es, da\u00df von diesem Ereig\u00adnis an die Erde auch begin\u00adnt, sch\u00f6pferisch zu wer\u00adden und um sich herum einen geisti\u00adgen Ring zu bilden, der sp\u00e4ter wiederum zu ein\u00ader Art von Plan\u00adet um die Erde&nbsp;wird&nbsp;[\u2026]<\/p>\n<p>So entste\u00adhen Neu\u00adbil\u00addun\u00adgen von Wel\u00adten! Das aber m\u00fcssen wir ver\u00adste\u00adhen, da\u00df wir vor dem Aus\u00adgangspunkt ein\u00ader <strong>neu sich bilden\u00adden Sonne<\/strong> ste\u00adhen, indem wir den ster\u00adben\u00adden Chris\u00adtus betra\u00adcht\u00aden. Der Chris\u00adtus ver\u00adm\u00e4hlt sich dem Tod, der auf der Erde der charak\u00adter\u00adis\u00adtis\u00adche Aus\u00addruck des Vater-Geistes gewor\u00adden ist. Der Chris\u00adtus geht hin zum Vater und ver\u00adm\u00e4hlt sich mit seinem Aus\u00addruck, dem Tod, \u2014 und unwahr wird das Bild des Todes, denn der Tod wird zum <strong>Samen ein\u00ader neuen Sonne im Wel\u00adte\u00adnall<\/strong>. F\u00fchlen wir dieses Ereig\u00adnis, f\u00fchlen wir dieses Unwahrw\u00ader\u00adden des Todes, f\u00fchlen wir, da\u00df der Tod an dem Kreuze das Samenko\u00adrn wird, aus dem eine neue Sonne her\u00advor\u00ads\u00adprie\u00dft, dann f\u00fchlen wir auch so recht, wie die Men\u00adschheit auf der Erde es hat empfind\u00aden und ahnen m\u00fcssen als den aller\u00adwichtig\u00adsten \u00dcber\u00adgang inner\u00adhalb der Men\u00adschheit\u00adsen\u00adtwick\u00adelung.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Mysterium_von_Golgatha#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>:<a href=\"http:\/\/fvn-archiv.net\/PDF\/GA\/GA112.pdf#page=249&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GA 112, S. 249f<\/a>, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.)<\/p>\n\t\t\t<a href target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Eintrag&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Zeit-Impuls des Mantras 2 B ergie\u00dft sich dreifach Ver\u00ad\u00ad\u00adgan\u00ad\u00ad\u00adgen\u00adheit-Vor\u00adbere\u00adi\u00ad\u00adtung Gegen\u00adwart-Geist-Impuls Zukun\u00adft-Vol\u00adlen\u00ad\u00ad\u00addung 1 A Wenn aus den Wel\u00adtenweit\u00aden Die Sonne spricht zum Men\u00adschensinn Und Freude aus den See\u00adlen\u00adtiefen Dem Licht sich eint im Schauen, Dann ziehen aus der Selb\u00ads\u00adtheit&nbsp;H\u00fclle Gedanken in die Raumes\u00adfer\u00adnen Und binden dumpf Des Men\u00adschen Wesen an des Geistes Sein. 2&nbsp;B\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-3967","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3967","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3967"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3967\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3980,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3967\/revisions\/3980"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3967"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}