{"id":3282,"date":"2025-03-29T14:18:02","date_gmt":"2025-03-29T13:18:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=3282"},"modified":"2025-09-21T16:52:43","modified_gmt":"2025-09-21T14:52:43","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy-7-copy-copy-copy-copy-copy-2-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-2-copy-copy-copy-2-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=3282","title":{"rendered":"Blog \u2014 Gegenspr\u00fcche 25 Y \u2014 50&nbsp;y"},"content":{"rendered":"\n\n\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/25-Y-50-y-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><\/p>\n<h4><strong>Die Gegenspr\u00fcche 25 Y<\/strong><strong> und 50&nbsp;y<\/strong><\/h4>\n<table width=\"713\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"311\"><strong>25 Y<\/strong>\n<p>Ich darf nun mir geh\u00f6ren<\/p>\n<p>Und leuch\u00adt\u00adend bre\u00adit\u00aden Innenlicht<\/p>\n<p>In Raumes- und in Zeitenfinsternis.<\/p>\n<p>Zum Schlafe dr\u00e4ngt nat\u00fcr\u00adlich&nbsp;Wesen,<\/p>\n<p>Der Seele Tiefen sollen wachen<\/p>\n<p>Und wachend tra\u00adgen Sonnengluten<\/p>\nIn kalte Winterfluten.<\/td>\n<td width=\"16\"><\/td>\n<td width=\"311\"><strong>50 y<\/strong>\n<p>Es spricht zum Menschen-Ich,<\/p>\n<p>Sich machtvoll offenbarend<\/p>\n<p>Und seines Wesens Kr\u00e4fte l\u00f6send,<\/p>\n<p>Des Wel\u00adtenda\u00adseins Werdelust:<\/p>\n<p>In dich mein Leben tragend<\/p>\n<p>Aus seinem Zauberbanne,<\/p>\nErre\u00adiche ich mein wahres Ziel.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h4><strong>Die Eurythmieformen zu den Mantren 25 Y und 50&nbsp;y<\/strong><\/h4>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/25-Y-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/50-y-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><\/p>\n<h4><strong>\u00dcber den Buchstaben \u201cY\u201d<\/strong><\/h4>\n<p>Das Y gilt zwar als Kon\u00adso\u00adnant und wird wie im Wort \u2018Yoga\u2019 als J gesprochen, doch hat es im Griechis\u00adchen, Franz\u00f6\u00adsis\u00adchen und Rus\u00adsis\u00adchen sowie z.T. auch im Deutschen den Lautwert \u00dc, also den eines Vokals. Urspr\u00fcnglich bedeutete das Y sog\u00adar U, den let\u00adzten der f\u00fcnf Vokale. Deshalb wurde im <strong>Griechis\u00adchen<\/strong> das Y\u2011psilon (\u03a5, \u03c5) \u2018ein\u00adfach\u00ades U\u2019 genan\u00adnt, wie auch das Epsilon eben E\u2011psilon, \u2018ein\u00adfach\u00ades E\u2019 hie\u00df. \u2018Ypsilon\u2019 ist also kein Name, wie z.B. \u2018Rad\u2019 f\u00fcr den R\u2011Laut, son\u00addern eine \u00e4u\u00dfer\u00adliche Abgren\u00adzung zum zusam\u00admenge\u00adset\u00adzten U, dem OY. Als Y im Griechis\u00adchen noch den U\u2011Vokal bedeutete, \u00fcber\u00adnah\u00admen die R\u00f6mer das Y zur Wieder\u00adgabe ihres U- und V\u2011Lautes. So vol\u00adl\u00adzog sich im Lateinis\u00adchen die Aufgliederung des ein\u00adheitlichen Y der Griechen in ein kon\u00adso\u00adnan\u00adtis\u00adches V und ein vokalis\u00adches U und wieder\u00adholte damit eine Aufteilung, die auch bei der \u00dcber\u00adnahme des <strong>hebr\u00e4is\u00adchen Alpha\u00adbets<\/strong> ins Griechis\u00adche stattge\u00adfun\u00adden hat\u00adte. Das griechis\u00adche Ypsilon stammt vom hebr\u00e4is\u00adchen (\u05d5) Vav (Waw) und stellt den vokalis\u00adchen Aspekt dieses Lautes dar, w\u00e4hrend der kon\u00adso\u00adnan\u00adtis\u00adche zum Bau- oder Vau-Buch\u00adstaben mit dem Lautwert V wurde. Die lateinis\u00adche Buch\u00adstaben\u00adfor\u00admen von Y, U, V (und W) lassen diesen Zusam\u00admen\u00adhang noch erken\u00adnen. Auf dem Weg vom Y zum V und U geht lediglich der untere Strich in der Mitte, bildlich die Ein\u00adheit vor der Teilung ver\u00adloren, denn auch das Y kann gerun\u00addet geschrieben werden.<\/p>\n<p>Das Y kommt in unserem Alpha\u00adbet und im See\u00adlenkalen\u00adder nach dem X. Kann das X als Beze\u00adich\u00adnung f\u00fcr das \u2018Exo\u00adter\u00adische\u2019 ver\u00adstanden wer\u00adden, als Aus\u00addruck des \u00e4u\u00dfer\u00adlich Sin\u00adnen\u00adf\u00e4l\u00adli\u00adgen, so das Y als Beze\u00adich\u00adnung f\u00fcr das \u2018Mys\u00adtisch-Esotherische\u2019, das Ver\u00adbor\u00adgene, Geheime. Das Y ist der Mys\u00adte\u00adrien\u00adlaut, was seine Ver\u00adwandtschaft mit dem U verdeut\u00adlicht, dem Laut der \u2018unio\u2019 und \u2018com\u00admu\u00adnio\u2019, der Laut der \u2018unio mys\u00adti\u00adca\u2019 eben. Doch warum ist dies so? Bevor ich dem Y vor allem in der griechis\u00adchen Sprache nachge\u00adhe, will ich seine Form betrachten.<\/p>\n<p>Das lateinis\u00adche Y \u00e4hnelt der <strong>ger\u00adman\u00adis\u00adchen <\/strong>Elhaz- oder Algiz-Rune (<big>\u16c9) <\/big>im \u00e4lteren Futhark. Doch die Elhaz-Rune&nbsp;<big>\u16c9<\/big> hat den Lautwert Z. Als Bedeu\u00adtung der Elhaz-Rune wird Elch angenom\u00admen, was mir wegen der gewei\u00adhar\u00adti\u00adgen Verzwei\u00adgung des Zeichens stim\u00admig erscheint. Im Laufe der Entwick\u00adlung vom \u00e4lteren zum j\u00fcn\u00adgeren Futhark ver\u00e4n\u00adderten sich manche Zeichen. So wan\u00addelte sich die M\u2011Rune Man\u00adnaz <big>\u16d7<\/big> (\u2018Mann\u2019 oder \u2018Men\u00adsch\u2019) zur Madhr-Rune. Nun bestand Ver\u00adwech\u00adslungs\u00adge\u00adfahr mit der Elhaz-Rune, weshalb diese nun oft gest\u00fcrzt (auf den Kopf gestellt) <big>\u16e3 ver\u00adwen\u00addet wurde<\/big>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/25-Y-Mannaz-und-Madhr-Rune-300x145.png\" alt width=\"288\" height=\"139\"><\/p>\n<p><em>Die Vor\u00admver\u00adwand\u00adlung der Man\u00adnaz-Rune des \u00e4lteren Futhark zur Madhr-Rune des j\u00fcn\u00adgeren Futhark<\/em><\/p>\n<p>Weit\u00ader verkom\u00adpliziert wurde der Sachver\u00adhalt durch den v\u00f6lkischen Autor und Eso\u00adterik\u00ader Gui\u00addo List (1848 \u2014 1919), der 1902 ein 18-Zeichen-Rune\u00adnal\u00adpha\u00adbet ver\u00adbre\u00adit\u00adete. Die von ihm geschaf\u00adfene Man-Rune ist fast iden\u00adtisch mit der Elhaz- bzw. Algiz-Rune. Die Man-Rune nen\u00adnt er die \u2018Leben\u00adsrune\u2019 und ihre gest\u00fcrzte Vari\u00adante, die Yr-Rune, die \u2018Todesrune\u2019. Im Drit\u00adten Reich und danach wur\u00adden bei\u00adde Vari\u00adanten z.B. auf Grab\u00adsteinen ver\u00adwen\u00addet, um Geburts- und Todes\u00adda\u00adtum zu markieren.<\/p>\n<p>Trotz dieses Runen\u00admiss\u00adbrauchs lohnt es sich, diesem Sym\u00adbol der Elch- bzw. Z\u2011Rune und der sp\u00e4ten Form der Man\u00adnaz- bzw. M\u2011Rune nachzuge\u00adhen, um das Y als Mys\u00adte\u00adrien\u00adlaut zu verstehen.<\/p>\n<p>Aus der Gotik stam\u00admen soge\u00adnan\u00adnte <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gabelkreuz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gabelkreuze<\/a>, die den Lebens\u00adbaum als Baum des vererbten, gen\u00ader\u00ada\u00adtiv\u00aden Lebens darstellen. Wohl aus Ital\u00adien kom\u00admend ver\u00adbre\u00adit\u00adete sich im Rhein\u00adland und West\u00adfalen diese Kreuz\u00adform als Kreuz des lei\u00adde\u00adnen Chris\u00adtus, Cru\u00adci\u00adfixus doloro\u00adsus (\u201eschmerzen\u00adsre\u00adichen Gekreuzigten\u201d), als Pest- oder Sch\u00e4cherkreuz. Die von Natur aus an einen Baum mit Astabzwei\u00adgun\u00adgen erin\u00adnernde Kreuz\u00adform geht ver\u00admut\u00adlich auf Mys\u00adtik\u00ader des 13. und 14. Jahrhun\u00adderts zur\u00fcck, die in dieser Y- bzw. <big>\u16c9<\/big> Elhaz-Kreuz\u00adform den Baum des Lebens sahen. So zeigt das Gabelkreuz aus Hal\u00adtern, das gegen den Strom schwim\u00admend bei diesem Ort aus dem Fluss Lippe gefis\u00adcht wor\u00adden sein soll, viele weit\u00adere Astabzwei\u00adgun\u00adgen. Auch das Pestkreuz aus Neuss zeigt Baum-Chakak\u00adter. Ein Fres\u00adco unbekan\u00adnter Herkun\u00adft zeigt eine gr\u00fcne, gabelig verzewigte Pflanze, an der Chris\u00adtus gekreuzigt ist.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/25-Y-50-y-Gabelkreuz-Haltern-1340-neu-191x300.png\" alt width=\"237\" height=\"372\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/25-Y-50-y-Gabelkreuz-Pestkreuz-Neuss-St.-Quirin-um-1360-115x300.png\" alt width=\"143\" height=\"373\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/Baum-Kreuz-Gabelkreuz-Fresco-228x300.png\" alt width=\"283\" height=\"373\"><\/p>\n<p><em>1. Der lei\u00addende Chris\u00adtus am Gabelkreuz, stil\u00adisiert als Lebens\u00adbaum, um 1340, Pfar\u00adrkirche St. Six\u00adtus, Hal\u00adtern in Westfalen<\/em><\/p>\n<p><em>2. Pestkreuz Neuss, St. Quirin, um&nbsp;1360<\/em><\/p>\n<p><em>3. Chris\u00adtus gekreuzigt am gr\u00fc\u00adnen Holz, Quelle unbekannt<\/em><\/p>\n<p>Auch wenn das Kreuz sel\u00adber rechtwinke\u00adlig gebildet ist, wird Chris\u00adtus \u00fcber\u00adwiegend in ein\u00ader Y\u2011Haltung, mit hochge\u00adzo\u00adge\u00adnen Armen bzw. her\u00adabge\u00adsunken\u00adem K\u00f6r\u00adp\u00ader dargestellt. Beson\u00adders deut\u00adlich wird dies auf dem Kreuzi\u00adgungs\u00adbild des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Matthias_Gr%C3%BCnewald#\/media\/Datei:Grunewald_Isenheim1.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Isen\u00adheimer Altars<\/a> von Matthias Gr\u00fcnewald. Diese Darstel\u00adlungsweise unter\u00adstre\u00adicht das Lei\u00adden Christi und tritt erst im Mit\u00adte\u00adlal\u00adter&nbsp;auf.<\/p>\n<p>Die Elhaz- oder Algiz-Z-Rune (<big>\u16c9) ist der Elch. Das Geweih ist das Zeichen der Med\u00adi\u00adta\u00adtion\u00adskraft des Men\u00adschen, denn anders als das Kuhge\u00adh\u00f6rn muss es j\u00e4hrlich neu gebildet wer\u00adden \u2014 ganz wie die med\u00adi\u00adta\u00adtive Geis\u00adte\u00adshal\u00adtung jew\u00adeils neu errun\u00adgen, die Geistverbindung neu geschaf\u00adfen wer\u00adden muss. Ein Beispiel ist der medi\u00adtierende Schamane mit Hirschgeweih auf dem Sil\u00adberkessel von Gundestrup.&nbsp;<\/big><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/25-Y-50-y-Schamane-Kessel-von-Gundestrup-237x300.png\" alt width=\"237\" height=\"300\"><\/p>\n<p><em>Zeich\u00adnung des soge\u00adnan\u00adnten Schama\u00adnen auf dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Kessel_von_Gundestrup\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sil\u00adberkessel von Gundestrup<\/a><\/em><\/p>\n<p><big>Das Geh\u00f6rn bringt den Strom der vergeistigten Blut\u00adskr\u00e4fte ins Bild, der durch die \u00c4theri\u00adsa\u00adtion des Blutes bere\u00adits durch den Tod gegan\u00adgenen Leben\u00adskr\u00e4fte. Nach Rudolf Stein\u00ader bildet die \u00c4theri\u00adsa\u00adtion des Blutes die Grund\u00adlage f\u00fcr das \u00fcber die direk\u00adten k\u00f6r\u00adper\u00adlichen Belange hin\u00adaus\u00adre\u00adichende, sein\u00ader selb\u00adst bewusst\u00adwer\u00addende Bewusst\u00adsein. So wun\u00addert es nicht, dass die Man\u00adnaz-M-Rune sich diesem Zeichen anglich, denn es ist der Men\u00adsch, der Bewusst\u00adsein von sich selb\u00adst erlangt. Da Man\u00adnaz mit Man\u00adas, dem Geist\u00adselb\u00adst zusam\u00admen\u00adh\u00e4ngt, meint es den geisti\u00adgen, den zuk\u00fcn\u00adfti\u00adgen Men\u00adschen (siehe <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2978\">13 M \u2014 38 m<\/a>). Die Zeichen \u00e4hneln sich nicht grund\u00adlos. Sie ver\u00adweisen auf das gle\u00adiche Geheim\u00adnis, die \u00dcber\u00adwin\u00addung des irdis\u00adchen, lei\u00adden\u00adden Men\u00adschen, um den geisti\u00adgen, den unsterblichen Men\u00adschen zu find\u00aden. Der Aufer\u00adstandene Chris\u00adtus wird der \u201cErst\u00adge\u00adborene der Sch\u00f6p\u00adfung\u201d (Koloss\u00ader 1,15) genan\u00adnt, denn er ist der erste Men\u00adsch, der den Tod \u00fcber\u00adwand. Inter\u00ades\u00adsan\u00adter\u00adweise tr\u00e4gt auch der Riese Ymir das Y im Namen. Aus seinem Leib, so erz\u00e4hlt es die nordis\u00adche-ger\u00adman\u00adis\u00adche Mytholo\u00adgie, ent\u00adstand die gegen\u00adw\u00e4r\u00adtige&nbsp;Welt.<\/big><\/p>\n<p>Das mit dem Y ver\u00adwandte U ist die Gruft, das Grab (siehe 21 U \u2014 46 u). Als Teil der Ein\u00adwei\u00adhung wurde der Myste sym\u00adbol\u00adisch ins Grab gelegt. Die griechis\u00adche Sprache hat viele Worte, die das Y mit den Mys\u00adte\u00adrien in Zusam\u00admen\u00adhang brin\u00adgen. Der Eingewei\u00adhte hei\u00dft \u2018m\u00fdstes\u2019, der heilige Gesang ist der \u2018h\u00fdm\u00adnos\u2019, die Nacht ist n\u00fdx\u2019, das Ver\u00adsteck, das Inner\u00adste, Ver\u00adbor\u00adgene ist \u2018mych\u00f3s\u2019 und die F\u00e4higkeit\u00aden der Maus, \u2018mys\u2019, hat\u00adte sich der Myste anzueignen, damit er sich zur\u00fcckziehen, dem Zugriff pro\u00adfan\u00ader H\u00e4nde entziehen kon\u00adnte. Von Chris\u00adtus wird dies wieder\u00adholt geschildert. \u201cAber als Jesus das erfuhr [dass die Phar\u00adis\u00e4er ihn fan\u00adgen woll\u00adten], wich er von dan\u00adnen\u201d (Matth 12,15)<\/p>\nAuch ein neuer Gedanke kann so unschein\u00adbar und schnell vor\u00adbei\u00adhuschen, wie eine flinke, kleine Maus. Ein Eingewei\u00adhter muss gel\u00adernt haben, einen solchen mys\u00adtis\u00adchen Gedanken trotz\u00addem wahrzunehmen. Slaw\u00adisch hei\u00dft \u2018Gedanke\u2019 \u2018m\u00fds\u00adlij\u2019 und \u2018m\u00fcsh\u2019 [\ua667\ua650\ua687\ua64f] auf Rus\u00adsisch die \u2018Maus\u2019. Klan\u00adglich sind die bei\u00adden slaw\u00adis\u00adchen Worte \u00e4hn\u00adlich. Rudolf Stein\u00ader beschreibt, wie der Yogi fr\u00fcher\u00ader Zeit\u00aden durch den Atemvor\u00adgang, der den Ner\u00adven-Sinnes-Organ\u00adis\u00admus durch die mitat\u00admende Bewe\u00adgung des Liquor (R\u00fcck\u00aden\u00admarks\u00adfl\u00fcs\u00adsigkeit) durch\u00adpulst, sein Bewusstein ver\u00e4n\u00adderte. Er sagt: \u201cDadurch erlebte der Yogi einen inneren Vor\u00adgang, der sich zusam\u00admenset\u00adzte aus dem, was durch den Ner\u00adven-Sinnesprozess erfol\u00adgte, und dem, was durch das Gehirn und auch durch die Sinne hin\u00addurch\u00adwellte. \u2026 Dadurch kam an diesen Yogi etwas ganz Beson\u00adderes her\u00adan. Er strahlte das Denken, das son\u00adst kaum als ein Kopfvor\u00adgang gef\u00fchlt wurde, in seinen Organ\u00adis\u00admus hinein. Er dacht nicht blo\u00df, son\u00addern er f\u00fchlte, wie der Gedanke \u2014 ich m\u00f6chte sagen \u2014 wie so ein Tierchen durch\u00adlief, durch den Atmungsvor\u00adgang, den er k\u00fcn\u00adstlich her\u00advorgerufen hat\u00adte.\u201d (GA 212 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 437) Diese von Rudolf Stein\u00ader erw\u00e4h\u00adn\u00adten \u201cTierchen\u201d iden\u00adti\u00adfiziert Ernst Moll mit M\u00e4usen.<br>\n\nWird das Y als \u00dc aus\u00adge\u00adsprochen, so gilt, was Rudolf Stein\u00ader all\u00adge\u00admein \u00fcber die Umlaute sagt: Es ist so, dass \u201cwenn aus dem [gew\u00f6hn\u00adlichen] Laut der Umlaut wird, man hineinkommt in das sinnlich nicht mehr in fes\u00adten Kon\u00adturen Auftre\u00adtende, son\u00addern in das mehr Zer\u00adflat\u00adternde, Zer\u00adst\u00e4ubende. Das ist aber zu gle\u00adich\u00ader Zeit schon ein Hineinge\u00adhen in das Geistige.\u201d (GA 279 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 435) Am Beispiel der Mehrzahlbil\u00addung macht Rudolf Stein\u00ader das deut\u00adlich: \u201cEin \u2018Wagen\u2019 [sin\u00adgu\u00adlar], das ist etwas Festes, in sich Beschlossenes. Die \u2018W\u00e4gen\u2019 [Plur\u00adal], da sind die Kon\u00adturen nicht so scharf, das Ding wird auseinan\u00adderg\u00aderis\u00adsen. \u2026 So m\u00fcssen Sie empfind\u00aden das Dumpfer\u00adw\u00ader\u00adden [im Sin\u00adgu\u00adlar \u201cWagen\u201d] und das Heller\u00adw\u00ader\u00adden [im Plur\u00adal \u201cW\u00e4gen\u201d]. Heller wird der Laut, weil sich die Sache zer\u00adstreut; z.B. \u2018Baum, B\u00e4ume\u2019.\u201d (GA 280 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 435) So ist ein \u2018Gut\u2019 etwas konkret Gegebenes, Dicht\u00ades, \u2018G\u00fcter\u2019 dage\u00adgen \u201csind viele, nicht so konkret mehr. \u2026 immer wenn der Vokal heller wird ist das Ding auseinan\u00adderg\u00aderis\u00adsen, weich\u00ader gemacht. Der Vokal wird im Plur\u00adal heller, weil sich im Plur\u00adal [wo der Umlaut auftritt] die Sache ver\u00adstreut.\u201d (GA 280 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 435) Und an ander\u00ader Stelle: \u201cSehen Sie, wo die Diph\u00adtonge sind oder Umlaute sind, ist immer etwas von der Empfind\u00adung da: die Sache wird schwum\u00admelig, nebe\u00adlig, undeut\u00adlich. Undeut\u00adlich wer\u00adden die Dinge ein\u00adfach in der Mehrzahl; z.B. wenn ein Brud\u00ader da ist blo\u00df, da ist er ganz deut\u00adlich. Nehmen wir die Mehrzahl, da m\u00fcssen wir es undeut\u00adlich \u00fcber\u00adschauen: Br\u00fcder; wenn Undeut\u00adlichkeit f\u00fcr die Anschau\u00adung her\u00advor\u00adtritt,&nbsp; \u2026 dann erscheint der Umlaut.\u201d (Zitiert nach Dubach-Donath, Die Grun\u00addele\u00admente der Eury\u00adth\u00admie, in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 435f) Zum \u00dc sagt er dort auch, es sein ein \u2018Ver\u00adspr\u00fchen\u2019, es sei, wenn \u201cStaunen mit Freude\u201d in den melan\u00adcholis\u00adchen U\u2011Laut hineinkommt. Und auch wenn es \u2018d\u00fcster\u2019 wird, wenn man \u2018m\u00fcde\u2019 wird, gehen die Kon\u00adturen ver\u00adloren. So kommt man, sagt Rudolf Stein\u00ader dort, in die \u201cBangigkeit hinein, dass es schief gehen k\u00f6n\u00adnte.\u201d (in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;436)<br>\n\n<p>So ist das <strong>griechis\u00adche Ypsil\u00adnon<\/strong> (\u03a5, \u03c5)&nbsp;die mys\u00adtis\u00adche Spalte, die Tiefe, das Grab und die Schlucht. \u2018Styx\u2019 hei\u00dft der Fluss in der Unter\u00adwelt, der Welt der Toten, im Hades, \u2018byth\u00f3s\u2019 hei\u00dft \u2018versinken\u2019 und \u2018bythizein\u2019 \u2018versenken\u2019, \u2018byss\u00f3s\u2019 und \u2018p\u00fdn\u00addax\u2018 sind die \u2018Tiefe\u2019, \u2018abyssos\u2019 der \u2018Abgrund\u2019. Das Y im \u2018mythos\u2019, griechisch \u2018Rede, Wort\u2019, ist der tief\u00adere Sinn, \u2018h\u00fdle\u2019 der \u2018Wald\u2019 und gle\u00adichzeit\u00adig \u2018Materie, Stoff\u2019. Im Waldes\u00addunkel wurde das Geheim\u00adnis der Materie, der Stoffes-H\u00fclle erlebt, die das Licht, das Y, gebiert. Der \u2018Uterus\u2019, im Deutschen, ganz auf U ges\u00adtimmt, ist griechisch \u2018hys\u00adt\u00e9ria\u2019. \u2018Ph\u00fdein\u2019 bedeutet \u2018erzeu\u00adgen\u2019, \u2018her\u00advor\u00adbrin\u00adgen\u2019, \u2018bekom\u00admen\u2019 und \u2018ph\u00fd\u00adsis\u2019 ist die \u2018Geburt\u2019, die \u2018Natur\u2019, die \u2018Herkun\u00adft\u2019 und \u2018Sch\u00f6pfer\u00adkraft\u2019. Und in griechisch \u2019n\u00fdm\u00adphe\u2019 \u2018Braut\u2019 und \u2019nymph\u00edos\u2019 \u2018Br\u00e4utigam\u2019 erscheint die unio, die mys\u00adtis\u00adche Ein\u00adheit in der Sinneswelt. Der \u2018Boden\u2019, der \u2018Fu\u00df\u2019 ist \u2018pyth\u00adm\u00e9n\u2019, doch w\u00e4hrend der Leib her\u00adab\u00adsinkt auf den Grund, das Grab, vere\u00adinigt sich die Seele, \u2018psy\u00adch\u00e9\u2019 mit der geisti\u00adgen Welt. Aus dieser Vere\u00adini\u00adgung kann die \u2018Phythia\u2019 wahrsagen, \u2018p\u00fdthon\u2019 hei\u00dft \u2018wahrsagend\u2019 und \u2018atmen, hauchen\u2019 \u2018ps\u00fdchein\u2019. Dieser Gegen\u00adsatz von \u2018unten\u2019 und \u2018\u00fcber\u2019, von \u2019sub\u2019 und \u2019super\u2019, von hyp\u00f3\u2019 und \u2018hyper\u2019 find\u00adet sich gle\u00adicher\u00adma\u00dfen im Deutschen, Lateinis\u00adchen und Griechis\u00adchen. \u2018Hybris\u2019 ist \u00fcber\u00adsteigert\u00ader \u2018\u00dcber\u00admut\u2019, \u2018h\u00fdp\u00adsos\u2019 die \u2018Anh\u00f6he\u2019, dem auf See\u00adlenebene das Hineinger\u00adat\u00aden in die Extase entspricht. Das ist das Ele\u00adment des \u2018Dion\u00ady\u00adsis\u00adchen\u2019, das Unscharf-Wer\u00adden des Y als&nbsp;\u00dc.<\/p>\n<p>Die \u2018Kryp\u00adta\u2019 ist der unterirdis\u00adche, geheime Kirchen\u00adraum. \u2018Kr\u00fdphios\u2019, der \u2018Geheime\u2019, wird der zweite Ein\u00adwei\u00adhungs\u00adgrad der Mithras\u00admys\u00adte\u00adrien genan\u00adnt. Der \u2018Sohn\u2019 ist \u2018hyi\u00f3s\u2019 oder \u2018hyi\u00fds\u2019, der \u2018Fisch\u2019 \u2018icht\u00fds). So ist das Y im Griechis\u00adchen eng mit dem Chris\u00adtus ver\u00adbun\u00adden. \u2018Gesund\u00adheit\u2019 hei\u00dft \u2018hyg\u00edeia\u2019 und \u2018heilen\u2019 hygi\u00e1zesthai\u2019. Das Y vere\u00adint die Gegen\u00ads\u00e4tze, \u2019syn\u2019 hei\u00dft \u2018zusam\u00admen\u2019 und erm\u00f6glich dadurch das Leben. Als Kon\u00adso\u00adnant, der einen vokalis\u00adchen Lautwert verk\u00f6r\u00adpert, wirkt das Y wie ein Zuk\u00fcn\u00adftiges, noch unein\u00addeutiges, unge\u00adborenes Lautwe\u00adsen. Dadurch ist es Bild des auf\u00adsteigen\u00adden Bewusst\u00adseinslicht\u00ades, das noch ver\u00adbun\u00adden ist mit dem Blut, der belebten Materie, doch schon auf dem Weg Geist zu wer\u00adden und die wahre Natur der Materie, ihr Geistlicht zu offenbaren.&nbsp;<\/p>\n<p>Ernst Moll schreibt zusam\u00admen\u00adfassend \u00fcber das Y: \u201cDas Y ist das Geheim\u00adnis der Seele, ihr Mys\u00adteri\u00adum. In der Gruft, in der Kryp\u00adta des Leibes wird sie gefan\u00adgen gehal\u00adten; sie sehnt sich nach Eins\u00adsein im Geiste. Im Psi von \u2018psy\u00adch\u00e9\u2019 und im S von \u2018Seele\u2019 dro\u00adht die Seele zu zer\u00adrrei\u00dfen, sie wird geheilt durch die Kom\u00admu\u00adnion: im Y, im U.\u201d (Die Sprache der Laute, S.&nbsp;438)&nbsp;<\/p>\n<p>So wie das X als der weib\u00adliche Aspekt des Men\u00adschen ange\u00adse\u00adhen wer\u00adden kann, sein Denken, das Leben her\u00advor\u00adbringt aber auf Befruch\u00adtung angewiesen ist, so kann das Y als der m\u00e4nnliche Aspekt des Men\u00adschen ange\u00adse\u00adhen wer\u00adden, sein Bewusst\u00adseinslicht, seine Wahrnehmung und das, was sicht\u00adbar leuchtet, anderes sicht\u00adbar macht. Vielle\u00adicht ist es mehr als Zufall, dass das weib\u00adliche Chro\u00admo\u00adsomen X\u2011f\u00f6rmig ist, das n\u00e4nnliche Y\u2011f\u00f6rmig.<\/p>\n<h4><strong>\u00dcber die Gegenspr<\/strong><strong>\u00fcche 25 Y und 50&nbsp;y<\/strong><\/h4>\n<p>Die Mantren <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1332\">25 Y<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1756\">50 y<\/a> weisen bei\u00adde einen Ich-Sprech\u00ader auf. Im Mantra 25 Y ist es ein sich selb\u00adst reflek\u00adtieren\u00adder Sprech\u00ader, im Mantra 50 y die Werdelust des Wel\u00adtenda\u00adseins, die das Men\u00adschen-Ich als H\u00f6r\u00ader anspricht. Hier ist also von zwei wachen Entit\u00e4ten auszuge\u00adhen. Die Mantren ste\u00adhen durch ihre Zahl in einem beson\u00adderen Ver\u00adh\u00e4lt\u00adnis, da 25 die H\u00e4lfte von 50 ist. Es fragt sich also, ob das Ganze (50) und die H\u00e4lfte (25) sich auch inhaltlich wiederfindet.<\/p>\n<p>Das Mantra 25 Y beschreibt einen inti\u00admen Innen\u00adprozess, die Hin\u00adwen\u00addung zum eige\u00adnen Inneren, wie sie am Abend, nach getan\u00ader Arbeit, m\u00f6glich ist. Der Ich-Sprech\u00ader erken\u00adnt, dass er nun sich selb\u00adst geh\u00f6ren darf. Alle Au\u00dfenori\u00aden\u00adtierung durch die Sinne ist been\u00addet. Er darf nun Innen\u00adlicht leuch\u00adt\u00adend aus\u00adbre\u00adit\u00aden in Raumes- und Zeit\u00aden\u00adfin\u00adster\u00adn\u00adis. Das Licht sein\u00ader Bewusst\u00adseinssonne darf nun den seel\u00adis\u00adchen Innen\u00adraum ausleucht\u00aden und die Fin\u00adster\u00adn\u00adis der eige\u00adnen Innen\u00adwelt ins Bewusst\u00adsein heben. Die son\u00adst unbe\u00adwusst bleiben\u00adden \u00dcberzeu\u00adgun\u00adgen, Gef\u00fch\u00adle und Wil\u00adlen\u00adsim\u00adpulse, mit all den fest\u00adge\u00adfahre\u00adnen inneren Mustern und Reak\u00adtion\u00adsweisen k\u00f6n\u00adnen nun beleuchtet wer\u00adden. Dies geschieht z.B. beim Tages\u00adr\u00fcck\u00adblick, wenn gefragt wird, welche Motive das eigene Han\u00addeln bes\u00adtimmt haben, wie die Ver\u00adket\u00adtun\u00adgen der Ereignisse durch eigene Entschei\u00addun\u00adgen und Emo\u00adtio\u00adnen mit\u00adbee\u00adin\u00adflusst wur\u00adden. Dann geht die Betra\u00adch\u00adtung des Innen\u00adraumes \u00fcber in die zeitliche Dimen\u00adsion und erhellt die Zeitenfinsternisse.<\/p>\n<p>Die lin\u00adear flie\u00dfend erlebte Zeit run\u00addet sich durch ihren zyk\u00adlis\u00adchen Charak\u00adter zum Zeitraum, zum Tages- oder Jahreskreis. Wird die Sonne als Sch\u00f6pferin dieser Zyklen nun nicht auf dem Kreis\u00adbo\u00adgen ent\u00adlanglaufend, son\u00addern im Zen\u00adtrum gedacht, als Quelle der Zeit, so strahlt sie den Zeitraum aus, wie das Bewusst\u00adseinslicht den seel\u00adis\u00adchen Innen\u00adraum. So kann der Jahreskreis als das Gro\u00dfe, der See\u00adlen-Bewusst\u00adsein\u00adraum als das diesem Gro\u00dfen entsprechende Kleine betra\u00adchtet wer\u00adden. Eine gegen\u00adseit\u00adige \u201cBeleuch\u00adtung\u201d, ein ver\u00adtieftes Ver\u00adste\u00adhen sowohl des Jahreskreis\u00ades, als auch des men\u00adschlichen Inneren wird dadurch m\u00f6glich. Der Jahreskreis wird erkennbar als men\u00adschheitlich\u00ades Urbild des See\u00adlen-Bewusst\u00adsein\u00adsraumes und let\u00adzter\u00ader wird sozusagen les\u00adbar durch den Jahreskreis. Dann ist leuch\u00adt\u00aden\u00addes Innen\u00adlicht in Raumes- und in Zeit\u00aden\u00adfin\u00adster\u00adn\u00adis gebreitet.<\/p>\n<p>Das Bewusst\u00adseinslicht entste\u00adht, wie Rudolf Stein\u00ader sagt, durch den auf\u00adsteigen\u00adden Blut\u00adstrom, der bis zum Herzen ein Lebensstrom ist und dann durch die \u00c4theri\u00adsa\u00adtion des Blutes im Herzen durch einen laten\u00adten Ster\u00adbevor\u00adgang zu Geist wird, zu Bewusst\u00adseinslicht. Dieses aus der eige\u00adnen Leben\u00adskraft ent\u00adstandene Licht ist der Men\u00adsch selb\u00adst und gle\u00adichzeit\u00adig geh\u00f6rt das Bewusst\u00adseinslicht ihm. Das spricht der Ich-Sprech\u00ader im Mantra aus, wenn er sagt, \u201cIch darf nun mir geh\u00f6ren\u201d. Er darf nun sein Innen\u00adlicht leuch\u00adt\u00adend aus\u00adbre\u00adit\u00aden, um die Daseins\u00adgrund\u00adlage zu erken\u00adnen, die sowohl r\u00e4um\u00adlich als auch zeitlich in Fin\u00adster\u00adn\u00adis getaucht ist. Und dieses Bewusst\u00adseinslicht soll erhal\u00adten bleiben, wenn das k\u00f6r\u00adper\u00adliche, das nat\u00fcr\u00adliche Wesen des Men\u00adschen zum Schlaf dr\u00e4ngt. Gew\u00f6hn\u00adlich l\u00f6st sich das Geistig-Seel\u00adis\u00adche beim Ein\u00adschlafen vom K\u00f6r\u00adp\u00ader los und der Men\u00adsch ver\u00adliert das Bewusst\u00adsein. Doch im Mantra sollen die Tiefen der Seele wachen, das Bewusst\u00adseinslicht soll erhal\u00adten bleiben und nicht erl\u00f6schen. Dies ist eine Auf\u00adgabe, wie sie \u201cder Alten mit der Lampe\u201d im unterirdis\u00adchen Tem\u00adpel in Goethes M\u00e4rchen&nbsp; von der gr\u00fc\u00adnen Schlange und der sch\u00f6\u00adnen Lilie verk\u00f6rpert.<\/p>\n<p>Nicht schlafend wie gew\u00f6hn\u00adlich, son\u00addern wachend sollen Son\u00adneng\u00adluten in kalte Win\u00adter\u00adfluten getra\u00adgen wer\u00adden. Der Gegen\u00adsatz von Son\u00adneng\u00adluten und Win\u00adter\u00adfluten l\u00e4sst an die Hal\u00adb\u00adjahre denken: das warme, son\u00adnen\u00addurch\u00adflutete Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr und das kalte, nasse Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr. Diesen Hal\u00adb\u00adjahren entspricht die nach au\u00dfen gerichtete Wahrnehmungs\u00adseite der Seele und ihre nach innen gerichtete Denk\u00adseite. Die Son\u00adneng\u00adluten ver\u00adste\u00adhe ich als die Wahrnehmungen. Und mit der Wahrnehmung geht das gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfige Bew\u00aderten aller Sin\u00adne\u00adsein\u00addr\u00fccke ein\u00adher, die sym\u00adpa\u00adtis\u00adche oder antipatis\u00adche Reak\u00adtion. Hier herrscht die feurig emo\u00adtionale Seite der Seele. Die Denk\u00adseite ist dage\u00adgen logisch, kalt. Die Gedanken durch\u00adflie\u00dfen das Bewusst\u00adsein, das sel\u00adber gerne mit Wass\u00ader ver\u00adglichen wird. Best\u00e4ndig wer\u00adden Wahrnehmungen, Son\u00adneng\u00adluten, in kalte Win\u00adter\u00adfluten, in das denk\u00adende Bewusst\u00adsein getra\u00adgen, doch geschieht dies unbe\u00adwusst. Nun soll dies wachend geschehen, damit die durch Sym\u00adpa\u00adthie oder Antipathie her\u00advorgerufe\u00adnen spon\u00adta\u00adnen Bew\u00ader\u00adtun\u00adgen bemerkt und gegebe\u00adnen\u00adfalls rev\u00adi\u00addiert wer\u00adden k\u00f6n\u00adnen, denn die Denk-Schritte und Schlussfol\u00adgerun\u00adgen aus der Wahrnehmung sollen bewusst gezo\u00adgen wer\u00adden. Die f\u00fcr gew\u00f6hn\u00adlich unbe\u00adwusst sich vol\u00adlziehen\u00adden Vorg\u00e4nge, sollen mit Bewusst\u00adsein begleit\u00adet werden.<\/p>\n<p>Das <strong>Mantra 25 Y<\/strong> ist gepr\u00e4gt durch das mys\u00adtis\u00adche Licht. Im auf\u00adsteigen\u00adden Strom, der das Bewusst\u00adseinslicht erzeugt, ist das Y erkennbar. Um das Mantra noch bess\u00ader zu ver\u00adste\u00adhen, will ich dieses The\u00adma ver\u00adtiefen. Rudolf Stein\u00ader sagt, dass dieser auf\u00adsteigende Bewusst\u00adseinsstrom sich teilt und an bei\u00adden Stirn\u00adseit\u00aden aus dem Kopf aus\u00adtritt. Dies hat zu der imag\u00adi\u00adna\u00adtiv\u00aden Anschau\u00adung der H\u00f6rn\u00ader gef\u00fchrt, mit denen Moses oft dargestellt wird \u2014 ganz entsprechend der Form des Y. Auf dem Bild unten ist Moses mit den zwei Licht\u00adb\u00fcn\u00addeln zu sehen, die aus seinem Kopf aus\u00adtreten. Auch der Baum mit der Schlange erin\u00adnert an die Y\u2011Form bzw. an das Gabelkreuz, den Lebens\u00adbaum. Dargestellt ist die Aufrich\u00adtung der ehernen Schlange w\u00e4hrend der W\u00fcsten\u00adwan\u00adderung des hebr\u00e4is\u00adchen Volkes. Weil die Men\u00adschen durch den Biss feuriger Schlangen star\u00adben, erhielt Moses die Weisung von Jhave, an seinem Stab die eherne Schlange aufzuricht\u00aden. Wer zu ihr auf\u00adsah, sollte geheilt werden.<\/p>\n<p>In der aufrecht\u00aden einzel\u00adnen Lin\u00adie unter der Gabelung ist das \u201cIch darf nun mir geh\u00f6ren\u201d ver\u00adbildlicht und auch die Auf\u00adforderung wach zu bleiben. Die Gabelung des Y, die Ver\u00adbildlichung des Gegen\u00adsatzes find\u00adet sich in den bei\u00adden Paaren: Raumes- und Zeit\u00aden\u00adfin\u00adster\u00adn\u00adis sowie Son\u00adneng\u00adluten und Win\u00adter\u00adfluten. Inhaltlich geh\u00f6rt die Fin\u00adster\u00adn\u00adis des Abgrunds und das Dar\u00fcber\u00adste\u00adhen, das Beleucht\u00aden der Raumes- und Zeit\u00aden\u00adfin\u00adster\u00adn\u00adis zum Y. Das Lei\u00adden des Gekreuzigten klingt ganz leise an im Aufruf zu wachen, w\u00e4hrend der K\u00f6r\u00adp\u00ader zum Schlaf dr\u00e4ngt. Diesen Aufruf zu wachen richtete Chris\u00adtus an seine J\u00fcnger auf dem \u00d6lberg, als er dort vor der Gefan\u00adgen\u00adnahme betete. Und die J\u00fcnger schliefen trotz\u00addem ein, fol\u00adgten dem Drang des nat\u00fcr\u00adlichen Wesens, denn ihre See\u00adlen\u00adtiefen hat\u00adten nicht die Kraft zu wachen. [Matth\u00e4us 26,36\u201356, Markus 14,32\u201352 und Lukas 22,39\u201353]<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Aufrichtung-der-Schlange-Andelsbuch-Pfarrkirche-Chorfenster-7-korrigiertjpg-300x294.png\" alt width=\"300\" height=\"294\"><\/p>\n<p><em>Aufrich\u00adtung der Schlange durch Moses an einem Y\u2011f\u00f6rmigen Kreuz, Chor\u00adfen\u00adster der Pfar\u00adrkirche Andelsbuch<\/em><\/p>\n<p>Im obi\u00adgen Bild der Aufrich\u00adtung der Schlange liegt ein wichtiger Hin\u00adweis, um \u201cLicht in Raumes- und Zeit\u00aden\u00adfin\u00adster\u00adn\u00adis\u201d (25 Y) zu brin\u00adgen. Der Stab, an dem die Schlange aufgerichtet wurde, ist hier ein Y\u2011artiger, an die Elhaz- oder Algiz-Rune \u16c9 erin\u00adnern\u00adder Baum. In der christlichen Kun\u00adst find\u00adet sich statt des hier dargestell\u00adten Y\u2011f\u00f6rmigen Kreuzes h\u00e4u\u00adfig auch das T\u2011Kreuz, sel\u00adtener das vier\u00adarmige Kreuz.<\/p>\n<p>Die Szene wird von Jesus Chris\u00adtus sel\u00adber zitiert, um auf seine Kreuzi\u00adgung hinzuweisen. Zu Nikode\u00admus sagt er: \u201eUnd wie Mose die Schlange in der W\u00fcste erh\u00f6ht hat, so muss der Men\u00adschen\u00adsohn erh\u00f6ht wer\u00adden, damit jed\u00ader, der an ihn glaubt, in ihm das ewige Leben hat.\u201d (Joh 3,14\u201315)<\/p>\n<p>Um die Aufer\u00adste\u00adhung zu ver\u00adste\u00adhen, ist es also notwendig, zuvor die Aufrich\u00adtung der Schlange zu begreifen, sie inner\u00adlich zu vol\u00adlziehen. Im Alten Tes\u00adta\u00adment hei\u00dft es: \u201eDa sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk; die bis\u00adsen das Volk, dass viele aus Israel star\u00adben. Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben ges\u00fcndigt, dass wir wider den Her\u00adrn und wider dich gere\u00addet haben. Bitte den Her\u00adrn, dass er die Schlangen von uns nehme. Und Mose bat f\u00fcr das Volk. Da sprach der Herr zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange und richte sie an ein\u00ader Stange hoch auf. Wer gebis\u00adsen ist und sieht sie an, der soll leben. Da machte Mose eine eherne Schlange und richtete sie hoch auf. Und wenn jeman\u00adden eine Schlange bi\u00df, so sah er die eherne Schlange an und blieb leben.\u201d (Num 21,6\u20139)<\/p>\n<p>Die feuri\u00adgen Schlangen kann ich als das Getrieben-Sein durch die Zeit erleben \u2014 jed\u00ader Tag eine neue feurige Schlange. Stellt der Jahreskreis sich als Ouroboros, als Schlange, die sich in den Schwanz bei\u00dft dar, so ist jed\u00ader Tageszyk\u00adlus eine eben solche kleine Schlange. Die im Jahres\u00adlauf erleb\u00adbare, \u00e4u\u00dfere Zeit vol\u00adlzieht sich auf der Erde \u2014 um uns herum. Hier liegt der Jahreskreis sozusagen waagerecht. Die Zeit-Schlange kriecht \u00fcber die Erde. Erhebe ich den Jahreskreis jedoch zu ein\u00ader Vorstel\u00adlung, so stelle ich ihn w\u00f6rtlich vor mich hin \u2014 erhebe ihn, sodass das Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr oben, das Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr unten ist. Nach mein\u00ader Erfahrung ist dies das spon\u00adtan auftre\u00adtende innere Bild der meis\u00adten Menschen.<\/p>\n<p>Die Vorstel\u00adlung des Jahreskreis\u00ades ist eine soge\u00adnan\u00adnte \u201cgegen\u00adstands\u00adfreie\u201d Vorstel\u00adlung, wie Rudolf Stein\u00ader es f\u00fcr die geistige Wahrnehmung fordert, denn nie\u00admand kann einen ganzen Jahreskreis auf ein\u00admal sehen. Wir erleben ihn nur nach und nach \u2014 Tag f\u00fcr Tag. Nur durch Voraus\u00addenken und Erin\u00adnern erschafft sich diese Vorstel\u00adlung. Sich dessen bewusst zu wer\u00adden, erfordert zwin\u00adgend gegen\u00adw\u00e4r\u00adtig zu werden.<\/p>\n<p>Das stets son\u00adnen\u00adgle\u00adich ausstrahlende Licht des Bewusst\u00adseins muss also zur Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit erhoben und die \u201cgegen\u00adstands\u00adfreie\u201d Vorstel\u00adlung \u2014 das reife Werk des Denkens (des Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahres) muss bewusst \u2014 aufrecht \u2014 vor die Seele gestellt wer\u00adden. Das ist die Erhe\u00adbung der Schlange. Das heilt, denn wer gegen\u00adw\u00e4r\u00adtig im Jet\u00adzt ist, wird nicht mehr von der Hek\u00adtik des All\u00adt\u00adags, \u2014 den feuri\u00adgen Schlangen \u2014 verfolgt.<\/p>\n<p>Das Bewusst\u00adseinslicht im Men\u00adschen ist die Chris\u00adtuskraft, die die Kreuzi\u00adgung noch vor sich hat. Es ist das Licht des irdis\u00adchen Bewusst\u00adseins. Im Jet\u00adzt, im hell\u00adsten Aufleucht\u00aden des Bewusst\u00adseins, scheint die Zeit ste\u00adhen zu bleiben. Das ist Kreuzi\u00adgung. Hier ist das Bewusst\u00adsein an die Wahrnehmung der f\u00fcnf irdis\u00adchen Sinne gebun\u00adden, genagelt an die Raum-Welt. Die f\u00fcnf Wundmahle Christi wer\u00adden (unter anderem) als diese f\u00fcnf Sinne betrachtet.<\/p>\n<p>Der Schritt \u00fcber das Jet\u00adzt hin\u00adaus ist der Weg zur Aufer\u00adste\u00adhung. Meine kleine Bewusst\u00adseinssonne, die meinen See\u00adlen-Bewusst\u00adsein\u00adsraum ausstrahlt, ist Abbild der gro\u00dfen Sonne im Zen\u00adtrum des aufgerichteten, rein geistig wahrnehm\u00adbaren Jahreskreis\u00ades. Diese gro\u00dfe Sonne hat Rudolf Stein\u00ader in den Mantren des See\u00adlenkalen\u00adderns dem irdis\u00adchen Bewusst\u00adsein zug\u00e4gn\u00adlich gemacht. Meine kleine Bewusst\u00adseinssonne geht wie die gro\u00dfe Sonne durch Phasen von Dunkel\u00adheit. So fol\u00adgt der Kreuzi\u00adgung die Grable\u00adgung und H\u00f6l\u00adlen\u00adfahrt. Erst danach ist Aufer\u00adste\u00adhung. Nur schrit\u00adtweise gelingt es, die Wesens\u00adgle\u00adich\u00adheit der eige\u00adnen Bewusst\u00adseinssonne mit der gro\u00dfen Sonne zu realisieren.<\/p>\n<p>Im <strong>Mantra 50 y<\/strong> spricht die Werdelust des Wel\u00adtenda\u00adseins zum Men\u00adschen-Ich. Diese Werdelust der Welt, ihr Entwick\u00adlungswille, ist die Leben\u00adskraft, die in allen Lebe\u00adwe\u00adsen lebt, sich von Gen\u00ader\u00ada\u00adtion zu Gen\u00ader\u00ada\u00adtion fortpflanzt und die Evo\u00adlu\u00adtion des ganzen Lebens auf der Erde durchzieht. Leben kann stets nur von anderem Leben abstam\u00admen und so flie\u00dft dieser Lebensstrom aus der Urver\u00adgan\u00adgen\u00adheit bis in jedes gegen\u00adw\u00e4r\u00adtig lebende Wesen. Die Werdelust offen\u00adbart sich in diesem ewigen Schaf\u00adfen machtvoll. Ihr Wirken, ihre Macht dr\u00fcckt sich aus in den Vererbungs\u00adge\u00adset\u00adzen, in der Kom\u00adbi\u00adna\u00adtion der Merk\u00admale, in der Evo\u00adlu\u00adtion der Arten, im Streben nach Gle\u00adichgewicht in den Natur\u00adre\u00adichen \u2014 in allem Leben. Die Werdelust ist die lustvoll treibende Kraft, die die K\u00f6r\u00adp\u00ader erschafft und belebt, das Leben selbst.<\/p>\n<p>Diese Werdelust l\u00f6st die Kr\u00e4fte des Ich-Wesens. Was sind denn die wesentlichen, die Wesens-Kr\u00e4fte des Ichs? Min\u00addestens von zwei Kr\u00e4ften spricht das Mantra. Und warum waren sie bis dahin gebun\u00adden? Gehe ich davon aus, dass die Werdelust das Ziel hat, Bewusst\u00adsein zu wer\u00adden, so kann sie dies nur gradu\u00adell in den einzel\u00adnen Lebe\u00adwe\u00adsen. Nur der Men\u00adsch kann wirk\u00adlich\u00ades Selb\u00adst\u00adbe\u00adwusst\u00adsein, also Bewusst\u00adsein von sich sel\u00adber entwick\u00adeln. Der Men\u00adsch kann abse\u00adhen von sich selb\u00adst, sich dis\u00adtanzieren und sich wie von au\u00dfen betra\u00adcht\u00aden. Und nur der Men\u00adsch kann sich selb\u00adst\u00adlos-liebevoll der Welt zuwen\u00adden, ohne dabei eigene Inter\u00adessen zu ver\u00adfol\u00adgen. Gebun\u00adden an den eige\u00adnen Leib, den eige\u00adnen Vorteil, k\u00f6n\u00adnen diese Kr\u00e4fte als Sym\u00adpa\u00adthie- und Antipatiekr\u00e4fte, als Lust und Unlust ange\u00adsprochen wer\u00adden. Doch wenn der Men\u00adsch zum Selb\u00adst\u00adbe\u00adwusst\u00adsein erwacht, erh\u00e4lt er die M\u00f6glichkeit, auch los\u00adgel\u00f6st von der Ver\u00adfol\u00adgung eigen\u00ader Inter\u00adessen zu han\u00addeln, sich sel\u00adber zu \u00fcber\u00adwinden und seinen moralis\u00adchen Grund\u00ads\u00e4tzen zu fol\u00adgen statt dem Dik\u00adtat von Lust und Unlust. Durch den lan\u00adgen Prozess der Entwick\u00adlung, also durch die Werdelust wur\u00adden ihm die Kr\u00e4fte seines Ich-Wesens los\u00adgel\u00f6st, und sie wur\u00adden ihm dadurch zur freien Ver\u00adf\u00fc\u00adgung gestellt.<\/p>\n<p>In der Werdelust des Wel\u00adtenda\u00adseins (50 y) erkenne ich den Baum des Lebens, den Baum der Gen\u00ader\u00ada\u00adtio\u00adnen. Jedes Lebe\u00adwe\u00adsen ist untrennbar\u00ader Teil dieses Baumes. Die sich aus der Leben\u00adskraft durch Tode\u00adsprozesse entwick\u00adel\u00adnde Bewusst\u00adsein\u00adskraft ist zun\u00e4chst noch an diesen Baum geheftet. Doch dem Men\u00adschen wur\u00adden seine Kr\u00e4fte gel\u00f6st. Er kann die Werdelust aus ihrem Zauber\u00adbann befreien, indem er Selb\u00adst\u00adbe\u00adwusst\u00adsein entwick\u00adelt und an sich arbeit\u00adet, um seinen Ego\u00adis\u00admus, die Bindun\u00adgen an die Eigen\u00adin\u00adter\u00adessen zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>Das Innen\u00adlicht (25 y) ist die Bewusst\u00adsein\u00adskraft, die schon in der Paradies\u00adgeschichte im Bild der Schlange erscheint und den Men\u00adschen ver\u00adf\u00fchrt. Sie ist auch die Zeit, die \u00fcber die Erde kriecht und ger\u00adade durch ihren schlangen\u00adhaften, lin\u00adearen Charak\u00adter Begier\u00adden weckt und Angst sch\u00fcrt \u2014 der zum Tod f\u00fchrende Biss der feuri\u00adgen Schlangen. Wird die Schlange in der Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit erhoben, scheint die Zeit still zu ste\u00adhen. Innere Ruhe kehrt ein und die Grund\u00adlage zur h\u00f6heren Entwick\u00adlung des Bewusst\u00adseins, zur Entwick\u00adlung von k\u00f6r\u00adpe\u00adrun\u00adab\u00adh\u00e4ngigem Bewusst\u00adsein ist gelegt.<\/p>\n<p>Im Mantra 25 Y, dem das gro\u00dfe Y beigegeben ist, geht es um das innere Licht, das Bewusst\u00adseinslicht. Im Mantra 50 y spricht die Werdelust zum Men\u00adschen-Ich. Die uni\u00adverselle Leben\u00adskraft, die durch alle Organ\u00adis\u00admen hin\u00addurch\u00adlebt, will ihr Leben in das Men\u00adschen-Ich tra\u00adgen. Das Y dieses Mantras (50 y) wurde durch Rudolf Stein\u00ader, wie alle Buch\u00adstaben des Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahres, mit einem Quer\u00adstrich dar\u00fcber verse\u00adhen (\u0232). Dieses Y ist also das Untere (in mein\u00ader Darstel\u00adlung regel\u00adhaft der kleine Buch\u00adstabe). Das erstaunt, denn spon\u00adtan k\u00f6n\u00adnte man meinen, dass das Bewusst\u00adseinslicht, das im Innern auf\u00adsteigt, das Kleine und Untere ist, die Leben\u00adskraft der Welt jedoch das Obere, Gro\u00dfe. Dieses Gr\u00f6\u00dfen\u00adver\u00adh\u00e4lt\u00adnis spiegelt sich in den Zahlen der Mantren: die Werdelust (50 y) ist das Umfassende, Gro\u00dfe und das Bewusst\u00adseinslicht (25 Y) ist das Kleine, die erg\u00e4nzungs\u00adbed\u00fcrftige H\u00e4lfte, denn das ausstrahlende Bewusst\u00adsein bedarf der Welt, die es beleucht\u00aden kann. Der Zahl nach ist dem so \u2014 nicht aber nach dem Buch\u00adstaben. Der Buch\u00adstabe verortet Lebe\u00adnen\u00adskraft und Bewusst\u00adseinslicht im K\u00f6r\u00adp\u00ader und kommt so zu einem anderen Ergeb\u00adnis. Die Leben\u00adskraft der Welt, die Werdelust (50 y) hat das Ziel, im Lebe\u00adwe\u00adsen aufzusteigen und zu Bewusst\u00adsein zu wer\u00adden. Deshalb ist die Werdelust das untere \u0232, das Innen\u00adlicht hinge\u00adgen ist das zum Bewusst\u00adseinslicht gewan\u00addelte Leben, das Aufgestiegene und damit das Obere \u2014 das Y ohne Deck\u00adelung durch den Strich dar\u00fcber.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1332\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 25&nbsp;Y&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1756\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 50&nbsp;y&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=3346\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tN\u00e4ch\u00adster Blog-Ein\u00adtrag 26 Z \u2014 52&nbsp;z&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=3289\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tN\u00e4ch\u00adster Blog-Ein\u00adtrag&nbsp;51&nbsp;!&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gegen\u00adspr\u00fcche 25 Y und 50&nbsp;y 25 Y Ich darf nun mir geh\u00f6ren Und leuch\u00adt\u00adend bre\u00adit\u00aden Innen\u00adlicht In Raumes- und in Zeit\u00aden\u00adfin\u00adster\u00adn\u00adis. Zum Schlafe dr\u00e4ngt nat\u00fcr\u00adlich&nbsp;Wesen, Der Seele Tiefen sollen wachen Und wachend tra\u00adgen Son\u00adneng\u00adluten In kalte Win\u00adter\u00adfluten. 50 y Es spricht zum Men\u00adschen-Ich, Sich machtvoll offen\u00adbarend Und seines Wesens Kr\u00e4fte l\u00f6send, Des Wel\u00adtenda\u00adseins Werdelust:\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-3282","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3282","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3282"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3282\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3282"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}