{"id":3226,"date":"2025-03-12T10:36:07","date_gmt":"2025-03-12T09:36:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=3226"},"modified":"2025-09-11T23:38:26","modified_gmt":"2025-09-11T21:38:26","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy-7-copy-copy-copy-copy-copy-2-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-2-copy-copy-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=3226","title":{"rendered":"Blog \u2014 Gegenspr\u00fcche 23 W \u2014 48&nbsp;w"},"content":{"rendered":"\n\n\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/23-W-48-w-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><\/p>\n<h4><strong>Die Gegenspr\u00fcche 23 W<\/strong><strong> und 48&nbsp;w<\/strong><\/h4>\n<table width=\"713\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"311\"><strong>23 W<\/strong>\n<p>Es d\u00e4mpfet herb\u00adstlich sich<\/p>\n<p>Der Sinne Reizesstreben;<\/p>\n<p>In Licht\u00ade\u00adsof\u00adfen\u00adbarung mischen<\/p>\n<p>Der Nebel dumpfer Schleier sich.<\/p>\n<p>Ich sel\u00adber schau in Raumesweiten<\/p>\n<p>Des Herb\u00adstes Wel\u00adtenschlaf. (Win\u00adter\u00adschlaf)<\/p>\n<p>Der Som\u00admer hat an&nbsp;mich<\/p>\nSich sel\u00adber hingegeben.<\/td>\n<td width=\"16\"><\/td>\n<td width=\"311\"><strong>48 w<\/strong>\n<p>Im Lichte, das aus Weltenh\u00f6hen<\/p>\n<p>Der Seele machtvoll flie\u00dfen will,<\/p>\n<p>Erscheine l\u00f6send Seelenr\u00e4tsel,<\/p>\n<p>Des Wel\u00adtendenkens Sicherheit,<\/p>\n<p>Ver\u00adsam\u00admel\u00adnd sein\u00ader Strahlen Macht,<\/p>\n<p>Im Men\u00adschen\u00adherzen Liebe weckend.<\/p>\n<p>\u2026<\/p>\n\u2026<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h4><strong>Die Eurythmieformen zu den Mantren 23 W und 48&nbsp;w<\/strong><\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/23-W-1-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/48-w-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><\/p>\n<h4><strong>\u00dcber den Buchstaben \u201cW\u201d<\/strong><\/h4>\n<p>Das W geh\u00f6rt zu den Laut\u00aden F, V, W, U, die fluk\u00adtu\u00adierend ineinan\u00adder \u00fcberge\u00adhen. Im Lateinis\u00adchen wur\u00adden die Laute U und W noch durch das\u00adselbe Zeichen, und zwar durch V, geschrieben. Im Althochdeutschen wurde der W\u2011Laut als kon\u00adso\u00adnan\u00adtis\u00adches U erlebt und aus\u00adge\u00adsprochen, wie es heute noch in der s\u00fcd\u00addeutschen Mundart geschieht. Rudolf Stein\u00ader sagt, dass die klare Aussprache des W etwas ist, \u201cwas die S\u00fcd\u00addeutschen fast gar nicht k\u00f6n\u00adnen: die sprechen das W immer aus wie einen Zusam\u00admen\u00adfluss von U und E, vokalisch. Aber es wird das Doppel\u2011W, W richtig gesprochen aus der Vere\u00adini\u00adgung von Unter\u00adlippe und ober\u00ader Zah\u00adn\u00adrei\u00adhe, wobei in Betra\u00adcht kommt, \u2026 dass sich die Unter\u00adlippe bei dem W wellt.\u201d (GA 282 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;418f)<\/p>\n<p>Um den im Althochdeutschen zunehmend erlebten Unter\u00adschied von vokalis\u00adchem U und kon\u00adso\u00adnan\u00adtis\u00adchem W in der Schrift zu verdeut\u00adlichen, wurde das U ver\u00addop\u00adpelt und man schrieb es als UU, VU oder UV. Von hier kommt sein englis\u00adch\u00ader Name \u2018douple\u2011u\u2019, also, Doppel\u2011U. So ist das W ein Buch\u00adstabe, der erst sp\u00e4t dem lateinis\u00adchen Alpha\u00adbet hinzuge\u00adf\u00fcgt wurde. Es ist sozusagen ein \u201cjunger\u201d und \u201cwest\u00adlich\u00ader\u201d Laut und Rudolf Stein\u00ader sagt \u00fcber das W: \u201cDer W\u2011Laut ist ja der\u00adjenige Laut, den wir wiederum in \u00e4lteren Sprachen, namentlich in den Sprachen des Ori\u00adents, weniger find\u00aden.\u201d (GA 279 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;418)<\/p>\n<p>Bei den <strong>Angel\u00adsach\u00adsen<\/strong> lautet der Name der W\u2011Rune (\u16b9) \u2018Wenne\u2019 und bedeutet \u2018Wonne\u2019. Der Runen\u00adspruch sagt:<\/p>\n<p>Wonne genie\u00dft \u2014 wer wenig ken\u00adnt&nbsp;Leid<\/p>\n<p>Not und Sorge, \u2014 und selb\u00adst&nbsp;hat<\/p>\n<p>Gl\u00fcck und Freude \u2014 und auch Bur\u00adgen&nbsp;genug.<\/p>\n<p>(Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;418)<\/p>\n<p>Der <strong>gotis\u00adche W\u2011Laut<\/strong> (<strong>\ud800\udf45<\/strong>) ist n\u00e4her beim U und lautet \u2018Uuinne\u2019 mit der\u00adsel\u00adben Bedeu\u00adtung, also \u2018Wonne\u2019. Eine andere Bedeu\u00adtung ist \u2018Wei\u00adde\u00adplatz\u2019, das Land der Hirten, die wilde Natur, im Gegen\u00adsatz zum bebaut\u00aden Land, der Felder und G\u00e4rten. Let\u00adztere wur\u00adden meist im flacheren Gel\u00e4nde angelegt, das Wei\u00adde\u00adland war h\u00fcgeliger. Der gotis\u00adche W\u2011Laut wurde als weich\u00ader Spi\u00adrans gesprochen und dr\u00fcck\u00adte zugle\u00adich den griechis\u00adchen Vokal Y und den gotis\u00adchen Kon\u00adso\u00adnan\u00adten V aus. Das Wellen\u00adhafte, Bewegte, \u2018Him\u00admel-hoch\u00adjauchzend-Zu-Tode-betr\u00fcbt\u2019, das \u2018Wohl und Wehe\u2019, die \u2018Wonne und das Weinen\u2019, das Auf- und Ab des Lebens, bildlich die Welle, das ist das W. Rudolf Stein\u00ader charak\u00adter\u00adisiert das W: \u201cDas hin\u00adflu\u00adtende Wogen ist ja eigentlich das\u00adjenige, was das starke W darstellt.\u201d (GA 279 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;418)<\/p>\n<p>Neben der Wonne, ist auch die Niedergeschla\u00adgen\u00adheit, die Depres\u00adsion Aus\u00addruck des W. Rudolf Stein\u00ader emp\u00adfiehlt das W zu \u00fcben, um diese Stim\u00admung auszu\u00addr\u00fcck\u00aden: \u201cNehmen wir an, jemand will Niedergeschla\u00adgen\u00adheit aus\u00addr\u00fcck\u00aden. \u2026 Man l\u00e4sst sich eine Stelle vor\u00adlesen, die Niedergeschla\u00adgen\u00adheit aus\u00addr\u00fcckt und intoniert, h\u00f6ch\u00adstens nur mit Ausklin\u00adgen\u00adlassen des E diesen Kon\u00adso\u00adnan\u00adten: WWWWW; ver\u00ads\u00adtum\u00admen Sie, aber bleiben Sie in der Geb\u00e4rde: Sie haben die Niedergeschla\u00adgen\u00adheit in der Geb\u00e4rde. (GA 282, in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 419) Exem\u00adplar\u00adisch dr\u00fcckt sich diese Stim\u00admung im Wort \u2018weinen\u2019 aus. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201cSo ist z.B. eine ganz bes\u00adtimmte Stim\u00admung da, wenn man \u2018weinen\u2019 spricht. Etwas von Betr\u00fcbt\u00adsein, von Sich-Wehren, von inner\u00adlich\u00ader Abwehr ist immer im Trau\u00adrig\u00adsein\u2026\u201d (GA 280 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 419) Das Wort \u2018weinen\u2019 wird von gotisch \u2018wai\u2019, \u2018wehe\u2019 abgeleit\u00adet. Es bedeutet also urspr\u00fcnglich \u2018wehe rufen\u2019 und \u2018wainahs\u2019 ist das \u2018Elend\u2019. Zum Wonne-Aspekt des W geh\u00f6ren \u2018Wun\u00adder\u2019, \u2018w\u00fcrdig\u2019, \u2018weise\u2019 und \u2018Wohlge\u00adf\u00fchl\u2019. Im alten Kult\u00adgetr\u00e4nk des \u2018Weins\u2019 liegen \u2018Wohl und Wehe\u2019, rauschhaftes Hochge\u00adf\u00fchl und verkaterte Kon\u00adse\u00adquenz nahe beieinander.<\/p>\n<p>Das W ist ein Lip\u00adpen\u00adlaut und deshalb dem P ver\u00adwandt. Wie das P durch Zusam\u00admen\u00addr\u00fcck\u00aden der Lip\u00adpen gebildet wird, so dr\u00fcckt das P auch den Druck aus, sowohl seel\u00adisch (\u2018Plage\u2019, \u2018Pein\u2019) wie physisch (\u2018Prel\u00adlung\u2019 \u2018Pres\u00adsur\u2019). Das P ist der Laut der star\u00adren, einen\u00adgen\u00adden H\u00fclle, der engen \u2018Pelle\u2019, des \u2018Palastes\u2019 und der \u2018Periph\u00aderie\u2019. Das W ist der Laut der beweglichen, Leben bergen\u00adden H\u00fclle, der \u2018Wolle\u2019, der \u2018Wand\u2019 und des \u2018Wohnens\u2019. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201cWo unser Ich engagiert ist, wo wir am meis\u00adten an die Ober\u00adfl\u00e4che unseres Organ\u00adis\u00admus gehen, [da haben wir es] mit dem lyrischen Stil zu tun. Da muss man Lip\u00adpen\u00adlaute ein\u00fcben; da vib\u00adri\u00adert unser Ich, unser an die Au\u00dfen\u00adwelt sich hingeben\u00addes Ich. Ver\u00adsuchen wir zu sp\u00fcren an P B W, wie das ganze men\u00adschliche Wesen an die Ober\u00adfl\u00e4che dringt. Wenn Sie ger\u00adade W aussprechen, jenes W, bei dem der Men\u00adsch so stark an die Ober\u00adfl\u00e4che geht, dass er nicht wie son\u00adst ein Ver\u00adschlie\u00dfen in die Lip\u00adpen bringt, son\u00addern einen Spalt an den Lip\u00adpen l\u00e4sst, wer\u00adden Sie f\u00fchlen ein Vib\u00adri\u00aderen und wer\u00adden das W empfind\u00aden an der ganzen Ober\u00adfl\u00e4che. Will jemand an ein\u00ader Stelle sein\u00ader Dich\u00adtung etwas brin\u00adgen, was wie G\u00e4nse-Haut \u00fcber den R\u00fcck\u00aden der Zuh\u00f6r\u00ader l\u00e4uft, tut er gut W zu h\u00e4ufen. Sie haben ein Ber\u00fchren der Lip\u00adpen bei P B M, bei W aber einen Spalt.\u201d (GA 280, in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 421f) Au\u00dfer\u00addem, sagt Rudolf Stein\u00ader, tritt das W auf, \u201cwenn die men\u00adschliche Seele nicht gew\u00f6h\u00adnt ist, feste Umh\u00fcl\u00adlun\u00adgen zu haben, son\u00addern das Bed\u00fcrf\u00adnis hat, zu wan\u00addeln, und statt des fes\u00adten Haus\u00ades \u2026 das Zelt , \u2026 den sch\u00fctzen\u00adden Wald oder irgend eine son\u00adstige sch\u00fctzende \u00e4u\u00dfere H\u00fclle hat; der Laut, der gewis\u00adser\u00adma\u00dfen die bewegliche H\u00fclle andeutet, der liegt in dem W.\u201d (GA 279 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;420)<\/p>\n<p>Das B ist der \u2018Bau\u2019, das W dage\u00adgen das Zelt, der \u2018Wig\u00adwam\u2019 (\u00fcber\u00adnommene Beze\u00adich\u00adnung aus der Abena\u00adki Sprache, Indi\u00adan\u00ader aus Nor\u00addameri\u00adka, f\u00fcr eine teil\u00admo\u00adbile kup\u00adpelf\u00f6r\u00admige Behausung), der \u2018Wohn-Wagen\u2019. Auch das Ge-\u2018wand\u2019, das \u2018Wams\u2019, die \u2018Wabe\u2019, die \u2018Windel\u2019 und der \u2018Wick\u00adel\u2019 umh\u00fcllen. Alle diese Stoffe sind ein \u2018Gewebe\u2019, das durch die wellende Bewe\u00adgung des Fadens, sein Auf und Nieder entste\u00adht. Die alte Grundbe\u00addeu\u00adtung von \u2018Weben\u2019 war \u2018bewe\u00adgen\u2019. Mit\u00adtel\u00adhochdeutsch beze\u00adich\u00adnete \u2018wift\u2019 das \u2018Gewebe\u2019 und auch die \u2018Wabe\u2019, die kun\u00adstvoll gebaut\u00aden Beh\u00e4l\u00adter der Bienen. Der \u2018Wanst\u2019 ist der \u2018Bauch\u2019, der wie eine \u2018Wanne\u2019 Gef\u00e4\u00df ist. Die Ver\u00adwandtschaft von B und W zeigt sich auch darin, dass die Slaven ihren W\u2011Laut mit dem Zeichen unseres B\u2011Lautes wiedergeben. Rudolf Stein\u00ader beze\u00adich\u00adnet das W als den eigentlichen Bewe\u00adgungslaut: \u201cUnd alles das\u00adjenige, dessen Wesen in der Bewe\u00adgung liegt, das wird emp\u00adfun\u00adden in dem Laut W.\u201d Und das W \u201cist das\u00adjenige, was das Wesen in Bewe\u00adgung bringt.\u201d (GA 279 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 420) Das W im Wort \u2018Waage\u2019 ist die pen\u00addel\u00adnde Bewe\u00adgung, die den Aus\u00adgle\u00adich sucht, im \u2018weben\u2019 ist es das Auf-und-Ab des Fadens.<\/p>\n<p>Ein weit\u00ader\u00ader wichtiger Aspekt des W ist seine Ver\u00adbun\u00adden\u00adheit mit der Luft\u00adbe\u00adwe\u00adgung, dem \u2018Wind\u2019. Im Wind verehrten die Ger\u00adma\u00adnen den Gott \u2018Wotan\u2019 (Odhin). Rudolf Stein\u00ader sagt: Sie verehrten Wotan \u201cals im Winde hin\u00adwe\u00adhend. Sp\u00fcren Sie, wenn ich sage: \u2018Wotan weht im Winde\u2019 \u2026 die drei W! Es war diesen Leuten etwas Schauer\u00adlich\u00ades, wenn der Sturm kam und sie dann dieses St\u00fcr\u00admis\u00adche nachahmten, indem sie sagten: \u2018Wotan weht im Winde!\u2019 \u2014 so w\u00fcr\u00adden wir es heute sagen: aber es war ganz \u00e4hn\u00adlich in der alten Sprache noch.\u201d (GA 353 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 420) Und, so Rudolf Stein\u00ader, Wotan mit dem \u2018wehen\u00adden\u2019 Man\u00adtel zu begeg\u00adnen bedeutete f\u00fcr die Ger\u00adma\u00adnen nicht, dass \u201cein gew\u00f6hn\u00adlich\u00ader Men\u00adsch einem begeg\u00adne als Wotan, son\u00addern wenn sie von der Begeg\u00adnung mit dem Wotan gere\u00addet haben, dann war es der wehende Wind im Walde. Der\u00adjenige, der noch einen Sinn hat f\u00fcr das Wort \u2018Wotan\u2019, der f\u00fchlt das noch heute aus dem Worte her\u00adaus.\u201d (GA 354 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 422) Diesem Gott schrieb der Ger\u00admane das Geschenk der Sprache zu. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201cDen her\u00advor\u00adra\u00adgend\u00adsten Erzen\u00adgel Wotan oder Odin erlebte der ger\u00adman\u00adis\u00adche-nordis\u00adche Men\u00adsch noch, als Odin \u2026 den See\u00adlen die Sprache ein\u00adimpfte. Durch die Ein\u00adwei\u00adhung, durch den G\u00f6t\u00adter\u00adtrank erringt sich Odin die Macht \u00fcber die im Laut sich auslebende Weisheit. \u2026 So wird Odin der Herr der Sprachge\u00adwalt. Daher f\u00fchrt die sp\u00e4tere Sage die Sprache der Skalden auf Odin zur\u00fcck, und eben\u00adfalls die Runenkunde.\u2026 Odins Arbeit, der auf weit\u00adem Umweg durch das Atmen wirk\u00adte, entspricht der Wind\u00adbe\u00adwe\u00adgung drau\u00dfen. Der alt\u00adger\u00adman\u00adisch-nordis\u00adche Men\u00adsch, der noch bis zu einem gewis\u00adsen Grade die Gabe des Hellse\u00adhens besa\u00df, sah Odin im Wel\u00adtenwinde wal\u00adten und durch seinen Atem die Sprache for\u00admen.\u201d (GA121 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;425)<\/p>\n<p>Viele Worte zeigen diese Verbindung des W\u2011Lautes mit der Luft, wie \u2018Wet\u00adter\u2019, Ge-\u2018witter\u2019, \u2018Wolke\u2019, die hohen \u2018Wipfel\u2019 der B\u00e4ume, das \u2018Wit\u00adtern\u2019 der Tiere, die \u2018Wei\u00adhen\u2019 (Greifv\u00f6gel). Der bis zum 18. Jahrhun\u00addert beste\u00adhende Name des Turm\u00adfalken ist \u2018Wan\u00adnewe\u00adher\u2019 und meinte wohl den R\u00fct\u00adtelflug, das \u2018wehen mit den Fl\u00fcgeln\u2019, denn in der Fach\u00adsprache der Falkn\u00ader sind \u2018Wan\u00adnen\u2019 bes\u00adtimmte Fl\u00fcgelfed\u00adern. In alt\u00addeutschen Hand\u00adschriften erscheint der Turm\u00adfalke als \u2018wanoweh\u2019 oder \u2018wanewe\u00adhe\u2019. Das Grund\u00adwort ist \u2018weho\u2019. (Nabu.de) Ganz \u00e4hn\u00adlich wurde im Althochdeutschen der \u2018Heilige Geist\u2019, \u2018wiho atum\u2019 genan\u00adnt. Das Wort \u2018Wei\u00adhe\u2019 ist dop\u00adpeldeutig. Es beze\u00adich\u00adnet ver\u00adschiedene Greifv\u00f6gel oder eine heilige Hand\u00adlung. Wie die Wei\u00adhe als Vogel, sich in die L\u00fcfte erhebt und in der irdis\u00adchen Luftschicht behei\u00admatet ist, muss der Men\u00adsch sich in der rit\u00aduellen Wei\u00adhe inner\u00adlich erheben und mit der geisti\u00adgen Luft ver\u00adtraut sein. Daf\u00fcr muss der Men\u00adsch in Be-\u2018wegung\u2019 kom\u00admen, sich \u2018wan\u00addeln\u2019, auf den \u2018Weg\u2019 machen und \u2018wan\u00addern\u2019. Vom althochdeutschen \u2018wegan\u2019 stammt auch der \u2018Wagen\u2019. Die indoger\u00adman\u00adis\u00adche Wurzel ist \u2018wegh\u2019 mit der Bedeu\u00adtung \u2018fort\u00adbe\u00adwe\u00adgen, ziehen, fahren\u2019. Die im Han\u00addel \u00fcber weite Streck\u00aden trans\u00adportierte \u2018Ware\u2019 ist zugle\u00adich das \u2018Bewahrte\u2019.<\/p>\n<p>Das W weckt im Men\u00adschen das Bed\u00fcrf\u00adnis nach Allit\u00ader\u00ada\u00adtion, nach Wieder\u00adhol\u00adung. Schon sein englis\u00adch\u00ader Name, \u201cdouple\u2011u\u201d zeigt diese im Bild der Wellen ver\u00adan\u00adschaulichte Eigen\u00adschaft der Wieder\u00adhol\u00adung. So find\u00adet man: \u2018Wirrwar\u2019, \u2018Wehweh\u2019, \u2018Wauwau\u2019, \u2018windel\u00adwe\u00adich\u2019, \u2018wild\u00adwest\u2019, \u2018wullewulle\u2019, \u2018wis\u00adchi\u00adwaschi\u2019, \u2018wider\u00adw\u00e4r\u00adtig\u2019, \u2018wider\u00adwillig\u2019, \u2018wech\u00adsel\u00adweise\u2019, \u2018wet\u00adter\u00adwendisch\u2019. Auch Allit\u00ader\u00ada\u00adtio\u00adnen ander\u00ader Laute pr\u00e4\u00adgen dem Sprach\u00adstrom W\u2011Charakter ein. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201cNun ist es ja eine Merk\u00adw\u00fcrdigkeit, dass, wenn man irgend\u00adwie gen\u00f6tigt ist, \u2026 das W zu gebrauchen, man immer auf eine ganz nat\u00fcr\u00adliche Weise in die wieder\u00adholte Anwen\u00addung des W ver\u00adf\u00e4llt. \u2026 Es st\u00f6rt einen, wenn man blo\u00df sagt: es wal\u00adlet; man will sagen: es wal\u00adlet und woget, es weht und windet, es wirkt und webt usf., kurz, man ver\u00adf\u00e4llt bei nichts in so nat\u00fcr\u00adlich\u00ader Art in die Allit\u00ader\u00ada\u00adtion, als wenn man das W f\u00fchlt. Die Allit\u00ader\u00ada\u00adtion kann nachge\u00adbildet wer\u00adden mit anderen Laut\u00aden, aber so selb\u00adstver\u00adst\u00e4ndlich wird man die Allit\u00ader\u00ada\u00adtion bei anderen Laut\u00aden nicht empfind\u00aden, wie ger\u00adade bei dem W.\u201d (GA 279 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;423)<\/p>\n<p>Eine beson\u00addere bewegliche H\u00fclle ist das gesproch\u00adene und sp\u00e4ter geschrieben \u2018Wort\u2019 selb\u00adst, das wellenar\u00adtig in der Sprache dahin\u00adflie\u00dft. So wun\u00addert es nicht, dass das alte Inder\u00adtum eine Sprache mit rhyth\u00admis\u00adchen Wieder\u00adhol\u00adun\u00adgen war. Da der Men\u00adsch damals noch lock\u00ader\u00ader ver\u00adbun\u00adden war mit seinem physis\u00adchen Leib und sich mehr im \u00c4ther\u00adleib, im Leben\u00adskr\u00e4fteleib erlebte, kon\u00adnte durch diese rhyth\u00admisierte Sprache auf den \u00c4ther\u00adleib heilend eingewirkt wer\u00adden. Nach Rudolf Stein\u00ader hat\u00adte der Urinder \u201cnoch eine gro\u00dfe Macht \u00fcber die Vorg\u00e4nge des physis\u00adchen Leibes; der \u00c4ther\u00adlieb, weil er noch nicht so fest mit dem physis\u00adchen Leib ver\u00adbun\u00adden war, beherrschte diesen mehr, als es heute der Fall ist. Das gesproch\u00adene Wort \u2026 wirk\u00adte noch viel st\u00e4rk\u00ader auf die Vorg\u00e4nge des Leibes; daher kon\u00adnte der Inder auf die Gesun\u00addung des Leibes wirken, wenn er das vom richti\u00adgen Wil\u00adlen\u00adsim\u00adpuls durch\u00adstr\u00f6mte Wort auf die Seele des anderen wirken lie\u00df.\u201d (GA 114 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 423) Auch heute wer\u00adden Mantren heilende Wirkun\u00adgen zugeschrieben. Ein solch\u00ades ord\u00adnen\u00addes, heilen\u00addes Wort war zugle\u00adich Aus\u00addruck von \u2018Weisheit\u2019.<\/p>\n<p>Nicht nur das \u2018w\u00e4ss\u00adrige\u2019, anschmiegsame Mit\u00adge\u00adhen liegt im W, auch der \u2018Wider\u00adstand\u2019 geh\u00f6rt zu sein\u00ader Charak\u00adter\u00adis\u00adtik. Mit dem \u2018Willen\u2019 durch die \u2018Wand\u2019 zu wollen, \u2018Wider\u00adworte\u2019 zu geben, sich zu \u2018wehren\u2019 und zu \u2018weigern\u2019 oder \u2018w\u00fctend\u2019 zu wer\u00adden. Zum W geh\u00f6rt auch, das Neue, Andere zu brin\u00adgen, als das, was schon da ist. Althochdeutsch hei\u00dft \u2018wider\u2019 im Sinne von \u2018Gegen\u2019 \u2018widar\u2019. Laut\u00adgle\u00adich wird der ger\u00adman\u00adis\u00adche Gott Widar genan\u00adnt. Er ist der Sohn Odhins und der zweit\u00adst\u00e4rk\u00adste der Asen nach Thor. Er ist es, der den Fen\u00adris\u00adwolf besiegt und die G\u00f6t\u00adter\u00add\u00e4m\u00admerungszeit damit been\u00addet. Danach begin\u00adnt das gold\u00adene Zeital\u00adter. Rudolf Stein\u00ader sagt, dass der Fen\u00adris\u00adwolf die Ursprache darstellt (GA 101, S. 69ff). Das Urwort wird im Indis\u00adchen \u2018Wha\u2019 oder <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/V%C3%A2c\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">V\u00e2c<\/a> genan\u00adnt und begin\u00adnt dadurch eben\u00adso mit dem Laut W wie der Fenris-\u2018Wolf\u2019, Bild der Ursprache. Widar ist der schweigende Ase, der sozusagen im Wider\u00adstand ist zum Alten und erst spricht, wenn die neue Zeit ange\u00adbrochen ist, wenn er die neue Sprache und Hell\u00adsichtigkeit brin\u00adgen&nbsp;kann.<\/p>\n<p>Der Name Widar, \u201cder wei\u00adthin Herrschende\u201d (G. J\u00e4ger, Die Bild\u00adsprache der Edda, S. 436) h\u00e4ngt mit Wid\u00adder zusam\u00admen. Bei\u00adde Worte leit\u00aden sich von der indoger\u00adman\u00adsichen Wurzel \u2018uet\u2019 ab mit der Bedeu\u00adtung \u2018Jahr\u2019. (a.a.O. Die Bild\u00adsprache der Edda) Das Sternze\u00adichen des Wid\u00adders ist das erste im astrol\u00ado\u00adgis\u00adchen Jahr, es er\u00f6ffnet den Jahreskreis und begin\u00adnt nach der Fr\u00fch\u00adlings-Tag-und-Nacht\u00adgle\u00adiche. Es ist der K\u00f6r\u00adper\u00adre\u00adgion des Kopfes zuge\u00adord\u00adnet und wird charak\u00adter\u00adisiert als durch\u00adset\u00adzungsstark und selb\u00adst\u00adbe\u00adwusst. Rudolf Stein\u00ader ord\u00adnet dem Wid\u00adder den Laut W zu. Im Althochdeutschen hie\u00df der Wid\u00adder eben\u00adso \u2018widar\u2019, was von griechisch \u2018v\u00e9tos\u2019, das \u2018Jahr\u2019 abstammt; der \u2018J\u00e4hrling\u2019 hei\u00dft \u2018v\u00e9talon\u2019. Auf latein hei\u00dft das Jahr \u2018vetus\u2019 und das Jungti\u00ader, das Ein\u00adj\u00e4hrige \u2018vit\u00adu\u00adlus\u2019. Rudolf Stein\u00ader stellt eine Verbindung her zwis\u00adchen dem ger\u00adman\u00adis\u00adchen Gott Widar und dem Wiederk\u00adom\u00admenden, dem Chris\u00adtus, der das Lamm Gottes, also das Opferti\u00ader, der ein\u00adj\u00e4hrige Wid\u00adder ist. \u201cErst Widar, der sich schweigend ver\u00adhal\u00adten hat w\u00e4hrend der ganzen Zeit, der wird den Fen\u00adris\u00adwolf \u00fcber\u00adwinden. \u2026 Wer Widar in sein\u00ader Bedeu\u00adtung erken\u00adnt und ihn in sein\u00ader Seele f\u00fchlt, der wird find\u00aden, dass im 20. Jahrhun\u00addert den Men\u00adschen wieder die F\u00e4higkeit gegeben wer\u00adden kann, den Chris\u00adtus zu schauen.\u201d (GA 121 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 428) Der See\u00adlenkalen\u00adder ist ein \u201csprechen\u00addes\u201d Jahr, das mit der Oster\u00adwoche begin\u00adnt, wenn die Sonne im Zeichen des Wid\u00adders ste\u00adht. Der See\u00adlenkalen\u00adder kann als Offen\u00adbarung Widars, als seine Worte erlebt wer\u00adden und zum Schauen des Chris\u00adtus im \u00c4therischen f\u00fchren.<\/p>\n<h4><strong>\u00dcber die Gegenspr<\/strong><strong>\u00fcche 23 W und 48&nbsp;w<\/strong><\/h4>\n<p>Das Mantra <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2551\">23 W<\/a> schildert eine erstaunlich ein\u00adsame, d\u00fcstere Atmo\u00adsph\u00e4re, das Mantra <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1717\">48 w<\/a> ist der vierte Licht\u00adspruch im See\u00adlenkalen\u00adder-Jahr (5 E, 22 V, 31 e), das jew\u00adeils mit dem Mantra 1 A am Oster\u00adson\u00adntag begin\u00adnt. Damit steigert sich bei den Mantren 23 W und 48 w, was schon bei den zeitlich davor liegen\u00adden Gegen\u00adspruch-Paaren auffiel. Auch sie sind \u201cunhar\u00admonisch\u201d, nicht gle\u00adichges\u00adtimmt, nicht bei\u00adde Licht- oder Krisen\u00adspr\u00fcche, son\u00addern unter\u00adschiedlich: 20 T ist Krisen\u00adspruch, 45 t nicht; 21 U ist Zwis\u00adchen\u00adspruch, 46 u Krisen\u00adspruch; 22 V ist Licht\u00adspruch, 47 v Zwis\u00adchen\u00adspruch. Sie alle wirken, als ob ein unsicht\u00adbares Wesen hier Schritte set\u00adzte. Auch im Gehen wer\u00adden die F\u00fc\u00dfe abwech\u00adsel\u00adnd belastet und in die Leichte, ins Licht gehoben, vol\u00adlziehen die F\u00fc\u00dfe eine Wellenbewegung.<\/p>\n<p>Die Dis\u00adso\u00adnanz, die hier ins Auge f\u00e4llt, begann schon viel fr\u00fcher, denn die durch den gle\u00adichen Buch\u00adstaben definierten Gegen\u00adspr\u00fcche sind schon l\u00e4nger nicht kon\u00adgru\u00adent mit den math\u00ade\u00adma\u00adtisch im Kreis gegen\u00fcber\u00adliegen\u00adden Mantren. Dies begann im Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr mit dem Wei\u00adh\u00adnachts-Mantra 38 m, das an 12. Stelle im Viertel\u00adjahr ste\u00adht, sein Gegen\u00adspruch 13 M jedoch an 13. und let\u00adzter Stelle. Die Ursache f\u00fcr diese Ver\u00adschiebung liegt im Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr und ist das Mantra 12 !, da es keinen Buch\u00adstaben und dadurch keinen Gegen\u00adspruch hat. Dieser Gegen\u00adspruch fehlt also im Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr. Aus\u00adgeglichen wird die Unregelm\u00e4\u00dfigkeit erst durch das Mantra 51 !, das eben\u00adfalls keinen Buch\u00adstaben hat. Dadurch befind\u00aden sich die Gegen\u00adspr\u00fcche mit dem Buch\u00adstaben Z wieder an der gle\u00adichen, der 13. Posi\u00adtion. Dies sind die Mantren der Kar\u00adwoche (52 z) und der Michaeli-Woche (26 Z), die bei\u00adden let\u00adzten ihrer Hal\u00adb\u00adjahre. So geh\u00f6ren im Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr die Mantren 13 M bis 25 Y und im Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr die Mantren 38 m bis 50 y zu solchen \u201cschre\u00adi\u00adt\u00aden\u00adden\u201d Gegen\u00adspruch-Paaren, die durch den gle\u00adichen Buch\u00adstaben, nicht aber durch die gle\u00adiche Posi\u00adtion im Jahreskreis bes\u00adtimmt&nbsp;sind.<\/p>\n<p>Das Mantra 23 W ste\u00adht also an 10. Stelle, das Mantra 48 w jedoch an 9. Stelle im Viertel\u00adjahr. \u00dcber diese Ver\u00adschiebung hin\u00adaus fall\u00aden sie durch eine Steigerung der Gegen\u00ads\u00e4t\u00adzlichkeit auf. Das Mantra 23 W hat eine dun\u00adkle, fast erschreck\u00adende Atmo\u00adsph\u00e4re, das Mantra 48 w ist ein Licht\u00adspruch. Dieses so auf\u00adfal\u00adl\u00adend kon\u00adtr\u00e4re Mantren\u00adpaar betra\u00adchte ich als die \u201cAugen\u201d der Yang- und Yin-Fis\u00adchchen. Im hellen Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr bildet das Mantra 23 W das dun\u00adkle \u201cAuge\u201d und damit in diesem Hellen den \u201cSamen\u201d des dun\u00adklen Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahres. F\u00fcr den Licht\u00adspruch 48 w ist es umgekehrt. Im dun\u00adklen Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr bildet das Mantra 48 w das helle \u201cAuge\u201d und damit in diesem Dunkel den \u201cSamen\u201d des hellen Sommer-Halbjahres.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/Yin-Yang-Fischchen-Kreis-mit-Markierung-300x294.png\" alt width=\"300\" height=\"294\"><\/p>\n<p><em>Die \u201cFis\u00adchchen\u201d des Yang- und Yin-Zeichens als Hal\u00adb\u00adjahre mit den gegen\u00ads\u00e4t\u00adzlichen \u201cAugen\u201d, den Mantren 23 W und 48&nbsp;w<\/em><\/p>\n<p>Die Mantren 23 W und 48 w zeigen in dieser Gegen\u00ads\u00e4t\u00adzlichkeit Tal und Berg der Welle, die Charak\u00adter\u00adis\u00adtik des W\u2011Lautes, und damit das \u2018Wohl und Wehe\u2019 des ewigen Wan\u00addels. Weil das Mantra 23 W in der gram\u00adma\u00adtisch ersten Per\u00adson geschrieben ist, muss seine Aus\u00adsage als diejenige eines bewussten Ich-Sprech\u00aders ver\u00adstanden wer\u00adden. Dage\u00adgen ist das Mantra 48 w, wie alle Licht\u00adspr\u00fcche, in der beschreiben\u00adden, drit\u00adten Posi\u00adtion ver\u00adfasst. Diese For\u00admulierungsart beschreibt das All\u00adge\u00adme\u00ading\u00fcltige aber Unbe\u00adwusste, zu dem das wache Tages\u00adbe\u00adwusst\u00adsein eines Ich-Sprech\u00aders keinen Zugang hat.<\/p>\n<p>Im Mantra <strong>23 W<\/strong> ste\u00adht der Ich-Sprech\u00ader und schaut in Raumesweit\u00aden. Er erlebt, wie sich das Reizesstreben der Sinne d\u00e4mpft. Zum Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr geh\u00f6rt die Wahrnehmung, das Streben der Sinne nach Reizen. Doch das Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr neigt sich merk\u00adlich dem Ende zu. Die Sinne erm\u00fc\u00adden schon. Die kom\u00admende Herb\u00adst\u00adstim\u00admung macht sich bre\u00adit. In die Offen\u00adbarung des Licht\u00ades mis\u00adchen sich dumpfe Nebelschleier. Lateinisch \u2018velum\u2019 ist der wehende Schleier, der ver\u00adbirgt und ger\u00adade durch seine Exis\u00adtenz das Ver\u00adbor\u00adgene offen\u00adbart. Wird vielle\u00adicht die Lichtof\u00adfen\u00adbarung erst durch die Beimis\u00adchung der dumpfen Nebelschleier f\u00fcr die irdis\u00adche Ver\u00adstandeswahrnehmung fass\u00adbar? Das Win\u00adter\u00adhal\u00adb\u00adjahr, das f\u00fcr das Denken ste\u00adht, bere\u00adit\u00adet sich hier vor. Das Denken braucht die fass\u00adbaren Struk\u00adturen, die jedoch schon eine Ein\u00adschr\u00e4nkung und deshalb eine Ver\u00addunkelung sind.<\/p>\n<p>Hier ste\u00adht der Ich-Sprech\u00ader und blickt in die Weite des Raumes und schaut des Herb\u00adstes Wel\u00adtenschlaf bzw. Win\u00adter\u00adschlaf. (Es gibt zwei hand\u00adschriftliche Vari\u00adanten von Rudolf Stein\u00ader. (Mehr zu Wel\u00adten- und Win\u00adter\u00adschlaf siehe Blog 23 W.) Das Mantra sagt, der Herb\u00adst schl\u00e4ft. Es schl\u00e4ft also ein Auss\u00adchnitt des Jahreskreis\u00ades, eine Zeitqual\u00adit\u00e4t. Hei\u00dft das, dass die Zeit still\u00adste\u00adht? Dann k\u00f6n\u00adnte das hei\u00dfen, dass der Ich-Sprech\u00ader ganz gegen\u00adw\u00e4r\u00adtig, ganz im Jet\u00adzt ist, denn Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit ver\u00admit\u00adtelt den Ein\u00addruck von still\u00adste\u00adhen\u00adder&nbsp;Zeit.<\/p>\n<p>Im Herb\u00adst zieht sich die Natur zur\u00fcck. Doch die Erde schl\u00e4ft im Herb\u00adst nicht ein, sie erwacht, sagt Rudolf Stein\u00ader. Was meint also des Herb\u00adstes Wel\u00adten- oder Win\u00adter\u00adschlaf? Die Zeit des Herb\u00adstes, die Michaelizeit, ist die Zeit des wach\u00adsten Denkens. Schl\u00e4ft also die Welt ein, schl\u00e4ft das ein, was wahrgenom\u00admen, was aufgenom\u00admen wurde. So entste\u00adht das Bild in mir vom wachen men\u00adschlichen Geist, der denk\u00adend, erschaf\u00adfend \u00fcber dem Abgrund br\u00fctet, \u00fcber dem Chaos der Sin\u00adnes\u00adreize, des Wahrgenomme\u00adnen, das nun ver\u00adsunken ist. Tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich muss im Herb\u00adst die Schwelle vom Som\u00admer- zum Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr \u00fcber\u00adschrit\u00adten wer\u00adden und diese Schwelle entspricht dem Raum zwis\u00adchen Reiz und Reak\u00adtion, in dem der Men\u00adsch allein frei&nbsp;ist.<\/p>\n<p>Das Mantra 23 W sagt weit\u00ader, dass der Som\u00admer sich dem Ich-Sprech\u00ader sel\u00adber, also aus Frei\u00adheit, hingegeben hat. Der Som\u00admer, das Licht, die Wahrnehmung, die ganze gro\u00dfe Au\u00dfen\u00adwelt, das Gr\u00f6\u00dfere, der Makrokos\u00admos hat sich dem Ich-Sprech\u00ader, dem Mikrokos\u00admos, dem Men\u00adschen hingegeben. Und der Fortschritt der Welt h\u00e4ngt nun vom Men\u00adschen, vom Ich-Sprech\u00ader ab \u2014 eine wahrlich ver\u00adant\u00adwor\u00adtungsvolle und ein\u00adsame Position.<\/p>\n<p>Das <strong>Mantra 48 w<\/strong> schildert die ent\u00adge\u00adgenge\u00adset\u00adzte Sit\u00adu\u00ada\u00adtion. Hier gibt es keinen Ich-Sprech\u00ader, kein men\u00adschlich wach\u00ades, der Welt gegen\u00fcber\u00adste\u00adhen\u00addes Bewusst\u00adsein. Der sein\u00ader selb\u00adst bewusste Men\u00adsch schl\u00e4ft offen\u00adsichtlich. Er schl\u00e4ft, wie im Mantra 23 W der Herb\u00adst, die Natur. Und doch geht es nat\u00fcr\u00adlich um den Men\u00adschen. Das Licht aus Wel\u00adtenh\u00f6hen will flie\u00dfen und offen\u00adbart sich dadurch als dem Wass\u00ader ver\u00adwandt, als naturhaft. Das Licht ist das T\u00e4tige und sozusagen Wache in diesem Mantra. Es will f\u00fcr die Seele flie\u00dfen und am Ende ver\u00adsam\u00admelt es die Macht sein\u00ader Strahlen im Men\u00adschen\u00adherzen, um die Liebe zu weck\u00aden. Das Licht aus Wel\u00adtenh\u00f6hen ist das Licht aus h\u00f6heren Wel\u00adten, zu dem der Men\u00adsch Zugang hat, wenn er geistig ange\u00adbun\u00adden ist, wenn er mit seinem h\u00f6heren Wesen ver\u00adbun\u00adden ist. Oder auch, wenn er gle\u00adich einem Falken, einem \u201cWan\u00adnewe\u00adher\u201d sich in die H\u00f6he schwin\u00adgen und w\u2011haft im R\u00fct\u00adtelflug dort ver\u00adweilen kann. Das Licht des h\u00f6heren Wesens will in den Men\u00adschen ein\u00adflie\u00dfen. Und in diesem Licht erscheint die Sicher\u00adheit des Wel\u00adtendenkens, denn das h\u00f6here Wesen des Men\u00adschen ist ver\u00adbun\u00adden mit dem Ganzen, mit der Weisheit der Welt. So l\u00f6sen sich die See\u00adlen\u00adr\u00e4t\u00adsel. Auf nat\u00fcr\u00adliche Weise l\u00f6st sich alles Ver\u00adknotete, R\u00e4t\u00adselvolle, Undurch\u00adschaute, wenn es im h\u00f6heren Licht das Wel\u00adtendenken erscheint, so dass der gr\u00f6\u00dfere Zusam\u00admen\u00adhang sicht\u00adbar&nbsp;wird.<\/p>\n<p>Die Per\u00adspek\u00adtiv\u00aden der Mantren 23 W und 48 w bilden zusam\u00admen ein Kreuz. Der Ich-Sprech\u00ader vom Mantra 23 W schaut in Raumesweit\u00aden. Ihn umgibt ein weit\u00ader Hor\u00adi\u00adzont. Das ist entwed\u00ader hoch oben auf einem Berg der Fall oder in ein\u00ader weit\u00aden Ebene wie dem Meer. Die Aufmerk\u00adsamkeit geht in die Weite und damit ver\u00adbre\u00adit\u00adet sie sich in der Hor\u00adi\u00adzon\u00adtal\u00aden. Das Licht im Mantra 48 w kommt aus Wel\u00adtenh\u00f6hen und flie\u00dft. Es flie\u00dft im inneren Bild wie das Wass\u00ader von oben nach unten. Eine senkrechte Bewe\u00adgung find\u00adet statt. Und anders als Licht nor\u00admaler\u00adweise, das ausstrahlt, sam\u00admelt das Licht die Macht sein\u00ader Strahlen in einem Bren\u00adnpunkt. Es konzen\u00adtri\u00adert sie im Men\u00adschen\u00adherzen, in dem Ort also, von dem aus das indi\u00advidu\u00adelle Bewusst\u00adsein ausstrahlt, das Bewusst\u00adsein eines Ich-Sprech\u00aders, welch\u00ades wiederum das Mantra 23 W beispiel\u00adhaft schildert.<\/p>\n<p>Bei\u00adde Mantren markieren das Ende eines Licht-Weges. Im Mantra 23 W ist es das Ende des Som\u00admers, des gro\u00dfen \u00e4u\u00dferen Licht\u00ades, das sich dem Ich-Sprech\u00ader sel\u00adber hingegeben, sich ihm geopfert hat. Im Mantra 48 w ist es das Licht, dessen Weg durch alle Licht\u00adspr\u00fcche ver\u00adfol\u00adgt wer\u00adden kann, das im Men\u00adschen\u00adherzen nun an sein Ziel kommt (siehe <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=3207\">22 V \u2014 47 v<\/a>).<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/Weg-des-Lichtes-300x169.png\" alt width=\"554\" height=\"312\"><\/p>\n<p><em>Der Weg des Licht\u00ades in den Lichtspr\u00fcchen<\/em><\/p>\n<p>Aus der Per\u00adspek\u00adtive des Mantras 48 w betra\u00adchtet ging das Licht auf ein\u00ader Spur, die an einen Blitz erin\u00adnert, von Licht\u00adspruch zu Licht\u00adspruch, vom Mantra 22 V bis hier zum Mantra 48 w. Und zwar: 22 V \u2014 aus Wel\u00adtenweit\u00aden stam\u00admend wurde das Licht See\u00adlen\u00adlicht und leuchtete in die Geis\u00adtestiefen. 31 e \u2014 das Licht kam aus Geis\u00adtestiefen, strahlte son\u00adnen\u00adhaft nach au\u00dfen und wurde Lebenswil\u00adlen\u00adskraft. 5 E \u2014 das Licht aus Geis\u00adtestiefen offen\u00adbarte das Schaf\u00adfen der G\u00f6t\u00adter und lie\u00df das Wesen der Seele in sein\u00ader wahren Gr\u00f6\u00dfe erscheinen, geweit\u00adet zum Wel\u00adten\u00adsein und aufer\u00adstanden. 48 w \u2014 zulet\u00adzt flie\u00dft das Licht aus Wel\u00adtenh\u00f6hen, l\u00e4sst die Sicher\u00adheit des Wel\u00adtendenkens erscheinen, das die See\u00adlen\u00adr\u00e4t\u00adsel l\u00f6st, und es ver\u00adsam\u00admelt die Macht sein\u00ader Strahlen im Men\u00adschen\u00adherzen, um dort die Liebe zu wecken.<\/p>\n<p>Im Mantra 23 W opferte sich der Som\u00admer in ein\u00ader Liebe\u00adstat dem Men\u00adschen \u2014 er gab sich sel\u00adber dem Men\u00adschen hin. Im Mantra 48 w ist es das Ziel des Licht\u00ades, dass im Men\u00adschen die Liebe geweckt wird. Und je mehr Liebe in ihm erweckt wird, desto selb\u00adst\u00adlos\u00ader kann er sich selb\u00adst hingeben.<\/p>\n<p>Im Mantra 48 w ist das W die Wonne des Emp\u00adfan\u00adgens, doch wird sie nicht bewusst, da es im Mantra keinen Ich-Sprech\u00ader, kein Selb\u00adst\u00adbe\u00adwusst\u00adsein gibt. Au\u00dfer\u00addem l\u00e4sst mich das Mantra 48 w an das gold\u00adene Vlies der Arg\u00adonaut\u00aden\u00adsage denken, an das gold\u00adene Wid\u00adder\u00adfell, das laut Rudolf Stein\u00ader die Urweisheit der atlantis\u00adchen Zeit darstellt (GA 92). Da sich der Begriff \u201cWid\u00adder\u201d, wie dargestellt, von Jahr ableit\u00adet, kann angenom\u00admen wer\u00adden, dass der Jahreskreis, bzw. die in ihm beschlossene Weisheit dieses gold\u00adene Vlies ist. Im Speziellen sehe ich im Licht aus Wel\u00adtenh\u00f6hen, dass die Sicher\u00adheit des Wel\u00adtendenken zur Erschei\u00adn\u00adung bringt, diese Urweisheit. Das Licht ist sozusagen die bewegte H\u00fclle, das W, des Wel\u00adtendenkens, denn let\u00adzteres erscheint im Licht. Betra\u00adchte ich das Wel\u00adtendenken als aktiv, ist das Ergeb\u00adnis dieses Denkprozess\u00ades die Urweisheit. Sie ist ein leuch\u00adt\u00aden\u00addes Gewebe von weisheitsvollen Zusam\u00admen\u00adh\u00e4n\u00adgen, ein gold\u00adenes&nbsp;Vlies.<\/p>\n<p>Im Mantra 23 W ist das W zun\u00e4chst das Vib\u00adri\u00aderen der nach Reizen streben\u00adden Sinne. W\u2011Qualit\u00e4t zeigen auch die dumpfen Nebelschleier, die die Licht\u00ade\u00adsof\u00adfen\u00adbarung ver\u00adh\u00fcllen. Und W\u2011Kraft ist das Hinopfern des Som\u00admers, denn zum W geh\u00f6rt der Wid\u00adder, das uralte Opferti\u00ader. Der Ich-Sprech\u00ader zeigt Bewusst\u00adsein von sich selb\u00adst. Dieses Selb\u00adst\u00adbe\u00adwusst\u00adsein wurde dadurch m\u00f6glich, sagt Rudolf Stein\u00ader, dass das Geistige in der Natur f\u00fcr den Men\u00adschen erstarb (siehe Spiegel\u00adspr\u00fcche <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2545\">23 W \u2014 30 d<\/a>), wie es das Mantra im Wel\u00adten- oder Win\u00adter\u00adschlaf schildert. Nun ist also der verk\u00f6r\u00adperte Men\u00adsch die bewegte H\u00fclle f\u00fcr das Licht. Der gro\u00dfe Kon\u00adtrast des wachen Ich-Sprech\u00aders und der in Raumesweit\u00aden aus\u00adge\u00adbre\u00adit\u00adeten, schlafend\u00aden Herb\u00adst\u00adwelt zeigt die Qual\u00adit\u00e4t des Gegen\u00adsatzes, des Widerstandes.<\/p>\n<h4>Skylla und Charybdis<\/h4>\n<p>Die bei\u00adden Mantren 23 W und 48 w erscheinen mir in ihrer Gegen\u00ads\u00e4t\u00adzlichkeit wie die bei\u00adden Meerunge\u00adheuer Skyl\u00adla und Charyb\u00addis aus der griechis\u00adchen Mytholo\u00adgie. Zwis\u00adchen ihnen musste Odysseus hin\u00addurch\u00adfahren und acht\u00adgeben, dass er wed\u00ader am Felsen zer\u00adschellt, noch in den Strudel hineinge\u00adzo\u00adgen wird. Rudolf Stein\u00ader set\u00adzt diese als Meerunge\u00adheuer imag\u00adinierten Gefahren in Beziehung zu den Tem\u00adpel\u00ads\u00e4ulen Jachin und Boas. An ander\u00ader Stelle erk\u00adl\u00e4rt er: \u201cDann wird noch ein wichtiger Punkt der Men\u00adschheit\u00adsen\u00adtwick\u00adlung in der Odysseus-Sage dargestellt, der Durch\u00adgang zwis\u00adchen Skyl\u00adla und Charyb\u00addis. Was begin\u00adnt denn jet\u00adzt eigentlich in der Men\u00adschheit? Jet\u00adzt erst begin\u00adnt, wie wir gese\u00adhen haben, die eigentliche Kama-Man\u00adas-Kul\u00adtur. Nach und nach ist sie bis hier\u00adher vor\u00adbere\u00adit\u00adet wor\u00adden. Jet\u00adzt begin\u00adnt sie. Unsere f\u00fcn\u00adfte Wurzel\u00adrasse [5. Kul\u00adture\u00adpoche] hat vorzugsweise diese Kama-Man\u00adas-Kul\u00adtur. Kama ist im Astralen und auch heute noch im Astralk\u00f6r\u00adp\u00ader t\u00e4tig. Man\u00adas aber ist das, was im physis\u00adchen Gehirn t\u00e4tig ist. Der Men\u00adsch der f\u00fcn\u00adften Wurzel\u00adrasse [5. Kul\u00adture\u00adpoche] denkt mit seinem physis\u00adchen Gehirn. Erst in ein\u00ader k\u00fcn\u00adfti\u00adgen Entwick\u00adlungsphase wird auch das Kama, der Astralk\u00f6r\u00adp\u00ader so weit sein, da\u00df er [der Astralk\u00f6r\u00adp\u00ader] zu denken ver\u00admag. Heute hat Man\u00adas erst im physis\u00adchen Gehirn Platz gegrif\u00adf\u00aden. Zwis\u00adchen den zwei nach bei\u00adden Seit\u00aden uns schleud\u00adern\u00adden Strudeln Skyl\u00adla und Charyb\u00addis m\u00fcssen wir hin\u00addurch. Das wird repr\u00e4sen\u00adtiert durch den Durch\u00adgang des Odysseus zwis\u00adchen Skyl\u00adla-Man\u00adas [dem an der Physis, dem Felsen, gewonnenen Selb\u00adst\u00adbe\u00adwusst\u00adsein] und Charyb\u00addis-Kama [der Strudel der Lei\u00adden\u00adschaften]. Da ist auf der einen Seite der astrale Strudel, die Triebe, Begier\u00adden und Lei\u00adden\u00adschaften, in denen der Men\u00adsch unterge\u00adhen kann, und auf der anderen der an den Felsen geschmiedete physis\u00adche Ver\u00adstand. \u2026 Der men\u00adschliche Ver\u00adstand ist allen Gefahren der Physis, des Felsens, aus\u00adge\u00adset\u00adzt. Zwis\u00adchen den Klip\u00adpen des physis\u00adchen Ver\u00adstandes [23 W] und dem Strudel des astralen Lebens [48 w] mu\u00df der Men\u00adsch hin\u00addurch\u00adsegeln. Hat er sich da durchge\u00adbracht, hat er erkan\u00adnt, welche Gefahren ihm dro\u00adhen und hat sich den\u00adnoch aufrecht hal\u00adten k\u00f6n\u00adnen, dann kommt er zu der Insel der Kalyp\u00adso, zur ver\u00adbor\u00adge\u00adnen Weisheit.\u201d (GA 92, 8. Vor\u00adtrag, Berlin, 14.10.1904)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/23-W-48-w-Scylla-Charybdis-300x255.png\" alt width=\"300\" height=\"255\"><\/p>\n<p><em>Die Bri\u00adtan\u00adnia zwis\u00adchen Skyl\u00adla und Charyb\u00addis mit Seelenkalender<\/em><\/p>\n<p>Das Mantra 23 W gle\u00adicht keinem Felsen. Und doch l\u00e4sst sich die Wirk\u00adsamkeit der Man\u00adas-Kraft, der Ver\u00adstandeskraft im Ich-Sprech\u00ader erken\u00adnen, der ein\u00adsam, vielle\u00adicht von einem Felsen, in die Raumesweit\u00aden blickt und alles um ihn herum im Tief\u00adschlaf find\u00adet. Die Nebelschleier sind der Sin\u00adnen\u00adschleier und dieser existiert f\u00fcr den Ver\u00adstand. Er ver\u00adh\u00fcllt ihm das Licht der Offen\u00adbarung. Das Mantra 23 W liegt im Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr, das die Au\u00dfenori\u00aden\u00adtierung der Seele, die Wahrnehmung der physis\u00adchen Welt bedeutet. Da Man\u00adas auch das Geist\u00adselb\u00adst bedeutet, wird ahn\u00adbar, worauf das Opfer des Som\u00admers, seine Hingabe an den Men\u00adschen (23 W) hinzielt. Man\u00adas nen\u00adnt Rudolf Stein\u00ader auch das Geist\u00adselb\u00adst. Die f\u00fcr die Zukun\u00adft erwartete Denk\u00adf\u00e4higkeit des Kama bzw. des Astralleibs begin\u00adnt sich als das soge\u00adnan\u00adnte Herz\u00addenken zu entwickeln.<\/p>\n<p>Und, auch wenn das im Mantra 48 w aus Wel\u00adtenh\u00f6hen \u201cmachtvoll flie\u00dfende\u201d Licht nicht nach einem gef\u00e4hrlichen Strudel klingt, so weckt \u201cmachtvolles Flie\u00dfen\u201d das Bild des Wassers, und dessen Bewe\u00adgungsrich\u00adtung entspricht dem Sog des Strudels. Auch das Ziel des Licht\u00ades, im Herzen die Liebe zu weck\u00aden, deutet auf die Kama-Kraft, die Macht der geschlechtlichen Liebe. Das Mantra 48 w liegt im Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr, das die Innenori\u00aden\u00adtierung der Seele bedeutet und damit auch das Astrale.<\/p>\n<p>Das W vib\u00adri\u00adert zwis\u00adchen oberen Schnei\u00addez\u00e4h\u00adnen und der Unter\u00adlippe \u2014 zwis\u00adchen dem Oberen, Fel\u00adsi\u00adgen, Harten und dem Unteren, Weichen, Lei\u00adden\u00adschaftlichen. Das W vib\u00adri\u00adert also zwis\u00adchen Skyl\u00adla-Man\u00adas, den Schnei\u00addez\u00e4h\u00adnen, dem harten, schnei\u00adden\u00adden Ver\u00adstand, und Charyb\u00addis-Kama, der Unter\u00adlippe, dem Strudel der Gef\u00fch\u00adle und Lei\u00adden\u00adschaften \u2014 zwis\u00adchen den Mantren 23 W und 48&nbsp;w.<\/p>\n<p>Der Felsen, Skyl\u00adla, ste\u00adht aufrecht, der Strudel, Charyb\u00addis, ist eine kreisende Bewe\u00adgung. Skyl\u00adla ste\u00adht also auch f\u00fcr die lin\u00adeare Zeit. Sie bringt den unwieder\u00adbringlichen Augen\u00adblick her\u00advor, der in Geis\u00adtes\u00adge\u00adgen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit erlebt wer\u00adden muss \u2014 eine seel\u00adis\u00adche Bewe\u00adgung des Aufricht\u00adens. Charyb\u00addis bringt dementsprechend die zyk\u00adlis\u00adche Zeit ins Bild, die durch ihre ewige Wiederkehr des Gle\u00adichen ein\u00adschl\u00e4fer\u00adnd und her\u00adabziehend wirkt. Die lin\u00adeare Zeit und die zyk\u00adlis\u00adche Zeit bilden in ihrer Ein\u00adseit\u00adigkeit eine Gefahr f\u00fcr die Seele. Die eine Gefahr ist die lin\u00adeare, im Au\u00dfen wirk\u00adende Zeit, die alles Ver\u00adgan\u00adgene als unwieder\u00adbringlich ver\u00adloren erscheinen l\u00e4sst ein\u00adschlie\u00dflich der seel\u00adisch-geistige Exis\u00adtenz des Men\u00adschen durch den Tod. Die gef\u00fchlte Geistverbindung zer\u00adschellt am Felsen des Ver\u00adstandes, der der lin\u00adearen Zeit fol\u00adgt. Die andere Gefahr ist die im Innern wirk\u00adende zyk\u00adlis\u00adche Zeit, die die Gedanken kreisen l\u00e4sst z.B. um die ewige Frage \u201cWarum passiert das mir?\u201d Dieses Kreisen zieht in die Hoff\u00adnungslosigkeit hin\u00adunter. Zwis\u00adchen bei\u00adden Gefahren mit\u00adten hin\u00addurch muss der Men\u00adsch seinen Weg find\u00aden, indem er sich durch das dritte Bild der Zeit, den Punkt der Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit, als Geist begreift.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2551\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 23&nbsp;W&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1717\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 48&nbsp;w&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=3249\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tN\u00e4ch\u00adster Blog-Eintrag&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gegen\u00adspr\u00fcche 23 W und 48&nbsp;w 23 W Es d\u00e4mpfet herb\u00adstlich sich Der Sinne Reizesstreben; In Licht\u00ade\u00adsof\u00adfen\u00adbarung mis\u00adchen Der Nebel dumpfer Schleier sich. Ich sel\u00adber schau in Raumesweit\u00aden Des Herb\u00adstes Wel\u00adtenschlaf. (Win\u00adter\u00adschlaf) Der Som\u00admer hat an&nbsp;mich Sich sel\u00adber hingegeben. 48 w Im Lichte, das aus Wel\u00adtenh\u00f6hen Der Seele machtvoll flie\u00dfen will, Erscheine l\u00f6send See\u00adlen\u00adr\u00e4t\u00adsel,&nbsp;Des\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-3226","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3226","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3226"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3226\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3226"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}