{"id":3162,"date":"2025-02-18T16:31:09","date_gmt":"2025-02-18T15:31:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=3162"},"modified":"2025-08-20T17:10:20","modified_gmt":"2025-08-20T15:10:20","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy-7-copy-copy-copy-copy-copy-2-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-5","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=3162","title":{"rendered":"Blog \u2014 Gegenspr\u00fcche 20 T \u2014 45&nbsp;t"},"content":{"rendered":"\n\n\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/20-T-45-t-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><\/p>\n<h4><strong>Die Gegenspr\u00fcche 20 T<\/strong><strong> und 45&nbsp;t<\/strong><\/h4>\n<table width=\"713\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"311\"><strong>20 T<\/strong>\n<p>So f\u00fchl\u00b4 ich erst mein&nbsp;Sein,<\/p>\n<p>Das fern vom Welten-Dasein<\/p>\n<p>In sich, sich selb\u00adst erl\u00f6schen<\/p>\n<p>Und bauend nur auf eignem Grunde<\/p>\n<p>In sich, sich selb\u00adst ert\u00f6ten m\u00fcsste.<\/p>\n<p>\u2026<\/p>\n<p>\u2026<\/p>\n\u2026<\/td>\n<td width=\"16\"><\/td>\n<td width=\"311\"><strong>45 t<\/strong>\n<p>Es fes\u00adtigt sich Gedankenmacht<\/p>\n<p>Im Bunde mit der Geistgeburt,<\/p>\n<p>Sie hellt der Sinne dumpfe Reize<\/p>\n<p>Zur vollen Klarheit auf.<\/p>\n<p>Wenn See\u00adlen\u00adf\u00fclle<\/p>\n<p>Sich mit dem Wel\u00adtenwer\u00adden einen&nbsp;will,<\/p>\n<p>Muss Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung<\/p>\nDes Denkens Licht empfangen.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>Die Eurythmieformen zu den Mantren 20 T und 45&nbsp;t<\/strong><\/h4>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/20-T-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/45-t-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><\/p>\n<h4><strong>\u00dcber den Buchstaben \u201cT\u201d<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Das T geh\u00f6rt mit P und K zu den harten Plo\u00adsivlaut\u00aden, den Laut\u00aden, die den Wider\u00adstand durch Spren\u00adgung, durch die Kraft des Luft\u00adstroms von innen, \u00fcber\u00adwinden. Sie wer\u00adden wie die weichen Ver\u00adschlus\u00adslaute und Nasale zu den Erd\u00adlaut\u00aden gerech\u00adnet. Das T ist wie das D ein Zahn\u00adlaut, weil seine Artiku\u00adla\u00adtion\u00adsstelle hin\u00adter den vorderen Schnei\u00addez\u00e4h\u00adnen liegt. Laute dieser Artiku\u00adla\u00adtion\u00adszone bewirken die Dra\u00admatik der Sprache und haben eine Beziehung zum Denken.<\/p>\n<p>Der <strong>slaw\u00adis\u00adche Name<\/strong> des T (\u0422 \u0442) ist \u2018Tvr\u00addo\u2019. Dies ist die adver\u00adbiale Form von \u2018tvrd\u2019, was \u2018fest\u2019, \u2018hart\u2019, \u2019stark\u2019, \u2019stand\u00adhaft\u2019, \u2018uner\u00adsch\u00fct\u00adter\u00adlich\u2019 usw. bedeutet. Das Erleb\u00adnis, das die Zunge an den Z\u00e4h\u00adnen hat, wird zur Beschrei\u00adbung der Lautqual\u00adit\u00e4t des T. Das T ist hier also das Harte, Stand\u00adhafte. Diese Idee f\u00fchrt zum einen zur Ver\u00adfes\u00adti\u00adgung, zur Leib\u00adw\u00ader\u00addung, zum anderen zur Unver\u00e4n\u00adder\u00adlichkeit, zur Dauer und Ewigkeit und dadurch zum Geist. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201cMan hat ein hartes sich Ver\u00adfes\u00adti\u00adgen in dem T\u201d Und gle\u00adichzeit\u00adig dr\u00fcckt es das \u201cFest\u00adste\u00adhen in der geisti\u00adgen Welt\u201d aus (Bei\u00adde Zitate nach Dubach-Donath, Die Grun\u00addele\u00admente der Eury\u00adth\u00admie, in :Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 374) Das T h\u00e4ngt mit dem ins Leben \u2018treten\u2019 gle\u00adicher\u00adweise zusam\u00admen wie mit dem \u2018t\u00f6ten\u2019, dem \u00dcber\u00adgang in den Geist. Die Qual\u00adit\u00e4t des T wird erlebt im Schick\u00adsalss\u00adchlag, im \u2018Ter\u00adror\u2019 des \u2018Todess\u00adchreck\u00adens\u2019, der den Men\u00adschen \u2018durchzit\u00adtert\u2019 und \u2018erstar\u00adren\u2019 l\u00e4sst und ihm gle\u00adichzeit\u00adig dazu ver\u00adhil\u00adft, stand\u00adhaft zu wer\u00adden, seinen Willen zu fes\u00adti\u00adgen. Alles Leib\u00adliche, die ganze sinnliche Welt ist nach Rudolf Stein\u00ader eigentlich wal\u00adtender Wille: \u201cWir wer\u00adden sehen, dass der \u00e4u\u00dfere physis\u00adche Leib, der aus\u00adge\u00adflossen ist aus dem alten Sat\u00adurn [der ersten Inkar\u00adna\u00adtion der Erde], aus den Geis\u00adtern des Wil\u00adlens, nichts anderes darstellt, als den Willen von au\u00dfen gese\u00adhen. Bei uns wirkt er als Innen\u00adleben aus dem Inneren.\u201d (GA 121 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 374) Und \u00e4hn\u00adlich an ander\u00ader Stelle: \u201cDer ergebene Men\u00adsch kommt darauf, dass sich die ganze Sinneswelt f\u00fcr ihn ent\u00adpup\u00adpt als etwas, was er nicht anders beze\u00adich\u00adnen kann, denn Willen. Alles ist str\u00f6\u00admender, wal\u00adtender Wille, insofern wir der Sinneswelt ent\u00adge\u00adgen\u00adtreten\u201d (GA 134 in: Die Sprache der Laute, S 374) Auf dem Wirken der Throne, der Geis\u00adter des Wil\u00adlens, beruht das Ver\u00adfes\u00adti\u00adgen von ein\u00ader Erdinkar\u00adna\u00adtion zur n\u00e4ch\u00adsten: vom W\u00e4rme\u00adhaften des alten Sat\u00adurn, \u00fcber das Gasar\u00adtige der alten Sonne und das W\u00e4ss\u00adrige des alten Mon\u00addes bis zum fes\u00adten Stoff der Erde. Das lateinis\u00adche Wort f\u00fcr Erde, \u2018t\u00e9r\u00adra\u2019, lautet mit T an und kennze\u00adich\u00adnet sie als das Feste. \u201cSie [die Throne] haben uns in der Tat diese Erden\u00addecke ver\u00adfestet, die Throne gebaut, auf denen wir als auf einen fes\u00adten Unter\u00adgrund uns immer\u00addar st\u00fctzen.\u201d (GA 122 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 375) Diese \u2018Struk\u00adtur\u2019 bildende Kraft, die den Leib zu Knochen und Z\u00e4h\u00adnen ver\u00adfes\u00adtigt hat, kann erblickt wer\u00adden im T. Durch die T\u2011Kraft \u2019ste\u00adht\u2019 der Men\u00adsch \u2019stand\u00adhaft\u2019 aufrecht.<\/p>\n<p>Das T zeigt sich auch in den griechis\u00adchen \u2018Tita\u00adnen\u2019, \u00fcber die Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201cDie Tita\u00adnen sind die Kraft des Wil\u00adlens. \u2026 Dabei hat man nicht etwa blo\u00df an Wil\u00adlen\u00adskr\u00e4fte in abstrak\u00adter Form zu denken, son\u00addern an wirk\u00adliche Wil\u00adlenswe\u00adsen.\u201d (GA 211 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 375) Diese fes\u00adthal\u00adtende Wil\u00adlen\u00adsqual\u00adit\u00e4t liegt im Wort \u2018Treue\u2019, das von gotisch \u2018trig\u00adg\u00adws\u2019 und angel\u00ads\u00e4ch\u00adsisch \u2018trum\u2019 mit der Bedeu\u00adtung \u2018fest\u2019 kommt. Auch das englis\u00adche Wort f\u00fcr \u2018Baum\u2019, \u2018tree\u2019 ist damit ver\u00adwandt und meint das \u2018Baum-starke\u2019. Damit h\u00e4ngt die sprach\u00adliche Wen\u00addung zusam\u00admen \u2018in Treue fest\u2019. Dieses Fest\u00adstellen zeigt das ital\u00adienis\u00adche Wort f\u00fcr \u2018Kopf\u2019, \u2018tes\u00adta\u2019. Rudolf Stein\u00ader bringt es in Zusam\u00admen\u00adhang mit \u2018Tes\u00adta\u00adment\u2019: \u201cWenn wir den Zusam\u00admen\u00adhang f\u00fchlen zwis\u00adchen \u2014 sagen wir \u2014 ein\u00ader Wort\u00adbil\u00addung wie \u2018Tes\u00adta\u00adment\u2019 und allen roman\u00adis\u00adchen Beze\u00adich\u00adnun\u00adgen f\u00fcr \u2018Kopf\u2019, so wer\u00adden wir f\u00fchlen, dass die Kopf\u00adbeze\u00adich\u00adnung im Roman\u00adis\u00adchen her\u00advorge\u00adht aus dem Bekr\u00e4fti\u00adgen.\u201d (GA 190 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 375) Der feste \u2018Tritt\u2019 und \u2018Schritt\u2019, der \u2018Turm\u2019, die \u2018Tonne\u2019, die befes\u00adtigte \u2018Stadt\u2019 und die \u2018H\u00fctte\u2019, die \u2018St\u00e4tte\u2019, \u2018Git\u00adter\u2019 und \u2018Gat\u00adter\u2019 zeigen diese befes\u00adti\u00adgende Qual\u00adit\u00e4t des&nbsp;T.<\/p>\n<p>In sehr \u00e4hn\u00adlich\u00ader Weise wird im <strong>iro-keltischen Ogham Alpha\u00adbet<\/strong> das T, charak\u00adter\u00adisiert. Hier hei\u00dft es \u2018Tinne\u2019, die \u2018Stech\u00adpalme\u2019. Gle\u00adichzeit\u00adig bedeutete \u2018tinne\u2019 auch \u2018Furcht\u2019 und \u2018Schreck\u00aden\u2019 und \u2018Blitzschlag\u2019. Das Spitze, stechend Harte, Erschreck\u00adende, Gef\u00e4hrliche ist das&nbsp;T.<\/p>\n<p>Im <strong>Angel\u00ads\u00e4ch\u00adsis\u00adchen<\/strong> hei\u00dft der T- bzw. Th-Laut (\u16cf) \u2018thorn\u2019, der Dorn. Das T gle\u00adicht hier einem aufrecht\u00aden Pfeil oder Speer. Der Runen\u00adreim lautet:<\/p>\n<p>Dorn ist sehr scharf \u2014 und f\u00fcr jeden Menschen<\/p>\n<p>schlecht anfass\u00adbar; \u2014 unm\u00e4\u00dfig hart<\/p>\n<p>f\u00fcr alle, \u2014 die daran sitzen.<\/p>\n<p>(Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;376)<\/p>\n<p>Das T ist der Zahn\u00adlaut, der als Giftzahn der \u2018Nat\u00adter\u2019 mit \u2019spitzem\u2019, bei\u00dfen\u00addem \u2018Spott\u2019 tief in sein Opfer dringt, die Pfeil\u00adspitze, die ihr Ziel \u2018trifft\u2019, die \u2018Tjost\u2019, die mit Lanzen aus\u00adge\u00adtra\u00adgen wird und jedes andere \u2018Turnier\u2019, bei dem es darum geht, \u2018tip-top\u2019 in Form zu sein, um zu gewinnen.<\/p>\n<p>Das Wort \u2018Mitte\u2019 zeigt eine weit\u00adere Qual\u00adit\u00e4t des T, denn jed\u00ader \u2018Tre\u00adf\u00adfer\u2019 wirkt auf sein Umfeld und bildet deshalb die Mitte, das Zen\u00adtrum dieser Ein\u00adwirkung. Anschaulich wird diese Wirkung durch einen Wassertropfen, der auf eine glat\u00adte Wasser\u00adober\u00adfl\u00e4che f\u00e4llt. In sich wei\u00adt\u00aden\u00adden konzen\u00adtrischen Kreisen bre\u00adit\u00aden sich die Wellen aus.<\/p>\n<p>Die <strong>ger\u00adman\u00adis\u00adche Sprache<\/strong> gibt dem T (\u16cf) den G\u00f6t\u00adter\u00adna\u00admen \u2018Tyr\u2019 mit der Bedeu\u00adtung \u2018Gott\u2019 und weist dadurch auf die Mys\u00adte\u00adrienbe\u00addeu\u00adtung dieses Lautes. Tyr (rekon\u00adstru\u00adiert urg\u00ader\u00adman\u00adisch Tei\u00adwaz, Tiwaz) ist ein Gott der Edda. Er tritt als Gott des Kampfes und Sieges sowie als Bewahrer der Recht\u00adsor\u00add\u00adnung auf. Die Thing\u00adpl\u00e4tze, also die Ver\u00adsamm\u00adlung\u00adsorte der Recht\u00adsprechung waren ihm unter\u00adstellt. Die alt\u00adnordis\u00adche Namensform ist die all\u00adge\u00admein bekan\u00adnteste und gebr\u00e4uch\u00adlich\u00adste. Weit\u00adere For\u00admen sind im Altenglis\u00adchen Tiw, Tig, alt\u00adnieder\u00adl\u00e4ndisch d\u012bs und althochdeutsch Ziu, Tiu, Tiuz. Die ety\u00adomol\u00ado\u00adgis\u00adche Wurzel seines Namens l\u00e4sst sich auf \u2018Him\u00admel\u2019 und \u2018Tag\u2019 zur\u00fcck\u00adf\u00fchren (siehe Blog <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2769\">4 D \u2014 30 d<\/a>) und deutet darauf hin, dass Tyr urspr\u00fcnglich ein Vater- oder Him\u00admels\u00adgott war, der sp\u00e4ter aus dieser Stel\u00adlung ver\u00addr\u00e4ngt und zum Sohn entwed\u00ader Odhins oder Hymirs wurde. In der Inter\u00adpre\u00adta\u00adtio Romana wird er dem r\u00f6mis\u00adchen Kriegs\u00adgott Mars gle\u00adichge\u00adset\u00adzt. (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tyr\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tyr<\/a>)<\/p>\n<p>Ernst Moll stellt den Namen des Kris\u00adgs\u00adgottes Tyr aus der nordisch-ger\u00adman\u00adis\u00adchen Mytholo\u00adgie in eine Rei\u00adhe mit dem anderen k\u00e4mpferischen Gott, mit Thor, doch sind bei\u00adde nicht iden\u00adtisch. Er nen\u00adnt als Namen \u2018Tyr\u2019, \u2018Tyz\u2019, \u2018Tius\u2019, \u2018Tiu\u2019, \u2018Ziu\u2019 und \u2018Thor\u2019 hergeleit\u00adet von \u2018Tius\u2019, \u2018deus\u2019, \u2018Zeus\u2019 und \u2018the\u00f3s\u2019, also von Worten, die Gott bedeuten. Auf das Geheim\u00adnis der bei\u00adden G\u00f6t\u00adter T\u2011G\u00f6tter, Tyr und Thor, gehe ich des Weit\u00aderen im gle\u00adich\u00adnami\u00adgen Abschnitt ein.<\/p>\n<p>\u00dcber Tyr und Thor sprechen zwei isl\u00e4ndis\u00adche Runen\u00adreime und bezeu\u00adgen damit, dass es sich wirk\u00adlich um zwei ver\u00adschiedene G\u00f6t\u00adter handelt:<\/p>\n<p>Tyr ist ein\u00adh\u00e4ndig unter den&nbsp;Asen;<\/p>\n<p>oft hat der Schmied zu blasen.<\/p>\n<p>Und:<\/p>\n<p>Jupiter ist&nbsp;Thor,<\/p>\n<p>Thor ist&nbsp;Ase,<\/p>\n<p>Ase ist&nbsp;Tyr<\/p>\n<p>Tyr ist Runenschrift.<\/p>\n<p>(Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;378)<\/p>\n<p>Wenn die Ger\u00adma\u00adnen in die Schlacht st\u00fcrmten, riefen sie: \u201cTiu twingt Twist\u201d, was unge\u00adf\u00e4hr hei\u00dft: \u201cZiu, (Tyr, be-)zwingt Zwist\u201d. Und dieser Ruf ver\u00adlieh ihnen gewaltige Kraft und gro\u00dfen Mut, todesver\u00adach\u00adt\u00aden\u00adden&nbsp;Mut.<\/p>\n<p>Tyr besitzt ein Schw\u00adert und oft auch einen Speer, Thor den Ham\u00admer Mj\u00f6ll\u00adnir, den Zer\u00admalmer. Amulet\u00adtan\u00adh\u00e4nger zeigen Thor-H\u00e4m\u00admer in Form der Tyr-Rune, denn auch Thor wurde mit dieser Rune geschrieben. Diese aus der Zeit der Chris\u00adtian\u00adisierung stam\u00admenden Ham\u00admer-Anh\u00e4nger zeigen \u00fcber\u00adwiegend einen abgewinkel\u00adten Hammerkopf.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20-T-45-t-Thor-Hammer-Bornholm-Romersdal-10.-Jhd-silber-300x295.png\" alt width=\"300\" height=\"295\"><\/p>\n<p><em>Thor-Ham\u00admer in Form der (gest\u00fcrzten) Tyr-Rune aus Sil\u00adber, Born\u00adholm, R\u00f8mers\u00addal, 10.&nbsp;Jhd.<\/em><\/p>\n<p>Daneben sind auch Funde bekan\u00adnt, die einen flachen, gew\u00f6hn\u00adlichen Ham\u00admerkopf zeigen, sodass diese H\u00e4m\u00admer dem lateinis\u00adchen T entsprechen. Funde mit bei\u00adden Ham\u00admer\u00adfor\u00admen weisen darauf hin, dass jed\u00ader Form eine eigene Bedeu\u00adtun\u00adgen zugemessen wurde.<\/p>\n<p>Althochdeutsch lautete das Wort \u2018Ham\u00admer\u2019 noch mit T an und hie\u00df \u2018tan\u00adgol\u2019. Daher kommt das Wort \u2018Den\u00adgel\u2019, also der Ham\u00admer zum sch\u00e4r\u00adfen, d.h. den\u00adgeln der Sensen. Das griechis\u00adche Wort \u2018t\u00fdche\u2019 bedeutet \u2018Zufall\u2019 und \u2018Schick\u00adsal\u2019, auch Schick\u00adsalss\u00adchlag\u2019 und hat\u00adte in \u00e4lter\u00ader Zeit daneben die Bedeu\u00adtung \u2018Ham\u00admer\u2019. Redewen\u00addun\u00adgen wie \u201cDa trifft mich der Schlag!\u201d, \u201cDas ist ja der Ham\u00admer!\u201d deuten auf die wie ein Schlag erlebte Gewalt des Schick\u00adsals bzw. eines emo\u00adtion\u00adal stark aufge\u00adlade\u00adnen Ereignisses.<\/p>\n<p>Dieses schla\u00adgend-tre\u00adf\u00adfende Erleb\u00adnis liegt vie\u00adlen Worten mit T zugrunde. Wie mit einem Ham\u00admer\u00adschlag ver\u00adlei\u00adhen die G\u00f6t\u00adter den Men\u00adschen \u2018Tal\u00adente\u2019 und auch die \u2018Intu\u00adition\u2019 weist durch das zweima\u00adlige T auf ein Erleben, das einem blitzar\u00adti\u00adgen Ein\u00adschlag gle\u00adicht. Und jede \u2018Tat\u2019 weist sich als ein Ein\u00adschlag aus, den der Men\u00adsch han\u00addel\u00adnd bewirkt. Das Wort \u2018Tugend\u2019 kommt von \u2018tau\u00adgen\u2019, \u2018t\u00fcchtig\u2019 sein. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201c&nbsp;\u2018Tugend\u00adhaft\u2019 sein, das hei\u00dft \u2018tauglich\u2019 sein, denn \u2018Tugend\u2019 h\u00e4ngt mit \u2018Tau\u00adgen\u2019 zusam\u00admen. \u2018Tau\u00adgend, tauglich\u2019 sein, zu etwas \u2018tau\u00adgen\u2019, das hei\u00dft ein\u00ader Sache gewach\u00adsen sein; eine Sache ver\u00adm\u00f6\u00adgen, eine Sache k\u00f6n\u00adnen; das hei\u00dft tugend\u00adhaft sein.\u201d Und weit\u00ader: \u201cBei dem Tugendlichen han\u00addelt es sich nicht darum, dass wir \u2018\u00fcber\u00adhaupt\u2019 zu etwas tau\u00adgen, son\u00addern, dass wir zu etwas Geistigem tau\u00adgen, dass wir uns in die geistige Welt hine\u00adin\u00adstellen als Men\u00adsch. Der ist im richti\u00adgen Sinne der Tugend\u00adhafte, der ein ganz\u00ader Men\u00adsch ist dadurch, dass er das Geistige in sich zur Ver\u00adwirk\u00adlichung, nicht blo\u00df zur Offen\u00adbarung bringt, zur Ver\u00adwirk\u00adlichung durch den Willen.\u201d (GA 276 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;385)<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader sagt \u00fcber das T: \u201cUnd haben Sie schon gese\u00adhen, wenn man einen Pfahl mit einem Ham\u00admer in den Boden ein\u00adschl\u00e4gt. Sie k\u00f6n\u00adnen gar nicht anders, als ein T dabei vorstellen. Das ist ein T.\u201d (GA 278 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 379) Und auch: Das T bedeutet \u201ces hat eingeschla\u00adgen. \u2026 Es ist ein Ereig\u00adnis, das eingeschla\u00adgen hat\u201d Das T ist etwas, das \u201cvom Him\u00admel auf die Erde strahlt\u201d (GA 279 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;379)<\/p>\n<p>Die Artiku\u00adla\u00adtion des T und D ist ein \u2018Tas\u00adten\u2019 der Zunge. So hei\u00dft Zunge auf gotisch \u2018tug\u00adgo\u2019 (sprich \u2018tun\u00adgo\u2019), alt\u00adnordisch \u201dtun\u00adga\u2019, englisch \u2018tongue\u2019 und alt\u00adlateinisch \u2018din\u00adgua\u2019. Das Tas\u00adten, das Ber\u00fchren der Welt und gle\u00adichzeit\u00adige Wahrnehmen des eige\u00adnen Seins ist die Erfahrung der Gren\u00adze. Der \u2018Tod\u2019 bildet diese Gren\u00adze zur geisti\u00adgen Welt, in der sich die Tast\u00adwahrnehmung umkehrt in ein Getastetwer\u00adden. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201c\u2026was w\u00e4hrend des Lebens zwis\u00adchen Tod und ein\u00ader neuen Geburt Au\u00dfen\u00adwelt ist, [gibt uns] \u2026 die Wahrnehmung des \u00fcber die ganze Welt hin ver\u00adbre\u00adit\u00adeten Tastsinnes, wo wir nicht tas\u00adten, son\u00addern getastet wer\u00adden, wo wir f\u00fchlen, wie uns die geist\u00adgen Wesen \u00fcber\u00adall ber\u00fchren, w\u00e4hrend wir hier das andere ber\u00fchren.\u201d (ohne Quelle in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;383)<\/p>\n<p>Von der geisti\u00adgen Welt f\u00fchlten sich auch die Apos\u00adtel ber\u00fchrt beim Pfin\u00adg\u00adstereig\u00adnis. Den Heilige Geist erlebten sie als feurige Zun\u00adgen, als T\u2011Erlebnis. Auch bei der Taufe Jesu klei\u00addet sich der her\u00adabk\u00adom\u00admende Geist in das mit T anlau\u00adt\u00adende Bild der Taube. Rudolf Stein\u00ader sagt: Das T ist \u201cdas, unter dem man sich vorzustellen hat, dass es darstellt das Gewichtige, \u2026 das Majest\u00e4tisch-Gro\u00dfe, \u2026 das\u00adjenige, was auch deu\u00adtend strahlt, aber im Beson\u00adderen vom Him\u00admel auf die Erde strahlt. Es ist das wichtige Strahlen.\u201d (GA 279 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;378)<\/p>\n<p>In der Gen\u00ade\u00adsis wird das Urchaos vor dem Beginn der Sch\u00f6p\u00adfung als \u2018<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Tohuwabohu\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">tohu-wa-bohu<\/a>\u2019 (thvvb\u00adhv) beze\u00adich\u00adnet (Mos. 1,2), was gew\u00f6hn\u00adlich mit \u2018w\u00fcst und leer\u2019 \u00fcber\u00adset\u00adzt wird. Rudolf Stein\u00ader erk\u00adl\u00e4rt die Wort\u00adteile \u2018tohou\u2019 und \u2018bohu\u2019 fol\u00adgen\u00adder\u00adma\u00dfen:&nbsp;\u201eDer Laut, der da unserem T sich ver\u00adgle\u00adichen l\u00e4\u00dft, der regt an ein Bild des Auseinan\u00adderkraftens von einem Mit\u00adtelpunkt nach allen Seit\u00aden des Raumes, nach allen Rich\u00adtun\u00adgen des Raumes. Also in dem Augen\u00adblick, wo man den T\u2011Laut anschl\u00e4gt, wird angeregt das Bild von einem aus dem Mit\u00adtelpunkt nach allen Rich\u00adtun\u00adgen des Raumes Auseinan\u00adderkraften, ins Unbe\u00adgren\u00adzte hin Auseinan\u00adderkraften. So da\u00df wir uns also vorzustellen haben das Ineinan\u00adderge\u00adwoben\u00adsein der Ele\u00admente W\u00e4rme, Luft und Wass\u00ader und da drin\u00adnen ein Auseinan\u00adderkraften wie von einem Mit\u00adtelpunkt aus nach allen Seit\u00aden, und wir w\u00fcr\u00adden dieses Auseinan\u00adderkraften haben, wenn nur der erste Teil des Laut\u00adge\u00adf\u00fcges da w\u00e4re,&nbsp;tohu.<\/p>\n<p>Der zweite Teil, was soll er ergeben? Er ergibt nun genau das Ent\u00adge\u00adgenge\u00adset\u00adzte von dem, was ich eben gesagt habe. Der regt an durch seinen Lautcharak\u00adter \u2014 durch alles das, was wach wird in der Seele bei dem Buch\u00adstaben, der sich mit unserem B ver\u00adgle\u00adichen l\u00e4\u00dft, Bet -, der regt an alles das, was Sie im Bilde bekom\u00admen, wenn Sie sich eine m\u00e4chtig gro\u00dfe Kugel, eine Hohlkugel denken, sich selb\u00adst im Inneren vorstellen und nun von allen Punk\u00adten, von allen inneren Punk\u00adten dieser Hohlkugel wiederum Strahlen nach innen sich denken, nach dem Mit\u00adtelpunkt here\u00adin\u00adstrahlend. Also Sie denken sich dieses Bild, einen Punkt inmit\u00adten des Raumes, von da aus Kr\u00e4fte nach allen Rich\u00adtun\u00adgen des Raumes ausstrahlend, tohu; diese Strahlen sich gle\u00adich\u00adsam an einem \u00e4u\u00dferen Kugel\u00adge\u00adh\u00e4use ver\u00adfan\u00adgend, zur\u00fcck\u00adstrahlend in sich sel\u00adber, von allen Rich\u00adtun\u00adgen des Raumes wieder zur\u00fcck, dann haben Sie das bohu.\u201d (Lit.: GA 122, S.&nbsp;47)<\/p>\n<p>Bei Antrowi\u00adki find\u00adet sich auf der oben ver\u00adlink\u00adten Web\u00adseite zu Tohu der Hin\u00adweis, dass es sich hier um die aufl\u00f6senden, zen\u00adtrifu\u00adgalen Erd\u00adkr\u00e4fte han\u00addelt, die den Funken des men\u00adschlichen Ichs durch das T z\u00fcn\u00adden. Bei Bohu han\u00addelt es sich dage\u00adgen um die zen\u00adtripedalen For\u00admgeben\u00adden und ver\u00adfes\u00adti\u00adgen\u00adden \u00c4ther- und Tierkreiskr\u00e4fte, die den makrokos\u00admis\u00adchen Men\u00adschen, Adam Kad\u00admon, bilden. Durch das Zusam\u00admen\u00adwirken bei\u00adder Kr\u00e4fte wird alles was ist geschaffen.<\/p>\n<p>Der <strong>griechis\u00adche<\/strong> T\u2011Laut \u2018Tau\u2019 (\u03a4, \u03c4) stammt vom \u2018Tav\u2019 (Tv) \u05ea)), dem let\u00adzten Buch\u00adstaben des <strong>hebr\u00e4is\u00adchen Alpha\u00adbets<\/strong> und bedeutet nach Ernst Moll \u2018Kreuzesze\u00adichen\u2019. Im Inter\u00adnet wird \u2018Wahrheit\u2019 als Bedeu\u00adtung f\u00fcr das hebr\u00e4is\u00adche Tav genan\u00adnt. Schon im <strong>moabitis\u00adchen Alpha\u00adbet<\/strong> ste\u00adht das diag\u00ado\u00adnale Kreuz \ud802\udd15 f\u00fcr den Laut&nbsp;T.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20-T-45-t-Taw-Entwicklung-1-300x60.png\" alt width=\"300\" height=\"60\"><\/p>\n<p><em>Das hebr\u00e4is\u00adche Tav-Zeichen im Wan\u00addel der&nbsp;Zeit<\/em><\/p>\n<p>Ernst Moll stellt an dieser Stelle einen Zusam\u00admen\u00adhang her zwis\u00adchen dem griechis\u00adchen Tau und dem Tao des chi\u00adne\u00adsis\u00adchen Tao\u00adis\u00admus. Tao bedeutet in dieser Philoso\u00adphie \u2018Weg\u2019. \u201cDer Buch\u00adstabe, der dem Kreuzesze\u00adichen entsprach, hat\u00adte den Namen Tao-Tau. Man wollte durch die Hinzuf\u00fc\u00adgung der Vokale A und O auf den Weg der Men\u00adschheit\u00adevo\u00adlu\u00adtion hin\u00adweisen. Deshalb hat im Chi\u00adne\u00adsis\u00adchen das Wort Tao den Sinn von Weg. Eine alte \u00dcber\u00adliefer\u00adung lebt sich hier noch aus.\u201d (Mau\u00adr\u00ader in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 388) Rudolf Stein\u00ader best\u00e4tigt die Bedeu\u00adtung chi\u00adne\u00adsis\u00adch\u00ader Weisheit, indem er sie als Erbe der atlantis\u00adchen Zeit beschreibt: \u201cDa haben wir die chi\u00adne\u00adsis\u00adche Kul\u00adtur, welche im Atlantier\u00adtum wurzelt. \u2026 das Chi\u00adne\u00adsen\u00adtum, das sich abschlie\u00dft und starr bleibt, das wieder\u00adholt, was in der alten atlantis\u00adchen Zeit da war. \u2026 Die Geschichte war in der atlantis\u00adchen Kul\u00adtur noch nicht vorhan\u00adden. Daher hat auch die chi\u00adne\u00adsis\u00adche Kul\u00adtur etwas Ungeschichtlich\u00ades behal\u00adten.\u201d (GA 121 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 388) Aus diesem Grund bewahrten die Chi\u00adne\u00adsen das Urwort der Atlantis, das Tao. \u00dcber dieses Tao der atlantis\u00adchen Zeit sagt Rudolf Stein\u00ader: \u201cNicht in ver\u00adnuft\u00adm\u00e4\u00dfi\u00adgen Begrif\u00adf\u00aden erhob der Atlantier sich zu seinem Gott, son\u00addern er sp\u00fcrte den Grun\u00addakko\u00adrd der Got\u00adtheit in der Natur, er atmete gle\u00adich\u00adsam seinen Gott aus und ein. \u2014 Wenn man aussprechen wollte, was man h\u00f6rte, so fasste man dies zusam\u00admen in einem Laut, \u00e4hn\u00adlich dem chi\u00adne\u00adsis\u00adchen \u2018Tao\u2019. (GA 95 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;388)<\/p>\n<p>Dieses Erleben von Ein\u00adheit, von unmit\u00adtel\u00adbarem Ver\u00adste\u00adhen ist die Ursprache. Doch als die Zeit der Atlantis vor\u00adbei war, als die Sprache dem intellek\u00adtuellen Ver\u00adste\u00adhen den Weg ebnen sollte, \u00e4nderten sich Bild und Bew\u00ader\u00adtung der Ursprache. In der nordis\u00adchen Mytholo\u00adgie war das Bild dieser Ursprache laut Rudolf Stein\u00ader der Feris\u00adwolf (siehe: Die T\u2011G\u00f6tter Tyr und Thor). Weil die See\u00adlen\u00adhal\u00adtung der dama\u00adli\u00adgen Men\u00adschen so anders war, soll ein weit\u00aderes l\u00e4n\u00adgeres Zitat von Rudolf Stein\u00ader fol\u00adgen: \u201eWenn der Chi\u00adnese das Tao ausspricht, empfind\u00adet er etwas \u00c4hn\u00adlich\u00ades, wie wenn jen\u00ader Indi\u00adan\u00ader vom gro\u00dfen Geist sprach. Es war eine ganz andere Weise des F\u00fch\u00adlens und Denkens; es war ein Hineinempfind\u00aden in die ganze \u00fcbrige Welt. Der Men\u00adsch f\u00fchlte sich nicht als ein Son\u00adder\u00adwe\u00adsen, wie wir das heute tun. \u2014 Der heutige Men\u00adsch stellt sich wenig dabei vor, wenn er ein- und ausat\u00admet. Der Atmung\u00adsprozess wird als ein rein mech\u00ada\u00adnis\u00adch\u00ader Prozess betrieben. Bei den Vor\u00adfahren von dazu\u00admal erweck\u00adte man eine Empfind\u00adung gegen\u00fcber dem Atmen. Sie emp\u00adfan\u00adden dabei die Dankbarkeit gegen\u00fcber dem gro\u00dfen Geist. Sie f\u00fchlten, dass er sich mit ihnen ver\u00adband mit jed\u00ader Einat\u00admung. Sie vere\u00adinigten sich mit ihm bei jed\u00ader Ausat\u00admung. Wenn sie ihren Puls f\u00fchlten, so schrieben sie diese Kraft dem gro\u00dfen Geiste zu. Eins f\u00fchlten sie sich mit dem All\u00adgeiste. Der Atemzug war ihnen Geist, das Blut, was in ihren Adern pul\u00adste, war ihnen Geist. Sie f\u00fchlten sich Teil\u00adgeist im gro\u00dfen Wel\u00adtengeiste. Man muss ver\u00adsuchen, nachzuf\u00fchlen, was in ein\u00ader Men\u00adschenseele vorge\u00adht, die sich als ein St\u00fcck f\u00fchlt mit dem sie durch\u00adstr\u00f6\u00admenden gro\u00dfen Wel\u00adtengeiste, die Got\u00adtheit in sich, und sich in der Got\u00adtheit, wie unsere Vor\u00adfahren ganz selig waren in dieser Empfind\u00adung, muss man nachempfind\u00aden lernen.<\/p>\n<p>Nur eine Empfind\u00adung ist dem \u00e4hn\u00adlich \u2014 wenn der Vedan\u00adtist das \u00abTat twam asi\u00bb empfind\u00adet: \u00abDas bist du\u00bb, sagt er zu der Welt um sich her. Aber unserem Wesen ist im Gro\u00dfen das abhan\u00addengekom\u00admen, was unsere Vor\u00adfahren emp\u00adfan\u00adden. Das Mit\u00adf\u00fchlen mit der ganzen Welt, das beze\u00adich\u00adnete man als das Tao. Tao ist das, was im Winde lebt, was im Blitz und Don\u00adner lebt, was im Tier, in der Pflanze lebt, was im Men\u00adschen ist, was ihn durch\u00adpulst als sein Leben. Es war ein ein\u00adheitlich\u00ades Gef\u00fchl. Unser Denken ist selb\u00adst ein Entwick\u00adlung\u00adspro\u00addukt. Die, welche also das Tao f\u00fchlten, die hat\u00adten noch nicht diesen Intellekt. Der ist ger\u00adade ein Merk\u00admal unser\u00ader gegen\u00adw\u00e4r\u00adti\u00adgen Rasse. Als aus der atlantis\u00adchen Rasse sich unsere Rasse entwick\u00adelte, da entwick\u00adelte sich aus der hellse\u00adherischen Gabe der Atlantier nun intellek\u00adtuelles Denken. Nun lernte man in Begrif\u00adf\u00aden denken. Die begrif\u00adfliche Vorstel\u00adlung hat\u00adte die Folge, dass der Men\u00adsch sich von der Umwelt streng abson\u00adderte. Das hat\u00adte eine Bedeu\u00adtung, als der Men\u00adsch sich den Intellekt eroberte. Der Atlantier hat\u00adte nicht das Gef\u00fchl, dass er von den andern getren\u00adnt war. Tao war das Blut, die Luft, Tao war der andere Men\u00adsch. Das Gef\u00fchl der Abson\u00adderung ist in ihm durch den im Innern arbei\u00adt\u00aden\u00adden Intellekt ent\u00adstanden. Alles nun, was er in der Welt f\u00fchlte, musste er im Innern erleben.<\/p>\n<p>Der Gott, der den Men\u00adschen durch\u00adpul\u00adste, war eine Ein\u00adheit, die drau\u00dfen str\u00f6mte und drin\u00adnen str\u00f6mte. Nun hat\u00adte die Abson\u00adderung stattge\u00adfun\u00adden. Nun musste das \u00abreligere\u00bb \u2014 \u00abwiederverbinden\u00bb ein\u00adtreten, die Reli\u00adgion, die das Drau\u00dfen mit dem Innern ver\u00adband. Die ganze f\u00fcn\u00adfte Wurzel\u00adrasse strebt in der Reli\u00adgion nach dem Wiederverbinden mit dem g\u00f6t\u00adtlichen All\u00adgeist.\u201d (Lit.: GA 68a, S.&nbsp;106ff)<\/p>\n<p>Ich erlebe im Tao der Atlantier die Kraft der Zeit, die das Leben tr\u00e4gt und ord\u00adnet. Zwei laut\u00adgle\u00adiche deutsche Worte stellen das Tao bzw. Tau der Atlantier tre\u00adf\u00adfend bild\u00adhaft dar. Der \u2018Tau\u2019 als Nieder\u00adschlag ist die leben\u00adspendende Seg\u00adnung der Zeit. Der \u2018Tautropfen\u2019 ist Bild der kleinen, verg\u00e4nglichen Gegen\u00adwart, des Jet\u00adzt. Es ist die Kugel des Bewusst\u00adsein\u00adsraumes, in dem sich far\u00adbig, blitzend und funkel\u00adnd die Welt spiegelt. Das \u2018Tau\u2019 als Schiff\u00ads\u00adtau ist der lin\u00adeare, lange Weg der Zeit vom Urbe\u00adginn kom\u00admend. So gewun\u00adden wie das Tau ist, so spi\u00adralig ver\u00adl\u00e4uft auch die Zeit. Das Z von Zeit entwick\u00adelte sich aus einem T, wie urg\u00ader\u00adman\u00adisch \u2018timo\u2019, englisch \u2018time\u2019, lateinisch \u2018tem\u00adpus\u2019 zeigen. In der Zeit erfol\u00adgen die \u2018Tat\u00aden\u2019, \u2014 gotisch \u2018taui\u2019 hei\u00dft \u2018Tat\u2019 und kommt von \u2018tau\u00adjan\u2019, \u2018tun\u2019 und klingt zumin\u00add\u00adest laut\u00adlich mit Tao zusammen.<\/p>\n<p>Es ist jedoch nur berechtigt, im Tao der Atlantier die Zeit zu sehen, wenn mitbe\u00addacht wird, was Rudolf Stein\u00ader \u00fcber das wahre Wesen der Zeit sagt: \u201cWas muss man den daher erleben, wenn man aus dem Raum, in dem man zwis\u00adchen Geburt und Tod lebt, ein\u00adtreten will in die Raum\u00adlosigkeit, in der man zwis\u00adchen dem Tod und ein\u00ader neuen Geburt lebt \u2026? Man muss ster\u00adben. \u2026 Um in die Zeit als Wirk\u00adlichkeit hineinzukom\u00admen, muss man aus dem Raume her\u00adaus alles R\u00e4um\u00adliche wegschaf\u00adfen. Das aber hei\u00dft ster\u00adben.\u201d (GA 236 in : Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;392)<\/p>\n<p>In der \u00e4gytis\u00adchen Mytholo\u00adgie ist es Typhon-Seth, der den Osiris zerteilt und damit t\u00f6tet. In der Erk\u00adl\u00e4rung von Rudolf Stein\u00ader sehe ich einen Bezug zu Tyr, der ein Schw\u00adert, das Zeichen der Unter\u00adschei\u00addungskraft tr\u00e4gt. \u201cEin gro\u00dfes kos\u00admis\u00adches Ereig\u00adnis ist ver\u00adbor\u00adgen im \u00e4gyp\u00adtis\u00adchen Mythos, der den Osiris get\u00f6tet sein l\u00e4sst durch Typhon oder Set, den Wind\u00adhauch. Licht und Luft waren f\u00fcr ihn [Osiris] zwei Br\u00fcder. Jet\u00adzt war es f\u00fcr ihn eine Zwei\u00adheit gewor\u00adden. Typhon war die Atem\u00adluft, die dem Men\u00adschen die Sterblichkeit gebracht hat. Mit dem ersten Atemzuge trat das Bewusst\u00adsein von Geburt und Tod ein. Der Lufthauch, der sich abges\u00adpal\u00adtet hat von seinem Brud\u00ader, dem Licht\u00adstrahl, der abges\u00adpal\u00adtet hat dadurch auch die Wesen, die fr\u00fcher mit dem Lichte einge\u00adflossen sind, der hat mir den Tod gebracht.\u201d (GA in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 390f) Das T ist immer wieder der Laut des \u2018Todes\u2019, griechisch \u2018thanatos\u2019, gotisch \u2018dau\u00adthus\u2019, hebr\u00e4isch \u2018temu\u00adtah\u2019 (tmvth).<\/p>\n<p>Im <strong>hebr\u00e4is\u00adchen Alpha\u00adbet<\/strong> gibt es vor dem Tav einen anderen T\u2011Laut, das Teth (\u05d8). Es ste\u00adht an neunter Stelle im Alpha\u00adbet. Aus ihm entwick\u00adelte sich der andere T\u2011Laut des <strong>griechis\u00adchen Alpha\u00adbets<\/strong>, das Theta (\u03b8). Der Buch\u00adstabe Teth sieht wie eine Schlange aus, die sich in den Schwanz bei\u00dft. Deshalb gibt Ernst Moll \u2018Ouroboros\u2019, \u2018Schwanzfress\u00ader\u2019 als Bedeu\u00adtung f\u00fcr den Laut Teth wieder, doch im Inter\u00adnet find\u00adet sich \u201cSpin\u00adnrad\u201d nach dem ph\u00f6nizis\u00adchen Zeichen (\ud802\udd08) des Lautes und dem Wort \u2019spin\u00adnen\u2019 des Fadens (\u05d8\u2011\u05d5-\u05d9\u200e), (<i>\u1e6d\u2011w-y<\/i>), das mit Teth begin\u00adnt. Eine weit\u00adere Bedeu\u00adtung ist \u2018gut\u2019, denn das hebr\u00e4is\u00adche Wort \u2018tov\u2019 bedeutet \u2018gut\u2019 und wird mit Teth geschrieben.<\/p>\n<p>Die Artiku\u00adla\u00adtion von Teth geschieht \u00e4hn\u00adlich wie beim T, jedoch wesentlich emphatis\u00adch\u00ader und mit so stark ges\u00adpan\u00adnter Zunge, dass ihr Quer\u00adschnitt rund wird. Teth wird nicht behaucht artikuliert.<\/p>\n<p>Ernst Moll f\u00fchrt als Aspek\u00adte dieses T\u2011Lautes die \u2018totale\u2019 Vol\u00adlen\u00addung und Vol\u00adlkom\u00admen\u00adheit an. Die Ein\u00adwei\u00adhung hei\u00dft griechisch \u2018telet\u00e9\u2019, die Mys\u00adte\u00adrien \u2018tele\u00adtai\u2019. Was fr\u00fcher im Ver\u00adbor\u00adge\u00adnen geschah, wird f\u00fcr alle sicht\u00adbar vol\u00adl\u00adzo\u00adgen in der Kreuzi\u00adgung Christi. Hebr\u00e4isch hei\u00dft \u2018kreuzi\u00adgen, h\u00e4n\u00adgen\u2019 \u2018tala\u2019 (tlh). Die let\u00adzten Worte von Chris\u00adtus am Kreuz laut\u00aden \u201cEs ist voll\u00adbracht\u201d, griechisch \u2018tet\u00e9lestai\u2019. Ob auch die entsprechen\u00adden hebr\u00e4is\u00adchen oder aram\u00e4is\u00adchen Worte mit T und dann sog\u00adar noch mit Teth begin\u00adnen, kann ich nicht sagen. Die Schlange als Ouroboros, als Bild der Vol\u00adlen\u00addung, klan\u00adglich in diesen Worten wiederzufind\u00aden w\u00e4re \u00fcberzeu\u00adgend, zumal die Erhe\u00adbung der Schlange durch Moses als Vorverk\u00fcndi\u00adgung der Kreuzi\u00adgung von Chris\u00adtus sel\u00adber so gedeutet wurde (Joh. 3,14\u201315). Dies muss hier offen bleiben.<\/p>\n<p>Bedeut\u00adsam erscheint es mir, dass den bei\u00adden T\u2011Lauten im hebr\u00e4is\u00adchen (Teth und Tav) und griechis\u00adchen (Theta und Tau) Alpha\u00adbet zwei T\u2011G\u00f6tter in der ger\u00adman\u00adis\u00adchen Mytholo\u00adgie gegen\u00fcberstehen.<\/p>\n<h4><strong>Die T\u2011G\u00f6tter Tyr und&nbsp;Thor<\/strong><\/h4>\n<p>Es ist all\u00adge\u00admein bekan\u00adnt, dass nach den G\u00f6t\u00adtern der nordis\u00adchen Mytholo\u00adgie, nach Tyr, Thor, Odhin und Freya jew\u00adeils ein Wochen\u00adtag benan\u00adnt ist. F\u00fcr Sam\u00adstag, Son\u00adntag und Mon\u00adtag ist dage\u00adgen kein solch\u00ader bekan\u00adnt. Gle\u00adichzeit\u00adig sind in der franz\u00f6\u00adsis\u00adchen Sprache auch griechisch-r\u00f6mis\u00adche G\u00f6t\u00adter bzw. Plan\u00adeten mit den Namen der Wochen\u00adt\u00adage verbunden.<\/p>\n<p>Der Tag von Tyr ist Dien\u00adstag, wie der englis\u00adche Name f\u00fcr \u2018tues\u00adday\u2019 zeigt. Der franz\u00f6\u00adsis\u00adche Name \u2018mar\u00addi\u2019 unter\u00adstellt diesen Tag dem Gott und Plan\u00adeten&nbsp;Mars.<\/p>\n<p>Thor ist der Sohn Odhins. Er ist der Blitze schleud\u00adernde Don\u00adner\u00adgott, der mit \u2018Don\u00adner\u00adstag\u2019, englisch \u2018thurs\u00adday\u2019 ver\u00adbun\u00adden ist. Die franz\u00f6\u00adsis\u00adche Sprache nen\u00adnt diesen Tag \u2018jeu\u00addi\u2019, wodurch Thor mit Jupiter sich diesen Tag&nbsp;teilt.<\/p>\n<p>Zwis\u00adchen Dien\u00adstag und Don\u00adner\u00adstag liegt Mittwoch, englisch \u2018wednes\u00adday\u2019, also Wodans\u2011, Wotans- bzw. Odhin\u00adstag. Durch franz\u00f6\u00adsisch \u2018mer\u00adcre\u00addi\u2019 sind hier Odhin und Merkur verbunden.<\/p>\n<p>(Fre\u00aditag ist der Freya-Tag, franz\u00f6\u00adsis\u00adchen \u2018ven\u00addre\u00addi\u2019, sodass Freya und Venus diesen Tag beherrschen.)<\/p>\n<p>Die Wochen\u00adt\u00adage stellen die G\u00f6t\u00adter in eine Rei\u00adhe und erschaf\u00adfen dadurch ein Bild ihrer Zusam\u00admenge\u00adh\u00f6rigkeit. Auf die G\u00f6t\u00adter Tyr (Dien\u00adstag), Odhin (Mittwoch) Thor (Don\u00adner\u00adstag) m\u00f6chte ich n\u00e4her eingehen.<\/p>\n<p>Thors Waffe ist der Ham\u00admer Mj\u00f6ll\u00adnir, zu Tyr geh\u00f6rt ein Schw\u00adert oder Speer. Das Schw\u00adert teilt bzw. ver\u00adlet\u00adzt punk\u00adtuell, der Ham\u00admer, verbindet,&nbsp; zim\u00admert zusam\u00admen, sofern er bildlich den Nagel auf den Kopf trifft.<\/p>\n<p>Der Ham\u00admer kann also Ein\u00adheit erschaf\u00adfen. Diese Ein\u00adheit ist die Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit, die entste\u00adht, wenn Innen und Au\u00dfen ver\u00adbun\u00adden sind, wenn das ausstrahlende Bewusst\u00adsein auf die Welt trifft und diese Welt im Innern im wachen Bewusst\u00adsein erscheint. Doch diese Wach\u00adheit muss immer wieder aufgegeben wer\u00adden. Das Leben set\u00adzt sich aus bewussten und unbe\u00adwussten Momenten zusam\u00admen, sie wech\u00adseln wie Tag und Nacht. Die bewussten Momente f\u00fcgt der Men\u00adsch wie eine Kette zusam\u00admen und erschafft daraus das Erleben eines durchg\u00e4ngi\u00adgen biographis\u00adchen Ich-Bewusst\u00adseins. Diesem Erschaf\u00adfen von Ein\u00adheit entsprechen die Zahlen der Mantren, die den Jahreskreis zu ein\u00ader geord\u00adneten Ganzheit machen.<\/p>\n<p>Tyrs Waffe, das Schw\u00adert, ist dage\u00adgen Bild der Unter\u00adschei\u00addungskraft, des Wortes und des Logos. Die Buch\u00adstaben des Alpha\u00adbets teilen den Jahreskreis in Hal\u00adb\u00adjahre. Das machtvoll\u00adste Bild des Schw\u00adertes find\u00adet sich in der Darstel\u00adlung des Chris\u00adtus als Wel\u00adtenrichter. Aus seinem Mund geht das scharfe Schw\u00adert her\u00advor, das unter\u00adschei\u00addende Wort, das beim J\u00fcng\u00adsten Gericht die V\u00f6lk\u00ader richt\u00aden wird. (Offb. 19,14)<\/p>\n<p>Nach diesen vor\u00adbere\u00adi\u00adt\u00aden\u00adden Gedanken sollen Rudolf Stein\u00aders Aus\u00adf\u00fchrun\u00adgen zu Tyr fol\u00adgen, den er inter\u00ades\u00adsan\u00adter\u00adweise als einen Schlangen\u00adgott (GA 101, S. 66) beze\u00adich\u00adnet. Er erk\u00adl\u00e4rt, warum dieser seine <strong>rechte Hand<\/strong> opfern musste, um den Fen\u00adris\u00adwolf bis zur G\u00f6t\u00adter\u00add\u00e4m\u00admerung zu binden: \u201cAls die [Gruppe der] Atlantier mit dem gut entwick\u00adel\u00adten Ver\u00adstande nach dem Osten zogen [um der gro\u00dfen Flut zu ent\u00adge\u00adhen und die nach\u00adfol\u00adgende Zeit zu begr\u00fcn\u00adden], da war schon die Sprache entwick\u00adelt. Aber diese Sprache war, solange sie die Sprache der Atlantier war, eine ein\u00adheitliche Sprache, die sich gerichtet hat nach den ein\u00adheitlichen Laut\u00aden der Sprache der Natur sel\u00adber. Sie war die Nachah\u00admung dessen, was die Atlantier w\u00e4hrend der Zeit des Hellse\u00adhens und Hell\u00adh\u00f6rens her\u00adaus\u00adge\u00adh\u00f6rt haben aus den riesel\u00adnden Quellen, den brausenden Winden, dem Rauschen der B\u00e4ume, dem Rollen des Don\u00adners, dem Pl\u00e4tsch\u00adern der Wellen. Diese Laute haben sie umge\u00adset\u00adzt in ihre Sprache, und das war die gemein\u00adsame Sprache der Atlantier. Erst in der nachat\u00adlantis\u00adchen Zeit gliederte und entwick\u00adelte sich das, was man den Unter\u00adschied nen\u00adnen kann zwis\u00adchen den einzel\u00adnen Sprachen und Idiomen, den Ele\u00admenten der ver\u00adschiede\u00adnen Sprachen. Die alte atlantis\u00adche Sprache, welche aus den Ele\u00admenten der Natur ent\u00adnom\u00admen war, von jenen Gewal\u00adten, mit denen Loki so innig ver\u00adwoben ist, sie mu\u00dfte andere For\u00admen annehmen, als jet\u00adzt die Asen [die Astral\u00adg\u00f6t\u00adter, die die Wanen als \u00c4therg\u00f6t\u00adter abl\u00f6sten] Herrsch\u00ader wur\u00adden und die Men\u00adschen sich in V\u00f6lk\u00ader und St\u00e4mme teil\u00adten. Durch die Tren\u00adnung der Men\u00adschen nach V\u00f6lk\u00ader\u00adst\u00e4m\u00admen und dem Kampf der einzel\u00adnen St\u00e4mme untere\u00adinan\u00adder kam das, was man den Krieg nen\u00adnt. Um was wurde dieser Krieg gef\u00fchrt? Warum kam er? Dem Men\u00adschen wurde durch die Sprache f\u00fcr seine Entwick\u00adelung etwas gegeben, wodurch er seine inner\u00adsten Gef\u00fch\u00adle nach au\u00dfen kehren kann. Vom okkul\u00adten Stand\u00adpunk\u00adte aus ist das ein\u00ader der wichtig\u00adsten Fortschritte in der Evo\u00adlu\u00adtion, wenn die Seele dazu kommt, in T\u00f6nen ihre eige\u00adnen Schmerzen, ihre Freude und Lust nach au\u00dfen t\u00f6nen zu lassen. Die Sprache, wenn sie von innen aus artikuliert wird, wenn sie die Seele erklin\u00adgen l\u00e4\u00dft, ist etwas, was dem Men\u00adschen eine m\u00e4chtig wirk\u00adende Gewalt gibt. Diese Gewalt mu\u00dfte niedergezwun\u00adgen wer\u00adden von den Asen, son\u00adst h\u00e4t\u00adten sie nicht herrschen k\u00f6n\u00adnen. Wodurch zwan\u00adgen die Asen die alte ein\u00adheitliche Sprache nieder? Das tat\u00aden sie dadurch, da\u00df sie die Men\u00adschen in ver\u00adschiedene St\u00e4mme und damit in ver\u00adschiedene Zun\u00adgen spal\u00adteten. Eine gewaltige Macht war die Ungeteiltheit der Sprache \u2014 der Fen\u00adris\u00adwolf. Damit diese Macht sich nicht gel\u00adtend machen kon\u00adnte auf dem Schau\u00adplatze der Asen, mu\u00dften die Asen den Fen\u00adris\u00adwolf bez\u00e4h\u00admen, das hei\u00dft, sie mu\u00dften die Sprache zer\u00adst\u00fcck\u00adeln, sie mu\u00dften die Sprache ver\u00adschieden machen, damit sie die Men\u00adschen beherrschen kon\u00adnten. Dadurch schufen sie den Krieg. Der Krieg h\u00e4ngt zusam\u00admen mit dieser Ver\u00adschieden\u00adheit der Sprachen. Aber eines war notwendig, damit die Asen Herrsch\u00ader wer\u00adden kon\u00adnten: Der Kriegs\u00adgott [Tyr] mu\u00dfte seine Hand hine\u00adin\u00adsteck\u00aden in den Rachen des Fen\u00adris\u00adwolfes, und er mu\u00dfte seine Hand dabei lassen. Die Hand des Tyr, des Kriegs\u00adgottes, steckt als Zunge im Rachen des Fen\u00adris\u00adwolfes. Es ist die men\u00adschliche Zunge, die die ver\u00adschiede\u00adnen Sprachen bewirkt. Die men\u00adschliche Zunge mu\u00dfte sich so for\u00admen, da\u00df die alte Ein\u00adheit der Sprache ver\u00adloreng\u00ading. Es ist die Indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adisierung der Sprache, die in dieser tiefen Mythe vom Fen\u00adris\u00adwolf angedeutet ist.\u201d (GA 101, S. 69ff, Her\u00advorhe\u00adbung A.F.)<\/p>\n<p>Es war die rechte Hand, die Tyr opfern musste. Auf der recht\u00aden Seite musste also ein Opfer gebracht wer\u00adden. Auch bei der Kreuzi\u00adgung des Chris\u00adtus betont Rudolf Stein\u00ader, dass die Seit\u00aden\u00adwunde auf der recht\u00aden Seite war. Und er sagt \u00fcber den tiefen Sinn des ausstr\u00f6\u00admenden Blutes: \u201cDas\u00adjenige, was der \u00fcber\u00adsch\u00fcs\u00adsige Ego\u00adis\u00admus im men\u00adschlichen Blut war, das rann am Kreuze mys\u00adtisch-real aus den Wun\u00adden des Chris\u00adtus Jesus her\u00adaus, das wurde geopfert. W\u00e4re dieses Blut nicht geflossen, dann w\u00e4re im Laufe der Entwick\u00adelung die Ich-Sucht im Blute des Men\u00adschen immer gr\u00f6\u00dfer und gr\u00f6\u00dfer gewor\u00adden.\u201d (GA 96, S.&nbsp;286)<\/p>\n<p>Der Fen\u00adris\u00adwolf ist das zweit Kind von Loki mit der nun Angr\u00adbo\u00adda genan\u00adnten Gul\u00adweig, Gold\u00adfluss. Die Asen, hei\u00dft es in der nordis\u00adchen Mytholo\u00adgie, f\u00fchrten Krieg und stie\u00dfen Gul\u00adweig mit Speeren und ver\u00adbran\u00adnten sie dreimal. Jedes Mal a\u00df Loki das ver\u00adbran\u00adnte Herz und brachte drei Nachkom\u00admen her\u00advor: die Midgard\u00adschlange, den Fen\u00adris\u00adwolf und Hel. Die Midgard\u00adschlange beschreibt Rudolf Stein\u00ader im obi\u00adgen Vor\u00adtrag als die in die Tiefen des Unter\u00adbe\u00adwusst\u00adseins, ins Meer, gesunkene hell\u00adsichtige Weisheit und sagt aus\u00addr\u00fcck\u00adlich, dass sie sich um die Kon\u00adti\u00adnente legt und sich in den Schwanz bei\u00dft. Sie ist also der Ouroboros, die zyk\u00adlis\u00adche Zeit. Gegen diese Midgard\u00adschlange k\u00e4mpft Thor. Er k\u00e4mpft also gegen das alte Zeit\u00ader\u00adleben, des gro\u00dfen Jet\u00adzt, der best\u00e4ndi\u00adgen Gegen\u00adwart ohne Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit und Zukun\u00adft, gegen die Zeit als Raum. Er k\u00e4mpft f\u00fcr das lin\u00adeare Zeit\u00adbe\u00adwusst\u00adsein, das die Gegen\u00adwart zum einzi\u00adgar\u00adti\u00adgen nie sich wieder\u00adholen\u00adden Moment macht. Die zyk\u00adlis\u00adche Zeit bildet Zeitr\u00e4ume und kann zum Fen\u00adster der Ewigkeit wer\u00adden. Die zyk\u00adlis\u00adche Zeit als stete Wieder\u00adhol\u00adung des ewig Gle\u00adichen schlie\u00dft Entwick\u00adlung aus. Dage\u00adgen k\u00e4mpft Thor.<\/p>\n<p>Das Han\u00addopfer des Tyr und die \u00dcber\u00adwin\u00addung des feuri\u00adgen Drachens, ein mit der Midgard\u00adschlange ver\u00adwandtes Bild, beschreibt Rudolf Stein\u00ader als die Sym\u00adbol\u00adbilder zweier Ein\u00adwei\u00adhungswege: \u201cDie <strong>s\u00fcdliche <\/strong>[Str\u00f6\u00admung, der s\u00fcdliche Ein\u00adwei\u00adhungsweg] geht auf die <strong>Pflege des Innen\u00adlebens<\/strong>, von wo aus man in der nachat\u00adlantis\u00adchen Zeit die geistige Welt gesucht hat. Diese Str\u00f6\u00admung, sie hat ins\u00adbeson\u00addere zu k\u00e4mpfen mit den Geg\u00adn\u00adern in der eige\u00adnen Seele, mit den wider\u00adw\u00e4r\u00adti\u00adgen feindlichen astralis\u00adchen M\u00e4cht\u00aden. Diese M\u00e4chte, welche die Seele <strong>in sich <\/strong><strong>sel\u00adber<\/strong> besiegen mu\u00df, wenn sie das Reich des Geisti\u00adgen find\u00aden will, das verdeckt ist durch den Flor der See\u00adlen\u00adwelt, dieses Reich wurde sym\u00adbol\u00adisch durch den <strong>feuri\u00adgen Drachen<\/strong>, durch den Drachen im Feuer aus\u00adge\u00addr\u00fcckt. Und eine ganze Anzahl von Weltan\u00adschau\u00adun\u00adgen ging daraus her\u00advor, da\u00df die Seele hin\u00adaufge\u00adlangt in die h\u00f6here Welt nach der Besiegung des Drachen, nach der Besiegung der in sich sel\u00adber flam\u00admenden und w\u00fcten\u00adden Wesen\u00adheit\u00aden in und um den Men\u00adschen. Bei den <strong>n\u00f6rdlichen<\/strong> V\u00f6lk\u00adern find\u00aden wir das <strong>Hin\u00addurch\u00addrin\u00adgen durch den Schleier des \u00e4u\u00dferen Sinnestep\u00adpichs<\/strong>. Da wirkt das, was in die \u00e4u\u00dfere sinnliche Welt sich hinein\u00adbohrt. Da sehen wir ein anderes Sym\u00adbol\u00adum auftreten. Wenn der Men\u00adsch durch\u00addrin\u00adgen will durch das, was sich von der \u00e4u\u00dferen Sin\u00adnen\u00adwelt ihm ent\u00adge\u00adgen\u00adstellt, da mu\u00df er stark dieser Sin\u00adnen\u00adwelt ent\u00adge\u00adgen\u00adtreten. Die Art, wie der Men\u00adsch sieghaft gegen die \u00e4u\u00dfere Sinneswelt auftreten mu\u00df, wenn er durch sie hin\u00addurch in das Spir\u00adituelle drin\u00adgen will, das sehen Sie in ergreifend\u00ader Weise dargestellt in dem Bilde des <strong>alten Gottes, der seine Hand und seinen Arm in den Rachen des Wolfes steckt und ihn ver\u00adliert<\/strong>, so da\u00df der alte europ\u00e4is\u00adche <strong>Kriegs\u00adgott Ziu ein\u00adh\u00e4ndig<\/strong> ist. Dieses Bild, das uns darstellen soll den Sieg \u00fcber die \u00e4u\u00dfere Welt, es tritt in der man\u00adnig\u00adfaltig\u00adsten Weise auf, ins\u00adbeson\u00addere so, da\u00df der eso\u00adter\u00adisch siegende Held seine Hand steckt in eines B\u00e4ren Rachen, und da\u00df <strong>her\u00adausquillt das Blut als das \u00fcber\u00adsch\u00fcs\u00adsige Ich<\/strong>. Das Blut ist der Aus\u00addruck des Ich, hier also das Bild der <strong>\u00fcber\u00adsch\u00fcs\u00adsi\u00adgen Egoit\u00e4t<\/strong>. Der Drache ist das Sym\u00adbol\u00adum f\u00fcr die s\u00fcdliche V\u00f6lk\u00ader\u00adan\u00adschau\u00adung; die Hand, die in des B\u00e4ren Rachen gesteckt wird, das Sym\u00adbol\u00adum f\u00fcr die n\u00f6rdliche V\u00f6lk\u00ader\u00adan\u00adschau\u00adung.\u201d (GA 113, S. 210f, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.)<\/p>\n<p>Da Rudolf Stein\u00ader sich so deut\u00adlich auf Tyr und den Wolf bezieht, ver\u00admute ich, dass im Drachen neben dem Drachen Fafnir (Umarmer, Greif), den Sig\u00adurd t\u00f6tet, auch die Midgard\u00adschlange gese\u00adhen wer\u00adden kann, die sich in den Schwanz bei\u00dfend als Ouroboros die Kon\u00adti\u00adnente umschlingt. Sie ist die Erzfeindin von Thor. Thor wurde nicht nur als himm\u00adlis\u00adch\u00ader Gott erfahren, der die Blitze schleud\u00adert, er wurde auch im Klopfen des eige\u00adnen Herzens erlebt. Er kann dur\u00adchaus betra\u00adchtet wer\u00adden als Gott, der in die Seele f\u00fchrte. Er brachte dem vorchristlichen Men\u00adschen das Ich, wie Rudolf Stein\u00ader sagt. Tyr f\u00fchrt dage\u00adgen in den Makrokos\u00admos, den die Seele im Tod betritt. Im Kampf f\u00fchrte Tyr die Men\u00adschen tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich in Todesn\u00e4he. Bei den Ger\u00adma\u00adnen war es erw\u00fcn\u00adscht im Kampf zu ster\u00adben, denn nur dieser Tod f\u00fchrte zur Gemein\u00adschaft mit den G\u00f6t\u00adtern in Asgard. Wer den \u201cStro\u00adhtod\u201d starb, wer durch Krankheit und Alter, also auf dem Strohlager, den Tod fand, musste zur Hel&nbsp;herab.<\/p>\n<p>Die Wochen\u00adt\u00adage stellen die G\u00f6t\u00adter Tyr, Odhin und Thor in eine Rei\u00adhe. Die vorchristliche Gro\u00df\u00adplas\u00adtik an den Extern\u00adsteinen, die als Odhin inter\u00adpretiert wird, zeigt erstan\u00aduliche Par\u00adal\u00adle\u00adlen zur Darstel\u00adlung des Gekreuzigten. Ein Men\u00adsch in der Hal\u00adtung des Gekreuzigten ist zu sehen mit Speer\u00adwunde und entsprechen\u00adder Kopfnei\u00adgung. Stelle ich Odhin gem\u00e4\u00df des Gekreuzigten in den Jahreskreis und wahre die Rei\u00adhen\u00adfolge der Wochen\u00adt\u00adage (in Leserich\u00adtung), ste\u00adht Odhin im Zen\u00adtrum flankiert von Tyr und Thor. Let\u00adztere ste\u00adhen damit auf der Kreis\u00adlin\u00adie an den Halbjahresschwellen.<\/p>\n<p>Tyr ste\u00adht im Fr\u00fch\u00adling beim \u00dcber\u00adgang vom Win\u00adter- zum Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr und Thor im Herb\u00adst am \u00dcber\u00adgang vom Som\u00admer- zum Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr. Tyr ste\u00adht bei der Kar- und Oster\u00adwoche. Er opfert sein Blut, seine Egoit\u00e4t, wodurch dieses Opfer als eine Vor\u00adweg\u00adnahme des Chris\u00adtu\u00adsopfers erscheint. Tyr ste\u00adht dort, wo Chris\u00adtus durch den Tod ging und aufer\u00adstand, wo die Seele von Innen nach Au\u00dfen, vom Denk-Hal\u00adb\u00adjahr zum Wahrnehmungs-Hal\u00adb\u00adjahr geht. Er ist die seinem Namen laut\u00adgle\u00adiche \u201cT\u00fcr\u201d, denn jedes Sin\u00adnesor\u00adgan ist eine T\u00fcre f\u00fcr die Seele, durch die sie in die Welt hin\u00adaus tritt. Will der Men\u00adsch tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich in den Makrokos\u00admos ein\u00adtreten, so ist das Han\u00addopfer zu erbrin\u00adgen. Ich ver\u00adste\u00adhe es so, dass aus dem Win\u00adter-Denk-Hal\u00adb\u00adjahr keine ego\u00adis\u00adtisch motiviertem Denkpro\u00adduk\u00adte, also keine vorge\u00adfassten Urteile in das Som\u00admer-Wahrnehmungs-Hal\u00adb\u00adjahr mitgenom\u00admen wer\u00adden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Thor k\u00e4mpft gegen die Midgard\u00adschlange, den Drachen, so wie Michael nach der christlichen Vorstel\u00adlung. Thor ste\u00adht bei der Michaeli\u00adwoche und der ersten Woche im Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr, beim \u00dcber\u00adgang vom Som\u00admer- zum Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr. Thor f\u00fchrt von Au\u00dfen nach Innen, von der Wahrnehmung ins Denken. An dieser Stelle muss der Mate\u00adri\u00adal\u00adis\u00admus \u00fcber\u00adwun\u00adden wer\u00adden, muss erkan\u00adnt wer\u00adden, dass das, was die Sinne zeigen, nicht die volle Wahrheit ist. Der Sin\u00adnen\u00adschleier muss \u00fcber\u00adwun\u00adden, durch\u00addrun\u00adgen wer\u00adden, um geist\u00adgem\u00e4\u00df zu erken\u00adnen. Dieser \u00dcber\u00adgang ist das mit Thors Namen gle\u00adichk\u00adlin\u00adgende \u201cTor\u201d. Warum ist dieser \u00dcber\u00adgang ein Tor? Warum ist er bre\u00adit\u00ader als eine T\u00fcr? Was in die Seele str\u00f6mt, ist nie nur eine isolierte Sin\u00adneser\u00adfahrung, son\u00addern immer eine Vielzahl. Tast- und Gle\u00adichgewichts- und Bewe\u00adgungser\u00adleb\u00adnisse z.B. begleit\u00aden das Erleben, auch wenn sie sel\u00adten ins Bewusst\u00adsein treten. Deshalb ist hier das Tor das angemessene Bild. Au\u00dfer\u00addem ste\u00adhen bei diesem \u00dcber\u00adgang die Mantren 26 Z und 27 a und diese spiegeln nicht. Sie bilden also eine \u00d6ff\u00adnung, die eben\u00adso als das Tor ange\u00adse\u00adhen wer\u00adden kann. Die Mantren beim \u00dcber\u00adgang von Tyr, die Mantren 52 z und 1 A, spiegeln dage\u00adgen beson\u00adders stark und verbinden dadurch die Hal\u00adb\u00adjahre. Am Thor Tor muss das Wis\u00adsen um den Geist zur Wahrnehmung hinzukom\u00admen. Und dieses Wis\u00adsen muss von oben, aus der geisti\u00adgen Welt kom\u00admen. Viele Thor-H\u00e4m\u00admer zeigen eine Vogle\u00admaske, wie der im Jahres\u00adlauf als Ei abge\u00adbildete Ham\u00admer aus Sk\u00e5ne, Schwe\u00adden und sym\u00adbol\u00adisieren damit f\u00fcr mich die geistige Welt.&nbsp;<\/p>\n<p>In der Darstel\u00adlung des Jahres\u00adlaufes als Ei thront Thor oben im Stern\u00adbere\u00adich. Von hier aus schleud\u00adert er seinen Ham\u00admer. Ist damit vielle\u00adicht eine Qual\u00adit\u00e4t des Jahres\u00adlaufes gemeint, die im Chris\u00adten\u00adtum die Oster\u00adscholle wurde? Die Abbil\u00addung zeigt den Thor-Ham\u00admer sozusagen im Flug, die nicht spiegel\u00adnden Mantren 26 Z und 27 a als rotes Tor. Durch dieses Tor trat der T\u2011Impuls des \u201cOster\u00adschollen-Ham\u00admers\u201d aus h\u00f6heren Wel\u00adten in den See\u00adlen\u00adraum&nbsp;ein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20-T-45-t-Thor-Hammer-Erikstorp-um-1000-im-Ei-1-221x300.png\" alt width=\"221\" height=\"300\"><\/p>\n<p><em>Wurf des Thor-Ham\u00admers Mj\u00f6ll\u00adnir als Oster\u00adschollen-Impuls und das Tor der nicht spiegel\u00adnden Mantren 26 Z und 27&nbsp;a<\/em><\/p>\n<p>Die Rei\u00adhen\u00adfolge der Wochen\u00adt\u00adage fordert eine Darstel\u00adlung des Jahres als Kreis. Die bei\u00adden T\u2011G\u00f6tter Tyr und Thor ste\u00adhen an den \u00dcberg\u00e4n\u00adgen der Hal\u00adb\u00adjahre, im Zen\u00adtrum des Jahres ste\u00adht der Gott Odhin. Ich habe den Odhin der Extern\u00adsteine zwis\u00adchen Tyr und Thor in den Jahreskreis gestellt. F\u00fcr Tyr und Thor ste\u00adhen die Pfeile in der Bewe\u00adgungsrich\u00adtung des Jahreslaufes.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/02\/20-T-45-t-Tyr-Odhin-Thor-5-300x169.png\" alt width=\"608\" height=\"343\"><\/p>\n<p><em>Die G\u00f6t\u00adter Tyr, Odhin und Thor im Jahreskreis und die bei\u00adden Einweihungswege<\/em><\/p>\n<p>Zum blauen Pfeil, der f\u00fcr Tyr im Jahreskreis ste\u00adht, habe ich erg\u00e4nzend den Wolf (als Ei \u201cliegend\u201d gestal\u00adtet) hinzugestellt. Durch diese Darstel\u00adlung kann die Oster\u00adscholle als Zunge des Wolfes gese\u00adhen wer\u00adden. Diese Zunge ist gle\u00adichzeit\u00adig die Hand des Tyr, die er opferte (wie im zuvor wiedergegebe\u00adnen Zitat [GA 113, S. 210f] durch Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen aus\u00adf\u00fchrlich dargelegt).<\/p>\n<p>Die Oster\u00adscholle ist die lin\u00adeare Zeit, denn sie hat einen Anfang (44 s) und ein Ende (9 I). Die lin\u00adeare Zeit als Zunge des Wolfes ist eine L\u00fcge, denn die Zeit ist nicht nur lin\u00adear. Gle\u00adichzeit\u00adig gilt aber, dass das Leben auf der Erde aufges\u00adpan\u00adnt ist zwis\u00adchen Geburt und Tod \u2014 also lin\u00adear ist. Auch der Entwick\u00adlungs\u00adgedanke erfordert eine lin\u00adeare Zeitvorstellung.<\/p>\n<p>Zum roten Pfeil, der f\u00fcr Thor ste\u00adht, habe ich die Midgard\u00adschlange als Ouroboros (mit Fl\u00fcgel, um den Drachenaspekt einzubeziehen) gestellt. Wird die Zeit vor allem zyk\u00adlisch erlebt, wird sie zum Jet\u00adzt und zum Zeitraum, so ste\u00adht die Gle\u00adichzeit\u00adigkeit im Forder\u00adgrund. F\u00fcr den Geist\u00adbere\u00adich ist dies das angemessene Bild der Zeit, f\u00fcr die Erde nicht, auf der alles nacheinan\u00adder zu geschehen hat. Herrscht das Bewusst\u00adsein der zyk\u00adlis\u00adchen Zeit vor, glaubt der Men\u00adsch wie ein Kleinkind, dass alles gle\u00adichzeit\u00adig m\u00f6glich w\u00e4re. Deshalb weckt das dominierende Erleben dieses Zeitaspek\u00adts Begier\u00adden und diese sind es, die die Midgard\u00adschlange stark wer\u00adden lassen.<\/p>\n<p>Thor ste\u00adht also im Herb\u00adst-Michaeli-Bere\u00adich des Jahres. Diese Region verbindet Rudolf Stein\u00ader mit dem Denken. Dazu f\u00fcgt sich wie eine Best\u00e4\u00adti\u00adgung, was er \u00fcber den Zusam\u00admen\u00adhang von Don\u00adner und Blitz und Gedanken\u00adbil\u00addung sagt: \u201cDie Entste\u00adhung des Gedankens im Innern der Seele entspricht im Kos\u00admos dem rol\u00adlen\u00adden Don\u00adner. Wenn das Blitzes\u00adfeuer sich entz\u00fcn\u00addet in den Luft\u00admassen, wenn Feuer (eigentlich das Ich) und Luft (im Men\u00adschen das Astralis\u00adche) zusam\u00admen\u00adspie\u00adlen und den Don\u00adner erzeu\u00adgen, dann ist das in der gro\u00dfen Welt das\u00adselbe makrokos\u00admis\u00adche Ereig\u00adnis, dem entspricht der Vor\u00adgang, wenn das Feuer des Blutes und das Spiel des Ner\u00adven\u00adsys\u00adtems sich ent\u00adladen im inneren Don\u00adner, der allerd\u00adings san\u00adft und ruhig und unvernehm\u00adbar f\u00fcr die Au\u00dfen\u00adwelt erklingt im Gedanken. Was der Blitz in den Wolken, das ist f\u00fcr uns die W\u00e4rme unseres Blutes, und die Luft drau\u00dfen mit allem, was sie an Ele\u00admenten enth\u00e4lt im Uni\u00adver\u00adsum, entspricht dem, was unser Ner\u00adven\u00adsys\u00adtem durchzieht. Und wie der Blitz im Wider\u00adspiel mit den Ele\u00admenten den Don\u00adner erzeugt, so erzeugt das Wider\u00adspiel von Blut und Ner\u00adven den Gedanken, der die Seele durchzuckt. Wir schauen hin\u00adaus in die Welt, die uns umgibt; wir sehen den zuck\u00adenden Blitz. \u2026 und h\u00f6ren den rol\u00adlen\u00adden Don\u00adner \u2026 dann f\u00fchlen wir den Gedanken uns durchzuck\u00aden und sagen Bei\u00adde sind Eins.\u201d (GA 109 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;386)<\/p>\n<p>Tyr ste\u00adht dort im obi\u00adgen Bild, wo bei den christlichen Kreuzi\u00adgungs\u00adbildern die Maria ste\u00adht. Thor ste\u00adht dort, wo Johannes ste\u00adht. Auch Maria ist wie Tyr die \u00e4ltere, die Mut\u00adter, und Johannes ist Sohn, wie auch Thor als Sohn, allerd\u00adings von Odhin, auftritt.<\/p>\n<p>Tyr ist nach dem Opfer sein\u00ader recht\u00aden Hand ein\u00adh\u00e4ndig. Rudolf Stein\u00ader beschreibt eine Sit\u00adu\u00ada\u00adtion f\u00fcr den Men\u00adschen der fer\u00adnen Zukun\u00adft, auf die mir das mythol\u00ado\u00adgis\u00adche Bild hinzuweisen scheint:&nbsp;\u201eDie Lotus\u00adblume mit zwei Bl\u00fcten\u00adbl\u00e4t\u00adtern befind\u00adet sich unter der Stirn an der Nasen\u00adwurzel. [6. Chakra] Das ist ein noch nicht entwick\u00adeltes Astralor\u00adgan, das sich eines Tages in zwei F\u00fch\u00adlern oder Fl\u00fcgeln entwick\u00adeln&nbsp;wird.&nbsp;\u2026<\/p>\n<p>Von oben nach unten gese\u00adhen, vom Kopf zum Fortpflanzung\u00adsor\u00adgan, ist der Men\u00adsch zusam\u00admenge\u00adset\u00adzt und je zur H\u00e4lfte wesens\u00adgle\u00adich, das ist das Pro\u00addukt der Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit. Von links nach rechts ist er sym\u00admetrisch: das ist Gegen\u00adwart und Zukun\u00adft. Aber diese bei\u00adden sym\u00admetrischen Par\u00adtien haben nicht den gle\u00adichen&nbsp;Wert.<\/p>\n<p>Warum sind wir f\u00fcr gew\u00f6hn\u00adlich Recht\u00adsh\u00e4n\u00adder? Die rechte Hand, die von den bei\u00adden diejenige ist, die heute am aktivsten arbeit\u00adet, ist dazu bes\u00adtimmt, sich sp\u00e4ter zur\u00fcck\u00adzu\u00adbilden. <strong>Die linke Hand ist das Organ, das \u00fcber\u00adleben wird<\/strong>, wenn die zwei Fl\u00fcgel an der Stirn sich entwick\u00adelt haben wer\u00adden. Das Gehirn der Brust wird das Herz sein, das ein Bewu\u00dft\u00adsein\u00adsor\u00adgan sein wird. Und es wird drei Organe f\u00fcr die Fort\u00adbe\u00adwe\u00adgung&nbsp;geben.<\/p>\n<p>Bevor der Men\u00adsch sich aufrichtete, gab es eine Zeit, wo er auf allen vieren ging. Das ist der Ursprung des R\u00e4t\u00adsels, das die Sphinx aufgab.<\/p>\n<p>Sie fragte: Welch\u00ades Wesen geht in sein\u00ader Kind\u00adheit auf allen vieren, in der Mitte seines Lebens auf zwei, im Alter auf drei Beinen ? \u00d6di\u00adpus antwortet ihm: Das ist der Men\u00adsch, der in der Tat als Kind auf allen vieren geht und als Greis sich auf einen Stock st\u00fctzt. In Wirk\u00adlichkeit bezieht sich das R\u00e4t\u00adsel und seine L\u00f6sung auf die Entwick\u00adelung der ganzen Men\u00adschheit: Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit, Gegen\u00adwart und Zukun\u00adft, wie man sie in den alten Mys\u00adte\u00adrien kan\u00adnte. Vier\u00adf\u00fc\u00dfig in ein\u00ader ver\u00adflosse\u00adnen Epoche sein\u00ader Evo\u00adlu\u00adtion, h\u00e4lt sich der Men\u00adsch heute aufrecht auf zwei Beinen. In der Zukun\u00adft wird er fliegen und wird sich tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich dreier Hil\u00adf\u00ads\u00admit\u00adtel bedi\u00adenen: Die zwei Fl\u00fcgel, die sich aus der zweibl\u00e4t\u00adtri\u00adgen Lotus\u00adblume entwick\u00adeln, wer\u00adden das Organ seines Bewe\u00adgungswil\u00adlens sein, und au\u00dfer\u00addem das umge\u00adwan\u00addelte Werkzeug der linken Brust\u00adseite und der <strong>linken Hand<\/strong>. Solcher\u00adart wer\u00adden die Werkzeuge der zuk\u00fcn\u00adfti\u00adgen Fort\u00adbe\u00adwe\u00adgung&nbsp;sein.<\/p>\n<p>Eben\u00adso wie die rechte Seite und die rechte Hand, wer\u00adden die gegen\u00adw\u00e4r\u00adti\u00adgen Zeu\u00adgung\u00adsor\u00adgane sich zur\u00fcck\u00adbilden, und der Men\u00adsch wird, wie wir es weit\u00ader oben gese\u00adhen haben, seines\u00adgle\u00adichen durch das Wort her\u00advor\u00adbrin\u00adgen. Sein Wort wird im \u00c4therk\u00f6r\u00adp\u00ader Seines\u00adgle\u00adichen for\u00admen.\u201d (GA 94 S. 71 f, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.)<\/p>\n<p>Tyr gibt mit seinem Han\u00addopfer einen Vor\u00adblick auf den Men\u00adschen der fer\u00adnen Zukun\u00adft, auf den Men\u00adschen, der sich fliegend, also geistig, fort\u00adbe\u00adwe\u00adgen kann. Diese Stufe beze\u00adich\u00adnet Rudolf Stein\u00ader als die sech\u00adste Ein\u00adwei\u00adhungsstufe, wo der \u00c4ther\u00adleib zum Lebensleib umge\u00adbildet wor\u00adden ist. Diese Stufe wurde in Griechen\u00adland Chris\u00adtos genan\u00adnt. Und Thor k\u00f6n\u00adnte dem\u00adnach Vor\u00adbild f\u00fcr den Men\u00adschen der f\u00fcn\u00adften Ein\u00adwei\u00adhungsstufe sein, der den Astralleib umzuwan\u00addeln hat in das Geistselbst.<\/p>\n<h4><strong>\u00dcber die Gegenspr\u00fcche 20 T und 45&nbsp;t<\/strong><\/h4>\n<p>Das Mantra <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1220\">20 T<\/a> ist eines von vier <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=146#Die%20gro%C3%9Fen%20Kreuze%20im%20Seelenkalender\">Krisen\u00adspr\u00fcchen<\/a> (7 G, 20 T, 33 g, 46 u), doch sein Gegen\u00adspruch, das Mantra <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1658\">45 t<\/a>, ist kein Krisen\u00adspruch. Hier entspricht die durch den Laut gegebene Gegen\u00fcber\u00adstel\u00adlung nicht der\u00adjeni\u00adgen der Zahl bzw. der Geome\u00adtrie. Die Zahl regiert den Ort der Licht- Zwis\u00adchen- und Krisen\u00adspr\u00fcche. Sie sind sym\u00admetrisch um die Hal\u00adb\u00adjahress\u00adchwelle ange\u00adord\u00adnet. Die Krisen\u00adspr\u00fcche haben jew\u00adeils einen Abstand von sieben Mantren zu dieser Teilung des See\u00adlenkalen\u00adder-Jahres, die Licht\u00adspr\u00fcche von f\u00fcnf. F\u00fcr die Krisen\u00adspr\u00fcche 7 G und 33 g ist die laut\u00adlich und zahlen\u00adm\u00e4\u00dfig definierte Gegen\u00fcber\u00adstel\u00adlung die Gle\u00adiche, f\u00fcr die Krisen\u00adspr\u00fcche 20 T und 46 u nicht. Diese zwar geometrisch gegen\u00fcber\u00adliegen\u00adden Mantren sind durch ihren unter\u00adschiedlichen Buch\u00adstaben keine Gegen\u00adspr\u00fcche. Diese Unregelm\u00e4\u00dfigkeit beruht auf den <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=196\">Mantren ohne Buch\u00adstaben<\/a>, die eine Ver\u00adschiebung der Buch\u00adstaben bewirken. Lasse ich diesen Sachver\u00adhalt auf mich wirken, so erlebe ich die starre Geome\u00adtrie aufge\u00adbrochen, sodass Raum f\u00fcr Leben und Entwick\u00adlung entsteht.<\/p>\n<p>Die krisen\u00adhafte Sit\u00adu\u00ada\u00adtion des Mantras 20 T geh\u00f6rt also mit ein\u00ader \u201creg\u00adul\u00e4ren\u201d, nicht krisen\u00adbe\u00adhafteten Sit\u00adu\u00ada\u00adtion im Mantra 45 t zusam\u00admen. Im Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr \u00e4u\u00dfert sich die T\u2011Kraft im Krisen\u00adspruch, eine Entschei\u00addung fordernd. Im Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr wirkt sie ohne diese Dramatik.<\/p>\n<p>Das Mantra 20 T hat f\u00fcnf Zeilen und geh\u00f6rt zu den k\u00fcrzesten Mantren im See\u00adlenkalen\u00adder; das Mantra 45 t hat dage\u00adgen acht Zeilen und geh\u00f6rt zu den l\u00e4ng\u00adsten, denn die Zeile\u00adnan\u00adzahl der Mantren vari\u00adiert zwis\u00adchen f\u00fcnf und acht Zeilen. Schon darin zeigt sich ein max\u00adi\u00admaler Gegen\u00adsatz der bei\u00adden Mantren.<\/p>\n<p>Auf den Zusam\u00admen\u00adhang des Mantras 45 t mit dem Valentin\u00adstag habe ich im Blog 45 t hingewiesen. Da in der auf das Mantra 45 t fol\u00adgen\u00adden Woche, der Krisen\u00adwoche 46 u, Ascher\u00admittwoch liegt, ist das Mantra 45 t also das Mantra der Faschingszeit. Wer sich verklei\u00addet, nimmt eine neue Iden\u00adtit\u00e4t an, \u201cinkarniert\u201d sozusagen probe\u00adweise ohne den Ernst der Verbindlichkeit, denn das Kost\u00fcm kann schnell wieder aus\u00adge\u00adzo\u00adgen, die neue \u201cInkar\u00adna\u00adtion\u201d fol\u00adgen\u00adlos been\u00addet werden.<\/p>\n<p>Im Krisen-Mantra <strong>20 T<\/strong> f\u00fchlt der Ich-Sprech\u00ader das eigene Sein. Das T ist eine Ber\u00fchrung, ein Tas\u00adten. Und dieses Sein wird vom Ich-Sprech\u00ader erkan\u00adnt als fern vom Wel\u00adten-Dasein. Der Ich-Sprech\u00ader f\u00fchlt sich getren\u00adnt von der Welt, krisen\u00adhaft auf sich allein gestellt. Teilung und Tren\u00adnung sind wesentliche Aspek\u00adte des T. Dieses abge\u00adtren\u00adnte Sein dro\u00adht in sich, sich selb\u00adst zu erl\u00f6schen.<\/p>\n<p>Was bren\u00adnt hier?&nbsp;Ich bin ein Feuer und dieses Feuer ist mein Leben. Und dieses, mein Lebens\u00adfeuer, braucht stetig Bren\u00adn\u00adma\u00adte\u00adr\u00adi\u00adal. Es braucht immer Neues, das es trans\u00adformieren kann \u2014 k\u00f6r\u00adper\u00adlich und seel\u00adisch. F\u00fch\u00adle ich mein Sein, so wird mir schnell klar, dass dieses Sein nicht im Nichts gr\u00fcn\u00addet, dass es nicht unab\u00adh\u00e4ngig ist vom Dasein der Welt. Mein Sein erlis\u00adcht, wenn die Welt mich nicht n\u00e4hrt. Ich ert\u00f6te mich in mir, wenn ich mich nicht befrucht\u00aden lasse von der&nbsp;Welt.<\/p>\n<p>Erlis\u00adcht das Lebenslicht, das Leben\u00adfeuer, stirbt der Men\u00adsch. Bleibt der Men\u00adsch nur in sich, erlis\u00adcht er sich selb\u00adst, denn das eigene Leben ist nicht nur k\u00f6r\u00adper\u00adlich angewiesen auf die Umwelt, auf die Luft zum Atmen, die Nahrung und die Sinneswahrnehmung, son\u00addern auch geistig. Der See\u00adlenkalen\u00adder als Urbild der Seele zeigt durch seine zwei Hal\u00adb\u00adjahre, dass Wahrnehmung und Denken sich stets abwech\u00adseln m\u00fcssen. Baut der Men\u00adsch nur auf eigen\u00adem Grunde, will er nur aus sich her\u00adaus denk\u00adend erken\u00adnen ohne sich belehren zu lassen von der Welt, t\u00f6tet der Men\u00adsch in sich, sich selb\u00adst. &nbsp;Hier kommt mir stets das Bild des Turmes, des Eingeschlossen\u00adseins, in den Sinn. Im Turm wie im T\u00f6ten spricht sich die T\u2011Qualit\u00e4t aus. In diesem Mantra kommt die lebens\u00adfeindliche, vere\u00adinzel\u00adnde, und in let\u00adzter Kon\u00adse\u00adquenz t\u00f6tende Kraft des T zum Bewusst\u00adsein des Ich-Sprechers.<\/p>\n<p>Das Mantra 20 T ist im kon\u00adjunk\u00adtiv for\u00admuliert. Die Gefahr wird also erkan\u00adnt, bevor die Sit\u00adu\u00ada\u00adtion ein\u00adtritt. Diese Erken\u00adnt\u00adnisleis\u00adtung entspricht dem T als Zahn\u00adlaut, als Laut des Denkens. Das Bauen l\u00e4sst den slaw\u00adis\u00adchen Tvr\u00addo-Aspekt des Fes\u00adten, Sta\u00adbilen anklin\u00adgen. Indem der Ich-Sprech\u00ader den Grund der Krise erken\u00adnt, hat er auch das Wis\u00adsen, sie zu l\u00f6sen. Er erh\u00e4lt dadurch die Macht, \u00fcber das eigene Leben zu entschei\u00adden. Dem Ich-Sprech\u00ader kommt gewis\u00adser\u00adma\u00dfen g\u00f6t\u00adtliche Macht zu, worin sich die Qual\u00adit\u00e4t des T als G\u00f6t\u00adter\u00adlaut zeigt. Obwohl das \u00dcber\u00adschre\u00adit\u00aden der Gren\u00adze vom Leben in den Tod in der Sit\u00adu\u00ada\u00adtion des Mantras ver\u00admieden wer\u00adden kann durch eine Leben\u00ads\u00e4n\u00adderung, befind\u00adet sich der Ich-Sprech\u00ader doch im geschilderten Moment an dieser Todesgrenze.<\/p>\n<p>Das <strong>Mantra 45 t<\/strong> schildert eine seel\u00adis\u00adche Sit\u00adu\u00ada\u00adtion die im Unter\u00adbe\u00adwusst\u00adsein bleibt, denn es gibt hier keinen sein\u00ader selb\u00adst bewussten Ich-Sprech\u00ader. Das Mantra ist in der beschreiben\u00adden gram\u00adma\u00adtisch drit\u00adten Per\u00adson ver\u00adfasst. Die Eury\u00adth\u00admiefor\u00admen des Mantras zeigen eine Ein\u00adma\u00adligkeit, die es son\u00adst in keinem Mantra gibt. Mit\u00adten im Mantra ste\u00adht es eine stumm zu bewe\u00adgende Form. Wie eine gro\u00dfe Z\u00e4sur, ein unaussprech\u00adlich\u00ader Ein\u00adschnitt ste\u00adht diese Form zwis\u00adchen den bei\u00adden Text\u00adteilen. Was find\u00adet hier statt, das nicht in Worte gebracht wer\u00adden kann, son\u00addern in tiefes Schweigen geh\u00fcllt ist? Schweigen&nbsp;?<\/p>\n<p>Das Mantra 45 t sagt, dass sich die Gedanken\u00admacht fes\u00adtigt im Bunde mit der Geist\u00adge\u00adburt. Auch hier find\u00adet sich der Aspekt des Fes\u00adti\u00adgens, der Tvr\u00addo-Aspekt, doch nicht der dro\u00adhende Tod ste\u00adht im Raum, son\u00addern die Geist\u00adge\u00adburt. Es geht, wie sich zeigen wird, um die andere Gren\u00adze, um das Ins-Leben\u00adtreten. Doch Geist\u00adge\u00adburt meint nicht die leib\u00adliche Geburt durch eine Mut\u00adter, son\u00addern das Geb\u00e4ren des geisti\u00adgen Men\u00adschen aus der Seele. Diese Geburt wurde nicht wie die leib\u00adliche aus dem Wass\u00ader, dem Frucht\u00adwass\u00ader son\u00addern aus dem Feuer vorgestellt. Die feurige Drachen\u00adnatur des eige\u00adnen Unter\u00adbe\u00adwusst\u00adseins musste \u00fcber\u00adwun\u00adden wer\u00adden, damit wie der Ph\u00f6nix aus der Asche der geistige Men\u00adsch sich aus dem Feuer erheben kann. Nicht der physis\u00adche Men\u00adsch ist also der fes\u00adti\u00adgende Bezugspunkt f\u00fcr die Gedanken\u00admacht, son\u00addern der geistige. Gedanken\u00admacht und Geist\u00adge\u00adburt sind im Bunde, sind ver\u00adbun\u00adden miteinan\u00adder. Und erst dieser eidliche Bund ist es, der die hier ange\u00adsproch\u00adene Fes\u00adti\u00adgung erm\u00f6glicht. In Wahrheit ist jed\u00ader Gedanke eine Geist\u00adge\u00adburt, denn Denken ist ein geistiges Han\u00addeln. Hier ist es offen\u00adsichtlich am Platz \u201cauf eigen\u00adem Grund zu bauen\u201d \u2014 die (eigene) Gedanken\u00admacht auf der (eige\u00adnen) Geist\u00adge\u00adburt zu gr\u00fcn\u00adden. Die Wahrnehmung, das Aufnehmen des Frem\u00adden von au\u00dfen hat ja schon stattge\u00adfun\u00adden. Die Geist\u00adge\u00adburt oder die gefes\u00adtigte Gedanken\u00admacht (bei\u00addes ist m\u00f6glich zu ver\u00adste\u00adhen), hellt die dumpfen Sin\u00adnes\u00adreize auf, sodass in voller Klarheit die wahre Natur der Welt geschaut wer\u00adden kann. Die Wahrnehmung wird durch\u00adschaubar, sie ist durch\u00adl\u00e4s\u00adsig f\u00fcr den Geist hin\u00adter dem Sin\u00adnen\u00adschleier geworden.<\/p>\n<p>An diesem Punkt der vol\u00adlkomme\u00adnen Klarheit, der ja gewis\u00adser\u00adma\u00dfen als das Ziel der Entwick\u00adlung ange\u00adse\u00adhen wer\u00adden kann, ste\u00adht die stumme Form. Was hier geschieht, ist nicht in Worte zu fassen. Bei\u00adde Ph\u00e4nomene, Stille wie der Ton, das Gegen\u00adteil der Stille, sind Aspek\u00adte des T. Hier ist der Moment der Stille bedeut\u00adsam, bevor der Laut ert\u00f6nt, die neue Sch\u00f6p\u00adfung anhebt. Dies gilt nat\u00fcr\u00adlich f\u00fcr jeden Plo\u00adsivlaut, doch beim T als Zahn\u00adlaut ste\u00adht hin\u00adter dem Laut die Sch\u00f6p\u00adfung aus dem Denken als \u201ch\u00f6ch\u00adstem\u201d Uran\u00adfang. Diese stumme Form markiert f\u00fcr mich den Moment, der der Sch\u00f6p\u00adfungsab\u00adgrund oder die Sch\u00f6p\u00adfung aus dem Nichts, also die Sch\u00f6p\u00adfung ohne Ursache genan\u00adnt&nbsp;wird.<\/p>\n<p>Was im Mantra 45 t nun fol\u00adgt, ist ein \u201cwenn \u2026 muss\u201d Zusam\u00admen\u00adhang. Eine M\u00f6glichkeit, ein Aus\u00adblick wird gegeben, der an eine Bedin\u00adgung gekn\u00fcpft ist. Doch der Schritt wird im Mantra zwar beschrieben, aber nicht gegan\u00adgen. Die Sit\u00adu\u00ada\u00adtion bleibt wie im Mantra 20 T vor\u00adbe\u00adhaltlich. An die \u00dcber\u00adschre\u00aditung der Gren\u00adze ist die Bedin\u00adgung der Vere\u00adini\u00adgung gekn\u00fcpft. Es geht bei dem Wenn-Dann um eine Verbindung. Es geht darum, ob die Seele sich mit dem Wer\u00adden der Welt vere\u00adinen will, das der Geist (gefes\u00adtigte Gedanken\u00admacht im Bund mit der Geist\u00adge\u00adburt) in voller Klarheit sieht \u2014 ihr vielle\u00adicht zeigt. Im Wel\u00adtenwer\u00adden erlebe ich die Tao-Kraft, das gewaltige Vor\u00adw\u00e4rtsstreben der Zeit. Wenn die Seele in ihrer ganzen F\u00fclle, ihrem Plero\u00adma, ihrer Vol\u00adlkom\u00admen\u00adheit sich also mit dem Wel\u00adtenwer\u00adden einen will, dann muss etwas Bes\u00adtimmtes geschehen. Dann muss das, was die Sinne offen\u00adbaren, das Licht des Denkens emp\u00adfan\u00adgen. Warum? Waren die Sin\u00adnes\u00adreize nicht schon zur vollen Klarheit aufge\u00adhellt durch Gedanken\u00admacht und Geist\u00adge\u00adburt? Was ist denn der Unter\u00adschied von Sin\u00adnes\u00adreizen und Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung sowie Gedanken\u00admacht und Denken? Gedanken\u00admacht ist die Kom\u00adpe\u00adtenz zu denken, nicht jedoch die T\u00e4tigkeit, der Vol\u00adlzug des Denkens, die Denk-Tat. Und Sin\u00adnes\u00adreize sind das, was die Sin\u00adnesor\u00adgane liefern, aber nicht das, was sich darin ausspricht, offenbart.<\/p>\n<p>Die Kom\u00adpe\u00adtenz zu denken ist dadurch eine andere gewor\u00adden, dass die Geist\u00adge\u00adburt mit der Gedanken\u00admacht einen Bund geschlossen hat. K\u00f6n\u00adnte es vielle\u00adicht sein, dass die Geist\u00adge\u00adburt der Gedanken\u00admacht erst zu der dem Geist gem\u00e4\u00dfen Stufe der Denk\u00adf\u00e4higkeit ver\u00adhil\u00adft? K\u00f6n\u00adnte es vielle\u00adicht die F\u00e4higkeit sein, Struk\u00adturen erken\u00adnen zu k\u00f6n\u00adnen, abstrahieren zu k\u00f6n\u00adnen, sodass die Idee hin\u00adter der Erschei\u00adn\u00adung sicht\u00adbar wird \u2014 der Zyk\u00adlus des Jahres als Kreis begrif\u00adf\u00aden wer\u00adden kann? K\u00f6n\u00adnte es sein, dass die Gedanken\u00admacht erst durch die Geist\u00adge\u00adburt die F\u00e4higkeit erh\u00e4lt, sich vom irdisch-sinnlichen loszurei\u00dfen, um Geistiges erken\u00adnen zu k\u00f6n\u00adnen? Das ist volle Klarheit.<\/p>\n<p>Doch die reine F\u00e4higkeit f\u00fchrt nicht in die Zukun\u00adft. Die abstrak\u00adte Klarheit ist tot. Nur die T\u00e4tigkeit, das aktive Denken erm\u00f6glicht der Seele, sich mit dem ewigen Wan\u00addel des Wel\u00adtenwer\u00addens zu vere\u00adinen. Ganz konkret muss das geschehen. Das, was schon gewor\u00adden ist, was sich den Sin\u00adnen offen\u00adbart, muss etwas emp\u00adfan\u00adgen wer\u00adden. Wenn die Seele sich also mit dem Wel\u00adtenwer\u00adden einen will \u2014 wenn sie sich weit\u00ader entwick\u00adeln will \u2014 muss der Welt, wie sie sich den Sin\u00adnen offen\u00adbart, durch das men\u00adschliche Denken etwas hinzuge\u00adf\u00fcgt wer\u00adden. Das Licht des Denkens muss hinzuf\u00fcgt wer\u00adden. Das Bewusst\u00adseinslicht, das denk\u00adend auf einen Sachver\u00adhalt gerichtet wird, ist Licht, und es entz\u00fcn\u00addet in der Erken\u00adnt\u00adnis, im Aufleucht\u00aden der neuen Idee, ein neues Licht. Dieses Licht schenkt sich der Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung, \u00fcber die gedacht wurde. Es wird von der Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung emp\u00adfan\u00adgen. Durch eigene T\u00e4tigkeit vere\u00adinigt sich die Seele mit dem wer\u00adden\u00adden, t\u00e4ti\u00adgen Aspekt der Welt. Das Licht des Denkens ist hier sel\u00adber die T\u2011Kraft, die befruchtet. Die Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung l\u00e4sst sich mit ein\u00ader sich \u00f6ff\u00adnende Bl\u00fcte ver\u00adgle\u00adichen, die vom Licht des Denkens befruchtet wird. Nur so kann eine neue Verbindung der Seele mit der sich fortw\u00e4hrend weit\u00ader\u00aden\u00adtwick\u00adel\u00adnden Welt geschehen. Dadurch entste\u00adht etwas Neues, dadurch tr\u00e4gt der Men\u00adsch zum Wel\u00adtenwer\u00adden&nbsp;bei.<\/p>\n<p>Abrun\u00adden m\u00f6chte ich durch eine Darstel\u00adlung Rudolf Stein\u00aders, in der sowohl die beschriebene Meth\u00adode als auch das ver\u00adwen\u00addete Gle\u00adich\u00adnis das Mantra 45 t erg\u00e4nzen. \u201cImag\u00adi\u00adna\u00adtion eignet man sich dadurch an, da\u00df man in jedem Ding ein Gle\u00adich\u00adnis sieht. Dazu aber mu\u00df man vorher <strong>logis\u00adches Denken<\/strong> (gefes\u00adtigte Gedanken\u00admacht) gel\u00adernt haben. Aber in der Rosenkreuzer\u00adschu\u00adlung wird nie\u00admand ein anderes Gle\u00adich\u00adnis w\u00e4hlen. Ein jed\u00ader empfind\u00adet in allem ein Gle\u00adich\u00adnis des Ewigen. Ich mu\u00df hier in einen Dia\u00adlog klei\u00adden, was sich hin\u00adter einem Gle\u00adich\u00adnis ver\u00adsteckt, welch\u00ades erst in den mit\u00adte\u00adlal\u00adter\u00adlichen Tem\u00adpeln und dann in den Rosenkreuzer\u00adschulen gelehrt wurde. Der Lehrer sagte zum Sch\u00fcler: Sieh die Pflanze an, wie sie mit ihrer Wurzel in den Boden treibt und wie sie den Bl\u00fctenkelch, den Sitz der Befruch\u00adtung\u00adsor\u00adgane dem Son\u00adnen\u00adlicht zuwen\u00addet. Der Bl\u00fctenkelch wird vom Son\u00adnen\u00adstrahl in Keuschheit gek\u00fc\u00dft, und hier\u00addurch entste\u00adht ein neues Wesen. Der Son\u00adnen\u00adstrahl wird auch die heilige <strong>Liebeslanze<\/strong> (die wie das T trifft) genan\u00adnt. Selb\u00adst <em>Dar\u00adwin <\/em>sagt: Die Wurzel der Pflanze ist mit dem Kopf zu ver\u00adgle\u00adichen. \u2014 Der Men\u00adsch ist eine umgekehrte Pflanze. Seine Fortpflanzung\u00adsor\u00adgane sind schamvoll dem Mit\u00adtelpunkt der Erde zugekehrt. Das Tier ste\u00adht zwis\u00adchen Men\u00adsch und Pflanze. Es wer\u00adden die drei Reiche der Natur bildlich mit einem Kreuz bezeichnet.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/20-T-45-t-Kreuz-GA-97-S.-221-1-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><\/p>\n<p>Pla\u00adto sagt: Die Wel\u00adtenseele ist am Kreuz des Wel\u00adtenleibes gekreuzigt.<\/p>\n<p>Nun fordert der Rosenkreuzer\u00adlehrer den Sch\u00fcler auf: Also ver\u00adgle\u00adiche die fleis\u00adchliche Materie mit der pflan\u00adzlich-keuschen Materie -, es wird aber eine Zeit kom\u00admen, wo der Men\u00adsch gel\u00e4utert sein wird in seinen Begier\u00adden und Lei\u00adden\u00adschaften, und er wird zu ein\u00ader Stufe her\u00adan\u00adreifen und der geisti\u00adgen Sonne ent\u00adge\u00adgen\u00adleucht\u00aden, so keusch, so begier\u00adden\u00adlos wie die keusche Pflanze. Durch dieses Ide\u00adal wird er sein Fleisch so l\u00e4utern, da\u00df sich die <strong>Befruch\u00adtung keusch <\/strong><strong>und rein<\/strong> vol\u00adlzieht. Dieses Ide\u00adal stellt die mit\u00adte\u00adlal\u00adter\u00adliche Schu\u00adlung in dem <strong>Heili\u00adgen Gral dar<\/strong>. Ein heiliges Sym\u00adbol\u00adum ist der <strong>Kelch<\/strong> f\u00fcr das, was men\u00adschliche Sinnlichkeit wer\u00adden mu\u00df, wenn sie dem gle\u00adich wird, was der <strong>Pflanzenkelch<\/strong> ist. Dann wird sie <strong>gek\u00fc\u00dft wer\u00adden von der wei\u00dfen Taube<\/strong> \u2014 der Kelch wird dargestellt mit der Taube dar\u00fcber.<\/p>\n<p>So die Welt zu vergeisti\u00adgen, in solchen Bildern die Umge\u00adbung des Men\u00adschen zu sehen, hebt hin\u00adauf zum Anschauen astraler Bilder. Gem\u00fct und Gef\u00fchl bilden die Imag\u00adi\u00adna\u00adtion aus.\u201d (GA 97, S. 120ff, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1220\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 20&nbsp;T&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1658\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 45&nbsp;t&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=3184\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tN\u00e4ch\u00adster Blog-Eintrag&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gegen\u00adspr\u00fcche 20 T und 45&nbsp;t 20 T So f\u00fchl\u00b4 ich erst mein&nbsp;Sein, Das fern vom Wel\u00adten-Dasein In sich, sich selb\u00adst erl\u00f6schen Und bauend nur auf eignem Grunde In sich, sich selb\u00adst ert\u00f6ten m\u00fcsste. \u2026 \u2026 \u2026 45 t Es fes\u00adtigt sich Gedanken\u00admacht Im Bunde mit der Geist\u00adge\u00adburt, Sie hellt der Sinne dumpfe Reize&nbsp;Zur\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-3162","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3162","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3162"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3162\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3162"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}