{"id":3070,"date":"2025-01-15T21:27:31","date_gmt":"2025-01-15T20:27:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=3070"},"modified":"2025-08-06T16:43:58","modified_gmt":"2025-08-06T14:43:58","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy-7-copy-copy-copy-copy-copy-2-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-3-copy-copy-copy-copy-copy-cop-3","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=3070","title":{"rendered":"Blog \u2014 Gegenspr\u00fcche 17 Q \u2014 42&nbsp;q"},"content":{"rendered":"\n\n\t<h4><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/17-Q-42-q-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><\/h4>\n<h4><strong>Die Gegenspr\u00fcche 17 Q<\/strong><strong> und 42&nbsp;q<br>\n<\/strong><\/h4>\n<table width=\"694\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"311\"><strong>17 Q<\/strong>\n<p>Es spricht das Weltenwort,<\/p>\n<p>Das ich durch Sinnestore<\/p>\n<p>In See\u00adlen\u00adgr\u00fcnde durfte f\u00fchren:<\/p>\n<p>Erf\u00fclle deine Geistestiefen<\/p>\n<p>Mit meinen Weltenweiten,<\/p>\nZu find\u00aden ein\u00adstens mich in&nbsp;dir.<\/td>\n<td width=\"16\"><\/td>\n<td width=\"311\"><strong>42 q<\/strong>\n<p>Es ist in diesem Winterdunkel<\/p>\n<p>Die Offen\u00adbarung eign\u00ader&nbsp;Kraft<\/p>\n<p>Der Seele stark\u00ader&nbsp;Trieb,<\/p>\n<p>In Fin\u00adstern\u00adisse sie zu lenken<\/p>\n<p>Und ahnend vorzuf\u00fchlen<\/p>\nDurch Herzensw\u00e4rme Sinnesoffenbarung.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h4><strong>Die Eurythmieformen zu den Mantre<\/strong><strong>n 17 Q<\/strong><strong> und 42&nbsp;q<br>\n<\/strong><\/h4>\n<h4><strong> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/17-Q-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/42-q-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><\/strong><\/h4>\n<h4><strong>\u00dcber den Buchstaben \u201cQ\u201d<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Das Q ist ein Buch\u00adstabe, dessen Lautwert zur Fam\u00adi\u00adlie des K geh\u00f6rt, eben\u00adso wie das C, mit dem es die Ver\u00e4n\u00adder\u00adlichkeit des Lautwertes gemein\u00adsam hat. Im <strong>griechis\u00adchen<\/strong> Alpha\u00adbet ging das zun\u00e4chst vorhan\u00addene \u2018Qop\u00adpa\u2019 (\u03d8, \u03d9), das Q ver\u00adloren, weil es mehr und mehr mit dem Kap\u00adpa, dem Zeichen f\u00fcr K zusam\u00admen\u00adfiel, sodass es nur noch als Zahlze\u00adichen erhal\u00adten blieb. Das Qop\u00adpa stammt von \u2018Qoph\u2019, dem Q des <strong>hebr\u00e4is\u00adchen<\/strong> Alpha\u00adbets und bedeutet \u2018Affe\u2019. Hier ist es ein ganz hin\u00adten im Gau\u00admen gesproch\u00adenes K, ein gut\u00adturaler Urlaut \u00e4hn\u00adlich dem Ajin (siehe Blog\u00ada\u00adr\u00adtikel <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=3019\">15 O \u2014 40 o<\/a>). Im Deutschen ist das Q eine Verbindung von K und W, ein labiove\u00adlar\u00ader Laut, der Gau\u00admen und Lip\u00adpen verbindet. Hebt das C in die Leichte, wie Rudolf Stein\u00ader sagt (siehe Blog\u00ada\u00adr\u00adtikel <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2738\">3 C \u2014 29 c<\/a>), so bein\u00adhal\u00adtet das Q die nieder\u00addr\u00fcck\u00adende Schwere, wie sich im Ver\u00adlauf zeigen wird.<\/p>\n<p>Inter\u00ades\u00adsan\u00adter\u00adweise ste\u00adht das Q im heute gebr\u00e4uch\u00adlichen <strong>lateinis\u00adchen<\/strong> Alpha\u00adbet an drit\u00adter Stelle nach dem O, wie das C an drit\u00adter Stelle ste\u00adht nach dem A. Mit dem O hat das Q gemein\u00adsam, dass die Buch\u00adstaben\u00adform \u00e4hn\u00adlich wie das P und das R aus dem Kreis aufge\u00adbaut ist. Diese vier aufeinan\u00adder fol\u00adgen\u00adden Buch\u00adstaben O \u2014 P \u2014 Q \u2014 R bilden eine For\u00admen\u00adrei\u00adhe. Das O ist das t\u00f6nende Runde in sein\u00ader Ruhe. Mit dem P erhebt sich das Runde als Pilz-Kopf. Das im griechis\u00adchen Alpha\u00adbet ver\u00adschwun\u00addene Zeichen des Qop\u00adpa war ein Kreis auf einem kurzen senkrecht\u00aden Strich (\u03d8, \u03d9). Der Strich beim Q deutet an, dass hier etwas aus\u00adtritt, etwas durch Druck aus\u00adge\u00adquetscht wird. Im R schlie\u00dflich kommt das Runde in Bewegung.<\/p>\n<p>Bevor ich auf das Q als Qoph, als Affe einge\u00adhe, soll das <strong>gotis\u00adche<\/strong> Q betra\u00adchtet wer\u00adden. Im gotis\u00adchen Alpha\u00adbet wird das Q \u2018quer\u00adtra\u2019, der \u2018K\u00f6der\u2019 genan\u00adnt. Im mit\u00adtel\u00adhochdeutschen hie\u00df der K\u00f6der noch \u2018querder\u2019 und im althochdeutschen \u2018quer\u00addar\u2019. Fast so nen\u00adnt auch die Salzburg\u00ader Alkuin\u00adhand\u00adschrift (8. \u2014 10. Jhd) das Q \u2018quer\u00adtra\u2019, den \u2018K\u00f6der\u2019. Eine andere Beze\u00adich\u00adnung f\u00fcr \u2018quer\u00adtra\u2019 ist \u2018Docht\u2019. (Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 326) Mit Quer\u00adtra ver\u00adwandt ist gotisch \u2018kara\u2019, \u2018Klage\u2019 und \u2018Sorge\u2019. Davon abgeleit\u00adet ist gotisch qair\u00adnus\u2019, die \u2018M\u00fch\u00adle\u2019, der \u2018M\u00fchlstein\u2019. M\u00f6glich, dass unser Wort \u2018Quirl\u2019 vom drehen\u00adden M\u00fchlstein kommt.<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201cQ ist eine schmerzhafte Reak\u00adtion.\u201d Und es ist \u201calles Anpressen der Glieder an den Leib.\u201d (A. Dubach-Donath, Die Grun\u00addele\u00admente der Eury\u00adth\u00admie, in: Die Sprache der Laute, S. 326) Die Autorin schreibt dort auch: \u201cDas Ver\u00adquere, gequ\u00e4lte, Dishar\u00admonis\u00adche muss zum Aus\u00addruck kom\u00admen.\u201d An dem Wort \u2018Qual\u2019 wurde die Eury\u00adth\u00admiege\u00adb\u00e4rde des Q ge\u00fcbt. Die H\u00e4nde sollen dabei an die Brust gepresst und wie im \u00dcber\u00adma\u00df des Schmerzes wieder weggesto\u00dfen wer\u00adden. (in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;326)<\/p>\n<p>War das Erleben der Sprache in alter Zeit ein luz\u00adiferisch freud\u00advoll Auf\u00adjauchzen\u00addes, so geht es laut Rudolf Stein\u00ader heute ins andere Extrem. \u201cWir haben im Laufe der Zivil\u00adi\u00adsa\u00adtion ver\u00adloren jenes innere Jauchzen, das wir bei gewis\u00adsen Worten haben soll\u00adten [durch die Bildgestalt der einzel\u00adnen Laute]. \u2026 Es ist still gewor\u00adden, gle\u00adichgiltig gewor\u00adden. Der Men\u00adsch ist gewis\u00adser\u00adma\u00dfen in seinem See\u00adlen\u00adleben sauer gewor\u00adden. Daher hat man auch, wenn die Zivil\u00adi\u00adsa\u00adtion der Gegen\u00adwart spricht, zumeist das Gef\u00fchl, dass man etwas wie aus Salz und Essig gemis\u00adcht auf die Zunge bekommt. Ger\u00adade die zivil\u00adisiertesten Sprachen schla\u00adgen einem eigentlich, wenn gesprochen wird, wenn das alles namentlich so nach den Quetschlaut\u00aden hin sich n\u00e4hert, \u2026 wie eine Mis\u00adchung von Salz und Essig an die Zunge. Aber die urspr\u00fcngliche Sprache der Men\u00adschheit ist eigentlich flie\u00dfen\u00adder Honig, ist etwas unge\u00admein S\u00fc\u00dfes, ist das\u00adjenige, wodurch sich das men\u00adschliche Wesen schon durch den Laut \u00e4u\u00dfert.\u201d (GA 279 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 236). Was hier f\u00fcr die Sprache im All\u00adge\u00admeinen gesagt wird, gilt im Beson\u00adderen f\u00fcr das Q. Es \u201cschmeckt\u201d sozusagen so schlecht, dass es W\u00fcr\u00adgen hervorruft.<\/p>\n<p>Der <strong>gotis\u00adche<\/strong> Name des Q, \u2018quer\u00adtra\u2019 (<strong>\ud800\udf35<\/strong>), der K\u00f6der h\u00e4ngt zusam\u00admen mit \u2018quer\u00adcha\u2019, der Kehle, das zum heuti\u00adgen Wort \u2018Gurgel\u2019 wurde. Das Q ist eben\u00adso wie K ein gut\u00adturaler Sto\u00dflaut. Beim \u2018Schluck\u00aden\u2019 wird der Wider\u00adstand in der Kehle \u00fcber\u00adwun\u00adden, beim Q wird die Eng\u00adstelle erlebt. Das Q ist die Qual, wenn der Bis\u00adsen im Halse steck\u00aden bleibt. Quer\u00adtra ist der K\u00f6der, den der Angler auf den Hak\u00aden spie\u00dft, nach dem der Fisch schnappt und der sein Schick\u00adsal besiegelt. Es ist auch der Docht, der eingek\u00adlemmt wird und im \u00d6l der Lampe&nbsp;h\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Vom <strong>irischen<\/strong> Ogham Alpha\u00adbet ist der Cert- oder Quert-Laut (gesprochen kw) in der Tra\u00addi\u00adtion als \u2018Apfel\u00adbaum\u2019 \u00fcber\u00adliefert. Diese Benen\u00adnung erin\u00adnert im Zusam\u00admen\u00adhang mit dem gotis\u00adchen Namen quer\u00adta, K\u00f6der, an das M\u00e4rchen von Schnee\u00adwittchen, dem der Apfel in der Kehle steck\u00aden blieb. Schnee\u00adwittchen fiel darauf in einen tod\u00e4hn\u00adlichen Schlaf. Hier wer\u00adden die mit dem Paradiesapfel ver\u00adbun\u00adde\u00adnen Erken\u00adnt\u00adniskr\u00e4fte, die mit dem erwachen\u00adden Intellekt das Leben der Seele abt\u00f6ten, ins Bild gebracht. Auch der Apfel ist ein sprechen\u00addes Bild f\u00fcr das&nbsp;Q.<\/p>\n<p>Der <strong>hebr\u00e4is\u00adche<\/strong> Name des Q, (\u05e7) \u2018qoph\u2019, ist der \u2018Affe\u2019 und stammt aus dem San\u00adskrit. \u2018Kapi\u2019, der Hur\u00adtige hei\u00dft der Affe hier. Zwar haben die Men\u00adschenaf\u00adfen von allen Tieren einen Spra\u00adchor\u00adgan\u00adis\u00admus, der dem Men\u00adschen am \u00e4hn\u00adlich\u00adsten ist, doch kann dem Affen keine Wor\u00adtim\u00adi\u00adta\u00adtion ent\u00adlockt wer\u00adden, wie z.B. dem Papagei.<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader sagt \u00fcber die Sprache: \u201cUnd so wie in den Z\u00e4h\u00adnen zum Vorschein kommt das\u00adjenige, was denkerisch ist, in den Lip\u00adpen das\u00adjenige, was im Gef\u00fch\u00adle wurzelt, so wird in dem au\u00dferor\u00addentlich wichti\u00adgen \u2026 Gau\u00admenor\u00adgan\u00adis\u00admus, der die Mund\u00adh\u00f6h\u00adle nach r\u00fcck\u00adw\u00e4rts abschlie\u00dft, sicht\u00adbar wer\u00adden f\u00fcr eine wirk\u00adliche Men\u00adschenkunde die Art und Weise, wie die Kr\u00e4fte von unten nach oben wirken und sich ger\u00adade im Gau\u00admen stauen, so dass sie \u00fcberge\u00adhen in die Sprach\u00adwirk\u00adsamkeit. \u2026 [Man wird] wahrnehmen k\u00f6n\u00adnen, wie in den Zahn\u00adlaut\u00aden das Denkerische des Men\u00adschen lebt, wie in den Gau\u00admen\u00adlaut\u00aden, die ins\u00adbeson\u00addere die Zunge impulsieren, das Wil\u00adlens\u00adm\u00e4\u00dfige des Men\u00adschen lebt. \u2026 [Und weil die Sprache] in ihrer inneren Bewe\u00adgung und Kon\u00adfig\u00adu\u00adra\u00adtion ein Abbild der ganzen Men\u00adschen\u00adnatur ist, \u2026 [deshalb ist es so, dass] in den Zahn\u00adlaut\u00aden zuerst der Kopf, in den Lip\u00adpen\u00adlaut\u00aden die Brust, in den Gau\u00admen\u00adlaut\u00aden der \u00fcbrige Men\u00adsch in die Sprache hinein erobert wird.\u201d (GA 282 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;328)<\/p>\n<p>Der von unten auf\u00adsteigende Sprach\u00adstrom wird zum ersten Mal zum Laut an der Stelle des Qoph. Hier erstirbt der leib\u00adliche, organ\u00adbildende Sprach\u00adstrom und erste\u00adht neu als Laut. Doch das gelingt dem Affen nicht. Er hat seine Sprachkr\u00e4fte ver\u00adaus\u00adgabt in der Organ\u00adbil\u00addung. \u201cDer Affe aber hat sein ganzes Ver\u00adm\u00f6\u00adgen in den kom\u00adplizierten Appa\u00adrat hineingesteckt \u2014 und ver\u00admag nun die Last nicht zu heben. Die anderen Tiere haben den Ein\u00adsatz nicht gemacht.\u201d (Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 330.) So bleibt dem Affen der Mund ver\u00adschlossen. Hebr\u00e4isch hei\u00dft \u2018qaphatz\u2019 (qphtz) \u2018ver\u00adschlie\u00dfen, verstopfen\u2019.<\/p>\n<p>Wie schon erw\u00e4h\u00adnt, ist dem Q das Erleben der \u2018Qual\u2019, des \u2018Ver\u00adqueren\u2019, des Drucks im \u2018quetschen\u2019 und \u2018quitschen\u2019 eigen. Doch auch das urspr\u00fcnglich Neue, des \u2018quick\u00adlebe\u00adni\u00adgen\u2019 \u2018Quells\u2019 und der kaum ins Sein getrete\u00adnen \u2018Qualle\u2019 sind \u2018Qual\u00adit\u00e4ten\u2019 des Q. Hebr\u00e4isch \u2018qadam\u2019 (qdm) hei\u00dft \u2018vor\u00adange\u00adhen\u2019, \u2018qedem\u2019 (qdm) hei\u00dft, \u2018was vorne ist\u2019, der \u2018Osten\u2019, das \u2018Mor\u00adgen\u00adland\u2019 und \u2018qad\u00adma\u2019 (qdmh) ist der \u2018Ursprung\u2019, \u2018qad\u00admoni\u2019 (qdmvnj) bedeutet \u2018fr\u00fcher\u2019, \u2018vorzeit\u00adig\u2019 \u2018alt\u2019 \u2018\u00f6stlich\u2019.<\/p>\n<p>An der Stelle des Q geht es vom Stumm\u00adsein zur Offen\u00adbarung. Lateinisch \u2018qui\u00e9d\u00adcere\u2019 bedeutet \u2018ruhen, schweigen, ver\u00ads\u00adtum\u00admen\u2019 und \u2018quir\u00aditare\u2019 hei\u00dft \u2018laut rufen, schreien. Gotisch bedeutet \u2018qithan\u2019 \u2019sagen, sprechen\u2019. Das \u2018Quatschen\u2019 ist ein her\u00advorquel\u00adlen\u00adder Rede\u00adfluss, doch sein Ursprung ist \u2018quat\u2019, das B\u00f6se. Im Wort \u2018Quark\u2019, das vom tatarischen Wort f\u00fcr geronnene Milch, \u2018turak\u2019 kommt, wird das sauer und Fes\u00adt\u00adwer\u00adden der fl\u00fcs\u00adsi\u00adgen Milch erlebt.<\/p>\n<p>Wie das Q ein nach r\u00fcck\u00adw\u00e4rts gedr\u00e4ngtes K ist, so ist das palatal\u00adisierte c (tsch) der nach vorne ver\u00adschobene Laut des Drucks. Bei\u00adde Quetschlaute sind aus\u00addrucksstark erleb\u00adbar in \u2018quetschen\u2019 und \u2018quitschen\u2019.<\/p>\n<p>Im <strong>deutschen<\/strong> Q schwingt neben dem K das W mit. Inter\u00ades\u00adsan\u00adter\u00adweise dominieren diese drei Laute die lateinis\u00adchen, rus\u00adsis\u00adchen und deutschen Fragew\u00f6rter und zeigen dadurch ein jew\u00adeils anderes seel\u00adis\u00adches Erleben der Frage.&nbsp; Im Lateinis\u00adchen hei\u00dft \u2018fra\u00adgen\u2019 \u2018quaerere\u2019, \u2018qua?\u2019 fragt wo?, \u2018qualis? \u2018wie?\u2019 und \u2018quan\u00addo?\u2019 \u2018wann?\u2019. Hier beklagt sich im Q\u2011Erlebnis der Frager \u00fcber den lei\u00add\u00advollen Druck des Nichtwissens, die Qual des Zweifels. Lateinisch \u2018queri\u2019 bedeutet \u2018bekla\u00adgen, kla\u00adgen\u2019. Die lateinis\u00adche Sprache bringt zum Erleb\u00adnis, dass die Weltlichkeit den Geist ver\u00adschluckt hat. Das Gegen\u00adteil kommt in den rus\u00adsis\u00adchen Frage\u00adworten zum Aus\u00addruck, denn im K wird aus\u00adge\u00addr\u00fcckt, wie der Geist die Materie beherrscht. \u2018Wer?\u2019 hei\u00dft auf rus\u00adsisch \u2018kto?\u2019, \u2018wie?\u2019 hei\u00dft \u2018kak?\u2019 und \u2018wann?\u2019 \u2018kog\u00adda?\u2019. Im K wird die Welt k\u00f6niglich beherrscht und geord\u00adnet. Der Frager erlebt sich allein durch das Stellen der Frage als einen \u2018Ken\u00adner\u2019 und \u2018K\u00f6n\u00adner\u2019. Die deutschen Frage\u00adworte sind W\u2011Worte: wer?, wie?, was?, wann?, wo?, warum? Das Erleb\u00adnis des Fra\u00adgens ist hier wed\u00ader qual- lei\u00add\u00advoll und undurch\u00adschaubar wie im Lateinis\u00adchen, noch klar und erken\u00adnend allein durch das Stellen der Frage, wie im Rus\u00adsis\u00adchen. Im deutschen W\u2011Erlebnis der Frage liegt das Schwere und gle\u00adichzeit\u00adig das Weiche, Tas\u00adtende, das sich belehren l\u00e4sst. Diese Schwere soll im seel\u00adisch aufge\u00adfassten W in der Eury\u00adth\u00admiegeste zum Aus\u00addruck kom\u00admen. Die schmal aneinan\u00addergelegten und gehobe\u00adnen Arme vollf\u00fchren Wellen\u00adbe\u00adwe\u00adgun\u00adgen. Das soll dargestellt wer\u00adden \u201cindem man gle\u00adichzeit\u00adig zu erken\u00adnen gibt, dass man die H\u00e4nde wie schwere Gewichte daran empfind\u00adet\u201d (Dubach-Donath, in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;399)<\/p>\n<p>Das Q zeigt sich als ein Lautwe\u00adsen, das sich nicht auf einen Klang beschr\u00e4nkt. Es dr\u00fcckt Qual und Leid des Geistes aus. Diese Unbill muss der Geist auf dem Weg in die Verk\u00f6r\u00adpe\u00adrung erlei\u00adden, denn sie geht mit notwendi\u00adgen Spezial\u00adisierun\u00adgen und Beschr\u00e4nkun\u00adgen ein\u00adher. Gle\u00adichzeit\u00adig dr\u00fcckt das Q die quel\u00adlende, frische, noch unver\u00adbrauchte Leben\u00adskraft aus, die zur Offen\u00adbarung dr\u00e4ngt und ihren h\u00f6ch\u00adsten Aus\u00addruck in der Sprache findet.<\/p>\n<h4><strong>Die Namen der Heiligen Drei K\u00f6nige und die ersten drei Wochen, des neuen Jahres, die Epiphaniaszeit<\/strong><strong><br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Das Mantra <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1616\">42 q<\/a> ist das Mantra der drit\u00adten Woche im neuen Jahr. Wie ein gro\u00dfer See\u00adlen\u00adraum erscheinen mir die ersten drei Wochen des Jahres \u2014 regiert von den Drei Heili\u00adgen K\u00f6ni\u00adgen. Die Woche 42 q ist die des gr\u00fc\u00adnen K\u00f6nigs. Sein Geschenk ist die Myrrhe, eine uralte Heilpflanze, \u2014 eigentlich ein Baum \u2014 dessen Harz desin\u00adfizierende und wund\u00adheilende Wirkung hat. Die Myrrhe heilt, was ein ego\u00adis\u00adtis\u00adch\u00ader, unacht\u00adsamer Wille an Schaden verur\u00adsacht&nbsp;hat.<\/p>\n<p>Adam Bit\u00adtle\u00adston ver\u00adste\u00adht die drei k\u00f6niglichen Geschenke als Gabe Christi f\u00fcr den Men\u00adschen, als Ziele des Strebens.<\/p>\n<p>Die Offen\u00adbarung Christi<\/p>\n<p>Erleuchte die&nbsp;Welt<\/p>\n<p>Und schenke dem Denken<\/p>\n<p>Ver\u00adst\u00e4nd\u00adnis:<\/p>\n<p>Das reine&nbsp;Gold.<\/p>\n<p>-<\/p>\n<p>Die Liebe Christi<\/p>\n<p>Flie\u00dfe in die Seelen<\/p>\n<p>Und erwecke im Herzen<\/p>\n<p>Gebete:<\/p>\n<p>Den steigen\u00adden Weihrauch.<\/p>\n<p>-<\/p>\n<p>Das Tun Christi<\/p>\n<p>Ergreife den Geist der Menschen<\/p>\n<p>Und lehre die&nbsp;H\u00e4nde<\/p>\n<p>Demut:<\/p>\n<p>Die heilende Myrrhe.<\/p>\n<p>(Med\u00adi\u00adta\u00adtive Gebete f\u00fcr die heutige Zeit,&nbsp;1994)<\/p>\n<p>Auch von Rudolf Stein\u00ader fand ich eine Deu\u00adtung der Geschenke der <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Heilige_Drei_K%C3%B6nige\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Heili\u00adgen Drei K\u00f6nige<\/a>, die Bezug nimmt auf die drei See\u00adlen\u00adf\u00e4higkeit\u00aden. \u201cDas Beste, was man einem Men\u00adschen aus der Zarathus\u00adtra-Str\u00f6\u00admung geben kon\u00adnte, war das Wis\u00adsen von der \u00e4u\u00dferen Welt, von den Geheimnis\u00adsen des Kos\u00admos, aufgenom\u00admen in den men\u00adschlichen Astralleib, in Denken, F\u00fchlen und Wollen, so da\u00df die Zarathus\u00adtra-Sch\u00fcler ihr Denken, F\u00fchlen und Wollen, die Kr\u00e4fte ihrer Seele, durch\u00adset\u00adzen woll\u00adten mit der Weisheit, die man ein\u00adsaugen kann aus den tiefen Grund\u00adla\u00adgen der g\u00f6t\u00adtlich-geisti\u00adgen Welt. F\u00fcr dieses Wis\u00adsen, das man sich durch die Ein\u00adsaugung der \u00e4u\u00dferen Geheimnisse zu eigen machen kann, hat\u00adte man als Sym\u00adbole Gold, Weihrauch und Myrrhen: Gold als Sym\u00adbol\u00adum f\u00fcr das Denken, Weihrauch f\u00fcr die Fr\u00f6m\u00admigkeit, f\u00fcr das, was uns als F\u00fchlen durch\u00addringt, und Myrrhen f\u00fcr die Kraft des Wol\u00adlens.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Heilige_Drei_K%C3%B6nige#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"https:\/\/odysseetheater.org\/GA\/Buecher\/GA_114.pdf#page=102&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">GA 114, S. 102f<\/a>)<\/p>\n<p>Erst\u00admals aus dem 6. Jahrhun\u00addert sind Namen f\u00fcr die drei Weisen, von denen das Matth\u00e4u\u00adse\u00advan\u00adgeli\u00adum berichtet, \u00fcber\u00adliefert. Sie hei\u00dfen: Kas\u00adpar, Mel\u00adchior und Balthasar un wer\u00adden stets in dieser Rei\u00adhen\u00adfolge aufgez\u00e4hlt. Der Name Kas\u00adpar (auch mit C) hei\u00dft \u201eSchatzmeis\u00adter\u201d von per\u00adsisch ghaz \u201eSchatz\u201d und bar \u201eleit\u00aden\u201d, \u201ever\u00adwal\u00adten\u201d, \u201ever\u00adsor\u00adgen\u201d. Mel\u00adchior bedeutet \u201eK\u00f6nig des Lichts\u201d vom hebr\u00e4is\u00adchen \u05de\u05b6\u05dc\u05b6\u05da\u05b0 \u2018melech\u2019 \u201cK\u00f6nig\u201d und \u05d0\u05d5\u05b9\u05e8 \u2018or\u2019 \u201eLicht\u201d. Balthasar kommt von \u201eBaal sch\u00fctze sein Leben\u201d bzw. \u201eBaal sch\u00fctze den K\u00f6nig\u201d. Baal ist kein eigentlich\u00ader Gottes\u00adname, son\u00addern bedeutet \u201eHerr\u201d oder \u201eMeis\u00adter\u201d.<\/p>\n<p>Nicht nur die Geschenke, auch die Namen der K\u00f6nige k\u00f6n\u00adnen als Hin\u00adweis betra\u00adchtet wer\u00adden, wie die drei See\u00adlen\u00adf\u00e4higkeit\u00aden jedes Men\u00adschen zum Chris\u00adtus in Beziehung ste\u00adhen sollen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/Drei-heilige-Koenige-300x236.png\" alt width=\"300\" height=\"236\"><\/p>\n<p><em>Die Heili\u00adgen Drei K\u00f6nige in den drei Bere\u00adichen des Jahres\u00adlauf als&nbsp;Ei<\/em><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der zw\u00f6lf Heili\u00adgen N\u00e4chte lie\u00df Rudolf Stein\u00ader \u00fcber den Altar der Chris\u00adtenge\u00admein\u00adschaft die Buch\u00adstaben K M B in gold\u00ade\u00adnen Let\u00adtern h\u00e4n\u00adgen. In diesen Buch\u00adstaben sind die Ini\u00adtialen der tradierten Namen der K\u00f6nige zu erkennen.<\/p>\n<p>Ich will bei der Beschrei\u00adbung mit dem Mit\u00adtleren, mit Mel\u00adchior (Woche 41 p) begin\u00adnen. Mel\u00adchior bedeutet \u201eK\u00f6nig des Licht\u00ades\u201d und ste\u00adht f\u00fcr das F\u00fchlen. Das bedeutet, dass das F\u00fchlen nicht nur auf\u00adsteigen soll wie der Weihrauch, son\u00addern Licht wer\u00adden soll. Ein\u00ader\u00adseits weist es darauf hin, die Gef\u00fch\u00adle pos\u00adi\u00adtiv und \u201chochschwin\u00adgend\u201d zu hal\u00adten, ander\u00ader\u00adseits ist das Ausstrahlen des F\u00fch\u00adlens sel\u00adber schon Bewusst\u00adseinslicht. So ist das f\u00fch\u00adlende Gewahr\u00adsein, die f\u00fch\u00adlende Aufmerk\u00adsamkeit an sich schon Hellf\u00fch\u00adligkeit. Hat sich das F\u00fchlen zu ausstrahlen\u00addem Licht entwick\u00adelt, so ist der Men\u00adsch zum K\u00f6nig oder zur K\u00f6ni\u00adgin des Lichts gewor\u00adden. Wird die Welt mit diesem Erken\u00adnt\u00adnis\u00adlicht des liebevollen F\u00fch\u00adlens beleuchtet, wird alles Sein in Sch\u00f6n\u00adheit erstrahlen.<\/p>\n<p>Der Erste, Kas\u00adpar (Woche 42 q) bedeutet \u201eSchatzmeis\u00adter\u201d. Er ist der\u00adjenige, der das Ver\u00adm\u00f6\u00adgen dor\u00adthin leit\u00adet, wo es gebraucht wird. Er ver\u00adwal\u00adtet den Besitz, das Erwor\u00adbene \u2014 das Bewahrte, das Alte. Er geh\u00f6rt zum Mond\u00adbere\u00adich, auf dem die Maria ste\u00adht. Der Mond ist das Alte. Mit dem Mond\u00adbere\u00adich sind die \u00c4therkr\u00e4fte gemeint, die Grund\u00adlage der Erin\u00adnerung, der Gewohn\u00adheit\u00aden, aber auch der Vital\u00adit\u00e4t. Ein K\u00f6nig Kas\u00adpar, ein K\u00f6nig des Wil\u00adlens ist, wer seine emo\u00adtionalen Ver\u00adlet\u00adzun\u00adgen heilen und mit den Sch\u00e4tzen des \u00c4ther\u00adleibs, sein\u00ader Vital\u00adit\u00e4t weise umge\u00adhen kann \u2014 wer seine Wil\u00adlen\u00adskraft weise lenken und mit G\u00fcte bet\u00e4ti\u00adgen&nbsp;kann.<\/p>\n<p>Der Dritte, Balthasar (Woche 40 o) ist der K\u00f6nig des Denkens, der das Weisheits\u00adgold dem Kind schenkt. Sein Bere\u00adich ist die Michaelizeit, in der das Leben der Natur stirbt. Auch das Denken beruht auf leicht\u00aden Abster\u00adbe\u00adprozessen, doch d\u00fcr\u00adfen sie das Denken nicht mitrei\u00dfen in den Tod, ins Mech\u00ada\u00adnisch-Abstrak\u00adte. Im Denken soll das Neue, das noch nie Dagewe\u00adsene Raum haben. Ein Balthasar ist, wer sein Denken lebendig erhal\u00adten kann, wer das Leben im Denken sch\u00fctzen kann.<\/p>\n<h4><strong>Die drei Logoi \u2014 das Dreifach-Sch\u00f6pferische<\/strong><\/h4>\n<p>Rudolf Stein\u00ader beschreibt den <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Logos\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Logos<\/a> in Anlehnung an die indis\u00adche <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Samkhya\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Samkhya<\/a>-Philoso\u00adphie drei\u00adgliedrig. Nicht nur der Sohn, die Dreifaltigkeit selb\u00adst sind drei Logoi. Auf ver\u00adschiedene Weise stellt Rudolf Stein\u00ader diese drei Logoi graphisch dar. Ich habe seinen Darstel\u00adlun\u00adgen den See\u00adlenkalen\u00adder-Jahreskreis hinzuge\u00adf\u00fcgt, in dem seine Gliederun\u00adgen wiederge\u00adfun\u00adden wer\u00adden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/3-Logoi-GA-94-GA-196-300x169.png\" alt width=\"481\" height=\"271\"><\/p>\n<p><em>Zwei Darstel\u00adlungsweisen der drei Logoi im Seelenkalender-Jahreskreis<\/em><\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader unter\u00adschei\u00addet drei Eigen\u00adschaften (drei Gunas der fein\u00adstof\u00adflichen Materie in der Samkhya-Philoso\u00adphie), als die drei Teile des drit\u00adten&nbsp;Logos:<\/p>\n<p>a) die geistige Fin\u00adster\u00adn\u00adis = <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Tamas\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tamas<\/a>, die Tr\u00e4gheit und das \u00dcber\u00adwiegen des materiellen Ele\u00admentes \u00fcber das Seel\u00adisch-Geistige, wie es die Tiere zeigen. Die Farbe ist schwarz.<\/p>\n<p>b) das absolute Ver\u00adlan\u00adgen = <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Rajas\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rajas<\/a>, die Bewe\u00adgung und Lei\u00adden\u00adschaft, das stete hin und her\u00adwogen zwis\u00adchen Leib\u00adlichem und Geistigem auf der Suche nach Gle\u00adichgewicht. Die Farbe ist&nbsp;rot.<\/p>\n<p>c) das ein\u00adfache Spiegel\u00adbild des ersten Logos = <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Sattwa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sattwa<\/a>, das Aufw\u00e4rtsstreben, in dem das Seel\u00adisch-Geistige \u00fcber das Materiell-Leib\u00adliche herrscht und erhel\u00adlend, erfreuend wirkt und zu klar\u00ader Erken\u00adnt\u00adnis f\u00fchrt. Die Farbe ist&nbsp;wei\u00df.<\/p>\n<p>Dabei wird von Rudolf Stein\u00ader ein\u00admal der \u201eSohn\u201d als das sch\u00f6pferische Lebens-Prinzip (2. Logos) dem Weib\u00adlichen, der Form (3. Logos), \u00fcber\u00adge\u00adord\u00adnet gedacht, wie oben dargestellt, ein\u00admal wie im fol\u00adgen\u00adden Zitat als nach\u00adge\u00adord\u00adnet: \u201eAlles Leben in man\u00adnig\u00adfalti\u00adgen For\u00admen ist aus der Ein\u00adheit, dem einen Logos her\u00advorge\u00adgan\u00adgen. In ihm ruht alle Man\u00adnig\u00adfaltigkeit noch ungeschieden, undif\u00adferen\u00adziert ver\u00adbor\u00adgen. So wie er erkennbar wird, sich als Selb\u00adst wahrn\u00adimmt, tritt er aus dem Absoluten, aus dem Unter\u00adschied\u00adslosen her\u00adaus und schafft das Nicht-Selb\u00adst, sein Spiegel\u00adbild, den zweit\u00aden Logos. Dieses Spiegel\u00adbild beseelt und belebt er, es ist sein drit\u00adter Aspekt, der dritte Logos.<\/p>\n<p>So w\u00e4re der <em>erste Logos<\/em> das Undif\u00adferen\u00adzierte, in dem Leben und Form ungeschieden ruhen, als der <strong>Vater<\/strong> zu betra\u00adcht\u00aden. Mit seinem Dasein begin\u00adnt die <u>Zeit<\/u>; er tren\u00adnt sein Spiegel\u00adbild von sich ab, die Form, das <strong>Weib\u00adliche<\/strong>, das er mit seinem Leben erf\u00fcllt, der <em>zweite Logos<\/em>; und aus dieser Beseelung geht der <em>dritte Logos<\/em> als <strong>Sohn<\/strong>, als belebte Form her\u00advor. So haben sich alle Reli\u00adgio\u00adnen ihren Gott in dreifach\u00ader Gestalt gedacht, als Vater, Mut\u00adter und Sohn. So Ura\u00adnos und G\u00e4a, die m\u00fct\u00adter\u00adliche Erde; und Kro\u00adnos, die Zeit, ist als Sohn aus ihrem Scho\u00dfe her\u00advorge\u00adgan\u00adgen; Osiris, Isis und Horus und so weiter.<\/p>\n<p>Das Opfer des Logos ist: Der Geist steigt hernieder in die Materie, beseelt sein Spiegel\u00adbild, und damit ist auch der Welt belebter For\u00admen ihr Dasein gegeben, die alle ihr Son\u00adder\u00adda\u00adsein f\u00fchren und den Zyk\u00adlus der Evo\u00adlu\u00adtion durch\u00admachen, um als h\u00f6ch\u00adsten\u00adtwick\u00adelte Indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adit\u00e4ten wieder eins mit dem Logos zu wer\u00adden, der durch sie den Erfahrungsre\u00adich\u00adtum empf\u00e4ngt. H\u00e4tte er sich nicht aus\u00adgegossen, um alle diese For\u00admen zu beleben, so w\u00fcrde es kein selb\u00adst\u00e4ndi\u00adges Wach\u00adsen und Wer\u00adden geben. Alle Bewe\u00adgung, alles Entste\u00adhen w\u00fcrde kein Eigen\u00adleben haben, es w\u00fcrde sich nur regen und bewe\u00adgen nach der Direk\u00adtion des Gottes.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Logos#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"https:\/\/odysseetheater.org\/GA\/Buecher\/GA_088.pdf#page=167&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GA 88, S. 167<\/a>, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.)<\/p>\n<p>Die Zeit kann also als die Form betra\u00adchtet wer\u00adden, die ein\u00ader\u00adseits eins ist mit dem Vater, dem ersten Logos, ander\u00ader\u00adseits auch sein Spiegel\u00adbild ist. Als dieses Spiegel\u00adbild ist die Zeit der zweite Logos, das m\u00fct\u00adter\u00adliche Ele\u00adment, die Form \u2014 das Urbild der Seele. Der indi\u00advidu\u00adelle See\u00adlen\u00adraum des Men\u00adschen, die belebte Form, entspricht dann dem drit\u00adten Logos, dem Sohn als Menschensohn.<\/p>\n<h4><strong>\u00dcber die Gegenspr\u00fcche 17 Q<\/strong> <strong>und 42&nbsp;q<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Das Mantra <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1140\">17 Q<\/a> ist eines von <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1553\">sieben Wort-Mantren<\/a>. Im Mantra 17 Q sowie im <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2446\">spiegel\u00adnden Mantra 36 k<\/a> spricht das Wel\u00adtenwort in w\u00f6rtlich\u00ader Rede. Mit dem Wel\u00adtenwort ist der Logos gemeint, die alles Sein denk\u00adend und dann aussprechend erschaf\u00adfend\u00aden Macht. Der Logos ist der Chris\u00adtus in sein\u00ader wel\u00adtensch\u00f6pferischen Kom\u00adpe\u00adtenz im Anfang der Welt. Die bei\u00adden Wel\u00adtenwort-Mantren (17 Q und 36 k) ste\u00adhen im Jahreskreis (mit der Osterzeit unten, d.h. als Ei) an der Stelle, wo das Kind der Maria, die in diesem Jahreskreis erscheint, zu erwarten ist (siehe Spiegel\u00adspr\u00fcche <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2446\">17 Q \u2014 36 k<\/a>). Au\u00dfer\u00addem ist das Mantra 17 Q eines von sechs Mantren, die von Geis\u00adtestiefen han\u00addeln (siehe eben\u00adso Spiegel\u00adspr\u00fcche <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2446\">17 Q \u2014 36 k<\/a>).<\/p>\n<p>Das Mantra 17 Q ist aus der Per\u00adspek\u00adtive eines Ich-Sprech\u00aders geschrieben, der das eigene Erleben schildert und danach die w\u00f6rtliche Rede des Wel\u00adtenwortes wiedergibt. Das Mantra 42 q ist dage\u00adgen aus ein\u00ader Beobachter\u00adpo\u00adsi\u00adtion geschrieben, das hei\u00dft in der gram\u00adma\u00adtisch drit\u00adten Per\u00adson sin\u00adgu\u00adlar. Dieses Mantra schildert sach\u00adlich, in welch\u00ader Aktion\u00adsphase die Seele ist und was damit zusammenh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Im Mantra 17 Q sagt der Ich-Sprech\u00ader, dass das Wel\u00adtenwort in ihm spricht. Der Ich-Sprech\u00ader h\u00f6rt es also. Und er wei\u00df auch, dass er das Wel\u00adtenwort sel\u00adber durch seine Sinnestore in sich aufgenom\u00admen hat. Er durfte das Wort der Welt, die Wahrnehmungsin\u00adhalte der Welt, in See\u00adlen\u00adgr\u00fcnde f\u00fchren. Er war also berechtigt, das Wel\u00adtenwort und damit die hin\u00adter aller Erschei\u00adn\u00adung ste\u00adhende und nun der men\u00adschlichen Erken\u00adnt\u00adnis zug\u00e4ngliche Weisheit wahrnehmend in sich aufzunehmen.<\/p>\n<p>Doch die Rede des Wel\u00adtenwortes erstaunt, denn obwohl der Ich-Sprech\u00ader vom Wel\u00adtenwort in den See\u00adlen\u00adgr\u00fcn\u00adden wei\u00df, h\u00f6rt er das Wel\u00adtenwort sagen, dass er erst einst, also erst in fern\u00ader Zukun\u00adft, das Wel\u00adtenwort in sich find\u00aden werde. Damit wird deut\u00adlich, dass der Ich-Sprech\u00ader nicht wirk\u00adlich, nicht in der Tiefe erken\u00adnt, wer da zu ihm spricht. Er erken\u00adnt das Wel\u00adtenwort seel\u00adisch, nicht aber geistig, k\u00f6n\u00adnte man sagen. Das Wel\u00adtenwort weist den Ich-Sprech\u00ader deshalb an, die eige\u00adnen Geis\u00adtestiefen mit den Wel\u00adtenweit\u00aden des Wel\u00adtenwortes zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>In die See\u00adlen\u00adgr\u00fcnde kommt das Wel\u00adtenwort durch die Wahrnehmungs\u00adf\u00e4higkeit der Sinne. Das geschieht von selb\u00adst. Eine wahre Flut an Wahrnehmungen str\u00f6mt best\u00e4ndig in den Men\u00adschen, doch tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich ins Bewusst\u00adsein tritt davon nur Weniges. Was bewusst wird, was in den bewussten Geist tritt, ist das, worauf der Fokus gerichtet wird. Und dieser Fokus ist in der Regel verengt durch eigene, vielle\u00adicht sog\u00adar ego\u00adis\u00adtis\u00adche Inter\u00adessen. Um nicht dieser Veren\u00adgung zu ver\u00adfall\u00aden, ist es die Auf\u00adgabe des Men\u00adschen, nicht nur die See\u00adlen\u00adgr\u00fcnde, son\u00addern auch die Geis\u00adtestiefen mit dem Wel\u00adtenwort zu erf\u00fcllen \u2014 genauer mit den Wel\u00adtenweit\u00aden des Wel\u00adtenwortes. Das Wahrgenommene muss ver\u00adar\u00adbeit\u00adet wer\u00adden. Der Zusam\u00admen\u00adhang der einzel\u00adnen Wahrnehmungen muss vom Men\u00adschen hergestellt und ihr Inhalt aktiv geord\u00adnet wer\u00adden. Lebenslang ist der Men\u00adsch ein Ler\u00adnen\u00addes Wesen, das sich durch seine Beobach\u00adtung belehren lassen und gedanklich neue Verkn\u00fcp\u00adfun\u00adgen bilden kann. Und je mehr ein Men\u00adsch verkn\u00fcpfen kann, je mehr er ver\u00adste\u00adht, desto mehr Wel\u00adtenweit\u00aden sind in seinen Geis\u00adtestiefen. Erst nach einem lan\u00adgen Weg kann der Men\u00adsch find\u00aden, also selb\u00adst\u00e4ndig erken\u00adnen, dass seine eigene Wesen\u00adheit ein Mikrokos\u00admos ist, die dem Makrokos\u00admos entsprechend gebildet ist. Dann wird auch jed\u00ader einzelne Men\u00adsch, vertreten durch den Ich-Sprech\u00ader, das Wel\u00adtenwort und damit die g\u00f6t\u00adtliche Macht, die dieses Wort spricht, in sich find\u00aden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die Lautqual\u00adit\u00e4t des Q l\u00e4sst sich in zwei Vari\u00adanten im Mantra 17 Q erah\u00adnen. Zum einen erscheint das Wel\u00adtenwort in die Sch\u00f6p\u00adfung geban\u00adnt und lei\u00addend unter der geisti\u00adgen Enge des Men\u00adschen. Das l\u00e4sst auf ein Erleben des Wel\u00adtenwortes von Druck und Qual schlie\u00dfen, Aspek\u00adte des Q\u2011Lautes. Zum anderen erlebt der Ich-Sprech\u00ader vielle\u00adicht den lebendi\u00adgen, quel\u00adlen\u00adden, quirli\u00adgen Aspekt, wenn er das Wel\u00adtenwort in die See\u00adlen\u00adgr\u00fcnde f\u00fchren darf. Indem die Rede des Wel\u00adtenwortes auf eine ferne Zukun\u00adft ver\u00adweist, l\u00e4sst sie die Unbill erah\u00adnen, die das Unerkan\u00adnte, die unbeant\u00adwortete Frage, dem Ich-Sprech\u00ader und auch dem Wel\u00adtenwort bere\u00adit\u00adet. Der Aufruf des Wel\u00adtenwortes, die Geis\u00adtestiefen mit seinen Wel\u00adtenweit\u00aden zu erf\u00fcllen, k\u00f6n\u00adnte ein Erleben von Enge, wie das des ver\u00adschluck\u00adten K\u00f6ders im Hals, her\u00adbeif\u00fchren. Das Bild des Affen, der alles wahrn\u00adimmt, aber sich nicht \u00e4u\u00dfern kann, kommt der Sit\u00adu\u00ada\u00adtion des Ich-Sprech\u00aders nahe. Wie beim Affen in den Leib, so sinkt beim Ich-Sprech\u00ader das Wel\u00adtenwort in die See\u00adlen\u00adgr\u00fcnde. Es ist dort unten h\u00f6r\u00adbar, es spricht, doch kann der Ich-Sprech\u00ader es in sich nicht find\u00aden \u2014 nicht sel\u00adber artikulieren.<\/p>\n<p>Im Mantra 42 q wird eine gegen\u00adteilige seel\u00adis\u00adche Sit\u00adu\u00ada\u00adtion beschrieben. Es ist der starke Trieb der Seele, die eigene Kraft zu offen\u00adbaren. Hier wird von der Seele also Druck erzeugt. Sie will nach au\u00dfen wirken \u2014 zwar nicht han\u00addel\u00adnd, aber wahrnehmend. Die Offen\u00adbarung der eige\u00adnen Kraft beste\u00adht in der Erm\u00f6glichung von Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung. Doch es herrscht Win\u00adter\u00addunkel. Und auch in Fin\u00adstern\u00adisse lenkt die Seele ihre Kraft. Hier gibt es kein Licht. Damit ist mein\u00ader Mei\u00adn\u00adung nach wed\u00ader die physisch-sinnliche Wahrnehmung noch das fehlende \u00e4u\u00dfere Licht gemeint. Es geht um die Entwick\u00adlung geistiger Wahrnehmung\u00adsor\u00adgane, wie es in der Aus\u00adsage der Herzensw\u00e4rme deut\u00adlich wird, die das Vor\u00adf\u00fchlen der Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung erm\u00f6glicht. Von diesen geisti\u00adgen Sin\u00adnesor\u00adgan\u00adgen sagt Rudolf Stein\u00ader jedoch, dass sie keine pas\u00adsiv\u00aden Emp\u00adfang\u00adsor\u00adgane sind, son\u00addern sich nur durch jew\u00adeiliges aktives Aussenden inner\u00ader Kraft bilden.<\/p>\n<p>\u201eW\u00e4hrend der Men\u00adsch son\u00adst in der gew\u00f6hn\u00adlichen Welt einen Gegen\u00adstand hat und ihm gegen\u00fcber\u00adste\u00adht, ihn anschaut, und der Gegen\u00adstand einen Ein\u00addruck auf seine Augen macht, so dass er dann etwas von dem Gegen\u00adstande wei\u00df, so kommt so etwas von dem Punkt der Ini\u00adti\u00ada\u00adtion an, der eben besprochen wor\u00adden ist, nicht mehr vor. Denn man hat es nicht etwa zu tun mit ein\u00ader Wieder\u00adhol\u00adung der gew\u00f6hn\u00adlichen Welt \u2014 dass einem die Dinge ent\u00adge\u00adgen\u00adtreten wie die Dinge der physis\u00adchen Welt, die man fr\u00fcher nur nicht gese\u00adhen hat -, son\u00addern man muss jet\u00adzt von einem bes\u00adtimmten Punk\u00adte an noch Kr\u00e4fte zur Ver\u00adf\u00fc\u00adgung haben, die man noch \u00fcberdies aus sich her\u00adaus\u00adgie\u00dfen kann. Nach\u00addem man also genug Kr\u00e4fte darauf ver\u00adwen\u00addet hat, um mit der Welt eins zu wer\u00adden, <strong>muss man jet\u00adzt noch Kr\u00e4fte \u00fcbrig haben<\/strong>, <strong>um Kr\u00e4fte aus sich her\u00adauszus\u00adpin\u00adnen<\/strong>, wie die Spinne ihr Netz aus sich her\u00adausspin\u00adnt. Sie sehen, dass die ganzen Vorg\u00e4nge des Mys\u00adte\u00adrien\u00adwe\u00adsens zeigen, wie viel darauf ankommt, starke innere Energien des Seel\u00adis\u00adchen Lebens zu entwick\u00adeln; denn man muss viel Vor\u00adrat haben, damit das alles geschehen kann.<\/p>\n<p>Dann kann fol\u00adgen\u00addes ein\u00adtreten: Man hat nat\u00fcr\u00adlich keine physis\u00adchen Augen, denn dies geh\u00f6ren dem physis\u00adchen Leib an, \u00fcber den man l\u00e4ngst hin\u00adaus\u00adgekom\u00admen ist. Aber dadurch, dass man etwas aus sich aus\u00adgegossen hat und noch aus\u00adgie\u00dfen kann, wie die Spinne ihr <strong>Netz<\/strong> aus sich her\u00adausspin\u00adnt, bilden sich etwas wie <strong>Organe<\/strong> her\u00adaus, und man kann beobacht\u00aden: Mit dem, was man jet\u00adzt aus sich her\u00adausspin\u00adnt, tritt etwas ganz Neues auf. Da stellen sich Dinge vor einen sel\u00adber hin in ein\u00ader Art, die sich etwa damit ver\u00adgle\u00adichen l\u00e4sst, als wenn ich nicht die Uhr hier h\u00e4tte und die Augen dort, son\u00addern <strong>als wenn das Auge aus sich her\u00adaus einen Strahl senden w\u00fcrde<\/strong>, der sich sel\u00adber zur Uhr for\u00admen k\u00f6n\u00adnte, so dass die Uhr durch die T\u00e4tigkeit des Auges daste\u00adht. [Wie die Uhr, ste\u00adht auch die Vorstel\u00adlung des Jahreskreis\u00ades nur durch eigene Anstren\u00adgung vor der Seele und kann als Seh-Organ dienen, A.F.] Es han\u00addelt sich dabei nicht um ein Kon\u00adstru\u00adieren oder Schaf\u00adfen ein\u00ader sub\u00adjek\u00adtiv\u00aden Welt, son\u00addern darum, dass wir gle\u00adich\u00adsam See\u00adlen\u00adsub\u00adstanz aus uns her\u00adausspin\u00adnen. Und die h\u00f6heren Wel\u00adten, in die wir uns hinein\u00adleben, m\u00fcssen diesen Umweg w\u00e4hlen, damit wir ihnen gegen\u00fcbertreten und sie erken\u00adnen k\u00f6n\u00adnen. Sie m\u00fcssen erst durch unsere eigene See\u00adlen\u00adsub\u00adstanz, die wir ihnen zur Ver\u00adf\u00fc\u00adgung gestellt haben, durchkriechen. In der physis\u00adchen Welt stellen sich die Dinge vor uns hin ohne unser Zutun. Nichts stellt sich in den h\u00f6heren Wel\u00adten vor uns hin, wenn wir ihm nicht erst die eigene See\u00adlen\u00adsub\u00adstanz zur Ver\u00adf\u00fc\u00adgung stellen<em>.<\/em>\u201d (Stein\u00ader, GA 144, 1. Vor\u00adtrag, 3.2. 1913, S. 24ff, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.).<\/p>\n<p>Im Mantra 42 q sind diese geisti\u00adgen Organe noch nicht erwor\u00adben, doch ist es der starke Trieb der Seele, die eigene Kraft zu offen\u00adbaren \u2014 See\u00adlen\u00adsub\u00adstanz aus sich her\u00adaus zu spin\u00adnen -, um Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung zu erlan\u00adgen, die geisti\u00adgen Sin\u00adnesor\u00adgane also zu bilden. Es herrscht Win\u00adter\u00addunkel und die Seele lenkt ihre eigene Kraft in Fin\u00adstern\u00adisse. Sie \u201espin\u00adnt\u201d ihre neuen Organe. Noch bringt sie es nicht zur klaren Erken\u00adnt\u00adnis. Dieses Her\u00adausspin\u00adnen der geisti\u00adgen Wahrnehmung\u00adsor\u00adgane ist nach meinem Daf\u00fcrhal\u00adten ein denk\u00adendes Erschaf\u00adfen. Dem geht warmes F\u00fchlen des Herzens voraus, das Vorah\u00adnen erm\u00f6glicht. \u00dcber den Zusam\u00admen\u00adhang des Herzens mit der geisti\u00adgen Wahrnehmung spricht Rudolf Stein\u00ader hier, und wieder nen\u00adnt er das, was sich bildet, ein Netz \u2014 dies\u00admal durch die geisti\u00adgen Blut\u00adge\u00adf\u00e4\u00dfe gebildet.<\/p>\n<p>\u201eDer Men\u00adsch w\u00e4chst gle\u00adich\u00adsam \u00e4therisch aus sich her\u00adaus, und das Eigen\u00adt\u00fcm\u00adliche ist, da\u00df der Men\u00adsch, indem er \u00e4therisch also aus sich her\u00adausw\u00e4chst, au\u00dfer\u00adhalb seines Leibes etwas \u00e4hn\u00adlich\u00ades entwick\u00adelt, m\u00f6chte ich sagen, wie eine Art <strong>\u00c4ther\u00adherz<\/strong>.<\/p>\n<p>Als physis\u00adche Men\u00adschen haben wir unser physis\u00adches Herz, und wir wis\u00adsen alle zu sch\u00e4tzen den Unter\u00adschied zwis\u00adchen einem trock\u00ade\u00adnen, abstrak\u00adten Men\u00adschen, der wie eine richtige Mas\u00adchine seine Gedanken entwick\u00adelt, und einem Men\u00adschen, der mit seinem Herzen bei alle\u00addem ist, was er erlebt; ich meine, mit seinem physis\u00adchen Herzen dabei ist. Diesen Unter\u00adschied wis\u00adsen wir alle zu sch\u00e4tzen. Dem trock\u00ade\u00adnen Schle\u00adich\u00ader, der mit seinem Herzen nicht ist bei dem, was er in der Seele erlebt, muten wir nicht viel zu in bezug auf wirk\u00adliche Wel\u00adterken\u00adnt\u00adnis auf dem physis\u00adchen Plan. Eine Art geistiges Herz, das au\u00dfer\u00adhalb unseres physis\u00adchen Leibes ist, bildet sich aus, par\u00adal\u00adlel all den Erschei\u00adn\u00adun\u00adgen, die ich beschrieben habe in \u00ab<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Wie_erlangt_man_Erkenntnisse_der_h%C3%B6heren_Welten%3F\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wie erlangt man Erken\u00adnt\u00adnisse der h\u00f6heren Wel\u00adten?<\/a>\u00bb, so wie sich das Blut<strong>netz<\/strong> bildet und im Herzen sein Zen\u00adtrum&nbsp;hat.<\/p>\n<p>Dieses <strong>Netz<\/strong> geht au\u00dfer\u00adhalb des Leibes, und wir f\u00fchlen uns au\u00dfer\u00adhalb des Leibes dann her\u00adzlich ver\u00adbun\u00adden mit dem\u00adjeni\u00adgen, was wir geis\u00adteswis\u00adsenschaftlich erken\u00adnen. Nur mu\u00df man nicht ver\u00adlan\u00adgen, da\u00df der Men\u00adsch sozusagen mit dem Herzen, das er im Leibe hat, bei dem geis\u00adteswis\u00adsenschaftlichen Erken\u00adnen dabei ist, son\u00addern mit dem Herzen, das ihm au\u00dfer\u00adhalb des Leibes wird; mit dem ist er her\u00adzlich bei dem, was er geis\u00adteswis\u00adsenschaftlich erken\u00adnt. \u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/%C3%84therherz#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"https:\/\/odysseetheater.org\/GA\/Buecher\/GA_161.pdf#page=243&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GA 161, S. 243f<\/a>, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.)<\/p>\n<p>Kurz vor obigem Zitat hat\u00adte Rudolf Stein\u00ader das \u00c4ther\u00adherz an die Tafel geze\u00adich\u00adnet. K\u00f6n\u00adnte es sein, dass mit diesem \u00c4ther\u00adherzen die geistige Sonne im Zen\u00adtrum des Jahreskreis\u00ades gemeint ist und mit dem Blut\u00adnezt der Zeit-Raum des Jahreskreis\u00ades \u2014 so wie ich die schraf\u00adfierte Zeich\u00adnung von Rudolf Stein\u00ader erg\u00e4nzt habe?<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Aetherherz-GA-161-300x236.png\" alt width=\"300\" height=\"236\"><\/p>\n<p><em>Das \u00c4ther\u00adherz mit umgeben\u00addem Netz von Rudolf Stein\u00ader (GA 161, S. 243) inter\u00adpretiert als Jahreskreis<\/em><\/p>\n<p>In der dun\u00adklen Stim\u00admung und dem Dr\u00e4n\u00adgen des starken Triebs find\u00adet sich die Q\u2011Qualit\u00e4t dieses Mantras verk\u00f6r\u00adpert. Auch hier gibt es noch kein Erken\u00adnen, keine Sinneswahrnehmung spricht zum Men\u00adschen. Lediglich die Herzensw\u00e4rme ahnt voraus, dass Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung m\u00f6glich sein kann. Das Mantra beschreibt eine Stim\u00admung, wie sie vielle\u00adicht Adam und Eva im Paradies hat\u00adten, als sie Sehn\u00adsucht, \u2014 den starken Trieb -, nach dem Apfel emp\u00adfan\u00adden, jedoch noch nicht davon gekostet hat\u00adten. Denn kaum hat\u00adte Adam hineinge\u00adbis\u00adsen, wur\u00adden ihm die Augen, d.h. die Sinne, aufge\u00adtan. So jeden\u00adfalls beschreibt das Oberufer\u00ader Paradeis\u00adspiel <u>[Karl Julius Schr\u00f6er (<\/u>* 11.1.1825 in Pre\u00dfburg, \u00d6ster\u00adre\u00adich; \u2020 16.12.1900 in Wien) Deutsche Wei\u00adh\u00adnachtsspiele aus Ungarn. Braum\u00fcller, Wien 1862: Oberufer\u00ader Wei\u00adh\u00adnacht\u00adspiele, das <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Paradeis-Spiel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Paradeis-Spiel<\/a>, das <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Christgeburt-Spiel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Christ\u00adge\u00adburt-Spiel<\/a> und das <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Drei-K%C3%B6nig-Spiel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Drei-K\u00f6nig-Spiel<\/a>] diese Sit\u00adu\u00ada\u00adtion. Das Q ist hier der im Hals steck\u00adende Apfel, die Krux mit dem Eigen\u00adwillen und der eige\u00adnen Erken\u00adnt\u00adnis, die bei\u00adde nicht g\u00f6t\u00adtlich umfassend, son\u00addern men\u00adschlich beschr\u00e4nkt sind. Hei\u00dft das, dass der Apfel der Erken\u00adnt\u00adnis noch nicht voll\u00adst\u00e4ndig gegessen ist? Oder muss er wie bei Schnee\u00adwittchen (<em>Jacob Grimm (1785\u20131863) und Wil\u00adhelm Grimm<\/em> (1786\u20131859): Schnee\u00adwittchen, KHM&nbsp;53, der Br\u00fcder Grimm von 1857)erst wieder aus\u00adge\u00adhus\u00adtet, nach au\u00dfen geset\u00adzt wer\u00adden, damit nicht nur physisch, son\u00addern auch geistig erkan\u00adnt wer\u00adden kann? Ist das \u00c4ther\u00adherz mit dem umgeben\u00adden Blut\u00adnetz dieser wieder aus der Physis auf\u00adsteigende Apfel der Erkenntnis?<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1140\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 17&nbsp;Q&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1616\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 42&nbsp;q&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=3095\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tN\u00e4ch\u00adster Blog-Eintrag&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gegen\u00adspr\u00fcche 17 Q und 42&nbsp;q 17 Q Es spricht das Wel\u00adtenwort, Das ich durch Sinnestore In See\u00adlen\u00adgr\u00fcnde durfte f\u00fchren: Erf\u00fclle deine Geis\u00adtestiefen Mit meinen Wel\u00adtenweit\u00aden, Zu find\u00aden ein\u00adstens mich in&nbsp;dir. 42 q Es ist in diesem Win\u00adter\u00addunkel Die Offen\u00adbarung eign\u00ader&nbsp;Kraft Der Seele stark\u00ader&nbsp;Trieb, In Fin\u00adstern\u00adisse sie zu lenken Und ahnend vorzuf\u00fchlen Durch Herzensw\u00e4rme Sinnesoffenbarung.\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-3070","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3070","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3070"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3070\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3070"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}