{"id":2997,"date":"2024-12-28T22:11:02","date_gmt":"2024-12-28T21:11:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2997"},"modified":"2025-07-15T22:50:45","modified_gmt":"2025-07-15T20:50:45","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy-7-copy-copy-copy-copy-copy-2-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-3-copy-copy-copy-copy-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2997","title":{"rendered":"Blog \u2014 Gegenspr\u00fcche 14 N \u2014 39&nbsp;n"},"content":{"rendered":"\n\n\t<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/14-N-39-n-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><\/p>\n<h4><strong>Die Gegenspr\u00fcche 14 N<\/strong><strong> und 39&nbsp;n<br>\n<\/strong><\/h4>\n<table width=\"694\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"311\"><strong>SOMMER<\/strong>\n<p><strong>14 N<\/strong><\/p>\n<p>An Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung hingegeben<\/p>\n<p>Ver\u00adlor ich Eigen\u00adwe\u00adsens&nbsp;Trieb,<\/p>\n<p>Gedanken\u00adtraum, er schien<\/p>\n<p>Bet\u00e4ubend mir das Selb\u00adst zu rauben,<\/p>\n<p>Doch weck\u00adend nahet&nbsp;schon<\/p>\nIm Sin\u00adnen\u00adschein mir Weltendenken.<\/td>\n<td width=\"16\"><\/td>\n<td width=\"311\">.\u2026.\n<p><strong>39 n<\/strong><\/p>\n<p>An Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarung hingegeben<\/p>\n<p>Gewinne ich des Wel\u00adtenwe\u00adsens&nbsp;Licht.<\/p>\n<p>Gedankenkraft, sie w\u00e4chst<\/p>\n<p>Sich kl\u00e4rend mir mich selb\u00adst zu&nbsp;geben,<\/p>\n<p>Und weck\u00adend l\u00f6st sich&nbsp;mir<\/p>\nAus Denker\u00adma\u00adcht das Selbstgef\u00fchl.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h4><strong>Die Eurythmieformen zu den Mantre<\/strong><strong>n 14 N<\/strong><strong> und 39&nbsp;n<br>\n<\/strong><\/h4>\n<h4><strong> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/14-N-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/39-n-1-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><\/strong><\/h4>\n<h4><strong>\u00dcber den Buchstaben \u201cN\u201d<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Das N ist ein nasaler Ver\u00adschlus\u00adslaut, eben\u00adso wie das M, doch wird der Ver\u00adschluss nicht durch die Lip\u00adpen, son\u00addern durch die Zun\u00adgen\u00adspitze und die Zun\u00adgen\u00adr\u00e4n\u00adder an der Zah\u00adn\u00adrei\u00adhe des oberen Gau\u00admens gebildet. Dadurch ist das N ein soge\u00adnan\u00adnter Zahn\u00adlaut. So begeg\u00adnet sich nicht zweimal die gle\u00adiche Qual\u00adit\u00e4t, wie beim M die Ober- und Unter\u00adlippe, son\u00addern die lebendig-bewegliche, weiche Zunge ber\u00fchrt die fest\u00adste\u00adhen\u00adden, harten, fast toten Z\u00e4hne. Dadurch tre\u00adf\u00adfen gegen\u00ads\u00e4t\u00adzliche Qual\u00adit\u00e4ten aufeinan\u00adder. Das Ver\u00e4n\u00adder\u00adliche \u2014 die Zunge \u2014 hebt sich zum Dauer\u00adhaften \u2014 der Zah\u00adn\u00adrei\u00adhe \u2014 empor, bildet hier einen Ver\u00adschluss und zwingt die Stimmk\u00adlang tra\u00adgende Luft, eine Etage h\u00f6her durch die Nase zu entweichen.<\/p>\nRudolf Stein\u00ader beschreibt den Charak\u00adter des N nur sparsam und wider\u00adspr\u00fcch\u00adlich: \u201cN ist das Sich-in-sich-zur\u00fcckziehen.\u201d (GA 280 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 271) Gle\u00adichzeit\u00adig sagt er: \u201cEin N dr\u00fcckt immer etwas aus, \u2026 das leicht flie\u00dft.\u201d (GA 282, in: Die Sprache der Laute, S. 280) Au\u00dfer\u00addem lehre es den Sprech\u00ader, Ver\u00adach\u00adtung auszu\u00addr\u00fcck\u00aden: \u201cintonieren Sie: n und machen Sie<br>\ndie ver\u00adach\u00adt\u00adende Geb\u00e4rde, Sie begleit\u00aden das mit n n n n n.\u201d (GA 282, S. 248) Wie alle Sto\u00dflaute hat auch das N die Nei\u00adgung, feste For\u00admen in der Luft zu bilden und Rudolf Stein\u00ader sagt, eigentlich w\u00fcr\u00adden wir uns wun\u00addern, dass beim N keine \u201cTier\u00adschw\u00e4nze herum\u00adfliegen.\u201d (eben\u00adda, S. 344) Kurz darauf sagt er, dass bei der Into\u00adna\u00adtion des N die Vorstel\u00adlung eines Bl\u00e4t\u00adterkranzes, wie ihn der Wald\u00admeis\u00adter aus\u00adbildet, hil\u00adfre\u00adich sei: \u201cUnd es ist von einem gro\u00dfen Vorteil, wenn wir n sprechen, uns den Wald\u00admeis\u00adter vorzustellen, der da oben solch einen Kranz von Bl\u00e4t\u00adtern hat.\u201d (eben\u00adda, S. 344) Ich denke bei diesem Bild an die Ganzheit des Jahreskreis\u00ades, denn die Bl\u00e4ttchen des Wald\u00admeis\u00adters strahlen von einem Mit\u00adtelpunkt, dem Sti\u00adlansatz, in alle Rich\u00adtun\u00adgen aus, \u00e4hn\u00adlich wie die Wochenseg\u00admente des Jahreskreis\u00ades.\n<p>Ein wider\u00adspr\u00fcch\u00adlich\u00ades Spek\u00adtrum an Bedeu\u00adtun\u00adgen zeigen auch die alten Alpha\u00adbete. Im <strong>gotis\u00adchen Alpha\u00adbet<\/strong> des Wul\u00adfi\u00adla hei\u00dft der Buch\u00adstabe N \u2018Noitz\u2019 auch \u2019nauths\u2019, die Not. Bei den Angel\u00adsach\u00adsen hei\u00dft er \u2018Nead\u2019 mit der Grundbe\u00addeu\u00adtung \u2018Not, Zwang, Gewalt\u2019. Das nor\u00adwegis\u00adche Runengedicht lautet:<\/p>\n<p>Not macht bedr\u00e4ngte Lage;<\/p>\n<p>den Nack\u00adten friert\u2019s im Froste.<\/p>\n<p>Und der isl\u00e4ndis\u00adche Runen\u00adreim&nbsp;sagt:<\/p>\n<p>Not (Knechtschaft, Zwang) ist Kum\u00admer der&nbsp;Magd<\/p>\n<p>und har\u00adter&nbsp;Stand<\/p>\n<p>und m\u00fch\u00adselige Arbeit.<\/p>\n<p>(in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute S.&nbsp;271)<\/p>\n<p>Das N ist hier der Laut der Not und der Bindung. Auf rus\u00adsisch ist \u2018Nauz\u2019 der Knoten, der ver\u00adschieden gebun\u00adden ganz ver\u00adschiedene Zauber wirken kann. Das N wird hier sicht\u00adbar als Laut der karmis\u00adchen Schick\u00adsals\u00adbindung, der der Men\u00adsch unter\u00adliegt. Die Offen\u00adbarerin\u00adnen solch\u00ader Schick\u00adsal\u00adsnotwendigkeit sind die \u2018Nor\u00adnen\u2019 der ger\u00adman\u00adis\u00adchen Mytholo\u00adgie. Sie \u2019spin\u00adnen\u2019 den \u2018feinen\u2019 \u2018Lebens-Faden\u2019, das \u2018Netz\u2019 der sozialen Beziehun\u00adgen, das \u2018Garn\u2019 der eige\u00adnen Geschichte. \u201cDas N beugt das Knie als ein nieder\u00ader Knecht.\u201d, sagt Ernst Moll. (Die Sprache der Laute, S.&nbsp;273)<\/p>\n<p>Viel sagt das Fis\u00adcheze\u00adichen aus \u00fcber das N, dem Rudolf Stein\u00ader diesen Laut zuord\u00adnet. Es ist das Zeichen der irdis\u00adchen Gebun\u00adden\u00adheit, des schw\u00aderen Schick\u00adsals. Die Fis\u00adche haben eine Beziehung zum 12. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Haus_(Astrologie)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Haus<\/a>,&nbsp; mit den The\u00admen Endlichkeit, Krankheit und Tod. Jedem Tierkreisze\u00adichen entspricht auch ein K\u00f6r\u00adperteil \u2014 den Fis\u00adchen das unter\u00adste, die F\u00fc\u00dfe. Hier endet der Men\u00adsch, der mit Wid\u00adder, dem Kopf begann. Schre\u00adit\u00adet die Sonne weit\u00ader, muss beim \u00dcber\u00adgang von den Fis\u00adchen zum Wid\u00adder ein ganz neuer Anfang gemacht wer\u00adden. Daher wirkt an dieser Stelle vom N\u2011Charakter der Aspekt des \u2018Endes\u2019 und des \u2018Endlichen\u2019, sowie auch der Vor\u00adsilbe \u2018ent-\u2019 wie bei \u2018Ent\u2019-fernung, \u2018Ent\u2019-scheidung, \u201dEnt\u2019-wicklung. Mit den F\u00fc\u00dfen geht der Men\u00adsch seinen Lebensweg und ber\u00fchrt die Erde bei jedem Schritt \u2014 und l\u00f6st sich im Heben des Fu\u00dfes wieder von ihr. Im \u2018Ren\u00adnen\u2019 ste\u00adht der nur fl\u00fcchtig die Erde ber\u00fchrende und schnell wieder sich l\u00f6sende Aspekt des N im Vordergrund.<\/p>\n<p>Im Urchris\u00adten\u00adtum wurde Chris\u00adtus als der sich erniedri\u00adgende, dienende, sich opfer\u00adnde Gott mit dem Fis\u00adcheze\u00adichen zusam\u00admenge\u00adbracht. Die Fu\u00dfwaschung (Joh 13,1\u201311) am Abend vor dem let\u00adzten Abendmahl ist Aus\u00addruck dieser sich dem\u00fctig neigen\u00adden N\u2011Qualit\u00e4t. Was von g\u00f6t\u00adtlich\u00ader Per\u00adspek\u00adtive ein Opfer ist, ist von der men\u00adschlichen Seite aus betra\u00adchtet Wirkung h\u00f6ch\u00adster Gnade. Das Wort \u2018Gnade\u2019 kommt von \u2019nahen\u2019 und ist das, was sich \u2019naht\u2019. (Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;273)<\/p>\n<p>In Faust II l\u00e4sst Johann Wolf\u00adgang von Goethe das im geisti\u00adgen Bere\u00adich lebende Gretchen f\u00fcr Faust bit\u00adten mit den Worten:<\/p>\n<p>Neige, neige<\/p>\n<p>Du ohne\u00adgle\u00adiche,<\/p>\n<p>Du Strahlen\u00adre\u00adiche,<\/p>\n<p>Dein Antlitz gn\u00e4dig meinem Gl\u00fcck!<\/p>\n<p>Der von den Urchris\u00adten gebrauchte geheime Name f\u00fcr Chris\u00adtus ist das griechis\u00adche Wort f\u00fcr Fisch, \u1f30\u03c7\u03b8\u03cd\u03c2 <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fisch_(Christentum)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ichth\u00fds.<\/a> Es wurde als kurzge\u00adfasstes Glaubens\u00adbeken\u00adnt\u00adnis ver\u00adstanden: (\u1f38\u03b7\u03c3\u03bf\u1fe6\u03c2 \u03a7\u03c1\u03b9\u03c3\u03c4\u03cc\u03c2 \u0398\u03b5\u03bf\u1fe6 \u03a5\u1f31\u03cc\u03c2&nbsp;\u03a3\u03c9\u03c4\u03ae\u03c1):<\/p>\n\u0399\u0397\u03a3\u039f\u03a5\u03a3 \u2014 I\u0113so\u00fbs \u201eJesus\u201d<br>\n\u03a7\u03a1\u0399\u03a3\u03a4\u039f\u03a3 \u2014 Christ\u00f3s \u201eder Gesalbte\u201d<br>\n\u0398\u0395\u039f\u03a5 \u2014 Theo\u00fb \u201eGottes\u201d<br>\n\u03a5\u0399\u039f\u03a3 \u2014 Hyi\u00f3s \u201eSohn\u201d<br>\n\u03a3\u03a9\u03a4\u0397\u03a1 \u2014 S\u014dt\u00e9r \u201eRetter\u201d\/\u201eErl\u00f6ser\u201d\n<p>Und am Kreuz standen der \u00dcber\u00adliefer\u00adung nach die Buch\u00adstaben I.N.R.I. (\u201cJesus Nazarenus Rex Judarum\u201d mit der Bedeu\u00adtung: \u201cJesus der Nazaren\u00ader, K\u00f6nig der Juden\u201d) Der Ort\u00adsname <a href=\"https:\/\/www.die-bibel.de\/ressourcen\/wibilex\/neues-testament\/nazareth\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nazareth<\/a> wird auf die hebr\u00e4is\u00adche Wurzel \u05e0\u05e6\u05e8 (n\u1e63r), \u201eh\u00fcten, bewachen\u201d zur\u00fcck\u00adge\u00adf\u00fchrt und auf die strate\u00adgis\u00adche Lage am Rande der Jes\u00adreebene bezo\u00adgen. Klan\u00adglich \u00e4hn\u00adlich mit Nazareth ist das hebr\u00e4is\u00adche Wort \u05e0\u05e6\u05e8 (n\u1e63r; Spross) und \u05e0\u05d6\u05d9\u05e8 (n\u1e63jr; Gewei\u00adhter, Nasir\u00e4er). Ein <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Nasir%C3%A4er\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nasir\u00e4er<\/a>, von hebr\u00e4isch \u05e0\u05b8\u05d6\u05b4\u05d9\u05e8 nasir zur Wurzel \u05e0\u05d6\u05e8 \u201aaus\u00adson\u00addern\u2019, \u201awei\u00adhen\u2019, \u201ageloben\u2019, geh\u00f6rig, ist mit \u201eAsket\u201d zu \u00fcber\u00adset\u00adzen und beze\u00adich\u00adnete im Juden\u00adtum einen Men\u00adschen, der Gott gegen\u00fcber frei\u00adwillig einen beson\u00adderen Eid leis\u00adtete. Johannes der T\u00e4ufer war solch ein Men\u00adsch. Das Leben unter diesem Eid wird als Nasir\u00e4at bezeichnet.<\/p>\n<p>Das N zeigt sich in der Gnade, im Chris\u00adtus als Fisch und als Nazaren\u00ader als das \u2018Neue\u2019, himm\u00adlisch Schuld\u00adlose, das sich her\u00adab\u00adneigt und vom Men\u00adschen m\u00f6glichst unber\u00fchrt von allem Irdis\u00adchen erhal\u00adten, geh\u00fctet und bewacht wer\u00adden soll. Nur zart ber\u00fchrt es die Erde und zieht sich gle\u00adich wieder zur\u00fcck. Die Eury\u00adth\u00admiegeste des N dr\u00fcckt genau dies&nbsp;aus.<\/p>\n<p>Auch im \u2018Nek\u00adtar\u2019 der Bl\u00fcten zeigt sich diese reine \u2018Natur\u2019 des N. Seine Ver\u00adwandtschaft mit der \u2018Sonne\u2019 verdeut\u00adlicht der <strong>Iro-Keltische Name<\/strong> des N. Hier hei\u00dft es \u2018Nuin\u2019, die Esche. Die Esche gilt als der Son\u00adnen\u00adbaum. Ihr Blat\u00adtwerk ist von Licht durch\u00adflutet. Als Esche Yggdrasil ist es der Wel\u00adtenbaum, der Ich-Baum, wie Rudolf Stein\u00ader den Namen inter\u00adpretiert. \u201cSo stellt es die ger\u00adman\u00adis\u00adche Sage dar. Sie sagt: Der neue Men\u00adsch in der neuen Welt gle\u00adicht einem Baum, ein\u00ader Esche, die drei Wurzeln hat. Die erste Wurzel geht nach Nifl\u00adheim, in das eiskalte d\u00fcstere Urland. Inmit\u00adten von Nifl\u00adheim war der unauss\u00adch\u00f6pfliche Brun\u00adnen Hwergelmir; zw\u00f6lf Str\u00f6me entsprangen aus ihm, sie flossen durch die ganze Welt. Die zweite Wurzel ging zum Brun\u00adnen der Nor\u00adnen Urd, Verd\u00adhan\u00addi und Skuld; sie sa\u00dfen an seinen Ufern und span\u00adnen die F\u00e4den des Schick\u00adsals. Die dritte Wurzel ging zu Mimirs Brun\u00adnen. Yggdrasil nan\u00adnte man die Wel\u00adtesche, in der sich die Wel\u00adtenkr\u00e4fte zusam\u00admenge\u00adzo\u00adgen hat\u00adten. Ein Men\u00adsch wird abge\u00adbildet in dem Moment, wo er sich seines Ich bewu\u00dft wer\u00adden soll, wo aus seinem Innern her\u00adaust\u00f6\u00adnen soll das Wort \u00abIch\u00bb. \u00abYggdrasil\u00bb ist soviel wie \u00abIch-Tr\u00e4ger\u00bb. Ich-Tr\u00e4ger ist dieser Baum. \u00abYgg\u00bb ist \u00abIch\u00bb und \u00abdrasil\u00bb ist der\u00adselbe Wort\u00adstamm wie \u00abtra\u00adgen\u00bb.\u201d (Lit.: GA 101, S.&nbsp;26)<\/p>\n<p>Im <strong>hebr\u00e4is\u00adchen Alpha\u00adbet<\/strong> hei\u00dft das N \u2018Nun\u2019, der \u2018Fisch\u2019. Der Fisch \u2019schnellt\u2019 durchs Wass\u00ader, entschl\u00fcpft im \u2019nu\u2019, und ist schw\u00ader festzuhal\u00adten. Im W\u00f6rtchen \u2019nun\u2019 wird diese fl\u00fcchtige Gegen\u00adwart durch die bei\u00adden N aus\u00adge\u00addr\u00fcckt. Gerne wird das Bild des Fis\u00adches f\u00fcr die men\u00adschlichen Gedanken gebraucht, die durch das Wass\u00ader des Bewusst\u00adseins schwim\u00admen. Auch der Gedanke taucht zun\u00e4chst im halb\u00adwachen Bewusst\u00adsein auf und ist schnell wieder vergessen, wenn er nicht vom Wach\u00adbe\u00adwusst\u00adsein ergrif\u00adf\u00aden, d.h. wie ein Fisch gefan\u00adgen und fest\u00adge\u00adhal\u00adten wird. Rudolf Stein\u00ader sagt \u00fcber den Gedanken: \u201cSie schauen oder h\u00f6ren sich etwas an, und dann entste\u00adht ein Gedanke oder eine Vorstel\u00adlung in Ihrer Seele. \u2026 W\u00e4hrend Sie der Gedanke in Anspruch nimmt, sind Sie in Ihrem inner\u00adsten Wesen der Gedanke. \u2026 Sie sind selb\u00adst der Gedanke.\u201d (GA 134, in Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 277) Gle\u00adichzeit\u00adig ist der Men\u00adsch das Bewusst\u00adsein, das er her\u00advor\u00adbringt. In Gedanke und Bewusst\u00adsein lebt die Dual\u00adit\u00e4t, die mit all ihren Aspek\u00adten und ihrem Wan\u00addel der Zust\u00e4nde immer wieder im N auf\u00adscheint. Der von Rudolf Stein\u00ader erw\u00e4h\u00adnte flie\u00dfende Charak\u00adter des N zeigt sich im \u2018Nachen\u2019, der \u00fcber die Wellen gleit\u00adet, im \u2018rin\u00adnen\u00adden\u2019 Regen, der \u2019niesel\u00adnden\u2019 \u2018N\u00e4sse\u2019, dem \u2018Brun\u00adnen\u2019 und auch in den \u2018Tr\u00e4\u00adnen\u2019, beim \u2018Weinen\u2019 und \u2018Flen\u00adnen\u2019. \u201cDas N ist das \u00c4therische der Bewe\u00adgung\u201d, schreibt Ernst Moll (Die Sprache der Laute, S.&nbsp;280)<\/p>\n<p>Die vornehme Zur\u00fcck\u00adhal\u00adtung ist die \u2018Noblesse\u2019, sie ist das alte Adel\u00adsprinzip. \u2018Non\u00adnen\u00adhaft\u2019, weltver\u00adach\u00adt\u00adend, nur nach innen zu blick\u00aden und \u2019nur ja nicht\u2019 sich auf die dun\u00adkle, schmutzige Erde einzu\u00adlassen, das war f\u00fcr die vorchristliche Men\u00adschheit der Weg, Gottes\u00adn\u00e4he zu bewahren.<\/p>\n<p>Find\u00adet sich das N im Wort \u2018Men\u00adsch\u2019 ander\u00ader Sprachen, so zeigt das N an, dass die Inkar\u00adna\u00adtion nur als ein fl\u00fcchtiger, vor\u00fcberge\u00adhen\u00adder Zus\u00adtand ange\u00adse\u00adhen wird und nicht als eine dauer\u00adhafte Beziehung mit der Erde, wie es das M von \u2018Men\u00adsch\u2019 vor\u00adlebt. Bei der nord\u00adjapanis\u00adchen Urbev\u00f6lkerung hei\u00dft Men\u00adsch \u2018ainu\u2019, \u2018Inu\u00adit\u2019 ist der Plur\u00adal von \u2018Inuk\u2019, was \u2018Men\u00adsch\u2019 bei den Polarv\u00f6lk\u00adern bedeutet. Das N im Wort f\u00fcr Men\u00adsch scheint zu sagen: So \u2018rein\u2019 wie \u2018Schnee\u2019 soll die Seele bleiben.<\/p>\n<p>Von diesem N\u2011Aspekt des rein\u00adsten Inneren f\u00fchrt nur ein kurz\u00ader Weg zu den neg\u00ada\u00adtiv\u00aden, abw\u00ader\u00adtenden, negieren\u00adden Seit\u00aden des N. Hier dr\u00fcckt das N das \u2018Niedrige\u2019 aus, das zu \u2019nichts n\u00fctze\u2019 ist, das blo\u00dfer \u2018Nippes\u2019 ist oder ein\u00adfach \u2019nur niedlich\u2019. Die Abwehr gibt der Seele mit der \u2018Nega\u00adtion\u2019, dem \u2018Nein\u2019 und \u2018Nicht\u2019 die M\u00f6glichkeit, sich zu unter\u00adschei\u00adden von der Umwelt. Zeitlich tren\u00adnt das Wort \u2018Noch\u2019 den einen Moment vom anderen. \u201cDas Wort \u2018Noch\u2019 kommt von althochd. \u2019noh\u2019, das sich zusam\u00admenset\u00adzt aus \u2019nu\u2019 =\u2018jet\u00adzt\u2019 und \u2018h\u2019 = \u2018bis\u2019, sodass \u2019noch\u2019 also \u2018bis jet\u00adzt\u2019 bedeutet. Das\u00adselbe dr\u00fcckt der N\u2011Laut aus in \u2018wed\u00ader-noch\u2019, d.i. \u2018\u00fcber\u00adhaupt nicht\u2019. Hier ist das \u2019noch\u2019 ganz ander\u00ader Herkun\u00adft: es leit\u00adet sich ab aus der Nega\u00adtion \u2019ne\u2019 = \u2019nicht\u2019 und \u2018ouh\u2019 = \u2018auch\u2019 im Althochdeutschen. \u2018Noch\u2019 hat hier die Bedeu\u00adtung \u2019nicht auch\u2019 d.h. \u2018auch nicht\u2019, was im lateinis\u00adchen \u2019ne-que\u2019 ist\u201d (Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S.&nbsp;286)<\/p>\n<p>Das N hat eine zwiesp\u00e4ltige Natur, der sich im \u2018Schlangen\u2019- und \u2018Nattern\u2019-Aspekt zeigt. \u2018Nid\u00adh\u00f6g\u00adgr\u2019 \u2019nagt\u2019 an der einen Wurzel der Esche Yggdrasil. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201cEs ist aber eine Schlange da, die nagt fortw\u00e4hrend an dieser einen Wurzel, aus der das Ganze stammt: Nid\u00adh\u00f6g\u00adgr nen\u00adnt man sie! Man sieht tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich diese Schlange nagen, denn es nagt an dem Men\u00adschen das, was die Auss\u00adchre\u00aditun\u00adgen des Geschlecht\u00adsprinzips sind.\u201d (GA 101 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 277) Die Ver\u00adsuchung der Schlange, die in der mit dem hebr\u00e4is\u00adchen ver\u00adwandten, \u00e4thiopis\u00adchen Sprache \u2019nachas\u2019 hei\u00dft, kommt in den Worten \u2019naschen\u2019 und \u2019nip\u00adpen\u2019 zur Gel\u00adtung. Das \u2018Neck\u00aden\u2019 kann liebevoll oder b\u00f6sar\u00adtig sein. Im \u2018Neid\u2019 zeigt sich der niedere Aspekt des N in der&nbsp;Seele.<\/p>\n<p>Der beziehungslose Intellekt, der nicht auch f\u00fchlt, was gedacht und vorgestellt wird, lebt im N, wenn jemand oder etwas zur \u2018Num\u00admer\u2019 wird. Indem Adam allen Din\u00adgen ihre \u2018Namen\u2019 gab, sie unter\u00adschied, bere\u00adit\u00adete sich vor, was zur Ver\u00adf\u00fchrung durch die Schlange, zum S\u00fcn\u00adden\u00adfall f\u00fchrte und den Men\u00adschen \u2019nackt\u2019 daste\u00adhen lie\u00df. Eine Steigerung der Unter\u00adschei\u00addung ist die \u2018Nega\u00adtion\u2019 und \u2018Vernei\u00adn\u00adung\u2019. Die Beziehungslosigkeit zeigt sich auch in der \u2018-en\u2019 Endung des Infini\u00adtivs der Ver\u00adben: \u2018trenn-en\u2019, \u2019sing-en\u2019. Schlie\u00dflich f\u00fchrt das N in \u2019nie und nim\u00admer\u2019, in \u2019nichts\u2019 und \u2018Nir\u00advana\u2019 in die Form- und Gren\u00adzen\u00adlosigkeit des \u2018Nebels\u2019 und der \u2018Nacht\u2019. Das Wort \u2018Narkose\u2019, vom bet\u00e4uben\u00adden Duft der \u2018Nar\u00adden\u2019 stam\u00admend, beschreibt den Zus\u00adtand, in dem die \u2018Sinne\u2019 \u2019schwinden\u2019.<\/p>\n<p>Zum deutschen Wort \u2018Nebel\u2019 geh\u00f6rt inter\u00ades\u00adsan\u00adter\u00adweise das San\u00adskrit\u00adwort \u2019nab\u00adhah\u2019, das \u2018Him\u00admel\u2019 bedeutet, wie eben\u00adso das slaw\u00adis\u00adche Wort \u2018N\u00e9bo\u2019. (Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 294) Hier ist der Him\u00admel das Unfass\u00adbare, nicht nach Ma\u00df und Zahl geord\u00adnete, wie es das \u2018Innere\u2019 des Men\u00adschen heute noch ist. Von der alten <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Atlantis\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Atlantis<\/a> sagt Rudolf Stein\u00ader, dass die Atmo\u00adsph\u00e4re noch ein Gemisch aus Luft und Wass\u00ader, also ein Nebel oder Wasser\u00addampf unter\u00adschiedlich\u00ader Tem\u00adper\u00ada\u00adturen war. Und in diesem Nebel erschienen den Men\u00adschen die G\u00f6tter.<\/p>\n<p>Die Macht des N ist es, zu \u2018ban\u00adnen\u2019, die \u2018Span\u00adnung\u2019 der Dual\u00adit\u00e4t zu hal\u00adten im \u2018Bannkreis\u2019, wie die \u201cGef\u00e4\u00df-Worte\u201d \u2018Tonne\u2019, \u2018Kanne\u2019, \u2018Wanne\u2019 zeigen. Die \u2018Tanne\u2019 strebt dage\u00adgen nach der \u00dcber\u00adwin\u00addung der Dual\u00adit\u00e4t, wie sie in der Ein\u00adheit der \u2018Wonne\u2019 erlebt wer\u00adden kann. Der andere Aspekt der Macht des N zeigt sich in der Vor\u00adsilbe \u2018un-\u2019, mit der alles ins Gegen\u00adteil verkehrt wer\u00adden kann: aus sicht\u00adbar wird \u2018un-\u2019sichtbar, aus Gl\u00fcck wird \u2018Un-\u2018gl\u00fcck.<\/p>\n<p>Auch der \u2018Nerv\u2019 zeigt in sein\u00ader Funk\u00adtion die Qual\u00adit\u00e4t des N. Der Nerv ist das \u2018Noli me tan\u00adgere\u2019, das \u2018Ber\u00fchre mich nicht\u2019, denn wird die Ner\u00adven\u00adsub\u00adstanz ber\u00fchrt, erscheint der Schmerz und die Funk\u00adtion wird eine pathol\u00ado\u00adgis\u00adche. Der Nerv leis\u00adtet Verzicht, er stirbt fortw\u00e4hrend ab, wie Rudolf Stein\u00ader sagt und l\u00e4sst ihn fol\u00adgen\u00adder\u00adma\u00dfen zum Men\u00adschen sprechen: \u201cDu kannst Dich durch mich entwick\u00adeln, weil ich Dir kein Hin\u00adder\u00adnis biete, weil ich mache, dass ich gar nicht da bin mit meinem Leben.\u201d (GA 293 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 289) Tiere, die das Ner\u00adven-Sin\u00adnessys\u00adtem beson\u00adders zum Aus\u00addruck brin\u00adgen sind die \u2018Nage\u2019-Tiere.<\/p>\n<p>Mit \u2019nasj\u2019 (gesprochen nasch mit erwe\u00adichtem Sch), dem Pos\u00ads\u00adesivpronomen im ersten Plur\u00adal, also mit \u2018unser\u2019 wird das N im <strong>slaw\u00adis\u00adchen Alpha\u00adbet<\/strong> beze\u00adich\u00adnet. Das vor\u00fcberge\u00adhende Ver\u00adbun\u00adden\u00adsein ist das N. Statt einen Gegen\u00adstand zu besitzen mit dem Verb \u2018haben\u2019, wie z.B. \u201cich habe ein Buch\u201d, oder \u201cich habe ein Pferd\u201d, sagt der Slawe, \u201cdas Buch ist bei mir\u201d und \u201cdas Pferd ist bei mir\u201d. Das, was man hat, ist in Frei\u00adheit mit einem ver\u00adbun\u00adden. Das N im slaw\u00adis\u00adchen ist ein \u2018Nehmen\u2019, das vor\u00fcberge\u00adhende Gemein\u00adschaft, ein Nebeneinan\u00adder, ein \u2018Unser\u2019 anzeigt, keinen dauern\u00adden Besitz.<\/p>\n<p>Die Dual\u00adit\u00e4t im Ber\u00fchren und Ber\u00fchrt-wer\u00adden, im pas\u00adsiv\u00aden oder aktiv\u00aden Kon\u00adtakt ist das N. Dadurch ist es der Laut der Sinneswahrnehmung und Selb\u00adst\u00adbe\u00adwusst\u00adseins. Dies ist das N der \u2018Nase\u2019, die \u2019neugierig\u2019 \u2019schn\u00fcf\u00adfelt\u2019, die aus der schnell ver\u00adwe\u00adhen\u00adden \u2018Duft\u00adnote\u2019 Erken\u00adnt\u00adnis gewin\u00adnt. So ist das N auch der Laut des Klug\u00adw\u00ader\u00addens. Die Wesen\u00adhafte Klugheit der Erde, der Wel\u00adtenver\u00adstand sind die Gnomen. Das Wort \u2018Gnom\u2019 h\u00e4ngt zusam\u00admen mit dem griechis\u00adchen Wort \u2018gno\u00adma\u2019, das \u2018Ken\u00adnt\u00adnis\u2019, \u2018Ein\u00adsicht\u2019 bedeutet und \u2018gn\u00f3me\u2019 hei\u00dft \u2018Erken\u00adnt\u00adnisver\u00adm\u00f6\u00adgen\u2019, \u2018Ver\u00adstand\u2019. Damit ver\u00adwandt ist das lateinis\u00adche \u2018gnoscere\u2019, das zu \u2019noscere\u2019, \u2018wis\u00adsen\u2019, \u2018ver\u00adste\u00adhen\u2019 wurde. (Ernst Moll Die Sprache der Laute, S. 291f) Rudolf Stein\u00ader sagt \u00fcber die Gnomen: \u201cDiese ele\u00admen\u00adtarischen Wesen\u00adheit\u00aden, die in dem Fes\u00adten, Erdi\u00adgen enthal\u00adten sind, bei denen ist das her\u00advorstechend\u00adste Ele\u00adment ger\u00adade die Klugheit, die Schlauheit, die Listigkeit, die ein\u00adseit\u00adige Aus\u00adbil\u00addung des Intellek\u00adts. \u2026 Man m\u00f6chte sagen:&nbsp; diese Wesen beste\u00adhen nur aus Geschei\u00adtheit; so wie der Men\u00adsch aus Fleisch und Blut beste\u00adht, so beste\u00adhen diese Wesen eben aus Geschei\u00adtheit, aus \u00dcbergeschei\u00adtheit.\u201d (GA 212 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 292) Wenn wir in die Tiefen der Erde hin\u00adunter sehen, so sagt Rudolf Stein\u00ader, \u201csehen [wir] die wan\u00addern\u00adden und wan\u00addel\u00adnden Gnomen, welche die lichtvollen Bewahrer des Wel\u00adtenver\u00adstandes sind inner\u00adhalb der Erde. Daher, weil diese Gnomen das, was sie sehen, zugle\u00adich wis\u00adsen, haben sie im Ver\u00adgle\u00adich zu den Men\u00adschen ein gle\u00adichgeart\u00adetes Wis\u00adsen; sie sind die Ver\u00adstandeswe\u00adsen katex\u00adochen, sie sind ganz Ver\u00adstand, alles ist an ihnen Ver\u00adstand, aber ein Ver\u00adstand, der uni\u00adversell ist, der daher auf den men\u00adschlichen Ver\u00adstand eigentlich herun\u00adter\u00adsieht als auf etwas Unvol\u00adlkommenes.\u201d (GA 230 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 292) Die oben erw\u00e4h\u00adnte Empfehlung Rudolf Stein\u00aders, sich den Bl\u00e4t\u00adterkranz der Wald\u00admeis\u00adterpflanze vorzustellen, um das N angemessen zu sprechen, bringt f\u00fcr mich dieses gle\u00adichzeit\u00adige Sehen und Ver\u00adste\u00adhen der Gnomen, das Erken\u00adnen aus der Ganzheit ins&nbsp;Bild.<\/p>\n<p>Schw\u00ader fass\u00adbar, schnell entwischend wie der Fisch ist das N, das seinen Charak\u00adter weniger in den Anlaut\u00aden als in den Inlaut\u00aden und Endun\u00adgen zeigt. Das reine G\u00f6t\u00adtliche, das von oben die Erde zart ber\u00fchrt, zeigt sich eben\u00adso im N wie das keusche Innere der Seele. Und genau\u00adso zeigt sich die niedere Natur des Men\u00adschen im N, die gle\u00adich der Schlange und \u2018Nat\u00adter\u2019 aufz\u00fcn\u00adgelt, in der sich der Men\u00adsch \u00fcber\u00adhebt und alles au\u00dfer ihm \u2018verneint\u2019 und verachtet.<\/p>\n<h4>Erste Erg\u00e4nzung: Nous, der sch\u00f6pferische Geist bei Aristoteles<\/h4>\n<p>In Griechen\u00adland wurde \u2018Geist, Intellekt, Ver\u00adstand\u2019 als <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Nous\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nous<\/a> (griech. \u03bd\u03bf\u1fe6\u03c2, nous) beze\u00adich\u00adnet. Dies h\u00e4ngt zusam\u00admen mit (\u2018\u03bd\u03bf\u03b5\u1fd6\u03bd\u2019, \u2019noe\u00edn\u2019) \u2018denken\u2019 und wird schon bei Homer als das men\u00adschliche Erken\u00adnt\u00adnisver\u00adm\u00f6\u00adgen beze\u00adich\u00adnet. Nous ist also das Vernehmen des sch\u00f6pferischen Geistes im Bewusst\u00adsein, aber nicht der sch\u00f6pferische Geist selb\u00adst. Rudolf Stein\u00ader beschreibt fol\u00adgen\u00adder\u00adma\u00dfen, wie Aris\u00adtote\u00adles \u00fcber den Nous dachte:<\/p>\n<p>\u201cAris\u00adtote\u00adles sieht ja in der men\u00adschlichen Wesen\u00adheit das, was zu ein\u00ader Ein\u00adheit zusam\u00admen\u00adfa\u00dft das veg\u00ade\u00adta\u00adtive Prinzip des Men\u00adschen, das ani\u00admalis\u00adche Prinzip des Men\u00adschen, das niedere men\u00adschliche Prinzip, und dann das h\u00f6here men\u00adschliche Prinzip, das\u00adjenige, was Aris\u00adtote\u00adles den <strong>Nous<\/strong>, was die Scholastik dann den Intellekt nen\u00adnt. Aber Aris\u00adtote\u00adles unter\u00adschei\u00addet zwis\u00adchen dem <strong>Nous poi\u00adetikos<\/strong> und dem <strong>Nous pathetikos<\/strong>, zwis\u00adchen dem t\u00e4ti\u00adgen und lei\u00adden\u00adden Geiste des Men\u00adschen. Die Aus\u00addr\u00fccke sind nicht mehr so beze\u00adich\u00adnend, wie die griechis\u00adchen waren, aber man kann doch sagen, Aris\u00adtote\u00adles unter\u00adschei\u00addet zwis\u00adchen dem aktiv\u00aden Ver\u00adstand, dem t\u00e4ti\u00adgen Geist des Men\u00adschen und dem pas\u00adsiv\u00aden Ver\u00adstand des Men\u00adschen. Was ist damit gemeint?<\/p>\n<p>Man begreift nicht, was damit gemeint ist, wenn man nicht auf den Ursprung dieser Begriffe zur\u00fcck\u00adge\u00adht. Ger\u00adadeso wie die anderen See\u00adlenkr\u00e4fte sind in ein\u00ader anderen Meta\u00admor\u00adphose die bei\u00adden Arten des Ver\u00adstandes an dem Auf\u00adbau der men\u00adschlichen Seele bet\u00e4tigt: der Ver\u00adstand, insofern er wirkt als t\u00e4tiger, noch im Auf\u00adbau des Men\u00adschen wirk\u00adsam, aber als Ver\u00adstand, nicht wie das Ged\u00e4cht\u00adnis ein\u00admal aufh\u00f6rend und dann als Ged\u00e4cht\u00adnis sich emanzip\u00adierend, son\u00addern als Ver\u00adstand das ganze Leben hin\u00addurch wirk\u00adend, das ist der <strong>Nous poi\u00adetikos<\/strong>, das ist <strong>das\u00adjenige, was aus dem Wel\u00adte\u00adnall her\u00adaus sich indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adisierend den Leib auf\u00adbaut<\/strong> im Sinne des Aris\u00adtote\u00adles. Es ist nichts anderes als das, was die den men\u00adschlichen Leib auf\u00adbauende t\u00e4tige Seele des Plotin auch ist. Und das\u00adjenige, was dann sich emanzip\u00adiert, was nur noch dazu da ist, um die \u00e4u\u00dfere Welt aufzunehmen und die Ein\u00addr\u00fccke der \u00e4u\u00dferen Welt dialek\u00adtisch zu ver\u00adar\u00adbeit\u00aden, das ist der <strong>Nous pathetikos<\/strong>, das ist der lei\u00addende Intellekt, der intel\u00adlec\u00adtus pos\u00adsi\u00adbilis.\u201d (Lit.: GA 74, S. 54ff, Her\u00advorhe\u00adbung A.F.)<\/p>\n<h4><strong>\u00dcber die Gegenspr\u00fcche 14 N<\/strong> <strong>und 39&nbsp;n<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Die Mantren <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1017\">14 N<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1576\">39 n<\/a> sind wegen des gle\u00adichen Buch\u00adstabens nicht nur Gegen\u00adspr\u00fcche, sie sind auch Spiegel\u00adspr\u00fcche durch die im Wort\u00adlaut zu find\u00aden\u00adden gram\u00adma\u00adtis\u00adchen Entsprechun\u00adgen. Deshalb sei auf den Blog\u00ada\u00adr\u00adtikel der <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2404\">Mantren 14 N und 39 n als Spiegel\u00adspr\u00fcche<\/a> ver\u00adwiesen. Im Fol\u00adgen\u00adden betra\u00adchte ich diese Mantren nur unter dem Aspekt der Gestal\u00adtungskraft des N, wie diese Kraft in den Mantren auf\u00adscheint. Da diese bei\u00adden Mantren gegen\u00adseit\u00adig f\u00fcreinan\u00adder Spiegel- und Gegen\u00adspruch sind, sind sie auch nur untere\u00adinan\u00adder ver\u00adbun\u00adden und von den anderen dadurch isoliert. Ich nenne sie die Schwelle zur geisti\u00adgen Welt oder den Kanal, die direk\u00adte Geistanbindung.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/14-N-39-n-Schwelle-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><\/p>\n<p><em>Die Mantren 14 N und 39 n bilden die \u201cSchwelle\u201d, den \u201cKanal\u201d<\/em><\/p>\n<p>Sie sind der Ort der Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit, des Bewusst\u00adseins, das sich bildet durch das Aufeinan\u00addertr\u00ade\u00adf\u00adfen der bei\u00adden Zeit\u00adstr\u00f6me, wie Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201eWenn Sie voraus\u00adset\u00adzen, da\u00df der Strom der Ph\u00e4nomene von Liebe und Ha\u00df, von Begehrun\u00adgen und so weit\u00ader Ihnen ent\u00adge\u00adgenkommt aus der Zukun\u00adft und sich begeg\u00adnet mit dem Strom der Vorstel\u00adlun\u00adgen, \u2026 was ist dann im Moment unser See\u00adlen\u00adleben? Es ist nichts anderes als die Begeg\u00adnung eines Stromes aus der Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit in die Zukun\u00adft, und eines Stromes, der aus der Zukun\u00adft in die Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit flie\u00dft. Und wenn der gegen\u00adw\u00e4r\u00adtige Augen\u00adblick in unserem See\u00adlen\u00adleben eine solche Begeg\u00adnung ist, dann wer\u00adden Sie leicht begreifen, da\u00df diese zwei Str\u00f6me in der Seele sel\u00adber zusam\u00admenkom\u00admen, sozusagen \u00fcbere\u00adinan\u00adder\u00adschla\u00adgen. <strong>Dieses \u00dcbere\u00adinan\u00adder\u00adschla\u00adgen ist das Bewu\u00dft\u00adsein.<\/strong> Es gibt keine andere Erk\u00adl\u00e4rung f\u00fcr das Bewu\u00dft\u00adsein, als die eben gegebene. So nimmt also unsere Seele teil an allem, was aus der Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit weit\u00ader\u00adflie\u00dft in die Zukun\u00adft, und an allem, was uns aus der Zukun\u00adft ent\u00adge\u00adgenkommt. Wenn Sie also in irgen\u00addeinem Moment in Ihr See\u00adlen\u00adleben schauen, k\u00f6n\u00adnen Sie sagen: Da ist etwas wie eine Durch\u00addringung von dem, was aus der Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit in die Zukun\u00adft flie\u00dft, mit dem, was aus der Zukun\u00adft in die Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit flie\u00dft und sich dem ersteren ent\u00adge\u00adgen\u00adstemmt als Begehrun\u00adgen, als Inter\u00adessiertheit, als W\u00fcn\u00adsche und so weit\u00ader. Zweier\u00adlei durch\u00addringt sich.<\/p>\n<p>\u2026 Beze\u00adich\u00adnen wir daher den Strom, der die f\u00fcr den Moment unbe\u00adwu\u00dften Vorstel\u00adlun\u00adgen birgt, der aus der Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit kommt und in die Zukun\u00adft flie\u00dft, als den \u00c4ther\u00adleib, und den andern Strom, der von der Zukun\u00adft in die Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit geht, der sich mit dem ersteren staut und zum Schnitt bringt, als den Astralleib. <strong>Und was ist das Bewu\u00dft\u00adsein? Das sich gegen\u00adseit\u00adige Tre\u00adf\u00adfen des Astralleibes und des \u00c4ther\u00adleibes.<\/strong>\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Bewusstsein#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"https:\/\/odysseetheater.org\/GA\/Buecher\/GA_115.pdf#page=191&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">GA 115, S. 190f<\/a> Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/14-N-Doppelstrom-der-Zeit-Wesensglieder-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><\/p>\n<p><em>Das aufeinan\u00adder\u00adprallen der bei\u00adden Zeitstr\u00f6me<\/em><\/p>\n<p>Unten werde ich erg\u00e4nzend auf dieses Bild der Seele eingehen.<\/p>\n<p>Doch zun\u00e4chst soll es um die Mantren sel\u00adber gehen: In bei\u00adden Mantren gibt es einen Ich-Sprech\u00ader, der sein gegen\u00adw\u00e4r\u00adtiges Erleben beschreibt. Und in bei\u00adden Mantren ist er hingegeben an etwas, das nicht er sel\u00adber ist. Er tastet sozusagen nach diesem Anderen, ber\u00fchrt es und beschreibt die Wirkung dieses Anderen auf sich selb\u00adst. Das ist die Geste des N, seine sch\u00f6pferische Qualit\u00e4t.<\/p>\n<p>Im <strong>Mantra 14 N<\/strong> ist dieses Andere die Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung. Durch jeden der 12 Sinne (nach Rudolf Stein\u00ader) tastet der Men\u00adsch nach au\u00dfen. Beim Sehen spricht man davon, dass das Auge die Kon\u00adturen eines Gegen\u00adstandes abtastet, das Ohr ertastet die Schwingung des Tones und die Nase erf\u00e4hrt durch die Geruchsstoffe eine direk\u00adte Ber\u00fchrung mit der Au\u00dfen\u00adwelt. Durch jeden Wahrnehmung\u00adsprozess offen\u00adbart sich dem Men\u00adschen etwas von der Welt. Und mit jed\u00ader Sin\u00adneser\u00adfahrung nimmt der Men\u00adsch einen Ein\u00addruck mit, der bei entsprechen\u00adder Bewuss\u00adtheit erin\u00adnert wer\u00adden kann. So hat nicht nur der Men\u00adsch die irdis\u00adche Au\u00dfen\u00adwelt ber\u00fchrt, auch die Welt hat den Men\u00adschen ber\u00fchrt.<\/p>\n<p>Doch bevor es zur Gegengabe der Welt an den Men\u00adschen kommt, beschreibt der Ich-Sprech\u00ader, was durch die Hingabe an die Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung mit ihm geschieht: In der Hingabe an die Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung ging der Trieb, ein Eigen\u00adwe\u00adsen zu sein ver\u00adloren. Die Gren\u00adze zwis\u00adchen Innen\u00adwelt und Au\u00dfen\u00adwelt l\u00f6ste sich auf. Der Trieb, sich von der Umwelt unter\u00adschei\u00adden zu wollen, ihr gegen\u00fcber\u00adste\u00adhen zu wollen, ging ver\u00adloren. Der Ich-Sprech\u00ader tr\u00e4umt den Gedanken\u00adtraum der Welt. Er denkt nicht sel\u00adber, son\u00addern das Wahrgenommene denkt in ihm. Es bet\u00e4ubt ihn. Und dadurch scheint es ihm, dass der Gedanken\u00adtraum ihm sein Selb\u00adst ger\u00adaubt hat. Das Ein\u00adswer\u00adden mit der Welt im Prozess des Wahrnehmens macht es unm\u00f6glich, gle\u00adichzeit\u00adig etwas Eigenes, ein Selb\u00adst, zu sein, das der Welt erken\u00adnend gegen\u00fcbersteht.<\/p>\n<p>Die Umkehr dieser Entwick\u00adlung wird von der Welt, vom Wel\u00adtendenken ein\u00adgeleit\u00adet und k\u00fcndigt sich mit dem Wort \u201cdoch\u201d an, das das Ent\u00adge\u00adgen\u00adste\u00adhen, den Gegen\u00adsatz neu ins Spiel bringt. Das Wel\u00adtendenken ist hier der aktive Part. Es naht und weckt den Ich-Sprech\u00ader aus dem Gedanken\u00adtraum auf. Hier l\u00e4sst sich im Sinne Aris\u00adtote\u00adles an den Nous poi\u00adetikos, an den aktiv\u00aden Ver\u00adstand denken, der auf\u00adbauend wirkt. Allerd\u00adings ist das Wel\u00adtendenken mein\u00ader Mei\u00adn\u00adung nach keine im Men\u00adschen zu find\u00adende Kraft, nicht nur das Vernehmen des sch\u00f6pferischen Geistes, son\u00addern dieser Geist selb\u00adst. Und wenn dem Ich-Sprech\u00ader aufge\u00adht, dass er durch seine Wahrnehmungen einem anderen, einem die Welt aus\u00addenk\u00adenden Wesen, \u2014 die Welt erschaf\u00adfend\u00aden g\u00f6t\u00adtlichen Wesen begeg\u00adnet, wacht auch er wieder zu sich auf. Dann ber\u00fchrt den Ich-Sprech\u00ader im Wel\u00adtendenken die g\u00f6t\u00adtliche Sch\u00f6pfer\u00adma\u00adcht selb\u00adst. Sie naht sich bis zur weck\u00adenden Ber\u00fchrung.<\/p>\n<p>Im <strong>Mantra 39 n<\/strong> ist dieses Andere, dem sich der Ich-Sprech\u00ader hingegeben hat, die Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarung. Der sich offen\u00adbarende Geist ist dieses Andere. Und wo find\u00adet diese Offen\u00adbarung statt, wohin ist der Ich-Sprech\u00ader ori\u00aden\u00adtiert? Ver\u00admut\u00adlich ist er nun nicht nach au\u00dfen gerichtet wie bei der Hingabe an die Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung im Mantra 14 N, son\u00addern nach innen. Dieses Innen kann das eigene Innen oder das Innen der Welt sein, das Innen, das geistiger Natur ist und hin\u00adter dem Sin\u00adnen\u00adschleier liegt. Sowohl dem eige\u00adnen Innen als auch der geisti\u00adgen Seite der Welt, ihrem Innen, gibt sich der Men\u00adsch denk\u00adend hin, denn das Denken hat Rudolf Stein\u00ader der Wahrnehmung gegen\u00fcbergestellt durch die Zuord\u00adnung zu jew\u00adeils einem Halbjahr.<\/p>\n<p>Denk\u00adend gewin\u00adnt der Ich-Sprech\u00ader das Licht des Wel\u00adtenwe\u00adsens, indem er an die Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarung hingegeben ist. Das Wel\u00adtenwe\u00adsen ist im Besitz von Licht, es hat Licht, das der Ich-Sprech\u00ader gewin\u00adnt. Ist das Wel\u00adtenwe\u00adsen sel\u00adber das Licht der Weisheit \u2014 die Sophia? Ist das Wel\u00adtenwe\u00adsen die Zeit, die Werk\u00admeis\u00adterin Gottes? Schon K\u00f6nig Salo\u00admo spricht so \u00fcber die Weisheit, dass die Zeit als die Kraft, die alles erschafft, hindurchscheint:<\/p>\n<p>\u201eDer HERR hat mich schon gehabt im Anfang sein\u00ader Wege, ehe er etwas schuf, von Anbe\u00adginn&nbsp;her.<\/p>\n<p>Ich bin einge\u00adset\u00adzt von Ewigkeit her, im Anfang, ehe die Erde&nbsp;war.<\/p>\n<p>Als die Meere noch nicht waren, ward ich geboren, als die Quellen noch nicht waren, die von Wass\u00ader flie\u00dfen.<\/p>\n<p>Ehe denn die Berge einge\u00adsenkt waren, vor den H\u00fcgeln ward ich geboren,<\/p>\n<p>als er die Erde noch nicht gemacht hat\u00adte noch die Fluren darauf noch die Schollen des Erdbodens.<\/p>\n<p>Als er die Him\u00admel bere\u00adit\u00adete, war ich da, als er den Kreis zog \u00fcber den Fluten der&nbsp;Tiefe,<\/p>\n<p>als er die Wolken droben m\u00e4chtig machte, als er stark machte die Quellen der&nbsp;Tiefe,<\/p>\n<p>als er dem Meer seine Gren\u00adze set\u00adzte und den Wassern, da\u00df sie nicht \u00fcber\u00adschre\u00adit\u00aden seinen Befehl; als er die Grund\u00adfesten der Erde&nbsp;legte,<\/p>\n<p>da war ich als sein Liebling* bei ihm; ich war seine Lust t\u00e4glich und spielte vor ihm allezeit;<\/p>\n<p>ich spielte auf seinem Erd\u00adkreis und hat\u00adte meine Lust an den Menschenkindern.\u201d<\/p>\n<p>(Weisheitsspr\u00fcche Salo\u00admos 8,22\u201331; *Luther \u00fcber\u00adset\u00adzte im Anschluss an die griechis\u00adche und lateinis\u00adche Bibel \u201cLiebling\u201d mit \u201cWerk\u00admeis\u00adter\u201d)<\/p>\n<p>Indem der Ich-Sprech\u00ader Licht gewin\u00adnt vom Wel\u00adtenwe\u00adsen, ist er in Kon\u00adtakt mit diesem, ber\u00fchrt er es \u201cnehmend\u201d. Er wird nicht eins mit dem Wel\u00adtenwe\u00adsen, er bleibt sich sein\u00ader selb\u00adst bewusst. Die Gedankenkraft des Ich-Sprech\u00aders w\u00e4chst, sie kl\u00e4rt sich im Prozess und gibt dem Ich-Sprech\u00ader sich selb\u00adst. Die Gedankenkraft bewirkt, dass der Ich-Sprech\u00ader sich nicht nur in der physis\u00adchen Welt als ein Selb\u00adst erleben kann, son\u00addern f\u00fcr diesen Moment der Kraftent\u00adfal\u00adtung auch in der geisti\u00adgen \u2014 als ein geistiges Selb\u00adst, ich w\u00fcrde sagen als Geist\u00adselb\u00adst. Daf\u00fcr muss die Gedankenkraft nicht nur stark, son\u00addern auch gek\u00adl\u00e4rt sein. Sie muss sozusagen kristallin durch\u00adsichtig wer\u00adden. Ich ver\u00adste\u00adhe das so, dass der Men\u00adsch nicht voll\u00adst\u00e4ndig absorbiert wer\u00adden darf durch den Prozess des Denkens. Er muss sich auch noch beim Denken zuschauen k\u00f6n\u00adnen. Bei einem so gek\u00adl\u00e4rten Denken kann er hin\u00adter das Denken schauen, kann es durch\u00adschauen und sich als geistiges Wesen, das denkt erkennen.<\/p>\n<p>Die Gedankenkraft ist die St\u00e4rke, die Inten\u00adsit\u00e4t, mit der der Ich-Sprech\u00ader denkt. Gedanken\u00admacht ist dage\u00adgen die F\u00e4higkeit, die Diszi\u00adplinen des Denkens, wie z.B. Logik, Analo\u00adgiebil\u00addung, Assozi\u00ada\u00adtion zu hand\u00adhaben. Durch die aufgewen\u00addete Kraft entste\u00adht das Erleben der Selb\u00adst\u00adwirk\u00adsamkeit, so wie sie auch bei physis\u00adch\u00ader Kraftaus\u00fcbung entste\u00adht. Doch dieses Erleben erlis\u00adcht, sobald die Kraft nicht mehr aus\u00adge\u00fcbt wird. Deshalb gehe ich davon aus, dass dieses sich selb\u00adst Gegeben-Wer\u00adden prozesshaften Charak\u00adter hat und nicht wie der Besitz ein\u00ader Sache anzuse\u00adhen ist. Das, was dem Ich-Sprech\u00ader gegeben wird hat den Charak\u00adter des \u201cunser\u201d, wie das slaw\u00adis\u00adche N hei\u00dft. Es ist bei ihm, neben ihm, solange die Gedankenkraft wirkt, \u00e4hn\u00adlich wie das Licht leuchtet, solange das Feuer brennt.<\/p>\n<p>Dage\u00adgen hat das durch Gedanken\u00admacht Bewirk\u00adte mein\u00ader Mei\u00adn\u00adung nach dauer\u00adhaften Charak\u00adter. Macht wirkt anders als es bei der Kraft der Fall ist, auch dann auf das Umfeld, wenn sie nicht aktiv aus\u00adge\u00fcbt wird. Gedanken\u00admacht ist vielle\u00adicht die Macht, nach eigen\u00adem Willen zu Ber\u00fchren und die Ber\u00fchrung wieder zu l\u00f6sen \u2014 sich wahrnehmend hinzugeben und sich erken\u00adnend zu dis\u00adtanzieren. Gedanken\u00admacht ist die Macht, den Pen\u00addelschlag von Wahrnehmung und Denken nach eigen\u00adem Willen zu vollziehen.<\/p>\n<p>Aus der Gedanken\u00admacht l\u00f6st sich weck\u00adend das Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl. Es l\u00f6st sich vielle\u00adicht so, wie sich der erste Funke l\u00f6st, wenn durch Rei\u00adbung Hitze erzeugt wurde und leicht entz\u00fcndlich\u00ades Mate\u00adr\u00adi\u00adal da ist. Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl ist wie eine andauernde Selb\u00adst\u00adber\u00fchrung, eine N\u2011Geste, ein sich sel\u00adber F\u00fchlen, sich sein\u00ader selb\u00adst gewahr sein \u2014 nun nicht k\u00f6r\u00adper\u00adlich, son\u00addern geistig. Entste\u00adht die Selb\u00adst\u00adber\u00fchrung vielle\u00adicht durch den Pen\u00addelschlag von Wahrnehmen und Denken? Das Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl erweckt den Ich-Sprech\u00ader und macht ihn zu einem Erweck\u00adten, einem Erleuchteten.<\/p>\n<p>Das Mantra 39 n kann auch als ein bewusst vol\u00adl\u00adzo\u00adgen\u00ader Entwick\u00adlung\u00adsprozess betra\u00adchtet wer\u00adden, der die unteren Wesens\u00adglieder in die oberen umwan\u00addelt. Bei jedem Schritt ist das Ich des Ich-Sprech\u00aders&nbsp;aktiv.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/01\/39-n-Entwicklungsprozess-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><\/p>\n<p>Im ersten Schritt gibt sich der Ich-Sprech\u00ader an die Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarung hin. Die Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarung denke ich mir als das h\u00f6ch\u00adste Licht, das als geistiges Sein der physis\u00adchen Welt zugrunde liegt. Dabei gewin\u00adnt der Ich-Sprech\u00ader das Licht des Wel\u00adtenwe\u00adsens. In vorchristlich\u00ader Zeit war dieses Licht bei den G\u00f6t\u00adtern und musste ger\u00adaubt wer\u00adden, wie es der Prometheus-Mythos erz\u00e4hlt. Nun geh\u00f6rt dieses Licht zum Wel\u00adtenwe\u00adsen. Es ist auf der Erde, in der Welt. F\u00fcr den Men\u00adschen ist es nun m\u00f6glich, dieses Licht recht\u00adm\u00e4\u00dfig zu gewin\u00adnen. F\u00fcr mich ist es die Jahreslauf-Weisheit.<\/p>\n<p>Im zweit\u00aden Schritt w\u00e4chst die Gedankenkraft und kl\u00e4rt sich. Sie ist erleb\u00adbar im Rin\u00adgen um ein Ver\u00adst\u00e4nd\u00adnis der Mantren. Kraft ist Aus\u00addruck \u00e4therisch\u00ader Wirk\u00adsamkeit. Wie eine Welle erhebt sich die Gedankenkraft in diesem Prozess und ber\u00fchrt den Astralleib. Solcher\u00adart angeregt gibt der Astralleib dem Ich-Sprech\u00ader sich selb\u00adst \u2014 der Astralleib wird ein St\u00fcck mehr zum Geist\u00adselb\u00adst. Der Jahreskreis wird als See\u00adlen\u00adraum erlebbar.<\/p>\n<p>Das Zusam\u00admen\u00adwirken von \u00c4ther- und Astralleib im See\u00adlen\u00adraum schildert Rudolf Stein\u00ader im Zusam\u00admen\u00adhang mit dem Dop\u00adpel\u00adstrom der Zeit, der auf sein\u00ader Zeich\u00adnung allerd\u00adings waagerecht den See\u00adlen\u00adraum durchstr\u00f6mt:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/14-N-39-n-GA_115_190-300x133.gif\" alt width=\"300\" height=\"133\"><\/p>\n<p><em>Der Dop\u00adpel\u00adstrom der Zeit (GA 115, S.&nbsp;190)<\/em><\/p>\n<p>Im drit\u00adten Schritt l\u00f6st sich aus der Denker\u00adma\u00adcht das den Ich-Sprech\u00ader aufweck\u00adende Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl. Macht ist Aus\u00addruck astraler Wirk\u00adsamkeit. Die Denker\u00adma\u00adcht strahlt wie die Macht des K\u00f6nigs von oben nach unten (in der Zeich\u00adnung oben von rechts nach links). Dort ber\u00fchrt sie den \u00c4ther\u00adleib. Der \u00c4ther\u00adleib tritt vom Schlaf in den Wachzu\u00ads\u00adtand \u00fcber und belebt \u2014 zum Lebens\u00adgeist ver\u00adwan\u00addelt \u2014 das Geist\u00adselb\u00adst. Die Jahres\u00adlauf-Weisheit weckt den Ich-Sprech\u00ader auf und wird zu ein\u00ader lebendig erlebten Weisheit. Dadurch ver\u00e4n\u00addert sich das Lebens\u00adge\u00adf\u00fchl, das Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl des Ich-Sprech\u00aders. Aus dem Bewusst\u00adsein, ein Selb\u00adst zu sein, wird das f\u00fch\u00adlende Gewahr\u00adsein vom eige\u00adnen Ich, nicht als irdis\u00adches Ego, son\u00addern als Geistfunke.<\/p>\n<h4>Zweite Erg\u00e4nzung: das dreifache Kreuz der Wesensglieder<\/h4>\n<p>Im oben erw\u00e4h\u00adn\u00adten Vor\u00adtrag \u00fcber den dop\u00adpel\u00adten Zeit\u00adstrom erg\u00e4nzt Rudolf Stein\u00ader zu \u00c4ther- und Astralleib auch die bei\u00adden anderen Wesens\u00adglieder, Ich und physis\u00adch\u00ader Leib, sodass die vier Wesens\u00adglieder ein Kreuz bilden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/Doppelte-Zeitstrom-Wesensglieder-Kreuz-GA-115-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><\/p>\n<p><em>Die in vier Schrit\u00adten kom\u00adplex\u00ader wer\u00adden\u00adden Zeich\u00adnun\u00adgen zum dop\u00adpel\u00adten Zeit\u00adstrom und den vier Wesens\u00adgliedern (Psy\u00adchoso\u00adphie Novem\u00adber 1910, Berlin, GA&nbsp;115)<\/em><\/p>\n<p>Hier ste\u00adht das Ich dem physis\u00adchen Leib gegen\u00fcber. F\u00fcr mich stellte sich zum einen die Frage, wie der Jahres\u00adlauf in diesem Bild der Seele zu denken ist und zum anderen, wie sich dieses Kreuz der Wesens\u00adglieder ver\u00adh\u00e4lt zu den bei\u00adden anderen m\u00f6glichen Kreuzen, denn das Ich kann neben dem physis\u00adchen Leib auch dem \u00c4ther\u00adleib oder dem Astralleib gegen\u00fcberstehen.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst zum Jahreskreis als Raum der Begeg\u00adnung bei\u00adder Zeit\u00adstr\u00f6me: \u201cDie Ein\u00addr\u00fccke der physis\u00adchen Welt gehen also, graphisch dargestellt, von unten nach oben und offen\u00adbaren sich in der Seele als Sin\u00adne\u00adsein\u00addr\u00fccke. Auf der einen Seite sind ent\u00adge\u00adgenge\u00adset\u00adzt: das Ich und seine physisch-leib\u00adlichen Sin\u00adnesor\u00adgane, und auf der anderen Seite ste\u00adhen ent\u00adge\u00adgen: die Str\u00f6\u00admung des \u00c4ther\u00adleibes und die des Astralleibes. Wenn das Ich auf den physis\u00adchen Leib auf\u00adst\u00f6\u00dft, gegen sein Auge, Ohr usw., dann bekommt es die Ein\u00addr\u00fccke der physis\u00adchen Welt. Die wer\u00adden dann in der Seele dadurch weit\u00aderge\u00adbracht, da\u00df die Seele Bewu\u00dft\u00adsein hat durch das Ent\u00adge\u00adgen\u00adstr\u00f6\u00admen von \u00c4ther\u00adleib und Astralleib. Aus dem ganzen Bilde k\u00f6n\u00adnen Sie sich klar machen, da\u00df man eine ver\u00adh\u00e4lt\u00adnis\u00adm\u00e4\u00dfig gute graphis\u00adche Darstel\u00adlung vom Zusam\u00admen\u00adwirken der ver\u00adschiede\u00adnen Wel\u00adten in der men\u00adschlichen Seele bekommt, wenn man sagt: auf der einen Seite ste\u00adhen sich direkt gegen\u00fcber das Ich und der physis\u00adche Leib, und dazu im recht\u00aden Winkel einan\u00adder gegen\u00fcber\u00adste\u00adhend: \u00c4ther\u00adleib und Astralleib. Unz\u00e4h\u00adlige R\u00e4t\u00adsel wer\u00adden sich Ihnen l\u00f6sen, wenn Sie dieses Schema richtig dur\u00adchar\u00adbeit\u00aden. Sie wer\u00adden begreifen, da\u00df ger\u00adade in diesem Kreuz, das von einem Kreis durch\u00adzo\u00adgen wird, ein sehr gutes Schema des See\u00adlen\u00adlebens gegeben ist, wie es angren\u00adzt nach unten an das Physis\u00adche, und nach oben an das Geistige.\u201d GA 115, S.&nbsp;152f)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/14-N-Kreuz-der-Wesensglieder-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><\/p>\n<p><em>Das Kreuz der Wesens\u00adglieder, in dem das Ich dem physis\u00adchen Leib gegen\u00fcber ste\u00adht im Jahreskreis, wie die Astrolo\u00adgie ihn verwendet<\/em><\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader verbindet mit der Physis die Wahrnehmung und mit dem Ich das Urteilen, eine T\u00e4tigkeit der denk\u00adenden Seele. Deshalb geh\u00f6rt zu diesem See\u00adlen\u00adraum der Jahreskreis, wie ihn \u00fcblicher\u00adweise die Astrolo\u00adgie ver\u00adwen\u00addet: das Wahrnehmungs-Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr als unter\u00ader Hal\u00adbkreis und dem Denk-Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr als oberer.<\/p>\n<p>Die bei\u00adden anderen Kreuze der vier Wesens\u00adglieder, in denen das Ich dem \u00c4ther\u00adleib und Astralleib gegen\u00fcber\u00adste\u00adht, stam\u00admen eben\u00adso von Rudolf Stein\u00ader. Ich nenne sie das Ei und den Kreis (Ei: Erzen\u00adgel und Jahres\u00adlauf siehe GA 265, S. 316f, https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=292; Kreis:&nbsp;GA 115, S. 39 ohne Empfind\u00adungsseele und Empfind\u00adungsleib,&nbsp;https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=842)<\/p>\n<p>K\u00f6n\u00adnte es sein, dass mit diesen drei m\u00f6glichen Kreuzen die auf Gol\u00adgatha aufgerichteten drei Kreuze gemeint sind? Neben Jesus Chris\u00adtus wur\u00adden zwei Sch\u00e4ch\u00ader gekreuzigt, von denen der eine Chris\u00adtus erkan\u00adnte und bereute, der andere nicht. Diese bei\u00adden Sch\u00e4ch\u00ader wer\u00adden all\u00adge\u00admein mit den bei\u00adden Wider\u00adsacher\u00adm\u00e4cht\u00aden ver\u00adbun\u00adden, Luz\u00adifer mit dem bereuen\u00adden Sch\u00e4ch\u00ader, Ahri\u00adman mit dem anderen. Stets wird der bereuende Sch\u00e4ch\u00ader links vom Betra\u00adchter dargestellt und als der durch Chris\u00adtus erl\u00f6ste Luz\u00adifer ver\u00adstanden, der nicht bereuende Sch\u00e4ch\u00ader rechts und als Ahri\u00adman interpretiert.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/14-N-Kreuzigung-mit-Schaechern-Meister-der-Hl.-Veronika-aktiv-1395-1415-219x300.png\" alt width=\"219\" height=\"300\"><\/p>\n<p><em>Kreuzi\u00adgung mit Sch\u00e4ch\u00adern, Meis\u00adter der Hl. Veroni\u00adka, aktiv 1395\u20131415<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/14-N-Kreuzigungen-und-Jahreskreise-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/14-N-die-3-Kreuze-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><\/p>\n<p><em>Die drei Wesensglieder-Kreuze<\/em><\/p>\n<p>Ste\u00adht das Ich der physis\u00adchen Welt gegen\u00fcber, spiegelt es sich am physis\u00adchen Leib. Dadurch erlebt sich der Men\u00adsch als ein Selb\u00adst, sagt Rudolf Stein\u00ader. Als Bewusst\u00adsein\u00adsraum des nicht bereuen\u00adden Sch\u00e4ch\u00aders zeigt es das f\u00fcr die irdis\u00adche Welt geeignete Bewusst\u00adsein, das jedoch nicht geeignet ist, in die geistige Welt aufzusteigen.<\/p>\n<p>Die bei\u00adden anderen Bewusst\u00adsein\u00adsr\u00e4ume k\u00f6n\u00adnen das Geistige fassen, wie ich durch die Abbil\u00addun\u00adgen im Jahreskreis immer wieder zu zeigen ver\u00adsuche. Sie sind das Ei und der (mit\u00adtlere) Kreis. Das Ei stellt f\u00fcr mich die \u201eMut\u00adter des Ichs\u201d, den See\u00adlen\u00adraum dar. Der See\u00adlen\u00adraum ist viel gr\u00f6\u00dfer als das wache Bewusst\u00adsein, die Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit. Der See\u00adlen\u00adraum umfasst auch das \u00dcber- und Unter\u00adbe\u00adwusst\u00adsein, den Mond- und Stern\u00adbere\u00adich. Ste\u00adht das Ich dem \u00c4ther\u00adleib gegen\u00fcber, schaut es die Weisheit, die der Astralleib im \u00c4ther\u00adleib abdr\u00fcckt und so erst dem Men\u00adschen im Tages\u00adbe\u00adwusst\u00adsein zug\u00e4nglich macht.<\/p>\n<p>Der Kreis mit dem Gekreuzigten ist f\u00fcr mich das men\u00adschheitliche Bild des an die irdis\u00adche Welt gekreuzigten Bewusst\u00adseins. Oder mit Pla\u00adton gesagt, ist es die Welt\u00adseele, die indi\u00advidu\u00adell in jedem Men\u00adschen an den Wel\u00adtenleib geschmiedet ist, indem sich das Bewusst\u00adsein der \u00e4u\u00dferen Welt zuwen\u00addet. Doch in ihr schlum\u00admert die Kraft der Aufer\u00adste\u00adhung. Zwar stirbt jede Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit, doch es f\u00fcgen sich die bewussten Phasen im Leben zusam\u00admen zur Kette eines durchg\u00e4ngi\u00adgen Iden\u00adtit\u00e4ts\u00adge\u00adf\u00fchls. Das Ich scheint in der Biogra\u00adphie&nbsp;auf.<\/p>\n\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1017\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 14&nbsp;N&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1576\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 39&nbsp;n&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2963\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zu 14 N und 39 n als Spiegelspr\u00fcche&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=3019\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tN\u00e4ch\u00adster Blog-Eintrag&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Die Gegen\u00adspr\u00fcche 14 N und 39&nbsp;n SOMMER 14 N An Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung hingegeben Ver\u00adlor ich Eigen\u00adwe\u00adsens&nbsp;Trieb, Gedanken\u00adtraum, er schien Bet\u00e4ubend mir das Selb\u00adst zu rauben, Doch weck\u00adend nahet&nbsp;schon Im Sin\u00adnen\u00adschein mir Wel\u00adtendenken. .\u2026. 39 n An Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarung hingegeben Gewinne ich des Wel\u00adtenwe\u00adsens&nbsp;Licht. Gedankenkraft, sie w\u00e4chst Sich kl\u00e4rend mir mich selb\u00adst zu&nbsp;geben, Und weck\u00adend l\u00f6st sich&nbsp;mir\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-2997","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2997","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2997"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2997\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2997"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}