{"id":2689,"date":"2024-10-05T22:40:40","date_gmt":"2024-10-05T20:40:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2689"},"modified":"2026-02-14T15:15:46","modified_gmt":"2026-02-14T14:15:46","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy-7-copy-copy-copy-copy-copy-2-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2689","title":{"rendered":"Blog \u2014 Spr\u00fcche 26 Z \u2014 27&nbsp;a"},"content":{"rendered":"\n\n\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/26-Z-27-a-259x300.png\" alt width=\"259\" height=\"300\"><\/p>\n<h4><strong>Die Mantren 26 Z<\/strong><strong> und 27&nbsp;a<br>\n<\/strong><\/h4>\n<table width=\"713\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"311\">&nbsp;\n<p><strong>26 Z Michaeli-Stimmung<\/strong><\/p>\n<p>Natur, dein m\u00fct\u00adter\u00adlich\u00ades&nbsp;Sein,<\/p>\n<p>Ich trage es in meinem Willenswesen;<\/p>\n<p>Und meines Wil\u00adlens Feuermacht,<\/p>\n<p>Sie st\u00e4h\u00adlet meines Geistes Triebe,<\/p>\n<p>Dass sie geb\u00e4ren Selbstgef\u00fchl,<\/p>\nZu tra\u00adgen mich in&nbsp;mir.<\/td>\n<td width=\"16\"><\/td>\n<td width=\"311\"><strong>HERBST<\/strong>\n<p><strong>27 a<\/strong><\/p>\n<p>In meines Wesens Tiefen dringen:<\/p>\n<p>Erregt ein ahnungsvolles Sehnen,<\/p>\n<p>Dass ich mich selb\u00adst\u00adbe\u00adtra\u00adch\u00adt\u00adend&nbsp;finde,<\/p>\n<p>Als Som\u00admer\u00adson\u00adnengabe, die als&nbsp;Keim<\/p>\n<p>In Herb\u00adstesstim\u00admung w\u00e4r\u00admend&nbsp;lebt<\/p>\nAls mein\u00ader Seele Kr\u00e4ftetrieb.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h4>Musik zum Mantra 26 Z Michaeli-Stimmung \u2014 parlando-e-pui-pomposo \u2014 komponiert von Herbert Lippmann<\/h4>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-2689-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/26-Z-Lippmann-Fraktal-KW-26-Michaeli-Stimmung-parlando-e-piu-pomposo-0\u00b455-12.06.2024.mp3?_=1\"><a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/26-Z-Lippmann-Fraktal-KW-26-Michaeli-Stimmung-parlando-e-piu-pomposo-0\u00b455-12.06.2024.mp3\">https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/26-Z-Lippmann-Fraktal-KW-26-Michaeli-Stimmung-parlando-e-piu-pomposo\u20110\u00b455\u201312.06.2024.mp3<\/a><\/audio>\n<h4>Musik zum Mantra 27 a \u2014 Herbst-Ricercar \u2014 komponiert von Herbert Lippmann<\/h4>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-2689-2\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/27-a-Lippmann-Fraktal-KW-27-Herbst-Ricercar-0\u00b430-12.06.24.mp3?_=2\"><a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/27-a-Lippmann-Fraktal-KW-27-Herbst-Ricercar-0\u00b430-12.06.24.mp3\">https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/27-a-Lippmann-Fraktal-KW-27-Herbst-Ricercar\u20110\u00b430\u201312.06.24.mp3<\/a><\/audio>\n<h4><strong>Zwei Perspektiven auf den Schritt vom Sommer- ins Winter-Halbjahr \u2014 von der Woche 26 Z zur Woche 27&nbsp;a<\/strong><\/h4>\n<p>Die Mantren 26 Z und 27 a spiegeln nicht. Sie weisen kein\u00ader\u00adlei gram\u00adma\u00adtis\u00adche Entsprechun\u00adgen oder kor\u00adre\u00adspondierende W\u00f6rter auf, obwohl sie es ihrer Posi\u00adtion nach m\u00fcssten. Zwis\u00adchen ihnen liegt der \u00dcber\u00adgang vom Som\u00admer- zum Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr, der Hal\u00adb\u00adjahreswech\u00adsel des Herb\u00adstes. Die Mantren 52 z und 1 A, die Mantren des Fr\u00fch\u00adlings-Hal\u00adb\u00adjahreswech\u00adsels spiegeln dage\u00adgen stark. Ganz anders ist es im Herb\u00adst. Hier ste\u00adhen die Mantren 26 Z und 27 a jedes f\u00fcr sich allein. Das verbindende Ele\u00adment, das sich aus\u00adnahm\u00ads\u00adlos durch alle Mantren-Paare des See\u00adlenkalen\u00adders als soge\u00adnan\u00adnte Spiegelung hin\u00addurch zog, hat aufge\u00adh\u00f6rt zu existieren. Diese bei\u00adden Mantren 26 Z und 27 a sind sozusagen ein\u00adsam. Schon zwis\u00adchen den let\u00adzten bei\u00adden Spiegel\u00adspruch-Paaren (24 X \u2014 29 c und 25 Y \u2014 28 b) wurde das Band jew\u00adeils schw\u00e4ch\u00ader und nun beste\u00adht es nicht mehr. Die Mantren 26 Z und 27 a lassen sich gegen\u00adseit\u00adig frei. Sie sind wie die K\u00f6pfe zweier S\u00e4ulen, die \u00fcber das Verbindende, wie Kapitelle hin\u00adaus\u00adra\u00adgen. Sie ste\u00adhen allein und dr\u00fcck\u00aden nur ihre eigene \u201cPer\u00ads\u00f6n\u00adlichkeit\u201d aus.<\/p>\n<p>Zwei \u201cBild-Gedanken\u201d f\u00fcgen sich an diesen Sachver\u00adhalt an. Und diese sollen in den bei\u00adden fol\u00adgen\u00adden Kapiteln betra\u00adchtet wer\u00adden. Der erste entspricht der im Blog-Artikel <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2619\">25 Y \u2014 28 b<\/a> entwick\u00adel\u00adten Idee, dass die zwis\u00adchen den Mantren 26 Z und 27 a zu erken\u00adnende \u201cL\u00fccke\u201d eine Ein\u00adtrittsp\u00adforte ist. Was ist es also, was hier in den Jahreskreis ein\u00adtritt? Der andere Gedanke betont das Getren\u00adnt-Sein der bei\u00adden Mantren und stellt die damit ein\u00adherge\u00adhen\u00adden The\u00admen in den Mit\u00adtelpunkt: Unter\u00adschei\u00addungsver\u00adm\u00f6\u00adgen, Tren\u00adnung, Opfer, Schuld und&nbsp;S\u00fchne.<\/p>\n<h4>Die L\u00fccke als Tor \u2014 wer oder was tritt&nbsp;ein?<\/h4>\n<p>Die nicht spiegel\u00adnden Spr\u00fcche implizieren die Idee ein\u00ader \u00d6ff\u00adnung des Jahreskreis\u00ades. Doch was gelangt dadurch in den Jahreskreis und ver\u00e4n\u00addert seine zyk\u00adlis\u00adche, sich ewige wieder\u00adholende Gle\u00adich\u00adheit? Eine indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adisierende Kraft des Jun\u00adgen, Neuen kann in der Oster\u00adscholle erblickt wer\u00adden, die durch das bewegliche Oster\u00adfest immer etwas anders im Jahreskreis liegt. Betra\u00adchte ich sie als Ergeb\u00adnis eines Str\u00f6\u00admungsim\u00adpuls\u00ades, so muss dieses \u201cgeistige Wass\u00ader\u201d irgend\u00adwo herkom\u00admen. Da die Oster\u00adscholle wie ein Str\u00f6\u00admungspilz im Fr\u00fch\u00adling anbran\u00addet, muss der Impuls von der anderen Seite im Jahreskreis stam\u00admen, vom Herb\u00adst. Denke ich den Jahreskreis als ein Gef\u00e4\u00df, so kann das Gef\u00e4\u00df sel\u00adber seine F\u00fcl\u00adlung nicht her\u00advor\u00adbrin\u00adgen, sie muss von au\u00dfen kom\u00admen. Dadurch wer\u00adden die Mantren 26 Z und 27 a zur Ein\u00adtrittsp\u00adforte des Oster-Impuls\u00ades. Er kommt in der obi\u00adgen Jahres-Darstel\u00adlung von oben und kann deshalb als Wirkung ein\u00ader \u00fcber dem Jahreskreis ste\u00adhen\u00adden h\u00f6heren Macht ange\u00adse\u00adhen wer\u00adden. Diese aus dem \u00dcberzeitlichen kom\u00admende befruch\u00adt\u00adende Macht erf\u00fcllt, belebt und indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adisiert das&nbsp;Jahr.<\/p>\n<p>Zwei fr\u00fchchristliche Darstel\u00adlun\u00adgen aus Irland scheinen mir diese Idee darzustellen. Sie zeigen Chris\u00adtus, bzw. sein Sym\u00adbol, das Kreuz im Kreis, als Spender des Lebenswassers.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/26-Z-irische-Stroemungspilze-300x169.png\" alt width=\"446\" height=\"251\"><\/p>\n<p><em>Chris\u00adtus: Bronze-Beschlag des Evan\u00adgeliars von Athlone<\/em><\/p>\n<p><em>Fr\u00fchchristlich\u00ader, irisch\u00ader Kreuzstein (Zeich\u00adnung) aus Inishkea im Jahreskreis mit der Oster\u00adscholle als Str\u00f6mungsimpuls<\/em><\/p>\n<h4><em>Erzengel Michael und die Gottesmutter Maria<\/em><\/h4>\n<p>Das Mantra 26 Z ist das let\u00adzte Mantra im Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr und durch seine \u00dcber\u00adschrift mit dem Erzen\u00adgel Michael ver\u00adbun\u00adden. Das fol\u00adgende Mantra 27 a ist das erste des Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahrs und geh\u00f6rt zu der auf das Michael-Fest fol\u00adgen\u00adden Michaelizeit.<\/p>\n<p>Das Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr kann als m\u00e4nnlich ange\u00adse\u00adhen wer\u00adden, weil es laut Rudolf Stein\u00ader die Wahrnehmungs\u00adseite der Seele, das Au\u00dfen beschreibt, das Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr als weib\u00adlich, weil es die Denk\u00adseite der Seele, ihr Innen the\u00adma\u00adtisiert. Das christliche Urbild dieser weib\u00adlichen Seite der Seele ist die Gottes\u00admut\u00adter Maria \u2014 so wie im Erzen\u00adgel Michael die Vol\u00adlen\u00addung der m\u00e4nnlichen Seite erblickt wer\u00adden&nbsp;kann.<\/p>\n<p>Nach alter Tra\u00addi\u00adtion ste\u00adht der Mond, die Mond\u00adsichel, auf der die Mond\u00adsichel\u00admadon\u00adna ste\u00adht, im Zusam\u00admen\u00adhang mit dem Drachen. Der Mond, d.h. die 18 Wochen der Oster\u00adscholle, die ihn bilden, haben Anfang und Ende. Der Mond ste\u00adht damit (neben Anderem) f\u00fcr die lin\u00adeare, irdis\u00adche Zeit im Gegen\u00adsatz zur zyk\u00adlis\u00adchen&nbsp;Zeit.<\/p>\n<p>Nicht immer \u2014 aber auf\u00adf\u00e4l\u00adlig h\u00e4u\u00adfig \u2014 zeigt der Drache, den Michael aus dem Him\u00admel auf die Erde wirft und besiegt eine mond\u00adsichelar\u00adtige&nbsp;Form.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/26-Z-Michael-mit-Drache-Stroemungsimpuls-mittelalterliches-Fresco-unbekannt-280x300.png\" alt width=\"280\" height=\"300\"><\/p>\n<p><em>Erzen\u00adgel Michael besiegt den Drachen, mit\u00adte\u00adlal\u00adter\u00adlich\u00ades Fres\u00adco im Jahreskreis mit der Oster\u00adscholle als Str\u00f6mungsimpuls<\/em><\/p>\n<p>Verbindet man die dynamis\u00adche Idee des Str\u00f6\u00admungsim\u00adpuls\u00ades mit dem michaelis\u00adchen Kampf, so kann dieses Bild zur Imag\u00adi\u00adna\u00adtion des luz\u00adiferischen Sturzes und michaelis\u00adchen Sieges wer\u00adden. Die Maria auf der Mond\u00adsichel und Michael, der den Drachen bek\u00e4mpft, wer\u00adden dadurch als Imag\u00adi\u00adna\u00adtio\u00adnen sicht\u00adbar, die zusam\u00admen geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Maria ste\u00adht auf der Mond\u00adsichel, die Mond\u00adsichel tr\u00e4gt sie. Sie ist das Urbild der Men\u00adschenseele. Michael ist die Kraft, die den Drachen auf die Erde gewor\u00adfen hat, der den Him\u00admel gere\u00adinigt hat von der ver\u00adh\u00e4r\u00adtenden und Materie bilden\u00adden Kraft, denn die Bewe\u00adgungsrich\u00adtung der Entwick\u00adlung sollte sich umkehren von der Ver\u00adleib\u00adlichung zur Vergeis\u00adti\u00adgung. Michael ist die vergeisti\u00adgende Kraft, so wie Maria die ver\u00adleib\u00adlichende, das Kind auf die Erde her\u00adab\u00adtra\u00adgende&nbsp;ist.<\/p>\n<p>Es gibt eine Stelle im apokryphen Hebr\u00e4er Evan\u00adgeli\u00adum, das aus dem 2. bis 3. Jahrhun\u00addert stammt, die auf den Zusam\u00admen\u00adhang der Maria mit Michael hin\u00adweist: \u201eAls Chris\u00adtus auf die Erde zu den Men\u00adschen kom\u00admen wollte, erw\u00e4hlte der Vater\u00adgott eine gewaltige Kraft im Him\u00admel, welche Michael hie\u00df, und ver\u00adtraute Chris\u00adtus ihrer F\u00fcr\u00adsorge an. Und die Kraft kam in die Welt, sie wurde Maria genan\u00adnt, und Chris\u00adtus blieb 7 Monate in ihrem Leibe\u201d. (Adal\u00adbert von Key\u00adser\u00adlingk: Vergessene Kul\u00adturen Im Monte Gargano, in: Vergessene Kul\u00adturen im Monte Gargano, S.&nbsp;139f))<\/p>\n<p>Maria ist als Maria-Sophia, die g\u00f6t\u00adtliche Weisheit. Damit tritt sie schon in die N\u00e4he zu Michael, der die kos\u00admis\u00adche Intel\u00adli\u00adgenz ver\u00adwal\u00adtete, bis er sie dem Men\u00adschen \u00fcber\u00adlassen musste. Nun ist er der Weg\u00adbere\u00adit\u00ader Christi in unserem Denken. Er hil\u00adft, geist\u00adgem\u00e4\u00df zu denken und die ego\u00adis\u00adtis\u00adche Tier-Natur im Innern zu \u00fcber\u00adwinden. Diese dop\u00adpelte Wirk\u00adsamkeit k\u00f6n\u00adnte darin aus\u00adge\u00addr\u00fcckt sein, dass der Kopf des Drachen manch\u00admal rechts, manch\u00admal links dargestellt ist.<\/p>\n<p>Der sehr h\u00e4u\u00adfig dreibl\u00e4t\u00adtrige Schwanz des Drachen deutet an, dass in ihm neben dem zu \u00fcber\u00adwinden\u00adden Aspekt auch ein zukun\u00adfts\u00adf\u00e4higer, lebendi\u00adger pflan\u00adzlich \u201crein\u00ader\u201d keimhafter Aspekt liegt. Weist dieser sprossende Schwanz auf das lebendi\u00adge Denken, das wir entwick\u00adeln sollen und das ohne Denkge\u00adset\u00adze, ohne Logik, also ohne feste Gewohn\u00adheit\u00aden nicht auskommt, wenn es nicht zur willk\u00fcr\u00adlichen Phan\u00adtasie wer\u00adden soll? Liegt in diesem von der Michael-Kraft \u00fcber\u00adleuchteten Bild des Drachen vielle\u00adicht auch das Bild der reinen Geistigkeit, die laut Rudolf Stein\u00ader sich ger\u00adade durch das abstrak\u00adte Denken im Men\u00adschen bildet? (GA&nbsp;26)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/26-Z-Michael-mit-Drachen-mittelalterliches-Manuskript-unbekannt-183x300.png\" alt width=\"183\" height=\"300\"><\/p>\n<p><em>Erzen\u00adgel Michael besiegt den Drachen, mit\u00adte\u00adlal\u00adter\u00adlich\u00ades Manuskript unbekan\u00adnter Quelle (bear\u00adbeit\u00adet)<\/em><\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader beschreibt, wie der Men\u00adsch am Anfang sein\u00ader Bewusst\u00adsein\u00adsen\u00adtwick\u00adlung Gedanken und Ideen aus der geisti\u00adgen Welt in sich ein\u00adstr\u00f6\u00admen f\u00fchlte und erst nach und nach dazu kam, sich sel\u00adber als Her\u00advor\u00adbringer der Gedanken, als aktiv Denk\u00adenden zu erleben. Dadurch ver\u00e4n\u00addert sich das Ver\u00adh\u00e4lt\u00adnis des Men\u00adschen zu Michael. \u201cMichael, der \u00abvon oben\u00bb gesprochen hat, kann \u00abaus dem Innern\u00bb, wo er seinen neuen Wohn\u00adsitz auf\u00adschla\u00adgen wird, geh\u00f6rt wer\u00adden. Mehr imag\u00adi\u00adna\u00adtiv gesprochen, kann dies so aus\u00adge\u00addr\u00fcckt wer\u00adden: Das Son\u00adnen\u00adhafte, das der Men\u00adsch durch lange Zeit\u00aden nur aus dem Kos\u00admos in sich auf\u00adnahm, wird im Innern der Seele leuch\u00adt\u00adend wer\u00adden. Der Men\u00adsch wird von ein\u00ader \u00abinnern Sonne\u00bb sprechen ler\u00adnen.\u201d (GA 26, S. 53) Vorher \u2014 oder auch par\u00adal\u00adlel dazu muss der Men\u00adsch den Drachen im Inneren, seinen Ego\u00adis\u00admus, \u00fcber\u00adwinden ler\u00adnen und michaelis\u00adche Kraft in sich erwecken.<\/p>\n<p>Die Maria auf der Mond\u00adsichel, das kos\u00admis\u00adche Weib aus der apoka\u00adlyp\u00adtis\u00adchen Offen\u00adbarung des Johannes (Offb. 12,1), schildert Rudolf Stein\u00ader als eine Vision, als eine Wahrnehmung. Diese Vision wird getra\u00adgen wer\u00adden von luft\u00adf\u00f6r\u00admig-feuri\u00adgen, also \u201csom\u00admer\u00adlichen\u201d Gedanken. (GA 346) Ich habe den Ein\u00addruck, dass diese Vision der Maria im Strahlenkranz dem Men\u00adschen wie von au\u00dfen, aus dem Jahreskreis entgegentritt.<\/p>\n<p>Da Michael nun im Men\u00adschen-Inneren angetrof\u00adfen wer\u00adden kann, muss das Urbild der men\u00adschlichen Seele, die Maria auf der Mond\u00adsichel im Au\u00dfen, in den Struk\u00adturen des Jahreskreis\u00ades und der \u00fcber die Erde gehen\u00adden Zeit gesucht wer\u00adden. Damit wech\u00adselt die ein\u00adgangs vorgenommene Zuord\u00adnung zu den Halbjahren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/Michael-Maria-neu-300x197.png\" alt width=\"300\" height=\"197\"><\/p>\n<p><em>Maria und Michael \u2014 kos\u00admis\u00adche Urbilder die in der wahrnehmenden und denk\u00adenden Seele wirken, Quellen unbekan\u00adnt (bear\u00adbeit\u00adet)<\/em><\/p>\n<p>Die bei\u00adden Imag\u00adi\u00adna\u00adtion, Maria auf der Mond\u00adsichel und Michael den Drachen besiegend, zeigen sich als kos\u00admis\u00adche \u201cZwill\u00adinge\u201d.<\/p>\n<h4><em>Marduk und Istar als W\u00e4chter der beiden Einweihungswege<\/em><\/h4>\n<p>So wie heute Maria und Michael, so standen fr\u00fcher laut Rudolf Stein\u00ader Mar\u00adduk und Istar vor dem Men\u00adschen. Sie h\u00fcteten die bei\u00adden Ein\u00adwei\u00adhungswege. Mar\u00adduk, den Rudolf Stein\u00ader mit dem Erzen\u00adgel Michael gle\u00adich\u00adset\u00adzt, h\u00fctete damals den Weg in die geistige Au\u00dfen\u00adwelt und Istar, die Chald\u00e4is\u00adche Isis und heutige Maria, den Weg ins men\u00adschliche Innere. Ihre Zust\u00e4ndigkeit war also ent\u00adge\u00adgenge\u00adset\u00adzt der oben dargestell\u00adten, der heuti\u00adgen: \u201eDer\u00adjenige, der im alten Chald\u00e4er\u00adtume eingewei\u00adht wurde, der machte zwei Erleb\u00adnisse durch, und man sorgte daf\u00fcr, da\u00df er diese zwei Erleb\u00adnisse m\u00f6glichst so machte, da\u00df sie zusam\u00admen\u00adfie\u00adlen, da\u00df er also den Weg betrat nach au\u00dfen in die geistige Welt hinein und nach innen in die geistige Welt hinein, so da\u00df er wenig\u00adstens ein Gef\u00fchl erhielt von einem gemein\u00adschaftlichen Weben und Leben des Geisti\u00adgen drau\u00dfen und drin\u00adnen. Und dann erlebte er auf dem Wege nach innen die Begeg\u00adnung mit jen\u00adem geisti\u00adgen Wesen, das man inner\u00adhalb des Chald\u00e4er\u00adtums Istar nan\u00adnte und von dem man wu\u00dfte, da\u00df es zu den wohlt\u00e4ti\u00adgen Mond\u00adgot\u00adtheit\u00aden geh\u00f6rte. Istar stand da an der Schwelle, die son\u00adst den Men\u00adschen ver\u00adschlie\u00dft, was hin\u00adter dem See\u00adlen\u00adleben an Geistigkeit ste\u00adht. Und auf der anderen Seite, wo man das Tor find\u00adet in die geistige Welt durch den Tep\u00adpich der \u00e4u\u00dferen Sinneswelt, da stand der andere H\u00fcter: Mero\u00addach oder Mar\u00adduk. Mero\u00addach, er stand mit Istar da. Mero\u00addach, den wir mit dem H\u00fcter der Schwelle, mit dem Michael ver\u00adgle\u00adichen k\u00f6n\u00adnen, Mero\u00addach und Istar waren es, welche das Innere der Seele hellse\u00adhend macht\u00aden und den Men\u00adschen nach den bei\u00adden Seit\u00aden hin in die geistige Welt ein\u00adf\u00fchrten.\u201d (GA 113, S.&nbsp;170f)<\/p>\n<h4>Die L\u00fccke als Trennung \u2014 die Konsequenzen<\/h4>\n<p>R\u00fcckt die Eigen\u00adst\u00e4ndigkeit und Unab\u00adh\u00e4ngigkeit der bei\u00adden Mantren 26 Z und 27 a in den Blick, wer\u00adden sie Sym\u00adbol f\u00fcr ganz andere Gedankeng\u00e4nge. Auf zwei ver\u00adschiedene \u201cBilder\u201d will ich einge\u00adhen. Mein Fokus richtet sich zum einen auf das im Herb\u00adst liegende j\u00fcdis\u00adche Neu\u00adjahrs- und Ver\u00ads\u00f6h\u00adnungs\u00adfest, zum anderen auf einen Bischof\u00adsstab mit dop\u00adpel\u00adter Kr\u00fcmme und der Darstel\u00adlung eines soge\u00adnan\u00adnten Kopftr\u00e4gers.<\/p>\n<h4><em>J\u00fcdische Jahreslauf-Weisheit \u2014 Jom Kippur \u2014 das Vers\u00f6hnungsfest<\/em><\/h4>\n<p>In der j\u00fcdis\u00adchen Reli\u00adgion gibt es eigentlich zwei Jahre\u00adsan\u00adf\u00e4nge, denn das Neu\u00adjahrs\u00adfest <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rosch_ha-Schana\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rosch ha-Schana<\/a> find\u00adet zum Beginn des siebten Monats, am 1.\/2. Tis\u00adchri, d.h. zu <em>Neu\u00admond<\/em> statt. Hier wird die Erschaf\u00adfung des Men\u00adschen gefeiert. Als erster Monat gilt jedoch Nis\u00adsan im Fr\u00fch\u00adling mit dem <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pessach\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pes\u00adsach\u00adfest<\/a>, das, begin\u00adnend mit dem <em>Voll\u00admond,<\/em> in diesem Monat eine Woche lang \u2014 vom 15. bis 21. Nis\u00adsan \u2014 gefeiert wird. Dies ist das Erl\u00f6\u00adsungs\u00adfest und beruht auf dem Auszug aus \u00c4gypten. Nimmt man die Mond\u00adphase als Sig\u00adnatur des Hal\u00adb\u00adjahres, an dessen Beginn die bei\u00adden Feste liegen, so ist das Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr, das mit Rosch ha-Schana, dem Neu\u00adjahrs- und Sch\u00f6p\u00adfungs\u00adfest des Men\u00adschen begin\u00adnt durch den zunehmenden, jun\u00adgen Mond gekennze\u00adich\u00adnet \u2014 durch das sich inkarnierende Leben. Der abnehmende, alternde Mond pr\u00e4gt dem Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr sein Siegel auf, dessen Leben\u00adskr\u00e4fte sich w\u00e4hrend der Wach\u00ads\u00adtumspe\u00adri\u00adode ersch\u00f6pfen und schlie\u00dflich wieder vergeisti\u00adgen, also aus der Materie erl\u00f6st werden.<\/p>\n<p>Am j\u00fcdis\u00adchen Neu\u00adjahrs\u00adfest l\u00e4sst sich also able\u00adsen, welche inneren Vorg\u00e4nge mit dem \u00dcber\u00adgang vom Som\u00admer- zum Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr ver\u00adbun\u00adden sind. Diese Neusch\u00f6p\u00adfung des Lebens zeigt sich in fol\u00adgen\u00addem Glauben: Nach tal\u00admud\u00adis\u00adch\u00ader \u00dcber\u00adliefer\u00adung \u00f6ffnet Gott am ersten Tag des Jahres drei B\u00fcch\u00ader: ein Buch f\u00fcr die ganz schlecht\u00aden Men\u00adschen, ein zweites f\u00fcr die ganz from\u00admen Men\u00adschen und das dritte f\u00fcr die Durch\u00adschnitts\u00admen\u00adschen. Das Schick\u00adsal der ganz schlecht\u00aden und der ganz from\u00admen Men\u00adschen wird sogle\u00adich entsch\u00adieden; doch den Durch\u00adschnitts\u00admen\u00adschen wird bis <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jom_Kippur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jom Kip\u00adpur<\/a>, dem Ver\u00ads\u00f6h\u00adnungs\u00adfest, eine zehn\u00adt\u00e4gige Frist gew\u00e4hrt, um ihr Los zu verbessern. Im Gebet \u201cUne\u00adtaneh tokef\u201d hei\u00dft es: \u201eAm Neu\u00adjahrstag wer\u00adden sie eingeschrieben und am Ver\u00ads\u00f6h\u00adnungstag besiegelt, wie viele dahin\u00adschei\u00adden sollen und wie viele geboren wer\u00adden, wer leben und wer ster\u00adben soll, wer zu sein\u00ader Zeit und wer vor sein\u00ader Zeit, wer durch Feuer und wer durch Wass\u00ader, wer durch Schw\u00adert und wer durch Hunger, wer durch Sturm und wer durch Seuche, wer Ruhe haben wird und wer Unruhe, wer Rast find\u00adet und wer umherir\u00adrt, wer frei von Sor\u00adgen und wer voll Schmerzen, wer hoch und wer niedrig, wer reich und wer arm sein soll. Doch Umkehr, Gebet und Wohltun wen\u00adden das b\u00f6se Ver\u00adh\u00e4ng\u00adnis ab.\u201d (Gebet\u00adbuch f\u00fcr das Neu\u00adjahrs\u00adfest. S.&nbsp;108)<\/p>\n<p>Dadurch betra\u00adchte ich Jom Kip\u00adpur als Aus\u00addruck des inneren Gehalts dieses \u00dcber\u00adgangs in das neue Hal\u00adb\u00adjahr. Jom Kip\u00adpur, Tag der S\u00fchne, ist der h\u00f6ch\u00adste j\u00fcdis\u00adche Feiertag. Er wird zehn Tage nach Neu\u00adjahr, am 10. Tag des Monats Tis\u00adchri began\u00adgen und ist ein strenger Ruhe- und Fas\u00adtentag. Im Lev\u00adi\u00adtikus (3. Buch Mose) wird der dop\u00adpelte Jahres\u00adbe\u00adginn im Zusam\u00admen\u00adhang mit Jom Kip\u00adpur nochmals deut\u00adlich: \u201eAm zehn\u00adten Tage des sieben\u00adten Monats sollt ihr fas\u00adten und keine Arbeit tun, wed\u00ader ein Ein\u00adheimis\u00adch\u00ader noch ein Fremdling unter euch. Denn an diesem Tage geschieht eure Ents\u00fch\u00adnung, dass ihr gere\u00adinigt werdet; von allen euren S\u00fcn\u00adden werdet ihr gere\u00adinigt vor dem Her\u00adrn.\u201d (Lev 16,29\u201330 LUT, eben\u00adso Lev 23,26\u201332 LUT und Num 29,7\u201311 LUT.)<\/p>\n<p>Im Tem\u00adpel in Jerusalem wur\u00adden an diesem Tag beson\u00addere Opfer darge\u00adbracht und es war der einzige Tag, an dem der Hohe\u00adp\u00adriester \u2014 allein und streng abgeschirmt \u2014 das Aller\u00adheilig\u00adste im Tem\u00adpel betreten durfte. Er empf\u00ading dort stel\u00adlvertre\u00adtend f\u00fcr das Volk die Verge\u00adbung der S\u00fcnden.<\/p>\n<p>Es wur\u00adden zwei Tiere geopfert und \u00fcber zwei B\u00f6ck\u00aden das Los gewor\u00adfen (Lev 16,5\u201322 LUT). Der eine Bock mit dem Los \u201ef\u00fcr Gott\u201d wurde geopfert zur Reini\u00adgung des Tem\u00adpels. Dem anderen Bock mit dem Los \u201ef\u00fcr Asasel\u201d wur\u00adden alle S\u00fcn\u00adden des Volkes Israel vom Hohe\u00adp\u00adriester \u00f6ffentlich bekan\u00adnt und damit aufge\u00adladen. Was dann geschah, ist unsich\u00ader. Entwed\u00ader wurde das Tier \u201ef\u00fcr Asasel\u201d get\u00f6tet, indem es eine Klippe her\u00adabgest\u00fcrzt wurde oder es wurde in die Wild\u00adnis ent\u00adlassen. Dieser Ziegen\u00adbock ist der S\u00fcn\u00adden\u00adbock, ein von Luther gepr\u00e4gter Begriff. \u201cAsasel\u201d mit der g\u00f6t\u00adtlichen Endung \u201cel\u201d ist ein seltenes hebr\u00e4is\u00adches Neben\u00adwort, das \u201eEnt\u00adlas\u00adsung\u201d oder \u201eg\u00e4n\u00adzliche Ent\u00adfer\u00adnung\u201d bedeutet. Laut dem apokryphen Buch Henoch ist Asasel oder Asalsel der Anf\u00fchrer unter den gefal\u00adl\u00adenen Engeln, der die Men\u00adschen die S\u00fcnde lehrte. Asasel bedeutet allerd\u00adings auch W\u00fcste und Wild\u00adnis und deshalb wird alter\u00adna\u00adtiv angenom\u00admen, dass dieser Bock in die Frei\u00adheit ent\u00adlassen wurde.<\/p>\n<p>W\u00fcste, das Wilde, unkul\u00adtivierte ste\u00adht f\u00fcr mich f\u00fcr die Wahrnehmungs\u00adseite der Seele, f\u00fcr das Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr. Die Wahrnehmungen f\u00fct\u00adtern den Ver\u00adstand, der selb\u00adst\u00ads\u00fcchtige Ideen, also S\u00fcn\u00adden her\u00advor\u00adbringt. W\u00e4hrend des Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahres hat diese Daseins\u00adform ihre Berech\u00adti\u00adgung. Doch mit dem j\u00fcdis\u00adchen Neu\u00adjahrs\u00adfest begin\u00adnt das Neue mit dem Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr, der Denk-Seite der Seele, ihrem Innen-Sein. Das Denken muss, um nicht ego\u00adis\u00adtisch, son\u00addern gut zu sein, Gott geopfert wer\u00adden. Das ist der andere Ziegen\u00adbock, der zur Reini\u00adgung des Innen\u00adraumes, des Tem\u00adpels, geopfert wird.<\/p>\n<p>Der duale Charak\u00adter dieses Festes kommt in zwei weit\u00aderen Noti\u00adzen zum Aus\u00addruck. Zum einen in der Klei\u00adder\u00advorschrift des Hohe\u00adp\u00adriesters, die besagt, dass er \u201eleinene Bein\u00adklei\u00adder\u201d, also Hosen tra\u00adgen muss (Lev 16,2\u20134 LUT), zum anderen, dass der Hochzeit\u00adstag als per\u00ads\u00f6n\u00adlich\u00ader Ver\u00ads\u00f6h\u00adnungstag ver\u00adstanden wird, an dem Braut und Br\u00e4utigam fas\u00adten, ein S\u00fcn\u00adden\u00adbeken\u00adnt\u00adnis able\u00adgen und dadurch ganz neu anfangen.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich zeigt das Bild des Ziegen\u00adbocks mit seinen oft nach au\u00dfen gewen\u00adde\u00adten H\u00f6rn\u00adern diese Geste der Teilung und des Gegen\u00adsatzes. Und die Bewe\u00adgung in zwei ent\u00adge\u00adgenge\u00adset\u00adzte Rich\u00adtun\u00adgen ist nur durch ein Opfer, das Opfer ein\u00ader der bei\u00adden Rich\u00adtun\u00adgen zu \u00fcber\u00adwinden. Um in der Gegen\u00adwart pr\u00e4sent zu leben, muss die Ori\u00aden\u00adtierung an der Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit geopfert wer\u00adden f\u00fcr eine gute Zukunft.<\/p>\n<p>Im Opfer\u00adritu\u00adal, Kap\u00adparot, das ultra\u00adortho\u00addoxe Juden prak\u00adtizieren, kommt dieser Opfer-Aspekt beson\u00adders urspr\u00fcnglich zum Aus\u00addruck. Am Vortag des Ver\u00ads\u00f6h\u00adnungstages wird f\u00fcr jede weib\u00adliche Per\u00adson im Haus ein schneewei\u00dfes Huhn bzw. f\u00fcr jede m\u00e4nnliche ein solch\u00ader Hahn als S\u00fch\u00adneopfer geschlachtet, nach\u00addem im Gebet dem Tier die per\u00ads\u00f6n\u00adlichen S\u00fcn\u00adden \u00fcber\u00adtra\u00adgen wur\u00adden. Dreimal wird das Tier lebend \u00fcber dem Kopf geschwun\u00adgen und dabei dreimal wieder\u00adholt: \u201eDas ist mein Stel\u00adlvertreter. Das ist mein Aus\u00adl\u00f6s\u00ader. Das ist meine S\u00fchne. Dieses Huhn geht in den Tod, ich aber gehe einem guten Leben und Frieden ent\u00adge\u00adgen.\u201d Dann wird das Tier get\u00f6tet. Es wird nicht sel\u00adber gegessen, son\u00addern den Armen zum Verzehr \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader sagt \u00fcber Asasel: \u201cFern\u00ader m\u00fcssen wir unsere Aufmerk\u00adsamkeit richt\u00aden auf alles, was mit der Unwahrhaftigkeit zusam\u00admen\u00adh\u00e4ngt. Wir bege\u00adhen zwar durch unsere Erziehung keine groben Unwahrheit\u00aden, den\u00adnoch haben wir stets den Hang, bess\u00ader zu scheinen, als wir im Grunde wirk\u00adlich sind. Oder aber, wenn es uns um Hals und Kra\u00adgen geht, die Wahrheit zu geste\u00adhen, sie lieber zu ver\u00adschweigen und zu ver\u00adschleiern. Dies alles wirkt eben\u00adfalls sch\u00e4di\u00adgend auf das Welt\u00adgeschehen und somit auf den Men\u00adschen sel\u00adber ver\u00adnich\u00adt\u00adend zur\u00fcck. Die Wirkun\u00adgen solch\u00ader Unwahrhaftigkeit\u00aden wirken auf unseren Astralleib, dann auf unseren \u00c4ther\u00adleib, und zwar auf den\u00adjeni\u00adgen Teil, den wir Licht\u00e4ther nen\u00adnen. Von hier aus wirken solche sch\u00e4di\u00adgen\u00adden Ein\u00adfl\u00fcsse auf den physis\u00adchen Leib, beson\u00adders auf das Ner\u00adven\u00adsys\u00adtem. Diese luz\u00adiferischen Wesen\u00adheit\u00aden, die hier\u00admit zusam\u00admen\u00adh\u00e4n\u00adgen, deren Anf\u00fchrer Azazel ist, offen\u00adbaren sich dem Hellse\u00adher auch men\u00adschen\u00e4hn\u00adlich, meis\u00adtens als Kopf mit Raben\u00adfl\u00fcgeln.\u201d (Lit.: GA 266b, S.&nbsp;130f)<\/p>\n<h4><em>Der Bischofsstab als Lebensrute<\/em><\/h4>\n<p>Seit alten Zeit\u00aden ist das Bild der Lebenss\u00e4ule bekan\u00adnt. Sie wurde h\u00e4u\u00adfig als Stamm mit zu den Seit\u00aden gebo\u00adge\u00adnen \u00c4sten dargestellt. Ein sp\u00e4tes Beispiel eines solchen Lebens\u00adbaumes ist die Irmin\u00adsul, wie sie auf dem Relief an den Extern\u00adsteinen dargestellt ist. Die bei\u00adden \u201c\u00c4ste\u201d beto\u00adnen die Polar\u00adit\u00e4t, von m\u00e4nnlich und weib\u00adlich, Wahrnehmung und Denken, aus der alles Leben her\u00advorge\u00adht. Die bei\u00adden unver\u00adbun\u00adde\u00adnen Mantren 26 Z und 27 a k\u00f6n\u00adnen in den divergieren\u00adden \u201c\u00c4sten\u201d der Lebenss\u00e4ule gese\u00adhen werden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/Irminsul-Marianne-Klement-260x300.png\" alt width=\"152\" height=\"175\"><\/p>\n<p><em>Zeich\u00adnung der aufgerichteten Irmin\u00adsul, Mar\u00adi\u00adanne Klement<\/em><\/p>\n<p>Im T\u2011Stab des heili\u00adgen Anto\u00adnius lebt dieses Sym\u00adbol fort und meint die Selb\u00adst\u00fcber\u00adwin\u00addung, damit \u00fcber dem Quer\u00adbalken das H\u00f6here, die Sonne erscheinen kann.<\/p>\n<p>Das obere Ende der meis\u00adten west\u00adlichen Bischof\u00adsst\u00e4be ist dem \u00e4gyp\u00adtis\u00adchen Krumm\u00adstab nachge\u00adbildet, dem Hirten\u00adstab. Diese Bischof\u00adsst\u00e4be zeigen einen fast kre\u00adis\u00adf\u00f6r\u00admi\u00adgen Bogen, die Kr\u00fcmme, und weisen damit auf den Jahreskreis als Ein\u00adheit. Anders ist es bei ortho\u00addox\u00aden Bischof\u00adsst\u00e4ben. Der Bischof\u00adsstab des syrisch-ortho\u00addox\u00aden Patri\u00adarchen soll dem Mosesstab \u00e4hneln. Er weist zwei, z.T. auch drei Schlangen auf, ein Hin\u00adweis auf das Meis\u00adtern der Zeit. Die Form\u00adsprache der Schlangen n\u00e4hert sich oft der T\u2011Form und \u00e4hnelt der Irminsul.<\/p>\n<p>Zum Abschluss m\u00f6chte ich einge\u00adhen auf das Oberteil eines Stabes, ver\u00admut\u00adlich eines west\u00adlichen Bischof\u00adsstabes unbekan\u00adnter Herkun\u00adft. Dieses Kunst\u00adwerk stellt das The\u00adma der bei\u00adden unver\u00adbun\u00adde\u00adnen Mantren 26 Z und 27 a, Tren\u00adnung, Unter\u00adschei\u00addung und Opfer beson\u00adders kraftvoll dar. Statt ein\u00ader Run\u00addung zeigt dieses Staboberteil zwei Kr\u00fcm\u00admen und n\u00e4hert sich dadurch der ortho\u00addox\u00aden Form. Wie bei Bischof\u00adsst\u00e4ben h\u00e4u\u00adfig, find\u00aden sich au\u00dfen Andeu\u00adtun\u00adgen von Bl\u00e4t\u00adtern als Hin\u00adweis auf das neue Leben. Die bei\u00adden Kr\u00fcm\u00admen beschreiben leicht ein\u00adwick\u00adel\u00adnde Spi\u00adralen, die die Assozi\u00ada\u00adtion von Hal\u00adb\u00adjahren weck\u00aden \u2014 aber als eigene Ganzheit\u00aden. Oben \u00fcber den sich tren\u00adnen\u00adden Kr\u00fcm\u00admen ste\u00adht der heilige Georg, den Drachen besiegend. Er wacht \u00fcber die Teilung. In den bei\u00adden Kr\u00fcm\u00admen find\u00adet sich eine gemein\u00adsame Opfer\u00adszene. In der linken Kr\u00fcmme ist ein Heiliger zu sehen, der seinen eige\u00adnen Kopf zum Altar tr\u00e4gt, der in der recht\u00aden Kr\u00fcmme dargestellt ist mit dem davor wartenden Priester. Die Darstel\u00adlung eines soge\u00adnan\u00adnten Kopftr\u00e4gers ist unter den heili\u00adgen M\u00e4r\u00adtyr\u00adern nicht sel\u00adten. Sie brin\u00adgen das gr\u00f6\u00dfte Opfer f\u00fcr Chris\u00adtus, ihren eige\u00adnen Kopf \u2014 ihr irdis\u00adches auf \u00e4u\u00dfer\u00ader Wahrnehmung beruhende Denken. Die bei\u00adden bekan\u00adntesten Beispiele sind der heilige Diony\u00adsius von Paris und Vale\u00adria von Limoges.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/26-Z-Bischofsstaebe-300x169.png\" alt width=\"396\" height=\"223\"><\/p>\n<p><em>Bischof\u00adsstab des syrisch-ortho\u00addox\u00aden Patri\u00adarchen von Anti\u00adochia im \u00f6stlichen Stil mit Schlangen, die den Stab von Moses darstellen<\/em><\/p>\n<p><em>Bischof\u00adsstab unbekan\u00adnter Herkun\u00adft im See\u00adlenkalen\u00adder Jahreskreis<\/em><\/p>\n<h4><strong>\u00dcber die nicht spiegelnden Spr\u00fcche 26 Z und 27&nbsp;a<\/strong><\/h4>\n<p>Die Mantren 26 Z und 27 a weisen bei\u00adde einen Ich-Sprech\u00ader auf, was bedeutet, dass ihr Inhalt grund\u00ads\u00e4t\u00adzlich der Selb\u00adst\u00adbeobach\u00adtung zug\u00e4nglich ist. Der Ich-Sprech\u00ader des Michaeli-Mantras 26 Z wen\u00addet sich nach au\u00dfen, der Ich-Sprech\u00ader des Mantras 27 a nach innen.&nbsp; Das ganze Michaeli-Mantra ist eine Rede des Ich-Sprech\u00aders an die Natur. Der Ich-Sprech\u00ader des Mantras 27 a spricht dage\u00adgen mit sich selb\u00adst, er \u00fcbt Selb\u00adst\u00adbe\u00adtra\u00adch\u00adtung, wie es im Mantra sel\u00adber&nbsp;hei\u00dft.<\/p>\n<p>Der Ich-Sprech\u00ader spricht im Mantra 26 Z die Natur als seine Mut\u00adter an \u2014 und gibt dadurch zu erken\u00adnen, dass er ihr Kind ist. Jed\u00ader Men\u00adsch gewin\u00adnt durch Wahrnehmung Inhalte f\u00fcr sein Denken. Er gewin\u00adnt sie aus der Welt, der Natur. F\u00fcr sein Bewusst\u00adsein ist die Natur seine Mut\u00adter. Rudolf Stein\u00ader beze\u00adich\u00adnet den chald\u00e4is\u00adchen Gott Mar\u00adduk, den wir heute als Erzen\u00adgel Michael ken\u00adnen, als Sohn der Ea, der Weisheit, die in allen Din\u00adgen \u2014 in der Natur, der Erde \u2014 wal\u00adtet. Mar\u00adduk-Michael ist Sohn dieser Weisheit. (GA 243, S. 22 ff). So l\u00e4sst sich ver\u00adste\u00adhen, warum das Michaeli-Mantra vom m\u00fct\u00adter\u00adlichen Sein der Natur spricht.<\/p>\n<p>Der Ich-Sprech\u00ader im Michaeli-Mantra 26 Z erken\u00adnt das m\u00fct\u00adter\u00adliche Sein der Natur in Bezug zum Men\u00adschen. Er erken\u00adnt, dass der Men\u00adsch von der Natur abh\u00e4ngig ist, denn geistig und k\u00f6r\u00adper\u00adlich braucht er sie. Ohne Umwelt ist die Exis\u00adtenz des Men\u00adschen undenkbar. Geistig braucht er sie, weil sie seinem Bewusst\u00adsein Inhalt gibt durch die Wahrnehmung. Und k\u00f6r\u00adper\u00adlich k\u00f6n\u00adnte er ohne ihre Nahrung, ihre W\u00e4rme, ihre Luft, ihr Wass\u00ader und ihren Schutz nicht beste\u00adhen. Ja, sein eigen\u00ader K\u00f6r\u00adp\u00ader beste\u00adht aus den Sub\u00adstanzen der Natur. Der Men\u00adsch ist sel\u00adber Natur, er lebt in den Rhyth\u00admen der Zeit mit der Erde mit, von ihr und dem Kos\u00admos getra\u00adgen. Der Men\u00adsch ist Kind der Natur. Sie ist seine Mut\u00adter, sie hat ihn her\u00advorge\u00adbracht und h\u00e4lt ihn am Leben. Alles, was mit Stof\u00adfwech\u00adsel zusam\u00admen\u00adh\u00e4ngt, mit Abbau und Auf\u00adbau, ist Natur\u00adprozess. Und dieser Stof\u00adfwech\u00adselpol des Men\u00adschen ist die Grund\u00adlage des Wil\u00adlens. Der Ich-Sprech\u00ader erken\u00adnt, dass er das m\u00fct\u00adter\u00adliche Sein der Natur in seinem Wil\u00adlenswe\u00adsen tr\u00e4gt. So wie die Natur das Leben will, das Leben f\u00f6rdert, so will der Men\u00adsch sein eigenes Leben. Und dieses Leben vol\u00adlzieht sich zyk\u00adlisch zwis\u00adchen zwei Polen, zwis\u00adchen \u201cfeuri\u00adgen\u201d Ver\u00adbren\u00adnungs- \/ Abbauprozessen und \u201cw\u00e4ss\u00adri\u00adgen\u201d Wach\u00ads\u00adtums- \/ Auf\u00adbauprozessen. Im Wil\u00adlenswe\u00adsen vere\u00adint sich Zer\u00adst\u00f6rung und Neusch\u00f6p\u00adfung. Damit ist der Stof\u00adfwech\u00adsel\u00adprozess mit dem Jahres\u00adlauf, dem Wer\u00adden und Verge\u00adhen in der Zeit, verwandt.<\/p>\n<p>Etwas ganz anderes erlebt der Ich-Sprech\u00ader des Mantras 27 a. Obwohl auch das Wil\u00adlenswe\u00adsen des Mantras 26 Z in der Tiefe, im Unter\u00adbe\u00adwussten zu find\u00aden ist, gelangt der Ich-Spreche des Mantras 27 a beim Ein\u00addrin\u00adgen in die Tiefe seines Wesens nicht dor\u00adthin. Er find\u00adet in der Tiefe seines Wesens nichts oder bess\u00ader gesagt nichts Konkretes. Lediglich ein ahnungsvolles Sehnen wird ihm beim Ein\u00addrin\u00adgen in diese Tiefe erregt. Warum? Die Innen\u00adwelt ist keine Gegen\u00adstandswelt. In der Innen\u00adwelt treten die Wesen und Gegen\u00adst\u00e4nde nicht von sel\u00adber, das hei\u00dft ohne innere Aktiv\u00adit\u00e4t in den Bewusst\u00adsein\u00adsraum, so wie es geschieht, wenn das Bewusst\u00adsein sich nach au\u00dfen richtet. Der Men\u00adsch ist es gewohnt, den Baum, den Hund, den Stern zu sehen, ihm zu begeg\u00adnen, wenn der Blick, das hei\u00dft das Bewusst\u00adsein darauf f\u00e4llt. Doch in der Innen\u00adwelt kommt dem Bewusst\u00adsein zun\u00e4chst nichts ent\u00adge\u00adgen. Es bleibt beim Sehnen voller Ahnungen.<\/p>\n<p>Im Mantra 26 Z schlie\u00dft an den ersten Sachver\u00adhalt des m\u00fct\u00adter\u00adlichen Seins im Wil\u00adlenswe\u00adsen ein zweit\u00ader mit \u201cUnd\u201d an. Die Feuer\u00adma\u00adcht des Wil\u00adlens, die das m\u00fct\u00adter\u00adliche Sein der Natur dem Men\u00adschen zu Eigen gegeben hat, die der Men\u00adsch in seinem Wil\u00adlenswe\u00adsen tr\u00e4gt, diese Feuer\u00adma\u00adcht st\u00e4hlt die Triebe des eige\u00adnen Geistes. Diese Triebe sind das, was den Men\u00adschen aus dem Geist antreibt. Triebe aus dem Geist geh\u00f6ren zum oberen Pol des Men\u00adschen, dem Ner\u00adven-Sin\u00adnessys\u00adtem. Der Geist tritt hier ins Bewusst\u00adsein des Men\u00adschen ein und \u00e4u\u00dfert sich in Form von Ideen und Ide\u00adalen. Und diese Ideen, Ide\u00adale und Ziele treiben den Men\u00adschen zu Hand\u00adlun\u00adgen, sie sind seine Geis\u00adtestriebe. Sie sind Zukun\u00adftsvorstel\u00adlun\u00adgen und existieren zun\u00e4chst nur im Geist, im Zusam\u00admen\u00adwirken von Ich und Astralleib. Wirkt der Wille im \u00c4ther\u00adleib, so wird er Trieb. Rudolf Stein\u00ader gibt die vom physis\u00adchen Leib auf\u00adsteigende Rei\u00adhe fol\u00adgen\u00adder\u00adma\u00dfen an: physis\u00adch\u00ader Leib \u2014 Instinkt, \u00c4ther\u00adleib \u2014 Trieb, Astralleib \u2014 Begierde (GA 293, S. 66f). Bei des Geistes Trieben muss es sich jedoch um eine absteigende, von oben kom\u00admende Meta\u00admor\u00adphose-Rei\u00adhe von Trieben handeln.<\/p>\n<p>Auf der Stufe des \u00c4ther\u00adleibs, also als Trieb des Geistes, begeg\u00adnen die von Ideen, Ide\u00adalen, Zie\u00adlen stam\u00admenden Wil\u00adlen\u00adsim\u00adpulse den zahllosen Hin\u00addernissen aus der physis\u00adchen Welt, wozu auch der physis\u00adche Leib mit seinen Befind\u00adlichkeit\u00aden und Beschr\u00e4nkun\u00adgen geh\u00f6rt. Hier ent\u00adbren\u00adnt ein Kampf zwis\u00adchen den Trieben des Geistes und den niederen Trieben. Der Men\u00adsch muss nun entschei\u00adden, welchen Impulsen er fol\u00adgt. Er muss sich selb\u00adst \u00fcber\u00adwinden, seinen Willen ein\u00adset\u00adzen. Diese Feuer\u00adma\u00adcht des Wil\u00adlens st\u00e4hlt die Geis\u00adtestriebe. Sie h\u00e4rtet sie, damit sie st\u00e4rkere Triebkr\u00e4fte entwick\u00adeln als die niederen Triebe der K\u00f6rperlichkeit.<\/p>\n<p>Im Mantra 27 a wird nun gesagt, was das Ziel des ahnungsvollen Sehnens ist, wonach sich der Ich-Sprech\u00ader sehnt. Er dringt in die Tiefe seines Wesens, um sich durch Selb\u00adst\u00adbe\u00adtra\u00adch\u00adtung zu find\u00aden \u2014 und zwar nicht irgend\u00adwie, son\u00addern als Som\u00admer\u00adson\u00adnengabe. Der Ich-Sprech\u00ader sehnt sich also danach, sich sel\u00adber zu erken\u00adnen, nicht wie er jet\u00adzt ist, son\u00addern wie er gedacht ist \u2014 als Gabe der Som\u00admer\u00adson\u00adne, als ihr Geschenk. Der Ich-Sprech\u00ader ahnt voller Sehn\u00adsucht, dass in der Tiefe seines Wesens sein eigenes Sonne-Sein ver\u00adbor\u00adgen ist und diese Son\u00adnen\u00adnatur hat er von der Som\u00admer\u00adson\u00adne erhal\u00adten. Die Sonne in ihrer gr\u00f6\u00dften Kraft, als Som\u00admer\u00adson\u00adne, hat dem Men\u00adschen von ihrem eige\u00adnen Wesen geschenkt. Der Men\u00adsch kann in der Tiefe seines Wesens sich sel\u00adber als Sonne erken\u00adnen. Selb\u00adst\u00adbe\u00adtra\u00adch\u00adtung, Selb\u00adsterken\u00adnt\u00adnis zeigt, dass das Bewusst\u00adseinslicht vom Men\u00adschen ausstrahlt wie das \u00e4u\u00dfere Licht von der Sonne. Doch die Sonne im Men\u00adschen ist noch Keim. Sie ist noch keine Som\u00admer\u00adson\u00adne, die hoch am Him\u00admel ste\u00adht. Sie ist noch unter dem Hor\u00adi\u00adzont oder ger\u00adade im Begriff aufzuge\u00adhen. Diesen winzi\u00adgen Son\u00adnenkeim erken\u00adnt der Ich-Sprech\u00ader als die in sein\u00ader Seele lebende, die Seele w\u00e4r\u00admende und in Bewe\u00adgung brin\u00adgende, sie antreibende Kraft \u2014 als den Kr\u00e4ftetrieb sein\u00ader Seele. Erstaunlicher\u00adweise lebt dieser Son\u00adnen-Keim in Herb\u00adstesstim\u00admung in der Seele. Er lebt in ein\u00ader ern\u00fcchtern\u00adden, sich auf das Wesentliche konzen\u00adtri\u00aderen\u00adden abun\u00addan\u00adten Stim\u00admung \u2014 nicht in ein\u00ader \u00fcber\u00adschw\u00e4nglichen, schw\u00e4rmerischen Seelenatmosph\u00e4re.<\/p>\n<p>Nun fol\u00adgt auch im Mantra 26 Z das Ziel, warum die Feuer\u00adma\u00adcht des Wil\u00adlens die Triebe des Geistes st\u00e4hlt. Sie sollen Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl geb\u00e4ren. Durch die Erfahrung der Selb\u00adst\u00fcber\u00adwin\u00addung entste\u00adht das Erleben der Selb\u00adst\u00adwirk\u00adsamkeit. Das F\u00fchlen der eige\u00adnen Macht \u00fcber sich selb\u00adst bringt das Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl her\u00advor. Schon in der Selb\u00adst\u00fcber\u00adwin\u00addung ste\u00adht der Men\u00adsch sich selb\u00adst gegen\u00fcber. Schon hier ist er als Zwei\u00adheit vorhan\u00adden. Auch beim Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl ist dies der Fall. Gew\u00f6hn\u00adlich f\u00fchlt man das Andere, das man nicht ist \u2014 einen Gegen\u00adstand oder eine Emo\u00adtion. Doch beim Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl f\u00fchlt der Men\u00adsch sich selb\u00adst. So ist es auch ver\u00adst\u00e4ndlich, dass das let\u00adz\u00adtendliche Ziel der Geburt des Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchls ist, sich in sich sel\u00adber zu tra\u00adgen. Der Geist im Ich-Sprech\u00ader, der ihn treibt, diesen Geist f\u00fchlt er im Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl und diesen Geist tr\u00e4gt er nun bewusst in sich selb\u00adst. Er tr\u00e4gt sich als geisti\u00adgen Men\u00adschen in seinem irdis\u00adchen&nbsp;Sein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/26-Z-27-a-Spruchbeziehungen-b-300x94.png\" alt width=\"531\" height=\"166\"><\/p>\n<p><em>Inhaltliche Verbindun\u00adgen der bei\u00adden Mantren<\/em><\/p>\n<p>Ich habe den Ein\u00addruck, dass die Mantren trotz aller Eigen\u00adst\u00e4ndigkeit in ein\u00ader Beziehung ste\u00adhen. Diese Beziehung ist keine par\u00adal\u00adlele, wie die Spiegelung, son\u00addern scheint mir zu kreuzen, wie die Verbindungsstriche der Abbil\u00addung zeigen.<\/p>\n<p>Das m\u00fct\u00adter\u00adliche Sein der Natur (26 Z), das sich in das Wil\u00adlenswe\u00adsen des Ich-Sprech\u00aders hineingeschenkt hat, erscheint in der Seele als ihr Kr\u00e4ftetrieb (27 a) der w\u00e4r\u00admend leben\u00adder Keim ist \u2014 und eine Gabe der Som\u00admer\u00adson\u00adne, also der&nbsp;Natur.<\/p>\n<p>Das ahnungsvoll erregte Sehnen (27 a) beim Ein\u00addrin\u00adgen in die Tiefen des eige\u00adnen Wesens h\u00e4ngt zusam\u00admen mit dem gebore\u00adnen Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl (26 Z). Das Sehnen f\u00fchlt, dass es im Innern etwas zu find\u00aden gibt, denn dort trage ich mich in&nbsp;mir.<\/p>\n<p>Sowohl die bei\u00adden ersten, als auch die bei\u00adden let\u00adzten Zeilen bei\u00adder Mantren sprechen von dualen Zusammenh\u00e4ngen:<\/p>\n<p>26 Z:&nbsp; Natur \u2014&nbsp;Ich<\/p>\n<p>Ich trage mich \u2014 in&nbsp;mir<\/p>\n<p>27 a:&nbsp;&nbsp; Ich \u2014 dringe in die Tiefe meines Wesens<\/p>\n<p>Seele \u2014 Kr\u00e4ftetrieb<\/p>\n<p>Die jew\u00adeils mit\u00adtleren bei\u00adden Zeilen tun dies for\u00admal auch, ich empfinde sie trotz\u00addem eher als Aus\u00adsage ein\u00ader Ganzheit. Die Feuer\u00adma\u00adcht des eige\u00adnen Wil\u00adlens (26 Z) find\u00adet ihre Entsprechung in der Som\u00admer\u00adson\u00adne (27 a), die sich ver\u00adschenkt. Das sich find\u00aden in der Selb\u00adst\u00adbe\u00adtra\u00adch\u00adtung (27 a) als Gabe der Som\u00admer\u00adson\u00adne \u2014 als Son\u00adnengeist, set\u00adzt voraus, dass die Triebe des eige\u00adnen Geistes gest\u00e4hlt (26 Z) wur\u00adden, sodass sie der Real\u00adit\u00e4t standhalten.<\/p>\n<p>Es \u00fcber\u00adrascht nicht im Mantra 26 Z michaelis\u00adche Aspek\u00adte wie die zu st\u00e4h\u00adlen\u00adden Geis\u00adtestriebe zu find\u00aden, tr\u00e4gt es doch die \u00dcber\u00adschrift \u201cMichaeli-Stim\u00admung\u201d.&nbsp; Doch im Mantra 27 a Aspek\u00adte der Maria zu find\u00aden, war f\u00fcr mich uner\u00adwartet. Das ahnungsvolle Sehnen l\u00e4sst mich an die Stim\u00admung der Verk\u00fcndi\u00adgung denken, die Som\u00admer\u00adson\u00adnengabe, die ich sel\u00adber bin, an das Christkind, das gem\u00e4\u00df Angelus Sile\u00adsius in jedem Men\u00adschen geboren wer\u00adden muss. \u201cWird Chris\u00adtus tausendmahl zu Beth\u00adle\u00adhem gebohrn \/ Und nicht in dir; du bleib\u00adst noch Ewiglich ver\u00adlohrn.\u201d (Der Cheru\u00adbinis\u00adche Wan\u00adder\u00ads\u00admann) In den Tiefen meines Wesens kann diese Chris\u00adtus-Son\u00adnen\u00admacht gefun\u00adden wer\u00adden. Weil sie im Innern als Keim, als wach\u00adsender Kr\u00e4ftetrieb vorhan\u00adden ist, wird der Men\u00adsch zur Maria, zur Gottesgeb\u00e4rerin.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1358\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 26&nbsp;Z&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1380\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 27&nbsp;a&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2619\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tN\u00e4ch\u00adster Bolg-Ein\u00adtrag Winter-Halbjahr&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Mantren 26 Z und 27&nbsp;a &nbsp; 26 Z Michaeli-Stim\u00ad\u00admung Natur, dein m\u00fct\u00adter\u00adlich\u00ades&nbsp;Sein, Ich trage es in meinem Wil\u00adlenswe\u00adsen; Und meines Wil\u00adlens Feuer\u00adma\u00adcht, Sie st\u00e4h\u00adlet meines Geistes Triebe, Dass sie geb\u00e4ren Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl, Zu tra\u00adgen mich in&nbsp;mir. HERBST 27 a In meines Wesens Tiefen drin\u00adgen: Erregt ein ahnungsvolles Sehnen, Dass ich mich selb\u00adst\u00adbe\u00adtra\u00adch\u00adt\u00adend&nbsp;finde, Als Som\u00admer\u00adson\u00adnengabe, die\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-2689","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2689","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2689"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2689\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3844,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2689\/revisions\/3844"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2689"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}