{"id":2431,"date":"2024-07-26T22:02:30","date_gmt":"2024-07-26T20:02:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2431"},"modified":"2026-02-14T15:44:29","modified_gmt":"2026-02-14T14:44:29","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy-7-copy-copy-copy-copy-copy-2-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2431","title":{"rendered":"Blog \u2014 Spiegelspr\u00fcche 16 P \u2014 37&nbsp;l"},"content":{"rendered":"\n\n\t<h4><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/16-P-37-l-260x300.png\" alt width=\"260\" height=\"300\"><\/h4>\n<h4><strong>Die spiegelnden Mantren 16 P<\/strong><strong> und 37&nbsp;l<br>\n<\/strong><\/h4>\n<table width=\"639\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"311\">&nbsp;\n<p><strong>16 P<\/strong><\/p>\n<p><u>Zu<\/u> <strong>bergen<\/strong> <u>Geist<\/u><strong>geschenk<\/strong> im <strong>Innern<\/strong>,<\/p>\n<p><strong>Gebi\u00adetet strenge<\/strong> <u>mir<\/u> mein <strong>Ahnen<\/strong>,<\/p>\n<p><u>Dass<\/u> <strong>reif<u>end<\/u> Gottesgaben<\/strong><\/p>\n<p><u>In<\/u> <strong>See\u00adlen<\/strong>g<u>r\u00fcn\u00adden<\/u> <strong>fruch\u00adt\u00adend<\/strong><\/p>\n<p>Der Selb\u00ads\u00adtheit Fr\u00fcchte bringen.<\/p>\n.\u2026.<\/td>\n<td width=\"16\"><\/td>\n<td width=\"311\"><strong>WINTER<\/strong>\n<p><strong>37 l<\/strong><\/p>\n<p><u>Zu<\/u> <strong>tra\u00adgen<\/strong> <u>Geist<\/u>es<strong>licht<\/strong> in <strong>Wel\u00adtenwin\u00adter\u00adnacht<\/strong><\/p>\n<p><strong>Erstre\u00adbet selig<\/strong> <u>meines<\/u> Herzens <strong>Trieb<\/strong>,<\/p>\n<p><u>Dass<\/u> <strong>leucht<u>end<\/u> Seelenkeime<\/strong><\/p>\n<p><u>In<\/u> <strong>Wel\u00adten<\/strong>g<u>r\u00fcn\u00adden<\/u> <strong>wurzeln<\/strong>,<\/p>\n<p>Und Gotteswort im Sinnesdunkel<\/p>\nVerk\u00adl\u00e4rend alles Sein durcht\u00f6nt.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h4>Musik zum Mantra 16 P \u2014 gro\u00dfm\u00fctig \u2014 komponiert von Herbert Lippmann<\/h4>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-2431-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/16-P-Lippmann-Fraktal-KW-16-grossmuetig-1\u00b419.mp3?_=1\"><a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/16-P-Lippmann-Fraktal-KW-16-grossmuetig-1\u00b419.mp3\">https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/16-P-Lippmann-Fraktal-KW-16-grossmuetig\u20111\u00b419.mp3<\/a><\/audio>\n<h4>Musik zum Mantra 37 l \u2014 plaudernd \u2014 komponiert von Herbert Lippmann<\/h4>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-2431-2\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/37-l-Lippmann-Fraktal-KW-37-plaudernd-0\u00b438-21.11.24.mp3?_=2\"><a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/37-l-Lippmann-Fraktal-KW-37-plaudernd-0\u00b438-21.11.24.mp3\">https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/11\/37-l-Lippmann-Fraktal-KW-37-plaudernd\u20110\u00b438\u201321.11.24.mp3<\/a><\/audio>\n<h4><strong>\u00dcber die Spiegelspr\u00fcche 16 P und 37&nbsp;l<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Die Mantren <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1076\">16 P<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1538\">37 l<\/a> sind aus der Per\u00adspek\u00adtive eines wach beobach\u00adt\u00aden\u00adden Ich-Sprech\u00aders geschrieben. Die ersten vier Zeilen spiegeln, die f\u00fcn\u00adfte (16 P) bzw. f\u00fcn\u00adfte und sech\u00adste Zeile (37 l) nicht. Das bedeutet, dass die bei\u00adden geschilderten Prozesse am Schluss unab\u00adh\u00e4ngig voneinan\u00adder sind, sie verselb\u00adst\u00e4ndi\u00adgen sich. Die vier spiegel\u00adnden Zeilen davor zeigen ihre Bezo\u00adgen\u00adheit aufeinander.<\/p>\n<p>Das Mantra 37 l ist das Mantra der drit\u00adten Adventswoche. Die Adventszeit kann als Durch\u00adgang durch die Natur\u00adre\u00adiche bis zum Men\u00adschen\u00adre\u00adich erlebt wer\u00adden. Dann entspricht die Woche des 1. Advent (35 i) dem Min\u00ader\u00adal\u00adre\u00adich, die Woche des 2. Advent (36 k) dem Pflanzen\u00adre\u00adich, die Woche des 3. Advent (37 l) dem Tier\u00adre\u00adich und die Woche des 4. Advent mit der Heili\u00adgen Nacht (38 m) dem Men\u00adschen\u00adre\u00adich. Das Charak\u00adter\u00adis\u00adtis\u00adche des Tier\u00adre\u00adichs ist die Entwick\u00adlung von Bewusst\u00adsein und selb\u00adst\u00e4ndi\u00adger Bewe\u00adgung. Doch <em>Selb\u00adst<\/em>bewusst\u00adsein, das Ver\u00adm\u00f6\u00adgen, sich selb\u00adst gegen\u00fcber zu ste\u00adhen, sich zu reflek\u00adtieren und als stiller Beobachter wie von au\u00dfen zu betra\u00adcht\u00aden, das ist in sein\u00ader entwick\u00adel\u00adten Form nur dem Men\u00adschen m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Bei\u00adde Mantren begin\u00adnen mit ein\u00ader Inten\u00adtion, ein\u00ader vom Ich-Sprech\u00ader geforderten Hand\u00adlung. Erst danach wird jew\u00adeils deut\u00adlich, wer diese Forderung stellt und was ihr Ziel ist. Die Mantren begin\u00adnen also mit einem starken Wil\u00adlen\u00adsim\u00adpuls. Doch wer ist jew\u00adeils das han\u00addel\u00adnde Sub\u00adjekt? Im Mantra 16 P ist es das Ahnen des Ich-Sprech\u00aders, im Mantra 37 l der Trieb seines Herzens.<\/p>\n<p>Ahnen (16 P) h\u00e4ngt mit <em>den<\/em> Ahnen, unseren Vor\u00adfahren, zusam\u00admen. Rudolf Stein\u00ader sagt \u00fcber den in alten Zeit\u00aden gepflegten Ahnenkult: \u201cDen [nach dem Tod im Kos\u00admos erhal\u00adte\u00adnen] \u00c4ther\u00adleib ihres Ahnen nah\u00admen die Leute in ihrem alten atavis\u00adtis\u00adchen, traumhaften Hellse\u00adhen wahr, verehrten das\u00adjenige, was sich ihnen offen\u00adbarte durch diesen \u00c4ther\u00adleib. Aber zwis\u00adchen dem Tod und ein\u00ader neuen Geburt kommt dieser \u00c4ther\u00adleib in Ber\u00fchrung mit den Geis\u00adtern der h\u00f6heren Hier\u00adar\u00adchien, vor allen Din\u00adgen mit den Geis\u00adtern aus der Hier\u00adar\u00adchie der Archai, der Zeit\u00adgeis\u00adter. Und weil der Betr\u00ade\u00adf\u00adfende eine f\u00fcr die Men\u00adschheit\u00adsen\u00adtwick\u00adelung bedeut\u00adsame Per\u00ads\u00f6n\u00adlichkeit war, so ver\u00adband er sich mit dem Zeit\u00adgeist, der die Men\u00adschheit\u00adsen\u00adtwick\u00adelung um ein St\u00fcck vor\u00adw\u00e4rts brachte. \u2026 \u00dcber\u00adall, wo wir zur\u00fcck\u00adge\u00adhen bis in die Zeit\u00aden, die noch als graue Zeit\u00aden die Geschichte sehen kann, find\u00aden wir, da\u00df die Men\u00adschen verehrten die \u00e4therischen Leiber ihrer Vor\u00adfahren als Offen\u00adbarungsmit\u00adtel der Zeit\u00adgeis\u00adter. Also indem wir zu den Ahnenkul\u00adten zur\u00fcck\u00adge\u00adhen, haben wir die Verehrung der Zeit\u00adgeis\u00adter, der Archai.\u201d (Lit.: GA 172, S. 200ff)&nbsp;Das Ahnen, das im Mantra 16 P streng gebi\u00adetet, ist also der durch den Ver\u00adstor\u00adbe\u00adnen, den Ahnen, sprechende Zeitgeist.<\/p>\n<p>Das Ahnen ist im Mantra ein sub\u00adstan\u00adtiviertes Verb. Es ist ein\u00ader\u00adseits T\u00e4tigkeit, ander\u00ader\u00adseits han\u00addel\u00adndes Sub\u00adjekt. In mein\u00ader Beobach\u00adtung ist Ahnen ein tas\u00adten\u00addes, inneres Wahrnehmen. Wenn ein Sachver\u00adhalt geah\u00adnt wird, taucht das Wis\u00adsen unscharf und nebel\u00adhaft am Hor\u00adi\u00adzont des Bewusst\u00adseins auf. Ahnen ist die D\u00e4m\u00admerungszone der Bewusst\u00adseinssonne. Ahnen ist m\u00f6glicher\u00adweise auch die vom Kopf zu unter\u00adschei\u00addende Ver\u00adstandeskraft des Herzens, das Herz\u00addenken. Das Herz, so wei\u00df man heute, ver\u00adf\u00fcgt \u00fcber Ner\u00adven\u00adzellen, die verdeut\u00adlichen, dass das Herzen ein eigenes Bewusst\u00adsein hat. Ein Pio\u00adnier der Herz\u00adforschung, der Neu\u00adrokar\u00addi\u00adologe Dr. J. Andrew Armour f\u00fchrte bere\u00adits 1991 den Begriff \u201cHerzge\u00adhirn\u201d ein. Dieses \u201eHerzge\u00adhirn\u201d ver\u00adf\u00fcgt, wie auch das eigentliche Gehirn, \u00fcber ein kom\u00adplex\u00ades Net\u00adzw\u00aderk von Neu\u00adro\u00adnen, Neu\u00adro\u00adtrans\u00admit\u00adtern, Pro\u00adteinen und Helferzellen. Das Herzge\u00adhirn ver\u00adf\u00fcgt \u00fcber aus\u00adgepr\u00e4gte sen\u00adsorische F\u00e4higkeit\u00aden und kann unab\u00adh\u00e4ngig vom Kopfge\u00adhirn agieren. (<a href=\"https:\/\/www.heartmathdeutschland.de\/herzintelligenz-was-wir-darunter-verstehen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Heart\u00adMath Deutsch\u00adland<\/a>) In Ver\u00adsuchen hat sich gezeigt, dass das Herz oft ein intu\u00aditives Vor\u00adwis\u00adsen von Ereignis\u00adsen hat. Es ahnt sie voraus. \u201cDas vom Herzen erzeugte elek\u00adtro\u00admag\u00adnetis\u00adche Feld ist das st\u00e4rk\u00adste rhyth\u00admis\u00adche Energiefeld, das vom K\u00f6r\u00adp\u00ader pro\u00adduziert wird.\u201d (<a href=\"https:\/\/www.heartmathdeutschland.de\/mit-emotionen-die-welt-veraendern-so-weit-reicht-die-individuelle-feldumgebung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Heart\u00adMath<\/a>) Es ist bedeu\u00adtend st\u00e4rk\u00ader, als das vom Gehirn aus\u00adges\u00adtrahlte Feld. Ich denke, dass dieses elek\u00adtro\u00admag\u00adnetis\u00adche Feld dem vom Herzen ausstrahlen\u00adden Bewusst\u00adsein entspricht und deshalb dem Erleben der Gegenw\u00e4rtigkeit.<\/p>\n<p>Das Nacheinan\u00adder in der Zeit entspricht dem irdisch-men\u00adschlichen Erleben. Das Kopf- oder Gehirn-Bewusst\u00adsein nimmt die Zeit lin\u00adear wahr. Das Herz lebt f\u00fch\u00adlend im Jet\u00adzt. Es erlebt sich in der Zeit als Raum \u2014 im Zeit-Raum, der einen gr\u00f6\u00dferen oder kleineren Zyk\u00adlus umfasst. Deshalb ist das ahnende Bewusst\u00adsein des Herzens nicht in gle\u00adichem Ma\u00dfe an die lin\u00adeare Zeit gebun\u00adden wie das Kopf-Bewusst\u00adsein. Und dieses Bewusst\u00adsein, so sagt Rudolf Stein\u00ader, entspricht dem Bewusst\u00adsein des Ver\u00adstor\u00adbe\u00adnen, der nicht mehr im irdis\u00adchen Raum lebt. \u201cDie Zeit ist inner\u00adhalb der Erde gar keine Real\u00adit\u00e4t.&nbsp;Was mu\u00df man denn daher erleben, wenn man aus dem Raum, in dem man zwis\u00adchen Geburt und Tod lebt, ein\u00adtreten will in die Raum\u00adlosigkeit, in der man zwis\u00adchen dem Tod und ein\u00ader neuen Geburt lebt, was mu\u00df man erleben? Ja, meine lieben Fre\u00adunde, man mu\u00df ster\u00adben!\u201d (GA 243 S.&nbsp;238)<\/p>\n<p>Und statt im physis\u00adchen Raum, lebt man in der Zeit, die zum Raum wird. Das Ahnen h\u00e4ngt also mit dem wahrnehmenden Bewusst\u00adsein des Herzens zusam\u00admen, mit dem Leben in der Zeit als Raum, in dem die Ver\u00adstor\u00adbe\u00adnen, die Ahnen weilen. Durch das einen ganzen Zyk\u00adlus als Raum ausstrahlende Bewusst\u00adsein \u2014 und sei dieser Raum der Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit noch so klein \u2014 ste\u00adht das Herz-Bewusst\u00adsein mit dem gegen\u00adw\u00e4r\u00adtig f\u00fchren\u00adden Archai in Beziehung. Auch dem Archai unter\u00adste\u00adht die Zeit als Raum. Diese Hier\u00adar\u00adchie wird Engel der Urbe\u00adginne, Geis\u00adter der Umlaufzeit\u00aden genan\u00adnt. Sie ken\u00adnen und regieren den ganzen Zyk\u00adlus und deshalb auch die Zukunft.<\/p>\n<p>Mit Trieb (37 l) meint Rudolf Stein\u00ader das Wirken des Wil\u00adlens im \u00c4ther\u00adleib. \u201cIm physis\u00adchen Leib ist der <strong>Wille<\/strong> Instinkt; sobald der \u00c4ther\u00adleib sich des Instink\u00adtes bem\u00e4chtigt, <strong>wird der Wille Trieb<\/strong>. \u2026 Von Instinkt wird man immer so sprechen, da\u00df er, wenn er sich im Tiere oder in sein\u00ader Abschw\u00e4chung im Men\u00adschen vorfind\u00adet, dem Wesen von au\u00dfen aufge\u00addr\u00e4ngt ist; beim Trieb ist schon daran zu denken, da\u00df das, was sich in ein\u00ader mehr verin\u00adner\u00adlicht\u00aden Form \u00e4u\u00dfert, auch mehr von innen kommt, weil der \u00fcbersinnliche \u00c4ther\u00adleib sich des Instink\u00adtes bem\u00e4chtigt und dadurch der Instinkt zum Trieb&nbsp;wird.<\/p>\n<p>Nun hat der Men\u00adsch auch noch den Empfind\u00adungsleib. Der ist noch inner\u00adlich\u00ader. Er ergreift nun wieder den Trieb, und dann wird nicht nur eine Verin\u00adner\u00adlichung erzeugt, son\u00addern es wird Instinkt und Trieb auch schon ins Bewu\u00dft\u00adsein her\u00adaufge\u00adhoben, und so wird daraus dann die <strong>Begierde<\/strong>.\u201d (Lit.: GA 293, S. 66f, Her\u00advorhe\u00adbung A.F)<\/p>\n<p>Der Trieb des Herzens lebt also im \u00c4ther\u00adleib, im Zeit\u00aden\u00adleib. Er ist der ins \u00c4therische erhobene Instinkt des Herzens, der jedoch noch nicht Begierde ist, nicht im Empfind\u00adungsleib lebt und deshalb noch pflanzen\u00adhaft rein ist. Was will das Herz instink\u00adtiv? Und was wird dann Trieb \u2014 treibt das Herz ohne vom Ego\u00adis\u00admus ber\u00fchrt zu sein? Ist es der Wille, den gro\u00dfen Puls der Zeit im Kleinen nachzuah\u00admen, ihn im Kleinen zu verk\u00f6r\u00adpern und mit ihm Schritt zu hal\u00adten? Und ist der Trieb des Herzens dann vielle\u00adicht das Streben nach Har\u00admonie von innen und au\u00dfen, kleinem und gro\u00dfem Puls? Im weit\u00aderen Sinn k\u00f6n\u00adnte der Trieb des Herzens auch der Wille zur Entwick\u00adlung&nbsp;sein.<\/p>\n<p>Bei\u00adde han\u00addel\u00adnden Instanzen, \u2014 das Ahnen unaus\u00adge\u00adsprochen und der Trieb des Herzens aus\u00adge\u00adsprochen, \u2014 sind im Herzen lokalisiert. Sie bilden, denke ich, den reinen Bewusst\u00adseins- und Wil\u00adlen\u00adsaspekt des Herzens, der \u00fcber die irdis\u00adche Per\u00ads\u00f6n\u00adlichkeit hinausweist.<\/p>\n<p>Das Ahnen (16 P) gebi\u00adetet streng, der Trieb des Herzens (37 l) erstrebt selig. Dadurch zeigt sich das Ahnen als eine \u201celter\u00adliche\u201d, autorit\u00e4re von au\u00dfen bes\u00adtim\u00admende Kraft, der Trieb des Herzens als eine von innen selig strebende, intrin\u00adsisch motivierte Kraft. Im Mantra 16 P wird ein von Au\u00dfen nach Innen gehen\u00adder Prozess ini\u00adti\u00adiert, im Mantra 37 l ein von innen nach au\u00dfen gehen\u00adder. Diese Bewe\u00adgun\u00adgen set\u00adzen sich im Ver\u00adlauf der Mantren fort.<\/p>\n<p>Das Ahnen (16 P) des Ich-Sprech\u00aders gebi\u00adetet ihm, etwas im Innern zu bergen. Bergen bedeutet nicht ver\u00adber\u00adgen, im Sinne von Ver\u00adsteck\u00aden, son\u00addern es nach innen zu nehmen, zu \u201cret\u00adten\u201d und dort zu beh\u00fcten. Der Trieb des Herzens (37 l) erstrebt etwas zu tra\u00adgen, es in die Welt zu tra\u00adgen, nach au\u00dfen zu bringen.<\/p>\n<p>Und was soll jew\u00adeils bewegt wer\u00adden? Im Mantra 16 P ist es das Geist\u00adgeschenk, das im Innern gebor\u00adgen wer\u00adden soll. Im Mantra 37 l ist es das Geis\u00adtes\u00adlicht, das in Wel\u00adtenwin\u00adter\u00adnacht getra\u00adgen wer\u00adden soll. Geist\u00adgeschenk und Geis\u00adtes\u00adlicht sind bei\u00addes geistige Sub\u00adjek\u00adte, sie sind sel\u00adber&nbsp;Geist.<\/p>\n<p>Das Geis\u00adtes\u00adlicht (37 l) ist das im Herzen, durch die \u00c4theri\u00adsa\u00adtion des Blutes aufkeimende Bewusst\u00adseinslicht des Men\u00adschen, dass dieser als bewusstes, wahrnehmendes und denk\u00adendes Wesen in die Welt strahlt. Es ist die Son\u00adnenkraft des Men\u00adschen. Zwar ist Bewusst\u00adsein auch Tieren in abgestuften Graden eigen, doch k\u00f6n\u00adnen sie dieses Licht nur f\u00fcr ihren Lebens- und Arter\u00adhalt ein\u00adset\u00adzen. Sie haben nicht wie der Men\u00adsch die Frei\u00adheit, ihre Aufmerk\u00adsamkeit selb\u00adst\u00adlosen Zie\u00adlen zu wid\u00admen, Sch\u00f6n\u00adheit zu erschaf\u00adfen, altru\u00adis\u00adtisch zu helfen, philosophis\u00adche Fra\u00adgen zu er\u00f6rtern.<\/p>\n<p>Und das Geist\u00adgeschenk (16 P), was ist damit gemeint? Diese Frage ist nicht ein\u00adfach zu kl\u00e4ren. Vom Geist\u00adgeschenk ist sozusagen nur das \u00c4u\u00dfere, das Geschenkpa\u00adpi\u00ader sicht\u00adbar, das den Inhalt ver\u00adbirgt. Ich will ver\u00adsuchen es auszuwick\u00adeln und mich Schicht f\u00fcr Schicht dem ann\u00e4h\u00adern, was damit gemeint sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Zum Ersten k\u00f6n\u00adnte die Wahrnehmungs\u00adf\u00fclle der Erden\u00adwelt das Geist\u00adgeschenk sein. Die Wahrnehmungen nimmt der Men\u00adsch von au\u00dfen auf und birgt sie in Form von Vorstel\u00adlun\u00adgen im Innern. Dieses Nach-Innen-Nehmen beschreibt Rudolf Stein\u00ader als Ziel der Men\u00adschheit\u00adsen\u00adtwick\u00adlung: \u201cEin\u00ader, der die ganzen irdis\u00adchen Erfahrun\u00adgen aufgenom\u00admen hat, so da\u00df er von einem jeglichen Dinge wei\u00df, wie es ver\u00adw\u00adertet wer\u00adden kann und so ein Sch\u00f6pfer gewor\u00adden ist, wird ein Bod\u00adhisatt\u00adva genan\u00adnt, das hei\u00dft ein Men\u00adsch, der Bod\u00adhi, die Bud\u00addhi der Erde, genugsam in sich aufgenom\u00admen hat. Dann ist er reif, aus den inner\u00adsten Impulsen her\u00adaus zu wirken. Die Weisen der Erde sind noch nicht Bod\u00adhisattvas. Auch f\u00fcr einen Weisen gibt es immer noch Dinge, in denen er noch nicht ver\u00admag sich zurechtzufind\u00aden. Erst wenn man das gesamte Wis\u00adsen der Erde in sich aufgenom\u00admen hat, um schaf\u00adfen zu k\u00f6n\u00adnen, ist man ein Bod\u00adhisatt\u00adva. Bud\u00addha, Zarathus\u00adtra zum Beispiel, waren Bod\u00adhisattvas.\u201d (Lit.: GA 93a, S.&nbsp;54)<\/p>\n<p>Doch ganz stim\u00admig ist es nicht, denn das Geist\u00adgeschenk ist ein einziges, die Wahrnehmungen sind dage\u00adgen eine Vielzahl, \u2014 viele Geist\u00adgeschenke. Zum Zweit\u00aden ist m\u00f6glicher\u00adweise das Leben und damit die dem Men\u00adschen zur Ver\u00adf\u00fc\u00adgung ste\u00adhende Zeit das Geist\u00adgeschenk. Da sich das Leben in der Dual\u00adit\u00e4t vol\u00adlzieht, ist die Au\u00dfen\u00adwelt mit ihrer Wahrnehmungs\u00adf\u00fclle inbe\u00adgrif\u00adf\u00aden. Nur weil es ein fremdes Au\u00dfen gibt, kann der Men\u00adsch seine Innen\u00adwelt als sein Eigen betra\u00adcht\u00aden, in die er das Au\u00dfen wahrnehmend aufn\u00adimmt. Und nur durch diese Dual\u00adit\u00e4t hat der Men\u00adsch die M\u00f6glichkeit, sein Ich zu entwick\u00adeln. Der Name Eva bedeutet auf Hebr\u00e4isch das Leben. Adam, dem noch geisti\u00adgen Men\u00adschen wurde Eva, seine Frau, von Gott geschenkt, wodurch Entwick\u00adlung einsetzte.<\/p>\n<p>Zum Drit\u00adten kann auch das Ich des Men\u00adschen als Geist\u00adgeschenk betra\u00adchtet wer\u00adden. Die zyk\u00adlis\u00adche Zeit mit Tag und Nacht, Wachen und Schlafen bietet dem Ich zun\u00e4chst das Lern\u00adfeld, ein biographis\u00adches Bewusst\u00adsein, einen roten Faden der Iden\u00adtit\u00e4t zu entwick\u00adeln, obwohl dieses Selb\u00adst\u00adbe\u00adwusst\u00adsein jede Nacht unter\u00adbrochen wird. Was im Kleinen so selb\u00adstver\u00adst\u00e4ndlich ist, zeigt sich im Gro\u00dfen als Denkm\u00f6glichkeit, um Reinkar\u00adna\u00adtion zu ver\u00adste\u00adhen \u2014 die Kraft des Ichs, die Unbe\u00adwuss\u00adtheit des Schlafs und sog\u00adar den Tod zu \u00fcber\u00adbr\u00fcck\u00aden und sich damit \u00fcber die irdis\u00adche Zeit mit ihren Rhyth\u00admen zu erheben.<\/p>\n<p>Zum Vierten k\u00f6n\u00adnte auch die Exis\u00adtenz des Todes das Geist\u00adgeschenk sein, denn latente Abster\u00adbe\u00adprozesse sind es, die den Lebensstrom im Herzen in Bewusst\u00adseinslicht ver\u00adwan\u00addeln. Die Todeskraft ist Geist erschaf\u00adfende Kraft. \u00dcber\u00adwiegen die veg\u00ade\u00adta\u00adtiv\u00aden Kr\u00e4fte, schl\u00e4ft der Men\u00adsch. Dann weilen Ich und Astralleib au\u00dfer\u00adhalb seines belebten Leibes. Das mit den Ahnen, den Ver\u00adstor\u00adbe\u00adnen, ver\u00adbun\u00addene Ahnen, die noch nicht zum Wis\u00adsen gewor\u00addene Erken\u00adnt\u00adniskraft gebi\u00adetet streng, das Geist\u00adgeschenk im Innern zu bergen. Das Ahnen, das vom Tod Ken\u00adnt\u00adnis hat, befiehlt dieses Geschenk des Geistes im Innern zu bergen \u2014 die Todeskraft im Innern zu beherber\u00adgen und dadurch geis\u00adtes\u00adge\u00adgen\u00adw\u00e4r\u00adtig zu werden.<\/p>\n<p>Laut Rudolf Stein\u00ader ist der Tod der wahre Name des Vater\u00adgottes. Im Zusam\u00admen\u00adhang mit dem Chris\u00adtus\u00adwort \u201cIch bin vom Vater aus\u00adge\u00adgan\u00adgen, und gekom\u00admen in die Welt: wiederum ver\u00adlasse ich die Welt und gehe zum Vater.\u201d (Joh. 16:28) erl\u00e4utert Rudolf Stein\u00ader: \u201cNun leuchtet in den J\u00fcngern auf, weil sie reif gewor\u00adden sind, dass die Welt, wie sie um sie herum ist, der \u00e4u\u00dfere Aus\u00addruck des Vaters ist, und dass das\u00adjenige, was das Bedeut\u00adsam\u00adste an der \u00e4u\u00dferen Welt ist \u2014 da, wo die \u00e4u\u00dfere Welt am meis\u00adten Maja oder Illu\u00adsion ist -, der Aus\u00addruck des Vaters ist: dass der Tod der Name ist f\u00fcr den&nbsp;Vater.&nbsp;\u2026<\/p>\n<p>Jet\u00adzt wussten die J\u00fcnger, dass die wahre Gestalt des Todes im g\u00f6t\u00adtlichen Vater-Geist begr\u00fcn\u00addet ist, dass der Tod, wie er angeschaut wird von den Men\u00adschen und emp\u00adfun\u00adden wird, eine tr\u00fcgerische Erschei\u00adn\u00adung ist, ein Irrtum. So enth\u00fcllt der Chris\u00adtus seinen J\u00fcngern den Namen des Todes, hin\u00adter dem sich ver\u00adbirgt der Quell des h\u00f6ch\u00adsten Lebens. Nim\u00admer\u00admehr w\u00e4re die neue Lebens-Sonne ent\u00adstanden, wenn nicht der Tod in die Welt gekom\u00admen w\u00e4re und sich h\u00e4tte \u00fcber\u00adwinden lassen von dem Chris\u00adtus. So ist der Tod, in sein\u00ader wahren Gestalt ange\u00adse\u00adhen, der Vater. Und der Chris\u00adtus ist in die Welt gekom\u00admen, weil von diesem Vater ein falsches Spiegel\u00adbild ent\u00adstanden ist im Tode. Und der Chris\u00adtus ist in die Welt gekom\u00admen, um die wahre Gestalt, ein wahres Nach\u00adbild des lebendi\u00adgen Vater-Gottes zu schaf\u00adfen. Der Sohn ist der Nachkomme des Vaters, der die wahre Gestalt des Vaters offen\u00adbart. Wahrhaftig, der Vater hat seinen Sohn in die Welt geschickt, damit die wahre Natur des Vaters offen\u00adbar werde, das hei\u00dft, das ewige Leben, das sich hin\u00adter dem zeitlichen Tode ver\u00adbirgt.\u201d (GA 112,&nbsp;253f)<\/p>\n<p>Der Vater-Gott kann nicht direkt wahrgenom\u00admen wer\u00adden, doch das Ahnen im Mantra 16 P hat die Ken\u00adnt\u00adnis der wahren Gestalt des Vaters bewahrt. Mit \u201cv\u00e4ter\u00adlich\u00ader Strenge\u201d gebi\u00adetet das Ahnen, das Geist\u00adgeschenk der Bewusst\u00adsein\u00adser\u00adweck\u00adung, der Todeskraft, im bis dahin auss\u00adchlie\u00dflich von Leben durch\u00addrun\u00adgenen Leib zu bergen. Und durch das Geschenk des Bewusst\u00adseins sind auch die anderen Geschenke, die Wahrnehmungen, das Selb\u00adst\u00adbe\u00adwusst\u00adsein und die Ich-Entwick\u00adlung m\u00f6glich.<\/p>\n<p>F\u00fcn\u00adftens k\u00f6n\u00adnte das Geist\u00adgeschenk das Geist\u00adselb\u00adst, das f\u00fcn\u00adfte Teil des Men\u00adschen sein, dass dem Men\u00adschen erst im Ver\u00adlauf der Erden\u00adzeit geschenkt wird. Dieses Geist\u00adselb\u00adst, so sagt Rudolf Stein\u00ader, ste\u00adht hin\u00adter der Bil\u00addung des Ichs und ist gr\u00f6\u00dfer als Bewusst\u00adsein und Wahrnehmung. \u201eDer ein \u00abIch\u00bb bildende und als \u00abIch\u00bb lebende Geist sei \u00abGeist\u00adselb\u00adst\u00bb genan\u00adnt, weil er als \u00abIch\u00bb oder \u00abSelb\u00adst\u00bb des Men\u00adschen erscheint. Den Unter\u00adschied zwis\u00adchen dem \u00abGeist\u00adselb\u00adst\u00bb und der \u00abBewu\u00dft\u00adseinsseele\u00bb kann man sich in fol\u00adgen\u00adder Art klar\u00adma\u00adchen. Die Bewu\u00dft\u00adseinsseele ber\u00fchrt die von jed\u00ader Antipathie und Sym\u00adpa\u00adthie unab\u00adh\u00e4ngige, durch sich selb\u00adst beste\u00adhende Wahrheit; das Geist\u00adselb\u00adst tr\u00e4gt in sich dieselbe Wahrheit, aber aufgenom\u00admen und umschlossen durch das \u00abIch\u00bb; durch das let\u00adztere indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adisiert und in die selb\u00adst\u00e4ndi\u00adge Wesen\u00adheit des Men\u00adschen \u00fcber\u00adnom\u00admen. Dadurch, da\u00df die ewige Wahrheit so verselb\u00adst\u00e4ndigt und mit dem \u00abIch\u00bb zu ein\u00ader Wesen\u00adheit ver\u00adbun\u00adden wird, erlangt das \u00abIch\u00bb selb\u00adst die Ewigkeit.<\/p>\n<p>Das Geist\u00adselb\u00adst ist eine Offen\u00adbarung der geisti\u00adgen Welt inner\u00adhalb des Ich, wie von der andern Seite her die Sin\u00adnesempfind\u00adung eine Offen\u00adbarung der physis\u00adchen Welt inner\u00adhalb des Ich ist.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Geistselbst#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"https:\/\/odysseetheater.org\/GA\/Buecher\/GA_009.pdf#page=22&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">GA 9, S. 52f<\/a>) Die Men\u00adschheit begann das Geist\u00adselb\u00adst zu emp\u00adfan\u00adgen, als die Israeliten vierzig Jahre durch die W\u00fcste wan\u00adderten. Da reg\u00adnete es Man\u00adna vom Him\u00admel, um sie zu ern\u00e4hren.&nbsp;Von da an brauchte der Men\u00adsch neben der irdis\u00adchen Nahrung geistige Speise. Chris\u00adtus antwortet dem Teufel, als dieser ihn auf\u00adfordert Steine zu Brot zu machen: \u201cDer Men\u00adsch lebt nicht nur von Brot, son\u00addern von jedem Wort, das aus Gottes Mund kommt.\u201d (Matth 4,4)<\/p>\n<p>Und Sech\u00adstens ist die Kom\u00admu\u00adnion Geist\u00adgeschenk, denn der Chris\u00adtus schenkt sich in das irdis\u00adche Brot und den irdis\u00adchen Wein hinein und ist im Sakra\u00adment nach Opfer\u00adung und Wand\u00adlung darin anwe\u00adsend. Und das gilt auch f\u00fcr das men\u00adschliche Bewusst\u00adsein. \u201eWer wei\u00df, da\u00df der Men\u00adsch bei jedem Gedanken einen g\u00f6t\u00adtlichen Strom in sich ein\u00adstr\u00f6\u00admen l\u00e4\u00dft, wer sich dessen bewu\u00dft ist, der erh\u00e4lt als Fol\u00adgeer\u00adschei\u00adn\u00adung die Gabe der h\u00f6heren Erken\u00adnt\u00adnis. Wer wei\u00df, da\u00df Erken\u00adnt\u00adnis Kom\u00admu\u00adnion ist, der wei\u00df auch, da\u00df sie nichts anderes ist, als das\u00adjenige, was sich sym\u00adbol\u00adisiert in dem Abendmahl.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Kommunion#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"https:\/\/odysseetheater.org\/GA\/Buecher\/GA_266a.pdf#page=48&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">GA 266a, S. 48<\/a>)<\/p>\n<p>Das Geis\u00adtes\u00adlicht im Mantra 37 l soll ober\u00adfl\u00e4ch\u00adlich betra\u00adchtet nach Au\u00dfen, in Wel\u00adtenwin\u00adter\u00adnacht, in die win\u00adter-kalte, nacht-dun\u00adkle Welt getra\u00adgen wer\u00adden. Doch Wel\u00adtenwin\u00adter\u00adnacht weist auf das Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr hin, das laut Rudolf Stein\u00ader f\u00fcr das Denken ste\u00adht, wie das Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr f\u00fcr die Wahrnehmung, die aufnehmende Seite der Seele. Das Geis\u00adtes\u00adlicht soll also in den stets als kalt erlebten Ver\u00adstand, in das Win\u00adter-Sein des Men\u00adschen getra\u00adgen wer\u00adden. Mit dem Ver\u00adstand denkt der Men\u00adsch \u00fcber die Welt nach \u2014 und diese Welt ist ihm zun\u00e4chst dunkel, solange ihm kein Sinnzusam\u00admen\u00adhang ein\u00adleuchtet. Der Wille im Herzen, der Trieb, strebt danach, das im Herzen durch die \u00c4theri\u00adsa\u00adtion des Blutes entste\u00adhende Bewusst\u00adsein, das Geis\u00adtes\u00adlicht, dem Denken zur Ver\u00adf\u00fc\u00adgung zu stellen. Und dieses Streben ist selig. Auch dieses Wort hat mit den Ver\u00adstor\u00adbe\u00adnen zu tun, wer\u00adden diese doch auch die \u201cSeli\u00adgen\u201d genan\u00adnt. Man sagt \u00fcber sie: \u201cGott hab\u2019 sie selig\u201d und meint damit, dass die Ver\u00adstor\u00adbe\u00adnen bei Gott in Seligkeit weilen.<\/p>\n<p>Nun fol\u00adgt in bei\u00adden Mantren, was sich aus der ersten Hand\u00adlung ergeben soll. In bei\u00adden Mantren wer\u00adden dazu Beschrei\u00adbun\u00adgen aus der Pflanzen\u00adwelt ver\u00adwen\u00addet: reifend, fruch\u00adt\u00adend, Fr\u00fcchte brin\u00adgend (16 P) bzw. See\u00adlenkeime, wurzeln (37 l). Darin liegt ein Hin\u00adweis, dass es hier um Leben\u00adsprozesse geht.<\/p>\n<p>Im Mantra 16 P soll das Geist\u00adgeschenk im Innern gebor\u00adgen wer\u00adden, damit reifende Gottes\u00adgaben, w\u00e4hrend sie in See\u00adlen\u00adgr\u00fcn\u00adden frucht\u00aden, der Selb\u00ads\u00adtheit Fr\u00fcchte brin\u00adgen. Anders als beim Geist\u00adgeschenk han\u00addelt es sich bei den Gottes\u00adgaben um eine Vielzahl, min\u00addestens zwei. Ich denke, dass es sich um Wahrnehmung und Denken han\u00addelt \u2014 oder um die drei See\u00adlen\u00adf\u00e4higkeit\u00aden Denken, F\u00fchlen und Wollen. Bei\u00adde Vari\u00adanten k\u00f6n\u00adnen als Gottes\u00adgaben ange\u00adse\u00adhen wer\u00adden. Bei\u00adde m\u00fcssen sich entwick\u00adeln und her\u00adan\u00adreifen. Und bei\u00adde frucht\u00aden, befrucht\u00aden die See\u00adlen\u00adgr\u00fcnde und brin\u00adgen damit der Selb\u00ads\u00adtheit Fr\u00fcchte. Den Begriff der Selb\u00ads\u00adtheit ver\u00adwen\u00addet Rudolf Stein\u00ader f\u00fcr das irdis\u00adche Ich. Im Zusam\u00admen\u00adhang mit dem Blut, das aus der Seit\u00aden\u00adwunde des Chris\u00adtus bei der Kreuzi\u00adgung floss, erl\u00e4utert er: \u201c\u00dcber\u00adall, wo Blut ist, ist das Selb\u00adst. Sollen alle alten Selb\u00adst\u00adge\u00admein\u00adschaften aufh\u00f6ren, dann mu\u00df die <em>Selb\u00ads\u00adtheit<\/em>, die im Blute sitzt, ein\u00admal hin\u00adgeopfert wer\u00adden.\u201d (GA 97, Vor\u00adtrag: 2. 12. 1906, Das Mys\u00adteri\u00adum von Gol\u00adgatha, S. 75, Her\u00advorhe\u00adbung A.F.) Im Mantra soll der geschilderte Prozess der Selb\u00ads\u00adtheit Fr\u00fcchte brin\u00adgen. Die Selb\u00ads\u00adtheit soll bere\u00adichert wer\u00adden. Ich ver\u00adste\u00adhe die Selb\u00ads\u00adtheit als das noch mit dem Astralleib ver\u00adbun\u00addene irdis\u00adche Ich. Auch im Begriff f\u00fcr den vergeistigten, vom Ich umgear\u00adbeit\u00adeten Astralleib, dem Geist\u00adselb\u00adst, ist das Selb\u00adst enthal\u00adten. Die Selb\u00ads\u00adtheit, der Astralleib, der durch das Wirken des Ichs Selb\u00adst\u00adbe\u00adwusstein\u00adskraft entwick\u00adelt, erh\u00e4lt die Fr\u00fcchte der reifend\u00aden Gottes\u00adgaben, um Geist\u00adselb\u00adst zu werden.<\/p>\n<p>Im Mantra 37 l soll das Geis\u00adtes\u00adlicht in Wel\u00adtenwin\u00adter\u00adnacht getra\u00adgen wer\u00adden, damit leuch\u00adt\u00adende See\u00adlenkeime in Wel\u00adtengr\u00fcn\u00adden wurzeln. Das Geis\u00adtes\u00adlicht ste\u00adht mit den leuch\u00adt\u00aden\u00adden See\u00adlenkeimen in unaus\u00adge\u00adsproch\u00aden\u00adem Zusam\u00admen\u00adhang. Ich denke mir, dass das Geis\u00adtes\u00adlicht \u2014 sich in Licht\u00adfunken teilend \u2014 in die drei See\u00adlen\u00adf\u00e4higkeit\u00aden leuchtet und dort im Denken, F\u00fchlen und Wollen zu See\u00adlenkeimen wird. Wenn Bewusst\u00adsein sich mit den F\u00e4higkeit\u00aden der Seele verbindet, keimt See\u00adlen\u00adsub\u00adstanz auf, die sich mit der Welt verbinden will \u2014 die in Wel\u00adtengr\u00fcn\u00adden wurzeln will. Und hier ist sowohl an die \u00e4u\u00dfere als auch an die innere Welt zu denken. Das Denken will \u00fcber Wahrgenommenes und denk\u00adend erschaf\u00adfene Ideen nach\u00addenken, das F\u00fchlen dem Au\u00dfen und Innen begeg\u00adnen, der Wille han\u00addeln und die Welt ver\u00e4n\u00addern \u2014 die \u00e4u\u00dfere und auch die innere. Die See\u00adlen\u00adf\u00e4higkeit\u00aden wollen mit der Welt zusam\u00admenwach\u00adsen, in ihr wurzeln. Durch diesen Prozess hin\u00addurch wirkt ein zweit\u00ader. Das Gotteswort durcht\u00f6nt das Sein im Sin\u00adnes\u00addunkel und verk\u00adl\u00e4rt es. Das Mantra sagt eigentlich, dass das Gotteswort das Sein verk\u00adl\u00e4rt, indem der Men\u00adsch Bewusst\u00adseinslicht in sein mit der Welt sich auseinan\u00adder\u00adset\u00adzen\u00addes Denken tr\u00e4gt, damit die drei See\u00adlen\u00adf\u00e4higkeit\u00aden wie leuch\u00adt\u00adende See\u00adlenkeime sich mit der Welt verbinden, darin wurzeln.<\/p>\n<p>Die Gottes\u00adgaben sind reifend (16 P), die See\u00adlenkeime leuch\u00adt\u00adend (37 l). Reifen beschreibt einen Leben\u00adsprozess, Leucht\u00aden einen Bewusst\u00adsein\u00adsprozess. Gottes\u00adgaben, Geschenke sind etwas Vol\u00adlen\u00addetes, Keime, See\u00adlenkeime begin\u00adnen ger\u00adade erst ihren Entwicklungsprozess.<\/p>\n<p>In bei\u00adden Mantren wird ein Ort der Tiefe in der Mehrzahl genan\u00adnt, die Gr\u00fcnde, in denen etwas geschieht. Im Mantra 16 P sind es die See\u00adlen\u00adgr\u00fcnde, im Mantra 37 l die Wel\u00adtengr\u00fcnde. Eben\u00adso scheinen der Mehrzahl der Gottes\u00adgaben und See\u00adlenkeime viele See\u00adlen- bzw. Wel\u00adten-Gr\u00fcnde zu entsprechen. Die Gottes\u00adgaben frucht\u00aden, wirken befruch\u00adt\u00adend in den See\u00adlen\u00adgr\u00fcn\u00adden, die See\u00adlenkeime wurzeln in den Wel\u00adtengr\u00fcn\u00adden. Die Prozesse bei\u00adder Mantren scheinen naht\u00adlos ineinan\u00adder \u00fcberzuge\u00adhen. Die fruch\u00adt\u00aden\u00adden Gottes\u00adgaben, die Befruch\u00adtung der Seele f\u00fchrt zu See\u00adlen\u00adsamen \u2014 zu See\u00adlenkeimen, die Wurzeln schla\u00adgen in der&nbsp;Welt.<\/p>\n<p>Die Mantren ste\u00adhen zueinan\u00adder wie Ein- (16 P) und Ausat\u00admung (37 l). Mit dem ersten Atemzug, dem Bergen der Luft im Innern (16 P), ist auch der let\u00adzte Atemzug, der Tod, schon vorbes\u00adtimmt. Die Einat\u00admung bringt der Selb\u00ads\u00adtheit Fr\u00fcchte. Sie erm\u00f6glicht dem Men\u00adschen zu leben und zu ler\u00adnen. Mit dem Ausatem\u00adstrom tr\u00e4gt der Men\u00adsch Todeskraft und damit Geis\u00adtes\u00adlicht (37 l) in die Welt. Das erm\u00f6glicht dem Gotteswort, die Welt zu durcht\u00f6nen.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1076\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 16&nbsp;P&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1538\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 37&nbsp;l&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2446\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Ein\u00adtrag Sommer-Halbjahr&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2418\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Ein\u00adtrag Winter-Halbjahr&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die spiegel\u00adnden Mantren 16 P und 37&nbsp;l &nbsp; 16 P Zu bergen Geist\u00adgeschenk im Innern, Gebi\u00adetet strenge mir mein Ahnen, Dass reifend Gottes\u00adgaben In See\u00adlengr\u00fcn\u00adden fruch\u00adt\u00adend Der Selb\u00ads\u00adtheit Fr\u00fcchte brin\u00adgen. .\u2026. WINTER 37 l Zu tra\u00adgen Geis\u00adtes\u00adlicht in Wel\u00adtenwin\u00adter\u00adnacht Erstre\u00adbet selig meines Herzens Trieb, Dass leuch\u00adt\u00adend See\u00adlenkeime In Wel\u00adtengr\u00fcn\u00adden wurzeln, Und Gotteswort im Sin\u00adnes\u00addunkel Verkl\u00e4rend\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-2431","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2431","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2431"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2431\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3856,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2431\/revisions\/3856"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2431"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}