{"id":2418,"date":"2024-07-16T14:13:48","date_gmt":"2024-07-16T12:13:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2418"},"modified":"2026-02-14T15:48:48","modified_gmt":"2026-02-14T14:48:48","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy-7-copy-copy-copy-copy-copy-2-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2418","title":{"rendered":"Blog \u2014 Spiegelspr\u00fcche 15 O \u2014 38&nbsp;m"},"content":{"rendered":"\n\n\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/15-O-38-m-260x300.png\" alt width=\"260\" height=\"300\"><\/p>\n<h4><strong>Die spiegelnden Mantren 15 O<\/strong><strong> und 38&nbsp;m<br>\n<\/strong><\/h4>\n<table width=\"639\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"311\"><strong>15 O<\/strong>\n<p><u>Ich f\u00fch\u00adle wie<\/u> <strong>ver<\/strong><u>zaubert<\/u><\/p>\n<p><em><u>Im<\/u><\/em> <strong><em>Wel\u00adtenschein<\/em><\/strong> des <em><u>Geistes<\/u> <strong>Weben<\/strong>:<\/em><\/p>\n<p><u>Es hat in<\/u> <strong>Sin\u00adnes\u00addumpfheit<\/strong><\/p>\n<p><u>Ge<\/u><strong>h\u00fcllt<\/strong> mein Eigenwesen,<\/p>\n<p>Zu schenken mir die&nbsp;Kraft:<\/p>\n<p><u>Die,<\/u> <strong>ohn\u00adm\u00e4chtig<\/strong> sich selb\u00adst zu&nbsp;geben,<\/p>\nMein Ich in seinen Schranken ist.<\/td>\n<td width=\"16\"><\/td>\n<td width=\"311\"><strong>38 m Weihe-Nacht-Stimmung<\/strong>\n<p><u>Ich f\u00fch\u00adle wie<\/u> <strong>ent<\/strong><u>zaubert<\/u><\/p>\n<p>Das <em><u>Geistes<\/u><strong>kind<\/strong><\/em> <em><u>im<\/u><\/em> <strong><em>See\u00adlen\u00adscho\u00df<\/em><\/strong>;<\/p>\n<p><u>Es hat in<\/u> <strong>Herzen\u00adshel\u00adligkeit<\/strong><\/p>\n<p><u>Ge<\/u><strong>zeugt<\/strong> das heilige Weltenwort<\/p>\n<p>Der Hoff\u00adnung Himmelsfrucht,<\/p>\n<p><u>Die<\/u> <strong>jubel\u00adnd<\/strong> w\u00e4chst in Weltenfernen<\/p>\nAus meines Wesens Gottesgrund.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h4>Musik zum Mantra 15 O \u2014 fieberhaft \u2014 komponiert von Herbert Lippmann<\/h4>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-2418-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/15-O-Lippmann-Fraktal-KW-15-fieberhaft-1\u00b413.mp3?_=1\"><a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/15-O-Lippmann-Fraktal-KW-15-fieberhaft-1\u00b413.mp3\">https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/15-O-Lippmann-Fraktal-KW-15-fieberhaft\u20111\u00b413.mp3<\/a><\/audio>\n<h4>Musik zum Mantra 38 m \u2014 vereinigend \u2014 komponiert von Herbert Lippmann<\/h4>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-2418-2\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/38-m-Lippmann-Fraktal-KW-38-sich-vereinigend-0\u00b459-9.12.24.mp3?_=2\"><a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/38-m-Lippmann-Fraktal-KW-38-sich-vereinigend-0\u00b459-9.12.24.mp3\">https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/38-m-Lippmann-Fraktal-KW-38-sich-vereinigend\u20110\u00b459\u20139.12.24.mp3<\/a><\/audio>\n<h4><strong>Was ist Zaubern?<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Gle\u00adich in der ersten Zeile bei\u00adder Mantren geht es um Zauber \u2014 um Ver- und Entza\u00aduberung. Doch was ist unter Zauber zu ver\u00adste\u00adhen, wenn \u00fcber das All\u00adt\u00adagsver\u00adst\u00e4nd\u00adnis, das im Zauber einen Trick sieht, der Ver\u00adstand und Wahrnehmung nar\u00adrt, hin\u00adaus\u00adge\u00adblickt wird?<\/p>\n<p>In den Anf\u00e4n\u00adgen der Men\u00adschheit\u00adsen\u00adtwick\u00adlung, in der allerersten Zeit der alten Atlantis, kon\u00adnten die Men\u00adschen durch Sprache zaubern, sagt Rudolf Stein\u00ader. Die Men\u00adschen dieser Zeit\u00adepoche wer\u00adden in theosophis\u00adchen Schriften von Rudolf Stein\u00ader Rmoa\u00adhals genan\u00adnt. (Dar\u00fcber hin\u00adaus\u00adge\u00adhende Bedeu\u00adtung und die Herkun\u00adft dieses Namens sind mir unbekannt.)<\/p>\n<p>\u201cDas Ged\u00e4cht\u00adnis dieser \u2026 [Men\u00adschen] war vorz\u00fcglich auf leb\u00adhafte Sin\u00adne\u00adsein\u00addr\u00fccke gerichtet. Far\u00adben, die das Auge gese\u00adhen hat\u00adte, T\u00f6ne, die das Ohr geh\u00f6rt hat\u00adte, wirk\u00adten lange in der Seele nach. Das dr\u00fcck\u00adte sich darin aus, da\u00df die Rmoa\u00adhals Gef\u00fch\u00adle entwick\u00adel\u00adten, die ihre lemurischen Vor\u00adfahren noch nicht kan\u00adnten. Die Anh\u00e4nglichkeit zum Beispiel an das, was in der Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit erlebt wor\u00adden ist, geh\u00f6rt zu diesen Gef\u00fchlen.<\/p>\n<p>An der Entwick\u00adelung des Ged\u00e4cht\u00adniss\u00ades hing nun auch diejenige der Sprache. Solange der Men\u00adsch das Ver\u00adgan\u00adgene nicht bewahrte, kon\u00adnte auch eine Mit\u00adteilung des Erlebten durch die Sprache nicht stat\u00adtfind\u00aden. Und weil in der let\u00adzten lemurischen Zeit die ersten Ans\u00e4tze zu einem Ged\u00e4cht\u00adnisse stat\u00adtfan\u00adden, so kon\u00adnte damals auch die F\u00e4higkeit ihren Anfang nehmen, das Gese\u00adhene und Geh\u00f6rte zu benen\u00adnen. Nur Men\u00adschen, die ein Erin\u00adnerungsver\u00adm\u00f6\u00adgen haben, k\u00f6n\u00adnen mit einem Namen, der einem Dinge beigelegt ist, etwas anfan\u00adgen. Die atlantis\u00adche Zeit ist daher auch diejenige, in welch\u00ader die Sprache ihre Entwick\u00adelung fand. Und mit der Sprache war ein Band her\u00advorge\u00adbracht zwis\u00adchen der men\u00adschlichen Seele und den Din\u00adgen au\u00dfer dem Men\u00adschen. Dieser erzeugte das Laut\u00adwort in seinem Innern; und dieses Laut\u00adwort geh\u00f6rte zu den Gegen\u00adst\u00e4n\u00adden der Au\u00dfen\u00adwelt. Und auch ein neues Band entste\u00adht zwis\u00adchen Men\u00adsch und Men\u00adsch durch die Mit\u00adteilung auf dem Wege der Sprache. Das alles war zwar bei den Rmoa\u00adhals noch in ein\u00ader jugendlichen Form; aber es unter\u00adschied sie doch in tiefge\u00adhen\u00adder Art von ihren lemurischen Vorv\u00e4tern.<\/p>\n<p>Nun hat\u00adten die Kr\u00e4fte in den See\u00adlen dieser ersten Atlantier noch etwas Naturkr\u00e4ftiges. Diese Men\u00adschen waren gewis\u00adser\u00adma\u00dfen noch ver\u00adwandter den sie umgeben\u00adden Natur\u00adwe\u00adsen als ihre Nach\u00adfol\u00adger. Ihre See\u00adlenkr\u00e4fte waren noch mehr Naturkr\u00e4fte als die der gegen\u00adw\u00e4r\u00adti\u00adgen Men\u00adschen. So war auch das Laut\u00adwort, das sie her\u00advor\u00adbracht\u00aden, etwas Naturge\u00adwaltiges. Sie benan\u00adnten nicht blo\u00df die Dinge, son\u00addern in ihren Worten lag eine Macht \u00fcber die Dinge und auch \u00fcber ihre Mit\u00admen\u00adschen. <strong>Das Wort der Rmoa\u00adhals hat\u00adte nicht blo\u00df Bedeu\u00adtung, son\u00addern auch Kraft. Wenn man von ein\u00ader Zauber\u00adma\u00adcht der Worte spricht, so deutet man etwas an, was f\u00fcr diese Men\u00adschen weit wirk\u00adlich\u00ader war als f\u00fcr die Gegen\u00adwart<\/strong>. Wenn der Rmoa\u00adhals\u00admen\u00adsch ein Wort aussprach, so entwick\u00adelte dieses Wort eine \u00e4hn\u00adliche Macht wie der Gegen\u00adstand selb\u00adst, den es beze\u00adich\u00adnete. Darauf beruht es, da\u00df Worte in dieser Zeit heilkr\u00e4ftig waren, da\u00df sie das Wach\u00ads\u00adtum der Pflanzen f\u00f6rdern, die Wut der Tiere z\u00e4h\u00admen kon\u00adnten, und was \u00e4hn\u00adliche Wirkun\u00adgen mehr sind. All das nahm an Kraft bei den sp\u00e4teren Unter\u00adrassen der Atlantier immer mehr und mehr ab. Man k\u00f6n\u00adnte sagen, die natur\u00adw\u00fcch\u00adsige Kraft\u00adf\u00fclle ver\u00adlor sich allm\u00e4h\u00adlich. Die Rmoa\u00adhals\u00admen\u00adschen emp\u00adfan\u00adden diese Kraft\u00adf\u00fclle dur\u00adchaus als eine Gabe der m\u00e4chti\u00adgen Natur; und dieses ihr Ver\u00adh\u00e4lt\u00adnis zur Natur trug einen religi\u00f6sen Charak\u00adter. Ins\u00adbeson\u00addere die Sprache hat\u00adte f\u00fcr sie etwas Heiliges. Und der Mi\u00dfbrauch gewiss\u00ader Laute, denen eine bedeu\u00adtende Kraft innewohnte, ist etwas Unm\u00f6glich\u00ades gewe\u00adsen. Jed\u00ader Men\u00adsch f\u00fchlte, da\u00df solch\u00ader Mi\u00dfbrauch ihm einen gewalti\u00adgen Schaden brin\u00adgen m\u00fc\u00dfte. Der <strong>Zauber<\/strong> der\u00adar\u00adtiger Worte h\u00e4tte in sein Gegen\u00adteil umgeschla\u00adgen; was, in richtiger Art gebraucht, Segen ges\u00adtiftet h\u00e4tte, w\u00e4re, frev\u00adel\u00adhaft angewen\u00addet, dem Urhe\u00adber zum Verder\u00adben gewor\u00adden. In ein\u00ader gewis\u00adsen Unschuld des Gef\u00fch\u00adles schrieben die Rmoa\u00adhals weniger sich selb\u00adst, als vielmehr der in ihnen wirk\u00adenden g\u00f6t\u00adtlichen Natur ihre Macht zu.\u201d (Lit.: GA 011, S. 33ff, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.)<\/p>\n<p>Auch heute ist es m\u00f6glich, laut Rudolf Stein\u00ader, diese Voll\u00admacht \u00fcber Natur\u00advorg\u00e4nge zu erlan\u00adgen. Daf\u00fcr muss zum Wort die Vorstel\u00adlung, die Imag\u00adi\u00adna\u00adtion hinzutreten \u2014 sicher\u00adlich mit der Gef\u00fchlsin\u00adten\u00adsit\u00e4t, wie sie von den fr\u00fchen Atlantiern oben beschrieben ist. \u201eDie Anh\u00e4nger der Magie hat\u00adten die Ansicht, da\u00df durch eine Aus\u00adbil\u00addung der Ein\u00adbil\u00addungskraft (Imag\u00adi\u00adna\u00adtion) eine wesentliche Erweiterung des men\u00adschlichen Wirkungskreis\u00ades stat\u00adtfind\u00aden k\u00f6nne. Der\u00adjenige Men\u00adsch, der es ver\u00admag, seine Imag\u00adi\u00adna\u00adtion bis zu einem gewis\u00adsen Grade von Vol\u00adlkom\u00admen\u00adheit zu brin\u00adgen, dringt in ungeah\u00adnte Geheimnisse, und er kann durch seinen Willen das zus\u00adtande brin\u00adgen, was den meis\u00adten Men\u00adschen nur als Wirkung der Natur oder eines \u00fcberirdis\u00adchen Wesens denkbar erscheint.\u201d (Lit.: GA 1d, S. 163 Anm. 5) Heute wird diese Art des Zauberns Man\u00adi\u00adfestieren genan\u00adnt, bei dem die Visu\u00adal\u00adisierung des erw\u00fcn\u00adscht\u00aden Zus\u00adtandes und \u00e4u\u00dferen Ereigniss\u00ades ein\u00adschlie\u00dflich der vor\u00adweggenomme\u00adnen Gef\u00fch\u00adle eine wichtige Rolle spielt.<\/p>\n<p>Seit der Men\u00adsch diese Zauber\u00adma\u00adcht bewusst nutzen kann, unter\u00adschei\u00addet sein Motiv dar\u00fcber, ob sie gut oder schlecht ist. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201eDie Magie, die G\u00f6t\u00adter wen\u00adden sie an, aber der Unter\u00adschied zwis\u00adchen wei\u00dfer und schwarz\u00ader Magie beste\u00adht lediglich darin, da\u00df man in der wei\u00dfen Magie ein\u00adgreift in moralis\u00adch\u00ader Art, in selb\u00adst\u00adlos\u00ader Art, bei der schwarzen Magie auf unmoralis\u00adche, auf selb\u00adstis\u00adche Art. Einen andern Unter\u00adschied gibt es nicht.\u201d (Lit.: GA 317, S.&nbsp;40)<\/p>\n<h4><strong>\u00dcber die Spiegelspr\u00fcche 15 O und 38 m \u2014 das Weihe-Nachts-Mantra<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Die Mantren <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1052\">15 O<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1553\">38 m<\/a> sind bei\u00adde aus der Per\u00adspek\u00adtive eines wachen Ich-Sprech\u00aders geschrieben. Und dieser Ich-Sprech\u00ader erlebt etwas, das seinem Ver\u00adstand als Ver- und Entza\u00aduberung erscheint. Was ist damit gemeint? Die F\u00e4higkeit zu zaubern, sofern sie ein tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich\u00ades Ein\u00adgreifen in die Naturkr\u00e4fte darstellt, erfordert vom Men\u00adschen die Entwick\u00adlung hoher Bewusst\u00adsein\u00adskr\u00e4fte, die heute noch bei weni\u00adgen Men\u00adschen vorhan\u00adden sind. Rudolf Stein\u00ader sagt \u00fcber Magie: \u201eGer\u00adade weil der physis\u00adche Leib das unter\u00adste Glied ist, braucht es die h\u00f6ch\u00adste Kraftanstren\u00adgung des Men\u00adschen, um diesen K\u00f6r\u00adp\u00ader in die eigene Gewalt zu bekom\u00admen. Mit der Umar\u00adbeitung dieses physis\u00adchen Leibes geht Hand in Hand die Erlan\u00adgung der Gewalt \u00fcber Kr\u00e4fte, die den ganzen Kos\u00admos durch\u00adfluten. Und die Herrschaft \u00fcber diese kos\u00admis\u00adchen Kr\u00e4fte ist das, was man als Magie beze\u00adich\u00adnet.\u201d (Lit.: GA 100, S.&nbsp;43)<\/p>\n<p>In den Mantren 15 O und 38 m geht es also um Ver\u00e4n\u00adderung der Physis und des Leibes als Teil der Welt, die der Ich-Sprech\u00ader zwar nicht bewirkt, wohl aber f\u00fch\u00adlend wahrn\u00adimmt \u2014 an der er bewusst teil\u00adnimmt. Das Mantra 38 m ist laut \u00dcber\u00adschrift das Mantra der Wei\u00adhe-Nacht und damit der Geburt Jesu. Auch hierin liegt ein Hin\u00adweis auf die Leib-Wer\u00addung, die jedoch im Mantra nicht the\u00adma\u00adtisiert wird \u2014 wohl aber im Mantra 15&nbsp;O.<\/p>\n<p>Bei\u00adde Mantren unter\u00adschei\u00adden sich in der ersten Zeile nur durch eine Silbe: im Mantra 15 O hei\u00dft es \u201c<em>ver<\/em>-zaubert\u201d im Mantra 38 m \u201c<em>ent<\/em>-zaubert\u201d. Der Ich-Sprech\u00ader und damit der Leser f\u00fchlt diese Ver- und Entza\u00aduberung. Er f\u00fchlt einen Vor\u00adgang, der sich mit Zauberei ver\u00adgle\u00adichen l\u00e4sst, doch eigentlich keine ist, denn es hei\u00dft \u201cwie\u201d verza\u00adubert bzw. entza\u00adubert. Es ist ein Vor\u00adgang, der vol\u00adl\u00adzo\u00adgen und r\u00fcck\u00adg\u00e4ngig gemacht wer\u00adden kann. Damit erin\u00adnert das Geschehen an eine ein- und auswick\u00adel\u00adnde Spi\u00adrale. Im Mantra 15 O geht es um den ein\u00adwick\u00adel\u00adnden Prozess, im Mantra 38 m um den auswick\u00adel\u00adnden Prozess.<\/p>\n<p>Im Mantra 15 O richtet sich das F\u00fchlen des Ich-Sprech\u00aders schein\u00adbar nach au\u00dfen, er f\u00fchlt das Weben des Geistes im Wel\u00adtenschein. Doch Schein ist laut Rudolf Stein\u00ader der alte Fach\u00adbe\u00adgriff f\u00fcr die Vorstel\u00adlun\u00adgen, die sich der Men\u00adsch \u00fcber die Welt macht. In der Vorstel\u00adlung wird die Welt zu Schein. \u201cWas aber geht denn eigentlich vor, indem der Men\u00adsch sein Gedanken\u00adleben entwick\u00adelt? Eine Real\u00adit\u00e4t wird zum Schein. \u2026 Wir tra\u00adgen in unserem Haupte zwis\u00adchen Geburt und Tod das\u00adjenige, was aus ein\u00ader Vorzeit, wo es Real\u00adit\u00e4t war, here\u00adin\u00adragt als Schein \u2026\u201d (GA 202 Zw\u00f6lfter Vor\u00adtrag) Der Wel\u00adtenschein ist dem\u00adnach die Gesamtheit der Vorstel\u00adlun\u00adgen \u00fcber die Welt. In der eige\u00adnen Vorstel\u00adlungswelt \u2014 im Wel\u00adtenschein \u2014 wird ein reales Geschehen, das Weben des Geistes, f\u00fch\u00adlend wahrnehm\u00adbar. Es wird jedoch nicht in sein\u00ader wahren Gestalt erleb\u00adbar, son\u00addern nur wie verza\u00adubert. Es han\u00addelt sich also um ein F\u00fchlen im Vorstellungs-Gedanken-Menschen.<\/p>\n<p>Da stellt sich die Frage, wessen Geist der Ich-Sprech\u00ader f\u00fchlt, den eige\u00adnen, denk\u00adend und vorstel\u00adlend t\u00e4ti\u00adgen oder den in der Welt erschaf\u00adfend wirk\u00adenden Geist. Im oben erw\u00e4h\u00adn\u00adten Vor\u00adtrag f\u00fchrt Rudolf Stein\u00ader aus, dass die aus der Au\u00dfen\u00adwelt in die Seele aufgenomme\u00adnen Vorstel\u00adlun\u00adgen als etwas Fremdes darin leben, solange der Men\u00adsch nicht aktiv, wil\u00adlentlich \u00fcber sie nach\u00addenkt. Erst der im Denken wirk\u00adende Wille ver\u00adlei\u00adht den Vorstel\u00adlun\u00adgen die Sub\u00adstanz der Real\u00adit\u00e4t. Das ist in der vom Mantra 15 O beschriebe\u00adnen Sit\u00adu\u00ada\u00adtion ver\u00admut\u00adlich nicht der Fall. Der Ver\u00adstand find\u00adet keine M\u00f6glichkeit, seine Logik anzuwen\u00adden, das Weben zu begreifen und erlebt es deshalb als verza\u00adubert.&nbsp;Ich ver\u00adste\u00adhe das Weben des Geistes in der Welt als etwas Reales \u2014 das Erschaf\u00adfen alles Seien\u00adden in der Welt. Doch im Wel\u00adtenschein \u2014 in der Vorstel\u00adlungswelt des Men\u00adschen nimmt dieses Weben verza\u00adubern\u00adden Charak\u00adter an. Der Ver\u00adstand des Men\u00adschen ist \u00fcber\u00adfordert. Dann laut\u00aden die ersten bei\u00adden Zeilen etwa so: Ich f\u00fch\u00adle in meinen unre\u00adflek\u00adtiert aufgenomme\u00adnen Vorstel\u00adlun\u00adgen \u00fcber die Welt das Weben des Geistes in mir wirk\u00adsam, doch kann ich es nicht fassen, nicht dingfest machen. Ich ersp\u00fcre Zusam\u00admen\u00adh\u00e4nge, Ver\u00adwe\u00adbun\u00adgen, die ich nicht erk\u00adl\u00e4ren, nicht erken\u00adnen kann und deshalb als verza\u00adubert erlebe.<\/p>\n<p>Im Wei\u00adh\u00adnachts\u00adman\u00adtra 38 m richtet sich das F\u00fchlen des Ich-Sprech\u00aders nach innen, in die Seele. Er f\u00fchlt das Geis\u00adte\u00adskind im See\u00adlen\u00adscho\u00df. Der Scho\u00df der Seele, ihr weib\u00adlich\u00ader Keim- und Her\u00advor\u00adbringungs\u00adbere\u00adich liegt in der Tiefe. Ihr sch\u00f6pferisch\u00ader Kreativbere\u00adich ist der Wil\u00adlens\u00adbere\u00adich der&nbsp;Seele.<\/p>\n<p>Nicht exakt spiegel\u00adnd, aber sich entsprechend hei\u00dft es \u201cim Wel\u00adtenschein\u201d bzw. \u201cim See\u00adlen\u00adscho\u00df\u201d, wodurch zwei Orte angegeben wer\u00adden.&nbsp; Auch das, was an diesen Orten gef\u00fchlt wird, entspricht sich, ohne direkt zu spiegeln: das Weben des Geistes und das Geis\u00adte\u00adskind. Abstrahiert k\u00f6n\u00adnte man beim Weben des Geistes von geistigem Umkreis\u2011, vom H\u00fclle-Schaf\u00adfen sprechen, beim Geis\u00adte\u00adskind von wesen\u00adhaftem Mittelpunkt.<\/p>\n<p>Das Geistkind f\u00fchlt der Ich-Sprech\u00ader entza\u00adubert im See\u00adlen\u00adscho\u00df. Der Astralleib hat laut Rudolf Stein\u00ader die F\u00e4higkeit, Bewusst\u00adsein her\u00advorzubrin\u00adgen \u2014 \u00e4hn\u00adlich wie die Tiere Bewusst\u00adsein haben. Zu Selb\u00adst\u00adbe\u00adwusst\u00adsein wird das Bewusst\u00adsein jedoch erst durch Ich-Kraft. Das Bewusst\u00adsein von sich sel\u00adber, das Ich\u00adbe\u00adwusst\u00adsein ist das Geistkind, denn alles Bewusst\u00adsein ist Geist. Es ist Kind, denn es wurde geboren, und zwar aus der Seele. Und indem sich der Men\u00adsch im Ich\u00adbe\u00adwusst\u00adsein seinem allt\u00e4glichen Selb\u00adst gegen\u00fcber\u00adstellen kann, ste\u00adht er als Geist der her\u00advor\u00adbrin\u00adgen\u00adden Seele gegen\u00fcber. Im Selb\u00adst\u00adbe\u00adwusst\u00adsein ist das Geis\u00adte\u00adskind verza\u00adubert, denn das allt\u00e4gliche Selb\u00adst\u00adbe\u00adwusst\u00adsein erscheint als Ego. Entza\u00adubert kann das Geistkind erscheinen, wenn sein Ursprung, seine Zeu\u00adgung vom Ich-Sprech\u00ader, also vom Men\u00adschen geschaut wer\u00adden kann. Genau davon sprechen die weit\u00aderen Zeilen im Mantra 38&nbsp;m.<\/p>\n<p>Nach dem in der Gegen\u00adwart stat\u00adtfind\u00aden\u00adden F\u00fchlen wird in bei\u00adden Mantren geschildert, was dem gegen\u00adw\u00e4r\u00adti\u00adgen Moment voraus\u00adging, was im Vor\u00adfeld des Gef\u00fchlsereigniss\u00ades stat\u00adtfand. Nach dem \u00fcbere\u00adin\u00adstim\u00admenden Beginn der drit\u00adten Zeile: \u201cEs hat in\u201d sind die darauf\u00adfol\u00adgen\u00adden Worte gegen\u00ads\u00e4t\u00adzlich. \u201cSin\u00adnes\u00addumpfheit\u201d (15 O) ste\u00adht der \u201cHerzen\u00adshel\u00adligkeit\u201d (38 m) gegen\u00fcber. Dumpfheit der Sinne, undeut\u00adliche, dun\u00adkle Wahrnehmung, bildet mit der Helle im Herzen einen Gegen\u00adsatz. Diese Sit\u00adu\u00ada\u00adtion ist der der allt\u00e4glichen Wahrnehmung des Men\u00adschen ent\u00adge\u00adgenge\u00adset\u00adzt, denn gew\u00f6hn\u00adlich wird die Sinneswelt als hell und die Innen\u00adwelt, das Herz als ver\u00adbor\u00adgen und dunkel erlebt. Der Ich-Sprech\u00ader befind\u00adet sich in bei\u00adden Mantren also in einem nicht allt\u00e4glichen Bewusstseinszustand.<\/p>\n<p>In der vierten Zeile bilden die Ver\u00adben \u201cgeh\u00fcllt\u201d (15 O) und \u201cgezeugt\u201d (38 m) ein spiegel\u00adndes Gegen\u00adsatz\u00adpaar. \u201cGeh\u00fcllt\u201d meint einge\u00adh\u00fcllt und das Einge\u00adh\u00fcllte dadurch ver\u00adber\u00adgend. \u201cGezeugt\u201d meint her\u00advorge\u00adbracht, im weit\u00aderen Sinne zur Erschei\u00adn\u00adung gebracht. Die Sin\u00adnes\u00addumpfheit h\u00fcllt ein (15 O). Sie h\u00fcllt das Eigen\u00adwe\u00adsen des Ich-Sprech\u00aders ein \u2014 nicht ihn sel\u00adber. Ich ver\u00adste\u00adhe unter dem Eigen\u00adwe\u00adsen das allt\u00e4gliche Ich-Gef\u00fchl, das Ego, das sich von der Welt getren\u00adnt und ihr gegen\u00fcber\u00adste\u00adhend erlebt. Dieses All\u00adt\u00adags-Ich wurde von der Sin\u00adnes\u00addumpfheit einge\u00adh\u00fcllt. Die Sin\u00adnes\u00addumpfheit bewirkt durch das Ein\u00adh\u00fcllen Abgren\u00adzung und erschafft mein\u00ader Mei\u00adn\u00adung nach das Gef\u00fchl, ein Eigen\u00adwe\u00adsen zu sein. Und die Sin\u00adnes\u00addumpfheit wird jet\u00adzt auch als Grund daf\u00fcr erkennbar, dass das Weben des Geistes wie verza\u00adubert erscheint. \u2014 Und gle\u00adichzeit\u00adig ist das Weben des Geistes die Ursache f\u00fcr die Sinnesdumpfheit.<\/p>\n<p>Wichtig ist es zu bemerken, dass es nicht der Ich-Sprech\u00ader ist, der sich in Sin\u00adnes\u00addumpfheit geh\u00fcllt erlebt. Der Ich-Sprech\u00ader erken\u00adnt sein Eigen\u00adwe\u00adsen darin einge\u00adh\u00fcllt. Er ist von diesem, seinem Eigen\u00adwe\u00adsen zu unter\u00adschei\u00adden und nimmt eine beobach\u00adt\u00adende Posi\u00adtion ein. Der Ich-Sprech\u00ader ist also von der Sin\u00adnes\u00addumpfheit nicht gle\u00adicher\u00adma\u00dfen betrof\u00adfen. Er ist durch die Dis\u00adsozi\u00ada\u00adtion vom Ego dar\u00fcber hin\u00adaus\u00adgewach\u00adsen. Erfahrbar ist diese Dis\u00adsozi\u00ada\u00adtion, wenn den Men\u00adschen sein Gef\u00fchl nicht mehr \u00fcber\u00adwallt und er meint, er sei das Gef\u00fchl, son\u00addern sich davon unter\u00adschei\u00addet und zur Erken\u00adnt\u00adnis kommt, dass er ger\u00adade dieses Gef\u00fchl hat.<\/p>\n<p>Anders als die Sin\u00adnes\u00addumpfheit, die aktiv das Eigen\u00adwe\u00adsen ein\u00adh\u00fcllt (15 O), han\u00addelt die Herzen\u00adshel\u00adligkeit (38 m) nicht selb\u00adst. Die Herzen\u00adshel\u00adligkeit ist die lichte Atmo\u00adsph\u00e4re im Ort des Herzens. Es ist das Licht, dass durch die \u00c4theri\u00adsa\u00adtion des Blutes im Herzen entste\u00adht. Dieses aufkeimende Bewusst\u00adseinslicht ist die umgebende Atmo\u00adsph\u00e4re f\u00fcr die geschilderte Aktiv\u00adit\u00e4t, die Zeu\u00adgung, die im Herzen geschieht.<\/p>\n<p>Mit dem Wel\u00adtenwort (38 m) ist der Logos, die seit Anbe\u00adginn der Zeit wirk\u00adende, die Welt ins Dasein f\u00fchrende \u2014 sie aussprechende \u2014 Sch\u00f6pfer\u00adkraft des Sohnes-Gottes gemeint. Und dieser von Ewigkeit schaf\u00adfende Sch\u00f6pfer\u00adgott wurde sel\u00adber zum Gesch\u00f6pf, zu Jesus. Dieser Dop\u00adpel\u00adnatur von Sch\u00f6pfer und Gesch\u00f6pf entsprechen zwei Lesarten des Mantras 38&nbsp;m:<\/p>\n<p>Die eine Lesart besagt, dass \u201cEs\u201d (Es hat in \u2026) das Geistkind ist. Und das Geistkind hat das Wel\u00adtenwort gezeugt, die Him\u00admels\u00adfrucht der Hoff\u00adnung. Dann hat das Ich\u00adbe\u00adwusst\u00adsein, das Geistkind, die im Men\u00adschen behei\u00admatete Logoskraft, die Kraft logisch zu denken gezeugt. Und diese Denkkraft ist es, die Hoff\u00adnung spendet, denn sie hebt den Men\u00adschen \u00fcber die Natur hin\u00adaus und macht ihn sel\u00adber zum Sch\u00f6pfer. Diese Denkkraft ist Frucht des Him\u00admels, sie stammt vom Him\u00admel. Weit\u00adergedacht bein\u00adhal\u00adtet sie als vision\u00e4re Vorstel\u00adlungskraft die Hoff\u00adnung, dass das Geistkind zum Geist\u00admen\u00adschen her\u00adan\u00adw\u00e4chst \u2014 dass der Erden\u00admen\u00adsch wieder Geist&nbsp;wird.<\/p>\n<p>Die andere Lesart besagt, dass das Wel\u00adtenwort die m\u00e4nnlich zeu\u00adgende Kraft ist. Sie ist es, die die Him\u00admels\u00adfrucht der Hoff\u00adnung gezeugt hat. Und diese Him\u00admels\u00adfrucht der Hoff\u00adnung ist ein ander\u00ader Aus\u00addruck f\u00fcr das Geistkind. Dann beschreibt die Him\u00admels\u00adfrucht der Hoff\u00adnung das Geistkind als im Him\u00admel gereifte Frucht. Dann stammt das Geistkind aus dem Him\u00admel und ist sel\u00adber himm\u00adlis\u00adch\u00ader Natur. Es stammt nicht aus der Seele des Men\u00adschen, wie in der obi\u00adgen Lesart. Dann meint das Geistkind den Ich-Keim, der dem Men\u00adschen durch den gro\u00dfen Sch\u00f6p\u00adfungs\u00adplan zugedacht wurde. Leise klingt in der himm\u00adlis\u00adchen Frucht die Paradies\u00adgeschichte an, die mit dem Erden\u00adab\u00adstieg des Men\u00adschen auch seinen Auf\u00adstieg vor\u00adbere\u00adit\u00adete. Bei\u00adde Lesarten sind wahr \u2014 und von Rudolf Stein\u00ader ver\u00admut\u00adlich gewollt, denn das Geistkind l\u00e4sst sich nur ver\u00adste\u00adhen, wenn es zum einen aus dem See\u00adlen\u00adscho\u00df geboren, zum anderen als Him\u00admels\u00adfrucht gezeugt vorgestellt wird. In bei\u00adden Lesarten geht es nicht um den irdis\u00adchen Men\u00adschen oder um eine irdis\u00adche Geburt. Es geht um die Geburt des auch im Him\u00admel, im Geist Neuen. Es geht um den noch jun\u00adgen, kind\u00adhaften Geist-Men\u00adschen. Und gle\u00adichzeit\u00adig ist dieser Geist-Men\u00adsch gereifte Frucht, denn er wurde durch lange Entwick\u00adlun\u00adgen im Men\u00adschen und im Him\u00admel vorbereitet.<\/p>\n<p>In der Hel\u00adligkeit des Herzens fand die Zeu\u00adgung statt. Das Herz ist der Ort der Zeu\u00adgung. Wenn das Wel\u00adtenwort als die m\u00e4nnliche Zeu\u00adgungskraft ange\u00adse\u00adhen wird, fragt sich, welch\u00ades die weib\u00adliche Kraft ist. Hier find\u00aden sich drei Sub\u00adjek\u00adte, die die Mut\u00adter\u00adrolle innehaben k\u00f6n\u00adnen. Die Mut\u00adter kommt zum einen im See\u00adlen\u00adscho\u00df zum Aus\u00addruck, zum zweit\u00aden in der Herzen\u00adshel\u00adligkeit und zum drit\u00adten in der Hoff\u00adnung. Diese Drei\u00adheit k\u00f6n\u00adnte auf einen leib\u00adlichen, seel\u00adis\u00adchen und geisti\u00adgen Aspekt des M\u00fct\u00adter\u00adlichen deuten. Der See\u00adlen\u00adscho\u00df ist der k\u00f6r\u00adper\u00adliche Aspekt und sicher\u00adlich mit dem Astralleib iden\u00adtisch. Die Herzen\u00adshel\u00adligkeit ist der seel\u00adis\u00adche Aspekt, das Bewusst\u00adseinslicht, das im Herzen keimt und noch F\u00fch\u00adlen\u00addes Gewahr\u00adsein ist. Die Hoff\u00adnung ist der geistige Aspekt, ihr geh\u00f6rt die Him\u00admels\u00adfrucht, wie zur Mut\u00adter das wer\u00addende Kind. Und wer ist es, der mit sein\u00ader Hoff\u00adnung diesen Mut\u00adter\u00adleib schuf? Ist es der Ich-Sprech\u00ader und damit die irdis\u00adche Men\u00adschheit \u2014 oder sind es himm\u00adlis\u00adche Wesen \u2014 oder bei\u00adde Seit\u00aden, deren Hof\u00adfen sich durch die Him\u00admels\u00adfrucht erf\u00fcllte? Sowohl die Men\u00adschheit auf der Erde durchzieht eine tiefe Hoff\u00adnung auf den Wieder\u00adauf\u00adstieg zum Geist, als auch die geisti\u00adgen Wesen. Sie hof\u00adfen, den aus dem Him\u00admel zur Erde gest\u00fcrzten Men\u00adschen wieder in \u201cseines Vaters Haus\u201d aufnehmen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Nun fol\u00adgt in bei\u00adden Mantren eine n\u00e4here Beschrei\u00adbung und Erk\u00adl\u00e4rung des vorher Beschriebe\u00adnen. Dabei spiegelt das Adjek\u00adtiv, \u201cohn\u00adm\u00e4chtig\u201d (15 O) mit dem Adverb \u201cjubel\u00adnd\u201d (38 m). Die Worte sind keine Gegen\u00ads\u00e4tze und doch dr\u00fcck\u00aden sie bis in die gram\u00adma\u00adtis\u00adche Form der Worte einen Gegen\u00adsatz aus: macht\u00adlose Pas\u00adsiv\u00adit\u00e4t (ohn\u00adm\u00e4chtig) und freudig-kraftvolle Aktiv\u00adit\u00e4t (jubel\u00adnd).<\/p>\n<p>Im Mantra 15 O wird der Grund genan\u00adnt, warum das Eigen\u00adwe\u00adsen durch das Weben des Geistes in Sin\u00adnes\u00addumpfheit geh\u00fcllt wurde. Der Sinn davon ist, dass dem Ich-Sprech\u00ader dadurch Kraft geschenkt wird. Diese Kraft kann sich sein Ich, dem der Ich-Sprech\u00ader auch hier wieder beobach\u00adt\u00adend gegen\u00fcber\u00adste\u00adht, nicht sel\u00adber geben. Der Ich-Sprech\u00ader erken\u00adnt, dass dem Ich Schranken geset\u00adzt sind. Das Ich ist beschr\u00e4nkt und zwar nicht durch die Sin\u00adnes\u00addumpfheit \u2014 denn die bet\u00adrifft das Eigen\u00adwe\u00adsen. Es ist zu ver\u00admuten, dass es der Entwick\u00adlungs\u00adbe\u00addarf des Ichs ist, der sich im Kraft\u00adman\u00adgel aus\u00addr\u00fcckt und sich als Beschr\u00e4nkung auswirkt. Dies impliziert, dass das Ich die n\u00f6tige Kraft gewin\u00adnt, indem es die Sin\u00adnes\u00addumpfheit \u00fcber\u00adwindet. Sie ist der Wider\u00adstand, der das Ich erstarken l\u00e4sst. Gelingt diese \u00dcber\u00adwin\u00addung, wird auch das Weben des Geistes in den eige\u00adnen Gedanken und Vorstel\u00adlun\u00adgen nicht mehr wie verza\u00adubert erlebt wer\u00adden, son\u00addern direkt und&nbsp;klar.<\/p>\n<p>Im Mantra 38 m wird nun beschrieben, wie es mit der Him\u00admels\u00adfrucht der Hoff\u00adnung weit\u00aderge\u00adht. Und das erstaunt zun\u00e4chst. Sie w\u00e4chst jubel\u00adnd in Wel\u00adtenfer\u00adnen, nicht auf der Erde, wo der sich entwick\u00adel\u00adnde Men\u00adsch lebt. Sie w\u00e4chst wie eine Pflanze aus dem Grund \u2014 dem Gottes\u00adgrund meines, des Ich-Sprech\u00aders Wesen. Die Him\u00admels\u00adfrucht der Hoff\u00adnung w\u00e4chst also kraft- und freude\u00advoll, jubel\u00adnd, aus dem Teil des Men\u00adschen, der fern der Welt und g\u00f6t\u00adtlich ist. Die Him\u00admels\u00adfrucht der Hoff\u00adnung w\u00e4chst aus der Wesens-Grund\u00adlage des Men\u00adschen, die g\u00f6t\u00adtlich ist und das immer war. Es gibt einen Gottes\u00adgrund im Wesen des Men\u00adschen, wo der S\u00fcn\u00adden\u00adfall, die Tren\u00adnung vom G\u00f6t\u00adtlichen nicht stattge\u00adfun\u00adden hat. Aus diesem g\u00f6t\u00adtlichen Ur-Grund w\u00e4chst und reift die Him\u00admels\u00adfrucht. Sie reift also unab\u00adh\u00e4ngig vom men\u00adschlichen Ver\u00adstand, denn der ist irdis\u00adch\u00ader Natur. Doch das Bewusst\u00adsein des Ich-Sprech\u00aders reicht bis in diese Wel\u00adtenfer\u00adnen. Er wei\u00df um diesen Prozess, er beschreibt ihn.<\/p>\n<p>Drei auf den Ich-Sprech\u00ader zu beziehende geistige Entit\u00e4ten wer\u00adden im Mantra 38 m genan\u00adnt: zum einen das Geistkind, zum zweit\u00aden die Him\u00admels\u00adfrucht der Hoff\u00adnung und zum drit\u00adten der Gottes\u00adgrund des im Mantra sprechen\u00adden Ich-Wesens. Vielle\u00adicht sind mit ihnen die drei vom Men\u00adschen zu entwick\u00adel\u00adnden Geist\u00adglieder gemeint. Das Geis\u00adte\u00adskind im See\u00adlen\u00adscho\u00df ver\u00adste\u00adhe ich als das Geist\u00adselb\u00adst, das durch den umzuwan\u00addel\u00adnden Astralleib, den See\u00adlen\u00adleib gebildet wird. Die jubel\u00adnd wach\u00adsende Him\u00admels\u00adfrucht der Hoff\u00adnung ist der Pflanze ver\u00adwandt und deutet auf den Lebens\u00adgeist, der aus dem umzuwan\u00addel\u00adnden \u00c4ther\u00adleib, dem Leben\u00adskr\u00e4fteleib entste\u00adht. Der Gottes\u00adgrund des eige\u00adnen Wesens beze\u00adich\u00adnet den Geist\u00admen\u00adschen, der im Uran\u00adfang als Adam Kad\u00admon geschaf\u00adfen wurde und zu dem der physis\u00adche Leib umgear\u00adbeit\u00adet wer\u00adden soll. In den zw\u00f6lf Tierkreis\u00adbildern wird dieser kos\u00admis\u00adche Men\u00adsch erblickt, mithin also im Jahreskreis. Deshalb kann der ganze See\u00adlenkalen\u00adder als dieser Gottes\u00adgrund und Geist\u00admen\u00adsch ange\u00adse\u00adhen werden.<\/p>\n<p>Im Mantra 15 O wird die Inkar\u00adna\u00adtion des Ichs, ihre Notwendigkeit und ihr Ziel beschrieben. Im Mantra 38 m wird die Exkar\u00adna\u00adtion, die wesen\u00adhafte Geist\u00adwer\u00addung des Men\u00adschen beschrieben.<\/p>\n<h4><strong>Das Geistkind<\/strong><\/h4>\n<p>Rudolf Stein\u00ader ver\u00adwen\u00addet das Wort \u201cGeistkind\u201d im Sil\u00advester\u00advor\u00adtrag 1918: \u201cDie Sil\u00advester\u00adbe\u00adtra\u00adch\u00adtung sollte f\u00fcr jeden wachen Men\u00adschen nicht so sein, da\u00df er sich wohlig ins neue Jahr hin\u00fcber\u00adbe\u00adg\u00adibt; sie soll ihn ernst stim\u00admen, sie soll ihm vor Augen f\u00fchren das\u00adjenige, was in der Zeit\u00aden Scho\u00df liegt, wenn nicht in diesem Zeit\u00aden\u00adscho\u00df das <strong>Geistkind<\/strong> geboren wird. Bei diesem Geis\u00adtes\u00adlicht allein kann eine richtige Neu\u00adjahrsper\u00adspek\u00adtive emp\u00adfun\u00adden wer\u00adden.\u201d (GA 187, Sil\u00advester\u00advor\u00adtrag 1918, S. 163, Her\u00advorhe\u00adbung A.F.)<\/p>\n<p>Und am Tag darauf, beim fol\u00adgen\u00adden Neu\u00adjahrsvor\u00adtrag beschreibt er das Neue als eine neue Offen\u00adbarung: \u201cSie erin\u00adnern sich, wie ich in diesen Tagen aus\u00adge\u00adf\u00fchrt habe, da\u00df zum Aller\u00adwichtig\u00adsten, zum Aller\u00adwesentlich\u00adsten in der Erken\u00adnt\u00adnis der gegen\u00adw\u00e4r\u00adti\u00adgen Zeit geh\u00f6rt, da\u00df die Men\u00adschheit gewis\u00adser\u00adma\u00dfen vor ein\u00ader neuen Offen\u00adbarung ste\u00adht. Es ist diejenige Offen\u00adbarung, die geschehen soll, und in gewiss\u00ader Beziehung auch schon geschieht, durch die Geis\u00adter der Per\u00ads\u00f6n\u00adlichkeit, welche, wenn man sich so aus\u00addr\u00fcck\u00aden will, zu der W\u00fcrde von Sch\u00f6pfern auf\u00adsteigen, w\u00e4hrend wir als Sch\u00f6pfer im Wel\u00adtengange der Men\u00adschheit bish\u00ader nur haben ansprechen k\u00f6n\u00adnen diejeni\u00adgen Geis\u00adter, welche in der Bibel die Elo\u00adhim genan\u00adnt wer\u00adden, die wir die Geis\u00adter der Form nen\u00adnen. Etwas Sch\u00f6pferisches also wird auf\u00adtauchen inner\u00adhalb desjeni\u00adgen, was der Men\u00adsch beim Ver\u00adfol\u00adgen der Au\u00dfen\u00adwelt bemerken kann.<\/p>\n<p>\u2026 Diese Offen\u00adbarung ergie\u00dft sich wie eine neue <strong>Geis\u00adteswelle<\/strong> durch das Geschehen, in das der Men\u00adsch einges\u00adpan\u00adnt ist. Der Men\u00adsch kann diese Welle nicht etwa von der Erde zur\u00fcck\u00adsto\u00dfen. Sie ergie\u00dft sich \u00fcber die Erde.\u201d (GA 187, Neu\u00adjahrsvor\u00adtrag 1919, S.&nbsp;164f)<\/p>\n<p>Das Geistkind ist im Sil\u00advester\u00advor\u00adtrag der Zukun\u00adft\u00adsim\u00adpuls, im Neu\u00adjahrsvor\u00adtrag die neue Offen\u00adbarung, die sich als Geist\u00adwelle ergie\u00dft, die an die Men\u00adschheit her\u00adan\u00adbran\u00addet. Die Geist\u00adwelle l\u00e4sst an des Geistes Weben (15 O) denken, an das Str\u00f6\u00admen der lin\u00adearen Zeit. Das Geistkind wird im Mantra 38 m genan\u00adnt und ist mit einem eige\u00adnen Innen\u00adraum vorzustellen, wie es die zyk\u00adlis\u00adche Zeit bildet, in deren Zen\u00adtrum die geistige Sonne strahlt.<\/p>\n<p>Das Wei\u00adh\u00adnachts\u00adfest ist ganz beson\u00adders mit dem Geheim\u00adnis der Zeit ver\u00adbun\u00adden. Das sagen schon die seit alters her mit den zw\u00f6lf Monat\u00aden ver\u00adbun\u00adde\u00adnen zw\u00f6lf Heili\u00adgen N\u00e4chte. In der Chris\u00adtenge\u00admein\u00adschaft wer\u00adden zu Wei\u00adh\u00adnacht\u00aden \u2014 und nur da \u2014 drei heilige Hand\u00adlun\u00adgen zele\u00adbri\u00adert: Mit\u00adter\u00adnacht, in der Mor\u00adgen\u00adfr\u00fche und am hellen Vor\u00admit\u00adtag. Ist es nicht, als ob zur Mit\u00adter\u00adnacht das im Men\u00adschen als g\u00f6t\u00adtliche Kraft aufkeimende Bewusst\u00adseinslicht gefeiert wird, zur Mor\u00adgen\u00adfr\u00fche die in steter Entwick\u00adlung, in stetem \u00dcber\u00adgang begrif\u00adf\u00adene lin\u00adeare Zeit im Gang des men\u00adschlichen Lebens und am hellen Vor\u00admit\u00adtag die Vol\u00adlen\u00addung der Zeit, wenn sie Raum gewor\u00adden ist und alles zur Offen\u00adbarung kommt als zyk\u00adlis\u00adche Zeit \u2014 und der Men\u00adsch eben\u00adso vol\u00adlen\u00addet im geisti\u00adgen Raum&nbsp;weilt?<\/p>\n<p>Von Meis\u00adter Eckart (1260 \u2014 1327) stammt der Ausspruch: <em>\u201eDer gegen\u00adw\u00e4r\u00adtige Augen\u00adblick ist das Fen\u00adster, durch das Gott in das Haus meines Lebens schaut. Wo der Men\u00adsch aus Hingabe das Seine preis\u00adgibt, da muss notge\u00addrun\u00adgen Gott f\u00fcr ihn ein\u00adtreten.\u201d<\/em> Beanspruchen wir unser Bewusst\u00adsein nicht \u00fcber das Ma\u00df der Selb\u00adster\u00adhal\u00adtung hin\u00adaus f\u00fcr ego\u00adis\u00adtis\u00adche Ziele, geben wir das Unsere \u2014 unser Bewusst\u00adsein \u2014 preis, so kann G\u00f6t\u00adtlich\u00ades dort ein\u00adtreten \u2014 oder sich entza\u00adubert zeigen.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1052\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 15&nbsp;O&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1553\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 38&nbsp;m&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2431\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Ein\u00adtrag Sommer-Halbjahr&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2404\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Ein\u00adtrag Winter-Halbjahr&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die spiegel\u00adnden Mantren 15 O und 38&nbsp;m 15 O Ich f\u00fch\u00adle wie verza\u00adubert Im Wel\u00adtenschein des Geistes Weben: Es hat in Sin\u00adnes\u00addumpfheit Geh\u00fcllt mein Eigen\u00adwe\u00adsen, Zu schenken mir die&nbsp;Kraft: Die, ohn\u00adm\u00e4chtig sich selb\u00adst zu&nbsp;geben, Mein Ich in seinen Schranken ist. 38 m Wei\u00adhe-Nacht-Stim\u00ad\u00admung Ich f\u00fch\u00adle wie entza\u00adubert Das Geis\u00adte\u00adskind im See\u00adlen\u00adscho\u00df; Es hat in Herzenshelligkeit\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-2418","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2418","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2418"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2418\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3857,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2418\/revisions\/3857"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2418"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}