{"id":2404,"date":"2024-07-12T13:58:33","date_gmt":"2024-07-12T11:58:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2404"},"modified":"2026-02-14T15:51:00","modified_gmt":"2026-02-14T14:51:00","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy-7-copy-copy-copy-copy-copy-2-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2404","title":{"rendered":"Blog \u2014 Spiegelspr\u00fcche 14 N \u2014 39&nbsp;n"},"content":{"rendered":"\n\n\t<h4><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/14-N-39-n-260x300.png\" alt width=\"260\" height=\"300\"><\/h4>\n<h4><strong>Die spiegelnden Mantren 14 N<\/strong><strong> und 39&nbsp;n<br>\n<\/strong><\/h4>\n<table width=\"639\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"311\"><strong>SOMMER<\/strong>\n<p><strong>14 N<\/strong><\/p>\n<p><u>An<\/u> <strong>Sinnes<\/strong><u>offen\u00adbarung<\/u> <u>hingegeben<\/u><\/p>\n<p><strong>Ver\u00adlor<\/strong> <u>ich<\/u> <strong>Eigen<\/strong><u>wesens<\/u> <strong>Trieb<\/strong>,<\/p>\n<p><u>Gedanken<\/u><strong>traum<\/strong>,<u> er<\/u> <strong>schien<\/strong><\/p>\n<p><strong>Bet\u00e4ub<u>end<\/u><\/strong> <u>mir<\/u> <strong>das Selb\u00adst<\/strong> <u>zu<\/u> <strong>rauben<\/strong>,<\/p>\n<p><strong>Doch<\/strong> <u>weck\u00adend<\/u> <strong>nahet<\/strong> schon<\/p>\n<strong>Im<\/strong> <strong>Sin\u00adnen\u00adschein<\/strong> mir <strong>Wel\u00adtendenken<\/strong>.<\/td>\n<td width=\"16\"><\/td>\n<td width=\"311\">&nbsp;\n<p><strong>39 n<\/strong><\/p>\n<p><u>An<\/u> <strong>Geistes<\/strong><u>offen\u00adbarung<\/u> <u>hingegeben<\/u><\/p>\n<p><strong>Gewinne<\/strong> <u>ich<\/u> des <strong>Wel\u00adten<\/strong><u>wesens<\/u> <strong>Licht<\/strong>.<\/p>\n<p><u>Gedanken<\/u><strong>kraft<\/strong>, <u>sie<\/u> <strong>w\u00e4chst<\/strong><\/p>\n<p><strong>Sich kl\u00e4r<u>end<\/u><\/strong> <u>mir<\/u> <strong>mich selb\u00adst<\/strong> <u>zu<\/u> <strong>geben<\/strong>,<\/p>\n<p><strong>Und<\/strong> <u>weck\u00adend<\/u> <strong>l\u00f6st<\/strong> sich&nbsp;mir<\/p>\n<strong>Aus<\/strong> <strong>Denker\u00adma\u00adcht<\/strong> das <strong>Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl<\/strong>.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h4>Musik zum Mantra 14 N \u2014 verzaubernd \u2014 komponiert von Herbert Lippmann<\/h4>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-2404-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/14-N-Lippmann-Fraktal-KW-14-verzaubernd-0\u00b450.mp3?_=1\"><a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/14-N-Lippmann-Fraktal-KW-14-verzaubernd-0\u00b450.mp3\">https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/14-N-Lippmann-Fraktal-KW-14-verzaubernd\u20110\u00b450.mp3<\/a><\/audio>\n<h4>Musik zum Mantra 39 n \u2014 sich abl\u00f6send \u2014 komponiert von Herbert Lippmann<\/h4>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-2404-2\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/39-n-Lippmann-Fraktal-KW-39-sich-abloesend-0\u00b435.mp3?_=2\"><a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/39-n-Lippmann-Fraktal-KW-39-sich-abloesend-0\u00b435.mp3\">https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/39-n-Lippmann-Fraktal-KW-39-sich-abloesend\u20110\u00b435.mp3<\/a><\/audio>\n<h4><strong>Der n\u00f6rdliche und der s\u00fcdliche Einweihungsweg<\/strong><\/h4>\n<p>Schon 1903 schreibt Rudolf Stein\u00ader, dass die Ein\u00adwei\u00adhung den Mys\u00adten stets mit ein\u00ader Zwei\u00adheit an Kr\u00e4ften in Kon\u00adtakt bringt. Hier nen\u00adnt er sie die Vater- und Mut\u00adter\u00adm\u00e4chte des Daseins: \u201cDiese [die Einzuwei\u00adhen\u00adden] aber empfind\u00aden dann in der Mys\u00adte\u00adrien-Ein\u00adwei\u00adhung die unmit\u00adtel\u00adbare Ber\u00fchrung mit den geisti\u00adgen Urgr\u00fcn\u00adden, mit den Vater- und Mut\u00adter\u00adm\u00e4cht\u00aden des Daseins.\u201d (GA 34, S. 47f, Erg\u00e4nzung A.F.)<\/p>\n<p>An ander\u00ader Stelle unter\u00adschei\u00addet er zwis\u00adchen ein\u00ader n\u00f6rdlichen und ein\u00ader s\u00fcdlichen Ein\u00adwei\u00adhung. Die s\u00fcdliche legt den Schw\u00ader\u00adpunkt auf den Weg nach Innen und damit in den Mikrokos\u00admos der eige\u00adnen Seele, die n\u00f6rdliche auf den Weg nach Au\u00dfen, und damit durch die Sinneswahrnehmung in den Makrokos\u00admos. Auf bei\u00adden Ein\u00adwei\u00adhungswe\u00adgen begeg\u00adnet der Men\u00adsch Gefahren, die unverkennbar gegen\u00ads\u00e4t\u00adzlich\u00ader Natur sind. Die eine ist der Ver\u00adlust des Ichs, die andere \u00fcber\u00adsteigert\u00ader Ego\u00adis\u00admus. Daraus wird ersichtlich, dass bei\u00adde Wege gemein\u00adsam ein gr\u00f6\u00dferes Ganzes bilden und deshalb auch bei\u00adde gegan\u00adgen wer\u00adden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Das Mantra 14 N spricht davon, dass der Trieb ver\u00adloren ist, ein Eigen\u00adwe\u00adsen zu sein \u2014 also das zu sein, was das allt\u00e4gliche Ich-Erleben genan\u00adnt wer\u00adden kann. Rudolf Stein\u00ader beschreibt etwas sehr \u00e4hn\u00adlich\u00ades als Gefahr der <em><strong>n\u00f6rdlichen Ein\u00adwei\u00adhung<\/strong><\/em>: \u201eHeute ist das nicht mehr der Fall, aber in \u00e4lteren Zeit\u00aden war es, namentlich in den nordis\u00adchen und west\u00adlichen Gegen\u00adden Europas, auch in unser\u00ader Gegend, der Entwick\u00adelung der in diesen Gegen\u00adden wohnen\u00adden Men\u00adschen dur\u00adchaus angemessen, durch eine Art Ekstase in die Geheimnisse der gro\u00dfen Welt einge\u00adf\u00fchrt zu wer\u00adden. Aber damit waren sie auch aus\u00adge\u00adset\u00adzt dem, was man <strong>Ver\u00adlust des Ich<\/strong> nen\u00adnen k\u00f6n\u00adnte. Doch war dieser Zus\u00adtand nicht so gef\u00e4hrlich f\u00fcr die dama\u00adli\u00adgen Men\u00adschen, weil sie mit ein\u00ader gewis\u00adsen urspr\u00fcnglichen ele\u00admentaren, gesun\u00adden Kraft behaftet waren und noch nicht so geschw\u00e4cht waren in bezug auf ihre urspr\u00fcnglichen See\u00adlenkr\u00e4fte, wie es die gegen\u00adw\u00e4r\u00adtige Men\u00adschheit durch ihre hochgr\u00ada\u00addi\u00adge Intellek\u00adtu\u00adal\u00adit\u00e4t ist. So wie diese Men\u00adschen waren, haben sie alle diese gesteigerten Gef\u00fch\u00adle, die Hoff\u00adnun\u00adgen des Fr\u00fch\u00adlings, das Auf\u00adjauchzen des Som\u00admers, die Wehmut des Herb\u00adstes, die Todess\u00adchauer des Win\u00adters durch\u00admachen k\u00f6n\u00adnen und haben den\u00adnoch bis zu einem gewis\u00adsen Grade ihr Ich behal\u00adten. Es mu\u00dfte aber Vor\u00adsorge getrof\u00adfen wer\u00adden f\u00fcr diejeni\u00adgen, welche Lehrer wer\u00adden soll\u00adten f\u00fcr die heutige Men\u00adschheit, da\u00df die Ein\u00adwei\u00adhung, das Hine\u00adin\u00adf\u00fchren in den Makrokos\u00admos in ein\u00ader anderen Weise noch geschehen kon\u00adnte. Worauf es ankommt, wer\u00adden Sie begreifen k\u00f6n\u00adnen, wenn Sie sich vorstellen, da\u00df ja die Haupt\u00adsache bei diesem Hin\u00adausleben in den Makrokos\u00admos der <strong>Ver\u00adlust des Ich<\/strong> ist. <strong>Das Ich wird immer schw\u00e4ch\u00ader und schw\u00e4ch\u00ader; der Men\u00adsch kommt schlie\u00dflich in einen Zus\u00adtand, wo er sich sel\u00adber als men\u00adschliche Wesen\u00adheit verliert.<\/strong><\/p>\n<p>Was mu\u00dfte geschehen, damit der Men\u00adsch sich <strong>nicht<\/strong> ver\u00adlor? Es mu\u00dfte ihm ger\u00adade die Kraft zuge\u00adf\u00fchrt wer\u00adden, die man als die Kraft des Ich beze\u00adich\u00adnet. Die Kraft, die schw\u00e4ch\u00ader wurde in sein\u00ader eige\u00adnen Seele, die Kraft des Ich, die mu\u00dfte von au\u00dfen zuge\u00adf\u00fchrt wer\u00adden. Und das geschah dadurch, da\u00df diese nordis\u00adchen Mys\u00adte\u00adrien immer so ver\u00adliefen, da\u00df der\u00adjenige, der eingewei\u00adht wer\u00adden sollte, die Unter\u00adst\u00fctzung geno\u00df von Gehil\u00adfen, die den ein\u00adwei\u00adhen\u00adden geisti\u00adgen F\u00fchrer unter\u00adst\u00fctzten. Ein geistiger F\u00fchrer mu\u00dfte da sein, aber es mu\u00dften auch Gehil\u00adfen da sein, die diesen geisti\u00adgen F\u00fchrer unter\u00adst\u00fctzten. Und diese Gehil\u00adfen kamen auf fol\u00adgende Weise zus\u00adtande. Es wur\u00adden Men\u00adschen beson\u00adders erzo\u00adgen, beson\u00adders vor\u00adbere\u00adit\u00adet in der Art, da\u00df der eine Men\u00adsch zum Beispiel diejeni\u00adgen inneren Erleb\u00adnisse und Empfind\u00adun\u00adgen beson\u00adders stark durch\u00admachte, die man durch\u00admacht, wenn man sich hin\u00adgibt alle dem, was man nen\u00adnen kann die auf\u00ads\u00adprie\u00dfende Natur des Fr\u00fch\u00adlings. Es ist fr\u00fcher gesagt wor\u00adden, da\u00df der Einzuwei\u00adhende das nicht in gen\u00fc\u00adgend starkem Ma\u00dfe sel\u00adber tun kann. Deshalb wur\u00adden Men\u00adschen beson\u00adders erzo\u00adgen, welche alle ihre See\u00adlenkr\u00e4fte so in den Dienst dieser nordis\u00adchen Mys\u00adte\u00adrien stellen mu\u00dften, da\u00df sie auf alles \u00fcbrige verzichteten, also auf das, was Herb\u00adst, Som\u00admer und Win\u00adter erleben lassen. Sie soll\u00adten alle ihre See\u00adlenkr\u00e4fte dazu ver\u00adwen\u00adden, um die Eige\u00adnart der auf\u00ads\u00adprie\u00dfen\u00adden Fr\u00fch\u00adlingsnatur gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfig zu erleben. Andere wur\u00adden wiederum dazu ver\u00adan\u00adla\u00dft, zu erleben das volle Leben des Som\u00admers, andere wur\u00adden ver\u00adan\u00adla\u00dft, zu erleben das volle Leben des Herb\u00adstes, andere das\u00adjenige des Win\u00adters. Es wurde also auf ver\u00adschiedene Men\u00adschen das verteilt, was ein Men\u00adsch im Laufe des Jahres erleben kann. Dadurch hat\u00adte man Men\u00adschen, die ihr Ich in der ver\u00adschieden\u00adsten Weise gest\u00e4hlt, gest\u00e4rkt hat\u00adten. Sie hat\u00adten dadurch, da\u00df sie dieses Ich ver\u00adst\u00e4rkt ein\u00adseit\u00adig hat\u00adten, \u00dcber\u00adflu\u00df an Ich-Kraft. Und nun wur\u00adden sie nach gewis\u00adsen Regeln mit dem\u00adjeni\u00adgen, der eingewei\u00adht wer\u00adden sollte, so in Verbindung gebracht, da\u00df sie ihre \u00fcber\u00adsch\u00fcs\u00adsige Ich-Kraft ihm hingaben, da\u00df diese auf ihn zus\u00adtr\u00f6mte. So da\u00df der Einzuwei\u00adhende, der den Jahres\u00adlauf durch\u00admachen sollte, das Jahr so durch\u00adlebte, da\u00df er zu gewis\u00adsen h\u00f6heren Erken\u00adnt\u00adnis\u00adsen des Makrokos\u00admos hin\u00adaufge\u00adf\u00fchrt wurde, w\u00e4hrend seinem Ich die Ich-Kr\u00e4fte des Ein\u00adwei\u00adhung\u00ads\u00adpriesters und sein\u00ader Gehil\u00adfen zus\u00adtr\u00f6mten. Es ergo\u00df sich in die Seele des Einzuwei\u00adhen\u00adden das, was die anderen ihm geben konnten.<\/p>\n<p>Wenn man einen solchen Vor\u00adgang ver\u00adste\u00adhen will, dann mu\u00df man sich allerd\u00adings einen Begriff davon machen k\u00f6n\u00adnen, mit welch\u00ader Hingabe und Aufopfer\u00adung in jenen alten Zeit\u00aden in den Mys\u00adte\u00adrien gear\u00adbeit\u00adet wor\u00adden war. Von jen\u00ader Hingabe, von jen\u00ader Aufopfer\u00adung ist in der heuti\u00adgen exo\u00adter\u00adischen Welt nicht viel zu find\u00aden. Fr\u00fcher haben sich Men\u00adschen willig dazu hergegeben, ein\u00adseit\u00adig ihr Ich zu ver\u00adst\u00e4rken, damit sie die Kraft dieses Ich abgeben kon\u00adnten an den einen, der eingewei\u00adht wer\u00adden sollte und von ihm dann erfahren kon\u00adnten, was er erlebt hat\u00adte, indem er hin\u00adauf\u00adstieg in eine <strong>Ekstase<\/strong>, die aber jet\u00adzt keine Ekstase mehr war, weil ihm fremde Ich-Kr\u00e4fte zugestr\u00f6mt sind, son\u00addern es war ein bewu\u00dftes Hin\u00adauf\u00adsteigen in den Makrokos\u00admos. Es waren zw\u00f6lf Men\u00adschen, drei Fr\u00fchlings\u2011, drei Sommer\u2011, drei Herbst\u2011, drei Win\u00adter\u00admen\u00adschen notwendig, welche ver\u00adschieden aus\u00adge\u00adbildete Ich-Kr\u00e4fte dem Einzuwei\u00adhen\u00adden zusandten, der sich so in die h\u00f6heren Wel\u00adten hin\u00adau\u00adflebte und der dann aus den Erfahrun\u00adgen her\u00adaus, die er da machte, mit\u00adteilen kon\u00adnte, wie es in den h\u00f6heren Wel\u00adten aussieht.\u201d (GA 119, S. 153ff, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.)<\/p>\n<p>Diese Ein\u00adwei\u00adhung wurde im Hochsom\u00admer gesucht. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201cUnd eben\u00adso wu\u00dfte man in jen\u00ader Zeit, da\u00df der \u2026 Zus\u00adtand in der Hochsom\u00admer\u00adszeit vorhan\u00adden ist, in der Joh\u00adan\u00adnizeit, Ende Juni. Da hat die Erde am meis\u00adten aus\u00adgeat\u00admet. Da hat die Erde an den au\u00dferirdis\u00adchen Kos\u00admos ihre Seele hingegeben. Von der Wei\u00adh\u00adnacht\u00adszeit bis zur Joh\u00adan\u00adnizeit nimmt man immer wahr das Hin\u00adausat\u00admen des Seel\u00adis\u00adchen in den weit\u00aden Wel\u00adtenraum. Die Seele der Erde strebt den Ster\u00adnen zu. Die Seele der Erde will das Leben der Sterne ken\u00adnen\u00adler\u00adnen. Und die Seele der Erde ist in ihrer Art am meis\u00adten ver\u00adbun\u00adden durch das Licht der Som\u00admer\u00adson\u00adne mit den Stern\u00adbe\u00adwe\u00adgun\u00adgen der Joh\u00adan\u00adnizeit. Das hat man in gewis\u00adsen Gegen\u00adden in alten Zeit\u00aden, Tausende von Jahren vor dem Mys\u00adteri\u00adum von Gol\u00adgatha wahrgenom\u00admen. Das kon\u00adnte man erken\u00adnen. Und aus diesem Erken\u00adnen ging die Pflege der Som\u00admermys\u00adte\u00adrien hervor.<\/p>\n<p><strong>In den Som\u00admermys\u00adte\u00adrien, in den Johan\u00adnes\u00admys\u00adte\u00adrien, die ins\u00adbeson\u00addere im Nor\u00adden gepflegt wor\u00adden sind, in den Hochsom\u00admermys\u00adte\u00adrien sucht\u00aden die Sch\u00fcler der Eingewei\u00adht\u00aden unter dem Rate der&nbsp;Eingewei\u00adht\u00aden, ihrer Ini\u00adti\u00adierten, der Erdenseele in die Ster\u00adnen\u00adweit\u00aden zu fol\u00adgen, um von den Ster\u00adnen zu lesen, welche geisti\u00adgen Geschehnisse, welche geisti\u00adgen Tat\u00adsachen mit der Erde ver\u00adbun\u00adden sind.<\/strong>\u201d (GA 226, S.&nbsp;102f)<\/p>\n<p>Bei der <em><strong>s\u00fcdlichen Ein\u00adwei\u00adhung<\/strong><\/em>, auf dem Weg nach Innen ging es um die Geburt des h\u00f6heren Selb\u00adst. Rudolf Stein\u00ader ver\u00adgle\u00adicht dieses innere Erleb\u00adnis mit dem Wei\u00adh\u00adnacht\u00adsereig\u00adnis: \u201cDie Augen des Geistes wer\u00adden dem Eingewei\u00adht\u00aden ge\u00f6ffnet. Es tut sich ihm in Licht und Farbe eine Welt des Geistes auf, eine ganz neue, viel gr\u00f6\u00dfere Welt als die physis\u00adche, mit allen ihren Wesen und Bewohn\u00adern. Alle Dinge scheinen ihm belebt. In diesem Augen\u00adblick erleben die Eingewei\u00adht\u00aden die <strong>Geburt ihres h\u00f6heren Selb\u00adst<\/strong>. Das nan\u00adnte man das <strong>innere Chris\u00adtus-Fest<\/strong>. Was diese Auser\u00adw\u00e4hlten erleben kon\u00adnten und was die Eingewei\u00adht\u00aden auch heute noch erleben k\u00f6n\u00adnen, war f\u00fcr die andern, in den kleinen Mys\u00adte\u00adrien, ein Ide\u00adal, das sie alle zu erre\u00adichen hof\u00adfen durften, der eine bald, der andere sp\u00e4ter. Wer wei\u00df, da\u00df jed\u00ader viele Leben durchzu\u00admachen hat, der kann gewi\u00df sein, da\u00df auch in ihm seine Erweck\u00adung, jene Ein\u00adwei\u00adhung ein\u00admal Wirk\u00adlichkeit wer\u00adden wird; da\u00df die Erweck\u00adung des Chris\u00adtus in ihm erre\u00adicht wer\u00adden wird, die Wei\u00adh\u00adnacht, da das Licht in seinem Inneren leucht\u00aden wird. Dann wird sich jen\u00ader Spruch aus dem Johannes-Evan\u00adgeli\u00adum umkehren: Und das Licht wird in der Fin\u00adster\u00adn\u00adis begrif\u00adf\u00aden wer\u00adden.\u201d (GA 97, S. 79, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.)<\/p>\n<p>Musste auf dem n\u00f6rdlichen Weg der Gefahr des Todes, des Ich-Ver\u00adlustes begeg\u00adnet wer\u00adden, w\u00e4hrend der Einzuwei\u00adhende sich extatisch den Kr\u00e4ften der Natur, dem Jahres\u00adlauf hingab, so erlebte der Einzuwei\u00adhende auf dem s\u00fcdlichen Weg eine Steigerung der eige\u00adnen Leben\u00adskr\u00e4fte, die in die Umwelt ausstr\u00f6mten und diese belebte.<\/p>\n<h4><strong>Das Zusammenwirken von Denken und&nbsp;Wille<\/strong><\/h4>\n<p>Die Mantren 14 N und 39 n sind sowohl Spiegel- als auch Gegen\u00adspr\u00fcche zueinan\u00adder. Zum einen entsprechen sie sich in ihrer Gram\u00admatik und regen dadurch das Denken an, zum anderen tra\u00adgen sie densel\u00adben Buch\u00adstaben, das \u201cN\u201d in der \u00dcber\u00adschrift und liegen sich im Jahreskreis gegen\u00fcber, worin ich Wil\u00adlen\u00adsqual\u00adit\u00e4t aus\u00adge\u00addr\u00fcckt sehe. Rudolf Stein\u00ader beschreibt, dass Denken und Wille auf bedeut\u00adsame Art zusammenwirken:<\/p>\n<p>\u201cDer Men\u00adsch ste\u00adht da in der Welt auf der einen Seite als ein <strong>Betra\u00adch\u00adt\u00aden\u00adder<\/strong>, auf der anderen Seite als ein <strong>Han\u00addel\u00adnder<\/strong>, zwis\u00adchen drin\u00adnen ste\u00adht er mit seinem <strong>F\u00fchlen<\/strong>. Er ist auf der einen Seite mit seinem F\u00fchlen hingegeben an das\u00adjenige, was sich sein\u00ader Betra\u00adch\u00adtung ergibt, auf der anderen Seite ist er mit seinem F\u00fchlen wiederum beteiligt an seinem Han\u00addeln. \u2026 Nur dadurch, da\u00df wir betra\u00adch\u00adt\u00adende Wesen sind, wer\u00adden wir im voll\u00adsten Sinne des Wortes eigentlich Men\u00adsch. \u2026 Zu denken, da\u00df wir die Welt nicht betra\u00adcht\u00aden k\u00f6n\u00adnen, w\u00fcrde bedeuten, da\u00df wir unser ganzes Men\u00adsch\u00adsein von uns abtun m\u00fcssen. Als han\u00addel\u00adnde Men\u00adschen ste\u00adhen wir drin\u00adnen im sozialen Leben. Und im Grunde genom\u00admen hat alles das, was wir zwis\u00adchen Geburt und Tod voll\u00adbrin\u00adgen, eine gewisse soziale Bedeutung.<\/p>\n<p>Nun wis\u00adsen Sie, da\u00df, insofern wir betra\u00adch\u00adt\u00adende Wesen sind, in uns der Gedanke lebt, insofern wir han\u00addel\u00adnde Wesen sind, also auch insofern wir soziale Wesen sind, in uns der Wille lebt. \u2026 <strong>In allem Wil\u00adlen\u00adsar\u00adti\u00adgen lebt das Gedanke\u00adnar\u00adtige, in allem Gedanklichen lebt das Wil\u00adlen\u00adsar\u00adtige<\/strong>. Und es ist dur\u00adchaus notwendig, da\u00df man ger\u00adade \u00fcber die hier in Frage kom\u00admenden Dinge sich klar werde, wenn man jene <strong>Br\u00fccke<\/strong>, von der ich hier jet\u00adzt schon so oft gesprochen habe, <strong>im Ern\u00adste bauen will, die Br\u00fccke zwis\u00adchen der moralisch-geisti\u00adgen Wel\u00adtord\u00adnung und der physisch-nat\u00fcr\u00adlichen Ord\u00adnung<\/strong>.<\/p>\n<p>\u2026 Die Art und Weise, wie wir die <em>Gedanken<\/em> verkn\u00fcpfen und voneinan\u00adder l\u00f6sen, die Art und Weise, wie wir inner\u00adlich die Gedanken ver\u00adar\u00adbeit\u00aden, wie wir urteilen, wie wir Schl\u00fcsse ziehen, wie wir uns \u00fcber\u00adhaupt im Gedanken\u00adleben ori\u00aden\u00adtieren, das ist unser, ist uns eigen. Der Wille in unserem Gedanken\u00adleben ist unser eigener.<\/p>\n<p>Wenn wir auf dieses Gedanken\u00adleben hin\u00adblick\u00aden, so m\u00fcssen wir uns ger\u00adade bei ein\u00ader sorgf\u00e4lti\u00adgen Selb\u00adst\u00adpr\u00fc\u00adfung sagen \u2026: <strong>Die Gedanken kom\u00admen uns von au\u00dfen ihrem Inhalte nach, die Bear\u00adbeitung der Gedanken, die geht von uns aus<\/strong>. \u2026 Es ist f\u00fcr die Erf\u00fcl\u00adlung dessen, was Selb\u00adsterken\u00adnt\u00adnis von uns Men\u00adschen will, im hohen Grade bedeut\u00adsam, wenn wir auseinan\u00adder\u00adhal\u00adten, <strong>wie auf der einen Seite uns von der Umwelt der Gedanken\u00adin\u00adhalt kommt, wie auf der anderen Seite aus unserem Inneren in die Gedanken\u00adwelt ein\u00adstrahlt die Kraft des Wil\u00adlens, die von innen&nbsp;kommt<\/strong>.<\/p>\n<p>Wie wird man eigentlich inner\u00adlich immer geistiger und geistiger? \u2026 Geistiger wird man durch die innere wil\u00adlens\u00adgem\u00e4\u00dfe Arbeit inner\u00adhalb der Gedanken. \u2026 Und je st\u00e4rk\u00ader, je inten\u00adsiv\u00ader dieses innere Wil\u00adlensstrahlen wird in dem Ele\u00admente, wo eben die Gedanken sind, desto geistiger wer\u00adden wir. <strong>Wenn wir Gedanken von der \u00e4u\u00dferen physisch-sinnlichen Welt aufnehmen\u2026, dann wer\u00adden wir dadurch \u2026 unfrei, denn wir wer\u00adden hingegeben an die Zusam\u00admen\u00adh\u00e4nge der \u00e4u\u00dferen Welt; \u2026 erst in der inneren Ver\u00adar\u00adbeitung wer\u00adden wir&nbsp;frei<\/strong>.<\/p>\n<p>Nun gibt es eine M\u00f6glichkeit, ganz frei zu wer\u00adden, frei zu wer\u00adden in seinem inneren Leben, wenn man den Gedanken\u00adin\u00adhalt, insofern er von au\u00dfen kommt, m\u00f6glichst auss\u00adchlie\u00dft, immer mehr und mehr auss\u00adchlie\u00dft, und das <strong>Wil\u00adlense\u00adle\u00adment, das im Urteilen, im Schl\u00fcsseziehen<\/strong> unsere Gedanken durch\u00adstrahlt, in beson\u00addere Regsamkeit ver\u00adset\u00adzt. Dadurch aber wird unser Denken \u2026 das reine Denken. Wir denken, aber im Denken lebt nur Wille. \u2026 Das\u00adjenige, was da in uns lebt, lebt in der Sph\u00e4re des Denkens. <strong>Aber wenn es reines Denken gewor\u00adden ist, ist es eigentlich eben\u00adsogut als rein\u00ader Wille anzus\u00adprechen<\/strong>. So da\u00df wir auf\u00adsteigen dazu, uns vom Denken zum Willen zu erheben, wenn wir inner\u00adlich frei wer\u00adden, da\u00df wir gewis\u00adser\u00adma\u00dfen unser Denken so reif machen, da\u00df es ganz und gar durch\u00adstrahlt wird vom Willen \u2026 Auf diese Weise heben wir uns her\u00adaus aus der physisch-sinnlichen Notwendigkeit, durch\u00adstrahlen uns mit dem, was uns eigen ist und bere\u00adit\u00aden uns vor f\u00fcr die moralis\u00adche Intu\u00adition. Und auf solchen moralis\u00adchen Intu\u00aditio\u00adnen beruht doch alles das, was den Men\u00adschen von der geisti\u00adgen Welt aus zun\u00e4chst erf\u00fcllen kann. Es lebt also auf das\u00adjenige, was Frei\u00adheit ist, dann, wenn wir ger\u00adade in unserem Denken immer m\u00e4chtiger und m\u00e4chtiger wer\u00adden lassen den Willen.<\/p>\n<p>Betra\u00adcht\u00aden wir den Men\u00adschen von dem anderen Pol aus, von dem <em>Wil\u00adlen\u00adspol<\/em>. Der Wille, wann tritt er durch unser Han\u00addeln uns beson\u00adders klar vor das See\u00adle\u00adnauge? \u2026 <strong>Je mehr wir aus unserem Organ\u00adis\u00adchen her\u00adaus\u00adge\u00adhen und \u00fcberge\u00adhen zur T\u00e4tigkeit, die vom Organ\u00adis\u00adchen gewis\u00adser\u00adma\u00dfen los\u00adgel\u00f6st ist, desto mehr tra\u00adgen wir in unser Han\u00addeln die Gedanken hinein<\/strong>. Das Niesen steckt noch ganz im Organ\u00adis\u00adchen drin\u00adnen, das Sprechen steckt zum gro\u00dfen Teil im Organ\u00adis\u00adchen drin\u00adnen, das Gehen schon sehr wenig, das\u00adjenige, was wir mit den H\u00e4n\u00adden vol\u00adlziehen, auch sehr wenig. Und so geht es allm\u00e4h\u00adlich \u00fcber in immer mehr und mehr vom Organ\u00adis\u00adchen in uns los\u00adgel\u00f6ste Hand\u00adlun\u00adgen. Diese Hand\u00adlun\u00adgen, die ver\u00adfol\u00adgen wir mit unseren Gedanken, wenn wir auch nicht wis\u00adsen, wie der Wille in diese Hand\u00adlun\u00adgen hinein\u00adschie\u00dft. \u2026 Wir tra\u00adgen in unser Han\u00addeln die Gedanken hinein, und je mehr sich unser Han\u00addeln aus\u00adbildet, desto mehr tra\u00adgen wir die Gedanken in unser Han\u00addeln hinein.<\/p>\n<p>Sie sehen, wir wer\u00adden immer inner\u00adlich\u00ader und inner\u00adlich\u00ader, indem wir unsere Eigenkraft als Wille in das Denken hinein\u00adschick\u00aden, das Denken gewis\u00adser\u00adma\u00dfen ganz vom Willen durch\u00adstrahlen lassen. Wir brin\u00adgen den Willen in das Denken hinein und gelan\u00adgen dadurch zur Frei\u00adheit. Wir gelan\u00adgen dazu, indem wir immer mehr und mehr unser Han\u00addeln aus\u00adbilden, in dieses Han\u00addeln die Gedanken hineinzu\u00adtra\u00adgen. Wir durch\u00adstrahlen unser Han\u00addeln, das ja aus unserem Willen her\u00advorge\u00adht, mit unseren Gedanken. <strong>Auf der einen Seite, nach innen, leben wir ein Gedanken\u00adleben; das durch\u00adstrahlen wir mit dem Willen und find\u00aden so die Frei\u00adheit. Auf der anderen Seite, nach au\u00dfen, flie\u00dfen unsere Hand\u00adlun\u00adgen von uns aus dem Willen her\u00adaus; wir durch\u00adset\u00adzen sie mit unseren Gedanken<\/strong>.<\/p>\n<p>Aber wodurch wer\u00adden denn unsere Hand\u00adlun\u00adgen immer aus\u00adge\u00adbilde\u00adter? \u2026 Wir kom\u00admen zu einem immer vol\u00adlkommeneren Han\u00addeln eigentlich dadurch, da\u00df wir diejenige Kraft in uns aus\u00adbilden, die man nicht anders nen\u00adnen kann als Hingabe an die Au\u00dfen\u00adwelt. Je mehr unsere Hingabe an die Au\u00dfen\u00adwelt w\u00e4chst, desto mehr regt uns diese Au\u00dfen\u00adwelt an zum Han\u00addeln. \u2026 Was ist Hingabe an die Au\u00dfen\u00adwelt? Hingabe an die Au\u00dfen\u00adwelt, die uns durch\u00addringt, die unser Han\u00addeln mit den Gedanken durch\u00addringt, ist nichts anderes als <em>Liebe.<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Gedanken-und-Wille-GA-202-12.-Vortrag-300x289.png\" alt width=\"300\" height=\"289\"><\/p>\n<p>Ger\u00adadeso wie wir zur Frei\u00adheit kom\u00admen durch die Durch\u00adstrahlung des Gedanken\u00adlebens mit dem Willen, so kom\u00admen wir zur Liebe durch die Durch\u00adset\u00adzung des Wil\u00adlenslebens mit Gedanken. Wir entwick\u00adeln in unserem Han\u00addeln Liebe dadurch, da\u00df wir die Gedanken hine\u00adin\u00adstrahlen lassen in das Wil\u00adlens\u00adgem\u00e4\u00dfe; wir entwick\u00adeln in unserem Denken Frei\u00adheit dadurch, da\u00df wir das Wil\u00adlens\u00adgem\u00e4\u00dfe hine\u00adin\u00adstrahlen lassen in die Gedanken. Und da wir als Men\u00adsch eine Ganzheit, eine Total\u00adit\u00e4t sind, so wird, wenn wir dazu kom\u00admen, in dem Gedanken\u00adleben die Frei\u00adheit und in dem Wil\u00adlensleben die Liebe zu find\u00aden, in unserem Han\u00addeln die Frei\u00adheit, in unserem Denken die Liebe mitwirken. Sie durch\u00adstrahlen einan\u00adder, und wir vol\u00adlziehen ein Han\u00addeln, ein gedanken\u00advolles Han\u00addeln in Liebe, ein wil\u00adlens\u00addurch\u00adset\u00adztes Denken, aus dem wiederum das Hand\u00adlungs\u00adgem\u00e4\u00dfe in Frei\u00adheit entspringt.<\/p>\n<p>Sie sehen, wie im Men\u00adschen die zwei gr\u00f6\u00dften Ide\u00adale zusam\u00admenwach\u00adsen, Frei\u00adheit und Liebe. Und Frei\u00adheit und Liebe sind auch das\u00adjenige, was eben der Men\u00adsch, indem er daste\u00adht in der Welt, in sich so ver\u00adwirk\u00adlichen kann, da\u00df gewis\u00adser\u00adma\u00dfen das eine mit dem anderen sich ger\u00adade durch den Men\u00adschen f\u00fcr die Welt verbindet.&nbsp;.\u2026<\/p>\n<p>Alte Tra\u00addi\u00adtio\u00adnen sprechen ger\u00adade hier bei dem, was Gedanken\u00adleben ist, was in seinem Bild\u00adda\u00adsein angewiesen ist, vom Willen durch\u00adstrahlt zu wer\u00adden, um zur Real\u00adit\u00e4t zu wer\u00adden \u2014 alte Vorstel\u00adlun\u00adgen sprechen hier von <strong><em>Schein<\/em><\/strong> (siehe Zeichnung).<\/p>\n<p>Sehen wir uns den anderen Pol des Men\u00adschen an, wo die Gedanken nach dem Wil\u00adlens\u00adm\u00e4\u00dfi\u00adgen hin\u00adstrahlen, wo in Liebe die Dinge voll\u00adbracht wer\u00adden: da prallt gewis\u00adser\u00adma\u00dfen unser Bewu\u00dft\u00adsein an der Real\u00adit\u00e4t ab. Sie k\u00f6n\u00adnen nicht hinein\u00adschauen in jenes Reich der Fin\u00adster\u00adn\u00adis \u2014 f\u00fcr das Bewu\u00dft\u00adsein das Reich der Fin\u00adster\u00adn\u00adis -, wo der Wille sich ent\u00adfal\u00adtet\u2026 Sie bewe\u00adgen Ihren Arm; aber was da Kom\u00adpliziertes vorge\u00adht, das bleibt dem gew\u00f6hn\u00adlichen Bewu\u00dft\u00adsein ger\u00adadeso unbe\u00adwu\u00dft wie die Dinge des tiefen Schlafes, der traum\u00adlos ist. \u2026 Das Reale aber ist es, in dem wir leben, und das nicht ins gew\u00f6hn\u00adliche Bewu\u00dft\u00adsein her\u00adauf\u00ads\u00adtrahlt. Alte Tra\u00addi\u00adtio\u00adnen sprachen hier von <strong><em>Gewalt<\/em><\/strong><em>,<\/em> weil das\u00adjenige, in dem wir als Real\u00adit\u00e4t leben, zwar von dem Gedanken durch\u00adset\u00adzt wird, aber der Gedanke doch in ein\u00ader gewis\u00adsen Weise in dem Leben zwis\u00adchen Geburt und Tod davon abgeprallt ist (siehe Zeichnung).<\/p>\n<p>Zwis\u00adchen bei\u00adden drin\u00adnen liegt der Aus\u00adgle\u00adich, liegt das\u00adjenige, was den Willen, der gewis\u00adser\u00adma\u00dfen nach dem Haupte strahlt, die Gedanken, die sozusagen mit dem Herzen, in unserem Han\u00addeln in Liebe erf\u00fchlt wer\u00adden, was diese bei\u00adden miteinan\u00adder verbindet: das gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfige Leben, das sowohl nach dem Wil\u00adlens\u00adm\u00e4\u00dfi\u00adgen hinzie\u00adlen kann, wie nach dem Gedanken hinzie\u00adlen kann. Wir leben in einem Ele\u00admente im gew\u00f6hn\u00adlichen Bewu\u00dft\u00adsein, wodurch wir auf der einen Seite das\u00adjenige erfassen, was in unserem zur Frei\u00adheit hin\u00adneigen\u00adden, wil\u00adlens\u00addurch\u00adset\u00adzten Denken zum Aus\u00addruck kommt, auf der anderen Seite, wo wir ver\u00adsuchen, immer gedanken\u00advoller das\u00adjenige zu haben, was in unser Han\u00addeln \u00fcberge\u00adht. Und was die Verbindungs\u00adbr\u00fccke zwis\u00adchen bei\u00adden bildet, das nan\u00adnte man von alten Zeit\u00aden her die <strong><em>Weisheit<\/em><\/strong> (siehe Zeichnung).<\/p>\n<p>\u2026 Was aber geht denn eigentlich vor, indem der Men\u00adsch sein Gedanken\u00adleben entwick\u00adelt? Eine Real\u00adit\u00e4t wird zum Schein. \u2026 Wir tra\u00adgen in unserem Haupte zwis\u00adchen Geburt und Tod das\u00adjenige, was aus ein\u00ader Vorzeit, wo es Real\u00adit\u00e4t war, here\u00adin\u00adragt als Schein, und wir durch\u00adstrahlen von unserem \u00fcbri\u00adgen Organ\u00adis\u00admus den Schein mit dem realen Ele\u00admente, das aus unserem Stof\u00adfwech\u00adsel kommt, mit dem realen Ele\u00admente des Wil\u00adlens. Da haben wir eine Keim\u00adbil\u00addung, die zun\u00e4chst in unserem Men\u00adschen\u00adtum abl\u00e4uft, die aber eine kos\u00admis\u00adche Bedeu\u00adtung hat. \u2026 Das ist das\u00adjenige, wodurch die in den Schein erster\u00adbende Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit wiederum angeregt wird durch das, was im Willen erstrahlt, zur Real\u00adit\u00e4t der Zukunft.<\/p>\n<p>Ver\u00adste\u00adhen wir recht: Was geschieht, wenn der Men\u00adsch sich zum reinen, das hei\u00dft, wil\u00adlens\u00addurch\u00adstrahlten Denken erhebt? In ihm entwick\u00adelt sich auf Grund\u00adlage dessen, was der Schein aufgel\u00f6st hat \u2011der Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit -, durch die Befruch\u00adtung mit dem Willen, der aus sein\u00ader Ich\u00adheit auf\u00adsteigt, eine neue Real\u00adit\u00e4t in die Zukun\u00adft hin. Er ist der Tr\u00e4ger des Keimes in die Zukun\u00adft. Der Mut\u00adter\u00adbo\u00adden gewis\u00adser\u00adma\u00dfen sind die realen Gedanken der Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit, und in diesen Mut\u00adter\u00adbo\u00adden wird versenkt das\u00adjenige, was aus dem Indi\u00advidu\u00adellen kommt, und der Keim wird in die Zukun\u00adft geschickt zum zuk\u00fcn\u00adfti\u00adgen&nbsp;Leben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Gedanken-und-Wille-2-GA-202-12.-Vortrag-298x300.png\" alt width=\"298\" height=\"300\"><\/p>\n<p>Und auf der anderen Seite entwick\u00adelt der Men\u00adsch, indem er seine Hand\u00adlun\u00adgen, sein Wil\u00adlens\u00adgem\u00e4\u00dfes mit Gedanken durch\u00adset\u00adzt, das\u00adjenige, was er in Liebe voll\u00adbringt. Es l\u00f6st sich von ihm los. Unsere Hand\u00adlun\u00adgen bleiben nicht bei uns. Sie wer\u00adden Welt\u00adgeschehen; wenn sie von Liebe durch\u00adset\u00adzt sind, dann geht die Liebe mit ihnen. \u2026 Indem wir aus dem Schein durch die Befruch\u00adtung des Wil\u00adlens das\u00adjenige entwick\u00adeln, was aus unserem Inneren her\u00advorge\u00adht, trifft das, was da gewis\u00adser\u00adma\u00dfen aus unserem Kopfe fort\u00adstr\u00f6mt in die Welt, auf unsere gedank\u00adendurch\u00adset\u00adzten Hand\u00adlun\u00adgen auf. Ger\u00adadeso wie wenn eine Pflanze sich entwick\u00adelt, in ihrer Bl\u00fcte der Keim ist, den au\u00dfen das Licht der Sonne tre\u00adf\u00adfen mu\u00df, den au\u00dfen die Luft tre\u00adf\u00adfen mu\u00df und so weit\u00ader, dem etwas ent\u00adge\u00adgenkom\u00admen mu\u00df aus dem Kos\u00admos, damit er wach\u00adsen kann, so mu\u00df das\u00adjenige, was durch die Frei\u00adheit entwick\u00adelt wird, durch die ent\u00adge\u00adgenk\u00adom\u00admende, in den Hand\u00adlun\u00adgen lebende Liebe ein Wach\u00ads\u00adtum\u00adse\u00adle\u00adment find\u00aden (siehe Zeichnung).<\/p>\n<p>So ste\u00adht der Men\u00adsch tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich drin\u00adnen in dem Wel\u00adtenwer\u00adden, und was inner\u00adhalb sein\u00ader Haut geschieht, und was aus sein\u00ader Haut aus\u00adflie\u00dft als Hand\u00adlun\u00adgen, das hat nicht blo\u00df eine Bedeu\u00adtung an ihm, das ist Welt\u00adgeschehen. Er ist hineingestellt in das kos\u00admis\u00adche, in das Welt\u00adgeschehen. <strong>Indem das\u00adjenige, was in der Vorzeit real war, zum Schein im Men\u00adschen wird, l\u00f6st sich fortw\u00e4hrend Real\u00adit\u00e4t auf, und indem dieser Schein wiederum befruchtet wird durch den Willen, entste\u00adht neue Real\u00adit\u00e4t<\/strong>.\u201d (GA 202, Zw\u00f6lfter Vor\u00adtrag, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.)<\/p>\n<h4><strong>\u00dcber die Spiegelspr\u00fcche 14 N und 39&nbsp;n<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Die Mantren <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1017\">14 N<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1576\">39 n<\/a> spiegeln nicht nur, wie die anderen Mantren-Paare, sie tra\u00adgen auch als einziges Spiegel\u00adspruch-Paar den gle\u00adichen Buch\u00adstaben \u2014 das \u201cN\u201d \u2014 in der \u00dcber\u00adschrift. Dadurch heben sie sich von allen anderen Mantren-Paaren ab. Auf\u00adgrund dieser Beson\u00adder\u00adheit beze\u00adichne ich bei\u00adde Mantren zusam\u00admen als die Schwelle. Bei\u00adde gren\u00adzen an Scheit\u00adelpunk\u00adte des See\u00adlenkalen\u00adder-Jahreskreis\u00ades. Das Mantra 14 N ist das erste nach dem Scheit\u00adelpunkt des Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahres, der in der Kreisori\u00aden\u00adtierung oben liegt und damit das erste auf dem absteigen\u00adden Kreis\u00adbo\u00adgen. Das Mantra 39 n ist das let\u00adzte Mantra dieses Kreis\u00adbo\u00adgens. Es ste\u00adht vor dem unteren Scheit\u00adelpunkt des Jahreskreis\u00ades. Danach begin\u00adnt der auf\u00adsteigende Kreis\u00adbo\u00adgen. In der Ei-Ori\u00aden\u00adtierung des Jahres bilden die Schwellen\u00adspr\u00fcche wie im K\u00f6r\u00adp\u00ader das Zwer\u00adch\u00adfell eine Gren\u00adze, die das Bewusste vom Unter\u00adbe\u00adwussten trennt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/14-N-39-n-Schwellensprueche-Kreis-und-Ei-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><\/p>\n<p><em>Die Schwellen\u00adspr\u00fcche 14 N und 39 n im Jahr als Kreis und als&nbsp;Ei<\/em><\/p>\n<p>Das Mantra 39 n geh\u00f6rt zur Woche des Jahreswech\u00adsels und fol\u00adgt auf das Weihnachtsmantra.<\/p>\n<p>Bei\u00adde Mantren nehmen die Per\u00adspek\u00adtive eines wachen Ich-Sprech\u00aders ein und behan\u00addeln deshalb Prozessen, die im Bewusst\u00adsein stattfinden.<\/p>\n<p>In bei\u00adden Mantren ist der Ich-Sprech\u00ader an etwas hingegeben. Im Mantra 14 N an die <em>Sinnes<\/em>offen\u00adbarung, im Mantra 39 n an die <em>Geistes<\/em>offen\u00adbarung. Sowohl Sinne als auch Geist ver\u00admit\u00adteln Offen\u00adbarung. Sie ver\u00admit\u00adteln das Ver\u00adbor\u00adgene, das sich \u00f6ffnet, sich zeigt und im Licht erscheint. In bei\u00adden Mantren ist der Ich-Sprech\u00ader der Offen\u00adbarung hingegeben. Er gibt sich ganz diesem Erleben hin, ord\u00adnet sich als Emp\u00adfan\u00adgen\u00adder unter. Im Mantra 14 N f\u00fchrte die Hingabe dazu, dass der Ich-Sprech\u00ader etwas in der Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit ver\u00adlor, im Mantra 39 n gewin\u00adnt er etwas in der Gegen\u00adwart. Im Mantra 14 N ver\u00adlor er <em>Eigen<\/em>wesens Trieb, im Mantra 39 n gewin\u00adnt er des <em>Wel\u00adten<\/em>wesens Licht. In einem Fall ver\u00adlor er etwas, das dem einzel\u00adnen Men\u00adschen zuge\u00adh\u00f6rig ist, im anderen Fall gewin\u00adnt er etwas all\u00adge\u00admeines, Weltumfassendes.<\/p>\n<p>Das Mantra 14 N \u00e4hnelt damit den Krisen\u00adspr\u00fcchen, denn es wird eine Gefahr geschildert und anschlie\u00dfend die L\u00f6sung. W\u00e4hrend der Ich-Sprech\u00ader an die Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung hingegeben war, ver\u00adlor er den Trieb, ein Eigen\u00adwe\u00adsen zu sein. Er ver\u00adlor den im \u00c4ther\u00adleib vorhan\u00adde\u00adnen Trieb, also das Bestreben, \u2014 auf\u00adgrund der als per\u00ads\u00f6n\u00adlichen Besitz erlebten Leben\u00adskraft \u2014 sich als ein abge\u00adgren\u00adztes, der Welt gegen\u00fcber\u00adste\u00adhen\u00addes, eigen\u00adst\u00e4ndi\u00adges Wesen zu erleben. Damit klingt die Gefahr des Ich-Ver\u00adlustes an, wie sie Rudolf Stein\u00ader f\u00fcr die n\u00f6rdliche Ein\u00adwei\u00adhung schildert. Durch extatis\u00adche Hingabe an die Wahrnehmung \u2014 die Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung \u2014 dro\u00adht der Bezug zum eige\u00adnen Inneren ver\u00adloren zu&nbsp;gehen.<\/p>\n<p>Das Mantra 39 n \u00e4hnelt den Licht\u00adspr\u00fcchen, denn der Ich-Sprech\u00ader gewin\u00adnt Licht. Er gewin\u00adnt das Licht des Wel\u00adtenwe\u00adsens. Ich ver\u00adste\u00adhe den Chris\u00adtus als das Wel\u00adtenwe\u00adsen, denn mit sein\u00ader Grable\u00adgung und Aufer\u00adste\u00adhung ist er der Geist der Erde und des Kos\u00admos, also der Welt gewor\u00adden. Es k\u00f6n\u00adnte jedoch auch der Heilige Geist gemeint sein, der sich zu Pfin\u00adg\u00adsten als Feuer\u00adflam\u00admen, als ausstrahlen\u00addes Licht, auf die J\u00fcnger niedersenkte.<\/p>\n<p>Dann fol\u00adgt im Mantra 14 N \u201cGedanken\u00adtraum\u201d, im Mantra 39 n \u201cGedankenkraft\u201d. Der Gedanken\u00adtraum ist das traumhaft unbe\u00adwusste Vorstel\u00adlungs\u00adbild im Denken, welch\u00ades nach ein\u00ader Wahrnehmung ohne bewusste Anstren\u00adgung im Men\u00adschen vorhan\u00adden ist. Die Gedankenkraft ist das vom Willen bewusst gef\u00fchrte Denken. Der Gedanken\u00adtraum (14 N) schien zu bet\u00e4uben und das Selb\u00adst zu rauben. Eine Bet\u00e4ubung raubt dem Men\u00adschen seine F\u00e4higkeit, bewusst wahrzunehmen, sich der Welt als Ich gegen\u00fcber zu stellen. Dadurch ver\u00adliert er den Leib als Spiegelungsap\u00adpa\u00adrat f\u00fcr sein Ich, das laut Rudolf Stein\u00ader als Selb\u00adst erlebt wird.<\/p>\n<p>Ein zweistu\u00adfiger Ver\u00adlust wird im Mantra 14 N geschildert: der Trieb ging ver\u00adloren, das Selb\u00adst schien bet\u00e4ubt und ger\u00adaubt. Der Trieb entstammt dem \u00c4ther\u00adleib. Durch die Hingabe an die Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung ging der Trieb, ein Eigen\u00adwe\u00adsen zu sein, ver\u00adloren. Das geh\u00f6rt zum Wahrnehmungsvor\u00adgang, denn der Men\u00adsch geht wahrnehmend aus sich her\u00adaus und wird eins mit dem Wahrnehmungs\u00adge\u00adgen\u00adstand. Die daraufhin unbe\u00adwusst, traumhaft gebilde\u00adten Vorstel\u00adlungs\u00adbilder scheinen das Selb\u00adst zu rauben und gle\u00adichzeit\u00adig bet\u00e4ubend zu wirken. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201cWessen Kr\u00e4fte nicht gest\u00e4hlt sind, wenn er die \u00abSchwelle\u00bb betritt, der empfind\u00adet nicht die Wirk\u00adlichkeit der ewigen, geisti\u00adgen Gewal\u00adten, die ihm da ent\u00adge\u00adgen\u00adtreten. Statt sich zu verbinden mit ein\u00ader h\u00f6heren Welt, f\u00e4llt er in die niedere zur\u00fcck.\u201d (GA 34 S. 56) Und an ander\u00ader Stelle: \u201cUnd da\u00df sie [math\u00ade\u00adma\u00adtis\u00adche Vorstel\u00adlun\u00adgen] uns f\u00fcr unser Bewu\u00dft\u00adsein als real erscheinen, das r\u00fchrt davon her, da\u00df sie vom Willen durch\u00adstrahlt sind. Diese Durch\u00adstrahlung des Wil\u00adlens macht sie real.\u201d (GA 202, Zw\u00f6lfter Vortrag)<\/p>\n<p>Das Durch\u00adstrahlen mit dem Willen fehlt dem gedanklichen Vorstel\u00adlungs\u00adbild also. Deshalb ist es Traum, weil es nicht bewusst wil\u00adlentlich erschaf\u00adfen wurde. Und weil das Erleben der eige\u00adnen Kraft im Erschaf\u00adfen man\u00adgel\u00adhaft ist, fehlt die Selb\u00adst\u00adwahrnehmung, weshalb das Selb\u00adst ger\u00adaubt scheint. Die Vorstel\u00adlung wird dadurch zu ein\u00ader von au\u00dfen pas\u00adsiv aufgenomme\u00adnen. So lange die Seele an dieser Vorstel\u00adlung fes\u00adth\u00e4lt, sie nicht hin\u00adter\u00adfragt und ver\u00adsucht sie zu durch\u00addrin\u00adgen, um das geistige Urbild dahin\u00adter zu schauen, bleibt ihre Eige\u00adnak\u00adtiv\u00adit\u00e4t gel\u00e4hmt, bet\u00e4ubt.<\/p>\n<p>Im Mantra 39 n wird die gegen\u00adteilige Sit\u00adu\u00ada\u00adtion im Denken geschildert. Hier w\u00e4chst die Gedankenkraft, kl\u00e4rt sich und gibt dem Ich-Sprech\u00ader sich selb\u00adst. Das geschieht, weil das Licht des Wel\u00adtenwe\u00adsens durch die Hingabe an die Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarung gewon\u00adnen wird. Dieser Ich-Sprech\u00ader empf\u00e4ngt bere\u00adits Offen\u00adbarun\u00adgen aus dem Geist. Er ist einen Schritt weit\u00ader, k\u00f6n\u00adnte man sagen. Lese ich das Mantra jedoch als Beschrei\u00adbung des Weges nach innen, k\u00f6n\u00adnte es sich auch um die Offen\u00adbarun\u00adgen des eige\u00adnen Geistes han\u00addeln \u2014 und diese liegen der Seele viel n\u00e4her als die Geis\u00adterken\u00adnt\u00adnis hin\u00adter der Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung. Den Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarun\u00adgen gibt sich der Ich-Sprech\u00ader hin und gewin\u00adnt dadurch das Licht, das zum Wel\u00adtenwe\u00adsen geh\u00f6rt \u2014 das von diesem ausstr\u00f6mt.<\/p>\n<p>M\u00f6glicher\u00adweise han\u00addelt es sich bei diesem Licht um das Licht aus Geis\u00adtestiefen (31 e und 5 E), das ich als das Licht des Bewusst\u00adseins beschrieben habe. Es entste\u00adht durch latente Abster\u00adbe\u00adprozesse des K\u00f6r\u00adpers, durch die \u00c4theri\u00adsa\u00adtion des Blutes, wie Rudolf Stein\u00ader es beschreibt. Dadurch ist es Licht, das von der Materie kommt, von der irdis\u00adchen Welt \u2014 vom Wel\u00adtenwe\u00adsen. Ich denke hier an den <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Rosenkreuzerspruch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rosenkreuzer\u00adspruch<\/a>: \u00abEx deo nascimur \u2014 In Chris\u00adto morimur \u2014 Per spir\u00adi\u00adtum sanc\u00adtum reviviscimus\u00bb (Aus dem Gotte sind wir geboren \u2014 In dem Chris\u00adtus ster\u00adben wir \u2014 Durch den Heili\u00adgen Geist wer\u00adden wir aufer\u00adste\u00adhen). Indem das Leben stirbt, erste\u00adht es als Licht, als Bewusst\u00adseinslicht. Wer also an Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarung, an die Offen\u00adbarung des Ewigen, Unwan\u00addel\u00adbaren, des Nicht-Leben\u00adden und sich nicht Entwick\u00adel\u00adnden \u2014 an den \u201cVater\u201d hingegeben ist, der gewin\u00adnt das Licht des Wel\u00adtenwe\u00adsens, des Chris\u00adtus. Und fast selb\u00adstre\u00addend w\u00e4chst durch das zunehmende Bewusst\u00adsein die Gedankenkraft. Je mehr Fra\u00adgen schon durch\u00addacht wur\u00adden, desto klar\u00ader wird die Erken\u00adnt\u00adnis. Die Gedankenkraft kl\u00e4rt sich dadurch. Und je inten\u00adsiv\u00ader das Denken bet\u00e4tigt wird, desto st\u00e4rk\u00ader erlebt sich der Men\u00adsch als der\u00adjenige, der denkt. Die Gedankenkraft gibt dem Men\u00adschen sich selb\u00adst. Aus Bewusst\u00adsein wird Selb\u00adst\u00adbe\u00adwusst\u00adsein. Aus der astralen Bewusst\u00adsein\u00adskraft wird das vom Ich durch\u00adstrahlte Selbstbewusstsein.<\/p>\n<p>In bei\u00adden Mantren wirkt jet\u00adzt etwas weck\u00adend. Im Mantra 14 N ist es das Wel\u00adtendenken, im Mantra 39 n das Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl. Im Mantra 14 N ste\u00adht dieses Weck\u00aden im Gegen\u00adsatz zur vorher beschriebe\u00adnen Gefahr des dro\u00adhen\u00adden Selb\u00adstver\u00adlusts \u2014 das Weck\u00adende wird mit \u201cDoch\u201d ein\u00adgeleit\u00adet. Im Mantra 39 n ist das Weck\u00aden ein n\u00e4ch\u00adster Schritt \u2014 das Weck\u00adende ist durch \u201cUnd\u201d ver\u00adbun\u00adden mit dem vorher gesagten. Im Mantra 14 N naht das Weck\u00adende, im Mantra 39 n l\u00f6st es sich. Es l\u00f6st sich f\u00fcr den Ich-Sprech\u00ader aus (sein\u00ader) Denker\u00adma\u00adcht. Das Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl (39 n) l\u00f6st sich aus der Denker\u00adma\u00adcht her\u00adaus, verselb\u00adst\u00e4ndigt sich. Das Wel\u00adtendenken (14 N) naht dage\u00adgen im Sin\u00adnen\u00adschein. Es ist \u201eeingek\u00adlei\u00addet\u201d einge\u00adh\u00fcllt in Sinnenschein.<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader sagt, das \u201eSchein\u201d der alte Begriff ist f\u00fcr das Vorstel\u00adlungsleben, das vom Willen durch\u00adstrahlt wer\u00adden muss, um zur Real\u00adit\u00e4t zu wer\u00adden (siehe Zitat oben). Doch das Wel\u00adtendenken, das im Sin\u00adnen\u00adschein wirkt, ihn durch\u00adstrahlt, ist keine men\u00adschliche Wil\u00adlen\u00adskraft. Es ist die Kraft, die die Welt aus\u00adgedacht hat, die all die weisheitsvoll gef\u00fcgten Geset\u00adzm\u00e4\u00dfigkeit\u00aden \u201eerfun\u00adden\u201d, erschaf\u00adfen hat. Im Wel\u00adtendenken kann der Chris\u00adtus als von Anbe\u00adginn wirk\u00adender Sch\u00f6pfer\u00adgott, als Logos erblickt wer\u00adden. Und dadurch ist das Wel\u00adtendenken ein han\u00addel\u00adndes, vom Willen durch\u00addrun\u00adge\u00adnes, mit ihm Eins gewor\u00addenes Denken. Wenn das Wel\u00adtendenken den Sin\u00adnen\u00adschein durch\u00adstrahlt, wenn der Sch\u00f6pfer\u00adwillen aus dem Sin\u00adnen\u00adschein auf den Ich-Sprech\u00ader zukommt \u2014 ihm naht, wacht der Ich-Sprech\u00ader aus dem Gedanken\u00adtraum auf, der sein Selb\u00adst zu rauben schien. Dann wird auch sein Denken Real\u00adit\u00e4t und die blo\u00dfe Vorstel\u00adlung des Selb\u00adst wird zum Sch\u00f6p\u00adfungsakt des eige\u00adnen Selb\u00adst. Nun erlebt sich der Ich-Sprech\u00ader nicht mehr getrieben, ein Eigen\u00adwe\u00adsen zu sein. Nun ist er ein aus Sin\u00adnen\u00adschein \u2014 also Vorstel\u00adlung \u2014 und Wel\u00adtendenken \u2014 der Kraft, die die Gesch\u00f6pfe will \u2014 ein geistig erschaf\u00adfenes Selbst.<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader sagt, dass der nordis\u00adche Men\u00adsch sein Ich von au\u00dfen auf sich zukom\u00admen sah \u2014 ganz so, wie dem Ich-Sprech\u00ader das Wel\u00adtendenken naht. Und in der entsprechen\u00adden Ein\u00adwei\u00adhung dro\u00adhte eine Gefahr, die der im Mantra 14 N beschriebe\u00adnen \u00e4hnelt. Ich erkenne in diesem Mantra das n\u00f6rdliche Ein\u00adwei\u00adhungser\u00adleben wieder. Dementsprechend stellt sich die Frage, ob das Mantra 39 n den s\u00fcdlichen Ein\u00adwei\u00adhungsweg beschreibt.<\/p>\n<p>\u00dcber den Willen sagt Rudolf Stein\u00ader, dass in der eigentlichen, tief unbe\u00adwussten Wil\u00adlenssph\u00e4re eine Kraft lebt, die das Bewusst\u00adsein abprallen l\u00e4sst. Diese Kraft wurde \u201eGewalt\u201d genan\u00adnt (siehe oben). Das Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl (39 n) l\u00f6st sich aus Denker\u00adma\u00adcht. Das Wort \u201eMacht\u201d ste\u00adht inhaltlich dem Wort \u201eGewalt\u201d nahe, wenn auch Gewalt auf mich einen noch machtvolleren Ein\u00addruck macht. Dann kann ich lesen: aus der Denker\u00adma\u00adcht \u2014 aus dem mit Wil\u00adlens\u00admacht, mit Gewalt durch\u00adset\u00adztem Denken l\u00f6st sich das Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl. Der Prozess ist eben\u00adso wie im Mantra 14 N ein Geschehen, dass im oberen Men\u00adschen, im Denken stat\u00adtfind\u00adet. Von daher gese\u00adhen beschreibt das Mantra 39 n keinen gegen\u00adteili\u00adgen Prozess zum Mantra 14 N, denn der m\u00fcsste im Wil\u00adlens\u00adbere\u00adich stat\u00adtfind\u00aden. Und doch wirken Denken und Wille hier anders zusammen.<\/p>\n<p>Das von au\u00dfen kom\u00admende ist des \u201eWel\u00adtenwe\u00adsens Licht\u201d, also der Schein des g\u00f6t\u00adtlichen Denkens, des Wel\u00adtendenkens. Dieses Licht gewin\u00adnt der Ich-Sprech\u00ader. Es befruchtet den Willen, die Gedankenkraft, sodass aus der Denker\u00adma\u00adcht, der Gewalt im Denken sich etwas Neues bildet, das Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl. Dieses Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl l\u00f6st sich aus Denker\u00adma\u00adcht wie das Kind, das geboren wird. Das Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl wird dadurch zur drit\u00adten \u00e4u\u00dferen Instanz, die im Mantra auftritt. Die ersten bei\u00adden waren die Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarung und das Licht des Wel\u00adtenwe\u00adsens. In der Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarung kann dem Rosenkreuzer\u00adspruch fol\u00adgend (wie oben dargestellt) der Vater\u00adgott erlebt wer\u00adden und im Licht des Wel\u00adtenwe\u00adsens der Chris\u00adtus. Im sich l\u00f6senden Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl kann der Heilige Geist ver\u00admutet wer\u00adden, aus dessen Kraft, wie der Spruch sagt, wir wieder aufer\u00adste\u00adhen \u2014 neu geboren werden.<\/p>\n<p>Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl (39 n) ist die im F\u00fchlen entste\u00adhende Sicher\u00adheit, ein Selb\u00adst zu sein. Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl ist also kein Gedanke, kein Gedanken\u00adtraum, der das Selb\u00adst dro\u00adht zu rauben (14 N), weil ein Gedanke eben nicht Real\u00adit\u00e4t, son\u00addern Schein ist. Und Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl entstammt auch nicht dem Trieb, Eigen\u00adwe\u00adsen zu sein (14 N), das hei\u00dft aus dem Willen. Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl entstammt der mit\u00adtleren der drei See\u00adlen\u00adf\u00e4higkeit\u00aden, dem Gef\u00fchl. Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl l\u00f6st sich als eigene Real\u00adit\u00e4t ab von der Gedanken\u00admacht. Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl bildet sich im Wel\u00adtenlicht emp\u00adfan\u00adgen\u00adden und von Wil\u00adlens\u00admacht durch\u00adstrahlten Denken \u2014 also durch einen geisti\u00adgen Prozess. Und dieses Zusam\u00admen\u00adwirken der Polar\u00adit\u00e4ten erschafft die Real\u00adit\u00e4t des Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchls. Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl ist die f\u00fch\u00adlende Wahrnehmung des aus dem Geist, aus Denker\u00adma\u00adcht sich l\u00f6senden Selb\u00adst \u2014 und damit des eige\u00adnen Geist\u00adselb\u00adst. Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl ist dadurch eine vom K\u00f6r\u00adp\u00ader unab\u00adh\u00e4ngige \u00fcber den Tod fortbeste\u00adhende Quelle indi\u00advidu\u00adellen Bewusst\u00adseins. Der K\u00f6r\u00adp\u00ader schenkt mit jed\u00ader Ber\u00fchrung dem Men\u00adschen die Best\u00e4\u00adti\u00adgung des eige\u00adnen Daseins. Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl, das sich aus Denker\u00adma\u00adcht l\u00f6st, ist nicht mehr auf einen K\u00f6r\u00adp\u00ader angewiesen. Es ist Grund\u00adlage eines Bewusst\u00adseins von sich selb\u00adst aus dem Geist her\u00adaus. Mit dem Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl wird der Men\u00adsch geistig geboren.<\/p>\n<p>Das Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl wirkt sel\u00adber weck\u00adend. Es weckt auf wie die aufge\u00adhende Sonne am Mor\u00adgen. Ich denke, das Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl ist das, was im Bild das Erleben der Sonne um Mit\u00adter\u00adnacht f\u00fcr die Ein\u00adwei\u00adhungss\u00adch\u00fcler war. Das Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl als f\u00fch\u00adlende Wahrnehmung des eige\u00adnen Geist\u00adselb\u00adst war das Ziel der Ein\u00adwei\u00adhung in die eige\u00adnen See\u00adlen\u00adtiefen, das dem Wei\u00adh\u00adnacht\u00adsereig\u00adnis entsprechende See\u00adlen\u00ader\u00adleb\u00adnis. Der s\u00fcdliche Ein\u00adwei\u00adhungsweg hat\u00adte hier seinen Haupt\u00adfokus, wie der n\u00f6rdliche das vor\u00adrangige Ziel hat\u00adte, in den Makrokos\u00admos zu f\u00fchren \u2014 f\u00fcr das Wel\u00adtendenken zu erwachen. Doch auf jedem der bei\u00adden Ein\u00adwei\u00adhungswege galt es im zweit\u00aden Schritt, auch den anderen Weg zu gehen. In der n\u00f6rdlichen Ein\u00adwei\u00adhung wurde der Weg in den Makrokos\u00admos gesucht, um von dort aus den Mikrokos\u00admos, das See\u00adlenin\u00adnere zu erken\u00adnen. In der s\u00fcdlichen Ein\u00adwei\u00adhung wurde der Weg in die eigene Seele gesucht, um von hier aus durchzu\u00addrin\u00adgen in den geisti\u00adgen Makrokos\u00admos, die \u00fcber\u00adper\u00ads\u00f6n\u00adliche Geistwelt.<\/p>\n<h4>Der urspr\u00fcngliche Schlaf- und Wach-Rhythmus<\/h4>\n<p>Vor der Indus\u00adtri\u00adal\u00adisierung und der M\u00f6glichkeit k\u00fcn\u00adstlich\u00ader Beleuch\u00adtung \u2014 also f\u00fcr den gr\u00f6\u00dften Teil der Men\u00adschheits\u00adgeschichte \u2014 war es nicht nor\u00admal, in der Nacht durchzuschlafen. In einem Zeitschrifte\u00adnar\u00adtikel las ich: \u201cDie Men\u00adschen schliefen in der Regel in zwei Schicht\u00aden, die man oft als \u201cersten Schlaf\u201d und \u201czweit\u00aden Schlaf\u201d beze\u00adich\u00adnete. Bei\u00adde Schlaf\u00adseg\u00admente dauerten jew\u00adeils mehrere Stun\u00adden, dazwis\u00adchen lag eine Peri\u00adode des Wachzu\u00ads\u00adtands, die eine Stunde oder auch l\u00e4nger dauerte.&nbsp; \u2026 His\u00adtorische Aufze\u00adich\u00adnun\u00adgen aus Europa, Afri\u00adka, Asien und weit\u00aderen Gebi\u00adeten der Welt bericht\u00aden dar\u00fcber, dass Fam\u00adi\u00adlien nach Ein\u00adbruch der Dunkel\u00adheit fr\u00fch ins Bett gin\u00adgen. Dann war man gegen Mit\u00adter\u00adnacht f\u00fcr eine Weile wach und schlief in Folge wieder bis zum Mor\u00adgen\u00adgrauen.&nbsp;\u2026 die Aufteilung der Nacht in zwei Teile [hat] wahrschein\u00adlich die Wahrnehmung der Zeit stark gepr\u00e4gt, berichtet Dar\u00adren Rhodes, kog\u00adni\u00adtiv\u00ader Psy\u00adchologe und Direk\u00adtor des <em>Envi\u00adron\u00admen\u00adtal Tem\u00adpo\u00adral Cog\u00adni\u00adtion Lab Direc\u00adtor<\/em> an der Keele Uni\u00adver\u00adsi\u00adty in Gro\u00dfbri\u00adtan\u00adnien auf der Wis\u00adsenschaft\u00adsplat\u00adtform <a href=\"https:\/\/theconversation.com\/why-we-used-to-sleep-in-two-segments-and-how-the-modern-shift-changed-our-sense-of-time-267909\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>The Con\u00adver\u00adsa\u00adtion<\/em><\/a>.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chtliche Pause war dabei keine tote Zeit. Man erlebte sie bewusst, was wichtig ist f\u00fcr ihre Wahrnehmung und Einord\u00adnung. Man lag auch nicht nur im Bett. Manche kon\u00adtrol\u00adlierten das Feuer oder sahen nach den Tieren. Andere beteten oder dacht\u00aden \u00fcber ihre Tr\u00e4ume nach.&nbsp;Aus Briefen und Tage\u00adb\u00fcch\u00adern aus vorindus\u00adtrieller Zeit wei\u00df man, dass sich nicht wenige auch in Ruhe mit Fam\u00adi\u00adlien\u00admit\u00adgliedern oder sog\u00adar Nach\u00adbarn unter\u00adhiel\u00adten. Viele Paare nutzten diese Zeit auch f\u00fcr intime Stun\u00adden.&nbsp;\u2026 Lit\u00ader\u00adarische Erw\u00e4h\u00adnun\u00adgen dieser Tat\u00adsache reichen bis zum antiken griechis\u00adchen Dichter Homer und dem r\u00f6mis\u00adchen Dichter Vergil zur\u00fcck. Immer wieder find\u00aden sich Hin\u00adweise auf eine \u201cStunde, die den ersten Schlaf been\u00addet\u201d. Das zeigt, wie nor\u00admal das Zwei-Schicht\u00aden-Sys\u00adtem war.\u201d (Pia Kruck\u00aden\u00adhauser,&nbsp;10. Novem\u00adber 2025, <a href=\"https:\/\/www.derstandard.at\/story\/3000000295330\/warum-man-frueher-in-zwei-segmenten-schlief-und-wie-die-moderne-das-verstaendnis-fuer-zeit-veraendert-hat?utm_source=firefox-newtab-de-de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der Stan\u00addard<\/a>)<\/p>\n<p>Gehe ich davon aus, dass die Men\u00adschen in der D\u00e4m\u00admerung schon bzw. noch wach waren, ergibt sich f\u00fcr die Zeit\u00aden um die Tag- und Nacht\u00adgle\u00adichen die abge\u00adbildete Gliederung des 24-st\u00fcndi\u00adgen Tag-Nacht-Zyk\u00adlus. Im Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr ver\u00adl\u00e4ngerten sich die wachen Stun\u00adden, im Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr verk\u00fcrzten sie sich zugun\u00adsten l\u00e4n\u00adger\u00ader Schlafen\u00adszeit\u00aden. Der wachen Zeit um die Mit\u00adter\u00adnacht stand der hier nicht erw\u00e4h\u00adnte Schlaf am Mit\u00adtag gegen\u00fcber.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/14-N-39-n-zwei-Schlafphasen-296x300.png\" alt width=\"296\" height=\"300\"><\/p>\n<p><em>Die urspr\u00fcngliche Verteilung der vom Men\u00adschen wachend und schlafend ver\u00adlebten Zeit \u2014 dargestellt f\u00fcr die Zeit der Tag- und Nachtgleichen<\/em><\/p>\n<p><em>gelb: wachen, blau: schlafen<\/em><\/p>\n<p>Die Mit\u00adtagsstunde war die Stunde des Pan, der Mit\u00adtags\u00adfrau oder des weib\u00adlichen <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Mittagsd%C3%A4mon\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mit\u00adtags\u00add\u00e4\u00admons<\/a>, der G\u00f6t\u00adtin Diana bzw. Artemis-Hekate. Sie \u00f6ffnete zur Mit\u00adtagszeit die Tore der Unter\u00adwelt, denn die senkrecht ste\u00adhende Sonne mit ihrem k\u00fcrzesten Schat\u00adten\u00adwirf, der eine Zeit lang stil\u00adlzuste\u00adhen schien, wurde als direk\u00adte Verbindung zum Reich der Toten erlebt. In S\u00fcdlichen L\u00e4n\u00addern kommt die Angst vor einem Hitzschlage bzw. Son\u00adnen\u00adstich hinzu und macht die Mit\u00adtagszeit zu ein\u00ader gefahrvollen Phase des Tages. Auch der D\u00e4mon der Tr\u00e4gheit, <a title=\"Acedia\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Acedia\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ace\u00addia<\/a>, war dem Mit\u00adtag zuge\u00adord\u00adnet. Von <a title=\"Euagrios Pontikos\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Euagrios_Pontikos\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Eua\u00adgrios Pon\u00adtikos<\/a>, einem griechis\u00adchen M\u00f6nch, der Ende des 4. Jahrhun\u00adderts in der \u00e4gyp\u00adtis\u00adchen W\u00fcste lebte, ist der Ausspruch \u00fcber\u00adliefert: \u201eDer D\u00e4mon der Tr\u00e4gheit, der auch Mit\u00adtags\u00add\u00e4\u00admon genan\u00adnt wird, ist belas\u00adten\u00adder als alle anderen D\u00e4mo\u00adnen.\u201d Gemein\u00adsam ist diesen \u00dcber\u00adliefer\u00adun\u00adgen die Annahme, dass die eigene Leben\u00adskraft und geistige Pr\u00e4senz zur Mit\u00adtagszeit nicht so wie son\u00adst zur Ver\u00adf\u00fc\u00adgung ste\u00adht oder bedro\u00adht ist und diese Zeit deshalb bess\u00ader schlafend ver\u00adbracht wird.<\/p>\n<p>Im See\u00adlenkalen\u00adder habe ich die Zeit der Tagesstun\u00adden im Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr abge\u00adbildet, die der Nacht\u00adstun\u00adden im Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr, denn die Tagesstun\u00adden \u00fcber\u00adwiegen im Som\u00admer, die Nacht\u00adstun\u00adden im Win\u00adter. (Auch eine Ent\u00adge\u00adgenge\u00adset\u00adzte Zuord\u00adnung ist m\u00f6glich, da Rudolf Stein\u00ader die mit dem Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr ver\u00adbun\u00addene Wahrnehmung als ein Hinein\u00adschlafen charak\u00adter\u00adisiert, das mit dem Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr ver\u00adbun\u00addene Denken als Wachzu\u00ads\u00adtand der Seele.) Mir kam es hier auf die Entsprechung der Schwellen\u00adspr\u00fcche 14 N und 39 n zur mit\u00adt\u00e4glichen bzw. mit\u00adtern\u00e4chtlichen Stunde an. Das Mantra 14 N beschreibt die Gefahr der Mit\u00adtagsstunde, das Mantra 39 n die Gnade eines her\u00adaus\u00adge\u00adhobe\u00adnen Bewusst\u00adsein\u00adszu\u00ads\u00adtandes w\u00e4hrend der wach erlebten Mitternacht.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1017\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 14&nbsp;N&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1576\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 39&nbsp;n&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2418\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Ein\u00adtrag Sommer-Halbjahr&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2387\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Ein\u00adtrag Winter-Halbjahr&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die spiegel\u00adnden Mantren 14 N und 39&nbsp;n SOMMER 14 N An Sinnesoffen\u00adbarung hingegeben Ver\u00adlor ich Eigen\u00adwe\u00adsens Trieb, Gedanken\u00adtraum, er schien Bet\u00e4ubend mir das Selb\u00adst zu rauben, Doch weck\u00adend nahet schon Im Sin\u00adnen\u00adschein mir Wel\u00adtendenken. &nbsp; 39 n An Geistesoffen\u00adbarung hingegeben Gewinne ich des Wel\u00adtenwesens Licht. Gedankenkraft, sie w\u00e4chst Sich kl\u00e4rend mir mich selb\u00adst zu&nbsp;geben,\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-2404","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2404","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2404"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2404\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3858,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2404\/revisions\/3858"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2404"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}