{"id":2306,"date":"2024-06-01T23:28:31","date_gmt":"2024-06-01T21:28:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2306"},"modified":"2026-02-14T16:05:11","modified_gmt":"2026-02-14T15:05:11","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy-7-copy-copy-copy-copy-copy-2-copy-copy-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2306","title":{"rendered":"Blog \u2014 Spiegelspr\u00fcche 9 I \u2014 44&nbsp;s"},"content":{"rendered":"\n\n\t<h4><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/9-I-44-s-259x300.png\" alt width=\"259\" height=\"300\"><\/h4>\n<h4><strong>Die spiegelnden Mantren 9 I<\/strong> (gro\u00dfes i)<strong> und 44&nbsp;s<br>\n<\/strong><\/h4>\n<table width=\"639\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"311\">9 I (gro\u00dfes i)\n<p>Vergessend meine Willenseigenheit<\/p>\n<p>Erf\u00fcl\u00adlet Wel\u00adtenw\u00e4rme sommerk\u00fcndend<\/p>\n<p>Mir Geist und Seelenwesen;<\/p>\n<p>Im Licht mich zu verlieren<\/p>\n<p>Gebi\u00adetet mir das Geistesschauen,<\/p>\n<p>Und kraftvoll k\u00fcn\u00addet Ahnung mir:<\/p>\nVer\u00adliere dich, um dich zu finden.<\/td>\n<td width=\"16\"><\/td>\n<td width=\"311\">\n<p><strong>44 s<\/strong><\/p>\n<p><strong>Ergreif<u>end<\/u><\/strong> neue <em>Sin\u00adnes\u00adreize<\/em><\/p>\n<p><u>Erf\u00fcl\u00adlet<\/u> <strong>See\u00adlen\u00adklarheit<\/strong>,<\/p>\n<p>Einge\u00addenk vol\u00adl\u00adzo\u00adgen\u00ader <em>Geist\u00adge\u00adburt<\/em>,<\/p>\n<p>Ver\u00adwirr<em>end<\/em> spross<em>end<\/em> Weltenwerden<\/p>\n<p>Mit meines <em>Denkens Sch\u00f6pfer\u00adwillen<\/em>.<\/p>\n<p>.\u2026.<\/p>\n<p>.\u2026.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p><strong>44 s <\/strong>(Zeilen umgestellt)<\/p>\n<p>Ergreifend neue Sinnesreize<\/p>\n<p>Mit meines Denkens Sch\u00f6pferwillen,<\/p>\n<p>Erf\u00fcl\u00adlet Seelenklarheit,<\/p>\n<p>Ver\u00adwirrend sprossend Weltenwerden<\/p>\n<p>- Einge\u00addenk vol\u00adl\u00adzo\u00adgen\u00ader Geistgeburt&nbsp;-.<\/p>\n<p><em>(Siehe \u00fcber die Umstel\u00adlung der Zeilen Blog <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1640\">44 s<\/a>)<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Musik zum Mantra 9 I \u2014 energisch \u2014 komponiert von Herbert Lippmann<\/h4>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-2306-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/9-I-Lippmann-Fraktal-KW-09-energisch-0\u00b438.mp3?_=1\"><a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/9-I-Lippmann-Fraktal-KW-09-energisch-0\u00b438.mp3\">https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/9\u2011I-Lippmann-Fraktal-KW-09-energisch\u20110\u00b438.mp3<\/a><\/audio>\n<h4>Musik zum Mantra 44 s \u2014 gemessen \u2014 komponiert von Herbert Lippmann<\/h4>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-2306-2\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/44-s-Lippmann-Fraktal-KW-44-gemessen-0\u00b444.mp3?_=2\"><a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/44-s-Lippmann-Fraktal-KW-44-gemessen-0\u00b444.mp3\">https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/44-s-Lippmann-Fraktal-KW-44-gemessen\u20110\u00b444.mp3<\/a><\/audio>\n<h4><strong>Fronleichnam, Maria Lichtmess am 2. Februar und die bewegliche Osterzeit<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Das Mantra <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=973\">9 I<\/a> (9 und gro\u00dfes i) ist das Mantra der Fron\u00adle\u00adich\u00adnams-Woche, dessen Datum am vorherge\u00adhen\u00adden Oster\u00adfest h\u00e4ngt. Maria Lichtmess am 2. Feb\u00adru\u00adar liegt meist in der Woche <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1640\">44 s<\/a>. Fron\u00adle\u00adich\u00adnam ist zeitlich gese\u00adhen nach Him\u00admelfahrt und Pfin\u00adg\u00adsten das let\u00adzte Fest, dessen Datum durch den Abstand zum Oster\u00adfest jedes Jahr neu fest\u00adgelegt wird. Es liegt stets am Don\u00adner\u00adstag in der neun\u00adten Woche nach Ostern. Die danach kom\u00admenden Feste sind an feste Dat\u00aden und dadurch an die Sonne im Jahres\u00adlauf gebunden.<\/p>\n<p>Inwiefern das Fron\u00adle\u00adich\u00adnams\u00adfest rel\u00ade\u00advant ist f\u00fcr den See\u00adlenkalen\u00adder und das Ver\u00adst\u00e4nd\u00adnis des Jahreskreis\u00ades, habe ich im Blog\u00ada\u00adr\u00adtikel zum Mantra <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=973\">9 I<\/a> aus\u00adf\u00fchrlich dargestellt. Wird dieser Gedanke akzep\u00adtiert und auch meine Ansicht, dass die vor- und nach\u00f6ster\u00adliche Zeit die gle\u00adiche Anzahl an Wochen haben sollte, bilden die Wochen 44 s und 9 I die erste und die let\u00adzte Woche der Osterzeit. Sie umfassen eine Zeitspanne von 18 Wochen, in denen der Mond die anson\u00adsten beste\u00adhende alleinige Son\u00adnen\u00adherrschaft \u00fcber das Jahr \u00fcber\u00adformt. Das geschieht durch die Regelung des Oster\u00adda\u00adtums, bei der der erste Voll\u00admond nach der Tag- und Nacht\u00adgle\u00adiche im Fr\u00fch\u00adling stets in der Kar\u00adwoche liegt. Dieser Voll\u00admond wirkt jew\u00adeils zwei Mondzyklen voraus und zwei Mondzyklen nach.<\/p>\n<p>Das Mantra 44 s sehe ich als das erste Mantra an, das von der kom\u00admenden Osterzeit \u201cergrif\u00adf\u00aden\u201d wird. Wird dieser Ein\u00adfluss nicht beachtet und die Wochen nach Wei\u00adh\u00adnacht\u00aden fort\u00adgez\u00e4hlt, liegt Lichtmess am 2. Feb\u00adru\u00adar meist in der Woche 44 s. Der Lichtmess-Tag ist der 40. Tag nach Wei\u00adh\u00adnacht\u00aden und beze\u00adich\u00adnet das Erstarken der neuen Sonne, den Beginn des neuen Lebens. Der 1. oder 2. Feb\u00adru\u00adar ist auch der Tag des keltischen Imbolc oder Oimelc Fests, das der G\u00f6t\u00adtin Brigid gewid\u00admet ist. Imbolc bedeutet \u201cRun\u00addum-Waschung\u201d und Oimelc den Ein\u00adschuss der Schaf\u00ads\u00admilch bei den Mut\u00adter\u00adschafen, das erste Milchgeben. Diese weib\u00adlich-w\u00e4ss\u00adrige Fest\u00adsym\u00adbo\u00adl\u00adik deutet hin auf einen erneuern\u00adden, beleben\u00adden Impuls. Er konkretisiert sich in der Osterzeit, denn die gesamte Fes\u00adteszeit erweist sich als eine fl\u00fcs\u00adsig-bewegliche Zeitspanne.<\/p>\n<p>Die mit der Woche 44 s begin\u00adnende und mit der Woche 9 I endende soge\u00adnan\u00adnte <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=292\">Oster\u00adscholle<\/a> ist eine Zeitspanne, die j\u00e4hrlich einzi\u00adgar\u00adtig und dadurch sozusagen ewig jung ist. Sie indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adisiert das Jahr, das anson\u00adsten dem ewig gle\u00adichen zyk\u00adlis\u00adchen Rhyth\u00admus der vier Jahreszeit\u00aden fol\u00adgt. Diese vom Kalen\u00adder-Datum rel\u00ada\u00adtiv unab\u00adh\u00e4ngi\u00adgen, aber fest miteinan\u00adder ver\u00adbun\u00adde\u00adnen 18 Wochen im Jahr sind wie ein gro\u00dfes Jet\u00adzt im steti\u00adgen Fluss der Zeit. Sie sind Bild ein\u00ader g\u00f6t\u00adtlich-freien Sch\u00f6pfer\u00adtat, die in die irdis\u00adche Notwendigkeit ver\u00e4n\u00addernd und umgestal\u00adtend eingreift.<\/p>\n<h4><strong>Das Tao und die Osterscholle<\/strong><\/h4>\n<p>Die Oster\u00adscholle liegt gewis\u00adser\u00adma\u00dfen wie eine Mond\u00adsichel im Jahr. Den Impuls zur Bil\u00addung der Oster\u00adscholle kann ich bildlich wie einen Str\u00f6\u00admungsim\u00adpuls erleben, der von Michaeli, genauer vom herb\u00adstlichen Umschwung des Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahres zum Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr ausgeht.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/Ei-Kreis-mit-Stroemungspilz-zugeschnitten-300x300.png\" alt width=\"300\" height=\"300\"><\/p>\n<p><em>Die Oster\u00adscholle als Str\u00f6mungsimpuls<\/em><\/p>\n<p>Wird das Jahr in der Ei-Ori\u00aden\u00adtierung dargestellt mit dem Oster\u00adfest als Anfang des See\u00adlenkalen\u00adder\u00adjahres unten, so trifft f\u00fcr den Oster-Impuls zu, was Rudolf Stein\u00ader \u00fcber den Tao-Impuls sagt: \u201eWir k\u00f6n\u00adnen hier ein\u00adf\u00fc\u00adgen das\u00adjenige, was der Laut t bedeutet \u2014 Tao, t. Sie wis\u00adsen vielle\u00adicht, da\u00df man dem Tao, t, eine tiefe Ehrfurcht ent\u00adge\u00adgen\u00adbringt, wenn man ver\u00adste\u00adht, was darin\u00adnen lebt. Dieses Tao, t, ist eigentlich das, unter dem man sich vorzustellen hat, da\u00df es darstellt das Gewichtige, sog\u00adar das Sch\u00f6pferische, das\u00adjenige, was auch deu\u00adtend strahlt, aber im beson\u00adderen vom Him\u00admel auf die Erde strahlt. Es ist das wichtige Strahlen. Sagen wir also, dieses t: <i>Bedeut\u00adsam von oben nach unten strahlen<\/i>.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Tao#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"https:\/\/odysseetheater.org\/GA\/Buecher\/GA_279.pdf#page=63&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">GA 279, S. 65<\/a>)<\/p>\n<p>Die Oster\u00adscholle vere\u00adint zen\u00adtrale Feste des Chris\u00adten\u00adtums: Kreuzi\u00adgung, Aufer\u00adste\u00adhung, Him\u00admelfahrt, Pfin\u00adg\u00adsten und Fron\u00adle\u00adich\u00adnam. Sie kann dem\u00adnach, und wegen der \u201cGe-Wichtigkeit\u201d in beson\u00adderem Ma\u00dfe, als die Zeit des Chris\u00adtus im Jahr betra\u00adchtet wer\u00adden. Der Ausspruch des Chris\u00adtus, \u201cIch bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; nie\u00admand kommt zum Vater denn durch mich.\u201d (Joh. 14;6) klingt auf neue Weise kraftvoll, wenn fol\u00adgende Aus\u00adsage Rudolf Stein\u00aders ein\u00adbe\u00adzo\u00adgen wird: \u201eDie Chi\u00adne\u00adsen sind ein Rest der atlantis\u00adchen Rasse der Mon\u00adgolen. Wenn wir bei den Chi\u00adne\u00adsen das Wort TAO h\u00f6ren, so ist das f\u00fcr uns etwas schw\u00ader Ver\u00adst\u00e4ndlich\u00ades. Die dama\u00adli\u00adgen Mon\u00adgolen hat\u00adten einen Monothe\u00adis\u00admus aus\u00adge\u00adbildet, der bis zur psy\u00adchis\u00adchen Greif\u00adbarkeit, bis zum F\u00fchlen des Geisti\u00adgen ging, und wenn der alte Chi\u00adnese, der alte Mon\u00adgole, das Wort TAO aussprach, so f\u00fchlte er das beim Aussprechen. TAO ist nicht \u00abder Weg\u00bb, wie das gew\u00f6hn\u00adlich \u00fcber\u00adset\u00adzt wird, es ist die Grund\u00adkraft, durch die der Atlantier noch die Pflanzen ver\u00adwan\u00addeln kon\u00adnte, durch die er seine merk\u00adw\u00fcrdi\u00adgen Luftschiffe in Bewe\u00adgung set\u00adzen kon\u00adnte. Diese Grund\u00adkraft, die man auch \u00abVril\u00bb nen\u00adnt, hat der Atlantier \u00fcber\u00adall genutzt, und er nan\u00adnte sie seinen Gott. Er f\u00fchlte diese Kraft in sich, sie war ihm \u00abder Weg und das Ziel\u00bb.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Tao#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"https:\/\/odysseetheater.org\/GA\/Buecher\/GA_092.pdf#page=18&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GA 92, S. 18f<\/a>)<\/p>\n<p>Die Oster\u00adscholle, die mit der Woche 44 s begin\u00adnt und der Woche 9 I endet ist ein Weg mit Aus\u00adgangspunkt und Ziel. Ich kann sie betra\u00adcht\u00aden als die durchchris\u00adtete Tao-Kraft. Eine weit\u00adere Verbindung des Tao mit dem zen\u00adtralen Ereig\u00adnis der Kreuzi\u00adgung find\u00adet sich in fol\u00adgen\u00adder Aus\u00adf\u00fchrung von Rudolf Stein\u00ader: \u201eDie Quelle all der Weisheit des Ostens wie des West\u00adens, dessen m\u00fcssen wir uns klar sein, ist Atlantis.<\/p>\n<p>Atlantis war ein Land, das von dicht\u00aden Wassernebel\u00admassen einge\u00adh\u00fcllt war. Diese dicht\u00aden Wassernebel\u00admassen hat\u00adten eine ganz bes\u00adtimmte Beziehung zum Men\u00adschen. Der Men\u00adsch von damals emp\u00adfand etwas dabei. Sie macht\u00aden seine Seele empf\u00e4nglich f\u00fcr die Sprache der G\u00f6t\u00adter. Im Rieseln der Quellen, im Rauschen der Bl\u00e4t\u00adter h\u00f6rte der Atlantier den Gott zu sich reden. Und wenn er ein\u00adsam wurde und still in sich gekehrt, so ver\u00adnahm er einen Laut als Stimme des Gottes der zu ihm sprach. Da brauchte er keine Geset\u00adze und Gebote, der Gott selb\u00adst sagte ihm, was er tun m\u00fcsse. Und jen\u00ader Laut, der \u00fcber\u00adall in Atlantis t\u00f6nte und der aus den Herzen der Men\u00adschen wider\u00adhallte in stillen Stun\u00adden der Einkehr, er ward sp\u00e4ter in \u00c4gypten in Zeichen geset\u00adzt als Tauze\u00adichen: T. Es ist dies auch die urspr\u00fcngliche Form des Kreuzes.<\/p>\n<p>Wenn wir uns nun klar sind, wie damals die Wassernebel\u00admassen die Verbindung mit dem G\u00f6t\u00adtlichen her\u00adstell\u00adten, so dass der Men\u00adsch ganz unmit\u00adtel\u00adbar die Weisheit seines Gottes aufnehmen und ver\u00adste\u00adhen kon\u00adnte, so wollen wir ein\u00admal unseren Blick hin\u00adwen\u00adden auf das Wass\u00ader, das in unseren L\u00e4n\u00addern flutet. Wenn wir dann ein Tautr\u00f6pfchen im Grase funkeln sehen im Licht\u00adglanz der Mor\u00adgen\u00adsonne, dann wird uns and\u00e4chtig ums Herz. Und dieses strahlende Tautr\u00f6pfchen ist uns ein Denkmal, ein Denkmal jen\u00ader Zeit\u00aden in Atlantis, wo das Wass\u00ader als Nebel das Land umh\u00fcllte, und der Men\u00adsch die Weisheit der G\u00f6t\u00adter um sich versp\u00fcrte.<\/p>\n<p>Die Weisheit der Atlantis verk\u00f6r\u00adperte sich im Wass\u00ader, im Tautropfen. Tau, unser deutsches Wort Tau, ist nichts anderes als jen\u00ader alte atlantis\u00adche Laut. So wollen wir mit Ehrfurcht und Andacht jedes Tautr\u00f6pfchen betra\u00adcht\u00aden, das am Grashalm blinkt, als heiliges Ver\u00adm\u00e4cht\u00adnis jen\u00ader Zeit, wo das Band zwis\u00adchen Men\u00adschen und G\u00f6t\u00adtern noch nicht zer\u00adris\u00adsen war. Das Tauze\u00adichen, das alte Kreuzesze\u00adichen hei\u00dft im lateinis\u00adchen crux. Und was hei\u00dft Tau, Tautropfen? ros. \u201cRos-crux\u201d ist unser Rosenkreuz.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/Rosenkreuz-174x300.gif\" alt width=\"72\" height=\"124\"><\/p>\n<p>Nun erken\u00adnen wir seine wahre Bedeu\u00adtung. Es ist also das TAO der Atlantis, die Weisheit der Atlantis, welche uns heute ent\u00adge\u00adgen\u00adstrahlt im Tautropfen. Nichts anderes will uns das Rosenkreuz sagen. Es ist ein Sym\u00adbol f\u00fcr das neue Leben, das in der Zukun\u00adft in geistiger Art erbl\u00fchen wird.\u201d (Lit.: GA 266a, S. 218f) Der Kreis von sieben Rosen ste\u00adht hier also f\u00fcr den Tautropfen.<\/p>\n<p>Mit dem T\u2011Kreuz ist der Kreis ver\u00adbun\u00adden. Entwed\u00ader befind\u00adet er sich wie beim Rosenkreuz um den Kreuzungspunkt oder auf dem Quer\u00adbalken des T\u2011Kreuzes, das dadurch dem Anch-Zeichen der \u00c4gypter \u00e4hnelt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/T-Kreuz-und-Tao-besser-300x255.png\" alt width=\"125\" height=\"107\"><\/p>\n<p><em>T\u2011Kreuz bzw. Tau-Kreuz oder Tau-Ham\u00admer (auch Anto\u00adnius-Kreuz) und Tao-Zeichen<\/em><\/p>\n<p>Die Beze\u00adich\u00adnung \u201eTaukreuz\u201d leit\u00adet sich vom 19. Buch\u00adstaben des griechis\u00adchen Alpha\u00adbets, Tau (\u03c4), bzw. dem let\u00adzten Buch\u00adstaben des hebr\u00e4is\u00adchen Alpha\u00adbets, <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Taw_(Hebr%C3%A4isch)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Taw (\u05ea)<\/a>, ab. Im Buch Ezechiel und auch im Buch Hiob ist die urspr\u00fcngliche Form des Buch\u00adstaben Taw als ein X\u2011Zeichen \u00fcber\u00adliefert, eben\u00adso im ph\u00f6nizis\u00adchen Alpha\u00adbet \u2014 also als ein diag\u00ado\u00adnales Kreuz. Urspr\u00fcnglich war es ein Markierungsze\u00adichen \u2014 also ein \u201cEin\u00adschlag von oben\u201d, wie Rudolf Stein\u00ader das T auch charak\u00adter\u00adisiert. Und dieses Markierungsze\u00adichen wurde entwed\u00ader senkrecht + oder diag\u00ado\u00adnal X ver\u00adwen\u00addet. Als Zeichen des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Antonius_der_Gro%C3%9Fe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Heili\u00adgen Anto\u00adnius<\/a> (\u2020 186), des Ein\u00adsiedlers und Asketen, ste\u00adht das T\u2011Kreuz f\u00fcr die Selbst\u00fcberwindung.<\/p>\n<p>\u00dcber das Tao-Zeichen unter den Sym\u00adbol\u00aden am Wei\u00adh\u00adnachts\u00adbaum erk\u00adl\u00e4rt Rudolf Stein\u00ader: \u201eDar\u00fcber ste\u00adht das Taoze\u00adichen, jenes Zeichen, das uns an die Gottes\u00adbeze\u00adich\u00adnung unser\u00ader ural\u00adten Vor\u00adfahren erin\u00adnert. Bevor Europa, Asien, Afri\u00adka Kul\u00adtur\u00adland war, lebten diese alten Vor\u00adfahren in der Atlantis, die in Fluten unterge\u00adgan\u00adgen ist. In den ger\u00adman\u00adis\u00adchen Sagen lebt noch die Erin\u00adnerung an diese Atlantis in den Sagen von Nifl\u00adheim, dem Nebel\u00adheim. Denn Atlantis war nicht von rein\u00ader Luft umgeben. Gro\u00dfe, m\u00e4chtige Nebel\u00admassen umwogten das Land, \u00e4hn\u00adlich wie man sie heute sieht, wenn man im Hochge\u00adbirge durch Wolken und Nebel\u00admassen zieht. Sonne und Mond standen nicht klar am Him\u00admel, sie waren f\u00fcr die Atlantis umgeben von Regen\u00adbo\u00adgen\u00adrin\u00adgen \u2014 von der heili\u00adgen Iris. Damals ver\u00adstand der Men\u00adsch noch viel mehr die Sprache der Natur. Was heute im Pl\u00e4tsch\u00adern der Wellen, im Rauschen des Windes, im S\u00e4useln der Bl\u00e4t\u00adter, im Grollen des Don\u00adners zum Men\u00adschen spricht, aber nicht mehr von ihm ver\u00adstanden wird, das war dem alten Atlantier damals ver\u00adst\u00e4ndlich. Er emp\u00adfand aus allem her\u00adaus ein G\u00f6t\u00adtlich\u00ades, das zu ihm redete. Inner\u00adhalb all dieser sprechen\u00adden Wolken und Wass\u00ader und Bl\u00e4t\u00adter und Winde ert\u00f6nte den Atlantiern ein Laut: Tao \u2014 das bin ich. \u2014 In diesem Laut lebte das eigentliche Wesen, das durch die ganze Natur geht. Atlantis ver\u00adnahm ihn. Dieses Tao dr\u00fcck\u00adte sich sp\u00e4ter aus in dem Buch\u00adstaben T. Auf ihm ste\u00adht ein Kreis, das Zeichen der alles umfassenden g\u00f6t\u00adtlichen Vater\u00adnatur.\u201d (Lit.: GA 96, S.&nbsp;196ff)<\/p>\n<p>Weit\u00adere wichtige Aspek\u00adte zum Tao wer\u00adden in diesem l\u00e4n\u00adgeren Zitat von Rudolf Stein\u00ader deut\u00adlich. Hier geht er auf die soge\u00adnan\u00adnte <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Tempellegende\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Tem\u00adpel\u00adle\u00adgende<\/a> ein, die eine freimau\u00adrerische Vari\u00adante ist der Erz\u00e4h\u00adlung \u00fcber den Bau des Salomonis\u00adchen Tem\u00adpels in Jerusalem (<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/1._Buch_der_K%C3%B6nige\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">1 K\u00f6n<\/a> 6,1&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/LUT\/1+K%C3%B6n6%2C1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LUT<\/a>). Vorher hat\u00adte Rudolf Stein\u00ader \u00fcber Kain und Abel gesprochen als Vertreter zweier Men\u00adschheitsstr\u00f6\u00admungen, die grund\u00ads\u00e4t\u00adzlich zu unter\u00adschei\u00adden\u00adden sind und seit alters her bis heute beste\u00adhen. In Hiram, dem Baumeis\u00adter des salomonis\u00adchen Tem\u00adpels begeg\u00adnen wir einem Vertreter der Kainsstr\u00f6\u00admung, in Salo\u00admo einem Vertreter der Abel\u00adstr\u00f6\u00admung, die durch Seth, dem nachge\u00adbore\u00adnen drit\u00adten Sohn von Adam und Eva, fort\u00adge\u00adf\u00fchrt&nbsp;wurde.<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201eIn der atlantis\u00adchen Zeit wurde ein Ver\u00adsuch gemacht, diese zwei Klassen zu vere\u00adini\u00adgen, doch f\u00fchrte das zur schwarzen Magie der schlimm\u00adsten Art. Darauf wird hingedeutet in der Bibel\u00adstelle: \u00abDie S\u00f6hne Gottes ver\u00adm\u00e4hlten sich mit den T\u00f6chtern der Menschen.\u00bb<\/p>\n<p>Die Ankun\u00adft der K\u00f6ni\u00adgin von Saba bedeutet den Ver\u00adsuch der Gegen\u00adwart. Die Wis\u00adsenschaft, die durch Hiram dargestellt ist, kann sich jet\u00adzt mit der See\u00adlen\u00adweisheit vere\u00adini\u00adgen, die sym\u00adbol\u00adisiert wird durch die K\u00f6ni\u00adgin von Saba. Die Amme ist der in die Zukun\u00adft schauende Prophet, der Vogel Had-Had ist ein Geist der Intel\u00adli\u00adgenz, die zur Seele her\u00adab\u00adsteigt und sie von der Offen\u00adbarung, wie sie durch Salo\u00admo dargestellt wird, hin\u00adwen\u00addet zur selb\u00adster\u00adwor\u00adbe\u00adnen Erken\u00adnt\u00adnis, die ihren Aus\u00addruck find\u00adet in&nbsp;Hiram.<\/p>\n<p>Der Tem\u00adpel stellt die Erde\u00adnen\u00adtwick\u00adelung dar. Salo\u00admo ist gle\u00adich einem Spiegel, der die kos\u00admis\u00adche Weisheit wider\u00adspiegelt, ohne irgendwelche eigene Anstren\u00adgung. Hiram ander\u00ader\u00adseits sieht das Bild und arbeit\u00adet es aus. Er besitzt nicht die F\u00e4higkeit, direkt aus der g\u00f6t\u00adtlichen Quelle zu sch\u00f6pfen; er ist die materielle Erken\u00adnt\u00adnis, die das gegen\u00adst\u00e4ndlich machen kann, was Salo\u00admo nur sehen&nbsp;kann.<\/p>\n<p>Darum wird Balkis, die Seele, unzufrieden und l\u00f6st ihre Verbindung mit Salo\u00admo, als sie die Sch\u00f6n\u00adheit Hirams erken\u00adnt, und sie gewin\u00adnt den Ring von Salo\u00admos Hand zur\u00fcck, als er trunk\u00aden&nbsp;ist.<\/p>\n<p>Da\u00df Hiram den Tau-Ham\u00admer schwingt, um auf Balkis\u2019 Wun\u00adsch die Arbeit\u00ader her\u00adbeizu\u00adrufen, stellt sym\u00adbol\u00adisch dar, auf welche Weise alle gro\u00dfen, welt\u00adbe\u00adwe\u00adgen\u00adden Ereignisse zus\u00adtande gebracht wur\u00adden, wenn sie wie die Ameisen jahre\u00adlang arbeit\u00adeten, um einen bes\u00adtimmten Zweck zu erre\u00adichen: durch die Macht der Massen\u00adsug\u00adges\u00adtion. Diese wurde angewen\u00addet, so da\u00df sie zur Arbeit sich ein\u00adfan\u00adden wie auf eige\u00adnen Antrieb. Es w\u00fcrde Unrecht sein, jet\u00adzt eine solche Kraft anzuwen\u00adden, aber zu jen\u00ader Zeit waren die Men\u00adschen nicht so indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adisiert [wie heute], und wenn Tem\u00adpel gebaut wer\u00adden soll\u00adten, die dem Fortschritt der Men\u00adschheit dienen soll\u00adten, braucht\u00aden die Priester damals ganz mit Recht solche Mit\u00adtel, um ihren Zweck zu erre\u00adichen. Die Kreuz\u00adz\u00fcge und Jeanne d\u2019 Arcs Heer sind andere Beispiele von solch\u00ader Massen\u00adsug\u00adges\u00adtion. Manch\u00admal sind Fanatik\u00ader, die zum Teil ohne inneres Gle\u00adichgewicht sind, sehr stark in dieser Richtung.<\/p>\n<p>Als Hiram sich in das Feuer wirft, trifft er unter\u00adwegs Tubal-Kain. Der f\u00fchrt Hiram zum Mit\u00adtelpunkt der Erde (wo die Ich-Pflanze w\u00e4chst; Kain war ein Acker\u00adbauer), und dort find\u00aden sie Kain in seinem unschuldigen Zus\u00adtand. Kain gibt dem Hiram einen neuen Ham\u00admer und ein neues Wort.\u201d (Lit.: GA 265, S.&nbsp;395f)<\/p>\n<p>Vor diesem Hin\u00adter\u00adgrund erscheint das Fest Imbolc-Lichtmess als die Ankun\u00adft der K\u00f6ni\u00adgin von Saba, die Ankun\u00adft des neuen Oster-Impuls\u00ades. Und auch das Sym\u00adbol des Ham\u00admers l\u00e4sst sich in der Oster\u00adscholle erken\u00adnen, wenn der Jahreskreis in der Vorstel\u00adlung so gedreht wird, dass der Herb\u00adst unten&nbsp;ist.<\/p>\n<h4><strong>Das T\u2011Zeichen in alten Landkarten und auf dem Reichsapfel<\/strong><\/h4>\n<p>Rudolf Stein\u00ader gestal\u00adtete die Eury\u00adth\u00admieform f\u00fcr das Mantra 9 I in ein\u00ader T\u2011Form (siehe Blog <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=973\">9 I<\/a>). Deshalb will ich diesem Sym\u00adbol weit\u00ader nachgehen.<\/p>\n<p>Im Mit\u00adte\u00adlal\u00adter wurde um die sch\u00f6pferische, gestal\u00adtende Macht des T, ver\u00adbun\u00adden mit dem Kreis, offen\u00adsichtlich gewusst. Diese Kraft wurde f\u00fcr so m\u00e4chtig gehal\u00adten, dass erwartet wurde, sie habe sich in die Erde eingepr\u00e4gt und die Form der Kon\u00adti\u00adnente gestal\u00adtet. Man erwartete, dass die Erde ein gro\u00dfes T sicht\u00adbar macht. Auf den soge\u00adnan\u00adnte <a href=\"https:\/\/www.mittelalter-lexikon.de\/wiki\/TO-Karten\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">T\u2011O Karten<\/a> wurde die Erde so dargestellt, das Wass\u00ader die Kon\u00adti\u00adnente in Form eines gro\u00dfe T umgeben von einem O umflie\u00dft.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/T-O_Mappa_mundi-220x300.jpg\" alt width=\"220\" height=\"300\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/T_and_O_map_Guntherus_Ziner_1472-300x300.jpg\" alt width=\"300\" height=\"300\"><\/p>\n<p><em>Bunte Rad\u00adkarte \u201enach Isidor von Sevil\u00adla\u201d, aus <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Jean_Mansel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jean Mansel<\/a>, La Fleur des His\u00adtoires, Hand\u00adschrift, Valen\u00adci\u00adennes, 1459\u20131463<\/em><\/p>\n<p><em>Rad\u00adkarte aus Isidor von Sevil\u00adlas <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Etymologiae\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ety\u00admolo\u00adgiae<\/a>, Erst\u00addruck <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/G%C3%BCnther_Zainer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">G\u00fcn\u00adther Zain\u00ader<\/a>, 1472<\/em><\/p>\n<p>In Mit\u00adte\u00adlameri\u00adka zeigt das Zeichen f\u00fcr Wind, eines von 20 heili\u00adgen Kr\u00e4ften im Mayakalen\u00adder, eben diese T\u2011Gestalt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Wind-Iq-Glyphe-289x300.jpg\" alt width=\"80\" height=\"83\"><\/p>\n<p>Ver\u00adwandt und doch ganz anders zeigt sich das T auf dem Reich\u00adsapfel. Das vom R\u00f6mis\u00adchen Reich \u00fcber\u00adnommene Sym\u00adbol der Weltkugel zeigt das T in ent\u00adge\u00adgenge\u00adset\u00adzter Aus\u00adrich\u00adtung. Der Reich\u00adsapfel zeigt in meinem Ver\u00adst\u00e4nd\u00adnis nicht die durch die Tao-Kraft gestal\u00adtete Erde, son\u00addern den Gestal\u00adtungswillen, die angestrebte for\u00admende Macht des K\u00f6nigs \u00fcber die Erde. Deshalb ist es fol\u00adgerichtig, dass hier das T den Quer\u00adbalken unter dem senkrecht\u00aden Balken hat. Dieses T sagt: die g\u00f6t\u00adtlich legit\u00adimierte Macht des K\u00f6nigs kommt von oben und ver\u00adbre\u00adit\u00adet sich \u00fcber die&nbsp;Erde.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Gulden-mit-Reichsapfel-300x294.png\" alt width=\"300\" height=\"294\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/reichsapfel1.gif\" alt width=\"227\" height=\"244\"><\/p>\n<em>Reich\u00adsapfel auf einem Gold-Gulden Albrechts des Beherzten 1488 und <\/em><em>auf einem Batzen von Bran\u00adden\u00adburg-Bayreuth 1704<br>\n<\/em>\n<p>Aus der Steinzeit ist uns ein Beispiel dieser abw\u00e4rts zur Erde wirk\u00adenden Kraft im Tem\u00adpelmod\u00adell der Vogel\u00adg\u00f6t\u00adtin \u00fcber\u00adliefert. Die Fen\u00adster bzw. Eing\u00e4nge zeigen die umgekehrte T\u2011Form.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/06\/Vogelgoettin-T-Tempelmodell-300x289.png\" alt width=\"300\" height=\"289\"><\/p>\n<em>Tem\u00adpelmod\u00adell mit der Maske der Vogel\u00adg\u00f6t\u00adtin am Schorn\u00adstein und umgekehrten T\u2011Fenstern oder Eing\u00e4n\u00adgen, West\u00admake\u00addonien, ca. 6000 v.&nbsp;Chr.<br>\n<\/em>\n<p>Die Vogel\u00adg\u00f6t\u00adtin war die viel\u00admals abge\u00adbildete, alles beherrschende Got\u00adtheit der dama\u00adli\u00adgen Zeit. Darstel\u00adlun\u00adgen m\u00e4nnlich\u00ader Got\u00adtheit\u00aden sind aus dieser Zeit dage\u00adgen sel\u00adten. Die Vogel\u00adg\u00f6t\u00adtin kann deshalb als die alles erschaf\u00adfende, n\u00e4hrende Urmut\u00adter ange\u00adsprochen werden.<\/p>\n<h4><strong>\u00dcber die Spiegelspr\u00fcche 9 I und 44&nbsp;s<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Die Mantren 9 I und 44 s sind bei\u00adde aus der Per\u00adspek\u00adtive eines sich sel\u00adber reflek\u00adtieren\u00adden Ich-Sprech\u00aders geschrieben. Die ersten bei\u00adden Zeilen zeigen die f\u00fcr Spiegel\u00adspr\u00fcche typ\u00adis\u00adchen Entsprechun\u00adgen, die weit\u00aderen Zeilen nicht.<\/p>\n<p>Das Mantra 44 s zeigt im Satza\u00aduf\u00adbau eine Beson\u00adder\u00adheit, die nur hier auf\u00adtaucht. Es ist gekennze\u00adich\u00adnet durch abrupte, kaum nachvol\u00adlziehbare Spr\u00fcnge. Erst wenn die Zeilen umgestellt wer\u00adden, entste\u00adht ein gram\u00adma\u00adtisch stim\u00admiger Satz (sieh <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1640\">44 s<\/a>). Die Spiegelung in der zweit\u00aden Zeile geht dadurch jedoch verloren.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/9-I-44-s-Zeilenumstellung-300x111.png\" alt width=\"300\" height=\"111\"><\/p>\n<p>Bei\u00adde Mantren sprechen vom Willen. Das Mantra 9 I han\u00addelt davon, was geschieht, wenn die <strong>Willen<\/strong>seigen\u00adheit vergessen wird. Das Mantra 44 S spricht vom Ergreifen neuer Sin\u00adnes\u00adreize durch den Sch\u00f6pfer<strong>willen<\/strong> des Denkens. Vergessen und Ergreifen sind Hand\u00adlun\u00adgen, die als Ver\u00adben dem Wil\u00adlens\u00adbere\u00adich der Sprache zuzurech\u00adnen sind. Sie ste\u00adhen jew\u00adeils in der Ver\u00adlaufs\u00adform und machen dadurch deut\u00adlich, dass es in bei\u00adden Mantren um einen fl\u00fcchti\u00adgen Moment eines Prozess\u00ades geht; um Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit im Geschehen. Im Mantra 44 s wieder\u00adholt sich diese Ver\u00adlaufs\u00adform ins\u00adge\u00adsamt dreimal: ergreifend, ver\u00adwirrend, sprossend. Nicht nur der Prozess des Ergreifens ste\u00adht in der flie\u00dfen\u00adden Gegen\u00adwart, son\u00addern auch das, was ergrif\u00adf\u00aden wird, befind\u00adet sich in einem eben\u00adso sich stetig wan\u00addel\u00adnden Prozess. Im Mantra 9 I tritt die Ver\u00adlaufs\u00adform zweimal auf: Vergessend, sommerk\u00fcndend.<\/p>\n<p>Die Wil\u00adlen\u00adseigen\u00adheit (9 I) wird vergessen. Das weist darauf hin, dass diese Eigen\u00adheit im Willen mit dem Bewusst\u00adsein zu tun hat, denn son\u00adst k\u00f6n\u00adnte sie nicht vergessen, aus dem Bewusst\u00adsein ver\u00adloren wer\u00adden. Es ist die Erken\u00adnt\u00adnis, ein abge\u00adgren\u00adztes Eigen\u00adwe\u00adsen zu sein und die eigene Innen\u00adwelt von der Au\u00dfen\u00adwelt zu unter\u00adschei\u00adden. Die Wil\u00adlen\u00adseigen\u00adheit ist eine Eigen\u00adschaft eines mit eigen\u00adem Willen aus\u00adges\u00adtat\u00adteten Wesens, das sich allen anderen Wesen und Din\u00adgen gegen\u00fcber\u00adste\u00adhend f\u00fchlt. Let\u00adz\u00adtendlich ist die Wil\u00adlen\u00adseigen\u00adheit auf den Gedanken zur\u00fcck\u00adzuf\u00fchren, eben dieses Son\u00adder\u00adwe\u00adsen zu sein. Damit vere\u00adinen sich Denken und Wille in dieser Idee. Auch das Mantra 44 s the\u00adma\u00adtisiert mit dem Sch\u00f6pfer\u00adwillen des Denkens das Zusam\u00admen\u00adwirken dieser bei\u00adden See\u00adlen\u00adf\u00e4higkeit\u00aden: Wille und Denken. Im Mantra 9 I geht es um den Willen, der einen Ideen-Aspekt hat, im Mantra 44 s hat das Denken Willen, Sch\u00f6pferwillen.<\/p>\n<p>Neue Sin\u00adnes\u00adreize zu ergreifen (44 s) erscheint als das Selb\u00adstver\u00adst\u00e4ndlich\u00adste. Die Sinne sind eigentlich st\u00e4ndig auf der Jagd nach neuen Reizen. Doch wer\u00adden die Sin\u00adnes\u00adreize ergrif\u00adf\u00aden, oder nur pas\u00adsiv aufgenom\u00admen, kon\u00adsum\u00adiert? Hier geht es um ein wahrnehmendes Zugreifen, in Besitz nehmen. Es ist der Sch\u00f6pfer\u00adwillen des Denkens, der die Sin\u00adnes\u00adreize ergreift, sie ord\u00adnet, Begriffe, Ideen, Konzepte formt und dadurch sch\u00f6pferisch t\u00e4tig ist. Auf diesem Ergreifen und Ver\u00adar\u00adbeit\u00aden beruht alle men\u00adschliche Erkenntnis.<\/p>\n<p>Vergessend (9 I) und ergreifend (44 s) ver\u00adste\u00adhe ich als prozes\u00adsuales Loslassen und Zugreifen, als L\u00f6sen und Binden. In diesem Spiegel\u00adspruch-Paar geht es im weitesten Sinne um einen Atmung\u00adsprozess. Das Loslassen find\u00adet mehr im Bewusst\u00adsein, im Kopf statt, weshalb es ein Vergessen ist. Das Ergreifen geschieht im Willen.<\/p>\n<p>Auf den ersten Prozess des Vergessens oder Ergreifens fol\u00adgt in bei\u00adden Mantren ein Erf\u00fcllen. Im Mantra 9 I fol\u00adgt auf das Vergessen der Wil\u00adlen\u00adseigen\u00adheit das Erf\u00fcllt-wer\u00adden mit Wel\u00adtenw\u00e4rme. Mit der vorher beste\u00adhen\u00adden Wil\u00adlen\u00adseigen\u00adheit ist die Blutw\u00e4rme ver\u00adbun\u00adden, die Eigen\u00adw\u00e4rme. Sie ist laut Rudolf Stein\u00ader die Grund\u00adlage des Ichs. Wird die Wil\u00adlen\u00adseigen\u00adheit vergessen, tritt eine \u201cgemein\u00adschaftliche\u201d W\u00e4rme an die Stelle der Eigen\u00adw\u00e4rme \u2014 die Wel\u00adtenw\u00e4rme. Ob damit auch ein Wir- statt eines Ich-Erlebens ver\u00adbun\u00adden ist, the\u00adma\u00adtisiert das Mantra nicht.<\/p>\n<p>Im Mantra 44 s fol\u00adgt auf das Ergreifen von neuen Sin\u00adnes\u00adreizen das Erf\u00fcllt-wer\u00adden mit See\u00adlen\u00adklarheit. Wel\u00adtenw\u00e4rme und See\u00adlen\u00adklarheit ste\u00adhen sich also in den bei\u00adden Mantren gegen\u00fcber. Klarheit kann ich als eine k\u00fch\u00adle, dem Kopf zugeneigte seel\u00adis\u00adche Eigen\u00adschaft empfind\u00aden. See\u00adlen\u00adklarheit ist die Abwe\u00adsen\u00adheit von allem St\u00f6ren\u00addem. Ein zu diesem Gedanken geh\u00f6riges Bild ist der klare Wasser\u00adspiegel, den kein Wind\u00adhauch bewegt. Das Ergreifen geschieht so ruhig und ziel\u00adsich\u00ader, dass es kein\u00ader\u00adlei Zweifel, kein\u00ader\u00adlei emo\u00adtionale Wellen her\u00advor\u00adruft. Wel\u00adtenw\u00e4rme ist ger\u00adade keine Eigen\u00adw\u00e4rme. Ich denke dabei an den W\u00e4rme\u00e4ther. Der W\u00e4rme\u00e4ther bildet den \u00dcber\u00adgang von der irdis\u00adchen Welt der Ele\u00admente zur unsicht\u00adbaren \u00c4ther\u00adwelt, da er sowohl die physis\u00adche W\u00e4rme als auch die \u00e4therische umfasst. Wel\u00adtenw\u00e4rme ist ein \u00fcber\u00adper\u00ads\u00f6n\u00adlich\u00ades Ele\u00adment, das erf\u00fcl\u00adlend wirkt, w\u00e4hrend See\u00adlen\u00adklarheit indi\u00advidu\u00adell und k\u00fchl&nbsp;ist.<\/p>\n<p>Im Mantra 9 I wird aus dem Bewusst\u00adsein\u00adsprozess des Vergessens ein \u00fcber\u00adper\u00ads\u00f6n\u00adlich\u00ader W\u00e4rme-Stof\u00adfwech\u00adsel\u00adprozess und dadurch sozusagen ein Wel\u00adten-Stof\u00adfwech\u00adsel\u00adprozess. Im Mantra 44 s wird aus dem Wil\u00adlen\u00adsprozess des Ergreifens per\u00ads\u00f6n\u00adliche See\u00adlen\u00adklarheit, ein dem Bewusst\u00adsein zugeneigter Prozess.<\/p>\n<p>Die Wel\u00adtenw\u00e4rme (9 I) k\u00fcn\u00addet vom Som\u00admer. Es ist nicht ihre T\u00e4tigkeit, son\u00addern ihre Eigen\u00adschaft, som\u00admerk\u00fcn\u00addend zu sein. Die Wel\u00adtenw\u00e4rme sel\u00adber ist das Ver\u00adsprechen ein\u00ader kom\u00admenden neuen Jahreszeit, ein\u00ader gro\u00dfen Ver\u00e4n\u00adderung der Umwelt, der seel\u00adisch-geisti\u00adgen Sit\u00adu\u00ada\u00adtion. Die Zukun\u00adft\u00adsori\u00aden\u00adtierung ist auch im Wort \u201csom\u00admerk\u00fcn\u00addend\u201d erkennbar. Auf die See\u00adlen\u00adklarheit (44 s) fol\u00adgt \u201ceinge\u00addenk\u201d also ein erin\u00adnern\u00addes Bewusst\u00admachen der vol\u00adl\u00adzo\u00adge\u00adnen Geist\u00adge\u00adburt \u2014 mithin eine Ori\u00aden\u00adtierung, die in der Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit basiert. Die Wel\u00adtenw\u00e4rme erf\u00fcllt Geist und See\u00adlen\u00adwe\u00adsen \u2014 nicht den K\u00f6r\u00adp\u00ader, was als Blutw\u00e4rme eigentlich nahe\u00adliegend w\u00e4re. Ich gehe davon aus, dass es im Mantra 9 I um den Tod des physis\u00adchen Leibes geht, weshalb die Wel\u00adtenw\u00e4rme nur Geist und See\u00adlen\u00adwe\u00adsen erf\u00fcllt. Deshalb geht damit auch eine voll\u00adst\u00e4ndi\u00adge Ver\u00e4n\u00adderung des Seins ein\u00adher. In diesem Mantra geht es um Geschehen lassen, um Hingabe an den Prozess.<\/p>\n<p>Im Mantra 44 s erf\u00fcllt die See\u00adlen\u00adklarheit das ver\u00adwirrend sprossende Wel\u00adtenwer\u00adden. Sie erf\u00fcllt also etwas au\u00dfer\u00adhalb der Seele Liegen\u00addes. Der ord\u00adnende Ein\u00adfluss des sch\u00f6pferischen Denkens wirkt sich auf das Wel\u00adtenwer\u00adden aus. Ohne diese Denkkraft w\u00e4re das unun\u00adter\u00adbrochen sprossende Wel\u00adtenwer\u00adden vielle\u00adicht nicht nur f\u00fcr den Men\u00adschen ver\u00adwirrend, son\u00addern auch sel\u00adber ver\u00adwirrt. Das Denken \u00fcbt hier Macht aus, es regiert sein \u201cLand\u201d, seinen Wahrnehmungsraum aktiv.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend das Mantra 44 s zu Ende ist, fol\u00adgt im Mantra 9 I die Auf\u00adforderung an den Ich-Sprech\u00ader, sich im Licht zu ver\u00adlieren. Ver\u00adlieren (9 I) \u2014 Ergreifen (44 s): hier wird der Gegen\u00adsatz zum Mantra 44 s noch deut\u00adlich\u00ader. Was vergessen, los\u00adge\u00adlassen wird, geht ver\u00adloren \u2014 was ergrif\u00adf\u00aden wird, bleibt. Mich im Licht zu ver\u00adlieren, mich darin aufzul\u00f6sen, mit dem Licht Eins zu wer\u00adden, ist im Mantra ein Gebot, ein Befehl vom Geistess\u00adchauen aus\u00adge\u00adsprochen. Und nochmals wieder\u00adholt sich das K\u00fcn\u00adden. Die Ahnung k\u00fcn\u00addet dem Ich-Sprech\u00ader kraftvoll, sich zu ver\u00adlieren, um sich zu find\u00aden. Ein voll\u00adst\u00e4ndi\u00adger Umwand\u00adlung\u00adsprozess ste\u00adht an. Das bish\u00aderige muss vergessen, ver\u00adloren wer\u00adden f\u00fcr ein ganz Neues sich Finden.<\/p>\n<p>Den Gegen\u00adsatz der bei\u00adden Mantren l\u00e4sst sich vielle\u00adicht am besten ins Bild brin\u00adgen durch die bei\u00adden T\u2011Gesten. Im Mantra 44 s begeg\u00adnen wir der k\u00f6niglichen, aktiv\u00aden Macht, die regiert, die gestal\u00adtet \u2014 und dies auf legit\u00adime Weise tut, sofern sie ihrer Geist\u00adge\u00adburt einge\u00addenk ist. Im Mantra 9 I find\u00aden wir den anderen Pol: das sich Hingeben ein\u00ader h\u00f6heren Macht, das Regiert-Wer\u00adden. Ich ahne darin auch die Macht, die laut Rudolf Stein\u00ader Hiram \u00fcber die Volks\u00admassen aus\u00fcben kon\u00adnte durch seinen Ham\u00admer. Auch Hiram muss sich hingeben, um den Guss des ehernen Meeres vol\u00adlen\u00adden zu k\u00f6n\u00adnen. Er muss sich ins Feuer st\u00fcrzen \u2014 sich im Licht ver\u00adlieren \u2014 und zum Mit\u00adtelpunkt der Erde gelan\u00adgen, um von seinem Urahn Kain einen neuen Ham\u00admer zu erhal\u00adten \u2014 eine men\u00adschheitlich neue M\u00f6glichkeit, den Willen ohne ego\u00adis\u00adtis\u00adche Anteile zu gebrauchen. Das Mantra 44 s mit sein\u00ader schwin\u00adgen\u00adden Anord\u00adnung der Zeilen l\u00e4sst an das eherne Meer denken. Ein gram\u00adma\u00adtisch sin\u00adnvoller Satz kommt erst zus\u00adtande, wenn die Zeilen umgestellt wer\u00adden \u2014 das Meer zur Ruhe kommt und ehern wird. Die gram\u00adma\u00adtisch geforderte Umstel\u00adlung fol\u00adgt ein\u00ader Regelm\u00e4\u00dfigkeit. Sie geht von der ersten Zeile zur let\u00adzten \u2014 von der zweit\u00aden zur vor\u00adlet\u00adzten, um in der Mit\u00adtleren \u2014 \u201cEinge\u00addenk vol\u00adl\u00adzo\u00adgen\u00ader Geist\u00adge\u00adburt\u201d \u2014 zur Ruhe zu kommen.<\/p>\n<p>Betra\u00adchte ich die Oster\u00adscholle als ein gro\u00dfes Jet\u00adzt, zeigen mir die Mantren, dass in der aufkeimenden Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit die Sin\u00adnes\u00adreize ergrif\u00adf\u00aden wer\u00adden. Verd\u00e4m\u00admert sie wieder in der selb\u00adstvergesse\u00adnen Hingabe an die Wahrnehmung, so wird die Wil\u00adlen\u00adseigen\u00adheit vergessen und im Licht der Wahrnehmung ver\u00adliert sich das Bewusst\u00adsein der Eigenheit.<\/p>\n<h4><strong>Die Sichel \u2014 wie die Titanen Uranos entmannten<\/strong><\/h4>\n<p>In der griechis\u00adchen Mytholo\u00adgie berichtet Hes\u00adiod (700 v.Chr.) in seinem Werk, <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Theogonie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Theogo\u00adnie<\/a>, Wer\u00adden der G\u00f6t\u00adter, wie die Tita\u00adnen ihren Vater Ura\u00adnos \u00fcber\u00adwinden und damit eine neue Wel\u00adtord\u00adnung begr\u00fcn\u00adden. Gaia, die Erde, geri\u00adet mit ihrem Gat\u00adten, Ura\u00adnos, dem Him\u00admel, in Kon\u00adflikt, da er einige ihrer Kinder in ihren K\u00f6r\u00adp\u00ader zur\u00fcck\u00adstie\u00df, was ihr Schmerzen bere\u00adit\u00adete. Deshalb schuf sie eine Sichel und rief ihre Kinder, das G\u00f6t\u00adtergeschlecht der Tita\u00adnen aus sechs S\u00f6h\u00adnen und sechs T\u00f6chtern, ihr zu helfen. Kro\u00adnos, der J\u00fcng\u00adste, erk\u00adl\u00e4rte sich bere\u00adit, die Sichel zu gebrauchen und den Vater, Ura\u00adnos zu ent\u00adman\u00adnen, w\u00e4hrend vier sein\u00ader Br\u00fcder den Vater in den vier Him\u00admel\u00adsrich\u00adtun\u00adgen festhielten.<\/p>\n<p>Was zeigt sich darin? Die Anzahl der zw\u00f6lf Tita\u00adnen deutet auf die zw\u00f6lf Tierkreiskr\u00e4fte. Rudolf Stein\u00ader sagt, dass die Tita\u00adnen die astralen Kraftwirkun\u00adgen der Geis\u00adter der Form auf der Erdinkar\u00adna\u00adtion der alten Sonne waren: \u201eDie Geis\u00adter der Form auf der Sonne \u00e4u\u00dfern sich durch die auf die Sonne ein\u00adstrahlen\u00adden Triebe, Begier\u00adden, Lei\u00adden\u00adschaften, durch alles das\u00adjenige, was im astralis\u00adchen Leibe ver\u00adankert ist. Wer auf der Sonne gesessen und hin\u00adaus\u00adge\u00adse\u00adhen h\u00e4tte in den Wel\u00adtenraum, er w\u00fcrde nicht Blitze haben zuck\u00aden sehen und Don\u00adner rollen h\u00f6ren, son\u00addern er w\u00fcrde um sich herum in astralis\u00adchem Lichte die Lei\u00adden\u00adschaften geistiger Wesen\u00adheit\u00aden wahrgenom\u00admen haben \u2014 ring\u00adsherum \u00fcber\u00adall Lei\u00adden\u00adschaften -, und Sie m\u00fc\u00dften sich nicht etwa nur niedrige Lei\u00adden\u00adschaften vorstellen. Diese Lei\u00adden\u00adschaften, diese Affek\u00adte ring\u00adsherum schufen nun von au\u00dfen here\u00adin weit\u00ader an dem Plan\u00adeten. Wenn wir die Mythe weit\u00ader betra\u00adcht\u00aden, so sehen wir f\u00f6rm\u00adlich inner\u00adhalb unser\u00ader Erden\u00adtwick\u00adelung die schaf\u00adfend\u00aden <strong>\u00abTita\u00adnen\u00bb<\/strong>, die schaf\u00adfend\u00aden Lei\u00adden\u00adschaften, die von au\u00dfen here\u00adin wirken, <strong>von den geisti\u00adgen Luftkreisen der Sonne, als diese ein Plan\u00adet<\/strong> war.\u201d (GA 102, <a href=\"https:\/\/odysseetheater.org\/GA\/Buecher\/GA_102.pdf#page=69&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">S. 69f<\/a>)<\/p>\n<p>Sowohl die Zw\u00f6lfzahl \u2014 eingeteilt in eine m\u00e4nnliche und eine weib\u00adliche H\u00e4lfte \u2014 als auch die Tat\u00adsache, dass vier Br\u00fcder \u2014 in den vier Him\u00admel\u00adsrich\u00adtun\u00adgen \u2014 den Vater (Ura\u00adnos, Him\u00admel) fes\u00adthiel\u00adten, deutet auf ein kos\u00admis\u00adches Geschehen, das am besten vor dem Hin\u00adter\u00adgrund des Jahreskreis\u00ades ver\u00adst\u00e4ndlich wird. Vor diesem Hin\u00adter\u00adgrund erh\u00e4lt auch die Sichel, das Werkzeug der \u00dcber\u00adwin\u00addung, eine erweit\u00aderte Bedeu\u00adtung. Die Sichel wird als vorchristliche Vari\u00adante der Oster\u00adscholle erkennbar. Auch der heutige, j\u00e4hrliche Oster\u00adim\u00adpuls ist eine junge Kraft, die bewirkt, dass die durch die Sonne geschaf\u00adfene starre Datums-Ord\u00adnung aufbricht.<\/p>\n<p>Die Mytholo\u00adgie zeigt, dass die \u00dcber\u00adwin\u00addung des g\u00f6t\u00adtlichen Vaters durch den Sohn wieder\u00adholt geschehen ist. Diese \u00dcber\u00adwin\u00addung ist f\u00fcr den Fort\u00adgang der Entwick\u00adlung wichtig. Ura\u00adnos ist bere\u00adits ein Sohn der Gaia und nicht ein\u00ader der sechs Urg\u00f6t\u00adter. Schon ein\u00admal hat\u00adte also ein Wech\u00adsel stattge\u00adfun\u00adden. Kro\u00adnos wiederum wird von seinem Sohn Zeus \u00fcber\u00adwun\u00adden \u2014 ein drit\u00adter Wech\u00adsel der Herrschaft.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/9-I-44-s-Sichel-und-Titanen-300x169.png\" alt width=\"300\" height=\"169\"><\/p>\n<p><em>Die Theogo\u00adnie als vorchristlich\u00ader Oster-Impuls \u2014 als Zeit\u00adstrahl in Pfeil\u00adrich\u00adtung von rechts nach links zu&nbsp;lesen<\/em><\/p>\n<p>Ist Chris\u00adtus unter diesem Aspekt als der \u00fcber\u00adwindende Sohn zu ver\u00adste\u00adhen? Rudolf Stein\u00ader sagt, dass es f\u00fcr den Chris\u00adtus als oberen Gott, als Sohn des \u201eHim\u00admels\u201d, vor allem darauf ankam, im Tod und der nach\u00adfol\u00adgen\u00adden H\u00f6l\u00adlen\u00adfahrt das Innere der Erde ken\u00adnen zu ler\u00adnen. \u201eWenn der Chris\u00adtus nur alles das\u00adjenige durchgemacht h\u00e4tte, was von der Johannes\u00adtaufe im Jor\u00addan sich abspielte bis zur Kreuzi\u00adgung und bis zu dem Ster\u00adben am Kreuze, da w\u00fcrde der Chris\u00adtus nicht von den\u00adjeni\u00adgen Geheimnis\u00adsen haben reden k\u00f6n\u00adnen, von denen er gere\u00addet hat zu seinen eingewei\u00adht\u00aden Sch\u00fclern nach sein\u00ader Aufer\u00adste\u00adhung. Denn sehen Sie, f\u00fcr diejeni\u00adgen g\u00f6t\u00adtlichen Lehrer, die herun\u00adter\u00adsteigen kon\u00adnten auf die Erde, und f\u00fcr die alten ini\u00adti\u00adierten Lehrer gab es in der ganzen weit\u00aden Welt <strong>keine Geheimnisse au\u00dfer im Innern der Erde<\/strong>. Im Innern der Erde, wu\u00dften sie, herrschen geistige Wesen\u00adheit\u00aden, die ander\u00ader Art sind als die G\u00f6t\u00adter, die vor dem Mys\u00adteri\u00adum von Gol\u00adgatha zu den Men\u00adschen herun\u00adter\u00adstiegen. Es kan\u00adnten sie zum Beispiel die Griechen und gaben ihnen in ihrer Mytholo\u00adgie den Namen der <strong>Tita\u00adnen<\/strong>. Aber der\u00adjenige der oberen G\u00f6t\u00adter, der zuerst das Innere der Erde ken\u00adnen\u00adlernte, weil er in sie hinein\u00adversenkt wurde, das war der Chris\u00adtus. Das ist wichtig, da\u00df der Chris\u00adtus ein Gebi\u00adet f\u00fcr die oberen G\u00f6t\u00adter ken\u00adnen\u00adgel\u00adernt hat, das fr\u00fcher diese oberen G\u00f6t\u00adter nicht gekan\u00adnt haben. Und dieses Geheim\u00adnis, da\u00df auch die G\u00f6t\u00adter eine Entwick\u00adlung durch\u00admachen, dieses Geheim\u00adnis teilte der Chris\u00adtus seinen eingewei\u00adht\u00aden Sch\u00fclern mit nach sein\u00ader Aufer\u00adste\u00adhung. Und dieses Geheim\u00adnis erfuhr Paulus durch seine nat\u00fcr\u00adliche Ein\u00adwei\u00adhung vor Damaskus. Das war das Ersch\u00fct\u00adternde f\u00fcr Paulus, da\u00df er erfuhr: mit den Kr\u00e4ften der Erde ist jet\u00adzt ver\u00adbun\u00adden die Kraft, die man fr\u00fcher nur in der Sonne gefun\u00adden hat.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Titanen#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"https:\/\/odysseetheater.org\/GA\/Buecher\/GA_211.pdf#page=186&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GA 211, S. 186<\/a>)<\/p>\n<p>In das Innere der Erde, in den Tar\u00adtaros, die tief\u00adste Unter\u00adwelt, wur\u00adden nach der Mytholo\u00adgie auch die jew\u00adeils \u00fcber\u00adwun\u00adde\u00adnen G\u00f6t\u00adter\u00adv\u00e4ter ver\u00adban\u00adnt. Sie gin\u00adgen dem Chris\u00adtus sozusagen voraus, wenn sie auch das tief\u00adste Geheim\u00adnis der Erden\u00adtiefen nicht zu ergr\u00fcn\u00adden ver\u00admocht\u00aden. Das bedeutet, dass mit Chris\u00adtus ein anderes, neues Herrschaft\u00adsprinzip begin\u00adnt. Er ver\u00adban\u00adnt seine Vorg\u00e4nger nicht, son\u00addern erl\u00f6st sie durch seine H\u00f6llenfahrt.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=973\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 9&nbsp;I&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1640\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 44&nbsp;s&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2331\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Ein\u00adtrag Sommer-Halbjahr&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2289\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Ein\u00adtrag Winter-Halbjahr&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die spiegel\u00adnden Mantren 9 I (gro\u00dfes i) und 44&nbsp;s 9 I (gro\u00dfes i) Vergessend meine Wil\u00adlen\u00adseigen\u00adheit Erf\u00fcl\u00adlet Wel\u00adtenw\u00e4rme som\u00admerk\u00fcn\u00addend Mir Geist und See\u00adlen\u00adwe\u00adsen; Im Licht mich zu ver\u00adlieren Gebi\u00adetet mir das Geistess\u00adchauen, Und kraftvoll k\u00fcn\u00addet Ahnung mir: Ver\u00adliere dich, um dich zu find\u00aden. 44 s Ergreifend neue Sin\u00adnes\u00adreize Erf\u00fcl\u00adlet See\u00adlen\u00adklarheit, Einge\u00addenk vol\u00adl\u00adzo\u00adgen\u00ader Geist\u00adge\u00adburt, Ver\u00adwirrend sprossend\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-2306","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2306","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2306"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2306\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3864,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2306\/revisions\/3864"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2306"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}