{"id":2275,"date":"2024-05-11T20:53:05","date_gmt":"2024-05-11T18:53:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2275"},"modified":"2026-02-16T22:12:32","modified_gmt":"2026-02-16T21:12:32","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy-7-copy-copy-copy-copy-copy-2-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2275","title":{"rendered":"Blog \u2014 Spiegelspr\u00fcche 7 G \u2014 46&nbsp;u"},"content":{"rendered":"\n\n\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/7-G-46-u-256x300.png\" alt width=\"256\" height=\"300\"><\/p>\n<h4><strong>Die spiegelnden Krisenspruch-Mantren 7 G und 46&nbsp;u<br>\n<\/strong><\/h4>\n<table width=\"639\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"311\">\n<p><strong>7 G<\/strong><\/p>\n<p><strong>Mein Selb\u00adst<\/strong>, <u>es dro\u00adhet zu<\/u> <strong>ent\u00adfliehen<\/strong>,<\/p>\n<p>Vom <em>Wel\u00adten<\/em>lichte m\u00e4chtig angezogen.<\/p>\n<p><u>Nun trete du<\/u> <strong>mein Ahnen<\/strong><\/p>\n<p><strong>In<\/strong> deine Rechte kr\u00e4ftig <strong>ein<\/strong>,<\/p>\n<p>Erset\u00adze <u>mir<\/u> des <strong>Denkens <em>Macht<\/em><\/strong>,<\/p>\n<p><u>Das<\/u> in der <em>Sinne Schein<\/em><\/p>\n<p><u>Sich selb\u00adst<\/u> <strong>ver\u00adlieren will<\/strong>.<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"16\"><strong>&nbsp;<\/strong><\/td>\n<td width=\"311\">\n<p><strong>46 u<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die <em>Welt<\/em><\/strong>, <u>sie dro\u00adhet zu<\/u> <strong>bet\u00e4uben<\/strong><\/p>\n<p>Der Seele einge\u00adborene Kraft;<\/p>\n<p><u>Nun trete du<\/u>, <strong>Erin\u00adnerung<\/strong>,<\/p>\n<p><strong>Aus<\/strong> Geis\u00adtestiefen leuch\u00adt\u00adend <strong>auf<\/strong><\/p>\n<p>Und st\u00e4rke <u>mir<\/u> <strong>das <em>Schauen<\/em><\/strong>,<\/p>\n<p><u>Das<\/u> nur durch Wil\u00adlens<em>kr\u00e4fte<\/em><\/p>\n<p><u>Sich selb\u00adst<\/u> <strong>erhal\u00adten kann<\/strong>.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<h4>Musik zum Mantra 7 G \u2014 sanglich \u2014 komponiert von Herbert Lippmann<\/h4>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-2275-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/7-G-Lippmann-Fraktal-KW-07-sanglich-0\u00b442.mp3?_=1\"><a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/7-G-Lippmann-Fraktal-KW-07-sanglich-0\u00b442.mp3\">https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/09\/7\u2011G-Lippmann-Fraktal-KW-07-sanglich\u20110\u00b442.mp3<\/a><\/audio>\n<h4>Musik zum Mantra 46 u \u2014 Gel\u00fcbde \u2014 komponiert von Herbert Lippmann<\/h4>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-2275-2\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/46-u-Lippmann-Fraktal-KW-46-Geluebde-1\u00b441-24.11.25.mp3?_=2\"><a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/46-u-Lippmann-Fraktal-KW-46-Geluebde-1\u00b441-24.11.25.mp3\">https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/46-u-Lippmann-Fraktal-KW-46-Geluebde\u20111\u00b441\u201324.11.25.mp3<\/a><\/audio>\n<h4><strong>Die Krisenspr\u00fcche als Wendepunkte<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Die vier soge\u00adnan\u00adnten <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=201\">Krisen\u00adspr\u00fcche<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=842\">7 G<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1220\">20 T<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1471\">33 g<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1673\">46 u<\/a>) sind jew\u00adeils die mit\u00adtleren Mantren ihres Viertel\u00adjahres von 13 Wochen. Wird die Kreis\u00adbe\u00adwe\u00adgung des Jahreskreis\u00ades in geknick\u00adte Ger\u00adaden ver\u00adwan\u00addelt, mit vier nach innen gerichteten recht\u00aden Winkeln, bilden die Krisen\u00adspr\u00fcche die Eck\u00adpunk\u00adte des entste\u00adhen\u00adden Quadrates. Die Krisen\u00adspr\u00fcche sind also Wen\u00addepunk\u00adte, an denen die waagerechte Bewe\u00adgung sich zur senkrecht\u00aden wan\u00addelt \u2014 oder umgekehrt. Wird diese Neuaus\u00adrich\u00adtung ver\u00ads\u00e4umt und die Bewe\u00adgung fort\u00adge\u00adset\u00adzt, schie\u00dft sie \u00fcber ihr Ziel hin\u00adaus, was naturgem\u00e4\u00df eine krisen\u00adhafte Sit\u00adu\u00ada\u00adtion erzeugt.<\/p>\n<p>Die bei\u00adden hier zu besprechen\u00adden Krisen\u00adspr\u00fcche liegen in der Oster\u00adscholle. Hier ruft der Ich-Sprech\u00ader jew\u00adeils eine ret\u00adtende Kraft auf den Plan, bei den anderen bei\u00adden Krisen\u00adspr\u00fcche ist das nicht der Fall. F\u00fcr das Spiegel\u00adspruch-Paar der Oster\u00adscholle gilt deshalb das Wort von H\u00f6lder\u00adlin: \u201eWo aber Gefahr ist, w\u00e4chst das Ret\u00adtende auch\u201d und hinzuf\u00fc\u00adgen l\u00e4sst sich: das Oster\u00adfest, der Aufer\u00adstandene ist den Mantren 46 u und 7 G zeitlich nahe und kann deshalb jew\u00adeils hin\u00adter der ret\u00adten\u00adden Kraft ver\u00admutet werden.<\/p>\n<h4><strong>\u00dcber die Spiegelspr\u00fcche 7 G und 46&nbsp;u<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Wie bei allen Krisen\u00adspr\u00fcchen sind die Mantren 7 G und 46 u aus der Per\u00adspek\u00adtive eines sich selb\u00adst reflek\u00adtieren\u00adden Sprech\u00aders geschrieben, den ich den Ich-Sprech\u00ader zu nen\u00adnen pflege. Im Ver\u00adgle\u00adich zu den Mantren-Paaren 6 F \u2014 47 v und 5 E \u2014 48 w spiegeln die Mantren 7 G \u2014 46 u st\u00e4rk\u00ader. Es treten mehr gram\u00adma\u00adtis\u00adche Entsprechun\u00adgen&nbsp;auf.<\/p>\n<p>In bei\u00adden Mantren geht es um das Ver\u00adh\u00e4lt\u00adnis des \u00e4u\u00dferen und inneren Licht\u00ades und um die Selb\u00adst\u00adwahrnehmung des Men\u00adschen. Im Mantra 7 G ist es das Wel\u00adtenlicht, das \u00fcber\u00adstark anziehend auf das Selb\u00adst wirkt, sodass das Selb\u00adst, d. h. die Selb\u00adst\u00adwahrnehmung, dro\u00adht ver\u00adloren zu gehen. Im Mantra 46 u bedro\u00adht die Welt die einge\u00adborene Kraft der Seele, d. h. die Kraft, Bewusst\u00adseinslicht her\u00advorzubrin\u00adgen und nicht nur die \u00e4u\u00dfere Welt wahrzunehmen, son\u00addern auch den eige\u00adnen See\u00adlenin\u00adnen\u00adraum zu erleucht\u00aden, also darin wach zu sein. Diese F\u00e4higkeit dro\u00adht von der Welt bet\u00e4ubt zu wer\u00adden. In bei\u00adden Mantren ist es die Welt, von der die Gefahr aus\u00adge\u00adht: vom Wel\u00adtenlicht (7 G) und von der Welt (46 u) ohne n\u00e4here Spez\u00adi\u00adfizierung. M\u00f6glicher\u00adweise ist die Welt in diesem Fall als eine ver\u00addunkel\u00adnde Fin\u00adstern\u00adiskraft anzusprechen.<\/p>\n<p>Wann ent\u00adflieht das Selb\u00adst? Rudolf Stein\u00ader beschreibt dies f\u00fcr \u00fcber\u00adm\u00e4\u00dfiges Lus\u00adtempfind\u00aden: \u201cWas hei\u00dft denn das: in Lust ver\u00adfall\u00aden? In Lust ver\u00adfall\u00aden hei\u00dft eigentlich, sich an die Umge\u00adbung ver\u00adlieren. Alles, was Lust macht, ist eigentlich ein Sichver\u00adlieren des Men\u00adschen.\u201d (Lit.: GA 278, S. 30) In Lust zu ver\u00adfall\u00aden, sich den Sin\u00adnes\u00adreizen \u00fcber\u00adstark, extatisch hinzugeben bedeutet also, sich in der Wahrnehmung zu ver\u00adlieren. Dem stellt Rudolf Stein\u00ader, direkt an obi\u00adgen Text anschlie\u00dfend, das Erleben des Schmerzes gegen\u00fcber: \u201cUnd alles, was Schmerz macht, ist ein zu starkes Sichge\u00adwahrw\u00ader\u00adden. Man find\u00adet sich zuviel, wenn man Schmerz hat. \u2026 Sie sind zuviel bei sich, Sie haben sich zuviel gefun\u00adden im Schmerz, und Sie sind im Ver\u00adlieren oder ver\u00adlieren sich ganz in der Lust. Das har\u00admonis\u00adche Empfind\u00aden des Men\u00adschen bildet die Gle\u00adichgewicht\u00adslage zwis\u00adchen Lust und Schmerz, wed\u00ader das Aufge\u00adhen in Lust noch das Aufge\u00adhen in Schmerz.\u201d (Lit.: GA 278, S.&nbsp;30)<\/p>\n<p>Schildert das Mantra 46 u nun die zu starke Selb\u00adst\u00adwahrnehmung im Schmerz? Nein, es spricht von Bet\u00e4ubung \u2014 ein\u00ader Vari\u00adante, die Selb\u00adst\u00adwahrnehmung zu ver\u00adlieren. Das Mantra beschreibt als Gefahr, was gemein\u00adhin bei starken Schmerzen unter\u00adnom\u00admen wird \u2014 sie wer\u00adden bet\u00e4ubt. Die angemessene Bewusst\u00adseins\u00adbil\u00addung wird von der Welt her\u00adabged\u00e4mpft, dro\u00adht ver\u00adhin\u00addert zu wer\u00adden in der Bet\u00e4ubung. Das kann nur geschehen, wenn der innere Licht\u00adbilde\u00adprozess zu schwach ist und gegen die mit der Welt ver\u00adbun\u00addene ver\u00addunkel\u00adnde Fin\u00adstern\u00adiskraft nicht ankommt.<\/p>\n<p>Auch ein Blick auf die Ner\u00adven und ihre Funk\u00adtion\u00adsweise erscheint mir hil\u00adfre\u00adich zum Ver\u00adst\u00e4nd\u00adnis der bei\u00adden Mantren. Die Sinne des Men\u00adschen k\u00f6n\u00adnen sowohl \u00fcber\u00adreizt als auch depriv\u00adiert wer\u00adden. Bei\u00addes hat f\u00fcr den Men\u00adschen neg\u00ada\u00adtive Fol\u00adgen. Im Mantra 7 G kann eine \u00dcber\u00adreizung durch das Wel\u00adtenlicht erkan\u00adnt wer\u00adden, im Mantra 46 u eine Depri\u00adva\u00adtion auf Grund zu geringer Anre\u00adgung des inneren Lichtprozesses.<\/p>\n<p>Doch die Mantren bilden nicht nur zwei Extreme ab, auch ihr Fokus unter\u00adschei\u00addet sich. Im Mantra 7 G geht es um die Wirkung des Wel\u00adtenlicht\u00ades auf das Selb\u00adst, auf die Selb\u00adst\u00adwahrnehmung, die durch Extase, durch \u00dcber\u00adreizung, ver\u00adloren zu gehen dro\u00adht. Im Mantra 46 u bildet dage\u00adgen die von der Welt verur\u00adsachte Bet\u00e4ubung, die zu starke Reiz\u00admin\u00adderung der Sinne den Ausgangspunkt.<\/p>\n<p>In bei\u00adden Mantren wird zur Ret\u00adtung eine Kraft aufgerufen, in den Raum des Geschehens zu treten: im Mantra (7 G) ist es die Ahnung und im Mantra (46 u) die Erin\u00adnerung. Ahnen zeigt sich in dieser Gegen\u00fcber\u00adstel\u00adlung als zukun\u00adfts\u00adgerichtete Bewusst\u00adsein\u00adskraft, da Erin\u00adnerung in die Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit weist. In bei\u00adden Mantren wird die ret\u00adtende Kraft als ein Du ange\u00adsprochen, als ein inneres Gegen\u00fcber. Im Mantra 7 G wird das Ahnen als zum Ich-Sprech\u00ader geh\u00f6rig beschrieben, als sein Ahnen. Es ist damit kein Wahrnehmung\u00adsor\u00adgan f\u00fcr eine all\u00adge\u00adme\u00ading\u00fcltige Zukun\u00adft, son\u00addern von der Per\u00adson abh\u00e4ngig. Von der Erin\u00adnerung kann eben\u00adso angenom\u00admen wer\u00adden, dass sie zum Ich-Sprech\u00ader geh\u00f6rt, denn Erin\u00adnerung ist zun\u00e4chst per\u00ads\u00f6n\u00adliche Erinnerung.<\/p>\n<p>Das Ahnen (7 G) soll die Macht des Denkens erset\u00adzen, da das Denken das imma\u00adnente Bestreben hat, sich im Schein der Sinne zu ver\u00adlieren. Der ana\u00adlytis\u00adche, zer\u00adgliedernde Ver\u00adstand beraubt das Ich durch die Atom\u00adisierung der Physis seines Spiegelungsap\u00adpa\u00adrates. Das <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Selbst\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Selb\u00adst<\/a> ist laut Rudolf Stein\u00ader die Spiegelung des rein geisti\u00adgen Ichs am physis\u00adchen Leib. \u201cUnd was der Men\u00adsch sein Selb\u00adst nen\u00adnt, ist nicht das wirk\u00adliche Ich, ist das Ich, wie es sich spiegelt im physis\u00adchen Leib.\u201d (GA 145, S.&nbsp;188)<\/p>\n<p>Das Denken ben\u00f6tigt ein Gegengewicht. Die Ahnung kann, was das Denken nicht ver\u00admag. Sie kann die Einzel\u00adbeobach\u00adtung nicht nur in einen Ursache-Wirkungszusam\u00admen\u00adhang einord\u00adnen wie das Denken, son\u00addern in einen weit gr\u00f6\u00dferen Sinnzusam\u00admen\u00adhang stellen, der erst im Begriff ist, sich zu ent\u00adfal\u00adten, weil er sich aus der voraus\u00adgeah\u00adn\u00adten Zukun\u00adft begr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Die F\u00e4higkeit zu ahnen h\u00e4ngt mit den Ahnen, den Ver\u00adstor\u00adbe\u00adnen zusam\u00admen, mit den Men\u00adschen, die voraus\u00adge\u00adgan\u00adgen sind. Ihre N\u00e4he kann nur geah\u00adnt wer\u00adden. Damit verbindet die Ahnung den Men\u00adschen mit der geisti\u00adgen Welt, die ihn nach dem kom\u00admenden Tode aufnehmen wird. Dem Wel\u00adtenlicht ste\u00adht das Ahnen, eine eher heil\u00adsam-dunkel zu beschreibende Kraft aus\u00adgle\u00adichend gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Die Erin\u00adnerung (46 u) tritt leuch\u00adt\u00adend auf und st\u00e4rkt dadurch die einge\u00adborene Kraft der Seele \u2014 ihre Kraft, Bewusst\u00adsein im eige\u00adnen See\u00adlen\u00adraum zu bilden. Schon der Erin\u00adnerungsvor\u00adgang sel\u00adber ist lichtvoll, denn mit jed\u00ader wieder ins Bewusst\u00adsein tre\u00adtenden ver\u00adgan\u00adgenen Sit\u00adu\u00ada\u00adtion ist ein inneres Lichter\u00adleb\u00adnis ver\u00adbun\u00adden. Noch mehr gilt das f\u00fcr die in der Biogra\u00adphiear\u00adbeit stat\u00adtfind\u00adende Reflek\u00adtion der eige\u00adnen Ver\u00adgan\u00adgen\u00adheit. Sie ver\u00adsucht das hin\u00adter und durch die Einzel\u00adsi\u00adt\u00adu\u00ada\u00adtio\u00adnen wirk\u00adende geistige Ich erleb\u00adbar zu machen. Dadurch wird das Schauen, das \u00dcberblick\u00aden sin\u00adnvoller Zusam\u00admen\u00adh\u00e4nge durch die Erin\u00adnerung gest\u00e4rkt. Doch diese innere Aktiv\u00adit\u00e4t muss gewollt wer\u00adden. Das Schauen kann sich nur durch Wil\u00adlen\u00adskr\u00e4fte erhal\u00adten. Die einge\u00adborene Kraft der Seele wird zum einen durch das schauende Erin\u00adnern, zum anderen durch die daf\u00fcr n\u00f6tige Wil\u00adlen\u00adsanstren\u00adgung f\u00e4hig, der Bet\u00e4ubung durch die Welt gen\u00fc\u00adgend eigene Licht-Kraft ent\u00adge\u00adgen zu setzen.<\/p>\n<p>Die Erin\u00adnerung ist let\u00adztlich das Bewusst\u00adwer\u00adden des eige\u00adnen geisti\u00adgen Seins vor der Inkar\u00adna\u00adtion. Hier war der Men\u00adsch Licht und deshalb tritt die Erin\u00adnerung leuch\u00adt\u00adend auf. Die Bet\u00e4ubung durch die Welt wird in der griechis\u00adchen Mytholo\u00adgie als der Trank aus dem <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Lethe\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lethe\u00adstrom<\/a> (\u03bb\u03ae\u03b8\u03c9 l\u1e17th\u014d, deutsch Vergessen im Sinne von\u201averborgen sein\u2019), dem Strom des Vergessens beschrieben. Hier ste\u00adht der bet\u00e4uben\u00adden, das Bewusst\u00adsein ver\u00addunkel\u00adnden Welt die Aus\u00adgle\u00adich schaf\u00adfende, leuch\u00adt\u00adend-lichtvolle Erin\u00adnerung gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Die Ahnung wird aufgerufen <em>in<\/em> ihre Rechte <em>ein<\/em>zutreten. Die Erin\u00adnerung tritt dage\u00adgen <em>aus<\/em> Geis\u00adtestiefen leuch\u00adt\u00adend <em>auf<\/em>. Die Ahnung wird aufgerufen, ihren recht\u00adm\u00e4\u00dfi\u00adgen Platz in der Seele einzunehmen, um das Denken zu erset\u00adzen. Ein Regierungswech\u00adsel soll qua\u00adsi stat\u00adtfind\u00aden. Die Erin\u00adnerung soll leuch\u00adt\u00adend auftreten \u2014 der \u201cK\u00f6nig\u201d soll erscheinen. Die Erin\u00adnerung ist eine Qual\u00adit\u00e4t des Denkens, denn Denken beruht auf gemacht\u00aden Erfahrun\u00adgen und entwick\u00adel\u00adten Begrif\u00adf\u00aden. Im Denkprozess bildet Erin\u00adnerung die Grund\u00adlage. Die Erin\u00adnerung kommt aus einem Innen und ein\u00ader Mehrzahl von Tiefen \u2014 von dort kommt sie her\u00adaus \u2014 aus den Geis\u00adtestiefen. Der Geist ist am tief\u00adsten in der Physis her\u00adabgestiegen. Die Geis\u00adtestiefen k\u00f6n\u00adnen als Zellged\u00e4cht\u00adnis ver\u00adstanden werden.<\/p>\n<p>Es geht also in bei\u00adden Mantren um den angemesse\u00adnen Umgang mit der Wahrnehmung \u2014 der \u00e4u\u00dferen und der inneren. Als \u00e4u\u00dfere Sinneswahrnehmung darf sie vom Denken und der Suche nach immer neuen Begr\u00fcn\u00addun\u00adgen und Beweisen nicht zer\u00addacht wer\u00adden, soll das Selb\u00adst, als Reflek\u00adtions\u00adfl\u00e4che f\u00fcr das ganz geistig gedachte Ich, darin erscheinen k\u00f6n\u00adnen. Als Wahrnehmung des eige\u00adnen See\u00adlenin\u00adnen\u00adraums darf das Bewusst\u00adsein nicht von der Welt bet\u00e4ubt, von der Au\u00dfen\u00adwahrnehmung nicht \u00fcber\u00adlagert werden.<\/p>\n<p>M\u00f6glicher\u00adweise ringt der Ich-Sprech\u00ader in bei\u00adden Mantren um das gesunde Gle\u00adichgewicht zwis\u00adchen der zyk\u00adlis\u00adchen und der lin\u00adearen Zeit: Das Weltlicht im Mantra 7 G ist die Gesamtheit der Wahrnehmung, also der helle Wahrnehmungsraum, das gro\u00dfe Jet\u00adzt, dem die zyk\u00adlis\u00adche Zeit entspricht. Das Ahnen als ein tas\u00adten\u00addes Hin\u00adbe\u00adwe\u00adgen zeigt die Geste der lin\u00adearen Zeit. Entsprechend wan\u00addelt sich die Bewe\u00adgung im Jahreskreis (in der Darstel\u00adlung mit dem Somme-Hal\u00adb\u00adjahr oben, dem Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr unten) mit dem Mantra 7 G von der senkrecht auf\u00adsteigen\u00adden des Fr\u00fch\u00adlings zur waagerecht ver\u00adlaufend\u00aden des Sommers.<\/p>\n<p>Die bet\u00e4ubend wirk\u00adende Welt (46 u), gedacht als der Lethe\u00adstrom, ist die lin\u00adeare Zeit, in die die inkarnierende Seel ein\u00adtaucht. Ihr geistiges Sein, die Erin\u00adnerung daran, entspricht der Sonne im Zen\u00adtrum des Jahreskreis\u00ades und damit der zyk\u00adlis\u00adchen Zeit als Abbild der Ewigkeit. Entsprechend wan\u00addelt sich die Bewe\u00adgung im Jahreskreis (bei sel\u00adbiger Darstel\u00adlung des Jahreskreis\u00ades) mit dem Mantra 46 u von der waagerecht ver\u00adlaufend\u00aden des Win\u00adters zur senkrecht auf\u00adsteigen\u00adden des Fr\u00fchlings.<\/p>\n<p>Zum Mantra 7 G scheint mir zu geh\u00f6ren, was mit dem Natur\u00adgott \u201c<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Pan_(Mythologie)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pan<\/a>\u201d ver\u00adbun\u00adden ist. Pan ist der Hirten\u00adgott der griechis\u00adchen Mytholo\u00adgie. Er lehrte das Spiel der sieben\u00adrohri\u00adgen Pan\u00adfl\u00f6te und liebte Tanz, Musik und Fr\u00f6h\u00adlichkeit. Er war ein Mis\u00adchwe\u00adsen und hat\u00adte den Oberk\u00f6r\u00adp\u00ader eines Men\u00adschen und den Unterk\u00f6r\u00adp\u00ader eines Wid\u00adders oder eines Ziegen\u00adbock\u00ades. Auf dem Kopf trug er H\u00f6rn\u00ader. Als Gott der Felder, Wei\u00adden und W\u00e4lder wurde er von den Hirten verehrt. Doch seinen Anblick f\u00fcrchteten sie. Die Mit\u00adtagsstunde war ihm heilig. Wer sie nicht wahrte, lief Gefahr, dass Pan sein Vieh in panis\u00adchen Schreck\u00aden ver\u00adset\u00adzte. Das Motiv des Wel\u00adtenlicht\u00ades find\u00adet sich in der Mit\u00adtagsstunde und die Gefahr des Selb\u00adstver\u00adlustes in der Panik, die nach dem Gott Pan benan\u00adnt wurde. Wurde die Mit\u00adtagsstunde zur Besin\u00adnung genutzt, die \u00dcber\u00adreizung der Sinne ver\u00admieden und das Lebendig-Wesen\u00adhafte in der Wahrnehmung geah\u00adnt, war die Gefahr des Selb\u00adstver\u00adlustes geban\u00adnt. Dro\u00adhte dage\u00adgen das Selb\u00adst zu ent\u00adfliehen, machte sich Panik&nbsp;breit.<\/p>\n<p>Die Gefahr der Bet\u00e4ubung der einge\u00adbore\u00adnen Kraft der Seele (46 u) k\u00f6n\u00adnte sich dage\u00adgen in <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Medusa\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Medusa<\/a> find\u00aden. Sie ist eine von drei Gor\u00adgonen-Schwest\u00adern und als einzige sterblich. Jed\u00ader der sie ansah, erstar\u00adrte zu Stein. Diese Macht hat\u00adte sog\u00adar noch das von Perseus abgeschla\u00adgene Haupt der Medusa, das Athene sp\u00e4ter als beson\u00adderen Schutz auf ihrem Schild befes\u00adtigte. Als Medusa enthauptet war, entsprangen aus ihrem Hals Pega\u00adsos, das gefl\u00fcgelte Pferd der Phan\u00adtasie und Chrysaor, der Krieger Gold\u00adschw\u00adert, der manch\u00admal eben\u00adso als Pferd dargestellt wird. Das Pferd ist Bild f\u00fcr das Denken \u2014 und die zwei ungle\u00adichen Pferde-Geschwis\u00adter sind Bild f\u00fcr die zwei ver\u00adschiede\u00adnen Arten den Ver\u00adstand zu benutzen: phan\u00adtasievoll-befl\u00fcgelt oder logisch-k\u00e4mpferisch. Mit der Enthaup\u00adtung der Medusa ist die bet\u00e4ubende, ver\u00adstein\u00adernd-erstar\u00adrende Kraft zwar \u00fcber\u00adwun\u00adden, der Men\u00adsch kann geistig rege denken, doch das Schauen, die Geistess\u00adchau, ist dadurch noch nicht zur\u00fcck\u00adge\u00adwon\u00adnen. Daf\u00fcr wird die Erin\u00adnerung gebraucht.<\/p>\n<p>Der Mit\u00adtagsstunde des Pan ste\u00adht die Mit\u00adter\u00adnachtsstunde im Tag-Nacht Zyk\u00adlus gegen\u00fcber. Dies ist die Zeit, zu der die Christ\u00adge\u00adburt zur Mit\u00adtwin\u00adterzeit gefeiert wird. Dieses Fest kann als Erin\u00adnerungs\u00adfest ver\u00adstanden wer\u00adden \u2014 als leuch\u00adt\u00adend auftre\u00adtende Erin\u00adnerung an die einge\u00adborene Kraft der Seele \u2014 an das in die Seele hineinge\u00adborene Ich des Men\u00adschen. Die For\u00admulierung des Mantras l\u00e4sst die Worte des Johan\u00adne\u00adse\u00advan\u00adgeli\u00adums (3, 16) mitk\u00adlin\u00adgen, in denen Jesus als Gottes einge\u00adboren\u00ader Sohn beze\u00adich\u00adnet&nbsp;wird.<\/p>\n<p>Unter diesem Aspekt zeigt sich auch das Ahnen als noch etwas anderes. Find\u00adet sich in der Geburt Jesu der Anfang seines Erden\u00adwirkens, so bildet seine Him\u00admelfahrt das Ende. Seit dieser Zeit sitzt Chris\u00adtus im Him\u00admel zur Recht\u00aden des Vaters. Indem das Ahnen in seine Rechte kr\u00e4ftig ein\u00adtreten soll, wird angedeutet, dass das Ahnen rechts, das logis\u00adche Denken dage\u00adgen links verortet wird. Und genau so sind die Funk\u00adtio\u00adnen auf die <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Gehirn#Lateralisation_des_Gehirns\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gehirn\u00adh\u00e4lften<\/a> verteilt. Das ganzheitlich-syn\u00adthetisierende Denken gilt als recht\u00adshirnig, das logisch-analysierende Denken gilt als linkshirnig.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=842\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 7&nbsp;G&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1673\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tBlog zum Spruch 46&nbsp;u&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2289\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Ein\u00adtrag Sommer-Halbjahr&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=2262\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Ein\u00adtrag Winter-Halbjahr&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die spiegel\u00adnden Krisen\u00adspruch-Mantren 7 G und 46&nbsp;u 7 G Mein Selb\u00adst, es dro\u00adhet zu ent\u00adfliehen, Vom Wel\u00adtenlichte m\u00e4chtig ange\u00adzo\u00adgen. Nun trete du mein Ahnen In deine Rechte kr\u00e4ftig ein, Erset\u00adze mir des Denkens Macht, Das in der Sinne Schein Sich selb\u00adst ver\u00adlieren will. &nbsp; 46 u Die Welt, sie dro\u00adhet zu bet\u00e4uben Der Seele eingeborene\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-2275","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2275","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2275"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2275\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3880,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/2275\/revisions\/3880"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2275"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}