{"id":1778,"date":"2023-04-07T23:50:30","date_gmt":"2023-04-07T21:50:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1778"},"modified":"2024-03-24T16:45:29","modified_gmt":"2024-03-24T15:45:29","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy-2-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-2-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1778","title":{"rendered":"Blog \u2014 Seelenkalender Mantra 52&nbsp;z"},"content":{"rendered":"\n\n\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/52-z-230x300.jpg\" alt width=\"390\" height=\"509\"><\/p>\n<h4><strong>52 z<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Wenn aus den Seelentiefen<\/p>\n<p>Der Geist sich wen\u00addet zu dem Weltensein<\/p>\n<p>Und Sch\u00f6n\u00adheit quillt aus Raumesweiten,<\/p>\n<p>Dann zieht aus Himmelsfernen<\/p>\n<p>Des Lebens Kraft in Menschenleiber<\/p>\n<p>Und einet, machtvoll wirkend,<\/p>\n<p>Des Geistes Wesen mit dem Menschensein.<\/p>\n<h4><strong>Das Schlie\u00dfen des Kreises \u2014 oder die Vereinigung der beiden Wege der Einweihung<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Mit dem Mantra 52 z befind\u00aden wir uns an der Schwelle vom Win\u00adter- zum Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr und gle\u00adichzeit\u00adig an der Schwelle eines neuen Jahreszyk\u00adlus. Mit diesem Mantra schlie\u00dft sich der Jahreskreis des Seelenkalenders.<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader benutzt im fol\u00adgen\u00adden Zitat auf\u00adfal\u00adl\u00adend oft das Bild des sich schlie\u00dfen\u00adden, sich run\u00adden\u00adden Kreis\u00ades. Worum geht es ihm&nbsp;hier?<\/p>\n<p>Er beschreibt, dass dem Men\u00adschen gro\u00dfe Gefahren dro\u00adhen, wenn er zum einen den Weg der Erken\u00adnt\u00adnis der Wel\u00adtenweit\u00aden und zum anderen der See\u00adlen\u00adtiefen sucht, ohne den Chris\u00adtusim\u00adpuls aufgenom\u00admen zu haben. Die bei\u00adden Wege sind im See\u00adlenkalen\u00adder enthal\u00adten als Som\u00admer- und Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr. Die Wahrnehmung und damit das Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr f\u00fchrt in die Wel\u00adtenweit\u00aden, das Denken und damit das Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr f\u00fchrt in die See\u00adlen\u00adtiefen. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201c\u2026 dass wir in der Tat mit unserem gegen\u00adw\u00e4r\u00adti\u00adgen Bewusst\u00adsein schwache Men\u00adschen sind. Wollen wir hin\u00adaus in die Welt, so ste\u00adhen wir vor der Leere, wollen wir in uns hin\u00adunter, da fan\u00adgen wir uns in der Falle unser\u00ader Wil\u00adlen\u00adsnatur. Und dadurch kom\u00admen die schw\u00aderen See\u00adlen\u00adpr\u00fc\u00adfun\u00adgen, die ein\u00adtreten m\u00fcssen, wenn der Men\u00adsch von dem gegen\u00adw\u00e4r\u00adti\u00adgen Stand\u00adpunkt seines Bewusst\u00adseins sich nach der einen oder anderen Rich\u00adtung den Geheimnis\u00adsen der Welt n\u00e4h\u00adern will, \u00fcber die er sich zun\u00e4chst ver\u00adwun\u00addern muss, weil sie ihm als Wel\u00adtenwun\u00adder entgegentreten.<\/p>\n<p>Woher kommt denn das, was jet\u00adzt gesagt wor\u00adden ist? Nun, das kommt daher, weil, wenn wir hin\u00adaus\u00addrin\u00adgen in die Wel\u00adtenweit\u00aden, wir in eine Region hineinkom\u00admen, die wir \u2026 beze\u00adich\u00adnet haben als die Region der oberen G\u00f6t\u00adter und Geis\u00adter, die nur die Vorstel\u00adlun\u00adgen der realen G\u00f6t\u00adter oder Geis\u00adter sind. Wir ger\u00adat\u00aden also in eine Welt hinein, die keine Selb\u00adst\u00e4ndigkeit hat. Kein Wun\u00adder, dass das, was uns diese Welt geben kann, uns zulet\u00adzt ins Leere f\u00fchrt. Wie auch der Men\u00adsch zur Erken\u00adnt\u00adnis vorzu\u00addrin\u00adgen strebt, wenn er da hin\u00adauf\u00addringt, wohin sein Denken, seine Vorstel\u00adlun\u00adgen zun\u00e4chst drin\u00adgen k\u00f6n\u00adnen, da gelangt er sel\u00adber nur zu Vorstel\u00adlun\u00adgen, zu Vorstel\u00adlun\u00adgen der G\u00f6t\u00adter, und kann nicht in eine wirk\u00adliche Real\u00adit\u00e4t hineinkom\u00admen. Dringt der Men\u00adsch aber in sich hin\u00adunter, in das, was durch Jahrmil\u00adlio\u00adnen und aber Jahrmil\u00adlio\u00adnen in ihm gebildet wor\u00adden ist, dann gelangt er zu den Tat\u00aden, den Ergeb\u00adnis\u00adsen der anderen g\u00f6t\u00adtlich-geisti\u00adgen Wel\u00adten, die wir \u2026 die unterirdis\u00adchen, die wahren G\u00f6t\u00adter nan\u00adnten. Aber um zu ihnen hin\u00addurchzu\u00addrin\u00adgen, m\u00fcssen wir erst durch unsere eige\u00adnen Triebe, Begier\u00adden und Lei\u00adden\u00adschaften hin\u00addurch, durch alles das, was uns da f\u00e4ngt, uns aufn\u00adimmt und uns ver\u00e4n\u00addert, so dass wir ihm fol\u00adgen m\u00fcssen. Und das f\u00fchrt uns in die Egoit\u00e4t, in den Ego\u00adis\u00admus und schlie\u00dft uns ab von diesen unteren G\u00f6t\u00adtern. So haben wir den anderen Pol der See\u00adlen\u00adpr\u00fc\u00adfun\u00adgen. Wollen wir uns den oberen G\u00f6t\u00adtern n\u00e4h\u00adern, dann gelan\u00adgen wir ins Leere, in die blo\u00dfe Vorstel\u00adlungswelt. Wollen wir uns den unteren G\u00f6t\u00adtern n\u00e4h\u00adern, so ver\u00adl\u00e4sst uns alles Vorstellen, weil wir von den blind\u00adw\u00fc\u00adten\u00adden Trieben in unserem eige\u00adnen Innern erfasst wer\u00adden und uns in ihnen sel\u00adber ver\u00adbren\u00adnen. Deshalb sind die See\u00adlen\u00adpr\u00fc\u00adfun\u00adgen so schwierig. Eines aber gibt es, das uns zun\u00e4chst eine rein the\u00ado\u00adretis\u00adche Aus\u00adsicht er\u00f6ffnet. Wir m\u00fcssen uns doch sagen: Wie d\u00fcnn auch die Ideen sind, wie d\u00fcnn auch alles das ist, was uns die Egoit\u00e4t, der Ego\u00adis\u00admus geben kann, es ist eben doch aus dem Wel\u00adtenganzen her\u00adaus. Und wenn wir nur in der richti\u00adgen Weise uns in dieses unser Bewusst\u00adsein hine\u00adin\u00adfind\u00aden k\u00f6n\u00adnen, dass wir es in sein\u00ader Selb\u00adst\u00e4ndigkeit betra\u00adcht\u00aden, so betra\u00adcht\u00aden, wie es in sich sel\u00adber ist, und wenn es dann immer st\u00e4rk\u00ader und st\u00e4rk\u00ader wird, dann vielle\u00adicht drin\u00adgen wir auf dem einen oder anderen Weg vor, so dass die See\u00adlen\u00adpr\u00fc\u00adfung bestanden wer\u00adden kann. Es soll nur hier gekennze\u00adich\u00adnet wer\u00adden, wie wir vor\u00addrin\u00adgen k\u00f6n\u00adnen in ander\u00ader Art als mit dem gew\u00f6hn\u00adlichen nor\u00admalen Bewusstsein.<\/p>\n<p>Nehmen wir an, wir durch\u00addrin\u00adgen uns mit dem, was wir jet\u00adzt schon in der ver\u00adschieden\u00adsten Weise genan\u00adnt haben den Chris\u00adtus-Impuls, wir ler\u00adnen ver\u00adste\u00adhen in sein\u00ader tief\u00adsten Bedeu\u00adtung das Paulin\u00adis\u00adche Wort: Nicht Ich, son\u00addern der Chris\u00adtus in mir. Dann ste\u00adhen wir mit unserem nor\u00admalen Bewusst\u00adsein zun\u00e4chst da und sagen: Wir wollen dieses nor\u00admale Bewusst\u00adsein nicht allein wirken lassen, wir wollen nicht allein in dieser unser\u00ader Per\u00ads\u00f6n\u00adlichkeit bleiben, son\u00addern wir wollen uns mit der Sub\u00adstan\u00adtial\u00adit\u00e4t durch\u00addrin\u00adgen, die ja seit dem Mys\u00adteri\u00adum von Gol\u00adgatha in der Erde\u00adnat\u00admo\u00adsph\u00e4re enthal\u00adten ist, mit der Chris\u00adtus-Sub\u00adstanz. Wenn wir uns so mit ihr durch\u00addrin\u00adgen, dann nehmen wir nicht blo\u00df unsere d\u00fcn\u00adnen Ideen hin\u00adaus in die Wel\u00adtenweit\u00aden, son\u00addern dann nehmen wir \u2014 und wenn wir noch so weit gehen in die Raumesweit\u00aden \u2014 die Sub\u00adstan\u00adtial\u00adit\u00e4t des Chris\u00adtus mit. Alle unsere Ideen sind dann durch\u00addrun\u00adgen von der Sub\u00adstanz des Chris\u00adtus. Und dabei stellt sich etwas h\u00f6chst merk\u00adw\u00fcrdi\u00adges her\u00adaus, was ich Ihnen klar\u00adma\u00adchen m\u00f6chte an der wis\u00adsenschaftlichen Entwick\u00adelung der neueren Zeit. \u2026 [Es wird beschrieben, wie die wis\u00adsenschaftliche The\u00ado\u00adrie ins Leere f\u00fchrt und Licht und W\u00e4rme sel\u00adber nicht mehr erk\u00adl\u00e4r\u00adbar sind aus Atom\u00aden und Schwingun\u00adgen, A.F.]<\/p>\n<p>Anders ist es, wenn wir unsere Ideen, wenn wir unsere abstrak\u00adten Geset\u00adze \u00fcber\u00adall mit dem durch\u00addrin\u00adgen, was in Wahrheit der Chris\u00adtus-Impuls ist, von dem Sie ja alle wis\u00adsen, dass nicht irgend etwas damit gemeint ist, was ein ortho\u00addox\u00ades Beken\u00adnt\u00adnis im Auge hat, son\u00addern der gro\u00dfe makrokos\u00admis\u00adche Chris\u00adtus-Impuls. Mit dem m\u00fcssen wir uns durch\u00addrin\u00adgen im Paulin\u00adis\u00adchen Sinn. Nicht unsere abstrak\u00adten Ideen und Begriffe, son\u00addern das, was sie sind, als unsere gegen\u00adw\u00e4r\u00adtige Bewusst\u00adseins\u00adform durch\u00addrun\u00adgen von dem Chris\u00adtus-Impuls, das tra\u00adgen wir hin\u00adaus in die Welt. Und hier liefert die Erfahrung etwas ganz Eige\u00adnar\u00adtiges. Wie wir immer leer\u00ader und \u00e4rmer wer\u00adden und unser Bewusst\u00adsein zulet\u00adzt zer\u00adspr\u00fcht und zer\u00adstiebt in die Wel\u00adtenleere, wenn wir mit dem Chris\u00adtus-losen Bewusst\u00adsein hin\u00adaus\u00addrin\u00adgen \u2014 sobald wir den Chris\u00adtus-Impuls aufgenom\u00admen haben, je weit\u00ader wir auch kom\u00admen in die Wel\u00adtenfer\u00adnen, in die Raumesweit\u00aden, desto reich\u00ader, voller wird unser Bewusst\u00adsein. Und wenn wir bis zur Hell\u00adsichtigkeit vor\u00addrin\u00adgen, dann haben wir durch die Chris\u00adtus-erf\u00fcllte Seele reich\u00adlichen See\u00adlen\u00adstoff, so dass m\u00e4chtig und grandios die wirk\u00adlichen Ursachen der Real\u00adit\u00e4t als \u00fcbersinnliche Real\u00adit\u00e4ten zulet\u00adzt vor uns ste\u00adhen. W\u00e4hrend unser Chris\u00adtus-los\u00ades Bewusst\u00adsein uns vor die Leere in den Wel\u00adtenweit\u00aden bringt, bringt uns das Chris\u00adtus-erf\u00fcllte Bewusst\u00adsein vor die wahren Ursachen der Wel\u00adter\u00adschei\u00adn\u00adun\u00adgen und Wel\u00adtenwun\u00adder. \u2026 Wenn wir den Chris\u00adtus hin\u00adaus\u00adtra\u00adgen in unsere Weltan\u00adschau\u00adung, wird er uns F\u00fclle geben statt der Leerheit.<\/p>\n<p>Und wenn wir den anderen Weg gehen, wenn wir im Paulin\u00adis\u00adchen Sinne \u2026 unsere Seele erf\u00fcllen mit dem Chris\u00adtus-Impuls und dann in uns sel\u00adber ein\u00adtauchen, was geschieht dann? Der Chris\u00adtus-Impuls hat die Eigen\u00adt\u00fcm\u00adlichkeit, dass er auf unsere Egoit\u00e4t, auf unseren Ego\u00adis\u00admus wie aufl\u00f6send, wie zer\u00adst\u00f6rend wirkt. Merk\u00adw\u00fcrdig: je weit\u00ader wir hin\u00adun\u00adter\u00adsteigen mit dem Chris\u00adtus-Impuls in uns sel\u00adber, desto weniger kann uns der Ego\u00adis\u00admus anhab\u00aden. Wir drin\u00adgen dann immer mehr und mehr in uns sel\u00adber ein, und wir ler\u00adnen, indem wir mit dem Chris\u00adtus-Impuls durch unsere ego\u00adis\u00adtis\u00adchen Triebe und Lei\u00adden\u00adschaften drin\u00adgen, die Men\u00adschen\u00adwe\u00adsen\u00adheit erken\u00adnen, ler\u00adnen die ganzen Geheimnisse des Wel\u00adtenwun\u00adders, des Men\u00adschen ken\u00adnen. Ja dieser Chris\u00adtus-Impuls l\u00e4sst uns noch viel weit\u00ader gehen. W\u00e4hrend wir son\u00adst wie ein Kautschuk\u00adball zur\u00fcck\u00adge\u00adwor\u00adfen wer\u00adden und nicht in uns sel\u00adber, in das Gebi\u00adet unser\u00ader eige\u00adnen Men\u00adschheit\u00adsor\u00adgan\u00adi\u00adsa\u00adtion hin\u00adun\u00adterkom\u00admen, drin\u00adgen wir durch Chris\u00adtus immer tiefer und tiefer in uns, durch\u00addrin\u00adgen uns sel\u00adber, kom\u00admen sozusagen wieder her\u00adaus aus uns sel\u00adber nach der anderen Seite. So dass, wenn wir nach der einen Seite hin\u00adaus\u00addrin\u00adgen in die Wel\u00adtenweit\u00aden und \u00fcber\u00adall in den Raumes\u00adfer\u00adnen das Chris\u00adtus-Prinzip find\u00aden, wir auf der anderen Seite, wenn wir hin\u00adun\u00adter\u00addrin\u00adgen, im Gebi\u00adete der unterirdis\u00adchen Wel\u00adten, auch alles Unper\u00ads\u00f6n\u00adliche, von uns Freie find\u00aden. Nach bei\u00adden Seit\u00aden find\u00aden wir das, was \u00fcber uns hin\u00adaus\u00adge\u00adht. In den Wel\u00adtenweit\u00aden zer\u00adstieben, zer\u00adspr\u00fchen wir nicht, wir find\u00aden die Welt der oberen G\u00f6t\u00adter; unten drin\u00adgen wir in die Welt der wahren G\u00f6t\u00adter&nbsp;ein.<\/p>\n<p>Und das\u00adjenige, was uns in uns selb\u00adst f\u00fchrt und uns in die Wel\u00adtenweit\u00aden f\u00fchrt, wir k\u00f6n\u00adnten es zeich\u00adnen als einen <strong>Kreis<\/strong> und k\u00e4men sel\u00adber zulet\u00adzt au\u00dfer\u00adhalb von uns selb\u00adst zusam\u00admen. Das, was Wil\u00adlen\u00adsnatur ist, in das wir son\u00adst unter\u00adtauchen wie in ein Gebi\u00adet, in dem wir ver\u00adbren\u00adnen, und das, was Raumesweit\u00aden sind, darin\u00adnen wir zer\u00adstieben wie in ein Nichts: das kommt zusam\u00admen. Und unsere Gedanken \u00fcber die Welt vere\u00adini\u00adgen sich mit dem Willen, der uns aus der Welt ent\u00adge\u00adgen\u00adtritt, wenn wir hin\u00adun\u00adter\u00adsteigen. Wil\u00adlenser\u00adf\u00fcllte Gedanken, wol\u00adlende Gedanken! Wir ste\u00adhen durch einen solchen Prozess nicht mehr vor abstrak\u00adten Gedanken, son\u00addern vor den Wel\u00adtengedanken, die in sich sel\u00adber schaf\u00adfend sind, die wollen k\u00f6n\u00adnen. Wol\u00adlende Gedanken: das hei\u00dft aber G\u00f6t\u00adter\u00adwe\u00adsen, geistige Wesen\u00adheit\u00aden, denn wil\u00adlenser\u00adf\u00fcllte Gedanken sind geistige Wesen\u00adheit\u00aden. So schlie\u00dft sich der <strong>Kreis<\/strong>. So drin\u00adgen wir durch die See\u00adlen\u00adpr\u00fc\u00adfun\u00adgen, die uns begeg\u00adnen, w\u00e4hrend wir son\u00adst ins Nichts durch die Schw\u00e4che der eige\u00adnen Seele gehen w\u00fcr\u00adden. So drin\u00adgen wir, wenn wir in uns sel\u00adber hin\u00adun\u00adter\u00adsteigen durch die \u00fcber\u00adgro\u00dfe Egoit\u00e4t \u2014 das hei\u00dft durch die in der Egoit\u00e4t, im Ego\u00adis\u00admus starke Seele \u2014 nach bei\u00adden Seit\u00aden zu dem, was uns zu See\u00adlen\u00adpr\u00fc\u00adfun\u00adgen zwar f\u00fchren kann, was uns aber nim\u00admer\u00admehr etwas \u00fcber die Welt sagen&nbsp;kann.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen bei\u00adde Wege wan\u00addeln, m\u00fcssen bei\u00adde Wider\u00adst\u00e4nde empfind\u00aden, sowohl die Furcht vor der Leere wie auch den Wider\u00adstand der eige\u00adnen Egoit\u00e4t. Und so durch uns hin\u00addurch\u00addrin\u00adgend nach der anderen Seite der Wil\u00adlen\u00adsnatur, der Welt uns n\u00e4h\u00adernd, wer\u00adden wir ergrif\u00adf\u00aden, sobald wir auf diese Weise aus uns sel\u00adber her\u00adauskom\u00admen, von dem unendlichen Mit\u00adf\u00fchlen, von dem unendlichen Mitlei\u00adden mit allen Wesen\u00adheit\u00aden. Und dieses Mit\u00adf\u00fchlen, dieses Mitlei\u00adden, das ist es, was sich verbindet, wenn der <strong>Kreis\u00adlauf<\/strong> geschlossen ist, mit den Wel\u00adtengedanken, die sich son\u00adst ver\u00adfl\u00fcchti\u00adgen und nun sub\u00adstantiellen Gehalt emp\u00adfan\u00adgen. Der Chris\u00adtus-Impuls f\u00fchrt uns nach und nach zum Schlie\u00dfen des <strong>Kreis\u00ades<\/strong>, f\u00fchrt uns dazu, zu erken\u00adnen, was in den Raumesweit\u00aden als wil\u00adlenser\u00adf\u00fcllte, das hei\u00dft wesen\u00adhafte, Gedanken weset und lebt. Dann aber, wenn uns die See\u00adlen\u00adpr\u00fc\u00adfun\u00adgen in dieser Art weit\u00aderge\u00adf\u00fchrt haben, sind wir gel\u00e4utert in unser\u00ader Seele, durchge\u00addrun\u00adgen durch den L\u00e4uterung\u00adsprozess, den wir durch\u00admachen mussten. Indem wir nach unten durch alles drin\u00adgen m\u00fcssen, was uns der H\u00fcter der Schwelle zeigt als die Ver\u00adan\u00adlas\u00adsung zum Ego\u00adis\u00admus, sind wir auch gefeit vor alle\u00addem, was uns Ver\u00adan\u00adlas\u00adsung gibt, zu zer\u00adstieben in den Raumesweit\u00aden und die Furcht vor der Leere zu empfinden.<\/p>\n<p>Solch eine Weisheit, die uns im Grunde genom\u00admen auf das tief\u00adste Mys\u00adteri\u00adum der See\u00adlen\u00adpr\u00fc\u00adfun\u00adgen f\u00fchrt, herrschte in den alten griechis\u00adchen Mys\u00adte\u00adrien. Deshalb wur\u00adden die griechis\u00adchen Mys\u00adten, die Sch\u00fcler dieser Mys\u00adte\u00adrien, auf der einen Seite gef\u00fchrt zu der Furcht vor dem unendlichen Abgrund und der Erken\u00adnt\u00adnis, auf der anderen Seite zu der Ver\u00adsuchung durch die Egoit\u00e4t und zur \u00dcber\u00adwin\u00addung der Egoit\u00e4t in dem unendlichen Mitleid und Mit\u00adge\u00adf\u00fchl mit allen Wesen\u00adheit\u00aden. Und in der <strong>Ehe<\/strong>, in der <strong>Vere\u00adini\u00adgung<\/strong> des Mit\u00adge\u00adf\u00fchls, <strong>des Mitlei\u00addens mit den Gedanken<\/strong>, erlebten sie die L\u00e4uterung von allen See\u00adlen\u00adpr\u00fc\u00adfun\u00adgen. Ein schwach\u00ades, ein ganz schwach\u00ades Abbild hat die Urtrag\u00f6die, das Urdra\u00adma, in Griechen\u00adland geschaf\u00adfen. \u2026 Sie waren da, um in der Art und Weise, wie eine Hand\u00adlung fort\u00adlaufend auf der B\u00fchne dargestellt ist, Furcht und Mitleid zu erre\u00adgen und zur L\u00e4uterung, zur Kathar\u00adsis von Furcht und Mitleid zu f\u00fchren.&nbsp;\u2026<\/p>\n<p>So aber sehen wir, wie aus dem Welt- und Men\u00adschheitswer\u00adden entsprin\u00adgen m\u00fcssen die See\u00adlen\u00adpr\u00fc\u00adfun\u00adgen. Wir sehen aber auch, wie diese See\u00adlen\u00adpr\u00fc\u00adfun\u00adgen dadurch entste\u00adhen, dass unsere Seele sich ver\u00adan\u00adlasst f\u00fchlt, zwei Wege zu gehen, den einen Weg in die Wel\u00adtenfer\u00adnen, den anderen in die eige\u00adnen Wesen\u00adstiefen: Dass sie Pr\u00fc\u00adfun\u00adgen beste\u00adhen muss, weil sie nach bei\u00adden Seit\u00aden hin den Aus\u00adblick nicht haben kann, dass sie aber hof\u00adfen kann, den <strong>Kreis<\/strong> zu schlie\u00dfen, den Willen von der einen Seite, die Gedanken von der anderen Seite zu find\u00aden und dadurch die wahren Real\u00adit\u00e4ten, das, wodurch sich die Welt offen\u00adbart als wol\u00adlen\u00adder Geist, als geistiges Wollen.<\/p>\n<p>Wohin wir zulet\u00adzt gelan\u00adgen, ist, dass sich uns die ganze Welt in Geist aufl\u00f6st, dass wir \u00fcber\u00adall Geist erblick\u00aden und dass wir alles, was Stof\u00adflich-Materielles ist, nur als die \u00e4u\u00dfere Man\u00adi\u00adfes\u00adta\u00adtion des Geistes zu erken\u00adnen haben, als das Trug\u00adbild des Geistes. Weil wir nicht im Geiste uns wis\u00adsen, wohl aber im Geist leben, m\u00fcssen wir solche Pr\u00fc\u00adfun\u00adgen durch\u00admachen. Denn wir leben zwar im Geist, wis\u00adsen es aber nicht. Wir sehen den Geist in ein\u00ader tr\u00fcgerischen Form und m\u00fcssen aus dem Truge, der wir sel\u00adber sind, aus dem Traum, als welchen wir uns sel\u00adber tr\u00e4u\u00admen, zur Real\u00adit\u00e4t vor\u00addrin\u00adgen, m\u00fcssen abstreifen alles das, was noch an Materielles oder an Geset\u00adze von Materiellem erin\u00adnert. Das ist ein Weg, dessen Ende wir ahnen k\u00f6n\u00adnen, aber aus solchen Ahnun\u00adgen ents\u00adprie\u00dft uns die St\u00e4rke, die uns sagt: Wir wer\u00adden endlich den <strong>Kreis<\/strong> schlie\u00dfen k\u00f6n\u00adnen und in der Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarung die L\u00f6sun\u00adgen der Wel\u00adtenwun\u00adder, die Befriedi\u00adgun\u00adgen f\u00fcr die See\u00adlen\u00adpr\u00fc\u00adfun\u00adgen find\u00aden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>So muss uns eine wirk\u00adliche Betra\u00adch\u00adtung der Geis\u00adteswis\u00adsenschaft niemals mut\u00adlos machen. Und wenn uns auch gezeigt wer\u00adden muss, wie schw\u00ader die See\u00adlen\u00adpr\u00fc\u00adfun\u00adgen sind, wie sie immer wieder von neuem auftreten m\u00fcssen, so m\u00fcssen wir uns den\u00adnoch sagen; Ken\u00adnen\u00adler\u00adnen m\u00fcssen wir sie, ja, auch durch\u00admachen m\u00fcssen wir sie, denn dass wir sie abstrakt wis\u00adsen, das hil\u00adft uns nichts. Aber wir m\u00fcssen auch das Ver\u00adtrauen haben, dass wir \u00fcber die See\u00adlen\u00adpr\u00fc\u00adfun\u00adgen zu den Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarun\u00adgen vorschre\u00adit\u00aden wer\u00adden. \u2026 Niemals aber d\u00fcr\u00adfen wir das Ver\u00adtrauen ver\u00adlieren, dass die Men\u00adschenseele dazu bes\u00adtimmt ist, ihr g\u00f6t\u00adtlich\u00ades Selb\u00adst zu den Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarun\u00adgen emporzu\u00adtra\u00adgen. Daher ist der Gang der Men\u00adschenseele der, dass sie der Welt gegen\u00fcber\u00adste\u00adht, diese Welt als Maja oder gro\u00dfe Illu\u00adsion sieht, f\u00fchlt, dass inner\u00adhalb dieser Maja oder gro\u00dfen Illu\u00adsion die Wel\u00adtenwun\u00adder ver\u00adbor\u00adgen sind, dass die Ver\u00adwun\u00adderung als die erste See\u00adlen\u00adpr\u00fc\u00adfung ein\u00adtritt, dass dann die Pr\u00fc\u00adfun\u00adgen immer schw\u00ader\u00ader und schw\u00ader\u00ader wer\u00adden, aber dass die Seele ihre St\u00e4rke behal\u00adten kann, so dass sie zum Schlie\u00dfen des <strong>Kreis\u00ades<\/strong> kommt und endlich in der Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarung die Aufl\u00f6\u00adsung der Wel\u00adtenwun\u00adder, die L\u00e4uterung der See\u00adlen\u00adpr\u00fc\u00adfun\u00adgen find\u00adet. Das ist der Gang, den die Men\u00adschenseele macht \u2014 und nicht allein die Men\u00adschenseele -, den alle g\u00f6t\u00adtlichen Hier\u00adar\u00adchien anstreben und in der Men\u00adschenseele machen\u201d (Stein\u00ader, GA 129, 10. Vor\u00adtrag, 27.8. 1911, S. 216 \u2014 225, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.).<\/p>\n<p>Die vielfache Wieder\u00adhol\u00adung des Kreis-Bildes f\u00fcr die bei\u00adden Wege der Ein\u00adwei\u00adhung klingt so, als w\u00fcrde Rudolf Stein\u00ader impliz\u00adit auf den Jahres\u00adlauf hin\u00adweisen wollen.<\/p>\n<h4><strong>Karwoche und Karfreitag<\/strong><\/h4>\n<p>Die Kar\u00adwoche wird vom Palm\u00adson\u00adntag bis zu sein\u00ader Oktave, dem Oster\u00adson\u00adntag die Gro\u00dfe Woche genan\u00adnt. Das Mantra 52 z ist das Mantra dieser Woche. Zwei fast gegen\u00ads\u00e4t\u00adzliche Bedeu\u00adtun\u00adgen fand ich f\u00fcr die Vor\u00adsilbe \u201cKar\u201d: zum einen stammt&nbsp;<em>kar<\/em> vom althochdeutschen <em>kara<\/em>, was Klage, Kum\u00admer, Trauer bedeutet, zum anderen gab Mar\u00adtin Luther ihm die Bedeu\u00adtung \u201cGuter Fre\u00aditag\u201d, von <em>kar <\/em>auf lateinisch <em>carus&nbsp;<\/em>beruhend, was lieb, gut oder teuer bedeutet. Daraus entwick\u00adelte sich die englis\u00adche Beze\u00adich\u00adnung Good Fri\u00adday. (Wikipedia.org, Karfreitag)<\/p>\n<p>Was in dieser Woche geschah, wessen die Chris\u00adten\u00adheit in dieser Woche gedenkt, beschreibt Rudolf Stein\u00ader als das wichtig\u00adste Ereig\u00adnis der ganzen Men\u00adschheits- und Erdenentwicklung:<\/p>\n<p>\u201eAn einem Fre\u00aditag, am 3. April des Jahres 33, drei Uhr am Nach\u00admit\u00adtag fand das Mys\u00adteri\u00adum von Gol\u00adgatha statt. Und da fand auch statt die Geburt des Ich in dem Sinne, wie wir es oft\u00admals charak\u00adter\u00adisiert haben. Und es ist ganz gle\u00adichg\u00fcltig, auf welchem Erden\u00adpunk\u00adte der Men\u00adsch lebt, oder welchem Reli\u00adgions\u00adbeken\u00adnt\u00adnis er ange\u00adh\u00f6rt, das, was durch das Mys\u00adteri\u00adum von Gol\u00adgatha in die Welt kam, gilt f\u00fcr alle Men\u00adschen. So wie es f\u00fcr alle Welt gilt, da\u00df C\u00e4sar an einem bes\u00adtimmten Tage gestor\u00adben ist, und nicht f\u00fcr die Chi\u00adne\u00adsen ein ander\u00ader und f\u00fcr die Inder wieder ein ander\u00ader Tag daf\u00fcr gilt, eben\u00adso ist es eine ein\u00adfache Tat\u00adsache des okkul\u00adten Lebens, da\u00df das Mys\u00adteri\u00adum von Gol\u00adgatha sich an diesem Tage zuge\u00adtra\u00adgen hat und da\u00df man es da zu tun hat mit der Geburt des Ich. Das ist eine Tat\u00adsache ganz inter\u00adna\u00adtionaler Art.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Karfreitag#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"http:\/\/fvn-archiv.net\/PDF\/GA\/GA143.pdf#page=163&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">GA 143, S. 163<\/a>)<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader beschreibt dar\u00fcber hin\u00adaus, dass dieses Ereig\u00adnis f\u00fcr die Erde und sog\u00adar f\u00fcr die Wesen der \u00fcbersinnlichen Welte von entschei\u00adden\u00adder Bedeu\u00adtung war: \u201eEben\u00adso wie das Leben dem men\u00adschlichen Wis\u00adsen unzug\u00e4nglich ist, so ist dies der Fall mit dem Tod dem wahren Wis\u00adsen gegen\u00fcber, welch\u00ades in den \u00fcbersinnlichen Wel\u00adten erlangt wird. In dem ganzen Gebi\u00adet der \u00fcbersinnlichen Wel\u00adten gibt es keinen Tod. Man kann nur auf Erden ster\u00adben, in der physis\u00adchen Welt oder in den Wel\u00adten, welche in der Entwick\u00adelung unser\u00ader Erde gle\u00adichen, und alle die Wesen\u00adheit\u00aden, die hier\u00adar\u00adchisch h\u00f6her ste\u00adhen als der Men\u00adsch, haben keine Ken\u00adnt\u00adnis vom Tode, sie ken\u00adnen nur ver\u00adschiedene Bewu\u00dft\u00adsein\u00adszust\u00e4nde. Ihr Bewu\u00dft\u00adsein kann zeitweise so her\u00adabge\u00adset\u00adzt sein, da\u00df es unserem irdis\u00adchen Schlafzu\u00ads\u00adtand \u00e4hn\u00adlich ist, aber es kann aus diesem Schlaf wieder aufwachen. Es gibt keinen Tod in der geisti\u00adgen Welt, es gibt dort nur Bewu\u00dft\u00adsein\u00ads\u00e4n\u00adderun\u00adgen, und die gr\u00f6\u00dfte Furcht, die der Men\u00adsch hat, die Todes\u00adfurcht, kann von einem, der nach dem Tode zu den \u00fcbersinnlichen Wel\u00adten aufgestiegen ist, nicht emp\u00adfun\u00adden wer\u00adden. Es gibt daher keinen Tod f\u00fcr die Wesen, die zu den h\u00f6heren Hier\u00adar\u00adchien geh\u00f6ren, mit nur ein\u00ader einzi\u00adgen Aus\u00adnahme, der des Chris\u00adtus. Aber damit eine \u00fcbersinnliche Wesen\u00adheit wie der Chris\u00adtus durch den Tod gehen kon\u00adnte, mu\u00dfte er erst auf die Erde her\u00adab\u00adsteigen. Und das ist es, was von so uner\u00adme\u00dflich\u00ader Wichtigkeit in dem Mys\u00adteri\u00adum von Gol\u00adgatha ist, da\u00df eine Wesen\u00adheit, die in ihrem eige\u00adnen Reiche in der Sph\u00e4re ihres Wil\u00adlens niemals den Tod h\u00e4tte erfahren k\u00f6n\u00adnen, hat hin\u00adun\u00adter\u00adsteigen m\u00fcssen auf die Erde, um eine Erfahrung durchzu\u00admachen, die dem Men\u00adschen eigen ist, n\u00e4m\u00adlich um den Tod zu erfahren. Es vere\u00adinigte sich ein Wesen, einzig in sein\u00ader Art, welch\u00ades bis dahin nur kos\u00admisch war, durch das Mys\u00adteri\u00adum von Gol\u00adgatha, durch den Tod des Chris\u00adtus, mit der Erdenevo\u00adlu\u00adtion. Seit\u00addem lebt es auf eine solche Weise auf Erden, ist so an die Erde gebun\u00adden, da\u00df es in den See\u00adlen der Men\u00adschen auf Erden lebt und mit ihnen das Leben auf Erden erf\u00e4hrt. Daher war die ganze Zeit vor dem Mys\u00adteri\u00adum von Gol\u00adgatha nur eine Zeit der Vor\u00adbere\u00aditung in der Evo\u00adlu\u00adtion der Erde. Das Mys\u00adteri\u00adum von Gol\u00adgatha gab der Erde ihren Sinn. Als das Mys\u00adteri\u00adum von Gol\u00adgatha stat\u00adtfand, wurde der irdis\u00adche K\u00f6r\u00adp\u00ader des Jesus von Nazareth den Ele\u00admenten der Erde \u00fcbergeben, und von der Zeit an war der Chris\u00adtus ver\u00adbun\u00adden mit der geisti\u00adgen Sph\u00e4re der Erde und lebt darin.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Karfreitag#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"http:\/\/fvn-archiv.net\/PDF\/GA\/GA152.pdf#page=39&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">GA 152, S. 39f<\/a>)<\/p>\n<p>Die Kar\u00adwoche begin\u00adnt mit Palm\u00adson\u00adntag, dem glanzvollen Einzug von Jesus Chris\u00adtus in Jerusalem. Als K\u00f6nig wird er gefeiert, wie die Sonne strahlt seine Macht. Am Mon\u00adtag und Dien\u00adstag regiert er, indem er die Ver\u00adh\u00e4lt\u00adnisse neu ord\u00adnet. Am Mittwoch wen\u00addet sich die Sit\u00adu\u00ada\u00adtion. Maria Mag\u00addale\u00adna salbt ihn und bei Matth\u00e4us find\u00adet der Ver\u00adrat an diesem Tage statt. Was nun kommt sind nicht mehr die Hand\u00adlun\u00adgen eines K\u00f6nigs. Es sind die Tat\u00aden des dienen\u00adden Brud\u00aders, des in der Hingabe Gro\u00dfen, der den Men\u00adschen durch Leid und Tod vorangeht.<\/p>\n<h4><strong>Die Jahresz\u00e4hlung beginnend mit dem Auferstehungstag<\/strong><\/h4>\n<p>Rudolf Stein\u00ader betonte immer wieder, dass die Bedeu\u00adtung des Mys\u00adteri\u00adums von Gol\u00adgatha, Tod und Aufer\u00adste\u00adhung Christi, nicht hoch genug eingesch\u00e4tzt wer\u00adden kann. Er machte es sog\u00adar zur Grund\u00adlage ein\u00ader Jahresz\u00e4h\u00adlung und zeich\u00adnete f\u00fcr die erste Aus\u00adgabe des See\u00adlenkalen\u00adder einen Entwurf, der dies verdeut\u00adlicht. Diese Idee r\u00fchrt an die Grund\u00adfesten unseres Weltver\u00adst\u00e4nd\u00adniss\u00ades, das die Jahre von der Geburt Christi z\u00e4hlt. Erstaunen und Ver\u00adwirrung sind die Folge. Vielfach wird angenom\u00admen, dass Rudolf Stein\u00ader dadurch eine neue Jahresz\u00e4h\u00adlung anre\u00adgen wollte, diesen Impuls aber dann nicht weit\u00ader\u00adver\u00adfol\u00adgte. Vielle\u00adicht. \u2014 Ich ver\u00admute jedoch etwas anderes. Vorher soll Rudolf Stein\u00ader sel\u00adber zu Wort kommen:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Entwurf-fuer-Titelbild-191213-258x300.png\" alt width=\"258\" height=\"300\"><\/p>\n<em>Entwurf Rudolf Stein\u00aders f\u00fcr den Umschlag des Kalen\u00adders 1912\/13 (in: Beitr\u00e4ge 37\/38, S.&nbsp;35)<br>\n<\/em>\n<p>In einem Vor\u00adtrag sagt er: \u201cWas der Kalen\u00adder als \u00c4u\u00dferes hat, ist nur die exo\u00adter\u00adische Seite, denn in Wahrheit schreiben wir 1879. Die Zeitver\u00adh\u00e4lt\u00adnisse, die geschaut wer\u00adden k\u00f6n\u00adnen durch okkulte Beobach\u00adtung, sollen wirk\u00adlich hier zum Aus\u00addruck gebracht wer\u00adden. Damit soll hier begonnen wer\u00adden, denn es ist nat\u00fcr\u00adlich nur ein erster Anfang. Mit dem Mys\u00adteri\u00adum von Gol\u00adgatha ist gegeben die Geburt des Ich-Bewusst\u00adseins inner\u00adhalb der Men\u00adschheit. Und diese Tatsche wird allm\u00e4h\u00adlich immer mehr und mehr in der geisti\u00adgen Kul\u00adtur unser\u00ader Erde erkan\u00adnt wer\u00adden als bedeut\u00adsam f\u00fcr alle Zukun\u00adft der Men\u00adschheit. So wird man nach und nach ver\u00adste\u00adhen, dass es gerecht\u00adfer\u00adtigt ist, das Jahr 1879 zu z\u00e4hlen heute, das hei\u00dft 1912 weniger 33. Damit ist auch gegeben, dass die Zeit gerech\u00adnet wird von Ostern zu Ostern, dass wir nicht mit dem Jan\u00adu\u00adar begin\u00adnen, weil, wenn man in der Geburt des Ich-Bewusst\u00adseins etwas Wesentlich\u00ades sieht f\u00fcr die geistige Men\u00adschheit\u00adsen\u00adtwick\u00adlung, es auch gerecht\u00adfer\u00adtigt ist, jedes Jahr daran erin\u00adnert zu wer\u00adden, indem diese Geburt des Ich-Bewusst\u00adseins sel\u00adber bezo\u00adgen wird auf Ver\u00adh\u00e4lt\u00adnisse des Mikrokos\u00admos und Makrokos\u00admos. Ein bedeut\u00adsamer Zug des Ver\u00adh\u00e4lt\u00adniss\u00ades von Mikrokos\u00admos und Makrokos\u00admos ist gegeben, wenn das Oster\u00adfest in Zusam\u00admen\u00adhang mit der Geburt des Ich-Bewusst\u00adseins gedacht wird. Dass heute ver\u00adsucht wird, das Oster\u00adda\u00adtum auf einen bes\u00adtimmten Tag zu ver\u00adlegen, statt es vom Him\u00admel abzule\u00adsen, das geh\u00f6rt ganz selb\u00adstver\u00adst\u00e4ndlich zur Sig\u00adnatur unser\u00ader Zeit, die f\u00fcr alle \u00e4u\u00dferen Ver\u00adh\u00e4lt\u00adnisse immer mehr in den Mate\u00adri\u00adal\u00adis\u00admus hine\u00adin\u00adst\u00fcrmt und ver\u00adgisst, was mit dem Spir\u00adituellen zusam\u00admen\u00adh\u00e4ngt.\u201d (Rudolf Stein\u00ader in Berlin am 23. April 1912, in: Beitr\u00e4ge 37\/38, S.&nbsp;28)<\/p>\nAus\u00adf\u00fchrlich\u00ader erk\u00adl\u00e4rt es Rudolf Stein\u00ader in einem Text, der dem Kalen\u00adder 1912\/13 (mit Kalen\u00addar\u00adi\u00adum, Gedenk\u00adtage, Tierkreis\u00adskizzen und Wochen\u00adspr\u00fcchen) unter \u00abWas gemeint ist\u00bb beigegeben war: \u201cDie Zahl eines Jahres wird von je einem Teile der Men\u00adschheit jew\u00adeilig so fest\u00adge\u00adset\u00adzt, da\u00df die Z\u00e4h\u00adlung begonnen wird von einem Ereignisse, das f\u00fcr diesen Teil der Men\u00adschheit als beson\u00adders wichtig emp\u00adfun\u00adden wird. Die Juden rech\u00adnen von dem Zeit\u00adpunk\u00adte an, den sie als \u00abErschaf\u00adfung der Welt\u00bb beze\u00adich\u00adnen, die Chris\u00adten von der \u00abGeburt Jesu\u00bb. In diesen Kalen\u00adderangaben ist von dem Jahre 33\u201334 der christlichen Zeitrech\u00adnung an gez\u00e4hlt. Es wird dabei jenes Datum der Erde\u00adnen\u00adtwick\u00adlung zu Grunde gelegt, das f\u00fcr die gesamte Men\u00adschheit ohne Unter\u00adschied von Rasse, Nation und so weit\u00ader von Bedeu\u00adtung ist. Dabei ist die Annahme der \u00abGeis\u00adteswis\u00adsenschaft\u00bb zu Grunde gelegt, welche in dem angegebe\u00adnen Jahre den Zeit\u00adpunkt sieht, in welchem in die Men\u00adschheit\u00adsen\u00adtwick\u00adelung die Kr\u00e4fte einge\u00adtreten sind, durch welche das Men\u00adschen-Ich sich ohne Sinnbild durch die Kr\u00e4fte des eige\u00adnen Vorstel\u00adlungslebens in sich selb\u00adst erfassen und in ein Ver\u00adh\u00e4lt\u00adnis zur Welt brin\u00adgen kann. Vor diesem Zeit\u00adpunk\u00adte brauchte der Men\u00adsch, um sich zu erfassen und in die Welt hineinzu\u00addenken, Vorstel\u00adlun\u00adgen, die von der \u00e4u\u00dferen Wahrnehmung ent\u00adnom\u00admen sind. Die Vor\u00adbere\u00aditung zu diesem Zeit\u00adpunk\u00adte liegt ein\u00ader\u00adseits in der althe\u00adbr\u00e4is\u00adchen Kul\u00adtur, welche zuerst den \u00abGott im Innern\u00bb bild\u00adlos zur Erken\u00adnt\u00adnis brachte; andr\u00ader\u00adseits im griechis\u00adchen Geis\u00adtesleben, das sowohl in seinen K\u00fcn\u00adstlern wie in seinen Weltweisen den Zeit\u00adpunkt dadurch vor\u00adbere\u00adit\u00adete, da\u00df es den Men\u00adschen durch Vorstel\u00adlung sein\u00ader selb\u00adst als Erden\u00adwe\u00adsen erfa\u00dfte und in sein\u00ader Philoso\u00adphie das Weltwer\u00adden nicht durch \u00e4u\u00dfere Bilder, son\u00addern durch Vorstel\u00adlun\u00adgen charak\u00adter\u00adisierte, die allein dem Men\u00adschen-Innern als denk\u00aden\u00addem Bewu\u00dft\u00adsein entstam\u00admen (Thales bis Aris\u00adtote\u00adles). Das christliche Beken\u00adnt\u00adnis brachte die Empfind\u00adung gegen\u00fcber dieser Men\u00adschheit\u00adstat\u00adsache dadurch zum Aus\u00addruck, da\u00df es in den entsprechen\u00adden Zeit\u00adpunkt \u00abTod und Aufer\u00adste\u00adhung Christi\u00bb, das \u00abMys\u00adteri\u00adum von Gol\u00adgatha\u00bb ver\u00adset\u00adzte. Von diesem an sind in den fol\u00adgen\u00adden Angaben die Jahre gez\u00e4hlt. Und in Anlehnung daran ist der Erin\u00adnerungstag an dieses Jahr als der erste in der Jahres-Z\u00e4h\u00adlung angenom\u00admen. Ob dazu ein Recht vorhan\u00adden ist gegen\u00fcber der Z\u00e4h\u00adlung vom ersten Jan\u00adu\u00adar an, dar\u00fcber kann man selb\u00adstver\u00adst\u00e4ndlich stre\u00adit\u00aden. Hier soll dies nicht geschehen.\u201d (Beitr\u00e4ge 37\/38, S.&nbsp;38f)<br>\n\n<p>Da mit dem ersten Wochen\u00adspruch stets am Oster\u00adson\u00adntag begonnen wer\u00adden soll, regte Rudolf Stein\u00ader damit sowohl einen neuen Jahre\u00adsan\u00adfang (Ostern) als auch eine neue Jahresz\u00e4h\u00adlung an. Wollte er wirk\u00adlich \u00fcber den eso\u00adter\u00adischen Kalen\u00adder hin\u00adaus Jahre\u00adsan\u00adfang und \u2011z\u00e4h\u00adlung rev\u00ado\u00adlu\u00adtion\u00adieren? Ich kann es mir schw\u00ader vorstellen. Wenn das bewegliche Oster\u00adda\u00adtum beibehal\u00adten wer\u00adden sollte, wovon ich aus\u00adge\u00adhe, da Rudolf Stein\u00ader das sich darin aus\u00addr\u00fcck\u00adende Zusam\u00admen\u00adwirken von Sonne und Mond in vie\u00adlen Vortr\u00e4\u00adgen als deu\u00adtungsvoll erw\u00e4h\u00adnt, so w\u00fcr\u00adden sich dadurch ein\u00adschnei\u00addende und h\u00f6chst unge\u00adwohnte Kon\u00adse\u00adquen\u00adzen ergeben.<\/p>\n<p>Das Jahr von Ostern bis Ostern zu z\u00e4hlen bedeutet, dass die einzel\u00adnen Jahre erhe\u00adblich in ihrer L\u00e4nge vari\u00adieren! Diese \u201cOster-Jahre\u201d haben sel\u00adten 52 Wochen, wie das f\u00fcr uns gewohnte, mit dem 1. Jan\u00adu\u00adar begin\u00adnende Jahr. Das fr\u00fch\u00adeste Oster\u00adda\u00adtum ist der 22. M\u00e4rz und das sp\u00e4teste der 25. April. Die Dif\u00adferenz betr\u00e4gt 35 Tage, d. h. f\u00fcnf Wochen. Das bedeutet, dass ein \u201cOster-Jahr\u201d zwis\u00adchen 47 und 57 Wochen dauern kann! Die prak\u00adtis\u00adche Kon\u00adse\u00adquenz ist, dass Men\u00adschen, die in der Osterzeit Geburt\u00adstag haben in manchen \u201cOster-Jahren\u201d zwei Geburt\u00adstage feiern, in anderen einen oder auch garkeinen. Diese \u201cOster-Jahr\u201d-Jahresz\u00e4hlung w\u00e4re f\u00fcr das reale Leben also wenig prak\u00adtik\u00ada\u00adbel. Eine solche Ver\u00adwirrung wollte Rudolf Stein\u00ader sicher\u00adlich nicht, denn lebens\u00adfremd war er&nbsp;nicht.<\/p>\n<p>Doch was wollte er dann mit dieser Jahresz\u00e4h\u00adlung? Es k\u00f6n\u00adnte sein, dass er neben das sta\u00adtis\u00adche Son\u00adnen-Jahr (Kalen\u00adder\u00adjahr), das schon in vorchristlich-r\u00f6mis\u00adch\u00ader Zeit am 1. Jan\u00adu\u00adar begann und stets 52 Wochen hat, ein zweites, flex\u00adi\u00adbles, lebendi\u00adgeres Jahr stellen wollte. Das Kalen\u00adder\u00adjahr z\u00e4hlt irdisch \u2014 es begin\u00adnt mit der Ankun\u00adft Jesu auf der Erde. Das \u201cOster-Jahr\u201d ist indi\u00advidu\u00adell und kann als geist\u00adgem\u00e4\u00df erlebt wer\u00adden, dem Wesen des Ichs entsprechend. Es zeugt von der Befreiung vom K\u00f6r\u00adp\u00ader, vom Geist-Wer\u00adden des Chris\u00adtus am Kar\u00adfre\u00aditag, seinem Tod am Kreuz und von der fol\u00adgen\u00adden Besiegung des Todes durch die Aufer\u00adste\u00adhung am Oster\u00adson\u00adntag. Und so sprengt das \u201cOster-Jahr\u201d auch die feste Quan\u00adtit\u00e4t des Kalenderjahres.<\/p>\n<p>Ich nenne dieses \u201cOster-Jahr\u201d das \u201cIch-Jahr\u201d im Unter\u00adschied zum Kalen\u00adder\u00adjahr. Das \u201cOster-Jahr\u201d ist also stets 33 1\/4 Jahre \u201cj\u00fcnger\u201d, als das Kalen\u00adder\u00adjahr. Wir trat\u00aden also am 9. April 2023 mit Beginn der Oster\u00adwoche in das \u201cIch-Jahr\u201d 1990 (2023 \u2014 33 = 1990) ein. Im Jahr 2024 wer\u00adden wir mit dem Oster\u00adson\u00adntag am 31. M\u00e4rz das \u201cIch-Jahr\u201d 1991 beginnen.<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader sagt, dass es in der Geschichte immer 33 Jahre dauert, bis ein Gedanke \u00e4u\u00dfere, geschichtliche Real\u00adit\u00e4t&nbsp;wird.<\/p>\n<p>\u201cWelche Aus\u00adsicht\u00aden f\u00fcr das Ostern nach dreiund\u00addrei\u00dfig Jahren ver\u00adspricht das Wei\u00adh\u00adnacht\u00aden von diesem Jahre? \u2014 Denn alle Dinge im geschichtlichen Wer\u00adden erste\u00adhen nach dreiund\u00addrei\u00dfig Jahren in ver\u00adwan\u00addel\u00adter Gestalt aus dem Grabe, durch eine Gewalt, die zusam\u00admen\u00adh\u00e4ngt mit dem Heilig\u00adsten und Erl\u00f6send\u00adsten, das die Men\u00adschheit durch das Mys\u00adteri\u00adum von Gol\u00adgatha bekom\u00admen hat. (\u2026) Werde man sich bewu\u00dft, da\u00df eine Gen\u00ader\u00ada\u00adtion zu der nach\u00adfol\u00adgen\u00adden so hinzuschauen hat, da\u00df sie zu gedenken hat: Im Wei\u00adh\u00adnachtssterne lehre ich dich pflanzen in dein\u00ader Seele als Geburt das\u00adjenige, was aufer\u00adste\u00adhen wird im Oster\u00adsterne nach dreiund\u00addrei\u00dfig Jahren. Wei\u00df ich diesen Zusam\u00admen\u00adhang zwis\u00adchen dieser und der fol\u00adgen\u00adden Gen\u00ader\u00ada\u00adtion, dann habe ich gewon\u00adnen \u2014 so kann sich jed\u00ader sagen \u2014 einen Impuls in aller Arbeit, der hin\u00adaus\u00adre\u00adicht \u00fcber den Tag.\u201d (Lit.: <a title=\"GA 180\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/GA_180\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GA 180<\/a>, Vor\u00adtrag vom 23.12.1917).<sup id=\"cite_ref-1\"><\/sup><\/p>\n<p>Mit anderen Worten: was wir heute 2024 auf der geschichtlichen B\u00fchne erleben, wurde vor 33 Jahren, also 1991 von einzel\u00adnen als Gedanke der Men\u00adschheit eingepflanzt. Bildlich gesprochen schl\u00fcpft nach 33 Jahren das in der Innen\u00adwelt \u2014 im Ei \u2014 lange bebr\u00fctete K\u00fcken und wird sicht\u00adbar. Nun begin\u00adnt der Gedanke sein eigenes Leben, er zeit\u00adigt Kon\u00adse\u00adquen\u00adzen und ist ein eigen\u00adst\u00e4ndi\u00adges, von seinem Sch\u00f6pfer unab\u00adh\u00e4ngiges Wesen \u2014 wie das geschl\u00fcpfte K\u00fcken.<\/p>\n<h4><strong>Die wei\u00dfe G\u00f6ttin des Todes und der Wiedergeburt<\/strong><\/h4>\n<p>Von der Steinzeit bis in geschichtliche Zeit war eine wei\u00dfe G\u00f6t\u00adtin Beglei\u00adt\u00aderin der Toten. In ganz Europa wurde Ver\u00adstor\u00adbe\u00adnen eine helle Fig\u00adur mit ins Grab gegeben, wie Aus\u00adgrabun\u00adgen zeigten. Sie wurde in der N\u00e4he des Herzens platziert, das Grab sel\u00adber hat\u00adte h\u00e4u\u00adfig eine Form, die an einen Mut\u00adter\u00adscho\u00df erin\u00adnert. Diese G\u00f6t\u00adtin wird die \u201eStarre Nack\u00adte\u201d genan\u00adnt und wurde stets aus wei\u00dfem Stein oder Ton gefer\u00adtigt. Ihr Gesicht zeigt meist nur eine scharf her\u00advorste\u00adhende Nase, die an einen Vogelschn\u00adabel denken l\u00e4sst. Weit\u00adere Merk\u00admale sind stark abstrahierte oder ver\u00adschr\u00e4nk\u00adte Arme, ein gro\u00dfes Scham\u00addreieck und einen ger\u00adaden, manch\u00admal knochi\u00adgen K\u00f6r\u00adper\u00adbau. Die Arme k\u00f6n\u00adnen so reduziert sein, dass sie wie der Quer\u00adbalken eines Kreuzes wirken.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Starre-Nackte-Kreuz-Marmor-suedgriechisch-Anfang-6.-Jahrtausend-300x298.png\" alt width=\"386\" height=\"383\"><\/p>\n<p><em>Die Starre Nack\u00adte, die wei\u00dfe G\u00f6t\u00adtin des Todes und der Wiederge\u00adburt, Mar\u00admor, s\u00fcd\u00adgriechisch Anfang 6. Jahrtausend<\/em><\/p>\n<p>Die obige Fig\u00adur ist die \u00e4lteste, die ich fand. Ihr run\u00addes Ges\u00e4\u00df erin\u00adnert an die Venus von Wil\u00adlen\u00addorf. Deshalb habe ich sie in gle\u00adich\u00ader Ori\u00aden\u00adtierung in den Jahreskreis gestellt. Das Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr ist unten, das Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr oben. Doch im Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr, wo die n\u00e4hren\u00adden Br\u00fcste der Venus von Wil\u00adlen\u00addorf sind, wird die hier abge\u00adbildete Fig\u00adur knochig. Der senkrechte Zylin\u00adder ist durch die Nase, die einem Vogelschn\u00adabel \u00e4hnelt, als Kopf zu erken\u00adnen. Zusam\u00admen mit dem Quer\u00adbalken, den \u201cArmen\u201d wirkt die obere Par\u00adtie wie ein Kreuz.&nbsp; Mich l\u00e4sst die Fig\u00adur an einen Reich\u00adsapfel denken \u2014 an einen Apfel mit einem Kreuz darauf. Die Form entspricht dem astrol\u00ado\u00adgis\u00adchen Zeichen f\u00fcr die Erde, einem Kreis mit aufgerichtetem Kreuz.<\/p>\n<p>Die Fig\u00aduren in den fol\u00adgen\u00adden vier Abbil\u00addun\u00adgen zeigen, dass es tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich auf die Kreuz\u00adform anzukom\u00admen schien:<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Starre-Nackte-mit-Pflanze-Knochenstatuette-Norditalien-neolithisch.png\" alt width=\"109\" height=\"265\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Starre-Nackte-als-Kreuz-Alabasterfigur-Sardinien-ca.-4000-v.Chr_.jpg\" alt width=\"124\" height=\"257\"> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2023\/04\/Starre-Nackte-mit-Armen-Alabasterfigur-Sardinien-fruehe-4.-Jahrtausend.png\" alt width=\"128\" height=\"256\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Marmorfigur-Kykladen-2800---2400-vChr-freigestellt-95x300.png\" alt width=\"83\" height=\"262\"><\/p>\n<em>Die Starre-Nack\u00adte der Gr\u00e4ber, die G\u00f6t\u00adtin des Todes und der Wiederge\u00adburt war aus Knochen, wei\u00dfem Stein oder hellem Ton gefer\u00adtigt, von links nach rechts:<br>\n<\/em>\n<p>1.<em> Knochen\u00adstat\u00aduette, Nordi\u00adtal\u00adien, neolithisch<\/em><\/p>\n<p><em>2. Alabaster\u00adfig\u00adur, Sar\u00addinien, ca. 4000 v.Chr.<\/em><\/p>\n<p><em>3. Alabaster\u00adfig\u00adur, Sar\u00addinien, fr\u00fch\u00ades 4. Jahrtausend<\/em><\/p>\n<p><em>4. Mar\u00admor\u00adfig\u00adur, Kyk\u00adladen 2800 \u2014 2400 v.Chr.<\/em><\/p>\n<p>Mit der Wei\u00dfen G\u00f6t\u00adtin ist tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich nie\u00admand anderes als die Mut\u00adter allen Lebens, unsere Mut\u00adter Erde gemeint. Gr\u00e4ber wur\u00adden damals in Form eines Mut\u00adter\u00adscho\u00dfes angelegt, um in ihrem Bauch auf die Wiederge\u00adburt zu warten.<\/p>\n<p>In den Mythen und Sagen zahlre\u00adich\u00ader V\u00f6lk\u00ader hat die Wei\u00dfe G\u00f6t\u00adtin ihre Spuren hin\u00adter\u00adlassen. Wenn sie den nahen\u00adden Tod verk\u00fcn\u00addete, hat\u00adte sie h\u00e4u\u00adfig die Gestalt eines Raub\u00advo\u00adgels oder ein\u00ader Giftschlange. Mar\u00adi\u00adja Gimbu\u00adtas (1921 \u2014 1994) schreibt: \u201e\u2026 in der litauis\u00adchen \u00dcber\u00adliefer\u00adung k\u00fcndigt sich der Tod durch eine kriechende Giftschlange an. Der Name der litauis\u00adchen Todes\u00adg\u00f6t\u00adtin ver\u00adr\u00e4t einiges: Sie hei\u00dft Giltine, und &lt;gilti&gt; hei\u00dft so viel wie &lt;Stechen&gt;. Der\u00adsel\u00adben Wort\u00adfam\u00adi\u00adlie geh\u00f6ren galas (Ende) und gel\u00adtonas (Gelb \u2014 die Farbe der Knochen) an. In Erz\u00e4h\u00adlun\u00adgen wird sie als die Schwest\u00ader Laimas beze\u00adich\u00adnet, die die Lebenss\u00adpanne bemisst.\u201d (Die Zivil\u00adi\u00adsa\u00adtion der G\u00f6t\u00adtin, 2. Aufl. 1998, S.&nbsp;242)<\/p>\n<p>Als G\u00f6t\u00adtin Hol\u00adla hat die wei\u00dfe G\u00f6t\u00adtin schneewei\u00dfe oder gold\u00adene Haare. Auch in der Gestalt eines Frosches kann sie erscheinen, um den roten Apfel, das Sym\u00adbol des Lebens, aus dem Brun\u00adnen zur\u00fcck\u00adzu\u00adholen, in den er bei der Ernte gefall\u00aden war. Das Reich der wei\u00dfen G\u00f6t\u00adtin ist die Tiefe der Erde, die Kl\u00fcfte und H\u00f6hlen der Berge. Ihr Ruf kann kla\u00adgend, st\u00f6h\u00adnend oder einem Vogel\u00adruf \u00e4hneln \u2014 oder noch viel r\u00e4t\u00adsel\u00adhafter klin\u00adgen, wie das Pl\u00e4tsch\u00adern von Wass\u00ader oder das Sprudeln der Aale, das Klopfen an ein\u00ader T\u00fcre oder auf einen Tisch, das Knallen ein\u00ader Peitsche das Klir\u00adren von Gl\u00e4sern! Manch\u00admal ist sie die gro\u00dfe W\u00e4scherin, die alle wieder so rein und wei\u00df w\u00e4scht, wie sie sel\u00adber&nbsp;ist.<\/p>\n<p>Als jugendliche G\u00f6t\u00adtin erscheint sie im Fr\u00fch\u00adling, manch\u00admal in Gestalt ein\u00ader wei\u00dfen Taube, die Frucht\u00adbarkeit ver\u00adhei\u00dft. Lachend und tanzend geht sie in der slaw\u00adis\u00adchen Mytholo\u00adgie als die wei\u00dfe G\u00f6t\u00adtin Lel\u00adja \u00fcber das Land und erf\u00fcllt es mit Vogel\u00adgezwitsch\u00ader und Bl\u00fc\u00adten\u00adduft. Die Wei\u00dfe G\u00f6t\u00adtin zeigt den Tod als Ver\u00adsprechen neuen Lebens.<\/p>\n<p>Die Wei\u00dfe G\u00f6t\u00adtin scheint mir auch durch das Mantra 52 z hin\u00addurch zu schim\u00admern, indem es in der Kar\u00adwoche, der Woche der Kreuzi\u00adgung und des Todes von Jesus Chris\u00adtus hei\u00dft, dass die Kraft des Lebens in Men\u00adschen\u00adleiber einzieht.<\/p>\n<h4><strong>W<\/strong><strong>as das Mantra 52 z&nbsp;sagt<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Trauer und Klage sucht man im Mantra der Kar\u00adwoche vergebens. Lediglich die Strenge der Wenn-Dann-Aus\u00adsage l\u00e4sst das f\u00fcr die ganze Erde schick\u00adsal\u00adhafte Geschehen der Kar\u00adwoche erah\u00adnen. Das Mantra 52 z spricht von einem geset\u00adzm\u00e4\u00dfi\u00adgen Zusam\u00admen\u00adhang, ein\u00ader naturge\u00adset\u00adzlichen Notwendigkeit: Das \u201eWenn \u2026. dann \u2026\u201d bes\u00adtimmt das ganze Mantra. Wenn der Geist sich an das Wel\u00adten\u00adsein wen\u00addet, l\u00f6st seine Bewe\u00adgung aus den See\u00adlen\u00adtiefen hin zur Welt einen Prozess aus \u2014 sofern zu dem \u201cSich-Wen\u00adden\u201d ein Zweites, das \u201cQuellen der Sch\u00f6n\u00adheit\u201d hinzutritt. Auch das \u201cDann\u201d, die Kon\u00adse\u00adquenz erfol\u00adgt zwei\u00adgliedrig: des Lebens Kraft zieht in Men\u00adschen\u00adleiber und bewirkt die Vere\u00adini\u00adgung des Geistes mit dem Menschensein.<\/p>\n<p>Mit dem Mantra 52 z kommt ein Abstiegsprozess an sein Ende, der mit dem ersten Mantra des Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahres (<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1380\">27 a<\/a>) begonnen hat\u00adte. Dort hei\u00dft es: \u201cIn meines Wesens Tiefen drin\u00adgen \u2026\u201d Nun, im let\u00adzten Mantra des Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahres kommt es an diesem End\u00adpunkt zu ein\u00ader Wende. Der Geist aus den See\u00adlen\u00adtiefen ist der men\u00adschliche Geist. Wenn dieser Geist sich wen\u00addet, weil sein Abstieg in die See\u00adlen\u00adtiefen been\u00addet ist, weil der tief\u00adste Punkt, das \u201cGrab\u201d, erre\u00adicht ist, wenn er sich nun umwen\u00addet, um erneut aufzusteigen \u2014 sich wieder der Welt, dem Wel\u00adten\u00adsein zuwen\u00addet und begin\u00adnt erneut au\u00dfen wahrzunehmen \u2014 dann entste\u00adht eine neue Sit\u00adu\u00ada\u00adtion.&nbsp; Leise klingt hier der kom\u00admende Schwellen\u00fcber\u00adtritt ins Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr&nbsp;an.<\/p>\n<p>Wie eine Res\u00ado\u00adnanz auf die Umwen\u00addung des Geistes kommt aus den Raumesweit\u00aden ein Echo. Mit \u201cUnd\u201d ver\u00adbun\u00adden mit der Ursache, \u2014 der Wen\u00addung des men\u00adschlichen Geistes zum Wel\u00adten\u00adsein, \u2014 quillt die Sch\u00f6n\u00adheit aus Raumesweit\u00aden her\u00advor. Jede Wahrnehmung offen\u00adbart zun\u00e4chst Sch\u00f6n\u00adheit, doch wenn der Ver\u00adstand hinzukommt und urteilt, verblasst die Unmit\u00adtel\u00adbarkeit und die Sch\u00f6n\u00adheit. Dann erscheint nur das als sch\u00f6n, was den eige\u00adnen Vorstel\u00adlun\u00adgen und Nor\u00admen entspricht. Wenn der urteilende Ver\u00adstand schweigt, offen\u00adbart alles sein gottge\u00adwolltes Sein \u2014 und erstrahlt so im g\u00f6t\u00adtlichen Licht. Die Sch\u00f6n\u00adheit quillt aus Raumesweit\u00aden \u2014 sie quillt aus dem Umkreis her\u00advor und strebt zum Zen\u00adtrum. In meinem inneren Bild quillt sie aus dem Hor\u00adi\u00adzon\u00adtkreis mein\u00ader Wahrnehmung und str\u00f6mt zum Mit\u00adtelpunkt \u2014 zu mir. Sie quillt wie das Wass\u00ader aus der Quelle \u2014 jedoch nicht vom Zen\u00adtrum, son\u00addern von den R\u00e4n\u00addern aus. \u2014 Sie sick\u00adert vom Umkreis der Raumesweit\u00aden in meine Seele. Ist Sch\u00f6n\u00adheit vielle\u00adicht die sub\u00adstanzielle Grund\u00adlage des oft gesucht\u00aden Wassers des Lebens? Die unmit\u00adtel\u00adbar erlebte Wahrnehmung bein\u00adhal\u00adtet auf jeden Fall belebende Kraft.<\/p>\n<p>Nun erfahren wir die Kon\u00adse\u00adquenz, das \u201eDann\u201d: Wenn diese zwei Bedin\u00adgun\u00adgen erf\u00fcllt sind, wenn sich der Geist wen\u00addet und die Sch\u00f6n\u00adheit quillt, dann zieht des Lebens Kraft in Men\u00adschen\u00adleiber. Dann zieht aus Him\u00admels\u00adfer\u00adnen Leben\u00adskraft in den Leib ein. Im gew\u00f6hn\u00adlichen Bewusst\u00adsein beziehen wir unsere Leben\u00adskraft aus der Nahrung, das hei\u00dft von der Erde. Doch hier han\u00addelt es sich um eine himm\u00adlis\u00adche Kraftquelle, eine himm\u00adlis\u00adche Ern\u00e4hrung. Die Leben\u00adskraft stammt aus Him\u00admels\u00adfer\u00adnen. Es ist das Leben sel\u00adber, das einzieht. In der Sch\u00f6p\u00adfungs\u00adgeschichte des Alten Tes\u00adta\u00adments (Gen\u00ade\u00adsis, 1. Buch Mose) wird beschrieben, wie Gott den ersten Men\u00adschen, Adam, aus Lehm formt und ihm im zweit\u00aden Schritt seinen lebendi\u00adgen Atem ein\u00adhaucht. Eine gro\u00dfe erste Einat\u00admung geschieht im Mantra 52 z, nach\u00addem alle vorherge\u00adhen\u00adden Mantren des Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahres betra\u00adchtet wer\u00adden k\u00f6n\u00adnen als die For\u00admung dieses Menschenleibes.<\/p>\n<p>Und mit dem Einziehen der Leben\u00adskraft in die Leiber der Men\u00adschen ist noch etwas anderes ver\u00adbun\u00adden. Mit der einziehen\u00adden Leben\u00adskraft eint sich auch das Wesen des Geistes mit dem Men\u00adschen\u00adsein. Indem das Leben einzieht in den Leib, ihn bewohnt, vere\u00adint sich das Lebens\u00adge\u00adsetz des Geistes mit dem Men\u00adschen. Nun herrscht nicht nur die Erde mit ihren Geset\u00adzen \u00fcber ihn, son\u00addern auch der Geist, der Himmel.<\/p>\n<p>Was bedeutet das? Das Wesen des Geistes ist sch\u00f6pferisches Bewusst\u00adsein. Mit dem Einziehen des Lebens wird der irdis\u00adche Men\u00adsch bef\u00e4higt, Bewusst\u00adsein zu bilden. Von Adam wird im Anschluss an seine Erschaf\u00adfung und Bele\u00adbung berichtet, wie er allen Tieren ihre Namen gibt und dadurch die Sch\u00f6pfer\u00adkraft seines neu gewonnenen Bewusst\u00adseins kund\u00adtut. Indem das Wesen des Geistes sich mit dem Men\u00adschen\u00adsein vere\u00adinigte, erh\u00e4lt der Men\u00adsch Bewusst\u00adsein, seinen g\u00f6t\u00adtlichen Funken. Durch diese Vere\u00adini\u00adgung wird der Men\u00adsch zum Menschen.<\/p>\n<p>Mit dem aus Him\u00admels\u00adfer\u00adnen her\u00adab\u00adstr\u00f6\u00admenden Leben erh\u00e4lt er die M\u00f6glichkeit, wieder aufzusteigen, sich zu wen\u00adden \u2014 wie es das Mantra ein\u00adgangs beschreibt. Ein senkrecht auf Erden ste\u00adhen\u00adder Kreis\u00adlauf wird sicht\u00adbar von sich inkarnieren\u00addem, absteigen\u00adden Leben und auf\u00adsteigen\u00addem Geist, von Bewusst\u00adsein \u2014 ein ewiger Zyk\u00adlus. Auch der Jahreskreis zeigt sich im spon\u00adta\u00adnen inneren Bild als eine solche senkrecht vor dem inneren Bild ste\u00adhende Vorstel\u00adlung \u2014 das Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr oben, das Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr&nbsp;unten.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=781\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Eintrag&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>52 z Wenn aus den See\u00adlen\u00adtiefen Der Geist sich wen\u00addet zu dem Wel\u00adten\u00adsein Und Sch\u00f6n\u00adheit quillt aus Raumesweit\u00aden, Dann zieht aus Him\u00admels\u00adfer\u00adnen Des Lebens Kraft in Men\u00adschen\u00adleiber Und einet, machtvoll wirk\u00adend, Des Geistes Wesen mit dem Men\u00adschen\u00adsein. Das Schlie\u00dfen des Kreis\u00ades \u2014 oder die Vere\u00adini\u00adgung der bei\u00adden Wege der Ein\u00adwei\u00adhung Mit dem Mantra 52&nbsp;z\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-1778","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1778","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1778"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1778\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1778"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}