{"id":1703,"date":"2023-02-26T20:17:17","date_gmt":"2023-02-26T19:17:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1703"},"modified":"2024-02-24T15:08:35","modified_gmt":"2024-02-24T14:08:35","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy-2-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-2-copy-copy-copy-copy-copy-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1703","title":{"rendered":"Blog \u2014 Seelenkalender Mantra 47&nbsp;v"},"content":{"rendered":"\n\n\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2023\/02\/47-v-Schneegloeckchen-247x300.jpg\" alt width=\"301\" height=\"366\"><\/p>\n<h4><strong>47 v<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Es will erste\u00adhen aus dem Weltenscho\u00dfe,<\/p>\n<p>Den Sin\u00adnen\u00adschein erquick\u00adend, Werdelust.<\/p>\n<p>Sie finde meines Denkens Kraft<\/p>\n<p>Ger\u00fcstet durch die Gotteskr\u00e4fte,<\/p>\n<p>Die kr\u00e4ftig mir im Innern leben.<\/p>\n<h4><strong>Weltenscho\u00df und Werdelust<\/strong><\/h4>\n<p>Das Mantra 47 v spricht von der Werdelust, die aus dem Wel\u00adtenscho\u00df erste\u00adhen will. Um eine konkretere Vorstel\u00adlung davon zu gewin\u00adnen, was zum einen die Werdelust, zum anderen der Wel\u00adtenscho\u00df ist, habe ich bei Rudolf Stein\u00ader nach Darstel\u00adlun\u00adgen gesucht, in denen er diese Begriffe bzw. deren zugrun\u00addeliegende Idee ver\u00adwen\u00addet. Die Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen in den Zitat\u00aden stam\u00admen von&nbsp;mir.<\/p>\n<p><strong><em>Wel\u00adtenscho\u00df:<\/em><\/strong><\/p>\n<p>\u201cDiesel\u00adben Kr\u00e4fte, die in unserem Mikrokos\u00admis\u00adchen den Gedanken auf\u00adblitzen lassen, sind die Kr\u00e4fte, die da <strong>drau\u00dfen im Scho\u00dfe des Uni\u00adver\u00adsums<\/strong> den <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Regenbogen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Regen\u00adbo\u00adgen<\/a> her\u00advor\u00adrufen. Wie die <strong>Deme\u00adterkr\u00e4fte<\/strong> von drau\u00dfen in den Men\u00adschen hineinziehen und darin\u00adnen wirk\u00adsam wer\u00adden, so sind es die Kr\u00e4fte, die drau\u00dfen den Regen\u00adbo\u00adgen for\u00admen aus den Ingre\u00addien\u00adzien der Natur \u2014 da w\u00fcr\u00adden sie aus\u00adge\u00adbre\u00adit\u00adet im Raume wirken -, die in uns drin\u00adnen mikrokos\u00admisch, in der kleinen Welt des Men\u00adschen wirken; da lassen sie auf\u00adblitzen aus dem Unbes\u00adtimmten den Gedanken.&nbsp;.\u2026<\/p>\n<p>Und da haben wir das Mikrokos\u00admisch-Sub\u00adstantielle, den Astralleib, und k\u00f6n\u00adnen nun die Frage, die wir eben aufge\u00adwor\u00adfen haben in bildlich\u00ader Form, in ein\u00ader mehr geis\u00adteswis\u00adsenschaftlichen Form aufw\u00ader\u00adfen und k\u00f6n\u00adnen sagen: Mikrokos\u00admisch ist der astralis\u00adche Leib in uns. Was entspricht dem astralis\u00adchen Leib in den Raumesweit\u00aden drau\u00dfen, was erf\u00fcllt alle R\u00e4ume, rechts und links, vorne und hin\u00adten, oben und unten? \u2014 Ger\u00adade so wie der astralis\u00adche Leib in unserem Mikrokos\u00admos aus\u00adge\u00adbre\u00adit\u00adet ist, so sind die Raumesweit\u00aden, so ist der uni\u00adverselle \u00c4ther durch\u00adzo\u00adgen vom makrokos\u00admis\u00adchen Gegen\u00adbilde unseres astralis\u00adchen Leibes. Und wir k\u00f6n\u00adnen auch sagen: Das, was der alte Grieche unter <strong>Zeus<\/strong> sich vorstellte, ist das makrokos\u00admis\u00adche Gegen\u00adbild unseres astralis\u00adchen Leibes. In uns ist der astralis\u00adche Leib, er bewirkt das Aufleucht\u00aden der Erschei\u00adn\u00adun\u00adgen des Bewu\u00dft\u00adseins. Au\u00dfer uns ist die Astral\u00adit\u00e4t aus\u00adge\u00adbre\u00adit\u00adet, die aus sich her\u00adaus wie aus dem <strong>Wel\u00adtenscho\u00df<\/strong> gebiert den Regen\u00adbo\u00adgen, die Mor\u00adgen- und die Aben\u00addr\u00f6te, den Blitz und Don\u00adner, Wolken, Schnee und so weit\u00ader. Der heutige Men\u00adsch hat nicht ein\u00admal eine Wort\u00adbeze\u00adich\u00adnung f\u00fcr das, was der alte Grieche sich unter Zeus dachte und was das makrokos\u00admis\u00adche Gegen\u00adbild unseres astralis\u00adchen Leibes ist.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Zeus#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"http:\/\/fvn-archiv.net\/PDF\/GA\/GA129.pdf#page=59&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GA 129, 3. Vor\u00adtrag, 20.8.1911, S. 59ff<\/a>)<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader beschreibt Zeus hier erstaunlich \u201cweib\u00adlich\u201d, als den Wel\u00adtenscho\u00df, den kos\u00admis\u00adchen Astralleib. Vorher hat\u00adte er Deme\u00adter als eine ganz \u00e4hn\u00adliche Kraft dargestellt. Zeus ist die Kraft, die das Bewusst\u00adsein aufleucht\u00aden l\u00e4sst, Deme\u00adter dage\u00adgen das, was von au\u00dfen einzieht und den Gedanken auf\u00adblitzen l\u00e4sst. Zeus ste\u00adht makrokos\u00admisch f\u00fcr allum\u00adf\u00e4ngliche Bewusst\u00adsein\u00adskraft, Deme\u00adter f\u00fcr die in der Wahrnehmung enthal\u00adtene Weisheit, die Gedanken her\u00adaus\u00adfordert. Bei\u00adde wer\u00adden in Verbindung mit dem Scho\u00df, dem \u201cScho\u00df des Uni\u00adver\u00adsums\u201d bzw. dem \u201cWel\u00adtenscho\u00df\u201d gebracht. Der Makrokos\u00admos in Gestalt von Deme\u00adter und Zeus erscheint hier als die gro\u00dfe Mut\u00adter, die alle Erschei\u00adn\u00adun\u00adgen aus sich her\u00adaus gebiert. Offen\u00adsichtlich ist dieser Wel\u00adtenscho\u00df sowohl weib\u00adlich als auch m\u00e4nnlich. Im See\u00adlenkalen\u00adder find\u00adet sich diese \u201cZwei-Einigkeit\u201d, die Dop\u00adpel\u00adnatur, in den Hal\u00adb\u00adjahren wieder. Die jedem Mantra als \u00dcber\u00adschrift beigegebene Ord\u00adnungszahl formt die 52 Mantren des See\u00adlenkalen\u00adder-Jahres zu ein\u00ader Ein\u00adheit. Die au\u00dfer\u00addem in der \u00dcber\u00adschrift mit\u00adgegebe\u00adnen Buch\u00adstaben durch\u00adlaufen zweimal das Alpha\u00adbet. Das Jahr wird dadurch auch in Hal\u00adb\u00adjahre geteilt, die durch die Ein\u00adheit ihres jew\u00adeili\u00adgen Alpha\u00adbets zu eine\u00adnen Ganzheit\u00aden geformt wer\u00adden. Erst Gemein\u00adsam bilden diese Hal\u00adb\u00adjahre den Jahreskreis \u2014 den Weltenscho\u00df.<\/p>\n<p>In der Fr\u00fchzeit der Erde\u00adnen\u00adtwick\u00adlung, in der <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Polarische_Zeit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">polar\u00adischen und hyper\u00adbor\u00e4is\u00adchen Zeit<\/a>, lebte der Men\u00adsch ein pflanzen\u00adhaftes Leben, wie heute noch vor\u00fcberge\u00adhend der Embryo, sobald der Keim sich in die Geb\u00e4r\u00admut\u00adter ein\u00adgenis\u00adtet hat (siehe unten Embry\u00adolo\u00adgie \u2014 Pflanzen\u00adstufe). Rudolf Stein\u00ader beschreibt diese Fr\u00fchzeit des Men\u00adschen folgenderma\u00dfen:<\/p>\n<p>\u201eDann m\u00fcssen wir bedenken, da\u00df der Men\u00adsch, der das nieder\u00adste von den h\u00f6heren Wesen war, damals schon im Keim vorhan\u00adden war als das neue Kind der Erde, getra\u00adgen und gehegt von diesen hohen Wesen, im <strong>Scho\u00dfe<\/strong> dieser g\u00f6t\u00adtlichen Wesen lebend. Der Men\u00adsch, der in jen\u00ader Zeit lebte, in welch\u00ader wir jet\u00adzt mit unseren Betra\u00adch\u00adtun\u00adgen in der Erdenevo\u00adlu\u00adtion ste\u00adhen, mu\u00dfte, weil er noch im <strong>Scho\u00dfe<\/strong> dieser Wesen\u00adheit\u00aden war, auch damals einen viel feineren Leib haben. Und da ergibt sich dem hellse\u00adhen\u00adden Bewu\u00dft\u00adsein, da\u00df der Leib des dama\u00adli\u00adgen Men\u00adschen nur bestanden hat aus ein\u00ader feinen Dun\u00adst- und Dampf\u00adform, einem Luft- oder Gasleib, einem vom Lichte ganz durch\u00adstrahlten, ganz durch\u00adset\u00adzten Gasleib. Denken wir uns eine regelm\u00e4\u00dfig gestal\u00adtete Wolke, wie eine nach oben sich erweit\u00adernde, kelchar\u00adtige Bil\u00addung, und denken wir uns diesen Kelch durchgl\u00fcht und durch\u00adleuchtet von dem inneren Lichte, und wir haben die dama\u00adli\u00adgen Men\u00adschen, die eben erst anfan\u00adgen in dieser Erde\u00adnen\u00adtwick\u00adelung ein dumpfes Bewu\u00dft\u00adsein zu haben, ein Bewu\u00dft\u00adsein, wie es heute die Pflanzen\u00adwelt hat. Nicht wie die Pflanzen im heuti\u00adgen Sinne waren die Men\u00adschen; sie waren durch\u00adleuchtete und durch\u00adw\u00e4rmte Wolken\u00admassen in Kelch\u00ades\u00adform und ohne feste Gren\u00adzen, nicht durch feste Gren\u00adzen getren\u00adnt von der Gesamterdenmasse.<\/p>\n<p>Das war ein\u00admal die Gestalt des Men\u00adschen, eine Gestalt, die ein physis\u00adch\u00ader Lichtleib war, teil\u00adhaftig noch der Kr\u00e4fte des Licht\u00ades. Deshalb kon\u00adnten sich, wegen der Fein\u00adheit des Leibes, nicht nur hinein\u00adsenken ein eigen\u00ader \u00c4ther\u00adleib und Astralleib, nicht nur das Ich in den ersten Anf\u00e4n\u00adgen, son\u00addern auch die h\u00f6heren geisti\u00adgen Wesen\u00adheit\u00aden, die mit der Erde ver\u00adbun\u00adden waren. Damals wurzelte der Men\u00adsch noch sozusagen nach oben in den g\u00f6t\u00adtlich-geisti\u00adgen Wesen, und diese durch\u00addrangen ihn. Es ist wirk\u00adlich nicht leicht, die Her\u00adrlichkeit der Erde von damals zu schildern und eine Vorstel\u00adlung zu geben von jen\u00ader Zeit. Wir m\u00fcssen uns die Erde als eine licht\u00addurchgl\u00e4nzte Kugel vorstellen, von licht\u00adtra\u00adgen\u00adden Wolken umstrahlt, wun\u00adder\u00adbare Lichter\u00adschei\u00adn\u00adun\u00adgen von wun\u00adder\u00adbarem Far\u00adben\u00adspiel erzeu\u00adgend. Wenn man eine f\u00fch\u00adlende Hand h\u00e4tte hine\u00adin\u00adstreck\u00aden k\u00f6n\u00adnen in diese Erde, man h\u00e4tte W\u00e4rmeer\u00adschei\u00adn\u00adun\u00adgen wahrgenom\u00admen, auf und ab wogend die durchgl\u00fcht\u00aden, durch\u00adleuchteten Massen, darin alle heuti\u00adgen Men\u00adschen\u00adwe\u00adsen, umwebt und umwogt von all den geisti\u00adgen Wesen\u00adheit\u00aden, nach au\u00dfen hin in grandios\u00ader Man\u00adnig\u00adfaltigkeit strahlen\u00addes Licht aussendend! Au\u00dfen der Erdenkos\u00admos in sein\u00ader gro\u00dfen Man\u00adnig\u00adfaltigkeit, innen der lich\u00adtum\u00adflossene Men\u00adsch, in Verbindung mit den g\u00f6t\u00adtlichgeisti\u00adgen Wesen\u00adheit\u00aden, von ihnen aus\u00adge\u00adhend und Str\u00f6me von Licht in die \u00e4u\u00dfere Licht\u00adsph\u00e4re strahlend. Der Men\u00adsch hing wie an ein\u00ader aus dem G\u00f6t\u00adtlichen entsprin\u00adgen\u00adden Nabelschnur an diesem Ganzen, an dem <strong>Lichtscho\u00df<\/strong>, dem&nbsp;<strong>Wel\u00adtenscho\u00df<\/strong> unser\u00ader Erde. Ein gemein\u00adsamer <strong>Wel\u00adtenscho\u00df<\/strong> war es, in dem die Lichtpflanze Men\u00adsch damals lebte, sich eins f\u00fch\u00adlend mit dem Licht\u00adman\u00adtel der Erde. So war der Men\u00adsch in dieser feinen Dun\u00adstpflanzen\u00adform wie an der Nabelschnur der Erden\u00admut\u00adter h\u00e4n\u00adgend, so war er gehegt und gepflegt von der ganzen Mut\u00adter Erde. Wie in einem gr\u00f6beren Sinne heute das Kind gehegt und gepflegt ist im m\u00fct\u00adter\u00adlichen Leibe als Kindeskeim, so war damals gehegt und gepflegt der Men\u00adschenkeim. So lebte der Men\u00adsch damals in der urfer\u00adnen Erden\u00adzeit.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Polarische_Zeit#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>:<a href=\"http:\/\/fvn-archiv.net\/PDF\/GA\/GA106.pdf#page=68&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> GA 106, S. 68f<\/a>)<\/p>\n<p>Zusam\u00admen\u00adfassend l\u00e4sst sich sagen, dass der Wel\u00adtenscho\u00df ein Lichtscho\u00df ist, die in der Welt aus\u00adge\u00adbre\u00adit\u00adete Astral\u00adit\u00e4t, die den pflanzen\u00adhaften Men\u00adschen der Fr\u00fchzeit in sich barg. Diese Beschrei\u00adbung scheint mir auf den Jahreskreis und die fortschre\u00adi\u00adt\u00adende Zeit zu passen. Noch heute wird alles Leben von der dahin\u00adflie\u00dfen\u00adden Zeit getra\u00adgen, gehegt und gepflegt. Der Jahreskreis ist immer noch dieser Wel\u00adtenscho\u00df. Nie\u00admand kann aus dem Gang der Zeit her\u00adaus\u00adfall\u00aden und gestern oder \u00fcber\u00admor\u00adgen leben, denn es gibt nur das sich wan\u00addel\u00adnde Jet\u00adzt. Die geistige Sonne, die im Zen\u00adtrum des Jahreskreis\u00ades erblickt wer\u00adden kann, durch\u00adstrahlt diesen Zeitor\u00adgan\u00adis\u00admus mit Licht. Auch \u00fcber den indi\u00advidu\u00adellen Astralleib des Men\u00adschen, der laut Rudolf Stein\u00ader ein Lichtleib ist und das Ich aus sich gebiert, l\u00e4sst sich sagen, dass er ein Mut\u00adter\u00adscho\u00df ist. Mit diesem Hin\u00adter\u00adgrund erschlie\u00dft sich der Name \u201cSee\u00adlenkalen\u00adder\u201d neu als Begleitung im Durch\u00adleben des Wel\u00adtenscho\u00dfes \u2014 der Weltenastralit\u00e4t.<\/p>\n<p><strong><em>Werdelust<\/em>:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Plotin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Plotin<\/a> (um 205 \u2014 270 n. Chr.), ein antik\u00ader Philosoph, der den Neu\u00adpla\u00adton\u00adis\u00admus begr\u00fcn\u00addete, sieht in der Werdelust einen zen\u00adtralen Fak\u00adtor f\u00fcr das irdisch Wer\u00adden des Men\u00adschen. Rudolf Stein\u00ader l\u00e4sst ihn fol\u00adgen\u00adder\u00adma\u00dfen lebendig wer\u00adden: \u201eMan sehe, wie Plotin seine geisti\u00adgen Erleb\u00adnisse schildert: \u00abOft\u00admals, wenn ich aus dem Schlum\u00admer der K\u00f6r\u00adper\u00adlichkeit erwache, zu mir komme, von der Au\u00dfen\u00adwelt abgewen\u00addet in mich einkehre, so schaue ich eine wun\u00adder\u00adsame Sch\u00f6n\u00adheit; dann bin ich gewi\u00df, meines besseren Teiles inne gewor\u00adden zu sein; ich bet\u00e4tige das wahre Leben, bin mit dem G\u00f6t\u00adtlichen geeint, und in ihm gegr\u00fcn\u00addet, gewinne ich die Kraft, mich noch \u00fcber die \u00dcber\u00adwelt hin\u00adaus zu ver\u00adset\u00adzen. Wenn ich dann nach diesem Ruhen in Gott aus dem Geistess\u00adchauen wieder zur Gedanken\u00adbil\u00addung her\u00adab\u00adsteige, dann frage ich mich, wie es zug\u00ading, da\u00df ich jet\u00adzt her\u00adab\u00adsteige und da\u00df \u00fcber\u00adhaupt ein\u00admal meine Seele in den K\u00f6r\u00adp\u00ader einge\u00adgan\u00adgen ist, da sie doch in ihrem Wesen so ist, wie sie sich mir eben gezeigt hat\u00adte\u00bb, und \u00abwas mag denn der Grund sein, da\u00df die See\u00adlen den Vater, Gott, vergessen, da sie doch aus dem Jen\u00adseits stam\u00admen und ihm geh\u00f6ren und so von ihm und sich selb\u00adst nichts wis\u00adsen? Des B\u00f6sen Anfang ist f\u00fcr sie der Wage\u00admut und die <strong>Werdelust<\/strong> und die Selb\u00adstent\u00adfrem\u00addung und die Lust, nur sich zu geh\u00f6ren. Es gel\u00fcstete sie nach Selb\u00ads\u00adther\u00adrlichkeit; sie tum\u00admelten sich nach ihrem Sinne, und so geri\u00adeten sie auf den Abweg und schrit\u00adten zum vollen Abfalle vor, und damit schwand ihnen die Erken\u00adnt\u00adnis ihres Ursprungs aus dem Jen\u00adseits, wie Kinder, fr\u00fch von ihren Eltern getren\u00adnt und in der Ferne aufge\u00adzo\u00adgen, nicht wis\u00adsen, wer sie und ihre Eltern sind.\u00bb\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Enneaden#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>:<a href=\"http:\/\/fvn-archiv.net\/PDF\/GA\/GA008.pdf#page=162&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> GA 8, S. 162f<\/a>) Die Zitate von Plotin stam\u00admen aus den Ennead\u00aden, die sein Sch\u00fcler Por\u00adphyrios nach dem Tod seines Lehrers ver\u00f6ffentlichte.<\/p>\n<p>Die Werdelust war f\u00fcr Plotin mit dem Wage\u00admut der Grund allen \u00dcbels, dass der Men\u00adschen von einem geisti\u00adgen Wesen zu einem irdis\u00adchen wurde. Im Mantra ist die Werdelust nicht neg\u00ada\u00adtiv kon\u00adnotiert, doch muss sich die Denkkraft ger\u00fcstet find\u00aden \u2014 sie muss vor\u00adbere\u00adit\u00adet sein. Was passiert, wenn die Denkkraft nicht ger\u00fcstet ist, wird nicht gesagt, eine gewisse Gef\u00e4hrdung des Men\u00adschen schim\u00admert jedoch hindurch.<\/p>\n<h4><strong>Die Schlangeng\u00f6ttin \u2014 die personifizierte Werdelust<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Die voraus\u00adge\u00adgan\u00adgene Krisen\u00adwoche (<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1673\">46 u<\/a>) und die nach\u00adfol\u00adgende Licht\u00adspruch-Woche (<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1717\">48 w<\/a>) bilden mit der gegen\u00adw\u00e4r\u00adti\u00adgen, dazwis\u00adchen\u00adliegen\u00adden Woche (47 v) eine \u00fcber\u00adge\u00adord\u00adnete Ein\u00adheit. Vier solche drei\u00adw\u00f6chi\u00adgen Ein\u00adheit\u00aden gibt es im Jahreskreis des See\u00adlenkalen\u00adders. Jede dieser vier Dreier\u00adgrup\u00adpen bringt eine \u00c4ther\u00adart zur Erschei\u00adn\u00adung, welche sind der Leben\u00ads\u00e4ther, der chemis\u00adche \u00c4ther, der Licht\u00e4ther und der W\u00e4rme\u00e4ther. Die hier inter\u00adessieren\u00adden drei Wochen wer\u00adden gepr\u00e4gt vom Licht\u00e4ther. Der Licht\u00e4ther zeigt sich als indi\u00advidu\u00adelles Bewusst\u00adseinslicht. Dieses Licht wurde im Laufe der Men\u00adschheit\u00adsen\u00adtwick\u00adlung Eigen\u00adtum der Men\u00adschen, sie lern\u00adten zu denken. Das sich entwick\u00adel\u00adnde Bewusst\u00adsein brachte die Kul\u00adturen\u00adtwick\u00adlung der Men\u00adschheit in Gang \u2014 und das Entwick\u00adlungsstreben jedes einzel\u00adnen Men\u00adschen. Jed\u00ader Men\u00adsch hat heute seinen eige\u00adnen Hor\u00adi\u00adzont des Ver\u00adst\u00e4nd\u00adniss\u00ades, seine eigene Per\u00adspek\u00adtive. Und das ist gut&nbsp;so!<\/p>\n<p>Die Bibel erz\u00e4hlt, dass es die Schlange war, die Adam, stel\u00adlvertre\u00adtend f\u00fcr die ganze Men\u00adschheit dazu ver\u00adf\u00fchrt hat, sein g\u00f6t\u00adtlich-uni\u00adverselles Bewusst\u00adsein einzu\u00adtauschen gegen ein indi\u00advidu\u00adelles, auf Entwick\u00adlung und Ler\u00adnen angewiesenes. Die Ergeb\u00adnisse dieses erwachen\u00adden, neuen, sich denk\u00adend gegen\u00fcber\u00adstel\u00adlen\u00adden Bewusst\u00adseins waren Acker\u00adbau und Viehzucht und alle Kul\u00adtur \u2014 mit den Licht- und Schat\u00adten\u00adseit\u00aden, die wir kennen.<\/p>\n<p>Ich fand es sehr inter\u00ades\u00adsant ger\u00adade aus dieser fr\u00fchen Zeit Darstel\u00adlun\u00adgen der Schlangeng\u00f6t\u00adtin zu find\u00aden. In vie\u00adlen alten Kul\u00adturen wird die Schlange als Bringerin der Weisheit verehrt. Steinzeitliche Darstel\u00adlun\u00adgen der Schlangeng\u00f6t\u00adtin zeigen neben ein\u00addeutig schlangen\u00adhaften Darstel\u00adlun\u00adgen auch ganz untyp\u00adis\u00adche K\u00f6r\u00adper\u00adfor\u00admen. In der Moldau-Region wur\u00adden Fig\u00aduren gefun\u00adden, die eher an Sch\u00adneck\u00aden erin\u00adnern. Sie wer\u00adden von Arch\u00e4olo\u00adgen aber als Schlangeng\u00f6t\u00adtin interpretiert.<\/p>\n<p>Die Schlangeng\u00f6t\u00adtin, die ich in den Jahreskreis gestellt habe, zeigt zwei zusam\u00admen\u00adliegende Beine, Br\u00fcste und einen Kopf. Das Beck\u00aden als mit\u00adtlerer Teil des K\u00f6r\u00adpers ist kre\u00adis\u00adf\u00f6r\u00admig ver\u00adbre\u00adit\u00adert \u2014 und gedrit\u00adtelt. Zeigt die Fig\u00adur damit k\u00fcn\u00adst\u00adlerisch und geheimnisvoll auf einen Jahreskreis, aus dem die schlangen\u00adhaft ver\u00adflie\u00dfende Zeit her\u00advorge\u00adht? Zeigt sie im Bild, wie die zyk\u00adlis\u00adche Zeit sich wan\u00addelt zur lin\u00adearen&nbsp;Zeit?<\/p>\n<p>Ich sehe in dieser Darstel\u00adlung den \u00dcber\u00adgang vom Kreis zur Lin\u00adie, vom kreis\u00adrun\u00adden Raum der Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit zur lin\u00adear ver\u00adflie\u00dfen\u00adden Zeit. Ger\u00adade der Oster-Impuls indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adisiert das Jahr. Er bewirkt, dass kein Jahr dem anderen gle\u00adicht, da das Oster\u00adda\u00adtum immer neu bes\u00adtimmt wer\u00adden muss. Die zu Ostern geh\u00f6rende Zeit, die Oster\u00adscholle, drit\u00adtelt den Jahreskreis. Ein weit\u00aderes Drit\u00adtel liegt im Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr, das andere im Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr. Schon zum Beginn der Kul\u00adturen\u00adtwick\u00adlung gab es m\u00f6glicher\u00adweise eine entsprechende, das Jahr indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adisierende Idee ein\u00ader Drit\u00adtelung des Jahreskreises.<\/p>\n<p>Diese Darstel\u00adlung zeigt auf wun\u00adder\u00adbare Art, wie das Erleben der reinen Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit, das die Fig\u00adur der Venus von Wil\u00adlen\u00addorf verk\u00f6r\u00adpert (<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1673\">46 u<\/a>), sich zu wan\u00addeln begin\u00adnt in ein lin\u00adear\u00ades Ver\u00adflie\u00dfen der Zeit, wie es uns heute ver\u00adtraut ist. Nach meinem Empfind\u00aden muss eine Schlange waagerecht kriechen, nicht senkrecht nach oben. Deshalb ist die Schlangeng\u00f6t\u00adtin wie die Venus von Wil\u00adlen\u00addorf in den Kreis einge\u00adf\u00fcgt \u2014 das Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr oben, das Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr unten (und nicht in das Ei mit den Hal\u00adb\u00adjahren rechts und links). Noch ist der Wan\u00addel zum Weib, das den Mond unter ihren F\u00fc\u00dfen hat (Apoka\u00adlypse des Johannes), nicht vol\u00adlen\u00addet \u2014 die Oster\u00adscholle ist noch nicht zum tra\u00adgen\u00adden Fun\u00adda\u00adment gewor\u00adden, wie die Maria auf der Mond\u00adsichel es sp\u00e4ter zeigt. Im Mantra deutet sich diese aufrich\u00adt\u00adende Kraft in dem Wort \u201cerste\u00adhen\u201d&nbsp;an.<\/p>\n<p>Ich habe die Schlangeng\u00f6t\u00adtin so einge\u00adf\u00fcgt, dass sie mit ihrem Kopf in der Kar- und Oster\u00adwoche auf das bald auss\u00adchl\u00fcpfende neue Oster-Jahr hin\u00addeutet. Mit der Oster\u00adwoche begin\u00adnt das neue See\u00adlen\u00adjahr des See\u00adlenkalen\u00adders \u2014 in der Kar\u00adwoche davor endet das&nbsp;alte.<\/p>\n<p>Schlangeng\u00f6t\u00adtin\u00adnen wer\u00adden oft gekr\u00f6nt dargestellt. Die unten abge\u00adbildete zweite Fig\u00adur der Schlangeng\u00f6t\u00adtin zeigt eine solche gekr\u00f6nte G\u00f6t\u00adtin. Schon die sch\u00adneck\u00aden\u00adhafte Schlangeng\u00f6t\u00adtin der Moldau-Region verk\u00f6r\u00adpert den Impuls der Aufrich\u00adtung. Dieser ist bei der gekr\u00f6n\u00adten Schlangeng\u00f6t\u00adtin aus Kre\u00adta noch deut\u00adlich\u00ader. Ihre \u00fcbere\u00adinan\u00addergeschla\u00adge\u00adnen Beine sehe ich als Jahreskreis\u00adlauf, der stete, zyk\u00adlis\u00adche Wieder\u00adhol\u00adung darstellt. Aus diesem in der Waagerecht\u00aden ange\u00adord\u00adneten Kreis der Beine, das Durch\u00adschre\u00adit\u00aden des immer Gle\u00adichen Zyk\u00adlus anzeigend, erhebt sich der Oberk\u00f6r\u00adp\u00ader der Schlangeng\u00f6t\u00adtin und verdeut\u00adlicht bewusst erlebte Gegen\u00adwart. Die Kro\u00adne der Schlangeng\u00f6t\u00adtin zeigt an, dass ihr Selb\u00adst\u00adbe\u00adwusst\u00adsein erwacht ist und ihr Bewusst\u00adsein\u00adsraum eben\u00adso rund ist wie das zyk\u00adlis\u00adche&nbsp;Jahr.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Schlangengoettin-mit-4-Licht-und-Krise-300x280.png\" alt width=\"300\" height=\"280\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Schlangengoettin-Drittelung-300x285.png\" alt width=\"230\" height=\"218\"><\/p>\n<p><em>Eine Schlangeng\u00f6t\u00adtin aus der Cucuteni-Kul\u00adtur, Moldau-Region, 5. Jahrtausend vor Chr. im Jahreskreis<\/em> <em>(mit Licht- und Krisenspr\u00fcchen)<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Schlangengoettin-Krone-frotal-197x300.png\" alt width=\"160\" height=\"244\">&nbsp;<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2024\/02\/Schlangengoettin-Krone-Seite-209x300.png\" alt width=\"160\" height=\"230\"><\/p>\n<p><em>Eine Schlangeng\u00f6t\u00adtin mit Kro\u00adne, Kre\u00adta um 6000 v.Chr.<\/em><\/p>\n<h4><strong>Embryologie \u2014 Pflanzenstufe<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>In der Embry\u00adona\u00adlen\u00adtwick\u00adlung ste\u00adht das Mantra 47 v f\u00fcr die Stufe des Pflanzen\u00adre\u00adich\u00ades, entsprechend der Ein\u00adteilung von Jaap van der Wal. Nun begin\u00adnt tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich Entwick\u00adlung. Die Pflanze w\u00e4chst nach dem Gesetz der Meta\u00admor\u00adphose. Hier find\u00adet nicht nur Vervielf\u00e4l\u00adti\u00adgung des immer Gle\u00adichen statt, wie im Min\u00ader\u00adal\u00adre\u00adich, son\u00addern Umgestal\u00adtung. Das Eine geht aus dem Anderen her\u00advor. Da seine Ansicht\u00aden zur Embry\u00adona\u00adlen\u00adtwick\u00adlung so neuar\u00adtig sind, zitiere ich ihn aus\u00adf\u00fchrlich, um seine Gedanken bess\u00ader nachvol\u00adlziehbar zu machen.<\/p>\n<p>\u201eNach der Phase der ersten Woche hat sich die Ein\u00adheit der Zygote zu ein\u00ader Zwei\u00adheit entwick\u00adelt, n\u00e4m\u00adlich zum Embry\u00adoblast und zum Tro\u00adphoblast als jew\u00adeils einem Innen und einem Au\u00dfen. Es w\u00e4re bess\u00ader beim Embry\u00adoblast und beim Tro\u00adphoblast von einem Zen\u00adtrum und ein\u00ader Periph\u00aderie zu sprechen.&nbsp;\u2026<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Tage, die fol\u00adgen, tritt bei der Entwick\u00adlung des Embryos eine radikale Ver\u00e4n\u00adderung auf, sowohl in Bezug auf den Charak\u00adter wie auch auf die Dynamik \u2026 Beson\u00adders die Periph\u00aderie begin\u00adnt eine v\u00f6l\u00adlig andere Entwick\u00adlung vorzuweisen. Da man\u00adi\u00adfestiert sich ab jet\u00adzt eine enorme Wach\u00ads\u00adtums- und Stof\u00adfwech\u00adse\u00adlak\u00adtiv\u00adit\u00e4t. Der Tropho\u00adplast dehnt sich enorm aus. Die Zell\u00adteilungsak\u00adtiv\u00adit\u00e4t ist so vehe\u00adment, dass die Zellen an der Au\u00dfen\u00adseite sog\u00adar ihre Struk\u00adtur ein\u00adb\u00fc\u00dfen und zu ein\u00ader Art Zel\u00adlen\u00adsynzytium \u2026 ver\u00adschmelzen. Das Alles macht einen fast b\u00f6sar\u00adti\u00adgen Ein\u00addruck, denn der Tro\u00adphoblast \u00fcber\u00adschre\u00adit\u00adet seine Gren\u00adze und wuchert in das m\u00fct\u00adter\u00adliche Gewebe hinein. Mit vie\u00adlen Enzy\u00admen &lt;ver\u00addaut&gt; der Embryo das endometrische Gewebe der Mut\u00adter und nis\u00adtet sich immer tiefer in die Schleimhaut der Geb\u00e4r\u00admut\u00adter ein. Der \u00dcber\u00adschre\u00aditungscharak\u00adter wird durch die Tat\u00adsache, dass der m\u00fct\u00adter\u00adliche Organ\u00adis\u00admus keine Bar\u00adriere schafft, um sich zu &lt;vertei\u00addi\u00adgen&gt;, noch mehr betont: nach eini\u00adgen Tagen bah\u00adnt sich der Embryo sog\u00adar einen Weg in die m\u00fct\u00adter\u00adlichen Blut\u00adge\u00adf\u00e4\u00dfe. Jedoch strebt der Embryo noch weit\u00ader der Periph\u00aderie zu, und zwar bis jen\u00adseits der anatomis\u00adchen Gren\u00adzen des Synzy\u00adtiotro\u00adphoblasts! Der Tro\u00adphoblast schei\u00addet Hor\u00admone aus, deren Men\u00adgen winzig sein m\u00f6gen \u2026, die aber enorme Kon\u00adse\u00adquen\u00adzen bis in die ferne Periph\u00aderie hinein aufweisen. Der ganze m\u00fct\u00adter\u00adliche Organ\u00adis\u00admus wird durch sie bee\u00adin\u00adflusst und in einen solchen Zus\u00adtand ver\u00adset\u00adzt, dass er den neuen Organ\u00adis\u00admus akzep\u00adtieren kann, der ihm im Grunde genom\u00admen ja fremd&nbsp;ist.&nbsp;\u2026<\/p>\n<p>Dieser Tro\u00adphoblast ist viel mehr als das anatomis\u00adche \u00c4u\u00dfere. Seine dynamis\u00adche Geb\u00e4rde ist eine, die nach au\u00dfen strebt, die gren\u00adzen\u00adlos ist, die \u00fcber sich selb\u00adst hin\u00adausw\u00e4chst. Sie erstreckt sich nach au\u00dfen und ver\u00adschmilzt mit ihrer Umge\u00adbung, w\u00e4hrend sie gle\u00adichzeit\u00adig Anze\u00adichen von Wurzeln-Schla\u00adgen und Sich-Fest\u00adset\u00adzen aufweist. Man k\u00f6n\u00adnte den Tro\u00adphoblast zurecht den periph\u00aderen K\u00f6r\u00adp\u00ader des Embryos nen\u00adnen. Die Periph\u00aderie, das &lt;Au\u00dfen&gt; ist der Ort, wo er mit sein\u00ader Umge\u00adbung inter\u00adagiert, wo sein Stof\u00adfwech\u00adsel und sein Wach\u00ads\u00adtum sich abspie\u00adlen, wo er sich aus\u00adbre\u00adit\u00adet. In seinem \u00e4u\u00dferen K\u00f6r\u00adp\u00ader w\u00e4chst und lebt der Embryo, w\u00e4hren er sich vom Zen\u00adtrum zur Periph\u00aderie aus\u00addehnt. Die Ver\u00e4n\u00adderung von der Rich\u00adtung der ersten Woche ist deut\u00adlich zu erken\u00adnen. Wir haben uns von dem Zus\u00adtand eines abgekapsel\u00adten &lt;Raum\u00adschiffes&gt; in einen wach\u00adsenden, sich aus\u00adbre\u00adi\u00adt\u00aden\u00adden, &lt;um-sich-greifend\u00aden&gt; und inter\u00adagieren\u00adden Organ\u00adis\u00admus verwandelt.&nbsp;\u2026<\/p>\n<p>Die Geb\u00e4rde kommt deut\u00adlich zum Aus\u00addruck, wenn man als Gegen\u00adsatz das Zen\u00adtrum des Embryos ber\u00fcck\u00adsichtigt. Auch beim Embry\u00adoblast zeigen sich Ver\u00e4n\u00adderun\u00adgen, aber die Dynamik ist v\u00f6l\u00adlig anders. Was hier geschieht, ist eine Dif\u00adferen\u00adzierung in den (Pr\u00e4-)Ektoderm und den (Pr\u00e4-)Entoderm \u2026 Das Wach\u00ads\u00adtum und das Ver\u00adh\u00e4lt\u00adnis zur Periph\u00aderie sind jedoch v\u00f6l\u00adlig unter\u00adschiedlich zu dem des Tro\u00adphoblasts. Was wir hier vorfind\u00aden, ist langsames Wach\u00ads\u00adtum mit geringer Dif\u00adferen\u00adzierung aber nicht den For\u00admver\u00adlust und die Aus\u00addehnung des Tro\u00adphoblasts. Die Dynamik richtet sich nicht nach au\u00dfen, son\u00addern sie wen\u00addet sich eher davon ab und wird hier eine konzen\u00adtri\u00aderende. Es entste\u00adht nun auch die Amnion\u00adh\u00f6h\u00adle, und dadurch l\u00f6st sich das Keim\u00adblatt vom Tro\u00adphoblast. Hier\u00addurch entste\u00adht eine unge\u00adheure inner\u00adliche Span\u00adnung im Embryo. Ein\u00ader\u00adseits gibt es da nun die Periph\u00aderie (den Tro\u00adphoblast), die nach au\u00dfen strebt (zen\u00adtrifu\u00adgal), ander\u00ader\u00adseits das Zen\u00adtrum (den Embry\u00adoblast), das sich &lt;nach innen&gt; richtet (zen\u00adtripedal). \u2026 Das Innere und das \u00c4u\u00dfere des Embry\u00adoblasts und des Tro\u00adphoblasts sind nun als Entozyst (inneres Ei) und Ektozyst (\u00e4u\u00dferes Ei) man\u00adi\u00adfest gewor\u00adden. Mit Entozyst ist der Kom\u00adplex gemeint, der die Amnion\u00adh\u00f6h\u00adle, den Dot\u00adter\u00adsack und die zweibl\u00e4t\u00adtrige Keim\u00adscheibe umfasst gegen\u00fcber Ektozyst oder Tro\u00adphoblast, der sich inzwis\u00adchen weit\u00ader dif\u00adferen\u00adziert hat. Obwohl die Teile sich ver\u00e4n\u00addert haben, ist die Dynamik unverkennbar die gle\u00adiche geblieben. Der Embryo strebt w\u00e4hrend der zweit\u00aden Woche der Periph\u00aderie zu; er w\u00e4chst fortw\u00e4hrend nach au\u00dfen. Der Kern des Embryos \u2014 die zweibl\u00e4t\u00adtrige Keim\u00adscheibe des Ekto\u00adderms und des Ento\u00adderms \u2014 ist das Zen\u00adtrum, um welch\u00ades sich alles dreht. Die Periph\u00aderie \u00fcber\u00adwiegt beim Embryo; er hat keinen &lt;Inhalt&gt; son\u00addern Extern\u00adhalt&gt; (oder &lt;Au\u00dfen\u00adhalt&gt;). Er strebt so stark nach au\u00dfen, streckt sich aus, um Wurzeln in der Au\u00dfen\u00adwelt zu schla\u00adgen, sodass das Zen\u00adtrum in Bezug auf das Wach\u00ads\u00adtum ganz betr\u00e4chtlich zur\u00fcck\u00adbleibt. Ein ganz neuer Raum entste\u00adht, welch\u00ader sich zwis\u00adchen dem sich aus\u00addehnen\u00adden Ektozyst und dem Entozyst, welch\u00ader zur\u00fcck\u00adbleibt, befind\u00adet. Es bildet sich eine H\u00f6h\u00adle, welche ver\u00admit\u00adtelt und Raum schafft, und welche die Chori\u00adon\u00adh\u00f6h\u00adle genan\u00adnt wird. Das Meso(-derm), welch\u00ades sich in dieser H\u00f6h\u00adle befind\u00adet, formt einen Haft\u00adstiel, welch\u00ader die Verbindung zwis\u00adchen &lt;Periph\u00aderie&gt; und &lt;Zen\u00adtrum&gt; aufrechterh\u00e4lt.&nbsp;\u2026<\/p>\n<p>Die Dynamik, die sich hier man\u00adi\u00adfesti\u00ader, ist der polare Gegen\u00adsatz zu der\u00adjeni\u00adgen der ersten Woche! Zu dem Zeit\u00adpunkt war alles, was beschlosse\u00adnen Raum, Wach\u00ads\u00adtums\u00adbe\u00adgren\u00adzung, Unterteilung und Inner\u00adhalb-Bleiben charak\u00adter\u00adisiert, die Ten\u00addenz. Der Embryo der zweit\u00aden Woche strebt nach au\u00dfen, wen\u00addet sich dem Jen\u00adseits zu. Er ver\u00adliert die Kom\u00adpak\u00adtheit der Moru\u00adla. Er begin\u00adnt auf eine Art und Weise zu wach\u00adsen, wie wir das bei leben\u00adden Wesen gew\u00f6h\u00adnt sind: Sowohl das Vol\u00adu\u00admen wie auch der Stof\u00adfwech\u00adsel nehmen zu. Dieser Embryo hat wohl ein Zen\u00adtrum, aber das ist nichts weit\u00ader als ein Aus\u00adgangspunkt f\u00fcr ein periph\u00aderes Streben. Alles scheint sich um dieses Zen\u00adtrum (die Keim\u00adscheibe oder den Embry\u00adonald\u00adiskus) zu drehen, wie ein Rad um seine&nbsp;Achse.<\/p>\n<p>Inzwis\u00adchen hat der Zeit\u00adfak\u00adtor in der Entwick\u00adlung Bedeu\u00adtung angenom\u00admen, W\u00e4hrend Meta\u00admor\u00adphose, Dif\u00adferen\u00adzierung und Wach\u00ads\u00adtum sich abspie\u00adlen, hat der Embryo damit begonnen, am Zeit\u00adgeschehen teilzunehmen, er l\u00e4sst nun die Dynamik des Lebens erken\u00adnen. \u2026 dieser Embryo weist typ\u00adis\u00adche Pflanzeneigen\u00adschaften vor, welche nach au\u00dfen gerichtet sind. Dies k\u00f6n\u00adnte man den &lt;Au\u00dfen\u00admen\u00adschen&gt; oder &lt;Au\u00dfen\u00adhalt\u00admen\u00adschen&gt; nen\u00adnen. Zu dieser Schlussfol\u00adgerung k\u00f6n\u00adnen wir nur anhand der ph\u00e4nom\u00ade\u00adnol\u00ado\u00adgis\u00adchen Sichtweise kom\u00admen. Wir k\u00f6n\u00adnen charak\u00adter\u00adisieren, wie die Pflanzen sich ihrer Umwelt hingeben; sie opfern und \u00f6ff\u00adnen sich und haben somit wenig M\u00f6glichkeit, sich von ihrer Umge\u00adbung zu emanzip\u00adieren. Ihre Mor\u00adpholo\u00adgie zeigt uns das. Die Wurzeln spreizen sich und geben sich der Erde hin, w\u00e4hrend die Bl\u00e4t\u00adter und Bl\u00fcten das gle\u00adiche der Atmo\u00adsph\u00e4re, der Luft, dem Licht und der W\u00e4rme gegen\u00fcber tun. Pflanzen ste\u00adhen so offen, dass sie dadurch prak\u00adtisch wehr\u00adlos und v\u00f6l\u00adlig den Au\u00dfene\u00adin\u00adfl\u00fcssen preis\u00adgegeben sind.&nbsp;\u2026<\/p>\n<p>\u2026 dieses Wesen [der Embryo] ist offen\u00adsichtlich hier auf der Erde noch nicht v\u00f6l\u00adlig anwe\u00adsend. Oben\u00addrein kann man wahrnehmen, dass die zweibl\u00e4t\u00adtrige Keim\u00adscheibe der zweit\u00aden Woche nicht nur der Mit\u00adtelpunkt ist, um den &lt;sich alles dreht&gt;, son\u00addern dass er auch flach und zwei\u00addi\u00admen\u00adsion\u00adal erscheint. W\u00e4hrend dieser Phase beste\u00adht der Embryo aus nicht mehr als zwei aufeinan\u00addertr\u00ade\u00adf\u00adfend\u00aden Ober\u00adfl\u00e4chen, welche zwei Epithe\u00adlien sind. Daher kann man noch nicht von &lt;Inhalt&gt; reden, beson\u00adders auch weil wir wis\u00adsen, dass es da noch kein Meso(-derm) gibt, d.h. die Dimen\u00adsion des Gewebes der &lt;F\u00fcl\u00adlung&gt; (Raum schaf\u00adfen und verbinden) fehlt noch. W\u00e4hrend dieses zwei\u00addi\u00admen\u00adsion\u00adalen Beste\u00adhens hat die flache zweibl\u00e4t\u00adtrige Keim\u00adscheibe nur ein Au\u00dfen, Periph\u00aderie, Umge\u00adbung. Seine &lt;Rich\u00adtung&gt; geht vom Mit\u00adtelpunkt zur Periph\u00aderie. Schl\u00fcs\u00adsel\u00adworte, die den Men\u00adschen w\u00e4hrend sein\u00ader zweit\u00aden Woche charak\u00adter\u00adisieren, sind also: aus\u00addehnen, fl\u00e4chen\u00adhaft, pflanzenar\u00adtig.\u201d (Jaap van der Wal, Dynamis\u00adche Mor\u00adpholo\u00adgie und Embry\u00adolo\u00adgie, Skript der Osteopathie Schule Deutsch\u00adland, S.&nbsp;87ff).<\/p>\n<p>Die Par\u00adal\u00adlele zu der obi\u00adgen Aus\u00adf\u00fchrun\u00adgen des pflanzen\u00adhaften \u201cFr\u00fch\u00admen\u00adschen\u201d von Rudolf Stein\u00ader, der im Wel\u00adtenscho\u00df her\u00adan\u00adw\u00e4chst, ist frap\u00adpierend: siehe den Abschnitt \u201cWel\u00adtenscho\u00df\u201d.<\/p>\n<h4><strong>Worum geht es im Mantra 47&nbsp;v?<\/strong><\/h4>\n<p>Werdelust, Entwick\u00adlung, Erneuerung will aus dem Wel\u00adtenscho\u00df geboren wer\u00adden. Das ewig Gle\u00adiche soll in Fluss kom\u00admen, soll erste\u00adhen \u2014 aufer\u00adste\u00adhen, sich ver\u00adj\u00fcn\u00adgen. Und diese erneuernde Kraft teilt sich dem wahrnehmenden Men\u00adschen mit. Es will erste\u00adhen \u2014 \u201ees\u201d ist die Werdelust, doch warum erf\u00e4hrt man das erst nach zwei Zeilen? Der Beginn mit \u201ees\u201d bewirkt eine neu\u00adtral-k\u00fch\u00adle Stim\u00admung. Etwas vol\u00adlzieht sich, an dem ich als Men\u00adsch unbeteiligt bin, mehr noch, die Benen\u00adnung und damit das Erken\u00adnen dieses \u201ees\u201d erfol\u00adgt erst am Ende der zweit\u00aden Zeile. Erst jet\u00adzt taucht aus dem Neb\u00adul\u00f6sen die Werdelust auf. Erst jet\u00adzt wei\u00df ich, was da aus dem Unkonkreten in die Erschei\u00adn\u00adung dr\u00e4ngt. Ich bin also nicht nur pas\u00adsiv, son\u00addern zun\u00e4chst auch unwis\u00adsend, dem Geschehen ausgeliefert.<\/p>\n<p>Auch die Werdelust ist nicht selb\u00adst etwas, sie ist nichts Fer\u00adtiges, Gewor\u00addenes. Sie ist selb\u00adst nur die Lust, die Freude und der Impuls des Wer\u00addens, nicht das Wer\u00adden sel\u00adber. Die Werdelust will erste\u00adhen. Erste\u00adhen ist ver\u00adwandt mit auf\u00adste\u00adhen. Die Lust am Wer\u00adden hat darniedergele\u00adgen, nun hat sie den Willen, sich zu erheben, eine neue Dimen\u00adsion zu erobern. Sie erwacht, richtet sich auf und tritt in Aktion.<\/p>\n<p>Es hei\u00dft Werdelust, nicht Werdekraft oder Werdeziel. Lust beschreibt ein Gef\u00fchl. Diese Lust scheint mir eine Stufe bewusster und seel\u00adis\u00adch\u00ader zu sein als die Begierde. Rudolf Stein\u00ader beschreibt die Begierde als die Grund\u00adlage von Kar\u00adma, den Astralk\u00f6r\u00adp\u00ader nen\u00adnt er den Begier\u00addenk\u00f6r\u00adp\u00ader (GA 93a, 2. Vor\u00adtrag, 27.9.1905, S. 25). F\u00fch\u00adle ich der Lust nach, so erzeugt sie eine inner\u00adlich feurig auf\u00adstrebende, jubel\u00adnde Bewe\u00adgung. Auch dies weist auf den Astralleib hin, denn die Bewe\u00adgungsrich\u00adtung des Astralleibs, seine Wirkrich\u00adtung, gibt Rudolf Stein\u00ader von unten nach oben an: \u201cVon unten her\u00adauf ergie\u00dft sich n\u00e4m\u00adlich die Haupt\u00adstr\u00f6\u00admung des astralis\u00adchen Leibes und von oben herunter die Haupt\u00adstr\u00f6\u00admung des Ich.\u201d (GA 115, S.59) Diese auf\u00adsteigende Bewe\u00adgung des Astralleibs ist als Kun\u00addali\u00adni-Auf\u00adstieg bekannt.<\/p>\n<p>Aus dem Wel\u00adtenscho\u00dfe will die Werdelust erste\u00adhen, sich erheben. Der Mut\u00adter\u00adscho\u00df ist der Ort, in dem ein Kind her\u00adanwach\u00adsen kann. Der Wel\u00adtenscho\u00df ist also der Entste\u00adhung\u00adsort der Erneuerung in der Welt \u2014 und let\u00adztlich der Geburt\u00adsort ein\u00ader neuen Welt. Plotin hat\u00adte die Werdelust eine der Ursachen von allem B\u00f6sen in der Welt genan\u00adnt. (Siehe den Abschnitt \u201cWerdelust\u201d) Die Werdelust will Ver\u00e4n\u00adderung und deshalb ste\u00adht sie nach sein\u00ader Mei\u00adn\u00adung der g\u00f6t\u00adtlichen Ord\u00adnung ent\u00adge\u00adgen. Im Mantra erste\u00adht die Werdelust aus dem Wel\u00adtenscho\u00dfe. Sie kommt also aus der g\u00f6t\u00adtlichen Ord\u00adnung. Rudolf Stein\u00ader hat den makrokos\u00admis\u00adchen Astralleib bildlich als den Wel\u00adtenscho\u00df benan\u00adnt. Das Mantra sagt also: Die Werdelust als auf\u00adsteigende, Bewusst\u00adsein erschaf\u00adfende Kraft entstammt dem kos\u00admis\u00adchen Astralleib, dem Weltenscho\u00df.<\/p>\n<p>Vielle\u00adicht k\u00f6n\u00adnte man die im Mantra beschriebene Sit\u00adu\u00ada\u00adtion ins Seel\u00adis\u00adche \u00fcber\u00adtra\u00adgen so beschreiben: die Kreativ\u00adit\u00e4t ist bere\u00adits erwacht, doch der K\u00fcn\u00adstler hat wed\u00ader begonnen zu arbeit\u00aden, noch hat er bere\u00adits eine Idee, ein Ziel. Er sp\u00fcrt lediglich das dr\u00e4n\u00adgende innere Bewegt-Sein durch die Kraft der Kreativit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die Werdelust will erste\u00adhen \u2014 noch geschieht es nicht. Doch wenn es geschieht, f\u00fchrt es dazu, dass der Sin\u00adnen\u00adschein erquickt wird. Sich erquick\u00aden hei\u00dft wieder frisch und jung wer\u00adden. Das Bild eines klaren, sprudel\u00adnden Wassers entste\u00adht. Der Sin\u00adnen\u00adschein ist die Maya, die nur Schein und nicht Wahrheit ist. Die Wahrheit hin\u00adter dem Sin\u00adnen\u00adschein ist die geistige Welt. Doch hier wird ihr physis\u00adches Erscheinen, so wie sie sich den Sin\u00adnen physisch dar\u00adbi\u00adetet, erneuert. Auch wenn die Welt Maya, T\u00e4uschung, Schein ist, wird dieser Sin\u00adnen\u00adschein erquickt, mit neuem Leben erf\u00fcllt. Die \u00e4u\u00dfere Welt wird erneuert, ver\u00adj\u00fcngt, wieder aufge\u00adfrischt durch die Werdelust. Dieser Prozess vol\u00adlzieht sich als Natur\u00advor\u00adgang aus den Kr\u00e4ften h\u00f6her\u00ader Wesen\u00adheit\u00aden ohne Beteili\u00adgung des Menschen.<\/p>\n<p>Dieser vir\u00adu\u00adlen\u00adten Energie, die nun in alles einzieht, dieser Werdelust, begeg\u00adnet mein Denken durch die Sin\u00adne\u00adsein\u00addr\u00fccke, die es von der Au\u00dfen\u00adwelt empf\u00e4ngt. Das Denken muss sich dem gewach\u00adsen f\u00fchlen, son\u00adst wird es \u00fcber\u00adschwemmt, \u00fcber\u00adran\u00adnt von der Vielzahl und Dif\u00adferen\u00adziertheit der Sinneswahrnehmungen. Das Denken ist stets auf der Suche nach Wahrheit. Nun ist es die Frage, ob es diese in der explodieren\u00adden Wahr-Nehmung find\u00aden kann. Das Erwachen der Wach\u00ads\u00adtum\u00adskr\u00e4fte im Fr\u00fch\u00adling ergreift den Men\u00adschen, wie es auch die Pflanzen- und Tier\u00adwelt ergreift. Die Denkkraft muss f\u00fcr diese \u00dcber\u00adschwem\u00admung an Vielf\u00e4ltigkeit vor\u00adbere\u00adit\u00adet sein. Daf\u00fcr muss das Denken ger\u00fcstet sein durch Gotteskr\u00e4fte, die innen, in der Seele leben. Welche Kraft gibt dem Denken diese R\u00fcs\u00adtung \u2014 diesen Schutz im Kampf mit den anbran\u00adden\u00adden Sin\u00adne\u00adsein\u00addr\u00fcck\u00aden? Welch\u00ades sind die Gotteskr\u00e4fte?<\/p>\n<p>Wenn die Ablenkun\u00adgen vielf\u00e4ltig sind, ist Konzen\u00adtra\u00adtion gefragt, innere Ruhe, \u00dcber\u00adschau. Doch das sind eigentlich Men\u00adschen-Kr\u00e4fte, diese bringt der Men\u00adsch sel\u00adber auf. Was sind also die Gotteskr\u00e4fte?<\/p>\n<p>Es gibt zwei grund\u00ads\u00e4t\u00adzliche Bewe\u00adgun\u00adgen: die eine dif\u00adferen\u00adziert, die andere vere\u00adin\u00adheitlicht. Der Strom, der ins Leben f\u00fchrt, der aus der Quelle allen Seins kommt, ist ein dif\u00adferen\u00adzieren\u00adder. Die eine Vogel\u00admut\u00adter legt mehrere Eier und aus jedem schl\u00fcpft ein anderes K\u00fcken aus, \u2014 der eine Baum l\u00e4sst die vie\u00adlen Samen reifen und aus jedem Samen kann poten\u00adtiell ein neuer Baum wach\u00adsen. Der Strom der Dif\u00adferen\u00adzierung geht vom Urbild aus und erschafft an seinem Ende den einzel\u00adnen, ganz konkreten L\u00f6wen\u00adzahn, oder dieses eine V\u00f6gelchen. Und auch aus dem immer gle\u00adichen Zyk\u00adlus des Jahreskreis\u00ades erschafft sich im Strom der Zeit der einzelne Moment als ganz indi\u00advidu\u00adelle, unwieder\u00adbringliche Sin\u00adgu\u00adlar\u00adit\u00e4t. \u2014 Der andere Strom erhebt das Vere\u00adinzelte in eine h\u00f6here Ein\u00adheit. Denk\u00adend geht der Men\u00adsch von der Viel\u00adheit der Sch\u00f6p\u00adfung, vom Vere\u00adinzel\u00adten, einzi\u00adgar\u00adti\u00adgen aus, umfasst das Vere\u00adinzelte durch den Begriff und verbindet es durch \u00fcber\u00adge\u00adord\u00adnete Begriffe zu immer gr\u00f6\u00dferen Gemein\u00adschaften. Die konkrete Pflanze wird als L\u00f6wen\u00adzahn, als Korb\u00adbl\u00fctler, als Pflanze, als Lebe\u00adwe\u00adsen usw. begrif\u00adflich erkan\u00adnt. Sofern die Begriffs\u00adbil\u00addung eine lebendi\u00adge war, kann der Men\u00adsch dadurch die einzelne Wahrnehmung denk\u00adend zu ihrem Urbild erheben. Durch die im Begriff enthal\u00adtene Vorstel\u00adlung kann er das Urbild hin\u00adter der konkreten Wahrnehmung inner\u00adlich schauen \u2014 und so tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich den Sin\u00adnen\u00adschein f\u00fcr wahr-nehmen. Auch mit den vie\u00adlen einzel\u00adnen Momenten von Gegen\u00adwart ver\u00adf\u00e4hrt das Denken so und erschafft durch Erin\u00adnern und Voraus\u00addenken die Vorstel\u00adlung des Jahreskreis\u00ades, der ohne diese Aktiv\u00adit\u00e4t un-\u201csichtbar\u201d bleiben w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Das men\u00adschliche Denken ist so angelegt, dass es bei\u00adde Str\u00f6me hand\u00adhabt. Im Denken k\u00f6n\u00adnen wir dif\u00adferen\u00adzieren, zerteilen, analysieren und uns immer tiefer in Details ver\u00adgraben. \u2014 Und wir k\u00f6n\u00adnen zusam\u00admen\u00adfassen, Ein\u00adheit\u00aden bilden, syn\u00adthetisieren, indem wir uns inner\u00adlich auf eine h\u00f6here Ebene erheben. Diese im Denken wirk\u00adenden Kr\u00e4fte wirken auch in der Welt als inkarnierende, erschaf\u00adfende, her\u00adabf\u00fchrende und im Gegen\u00adzug auch wieder exkarnierende, erhebende, vergeisti\u00adgende Kr\u00e4fte. Sie sind die Gotteskr\u00e4fte, die auch im Innern des Men\u00adschen wirken. Diese Kr\u00e4fte geben dem Denken die R\u00fcs\u00adtung, sie sind die Werkzeuge, die Aus\u00adr\u00fcs\u00adtung der Denkkraft, um mit der sich ent\u00adfal\u00adtenden, stetig an Kraft zunehmenden Werdelust umge\u00adhen zu k\u00f6n\u00adnen. Ein michaelis\u00adch\u00ader Zug klingt in dem Wort \u201eger\u00fcstet\u201d an. Michaelis\u00adche Gotteskr\u00e4fte m\u00fcssen die men\u00adschliche Denkkraft r\u00fcsten. Ich-gef\u00fchrte, bewusst gehand\u00adhabte Denkkraft muss in der Seele leben und kraftvoll m\u00fcssen sich die Gotteskr\u00e4fte des Zerteilens und Verge\u00admein\u00adschaftens bet\u00e4ti\u00adgen. Als lebendi\u00adge, nicht tech\u00adnisch tote Kr\u00e4fte m\u00fcssen sie gehand\u00adhabt wer\u00adden. Gelingt dies, kann der Men\u00adsch sch\u00f6pferisch denk\u00adend und damit dem Sch\u00f6pfer der Welt \u00e4hn\u00adlich wirken.<\/p>\n<p>Im Mantra f\u00e4llt die Anh\u00e4u\u00adfung des Wortes \u201cKraft\u201d auf: \u201cmeines Denkens Kraft\u201d, \u201cGotteskr\u00e4fte\u201d, \u201ckr\u00e4ftig\u201d. Warum find\u00adet sich diese Kul\u00admi\u00adna\u00adtion der Kraft hier, die jed\u00ader Deutschlehrer als kor\u00adrek\u00adturbed\u00fcrftig markieren w\u00fcrde? Es han\u00addelt sich um Denkkraft (Ein\u00adzahl), Gotteskr\u00e4fte (Mehrzahl, min\u00addestens zwei) und um ein Adjek\u00adtiv, das charak\u00adter\u00adisiert, wie die Gotteskr\u00e4fte im Innern, ger\u00adade jet\u00adzt, gegen\u00adw\u00e4r\u00adtig agieren, leben. Durch die Denkkraft ver\u00adwirk\u00adlicht sich das Ich. Seine Kraft str\u00f6mt aus ein\u00ader einzi\u00adgen Quelle. Die Gotteskr\u00e4fte sind f\u00fcr mein Daf\u00fcrhal\u00adten die bei\u00adden sich im Gle\u00adichgewicht hal\u00adtenden auf- und abbauen\u00adden Kr\u00e4fte, Wer\u00adden und Verge\u00adhen, die bei\u00adden S\u00e4ulen der Welt und bilden gemein\u00adsam den Astralleib wie die Hal\u00adb\u00adjahre das Jahr. Das Adjek\u00adtiv \u201ckr\u00e4ftig\u201d markiert den Moment des Zusam\u00admen\u00adwirkens von Ich und Astralleib, indem das Ich die bei\u00adden astralen Kr\u00e4fte in Inter\u00adak\u00adtion bringt. Die Gotteskr\u00e4fte liegen dann nicht brach, son\u00addern leben kr\u00e4ftig im Innern, wenn das Ich-gef\u00fchrte Denken sich ihrer bedient.<\/p>\n<p>Das Mantra 47 v ist das Mantra der sich ent\u00adfal\u00adtenden Leben\u00adskraft. In der tradierten chi\u00adne\u00adsis\u00adchen Weisheit wurde diese Fr\u00fch\u00adlingskraft als der Drache geschaut, der aus der Erde bricht und in den Him\u00admel auf\u00adsteigt. Unser Denken ist diesem Ansturm an Sinneswahrnehmungen nur gewach\u00adsen, wenn es bei\u00adde Denkbe\u00adwe\u00adgun\u00adgen, die Analyse und die Syn\u00adthese bis hin\u00adauf zum geisti\u00adgen Urbild gle\u00adicher\u00adma\u00dfen hand\u00adhaben kann. Das eigene Licht des Denkens muss so kr\u00e4ftig strahlen, dass es bis in die H\u00f6he hin\u00adaufre\u00adicht, von der das Leben der Sinneswelt seinen Anfang nahm. Dann gelingt es bildlich gesprochen, den Drachen der \u00c4therkr\u00e4fte zu reit\u00aden und sich in den Him\u00admel hin\u00adauf\u00adtra\u00adgen zu lassen.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1717\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Eintrag&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>47 v Es will erste\u00adhen aus dem Wel\u00adtenscho\u00dfe, Den Sin\u00adnen\u00adschein erquick\u00adend, Werdelust. Sie finde meines Denkens Kraft Ger\u00fcstet durch die Gotteskr\u00e4fte, Die kr\u00e4ftig mir im Innern leben. Wel\u00adtenscho\u00df und Werdelust Das Mantra 47 v spricht von der Werdelust, die aus dem Wel\u00adtenscho\u00df erste\u00adhen will. Um eine konkretere Vorstel\u00adlung davon zu gewin\u00adnen, was zum einen&nbsp;die\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-1703","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1703","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1703"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1703\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1703"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}