{"id":1658,"date":"2023-02-11T16:23:16","date_gmt":"2023-02-11T15:23:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1658"},"modified":"2024-05-17T22:16:57","modified_gmt":"2024-05-17T20:16:57","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy-2-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-2-copy-copy-copy-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1658","title":{"rendered":"Blog \u2014 Seelenkalender Mantra 45&nbsp;t"},"content":{"rendered":"\n\n\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/45-t-Mistel-300x297.jpg\" alt width=\"300\" height=\"297\"><\/p>\n<h4><strong>45 t<\/strong><\/h4>\n<p>Es fes\u00adtigt sich Gedankenmacht<\/p>\n<p>Im Bunde mit der Geistgeburt,<\/p>\n<p>Sie hellt der Sinne dumpfe Reize<\/p>\n<p>Zur vollen Klarheit auf.<\/p>\n<p>Wenn See\u00adlen\u00adf\u00fclle<\/p>\n<p>Sich mit dem Wel\u00adtenwer\u00adden einen&nbsp;will,<\/p>\n<p>Muss Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung<\/p>\n<p>Des Denkens Licht empfangen.<\/p>\n<h4><strong>Valentinstag \u2014 Tag der Liebenden<\/strong><\/h4>\n<p>Der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Valentinstag\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Valentin\u00adstag<\/a> am 14. Feb\u00adru\u00adar wurde als Gedenk\u00adtag des hl. Valenti\u00adnus von Papst Gela\u00adsius schon im Jahre 496 f\u00fcr die ganze Kirche einge\u00adf\u00fchrt. Zwar wurde er 1969 aus dem r\u00f6mis\u00adchen Gen\u00ader\u00adal\u00adka\u00adlen\u00adder gestrichen, doch seine Beliebtheit (und gewaltige Kom\u00admerzial\u00adisierung) wuchs unge\u00adbremst bis heute \u2014 und das fast weltweit. Angesichts eines geschichtlichen und chris\u00adtol\u00ado\u00adgis\u00adchen R\u00fcck\u00adblicks habe ich ver\u00adst\u00e4rkt den Ein\u00addruck, dass sich hier ein Geheim\u00adnis ver\u00adbirgt. M\u00f6glich\u00ader Weise ste\u00adht hin\u00adter diesem Fest eine geheime Wahrheit, die sich immer st\u00e4rk\u00ader Bahn bricht. Durch das Mantra 45 t wird dieses Ph\u00e4nomen ver\u00adst\u00e4ndlich \u2014 und auch das Mantra wird durch diesen Tag erhellt.<\/p>\n<p>Der Valentin\u00adstag ste\u00adht mit dem kom\u00adplet\u00adten Jahres\u00adlauf in ein\u00ader beson\u00adderen Beziehung. Es sind 40 Tage von Wei\u00adh\u00adnacht\u00aden (38 m) bis Lichtmess am 2. Feb\u00adru\u00adar (meist 44 s) und eben\u00adso 40 Tage vom 6. Jan\u00adu\u00adar, dem Dreik\u00f6nigs- und Tauf-Tag (meist 40 o) bis zum Valentin\u00adstag am 14. Feb\u00adru\u00adar. Bei\u00adde Zeitspan\u00adnen \u00fcber\u00adlap\u00adpen sich zum Teil. Gemein\u00adsam umfassen sie genau 52 Tage (vom 25.12. bis zum 14.2. ein\u00adschlie\u00dflich). Das sind eben\u00adso viele Tage, wie das Jahr Wochen hat. Ist das Zufall? Oder ver\u00adbirgt sich dahin\u00adter ein in Tagen aus\u00adge\u00addr\u00fcck\u00adter Jahreskreis? K\u00f6n\u00adnte diese Zeitspanne bildlich gesprochen nicht als der kleine Samen der gro\u00dfen Jahre\u00adspflanze betra\u00adchtet wer\u00adden, als der Samen, aus dem das Jahr her\u00advor\u00adw\u00e4chst? Dann entspr\u00e4che jedem einzel\u00adnen der 52 Tage eine Woche im Jahr. Dieser 52 \u201cTage-wie-Wochen-Kreis\u201d mutet wie ein Auge an, das als Vor\u00adblick in Tagen sicht\u00adbar macht, was in den Wochen des Jahres zu erwarten sein k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Am Valentin\u00adstag run\u00addet sich also diese Zeitspanne des Vor\u00adblicks. Sie ist deshalb bildlich ver\u00adgle\u00adich\u00adbar der Iris des Auges. Jed\u00ader Tag erscheint im \u00fcber\u00adtra\u00adge\u00adnen Sinne als Pupille, als Linse. Der Tag reflek\u00adtiert, was als viel gr\u00f6\u00dfere Real\u00adit\u00e4t au\u00dfen sicht\u00adbar ist \u2014 der Durch\u00adgang durch den neu begonnenen Jahreskreis.<\/p>\n<p>Der Valentin\u00adstag ist stets am 14. Feb\u00adru\u00adar. Er liegt ohne Anpas\u00adsung der Mantren an das kom\u00admende Oster\u00adfest meist in der Woche 45 t, etwas sel\u00adtener in der Woche 46 u. Im Jahr 2023 lag er ohne Anpas\u00adsung in der Woche 46 u, mit Anpas\u00adsung aber wieder in der Woche 45 t. Im Jahr 2024 ist es anders herum. Ohne Anpas\u00adsung w\u00e4re der Valentin\u00adstag in der Woche 45 t, mit Anpas\u00adsung aber in der Woche 46 u. Da er in diesem Jahr auf einen Mittwoch f\u00e4llt, ist es gle\u00adichzeit\u00adig der Aschermittwoch.<\/p>\n<p>So wie Lichtmess 40 Tage nach Wei\u00adh\u00adnacht\u00aden (gez\u00e4hlt ab dem 25.12., dem ersten heili\u00adgen Tag) gefeiert wird und vom Wesen her zur Woche <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1640\">44 s<\/a> geh\u00f6rt (siehe dort), liegt der Valentin\u00adstag 40 Tage nach dem 6. Jan\u00adu\u00adar (der 6. 1. wird mit\u00adgez\u00e4hlt). Was die Anpas\u00adsung bet\u00adrifft, stelle ich es mir so vor, dass die Mond-Energie der Oster\u00adscholle zun\u00e4chst schwach ist und noch von der Son\u00adnen-Energie \u00fcber\u00adlagert wird. Dadurch sind f\u00fcr die Wochen 44 s und 45 t bei\u00adde Per\u00adspek\u00adtiv\u00aden richtig. Das \u00e4ndert sich erst mit Ascher\u00admittwoch, dessen vari\u00adables Datum durch den Abstand zum Oster\u00adfest bes\u00adtimmt wird und dadurch immer in der Krisen\u00adwoche 46 u&nbsp;liegt.<\/p>\n<p>Am 6. Jan\u00adu\u00adar wird die Taufe Jesu im Jor\u00addan\u00adfluss gefeiert (siehe <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1580\">40 o<\/a>). Danach bericht\u00aden die Evan\u00adgelien (Matth\u00e4us 4, 1\u201311, Markus 1, 12\u201313 und Lukas 4,1\u201313), dass sich Chris\u00adtus 40 Tage in die W\u00fcste zur\u00fcck\u00adzog, betete und fastete. Als Abschluss dieser Zeit wird berichtet, dass er <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Versuchung_Christi\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">vom Teufel ver\u00adsucht<\/a> wurde. Diese vierzig Tage der umfassenden Wesen\u00adstrans\u00adfor\u00adma\u00adtion enden also am 14. Feb\u00adru\u00adar. Die Phase von 40 Tagen hat stets diese trans\u00adformierende Bedeu\u00adtung \u2014 entsprechend der 40 Wochen, die der Men\u00adsch im Mut\u00adter\u00adleib reift. Von da an beg\u00adibt sich Chris\u00adtus unter die Men\u00adschen, sam\u00admelt seine J\u00fcnger um sich und begin\u00adnt sie zu lehren. Der im Men\u00adschen inkarnierte Gott begin\u00adnt sich mit der Men\u00adschheit zu vere\u00adini\u00adgen, sich ihr hinzugeben.<\/p>\n<p>Vierzig Tage sind f\u00fcnf Wochen und f\u00fcnf Tage (35+5 Tage). Mir scheint diese Dop\u00adpelung der F\u00fcnf enth\u00e4lt eine weit\u00adere wesentliche Aus\u00adsage dar\u00fcber, was mit den 40 Tagen zusam\u00admen\u00adh\u00e4ngt. Die Zahl 40 kommt im Alten Tes\u00adta\u00adment und in den Evan\u00adgelien immer wieder an Stellen gro\u00dfer Ver\u00e4n\u00adderung vor. Rudolf Stein\u00ader nen\u00adnt das Geist\u00adselb\u00adst das f\u00fcn\u00adfte Prinzip, das f\u00fcn\u00adfte Wesens\u00adglied, das f\u00fcr uns noch ein zuk\u00fcn\u00adftiges ist. Es wird Man\u00adas genan\u00adnt und ist das eigentliche Man\u00adna, das w\u00e4hrend der W\u00fcsten\u00adwan\u00adderung, die 40 Jahre dauerte, auf das j\u00fcdis\u00adche Volk herabreg\u00adnete. Seit\u00addem begin\u00adnt sich dieses Prinzip in der Men\u00adschheit immer mehr zu ver\u00adwirk\u00adlichen. Die 40 spricht also im Grunde davon, das Geist\u00adselb\u00adst zu emp\u00adfan\u00adgen und zur Erschei\u00adn\u00adung zu bringen.<\/p>\n<p>Zur all\u00adge\u00admein bekan\u00adnten Sym\u00adbo\u00adl\u00adik des Valentin\u00adstages geh\u00f6rt die Vere\u00adini\u00adgung der Lieben\u00adden, aus\u00adge\u00addr\u00fcckt durch die in der Natur begin\u00adnende Paarungszeit der V\u00f6gel, die Vogel\u00adhochzeit\u00aden. Die Leg\u00adende zum heili\u00adgen Valentin berichtet au\u00dfer\u00addem von ein\u00ader Blind\u00aden\u00adheilung.&nbsp; Valentin heilte vor seinem M\u00e4r\u00adtyr\u00adertod Julia (die Fr\u00f6h\u00adliche, G\u00f6t\u00adtliche), die Tochter seines Auf\u00adse\u00adhers Aster\u00adius (Stern) von ihrer Blind\u00adheit. Daraufhin wur\u00adden alle Fam\u00adi\u00adlien\u00adange\u00adh\u00f6ri\u00adgen und Diener Chris\u00adten, ins\u00adge\u00adsamt 47 an der Zahl. Damit bildet die Sym\u00adbo\u00adl\u00adik des Valentin-Tages ein exak\u00adtes Pen\u00addant zum Lichtmess-Tag. Ging es beim Lichtmess\u00adfest um die Reini\u00adgung (von Maria), also um die Tren\u00adnung von allem was nicht zum ure\u00adigen\u00adsten Wesen der Seele geh\u00f6rt sowie um das Licht (Kerzen\u00adwei\u00adhe), um das innere See\u00adlen\u00adlicht, \u2014 so geht es beim Valentin\u00adstag um das Gegen\u00adteil, um Vere\u00adini\u00adgung, und um das durch das Licht erm\u00f6glichte Sehen. Es geht um die Vere\u00adini\u00adgung von ent\u00adge\u00adgenge\u00adset\u00adzten Kr\u00e4ften, um Befruch\u00adtung, Zeu\u00adgung und Empf\u00e4ng\u00adnis \u2014 und um das Sehen dessen, was daraus erw\u00e4chst. Lichtmess ist ein deut\u00adlich weib\u00adlich kon\u00adnotiertes Fest, ein Marien\u00adfest. Der Valentin\u00adstag ist dementsprechend ein m\u00e4nnlich\u00ades Fest, ins\u00adbeson\u00addere wenn der oben erw\u00e4h\u00adnte Bezug zum Leben Christi mitgedacht wird.<\/p>\n\n<h4><strong>Die Lupercalien<\/strong><\/h4>\n<p>Oft wird ver\u00admutet, dass der Valentin\u00adstag auf das r\u00f6mis\u00adche Fest der <a title=\"Lupercalien\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lupercalien\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Luper\u00adcalien<\/a> zur\u00fcck\u00adge\u00adht. Dies ist aber wohl nicht der Fall. Der beschriebene Fes\u00adtri\u00adtus sagt aber etwas \u00fcber die Oster\u00adscholle. Es han\u00addelt sich um einen alten Frucht\u00adbarkeit\u00adsri\u00adtus, der um den 13. bis 15. Feb\u00adru\u00adar gefeiert wurde. Das Fest stand in Zusam\u00admen\u00adhang mit der <a title=\"Juno (Mythologie)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Juno_(Mythologie)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Juno<\/a> Feb\u00adru\u00ada\u00adta, der Reinigerin. Papst Gela\u00adsius, der auch den Valentin\u00adstag ein\u00adf\u00fchrte, schaffte die Luper\u00adcalien am Ende des 5. Jahrhun\u00adderts nach Chris\u00adtus ab. Es liegt also die Ver\u00admu\u00adtung nahe, dass Gela\u00adsius die Luper\u00adcalien durch das Fest der <a title=\"Darstellung des Herrn\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Darstellung_des_Herrn\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Purifi\u00adca\u00adtio Mari\u00adae<\/a> erset\u00adzt habe. Dies fiel damals auf den 14. Feb\u00adru\u00adar, da die Erschei\u00adn\u00adung des Her\u00adrn (die Geburt) am 6. Jan\u00adu\u00adar gefeiert wurde. Erst im 6. Jahrhun\u00addert wurde das Fest Mar\u00adi\u00e4 Reini\u00adgung auf den 2. Feb\u00adru\u00adar gelegt, weil das Geburts\u00adfeste auf die Nacht des 24. Dezem\u00adber fest\u00adgelegt wurde.<\/p>\n<p>Das Fest der Luper\u00adcalien galt dem Her\u00adden\u00adgottes <a title=\"Faunus\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Faunus\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Faunus<\/a>, der den Beina\u00admen Luper\u00adcus (\u201eWolf\u00ads\u00adab\u00adwehrer\u201d) f\u00fchrte. Ihm war eine heilige Grotte <i>(<a title=\"Lupercal\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Lupercal\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Luper\u00adcal<\/a>)<\/i> gewei\u00adht, in der sein mit einem Ziegen\u00adfell umh\u00e4ngtes Bild aufgestellt war. Zu Beginn der Feier wurde ein Bock im Luper\u00adcal geopfert. Darauf fol\u00adgte ein Opfer\u00admahl. W\u00e4hrend der Opferz\u00ader\u00ade\u00admonie wur\u00adden zwei vornehme junge M\u00e4n\u00adner von den Priestern mit dem bluti\u00adgen Mess\u00ader an der Stirn ber\u00fchrt, andere wis\u00adcht\u00aden das Blut mit in Milch getr\u00e4nk\u00adter Wolle wieder ab. Die jun\u00adgen M\u00e4n\u00adner mussten lachen. Nach dem Mahl ban\u00adden sich die anson\u00adsten nack\u00adten Priester, die <i>Luper\u00adci<\/i>, die Felle der geopfer\u00adten B\u00f6cke um die H\u00fcften, zer\u00adschnit\u00adten andere Felle in Riemen und gin\u00adgen so durch die Stadt. Ver\u00adheiratete Frauen stell\u00adten sich ihnen in den Weg, um sich von ihnen mit den Riemen in die Hand schla\u00adgen zu lassen. Sie erhofften sich dadurch Kindersegen.<\/p>\n<p>Der Schlag mit den Riemen l\u00e4sst mich an den Ein\u00adschlag des Oster-Impuls\u00ades denken, der das Jahr befruchtet und indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adisiert. Die bei\u00adden J\u00fcnglinge, deren Opfer\u00adung (Blut) und Wieder\u00adbele\u00adbung (Milch) sym\u00adbol\u00adisch angedeutet wird, scheinen mir auf Tod und Aufer\u00adste\u00adhung des Chris\u00adtus zu deuten.<\/p>\n<p>Der Beiname \u201cWolf\u00ads\u00adab\u00adwehrer\u201d k\u00f6n\u00adnte auch Odhin beigelegt wer\u00adden, ist er es doch, der im Kampf der G\u00f6t\u00adter\u00add\u00e4m\u00admerung gegen den Wolf anzutreten hat \u2014 und unter\u00adliegt. Der Fen\u00adris\u00adwolf, Odhins Geg\u00adn\u00ader, per\u00adson\u00adifiziert die ver\u00adh\u00e4r\u00adtenden Kr\u00e4fte im \u00c4ther\u00adleib, die das alte Hellse\u00adhen durch den aufk\u00adom\u00admenden Intellekt aus\u00adl\u00f6schen. In den Luper\u00adcalien um den 14. Feb\u00adru\u00adar find\u00adet sich also auch ein Hin\u00adweis auf die Hell\u00adsicht, die die 52 Tage-f\u00fcr Wochen-Zeitspanne erm\u00f6glicht. Doch ist die \u00dcber\u00adtra\u00adgung ein\u00ader Mytholo\u00adgie (Odhin und der Fen\u00adris\u00adwolf) aus dem einen Kul\u00adturzusam\u00admen\u00adhang auf die Tra\u00addi\u00adtion (Luper\u00adcalien) aus einem anderen Kul\u00adturzusam\u00admen\u00adhang nur unter einem Gesicht\u00adspunkt erlaubt: bei\u00adde m\u00fcssen \u00dcberbleib\u00adsel ein\u00ader noch \u00e4lteren, gemein\u00adsamen Weisheit\u00adstra\u00addi\u00adtion sein. Wie die Venus\u00adfig\u00aduri\u00adnen aus der mit\u00adtleren Steinzeit bezeu\u00adgen, gab es diesen ein\u00adheitlichen Kul\u00adturzusam\u00admen\u00adhang \u00fcber sehr viele tausend Jahre von Sibirien bis Spanien. Mit dem Fest der Luper\u00adcalien und dem mod\u00ader\u00adnen Valentin\u00adstag begeg\u00adnen wir m\u00f6glicher\u00adweise einem Rest dieser ural\u00adten Weisheit\u00adstra\u00addi\u00adtion, bzw. Urre\u00adli\u00adgion, deren Grund\u00adlage nach mein\u00ader Ansicht die Jahres\u00adlauf-Weisheit war, die uns der See\u00adlenkalen\u00adder aufs Neue schenken kann.<\/p>\n<h4><strong>Weltenwerden<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Im Mantra find\u00adet sich das Wort \u201cWel\u00adtenwer\u00adden\u201d Sicher\u00adlich ist es richtig, Wel\u00adtenwer\u00adden als Entwick\u00adlung der Welt zu ver\u00adste\u00adhen. Doch Entwick\u00adlung, sofern sie eine H\u00f6her\u00aden\u00adtwick\u00adlung meint, set\u00adzt ein Wesen voraus, das sich entwick\u00adelt, das einem Ziel zus\u00adtrebt. Wer ist also das Wel\u00adtenwe\u00adsen und hat dieses Wesen wie der Men\u00adsch die F\u00e4higkeit zu denken, zu f\u00fchlen und zu wollen? Rudolf Stein\u00ader spricht tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich davon, dass es ein Wel\u00adtendenken, ein Wel\u00adtenf\u00fchlen und einen Wel\u00adtenwillen gibt und somit ein Wel\u00adtenwe\u00adsen hin\u00adter dem Prozess des Wel\u00adtenwer\u00addens. Der Men\u00adsch hat an diesem Wesen Anteil. Rudolf Stein\u00ader sagt, dass des Nachts die kos\u00admis\u00adchen See\u00adlen\u00adf\u00e4higkeit\u00aden des Wel\u00adtendenkens, Wel\u00adtenf\u00fch\u00adlens und Wel\u00adtenwol\u00adlens in den Men\u00adschen ein\u00adstr\u00f6\u00admen, nur bemerken er dies meist nicht: \u201cWenn wir nun aber des Mor\u00adgens \u2026 aufwachen, \u2026 dann merken wir, da\u00df alles das\u00adjenige, was wir in unserem Leben an Willen, an Gef\u00fchl, an Denken in uns entwick\u00adeln k\u00f6n\u00adnen, eine Kleinigkeit ist gegen\u00fcber der Kraft der Gedanken, der Kraft des F\u00fch\u00adlens und der Kraft des Wol\u00adlens, die in der geisti\u00adgen Welt aus\u00adge\u00adbre\u00adit\u00adet sind, aus der wir am Mor\u00adgen her\u00adauskom\u00admen im Moment des Aufwachens; und wir merken, da\u00df wir das brauchen, was wir in der Nacht einge\u00adso\u00adgen haben, denn wir w\u00fcr\u00adden nicht weit kom\u00admen, wenn wir nur das\u00adjenige an Gedanken und Gef\u00fchlen und an Wollen entwick\u00adel\u00adten, was wir durch das Tagesleben entwick\u00adeln k\u00f6n\u00adnen. Da mu\u00df uns wie eine Gabe aus geisti\u00adgen Wel\u00adten, aus den h\u00f6heren Kr\u00e4ften des <strong>Wel\u00adtendenkens<\/strong>, des <strong>Wel\u00adtenf\u00fch\u00adlens<\/strong>, des <strong>Wel\u00adtenwol\u00adlens<\/strong> die ganze Nacht \u00fcber zus\u00adtr\u00f6\u00admen das\u00adjenige, was nun mit uns in unser eigenes Innere hin\u00adun\u00adter\u00adsteigt. Wenn wir uns zuerst bewu\u00dft gewor\u00adden sind, da\u00df wir einge\u00adso\u00adgen haben in unsere Seele Wel\u00adtenwollen, Wel\u00adtenf\u00fchlen, Wel\u00adtendenken, dann merken wir, da\u00df diese drei Grund\u00adkr\u00e4fte nicht das\u00adjenige sind, was wir uns sel\u00adber aus dem Leben angeeignet haben an Denken, F\u00fchlen und Wollen, son\u00addern etwas, was ohne unser Zutun uns zus\u00adtr\u00f6mt vom Ein\u00adschlafen bis zum Aufwachen.&nbsp;.\u2026<\/p>\n<p>So sehen wir diese drei Kr\u00e4fte am Men\u00adschen im Schlafzu\u00ads\u00adtande arbeit\u00aden, und sie wirken so in uns fort, da\u00df sie unseren \u00e4u\u00dferen Men\u00adschen vom Mor\u00adgen bis zum Abend so anfeuern, da\u00df er voll\u00adbrin\u00adgen kann, was er voll\u00adbrin\u00adgen soll. Wenn wir dies ins Auge fassen, dann k\u00f6n\u00adnen wir uns sagen, es ist in der Tat unsere Seele recht klein gegen\u00fcber dem, was da in der gro\u00dfen Welt ist, in die wir aus\u00adgegossen waren w\u00e4hrend des Schlafzu\u00ads\u00adtandes; aber es ist unsere Seele dem doch \u00e4hn\u00adlich. So wie in unser\u00ader Seele sich nach und nach zu immer h\u00f6her\u00ader und h\u00f6her\u00ader Stufe entwick\u00adeln Denken, F\u00fchlen und Wollen, so ist drau\u00dfen in der unsicht\u00adbaren, \u00fcbersinnlichen Welt das aus\u00adgegossen, was Wel\u00adtenf\u00fchlen, Wel\u00adtendenken, Wel\u00adtenwollen ist.\u201d (GA 119, 4. Vor\u00adtrag Wien, 24. M\u00e4rz 1910, S.&nbsp;113ff.)<\/p>\n<p>Indem das Wel\u00adtendenken, Wel\u00adtenf\u00fchlen und das Wel\u00adtenwollen des nachts in den Men\u00adschen ein\u00adstr\u00f6mt, ste\u00adht jed\u00ader Men\u00adsch in Verbindung mit dem Wel\u00adtenwe\u00adsen und dessen Entwick\u00adlung. Der Men\u00adsch empf\u00e4ngt dadurch vom Wel\u00adtenwe\u00adsen seine Entwick\u00adlungsange\u00adbote. Doch wie sieht es mit der anderen Seite des Aus\u00adtauschs aus? Geben auch die Men\u00adschen dem Wel\u00adtenwe\u00adsen etwas f\u00fcr seine Entwick\u00adlung? Darauf scheint mir das Mantra 45 t eine Antwort zu&nbsp;geben.<\/p>\n<h4><strong>Die Verteilung der Mantren im Jahreslauf, die in der neutralen, dritten Person geschrieben sind<\/strong><\/h4>\n<p>Im See\u00adlenkalen\u00adder gibt es zwei ver\u00adschiedene Per\u00adspek\u00adtiv\u00aden, die in den Mantren ein\u00adgenom\u00admen wer\u00adden: Die einen sind aus der Per\u00adspek\u00adtive eines bewussten Ich-Sprech\u00aders geschrieben, die anderen in der neu\u00adtralen gram\u00admatikalisch drit\u00adten Per\u00adson. Let\u00adztere beschreiben dadurch Vorg\u00e4nge, die Natur\u00advorg\u00e4n\u00adgen entsprechen und tief im Unter\u00adbe\u00adwusst\u00adsein ablaufen. Anders als die Prozesse der Mantren mit einem bewussten Ich-Sprech\u00ader sind sie nicht auf die freie und bewusste Mitwirkung des Men\u00adschen angewiesen. Bis auf wenige Aus\u00adnah\u00admen liegen diese \u201cunbe\u00adwussten\u201d Mantren im Win\u00adter-Viertel\u00adjahr bzw. in der Osterscholle<\/p>\n<p>Auch das Mantra 45 t ist in der drit\u00adten Per\u00adson geschrieben. Im ganzen Win\u00adter-Viertel\u00adjahr sind nur die Spr\u00fcche 40 o, 44 s, 46 u, 47 v aus der Ich-Per\u00adspek\u00adtive gestal\u00adtet, alle anderen ste\u00adhen in der drit\u00adten Per\u00adson. Bei genauer\u00ader Betra\u00adch\u00adtung zeigt sich, dass im Jahr alle vier Licht\u00adspr\u00fcche in der drit\u00adten Per\u00adson ste\u00adhen, alle Krisen- und Zwis\u00adchen\u00adspr\u00fcche in der ersten. Deshalb sind kon\u00adse\u00adquenter\u00adweise auch 46 u und 47 v als Krisen- und Zwis\u00adchen\u00adspruch in der Ich-Per\u00adspek\u00adtive geschrieben. Dar\u00fcber hin\u00adaus sind es im Win\u00adter-Viertel\u00adjahr nur die Mantren 40 o und 44 s \u2014 bei\u00adde am Beginn ein\u00ader neuen Phase: 40 o ist das erste Mantra im Win\u00adter-Viertel\u00adjahr, 44 s das erste der Oster\u00adscholle. Damit ste\u00adhen sie an ein\u00ader Gren\u00adze, an ein\u00ader Schwelle und \u00e4hneln deshalb den Krisenspr\u00fcchen.<\/p>\n<p>Diese Charak\u00adter\u00adis\u00adtik des Win\u00adter-Viertel\u00adjahres, \u2014 die Per\u00adspek\u00adtive der unbe\u00adwussten drit\u00adten Per\u00adson, \u2014 set\u00adzt sich in der Oster\u00adscholle zun\u00e4chst auch im Fr\u00fch\u00adlings-Viertel\u00adjahr fort. Vom Licht\u00adspruch 48 w bis zum Licht\u00adspruch 5 E sind es zehn Mantren, die das Osterge\u00adheim\u00adnis und die Schwelle vom Win\u00adter- zum Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr sym\u00admetrisch mit tiefer Unbe\u00adwuss\u00adtheit umgeben. Im ganzen weit\u00aderen Jahres\u00adlauf au\u00dfer\u00adhalb des Win\u00adter-Viertel\u00adjahres ste\u00adht au\u00dfer den Licht\u00adspr\u00fcchen nur noch das Mantra 24 X in der drit\u00adten Per\u00adson. Alle anderen sind in diesem Sinne \u201cbewusste\u201d Mantren. Diese Verteilung macht deut\u00adlich, dass es im Win\u00adter-Viertel\u00adjahr um Leib\u00adbil\u00addung geht, die laut Rudolf Stein\u00ader ger\u00adade auf den Schlafzu\u00ads\u00adtand des Bewusst\u00adseins angewiesen ist. Es geht hier um die Zeit der Schwanger\u00adschaft und dann weit\u00aderge\u00adhend nach der Hal\u00adb\u00adjahres-Schwelle um das Leben im physis\u00adchen Leib, dass sich in der nach\u00f6ster\u00adlichen Zeit, in den Wochen 1 A bis 9 I (gro\u00dfes i) abbildet. Nur die let\u00adzten vier Stufen, die Mantren 6 F bis 9 I zeigen mit dem bewussten Ich-Sprech\u00ader M\u00f6glichkeit\u00aden bewusster Ein\u00adflussnahme. Alle anderen Stufen ver\u00adlaufen naturgesetzlich.<\/p>\n<p>Warum set\u00adzt das Bewusst\u00adsein ger\u00adade mit dem Mantra 6 F ein \u2014 oder anders gefragt, wof\u00fcr k\u00f6n\u00adnten die neun Stufen der Oster\u00adscholle ste\u00adhen? Betra\u00adchte ich sie vor dem Hin\u00adter\u00adgrund des neungliedri\u00adgen Men\u00adschen\u00adbildes, so sagt das Mantra 1 A etwas \u00fcber den physis\u00adchen Leib, das Mantra 2 B etwas \u00fcber den \u00c4ther\u00adleib, 3 C etwas \u00fcber den Astralleib, 4 D etwas \u00fcber die Empfind\u00adungsseele, 5 E etwas \u00fcber die Ver\u00adstandes- oder Gem\u00fctsseele, 6 F etwas \u00fcber die Bewusst\u00adseinsseele, 7 G etwas \u00fcber das Geist\u00adselb\u00adst, 8 H etwas \u00fcber den Lebens\u00adgeist und 9 I etwas \u00fcber den Geist\u00admen\u00adschen. Mit der Bewusst\u00adseinsseele (6 F) tritt also erst\u00admals der bewusste Ich-Sprech\u00ader auf. Die Ich-Per\u00adspek\u00adtive offen\u00adbart, dass der Men\u00adsch nun Denken, F\u00fchlen und Wollen sel\u00adber verantwortet.<\/p>\n<h4><strong>Was geschieht im Mantra 45&nbsp;t?<\/strong><\/h4>\n<p>Das Mantra 45 t ist ein ganz beson\u00adderes! Es gliedert sich in zwei Satz-Aus\u00adsagen. Zwis\u00adchen diese bei\u00adden S\u00e4tze hat Rudolf Stein\u00ader f\u00fcr die eury\u00adth\u00admis\u00adche Dar\u00adbi\u00adetung eine stumme Form einge\u00adf\u00fcgt. Das gibt es son\u00adst nir\u00adgends. Dadurch gibt es in der Mitte dieses Mantras eine (lange!) bewegte Pause. Nicht ein\u00admal Laut\u00adge\u00adb\u00e4r\u00adden sind angegeben! Was ist es, das sich in diesem bewegten Raum des Schweigens vol\u00adlzieht? Was ist so unaussprech\u00adlich, so heilig, dass eine stumme Eury\u00adth\u00admie-Form der angemessene Aus\u00addruck \u2014 und im gedruck\u00adten Text kein\u00ader\u00adlei Hin\u00adweis darauf zu find\u00aden&nbsp;ist?<\/p>\n<p>Doch zun\u00e4chst zum ersten Satz des Mantras:<\/p>\n<p>Die Gedanken\u00admacht fes\u00adtigt sich. Nicht ich bin es, \u2014 einen bewussten Ich-Sprech\u00ader gibt es nicht \u2014 der sich konzen\u00adtri\u00adert und dadurch das Denken fes\u00adtigt, nein die Gedanken\u00admacht wird sel\u00adber dichter, irdis\u00adch\u00ader k\u00f6n\u00adnte man vielle\u00adicht sagen. Dies geschieht im Bund mit der Geist\u00adge\u00adburt. Die Geist\u00adge\u00adburt hat einen Bund geschlossen mit der Gedanken\u00admacht. Es klingt der Bund Gottes an, den Jahve ein\u00adst\u00admals mit dem j\u00fcdis\u00adchen Volk geschlossen hat\u00adte. Deshalb war ihr Heilig\u00adstes die Bun\u00addeslade. Es war Moses, der im bren\u00adnen\u00adden Dorn\u00adbusch Jeho\u00adva erlebte, der sich ihm kund\u00adtat als der \u201eIch-bin-der-ich-bin\u201d. Damit stand Mose auch die G\u00f6t\u00adtlichkeit des eige\u00adnen Ichs vor Augen. Mit diesem im eige\u00adnen Inneren ins\u00adge\u00adheim wohnen\u00adden Gott schloss Mose einen Bund, um diesem Ich zur Ver\u00adwirk\u00adlichung im Men\u00adschen\u00adleben zu ver\u00adhelfen. Im Denken wird dieses Ich erkan\u00adnt. Gedanken\u00admacht und das geist-geborene Ich sind aufeinan\u00adder angewiesen, sind ver\u00adbun\u00adden. Sie haben einen Bund geschlossen. Dieser Bund ist dem Zugriff des Egos ent\u00adzo\u00adgen und deshalb auch nicht l\u00f6s\u00adbar. Er wird als Tat\u00adsache im Mantra vor uns hingestellt.<\/p>\n<p>Und noch ein weit\u00ader\u00ader Gedanke schlie\u00dft sich an den Bund der Gedanken\u00admacht mit der Geist\u00adge\u00adburt an. Auch im Mantra 44 s spielte die Geist\u00adge\u00adburt eine Rolle. Es hie\u00df dort: \u201eEinge\u00addenk vol\u00adl\u00adzo\u00adgen\u00ader Geist\u00adge\u00adburt\u201d. Im gegen\u00adw\u00e4r\u00adti\u00adgen Mantra 45 t hei\u00dft es: \u201eIm Bunde mit der Geist\u00adge\u00adburt\u201d. Im erst\u00adge\u00adnan\u00adnten Mantra ver\u00adhalf die Geist\u00adge\u00adburt zu See\u00adlen\u00adklarheit. Dort habe ich die Geist\u00adge\u00adburt als mein vom K\u00f6r\u00adp\u00ader unab\u00adh\u00e4ngiges Sein, mein Geist-Sein beschrieben. Auch im Mantra 45 t wirkt sie und ver\u00adhil\u00adft der Gedanken\u00admacht zu Fes\u00adtigkeit. Das Denken wird urteilssich\u00ader. Die Geist\u00adge\u00adburt, der Geist in mir wirkt als Logik, als Logoskraft im Denken. Es ist die Logik, die der Gedanken\u00admacht Fes\u00adtigkeit ver\u00adlei\u00adht. Den \u201calten Griechen\u201d war es ein selb\u00adstver\u00adst\u00e4ndlich\u00ades Erleben, dass die im Denken wirk\u00adenden logis\u00adchen Geset\u00adze mit dem Logos, dem alles weisheitsvoll erschaf\u00adfend\u00aden Wel\u00adtenwort im Zusam\u00admen\u00adhang ste\u00adhen. Logik im Denken wal\u00adten zu lassen bedeutete, mit dem Geist ver\u00adbun\u00adden, mit dem Geist im Bunde zu sein. Auch heute wird logis\u00adches Denken als machtvoll, \u00fcberzeu\u00adgend erlebt. Durch logis\u00adches Denken wer\u00adden Zusam\u00admen\u00adh\u00e4nge hergestellt, die die einzel\u00adnen Sinneswahrnehmungen ord\u00adnen, zur Klarheit brin\u00adgen und Wahrheit auf\u00adscheinen lassen.<\/p>\n<p>Der zweite Teil des ersten Satzes ist auf zweifache Art les\u00adbar: \u201cSie\u201d, die Gedanken\u00admacht oder \u201cSie\u201d, die Geist\u00adge\u00adburt hellt die dumpfen Reize der Sinne auf zu voller Klarheit. Da Gedanken\u00admacht und Geist\u00adge\u00adburt ver\u00adbun\u00adden wirken, sind bei\u00adde Lesarten m\u00f6glicher\u00adweise gewollt, zeigen sie doch die unter\u00adschiedlichen Per\u00adspek\u00adtiv\u00aden auf. Ich tendiere dazu, die Geist\u00adge\u00adburt zu ver\u00adste\u00adhen (siehe oben), ist sie doch das zulet\u00adzt genan\u00adnte Sub\u00adjekt und deshalb das vom Satzbau naheliegende.<\/p>\n<p>Der Zus\u00adtand der Erleuch\u00adtung wird hier beschrieben. Der Men\u00adsch erh\u00e4lt volle Klarheit, Klarheit \u00fcber alles au\u00dfer ihm Befind\u00adliche, \u00fcber alles, was die Sinne erschlie\u00dfen. Er erken\u00adnt wie er mit der Welt in Zusam\u00admen\u00adhang ste\u00adht, wie Makrokos\u00admos und Mikrokos\u00admos eine Ein\u00adheit bilden.<\/p>\n<p>An dieser Stelle ste\u00adht die stumme Form.<\/p>\n<p>Wenn die Wahrnehmung und das Denken sich in unserem Bewusst\u00adsein verbinden, gehen sie eine Hochzeit, eine Vere\u00adini\u00adgung ein. Es kommt zu ein\u00ader Befruch\u00adtung, zu ein\u00ader Zeu\u00adgung. Aus der die Seele befruch\u00adt\u00aden\u00adden Wahrnehmung erschafft das Denken den <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Begriff\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Begriff<\/a>. Entsprechend der For\u00admulierung des Mantras in der unbe\u00adwussten drit\u00adten Per\u00adson, beschreibt Rudolf Stein\u00ader den Prozess der Begriffs\u00adbil\u00addung als dem Wach\u00adheits\u00adgrad des Schlafes entsprechend. Er sagt, wir schlie\u00dfen durch Logik im wachen Tages\u00adbe\u00adwusst\u00adsein, bilden die Urteile im Traum\u00adbe\u00adwusst\u00adsein und den Begriff im Schlaf\u00adbe\u00adwusst\u00adsein. Der Begriff ist das vom Men\u00adschen erschaf\u00adfene Kind. Die Zeu\u00adgung eines neuen Wesens, der heilige Moment der Erschaf\u00adfung eines lebendi\u00adgen neuen Form-Leibes wird mit der stum\u00admen Eury\u00adth\u00admieform dokumentiert.<\/p>\n<p>Nun fol\u00adgt der zweite Satz:<\/p>\n<p>Dieser Satz liefert die Begr\u00fcn\u00addung f\u00fcr die Notwendigkeit der Zeu\u00adgung: Eine \u201cWenn \u2014 will \u2014 muss\u201d- Ver\u00adket\u00adtung ist das Grund\u00adschema des Satzes. Dies ist fast eine \u201cWenn \u2014 dann\u201d For\u00admulierung, die Ursache-Wirkungszusam\u00admen\u00adh\u00e4nge verdeut\u00adlicht. Doch zun\u00e4chst muss die Seele ein\u00adver\u00adstanden sein. Ihre Zus\u00adtim\u00admung ist Bedin\u00adgung. Wenn die Seele mit der ganzen F\u00fclle ihres reichen Innen\u00adlebens Anteil an der Entwick\u00adlung der Welt, am Wel\u00adtenwer\u00adden haben will, wenn sie sel\u00adber wieder in den Fluss der Zeit und Entwick\u00adlung ein\u00adtreten und die Zukun\u00adft mit\u00adgestal\u00adten will, \u2014 wenn sie sich also vere\u00adinen will mit dem Wer\u00adden der Welt, dann muss diese Empf\u00e4ng\u00adnis stat\u00adtfind\u00aden. Wenn die Seele also mit dem \u201cWenn\u201d ein\u00adver\u00adstanden ist, dann allerd\u00adings gibt es nur einen Weg. Dann muss sie. Sie muss die Wahrnehmungs\u00adseite ihres Wesens in Kon\u00adtakt brin\u00adgen mit der Denk\u00adseite. Die Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung der Wahrnehmungs\u00adseite muss das Licht des Denkens empfangen.<\/p>\n<p>Die Seele erscheint hier mit ein\u00ader weib\u00adlich-emp\u00adfan\u00adgen\u00adden und ein\u00ader m\u00e4nnlich-befruch\u00adt\u00aden\u00adden Seite. Das Pen\u00addeln zwis\u00adchen Wahrnehmung und Denken um die Zeile der Geist\u00adge\u00adburt im Mantra 44 s find\u00adet nun zu seinem Ziel, der Vere\u00adini\u00adgung dieser Gegen\u00ads\u00e4tze. Diese Vere\u00adini\u00adgung von Wahrnehmung und Denken geschieht im Men\u00adschen in solch\u00ader Stetigkeit und Geschwindigkeit, dass Rudolf Stein\u00ader im Vor\u00adwort zum See\u00adlenkalen\u00adder vom \u201czeit\u00adlosen Wahrnehmungs- und Gedanken\u00adrhyth\u00admus\u201d spricht. Dieser Prozess ist uns so allt\u00e4glich, kaum dass wir vom Schlaf erwacht sind, dass wir das Gewaltige, was hier geschieht, \u00fcbersehen.<\/p>\n<p>Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung muss das Licht des Denkens emp\u00adfan\u00adgen. Eine Empf\u00e4ng\u00adnis muss stat\u00adtfind\u00aden! Das, was die Sinne offen\u00adbaren, muss durch das Licht des Denkens befruchtet wer\u00adden. Inter\u00ades\u00adsan\u00adter\u00adweise ist das Denken hier eine m\u00e4nnlich-zeu\u00adgende Kraft, die Wahrnehmung dage\u00adgen die emp\u00adfan\u00adgend-weib\u00adliche. Wie ist das zu ver\u00adste\u00adhen? Die Sinne offen\u00adbaren uns die Natur, die materielle Welt. Materie kommt von Mater, Mut\u00adter. Mut\u00adter Erde schenkt uns die Wahrnehmungen und deshalb sind ihre Offen\u00adbarun\u00adgen eben\u00adso weib\u00adlich\u00ader Natur. Sie sind ihre T\u00f6chter. Mit der Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung ver\u00adm\u00e4hlt sich das Denken. Es entstammt der Gedanken\u00admacht, die im Bunde mit der Geist\u00adge\u00adburt ist. Demgem\u00e4\u00df ist das Denken die Real\u00adisierung dieser Gedanken\u00admacht, ihr Sohn. Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung und Denken zeu\u00adgen nun gemein\u00adsam den Begriff. Der Begriff ist ein geistiges Bild des ver\u00adstande\u00adnen Zusam\u00admen\u00adhanges, eine prim\u00e4r geistige Wahrnehmung, die durch Worte mit\u00adteil\u00adbar wird, die aber nicht der ver\u00adbale Begriff ist.<\/p>\n<p>Im Mantra 45 t tritt das Geheim\u00adnis der Empf\u00e4ng\u00adnis und Zeu\u00adgung vor den Leser. Dieses Geheim\u00adnis wird im zweit\u00aden Satz aus der weib\u00adlichen Per\u00adspek\u00adtive geschildert als eine Empf\u00e4ng\u00adnis. Es ist die weib\u00adliche Kraft, die das Licht des Denkens auf die Erde tr\u00e4gt und als Begriff gebiert. Eine ein\u00admal gemachte Wahrnehmung sitzt in der Seele, auch wenn sie vergessen wird. Jede Wahrnehmung wartet sozusagen darauf, vom Licht des Denkens durch\u00addrun\u00adgen, \u201egeliebt\u201d und ver\u00adar\u00adbeit\u00adet zu werden.<\/p>\n<p>Um das Mantra zu ver\u00adste\u00adhen, habe ich auf den in der Seele stat\u00adtfind\u00aden\u00adden Prozess von Wahrnehmung und Denken geschaut. Dies ist der kleine, mikrokos\u00admis\u00adche Prozess. Das Mantra sagt jedoch deut\u00adlich, dass auch der makrokos\u00admis\u00adche gemeint ist. Das Wel\u00adtenwer\u00adden geht defin\u00adi\u00adtiv \u00fcber den indi\u00advidu\u00adellen, kleinen See\u00adlen\u00adprozess hin\u00adaus. Mit diesem Mantra ist auch der zur Zeu\u00adgung, zur Inkar\u00adna\u00adtion f\u00fchrende Entschluss der noch nicht verk\u00f6r\u00adperten Seele beschrieben. Sowohl die eigene Zeu\u00adgung als auch die eigene Empf\u00e4ng\u00adnis k\u00f6n\u00adnen in diesem Mantra miter\u00adlebt werden.<\/p>\n<p>Der erste Satz des Mantras zeigt den eher m\u00e4nnlichen Geist-Aspekt des Men\u00adschen der zweite den eher weib\u00adlichen See\u00adlen-Aspekt. Zwis\u00adchen bei\u00adden vol\u00adlzieht sich in absolutem Schweigen die Vere\u00adini\u00adgung, die als Empf\u00e4ng\u00adnis im weib\u00adlichen See\u00adlen-Satz zur Erschei\u00adn\u00adung kommt. Im m\u00e4nnlichen Geist-Satz offen\u00adbart sich die m\u00e4nnliche Qual\u00adit\u00e4t als Geist\u00adge\u00adburt \u2014 als Sohn und damit als Vor\u00adweg\u00adnahme bzw. Ergeb\u00adnis der Empf\u00e4ngnis.<\/p>\n<p>In den kom\u00admenden Mantren f\u00fchrt der See\u00adlenkalen\u00adder durch die Stufen der Schwanger\u00adschaft bis zur Geburt in der Karwoche.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1673\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Eintrag&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>45 t Es fes\u00adtigt sich Gedanken\u00admacht Im Bunde mit der Geist\u00adge\u00adburt, Sie hellt der Sinne dumpfe Reize Zur vollen Klarheit auf. Wenn See\u00adlen\u00adf\u00fclle Sich mit dem Wel\u00adtenwer\u00adden einen&nbsp;will, Muss Sin\u00adnesof\u00adfen\u00adbarung Des Denkens Licht emp\u00adfan\u00adgen. Valentin\u00adstag \u2014 Tag der Lieben\u00adden Der Valentin\u00adstag am 14. Feb\u00adru\u00adar wurde als Gedenk\u00adtag des hl. 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