{"id":1576,"date":"2022-12-28T23:37:23","date_gmt":"2022-12-28T22:37:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1576"},"modified":"2024-01-03T14:04:30","modified_gmt":"2024-01-03T13:04:30","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy-2-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1576","title":{"rendered":"Blog \u2014 Seelenkalender Mantra 39&nbsp;n"},"content":{"rendered":"\n\n\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2022\/12\/39-n-Eis-Taube-300x287.jpg\" alt width=\"402\" height=\"385\"><\/p>\n<h4><strong>39 n<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>An Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarung hingegeben<\/p>\n<p>Gewinne ich des Wel\u00adtenwe\u00adsens&nbsp;Licht.<\/p>\n<p>Gedankenkraft, sie w\u00e4chst<\/p>\n<p>Sich kl\u00e4rend mir mich selb\u00adst zu&nbsp;geben,<\/p>\n<p>Und weck\u00adend l\u00f6st sich&nbsp;mir<\/p>\n<p>Aus Denker\u00adma\u00adcht das Selbstgef\u00fchl.<\/p>\n<h4><strong>Das Datum des Jahreswechsels und der Name Silvester<\/strong><\/h4>\n<p>Das Jahre\u00adsende, das wir heute <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Silvester\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sil\u00advester<\/a> nen\u00adnen, wurde bere\u00adits im R\u00f6mis\u00adchen Reich gefeiert, erst\u00admals als der Jahres\u00adbe\u00adginn 153 v. Chr. vom 1. M\u00e4rz auf den 1. Jan\u00adu\u00adar ver\u00adlegt wurde. Es war eine r\u00f6mis\u00adche Sitte, das Jahr nach dem zehn\u00adten Monat, dem Monat Dezem\u00adber (lateinisch decem = zehn) neu zu begin\u00adnen, denn in diesem Monat wurde das Fest der unbe\u00adsiegten Sonne, <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sol_(r%C3%B6mische_Mythologie)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sol invic\u00adtus<\/a>, die Win\u00adter-Son\u00adnen\u00adwende gefeiert. Seinen Namen \u201cSil\u00advester\u201d (Wald\u00admen\u00adsch, lateinisch sil\u00adva = Wald) erhielt der let\u00adzte Tag des Jahres erst 1582 mit der <a title=\"Gregorianischer Kalender\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Gregorianischer_Kalender\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gre\u00adgo\u00adri\u00adan\u00adis\u00adchen Kalen\u00adder\u00adreform<\/a>. Bis dahin war der 24. Dezem\u00adber der let\u00adzte Tag des Jahres. Da der 31. Dezem\u00adber der Todestag von Sil\u00advester I. (\u2020 31. Dezem\u00adber 335) und seit 812 auch sein Namen\u00adstag ist, wurde dieser Tag mit seinem Namen verbunden.<\/p>\n<h4><strong>39 n \u2014 das Schwellen-Mantra des Winter-Halbjahres<\/strong><\/h4>\n<p>So wie der Tag des Heili\u00adgen Abends immer in der Woche 38 m liegt, ist Sil\u00advester immer in der Woche 39 n. An Sil\u00advester ste\u00adhen wir vor der Schwelle zum neuen Jahr. In den meis\u00adten Jahren reicht die Woche mehr oder weniger in das neue Jahr hinein. Die Jahre 2023 und 2022 zeigen die Extrem\u00adsi\u00adt\u00adu\u00ada\u00adtio\u00adnen. Im Jahr 2022 geleit\u00adete uns das Mantra 39 n nur bis zur Schwelle, denn Sil\u00advester fiel auf einen Sam\u00adstag. Im Jahr 2023 ist Sil\u00advester ein Son\u00adntag und damit der Beginn der Woche 39 n, deren gr\u00f6\u00dfter Teil im neuen Jahr&nbsp;liegt.<\/p>\n<p>Das Mantra 39 n ist das 13. Mantra im 26 Mantren umfassenden Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahr und ste\u00adht damit vor dem Scheit\u00adelpunkt dieses Hal\u00adbkreis\u00adbo\u00adgens. Beschreibt das Herb\u00adst-Viertel\u00adjahr den Abstieg in die eigene Seele, so sind wir mit dem let\u00adzten Mantra dieses Vier\u00adtels am Grund der Seele angekom\u00admen. Was danach fol\u00adgt wen\u00addet sich wieder zum Aufstieg.<\/p>\n<p>So wie mit dem entsprechen\u00adden Mantra im Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr (<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1017\">14 N<\/a>) ist auch mit dem Schwellen-Mantra des Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahres (39 n) eine Beson\u00adder\u00adheit ver\u00adbun\u00adden, die sich im Auf\u00adbau des See\u00adlenkalen\u00adders zeigt. Was sich son\u00adst auf zwei kor\u00adre\u00adspondierende Mantren aufteilt, f\u00e4llt hier in eins: Das zum Mantra 39 n gram\u00admatikalisch spiegel\u00adnde Mantra 14 N tr\u00e4gt au\u00dfer\u00addem den gle\u00adichen Buch\u00adstaben und ist dadurch sowohl Spiegel- als auch Gegen\u00adspruch. Lebt die Seele f\u00fch\u00adlend im gegen\u00adw\u00e4r\u00adti\u00adgen Spruch, ist mit dem Spiegel\u00adspruch ins\u00adbeson\u00addere das Denken ver\u00adbun\u00adden, mit dem Gegen\u00adspruch der Wille. Denken und Wille verbinden sich in diesem Fall im Mantra 14 N. Und das gle\u00adiche geschieht, wenn wir im Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr sind mit dem Mantra 39 n. Aus diesem Grund nenne ich die Mantren 14 N und 39 n <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=196\">Schwellen\u00adspr\u00fcche<\/a>.<\/p>\n<p>Das Zusam\u00admen\u00adwirken von Denken und Wille nen\u00adnt Rudolf Stein\u00ader eine der Voraus\u00adset\u00adzun\u00adgen, um die Schwelle zur geisti\u00adgen Welt zu \u00fcber\u00adschre\u00adit\u00aden: \u201cDenk\u00fcbun\u00adgen auf der einen Seite, Wil\u00adlen\u00ads\u00fcbun\u00adgen auf der anderen Seite mu\u00df man machen, wenn sich das Tor \u00f6ff\u00adnen soll zur \u00fcbersinnlichen Welt, in die wir ein\u00adtreten m\u00fcssen, wenn wir uns unser\u00ader\u00adseits, als Men\u00adschen, nach unserem Ewigen erken\u00adnen wollen, und wenn wir die Welt nach dem Ewigen erken\u00adnen wollen. Die Denk\u00fcbun\u00adgen, sie wer\u00adden ger\u00adade dadurch vol\u00adl\u00adzo\u00adgen, da\u00df wir uns darauf besin\u00adnen, wie immer Wil\u00adlen\u00adsar\u00adtiges in das Denken hinein\u00adspielt; die Wil\u00adlen\u00ads\u00fcbun\u00adgen, indem wir das Hinein\u00adspie\u00adlen des Denkens in den Willen beacht\u00aden. Nur im gew\u00f6hn\u00adlichen Leben beacht\u00aden wir dieses Wil\u00adlen\u00adsar\u00adtige nicht. Um zur mod\u00ader\u00adnen Ini\u00adti\u00ada\u00adtion zu kom\u00admen, m\u00fcssen wir ger\u00adade den leisen Willen, der in dem Vorstel\u00adlungsleben darin\u00adnen ist, beacht\u00aden. Das m\u00fcssen wir nach und nach erre\u00adichen durch die \u00dcbun\u00adgen, die ich beschrieben habe in meinem Buche \u00abWie erlangt man Erken\u00adnt\u00adnisse der h\u00f6heren Wel\u00adten?\u00bb. Das ist es ger\u00adade, was ich hier andeuten will: Wir m\u00fcssen das, was f\u00fcr gew\u00f6hn\u00adlich ger\u00adade das Wichtig\u00adste ist, den Gedanken\u00adin\u00adhalt zur\u00fcck\u00adtreten lassen und den Willen im Denken bewu\u00dft gebrauchen ler\u00adnen.\u201d (<a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Einweihung#Literatur\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lit.<\/a>: <a href=\"http:\/\/fvn-archiv.net\/PDF\/GA\/GA211.pdf#page=144&amp;view=Fit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">GA 211, S. 144<\/a>)<\/p>\n<h4><strong>Des Weltenwesens Licht<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Im Mantra 39 n wird von dem zu gewin\u00adnen\u00adden Licht gesprochen. Dieses Licht entstammt dem Wel\u00adtenwe\u00adsen und wird durch Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarung gewon\u00adnen. Um welch\u00ades Wel\u00adtenwe\u00adsen han\u00addelt es sich hier? Rudolf Stein\u00ader f\u00fchrt dazu fol\u00adgen\u00addes aus und benutzt tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich gegen Ende des Zitats auch den Begriff \u201cWel\u00adtenwe\u00adsen\u00adheit\u00aden\u201d f\u00fcr die im Kos\u00admos wirk\u00adenden Instanzen des Wel\u00adtenwil\u00adlens, Wel\u00adtenf\u00fch\u00adlens und Wel\u00adtendenkens. Das Wel\u00adtenf\u00fchlen wird im Men\u00adschen zum inneren Licht. Vorher spricht er vom Wel\u00adtenwillen, nach\u00adfol\u00adgend vom Wel\u00adtendenken. Der Voll\u00adst\u00e4ndigkeit hal\u00adber zitiere ich die Aus\u00adf\u00fchrun\u00adgen zu allen drei kos\u00admis\u00adchen Seelenf\u00e4higkeiten.<\/p>\n<p>\u201eWenn wir nun aber des Mor\u00adgens \u2026 aufwachen, \u2026 wo wir an dem H\u00fcter der Schwelle vor\u00adbeigekom\u00admen sind, dann merken wir, da\u00df alles das\u00adjenige, was wir in unserem Leben an Willen, an Gef\u00fchl, an Denken in uns entwick\u00adeln k\u00f6n\u00adnen, eine Kleinigkeit ist gegen\u00fcber der Kraft der Gedanken, der Kraft des F\u00fch\u00adlens und der Kraft des Wol\u00adlens, die in der geisti\u00adgen Welt aus\u00adge\u00adbre\u00adit\u00adet sind, aus der wir am Mor\u00adgen her\u00adauskom\u00admen im Moment des Aufwachens; und wir merken, da\u00df wir das brauchen, was wir in der Nacht einge\u00adso\u00adgen haben, denn wir w\u00fcr\u00adden nicht weit kom\u00admen, wenn wir nur das\u00adjenige an Gedanken und Gef\u00fchlen und an Wollen entwick\u00adel\u00adten, was wir durch das Tagesleben entwick\u00adeln k\u00f6n\u00adnen. Da mu\u00df uns wie eine Gabe aus geisti\u00adgen Wel\u00adten, aus den h\u00f6heren Kr\u00e4ften <em>des <\/em>Wel\u00adtendenkens, des Wel\u00adtenf\u00fch\u00adlens, des Wel\u00adtenwol\u00adlens die ganze Nacht \u00fcber zus\u00adtr\u00f6\u00admen das\u00adjenige, was nun mit uns in unser eigenes Innere hin\u00adun\u00adter\u00adsteigt. Wenn wir uns zuerst bewu\u00dft gewor\u00adden sind, da\u00df wir einge\u00adso\u00adgen haben in unsere Seele <strong>Wel\u00adtenwollen, Wel\u00adtenf\u00fchlen, Wel\u00adtendenken<\/strong>, dann merken wir, da\u00df diese drei Grund\u00adkr\u00e4fte nicht das\u00adjenige sind, was wir uns sel\u00adber aus dem Leben angeeignet haben an Denken, F\u00fchlen und Wollen, son\u00addern etwas, was ohne unser Zutun uns zus\u00adtr\u00f6mt vom Ein\u00adschlafen bis zum Aufwachen.<\/p>\n<p>Indem wir mit unser\u00ader Seele, die sich gle\u00adich\u00adsam vollge\u00adso\u00adgen hat mit diesen Eigen\u00adschaften, unter\u00adtauchen in unsere eigene Leib\u00adlichkeit, merken wir, da\u00df sich diese Grund\u00adkr\u00e4fte ver\u00adwan\u00addeln und ein anderes Gesicht bekom\u00admen. Und zwar merken wir, da\u00df sich das\u00adjenige, was wir in einem schwachen Abbilde als Willen unser\u00ader Seele ken\u00adnen, was wir uns aber mit\u00adbrin\u00adgen aus einem unendlich viel gr\u00f6\u00dferen Ma\u00df von <strong>Wel\u00adtenwillen<\/strong>, da\u00df sich das im Ein\u00adstr\u00f6\u00admen ver\u00adwan\u00addelt in etwas, was uns die M\u00f6glichkeit gibt, bewegliche Wesen zu sein, die aus ihrem Inneren her\u00adaus die F\u00e4higkeit haben, die Glieder zu bewe\u00adgen, im kleinen und im gro\u00dfen. Es str\u00f6mt in uns ein die M\u00f6glichkeit und die F\u00e4higkeit, die wir \u00e4u\u00dfer\u00adlich zutage treten sehen, wenn wir einen Men\u00adschen sehen, der die Arbeit des Tages mit seinen Bewe\u00adgun\u00adgen ver\u00adrichtet. Was da in uns hine\u00adin\u00adstr\u00f6mt, was wir aus dem Wel\u00adtenwillen her\u00adaus\u00adnehmen, das wird \u00e4u\u00dfer\u00adlich sicht\u00adbar in der Bewe\u00adgung unser\u00ader Glieder, in unser\u00ader gesamten Beweglichkeit. Es kommt das\u00adjenige, was Wel\u00adtenwille ist, in uns als <strong>Kraft<\/strong>, als innere, uns erf\u00fcl\u00adlende Kraft zum Vorschein. Wir sehen jet\u00adzt, wie tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich die uns durch\u00adset\u00adzende Kraft, die wir son\u00adst nur see\u00adlen\u00adhaft ver\u00adsp\u00fcren, uns aus dem Wel\u00adtenwillen her\u00adaus zus\u00adtr\u00f6mt. Jet\u00adzt wird es f\u00fcr uns eine Wahrheit, da\u00df Wille die Welt durch\u00adstr\u00f6mt, da\u00df der Wille der Welt uns durch\u00adstr\u00f6mt, und da\u00df wir nur dadurch bewegliche Men\u00adschen sind, Men\u00adschen, die ihre Glieder bewe\u00adgen k\u00f6n\u00adnen, Men\u00adschen, die Selb\u00adst\u00adt\u00e4tigkeit haben, da\u00df uns am Mor\u00adgen zuflie\u00dft Wel\u00adtenwille, den wir einge\u00adso\u00adgen haben in unsere Seele im Schlafzu\u00ads\u00adtand. Diesen Wel\u00adtenwillen, der in uns ein\u00adstr\u00f6mt am Mor\u00adgen, ver\u00adbrauchen wir w\u00e4hrend des Tages. Dieses Ein\u00adstr\u00f6\u00admen f\u00fchlen wir nicht im gew\u00f6hn\u00adlichen nor\u00admalen Leben. Aber wenn wir an dem H\u00fcter der Schwelle vor\u00adbeigekom\u00admen sind, dann f\u00fchlen wir fortwirken in uns sel\u00adber den ganzen Willen des Makrokos\u00admos, da f\u00fchlen wir uns ein\u00adheitlich mit dem Wel\u00adtenwillen zusam\u00admengewach\u00adsen. Es ist ein unendlich bedeut\u00adsames Gef\u00fchl, das wir da durch\u00admachen. Wie ver\u00adbun\u00adden, wie eingeschal\u00adtet in den gesamten Wel\u00adtenwillen f\u00fchlen wir uns in diesem Momente.<\/p>\n<p>Das\u00adjenige aber, was wir im gew\u00f6hn\u00adlichen See\u00adlen\u00adleben ken\u00adnen als die Kraft des F\u00fch\u00adlens, das haben wir aus einem gle\u00adich\u00adsam unendlichen Reser\u00advoir von <strong>Wel\u00adtenf\u00fchlen<\/strong> her\u00adaus\u00adge\u00adso\u00adgen, und das str\u00f6mt jet\u00adzt in uns ein. Und das ver\u00adwan\u00addelt sich so, da\u00df es f\u00fcr den, welch\u00ader so weit entwick\u00adelt ist, inner\u00adlich so sicht\u00adbar wird, wie wenn ihn in diesem Wel\u00adtenge\u00adf\u00fchl etwas durch\u00adstr\u00f6mte, was sich, wenn man es ver\u00adgle\u00adichen will mit etwas im Leben, nur ver\u00adgle\u00adichen l\u00e4\u00dft mit dem <strong>Licht<\/strong>. Wie wenn wir inner\u00adlich durch\u00adleuchtet w\u00fcr\u00adden, so ist es, wenn man hin\u00adblickt auf das, was in uns ein\u00adstr\u00f6mt als die Wirkung des im Schlafe aufgenomme\u00adnen Wel\u00adtenge\u00adf\u00fchls. Das ein\u00adstr\u00f6\u00admende Wel\u00adtenge\u00adf\u00fchl wird Licht in uns, inneres Licht; \u00e4u\u00dfer\u00adlich ist es nicht sicht\u00adbar, aber der hellse\u00adherisch gewor\u00addene Men\u00adsch sieht, wenn er an dem kleinen H\u00fcter der Schwelle vor\u00adbeigekom\u00admen ist, da\u00df tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich das Licht, das er braucht zu seinem inneren Erleben, das nichts anderes ist als <em>ein <\/em>Ergeb\u00adnis dessen, was er in der Nacht einge\u00adso\u00adgen hat als Wel\u00adtenge\u00adf\u00fchl. Damit sehen wir schon, wie der Men\u00adsch, wenn er hingegeben ist seinem eige\u00adnen Inneren, \u00fcber seine Seele etwas ganz Neues erf\u00e4hrt. Er erf\u00e4hrt, was aus dem Makrokos\u00admos ihm zus\u00adtr\u00f6mt und was daraus in seinem Inneren wird. Und man hat das\u00adjenige, was astralis\u00adch\u00ader Leib ist, wahrhaftig und wesen\u00adhaft vor sich, wenn man die Kr\u00e4fte und F\u00e4higkeit\u00aden der \u00e4u\u00dferen <strong>Wel\u00adtenwe\u00adsen\u00adheit\u00aden<\/strong> in sich ein\u00adstr\u00f6\u00admen&nbsp;f\u00fchlt.<\/p>\n<p>Das, was die Kraft des <strong>Denkens<\/strong> ist, das nimmt sich dann so aus, da\u00df es in uns wie ein <strong>Ord\u00adner<\/strong>, wie ein <strong>Reg\u00adu\u00adla\u00adtor<\/strong> wirkt zwis\u00adchen dem, was uns als Kraft der Bewe\u00adgung, und dem, was uns als inneres Licht zus\u00adtr\u00f6mt. Zwis\u00adchen diesen bei\u00adden mu\u00df eine Art Gle\u00adichgewicht geschaf\u00adfen wer\u00adden, da\u00df niemals ein unrichtiges Ver\u00adh\u00e4lt\u00adnis entste\u00adht zwis\u00adchen dem, was als inneres Gef\u00fchl und was als T\u00e4tigkeits\u00addrang entste\u00adht. W\u00fcrde nicht das richtige Ver\u00adh\u00e4lt\u00adnis geschaf\u00adfen sein zwis\u00adchen innerem Licht und T\u00e4tigkeits\u00addrang, so w\u00fcrde die men\u00adschliche Leib\u00adlichkeit nicht in der richti\u00adgen Weise von innen her\u00adaus ver\u00adsorgt wer\u00adden. Wenn das eine oder das andere im \u00dcber\u00adflu\u00df vorhan\u00adden w\u00e4re, dann m\u00fc\u00dfte der Men\u00adsch zugrunde gehen. Nur beim richti\u00adgen Gle\u00adichgewicht kann der Men\u00adsch seine inneren Kr\u00e4fte so ent\u00adfal\u00adten, da\u00df sie sein\u00ader \u00e4u\u00dferen Exis\u00adtenz in der richti\u00adgen Weise dienen.<\/p>\n<p>So sehen wir diese drei Kr\u00e4fte am Men\u00adschen im Schlafzu\u00ads\u00adtande arbeit\u00aden, und sie wirken so in uns fort, da\u00df sie unseren \u00e4u\u00dferen Men\u00adschen vom Mor\u00adgen bis zum Abend so anfeuern, da\u00df er voll\u00adbrin\u00adgen kann, was er voll\u00adbrin\u00adgen soll. Wenn wir dies ins Auge fassen, dann k\u00f6n\u00adnen wir uns sagen, es ist in der Tat unsere Seele recht klein gegen\u00fcber dem, was da in der gro\u00dfen Welt ist, in die wir aus\u00adgegossen waren w\u00e4hrend des Schlafzu\u00ads\u00adtandes; aber es ist unsere Seele dem doch \u00e4hn\u00adlich. So wie in unser\u00ader Seele sich nach und nach zu immer h\u00f6her\u00ader und h\u00f6her\u00ader Stufe entwick\u00adeln Denken, F\u00fchlen und Wollen, so ist drau\u00dfen in der unsicht\u00adbaren, \u00fcbersinnlichen Welt das aus\u00adgegossen, was <strong>Wel\u00adtenf\u00fchlen, Wel\u00adtendenken, Wel\u00adtenwollen<\/strong> ist.\u201d (GA 119, viert\u00ader Vor\u00adtrag Wien, 24. M\u00e4rz 1910, S. 113ff, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.)<\/p>\n<p>Der Jahres\u00adlauf in der Ei-Ori\u00aden\u00adtierung gibt eine Idee f\u00fcr ein ein\u00adheitlich\u00ades wol\u00adlen\u00addes, f\u00fch\u00adlen\u00addes und denk\u00adendes Wel\u00adtenwe\u00adsen. Die Per\u00adson\u00adifizierung ist die <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=292\">Maria auf der Mond\u00adsichel<\/a>, die das Kind tr\u00e4gt. Der Zusam\u00admen\u00adhang des F\u00fch\u00adlens mit dem Licht wird durch das son\u00adnen\u00adgle\u00adiche Zen\u00adtrum des Jahres\u00adlaufes deut\u00adlich, der zur Bewe\u00adgung f\u00fchrende Wel\u00adtenwille durch die bewegliche Oster\u00adscholle. Stellt die Osterzeit den Mond, d.h. den Willen im Jahr dar und das Zen\u00adtrum des Jahreskreis\u00ades die Sonne, d.h. das F\u00fchlen, so verdeut\u00adlich das ober\u00adste Drit\u00adtel mit dem von mir gew\u00e4hlten Sechsstern das Denken. Seine Auf\u00adgabe ist es, die Kraft der Bewe\u00adgung, den Willen und das innere Licht, das F\u00fchlen zu ord\u00adnend zu reg\u00adulieren. Die zwei ineinan\u00adder geschobe\u00adnen Dreiecke repr\u00e4sen\u00adtieren diese ord\u00adnende T\u00e4tigkeit des Denkens stimmig.<\/p>\n<p><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Ei-mit-Weltendenken-und-Madonna-237x300.png\" alt width=\"329\" height=\"416\"><\/em><\/p>\n<p><em>Jahres\u00adlauf in Ei-Ori\u00aden\u00adtierung mit der Maria auf der Mond\u00adsichel und den drei Bere\u00adichen des Wel\u00adtendenkens, Wel\u00adtenf\u00fch\u00adlens und Weltenwollens&nbsp;<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein zweit\u00ader Aspekt ist das Ver\u00adh\u00e4lt\u00adnis der \u00e4u\u00dferen Sonne zu dieser inneren, was Rudolf Stein\u00ader fol\u00adgen\u00adder\u00adma\u00dfen schildert: \u201eIm \u00e4u\u00dferen Bewusst\u00adsein schaut der Men\u00adsch das \u00e4u\u00dfere Son\u00adnen\u00adlicht an, wie es ihm zur\u00fcck\u00adge\u00adwor\u00adfen wird von der \u00e4u\u00dferen Erde. Was das \u00e4u\u00dfere Son\u00adnen\u00adlicht \u00e4u\u00dfer\u00adlich an den Din\u00adgen der Erde tut, das nimmt das \u00e4u\u00dfere, das allt\u00e4gliche Bewusst\u00adsein des Erden\u00admen\u00adschen wahr. Was das Son\u00adnen\u00adlicht an ihm sel\u00adber tut, was es tut, indem es <strong>seinen mit\u00adtleren Men\u00adschen m\u00f6glich macht<\/strong>, was es tut, indem es <strong>hinein\u00addringt in den mit\u00adtleren Men\u00adschen<\/strong> mit sein\u00ader Wirk\u00adsamkeit, das erscheint als flu\u00adten\u00addes Licht vor dem Men\u00adschen, wenn er okkul\u00adtistis\u00adch\u00ader Aspi\u00adrant wird. Er sieht die <strong>Sonne in sich sel\u00adber<\/strong> in genau der\u00adsel\u00adben Weise, wie er die Sonne \u00e4u\u00dfer\u00adlich sieht, wenn der Tag begin\u00adnt und solange der Tag dauert. Und wie er die Gegen\u00adst\u00e4nde um sich herum sieht, indem das Son\u00adnen\u00adlicht zur\u00fcck\u00adgeschickt wird von den \u00e4u\u00dferen Gegen\u00adst\u00e4n\u00adden, so sieht der okkul\u00adtistis\u00adche Aspi\u00adrant <strong>das Son\u00adnen\u00adhafte, wie es ihm von seinem eige\u00adnen Inneren zur\u00fcck\u00adgegeben wird<\/strong>, wenn er zu ein\u00ader gewis\u00adsen Stufe des Hellse\u00adhens gelangt ist. Es ist gle\u00adich\u00adsam <strong>die Gestalt seines mit\u00adtleren Men\u00adschen, die sich in ihrer Durch\u00adleuchteth\u00adeit zeigt<\/strong>\u201d (GA 137, S. 131f, Her\u00advorhe\u00adbung A.F.).<\/p>\n<p>Der mit\u00adtlere Men\u00adsch ist der auf dem rhyth\u00admis\u00adchen Sys\u00adtem basierende Brustko\u00adrb-Men\u00adsch, der F\u00fchl-Men\u00adsch. Dieses F\u00fchlen strahlt vom Men\u00adschen aus wie die Sonne. Es tastet die seel\u00adis\u00adche Umge\u00adbung ab und reagiert mit ver\u00adschiede\u00adnen Graden von Sym\u00adpa\u00adthie oder Antipathie auf alles, was in die f\u00fch\u00adlende Wahrnehmung tritt. Dadurch erwacht das Bewusst\u00adsein. So wie das \u00e4u\u00dfere Licht erst sicht\u00adbar wird, wenn es auf etwas auftrifft, wenn es ein Beleuchtetes gibt, braucht die Seele dieses Au\u00dfen, auf das sie reagiert, um ihr Bewusst\u00adseinslicht zu erleben. Dieses innere Licht ist nicht das Denken. Es ist eine Voraus\u00adset\u00adzung, um das Denkver\u00adm\u00f6\u00adgen zu bet\u00e4tigen.<\/p>\n<p>Einen drit\u00adten Aspekt dieses geisti\u00adgen Licht-Erlebens schildert Rudolf Stein\u00ader als eine Stufe der Ein\u00adwei\u00adhung und verbindet dieses Erleben mit der Win\u00adter\u00adson\u00adnen\u00adwende: \u201cWie der Mys\u00adtik\u00ader die F\u00e4higkeit hat, in sein eigenes Inneres hin\u00adun\u00adterzusteigen, so erlangten sie (die n\u00f6rdlichen, mit\u00adteleu\u00adrop\u00e4is\u00adchen V\u00f6lk\u00ader) die F\u00e4higkeit \u2026, die Materie zu durch\u00adschauen, das hei\u00dft, sie kon\u00adnten nicht blo\u00df das sehen, was man als Ober\u00adfl\u00e4che wahrn\u00adimmt, son\u00addern sie kon\u00adnten durch diese hin\u00addurch\u00adschauen, vor allen Din\u00adgen ver\u00admocht\u00aden sie in der Zeit von Son\u00adnenun\u00adter\u00adgang bis Son\u00adnenauf\u00adgang durch unsere Erde hin\u00addurchzuschauen, und durch die durch\u00adsichtige Erde hin\u00addurch ergl\u00e4nzte ihnen lebendig die Sonne. Das nan\u00adnte man in den alten Mys\u00adte\u00adrien das <strong>Schauen der Sonne um Mit\u00adter\u00adnacht<\/strong>. Allerd\u00adings kon\u00adnte die Sonne in ihrer gr\u00f6\u00dften F\u00fclle und Her\u00adrlichkeit nur dann geschaut wer\u00adden, wenn man sich mit sein\u00ader Seele <strong>in der Zeit der Win\u00adter\u00adson\u00adnen\u00adwende<\/strong> jen\u00adem Zus\u00adtande gen\u00e4hert hat\u00adte, wo der ganze \u00e4u\u00dfere Sinnestep\u00adpich abgestor\u00adben war. Dann hat\u00adte man die F\u00e4higkeit errun\u00adgen, die Sonne zu schauen, jet\u00adzt nicht als eine blendende Wesen\u00adheit, wie sie bei Tag erscheint, son\u00addern alles Blendende an der Sonne war abgeschw\u00e4cht; man sah die Sonne nicht mehr als physis\u00adches Wesen drau\u00dfen, son\u00addern als geistiges Wesen. Man schaute den Son\u00adnengeist. Was als physis\u00adche Wirkung wie eine Blendung wirk\u00adte, war aus\u00adgel\u00f6scht durch die Materie der Erde. Diese war durch\u00adsichtig gewor\u00adden, und sie lie\u00df nur das Geistige der Sonne durch.\u201d (GA 119, Wien, 23. M\u00e4rz 1910, S. 99f, Her\u00advorhe\u00adbung A.F.)<\/p>\n<h4><strong>Selbstgef\u00fchl<\/strong><\/h4>\n<p>Das Mantra f\u00fchrt zum \u201cSelb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl\u201d. Selb\u00adst\u00adbe\u00adwusst\u00adsein und Selb\u00adst\u00adsicher\u00adheit sind uns heute gel\u00e4u\u00adfig. Doch was ist mit \u201cSelb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl\u201d wirk\u00adlich gemeint? Nach Rudolf Stein\u00ader ist das Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl die Wahrnehmung des \u201cIch bin\u201d. Diese Wahrnehmung in der eige\u00adnen Innen\u00adwelt entwick\u00adelte sich auf Kosten der Wahrnehmung des Geisti\u00adgen in der Au\u00dfen\u00adwelt. \u201cWenn wir also zur\u00fcck\u00adge\u00adhen in Zeit\u00aden, in denen f\u00fcr die Zivil\u00adi\u00adsa\u00adtion die alten ori\u00aden\u00adtal\u00adis\u00adchen Anschau\u00adun\u00adgen tonangebend waren, so war es eben so, da\u00df die Men\u00adschen im allt\u00e4glichen Leben eine beseelte Natur emp\u00adfan\u00adden, aber ein ganz schwach\u00ades, fast gar kein <strong>Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl<\/strong> hat\u00adten, gar nicht dieses <strong>Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl<\/strong> in der \u00dcberzeu\u00adgung \u00abIch bin\u00bb zusam\u00admen\u00adfa\u00dften, da\u00df aber einzelne Men\u00adschen, welche durch die Mys\u00adte\u00adrien\u00adanstal\u00adten geschult wur\u00adden, dazu gebracht wur\u00adden, dieses \u00ab<strong>Ich bin<\/strong>\u00bb zu erleben.\u201d (GA 211, Dor\u00adnach, 25. M\u00e4rz 1922, S. 50, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.)<\/p>\n<p>\u201eDer Grieche hat\u00adte immer\u00adhin noch die F\u00e4higkeit, die zwei Gesicht\u00adspunk\u00adte nebeneinan\u00adder zu erleben, und zwar ohne beson\u00addere Schu\u00adlung. Der Grieche erlebte noch deut\u00adlich, wenn auch schw\u00e4ch\u00ader als die Men\u00adschen \u00e4lter\u00ader Zeit\u00aden, in Quelle, im Flu\u00df, im Berg, im Baum das Geistig-Seel\u00adis\u00adche. Aber zu gle\u00adich\u00ader Zeit kon\u00adnte er abse\u00adhen von dem Geistig-Seel\u00adis\u00adchen, auch das Tote in der Natur erleben und ein <strong>Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl<\/strong> haben. Das gibt namentlich dem Griechen\u00adtum seinen beson\u00adderen Charak\u00adter. Der Grieche hat\u00adte noch nicht eine solche Anschau\u00adung der Welt wie wir. Er kon\u00adnte zwar schon solche Begriffe und Ideen von der Welt entwick\u00adeln wie wir, aber er kon\u00adnte zu gle\u00adich\u00ader Zeit diejeni\u00adgen Anschau\u00adun\u00adgen ernst nehmen, die noch in Bildern gegeben waren.\u201d (GA 211, Dor\u00adnach, 25. M\u00e4rz 1922, S. 52, Her\u00advorhe\u00adbung A.F.)<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader benutzt den Begriff des Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchls auch f\u00fcr eine Stufe auf dem Weg vom Tod zu ein\u00ader neuen Geburt. Das Kamalo\u00adka (die Zeit der Reini\u00adgung) hat er bere\u00adits durch\u00adschrit\u00adten und lebt nun im Son\u00adnen\u00adbere\u00adich, der eigentlichen Geist\u00adwelt. Da mir hier eine deut\u00adliche Par\u00adal\u00adlele auf\u00adf\u00e4llt zu der oben ange\u00adf\u00fchrten Schilderung der Bewusst\u00adsein\u00adsen\u00adtwick\u00adlung hin zum Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl, zitiere ich eben\u00adfalls etwas ausf\u00fchrlicher:<\/p>\n<p>\u201eDer Men\u00adsch ist Geist unter Geis\u00adtern. Aber das\u00adjenige, was er als seine Welt jet\u00adzt erblickt, ist das Wun\u00adder der men\u00adschlichen Organ\u00adi\u00adsa\u00adtion sel\u00adber als Kos\u00admos, als ganze Welt. Wie hier Berge, Fl\u00fcsse, Sterne, Wolken unsere Umge\u00adbung sind, so ist dann, wenn wir als Geist unter Geis\u00adtern leben, der Men\u00adsch in sein\u00ader wun\u00adder\u00adbaren Organ\u00adi\u00adsa\u00adtion unsere Umge\u00adbung, unsere Welt. Wir blick\u00aden hin\u00adaus, wir blick\u00aden \u2014 wenn ich mich bild\u00adhaft aus\u00addr\u00fcck\u00aden darf \u2014 in der geisti\u00adgen Welt links und blick\u00aden rechts: wie hier \u00fcber\u00adall Felsen, Fl\u00fcsse, Berge sind, so ist dort \u00fcber\u00adall Men\u00adsch. Der Men\u00adsch ist die Welt. Und an dieser Welt, die eigentlich Men\u00adsch ist, sind wir besch\u00e4ftigt.&nbsp;\u2026<\/p>\n<p>Das ist das gro\u00dfe Geheim\u00adnis, dass die Him\u00admels\u00adbesch\u00e4f\u00adti\u00adgung des Men\u00adschen darin\u00adnen beste\u00adht, den gro\u00dfen Geistkeim f\u00fcr den sp\u00e4teren Erden\u00admen\u00adschen sel\u00adber zu weben mit den Geis\u00adtern der h\u00f6heren Hier\u00adar\u00adchien zusam\u00admen. Und jet\u00adzt weben wir \u2014 aber in riesiger Gr\u00f6\u00dfe in dem Geistkos\u00admos darin\u00adnen \u2014 das Gewebe unseres eige\u00adnen Erden\u00admen\u00adschen, der wir dann sind, wenn wir wiederum zum Erden\u00adleben heruntersteigen.&nbsp;\u2026<\/p>\n<p>Dann tritt ein ander\u00ader Zus\u00adtand ein. Das\u00adjenige, was vorher war, war so, dass man die einzel\u00adnen Geist\u00adwe\u00adsen als Indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adit\u00e4ten wirk\u00adlich geschaut hat. Man lernte sozusagen von Angesicht zu Angesicht, indem man mit ihnen arbeit\u00adete, die Geist\u00adwe\u00adsen ken\u00adnen. Dann tritt ein\u00admal ein Zus\u00adtand ein, wo \u2014 ich m\u00f6chte sagen, es ist nur bildlich gesprochen, aber man kann f\u00fcr diese Dinge ja nur Bilder anwen\u00adden \u2014 diese Geist\u00adwe\u00adsen immer undeut\u00adlich\u00ader und undeut\u00adlich\u00ader wer\u00adden und mehr ein all\u00adge\u00admeines Geist\u00adge\u00adbilde auftritt. Man kann das so aussprechen, dass man sagt: Eine gewisse Zeit zwis\u00adchen dem Tod und ein\u00ader neuen Geburt erlebt man so, dass man unmit\u00adtel\u00adbar mit den Geist\u00adwe\u00adsen lebt. Dann kommt eine Zeit, wo man nur in der <strong>Offen\u00adbarung der Geist\u00adwe\u00adsen<\/strong> lebt, wo sie sich einem offen\u00adbaren. \u2026 (man lebt) ich m\u00f6chte sagen mehr auf pan\u00adthe\u00adis\u00adtis\u00adche Weise in ein\u00ader all\u00adge\u00admeinen geisti\u00adgen&nbsp;Welt.<\/p>\n<p>Indem Sie jet\u00adzt in ein\u00ader all\u00adge\u00admeinen geisti\u00adgen Welt leben, taucht aber aus Ihrem Inneren ein st\u00e4rk\u00aderes <strong>Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl<\/strong> auf, als Sie vorher hat\u00adten. Vorher waren Sie in Ihrem Selb\u00adst so, dass Sie gewis\u00adser\u00adma\u00dfen eins waren mit der geisti\u00adgen Welt, die Sie in Ihren Indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adit\u00e4ten erlebten. Jet\u00adzt f\u00fchlen Sie die geistige Welt gewis\u00adser\u00adma\u00dfen nur wie eine all\u00adge\u00admeine Geistigkeit. Aber Sie f\u00fchlen sich st\u00e4rk\u00ader. Es erwacht die Inten\u00adsit\u00e4t des eige\u00adnen <strong>Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fch\u00adles<\/strong>. Und damit tritt langsam und allm\u00e4h\u00adlich im Men\u00adschen wiederum das Bed\u00fcrf\u00adnis auf nach einem neuen Erden\u00adda\u00adsein. Mit dem Erwachen des Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchls tritt das Bed\u00fcrf\u00adnis auf nach einem neuen Erdendasein.&nbsp;\u2026<\/p>\n<p>In dem Moment, wo die geistige Welt gewis\u00adser\u00adma\u00dfen in ihren Indi\u00advid\u00adu\u00adal\u00adit\u00e4ten ineinan\u00adder ver\u00adschwimmt und der Men\u00adsch die geistige Welt im all\u00adge\u00admeinen wahrn\u00adimmt, erwacht in ihm das Inter\u00adesse f\u00fcr die Erden\u00adwelt wiederum.\u201d (Stein\u00ader, GA 226, Men\u00adschen\u00adwe\u00adsen, Men\u00adschen\u00adschick\u00adsal und Wel\u00adtentwick\u00adlung, 2. Vor\u00adtrag, 17. 5. 1923, S. 26, 27, 29ff, Her\u00advorhe\u00adbun\u00adgen A.F.)<\/p>\n<p>Nun zieht sich der Geistkeim zusam\u00admen und die Suche nach einem geeigneten Eltern\u00adpaar begin\u00adnt. Das Erwachen des Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchls gibt also den Impuls f\u00fcr die neue Inkar\u00adna\u00adtion. Die Bewe\u00adgungs\u00addy\u00adnamik erh\u00e4lt dadurch den Impuls zur Umkehr \u2014 von der Aus\u00addehnung des geisti\u00adgen Men\u00adschen\u00adwe\u00adsens bis in die Sat\u00adurn\u00adsph\u00e4re \u2014 oder auch dar\u00fcber hin\u00adaus in den Fixstern\u00adraum \u2014 zum erneuten Zusam\u00admen\u00adziehen, um schlie\u00dflich den neuen men\u00adschlichen Leib zu bilden.<\/p>\n<h4><strong>Welchen Prozess beschreibt das Mantra 39&nbsp;n?<\/strong><\/h4>\n<p>Im Mantra wird der Weg von der Hingabe an die Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarung zur Wahrnehmung von sich sel\u00adber, dem Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl geschildert. Dieser Weg entspricht der Bewusst\u00adsein\u00adsen\u00adtwick\u00adlung der Men\u00adschheit von der Ein\u00adheit mit dem G\u00f6t\u00adtlichen bis zur Ein\u00adsamkeit im eige\u00adnen Ich. Was ein gewaltiger Prozess \u00fcber sehr lange Zeitr\u00e4ume war, ist hier zusam\u00admenge\u00addr\u00e4ngt in die weni\u00adgen Zeilen des Mantras.<\/p>\n<p>Es begin\u00adnt, indem der Ich-Sprech\u00ader des Mantras und damit auch ich als Leser Licht gewinne durch die Hingabe an die Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarung. Wahrnehmend vol\u00adlkom\u00admen hingegeben an die Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarung schweigt das eigene Denken. Der Ich-Sprech\u00ader ist eins mit der geisti\u00adgen Wahrnehmung \u2014 sie offen\u00adbart sich ihm. Sie schenkt sich ihm und er nimmt sie auf, ohne ihr erken\u00adnend gegen\u00fcberzuste\u00adhen. Dieser Zus\u00adtand der Hingabe an die Wahrnehmung entspricht dem von Rudolf Stein\u00ader geschilderten Ein\u00adschlafen in die Wahrnehmung. Auch wenn wir eine \u00e4u\u00dfere Wahrnehmung haben, schlafen wir ein f\u00fcr unsere Innen\u00adwelt und erwachen erst, wenn zur Wahrnehmung der Begriff hinzutritt \u2014 wenn das Denken einsetzt.<\/p>\n<p>Durch die Hingabe an die Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarung gewin\u00adnt der Ich-Sprech\u00ader (und im Mitvol\u00adlzug ich als Leser) das Licht des Wel\u00adtenwe\u00adsens. Wer ist dieses Wel\u00adtenwe\u00adsen, dessen Licht ich gewinne? Es ist, dem obi\u00adgen Zitat Rudolf Stein\u00aders fol\u00adgend, das Wel\u00adtenf\u00fchlen, das in mir zum Licht wird, zu mein\u00ader geisti\u00adgen Son\u00adnenkraft (siehe oben).<\/p>\n<p>Ich gewinne dieses Licht. Das Verb gewin\u00adnen weckt die Assozi\u00ada\u00adtion der Goldgewin\u00adnung durch Ver\u00adh\u00fct\u00adtung. Das Gold ist vorhan\u00adden im Gestein, doch muss es her\u00adaus\u00adgel\u00f6st, geschmolzen wer\u00adden. Im obi\u00adgen Zitat zum Wel\u00adtenf\u00fchlen beschreibt Rudolf Stein\u00ader, dass dieses Licht des Nachts in mich ein\u00adstr\u00f6mt. Wenn ich schlafend \u2014 das Mantra sagt an die Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarung, \u2014 d.h. in die Wahrnehmung hinein\u00adschlafend hingegeben bin, gewinne ich dieses Licht; dann flie\u00dft es mir zu vom Wel\u00adtenwe\u00adsen des Wel\u00adtenf\u00fch\u00adlens. Dann l\u00f6se ich dieses Licht aus dem kos\u00admis\u00adchen Zusam\u00admen\u00adhang her\u00adaus und mache es zu meinem indi\u00advidu\u00adellen&nbsp;Licht.<\/p>\n<p>Durch die Verbindung des F\u00fchl-Men\u00adschen, des mit\u00adtleren Men\u00adschen mit der Sonne kann ich auch annehmen, dass mit dem besagten Licht, das in mich ein\u00adstr\u00f6mt w\u00e4hrend ich schlafe, oder anders aus\u00adge\u00addr\u00fcckt, das ich vom Wel\u00adtenwe\u00adsen gewinne, das kos\u00admis\u00adche Son\u00adnen\u00adwe\u00adsen gemeint ist, der Chris\u00adtus. Diese Aus\u00adsage ste\u00adht mit der obi\u00adgen Abbil\u00addung nicht im Wider\u00adspruch, da der Son\u00adnen\u00adbere\u00adich der Maria auch f\u00fcr ihr Kind ste\u00adht und geistige Wesen nicht nebeneinan\u00adder beste\u00adhen, son\u00addern sich durchdringen.<\/p>\n<p>Das geistige Licht ist f\u00fcr mein Ver\u00adst\u00e4nd\u00adnis das Licht des Bewusst\u00adseins jedoch noch bevor die Denk\u00adt\u00e4tigkeit ein\u00adset\u00adzt. Indem ich f\u00fch\u00adlend mir <strong>mein\u00ader Umwelt<\/strong>, d.h. alles dessen, das sich von meinem Eigen\u00adsein abgren\u00adzt, bewusst\u00adwerde, erwacht auch das Bewusst\u00adsein f\u00fcr <strong>mich sel\u00adber<\/strong> \u2014 daf\u00fcr, dass \u201cich&nbsp;bin\u201d.<\/p>\n<p>Jahve hat\u00adte sich Moses im nie ver\u00adl\u00f6schen\u00adden Dorn\u00adbusch offen\u00adbart als der <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Ich_bin_der_Ich-Bin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201cIch bin der Ich-Bin\u201d<\/a>. Rudolf Stein\u00ader nen\u00adnt diese Gotte\u00adser\u00adfahrung eine Vorausspiegelung der Chris\u00adtuser\u00adfahrung. In <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Ich-bin-Worte\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sieben Ich-Bin-Worten<\/a> gibt der Chris\u00adtus sich seinen J\u00fcngern zu erken\u00adnen. Eines davon lautet direkt: \u201e<i>Ich bin das <a title=\"Licht der Welt (Seite nicht vorhanden)\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/index.php?title=Licht_der_Welt&amp;action=edit&amp;redlink=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Licht der Welt<\/a>.<\/i> Wer mir nach\u00adfol\u00adgt, wird nicht in der Fin\u00adster\u00adn\u00adis umherge\u00adhen, son\u00addern wird das Licht des Lebens haben.\u201d (<a title=\"wikipedia:Evangelium nach Johannes\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Evangelium_nach_Johannes\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Joh<\/a>. 8,12 <small title=\"Einheits\u00fcbersetzung bei www.bibleserver.com\"><a href=\"https:\/\/www.bibleserver.com\/EU\/Joh8%2C12\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">EU<\/a>) <\/small>Vom Chris\u00adtus gewinne ich also das Licht meines Bewusstseins.<\/p>\n<p>Das Mantra f\u00e4hrt fort: \u201cGedankenkraft, sie w\u00e4chst \u2026\u201d Das ist ver\u00adst\u00e4ndlich, denn durch mein zunehmendes Bewusst\u00adseinslicht w\u00e4chst meine Gedankenkraft. Je kraftvoller die Gedanken gef\u00fchrt wer\u00adden k\u00f6n\u00adnen, umso klar\u00ader wird das Denken. Logisch zu denken bedeutete im alten Griechen\u00adland, dem Logos gem\u00e4\u00df zu denken. Rudolf Stein\u00ader fordert, den Willen ins Denken zu brin\u00adgen (siehe oben). Er meint damit den Wil\u00adlen\u00adsan\u00adteil im Denken wahrzunehmen, der ben\u00f6tigt wird, um nicht assozia\u00adtiv, son\u00addern sachgem\u00e4\u00df die Denkschritte zu f\u00fchren. Ein solch wil\u00adlentlich gef\u00fchrtes Denken wird ein klares Denken, ein unter\u00adschei\u00addungskr\u00e4ftiges Denken. Immer klar\u00ader ste\u00adhe ich dadurch der Welt gegen\u00fcber und unter\u00adschei\u00adde mich von ihr. Das ist der Bewusst\u00adsein\u00adszu\u00ads\u00adtand des mod\u00ader\u00adnen Menschen.<\/p>\n<p>Das Mantra sagt: Die Gedankenkraft gibt mir mich selb\u00adst. Im Denken erfasst der Men\u00adsch sein Ich. \u201cMir mich selb\u00adst\u201d klingt wie eine Ken\u00adnung Odhins. In Odins Runen\u00adlied, dem <a title=\"H\u00e1vam\u00e1l\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/H%C3%A1vam%C3%A1l\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">H\u00e1vam\u00e1l<\/a> der <a title=\"Edda\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Edda\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lieder-Edda<\/a> hei\u00dft es: \u201eVom Speer ver\u00adwun\u00addet, dem Odin gewei\u00adht, <strong>mir sel\u00adber ich selb\u00adst<\/strong>, am Ast des Baums, dem man nicht anse\u00adhen kann, aus welch\u00ader Wurzel er spross.\u201d (Odhins Runen\u00adlied 138, zitiert nach G. J\u00e4ger, Die Bild\u00adsprache der Edda, 2010, Her\u00advorhe\u00adbung A.F.) Odhin hing an der Esche Yggdrasil, dem Ich-Baum, wie Rudolf Stein\u00ader ihn nen\u00adnt, bis ihm die Runen erscheinen. Die Ich-Wahrnehmung, die f\u00fcr uns allt\u00e4glich\u00ades Erleben ist, war f\u00fcr Odhin Ergeb\u00adnis ein\u00ader Ein\u00adwei\u00adhung. Die Wahrnehmung geistiger Wesen in der Natur erstar\u00adrte ihm zur Rune. Zwar kon\u00adnte er diese Runen lesen, die Spuren der Wirk\u00adsamkeit geistiger Wesen deuten, doch opferte er die unmit\u00adtel\u00adbare Geist\u00adwahrnehmung, wurde ein Ein\u00e4ugiger. Erst dadurch wurde er wahrnehmungs\u00adf\u00e4hig f\u00fcr das Erleben des eige\u00adnen Ichs. Durch die erstor\u00adbene Au\u00dfen\u00adwelt erwachte er f\u00fcr sein Ich. (Siehe diesen Zusam\u00admen\u00adhang im Zitat&nbsp;oben)<\/p>\n<p>Das mod\u00aderne Denken, das auf den ersten Blick wie eine Sack\u00adgasse in der Men\u00adschheit\u00adsen\u00adtwick\u00adlung wirkt, bere\u00adit\u00adet laut Rudolf Stein\u00ader im Ver\u00adbor\u00adge\u00adnen den Fortschritt vor. M\u00f6glicher\u00adweise nimmt das Mantra mit den Worten der wach\u00adsenden, sich kl\u00e4ren\u00adden Gedankenkraft darauf Bezug. Rudolf Stein\u00ader f\u00fchrt aus: \u201c\u2026 man kann den \u00abFall\u00bb in den Mate\u00adri\u00adal\u00adis\u00admus nur allein beacht\u00aden, und dann \u00fcber ihn trau\u00adrig sein. Aber w\u00e4hrend das <em>Anschauen <\/em>dieses Zeital\u00adters sich auf die \u00e4u\u00dfere physis\u00adche Welt beschr\u00e4nken mu\u00dfte, ent\u00adfal\u00adtete sich im Innern der Seele eine<em> gere\u00adinigte, in sich selb\u00adst beste\u00adhende <\/em><em>Geistigkeit <\/em>des Men\u00adschen als <em>Erleben. \u2026 <\/em>Der Men\u00adsch hat eine gewisse Zeit hin\u00addurch das eigene Geistige mit dem Materiellen der Natur erf\u00fcllt; er soll es wieder mit ure\u00adigen\u00ader Geistigkeit als kos\u00admis\u00adchen Inhalt erf\u00fcllen. Die Gedanken\u00adbil\u00addung ver\u00adlor sich eine Weile an die Materie des Kos\u00admos; sie mu\u00df sich in dem kos\u00admis\u00adchen Geiste wieder find\u00aden. In die kalte, abstrak\u00adte Gedanken\u00adwelt kann W\u00e4rme, kann wesenser\u00adf\u00fcllte Geist-Wirk\u00adlichkeit eintreten.&nbsp;\u2026<\/p>\nWas im Zeichen des Mate\u00adri\u00adal\u00adis\u00admus an Natur\u00aderken\u00adnt\u00adnis gewon\u00adnen wor\u00adden ist, kann in geist\u00adgem\u00e4\u00dfer Art im inneren See\u00adlen\u00adleben erfa\u00dft wer\u00adden. Michael, der \u00abvon oben\u00bb gesprochen hat, kann \u00abaus dem Innern\u00bb, wo er seinen neuen Wohn\u00adsitz auf\u00adschla\u00adgen wird, geh\u00f6rt wer\u00adden. Mehr imag\u00adi\u00adna\u00adtiv gesprochen, kann dies so aus\u00adge\u00addr\u00fcckt wer\u00adden: Das <strong>Son\u00adnen\u00adhafte<\/strong>, das der Men\u00adsch durch lange Zeit\u00aden nur aus dem Kos\u00admos in sich auf\u00adnahm, wird im Innern der Seele leuch\u00adt\u00adend wer\u00adden. Der Men\u00adsch <em>wird von ein\u00ader \u00abinnern Sonne\u00bb sprechen ler\u00adnen. Er wird sich deshalb in seinem Leben zwis\u00adchen Geburt und Tod nicht weniger als Erden\u00adwe\u00adsen wis\u00adsen; aber er wird das auf der Erde wan\u00addel\u00adnde eigene Wesen als son\u00adnenge\u00adf\u00fchrt erken\u00adnen. Er wird als Wahrheit empfind\u00aden ler\u00adnen, da\u00df ihn im Innern eine Wesen\u00adheit in ein Licht stellt, das zwar auf das Erden\u00adda\u00adsein leuchtet, aber nicht in diesem entz\u00fcn\u00addet wird.\u201d (GA 26, Leit\u00ads\u00e4tze S.&nbsp;66f)<br>\n<\/em>\n<p>Das Mantra endet nicht beim heute \u00fcblichen Ich-Erleben, bei dem uns unsere Gedankenkraft fort\u00adlaufend uns selb\u00adst gibt. Ein weit\u00ader\u00ader Schritt schlie\u00dft sich mit \u201cUnd\u201d an. Es hei\u00dft weit\u00ader: \u201cUnd weck\u00adend l\u00f6st sich mir aus Denker\u00adma\u00adcht das Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl.\u201d Das \u201cUnd\u201d sagt, dass ich noch nicht am Ziel bin, wenn ich mir selb\u00adst durch die Gedankenkraft gegeben werde. Im Mantra wird deut\u00adlich, dass ich noch schlafe, denn das fol\u00adgende Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl l\u00f6st sich weck\u00adend. Eine Erweck\u00adung ist mit diesem zun\u00e4chst schw\u00ader nachvol\u00adlziehbarem Prozess verbunden.<\/p>\n<p>Das Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl l\u00f6st sich mir aus Denker\u00adma\u00adcht. Aus der wach\u00adsenden Gedankenkraft ist Denker\u00adma\u00adcht gewor\u00adden. Macht ist auch ohne direk\u00adte Bet\u00e4\u00adti\u00adgung vorhan\u00adden, Kraft nur, wenn sie einge\u00adset\u00adzt wird. Durch die Ver\u00adwand\u00adlung der Gedankenkraft zur Denker\u00adma\u00adcht wird aus ein\u00ader sit\u00adu\u00ada\u00adtiv\u00aden Kraftent\u00adfal\u00adtung eine bleibende Macht, deren blo\u00dfe Gegen\u00adwart wirkt. Ver\u00adbirgt sich hin\u00adter der Gedanken\u00admacht die reine Geistigkeit, von der Rudolf Stein\u00ader oben spricht? Ist damit vielle\u00adicht gemeint, leibfrei denken zu k\u00f6n\u00adnen? Leibfrei bedeutet, abstrak\u00adte Ideen erfassen zu k\u00f6n\u00adnen, die nicht aus irdis\u00adch\u00ader, unmit\u00adtel\u00adbar\u00ader Wahrnehmung stam\u00admen; z. B. Liebe, Frei\u00adheit oder eben alle von Rudolf Stein\u00ader mit\u00adgeteil\u00adten geisti\u00adgen Zusam\u00admen\u00adh\u00e4nge \u2014 und so auch mich selb\u00adst als rein geistiges Wesen.<\/p>\n<p>Im Gegen\u00adsatz zu meinem allt\u00e4glich wahrgenomme\u00adnen Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl beruht das sich l\u00f6sende Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl nicht auf der Wahrnehmung mein\u00ader K\u00f6r\u00adper\u00adlichkeit. Denn was ich an Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl durch K\u00f6r\u00adper\u00adwahrnehmungen erlange, das kann sich nicht l\u00f6sen. Es erlis\u00adcht, sobald die k\u00f6r\u00adper\u00adlich ver\u00admit\u00adtelte Wahrnehmung aufh\u00f6rt. Anders ver\u00adh\u00e4lt es sich mit dem im Mantra geschilderten Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl. Es entstammt stattdessen mein\u00ader Macht zu denken. Es l\u00f6st sich aus Denker\u00adma\u00adcht. Damit erl\u00f6st, befre\u00adit es sich auch aus der Macht irdis\u00adchen Denkens.&nbsp; Wird mit diesem sich l\u00f6senden, weck\u00adenden Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl auf eine reine Geistigkeit gedeutet, die unab\u00adh\u00e4ngig ist vom K\u00f6r\u00adp\u00ader und vom irdis\u00adchen Denken? Ist mit diesem Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl eine Ich-Wahrnehmung gemeint, die jen\u00adseits aller irdis\u00adchen Bed\u00adingth\u00adeit\u00aden liegt und deshalb auch ungetr\u00fcbt ist von ego\u00adis\u00adtis\u00adch\u00ader Begren\u00adzung? Im Bild gesprochen: Schl\u00fcpft das Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl \u2014 der geistige Men\u00adsch sozusagen aus der Denker\u00adma\u00adcht, wie der Schmetter\u00adling aus der&nbsp;Puppe?<\/p>\n<p>F\u00fcr mich liegt in diesem Mantra die Erfahrung der Erleuch\u00adtung, der Erweck\u00adung aus dem tr\u00e4u\u00admenden, von der T\u00e4uschung der Maya gefan\u00adgenen Bewusstsein.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1580\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Eintrag&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\" rel=\"noopener\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>39 n An Geis\u00adte\u00adsof\u00adfen\u00adbarung hingegeben Gewinne ich des Wel\u00adtenwe\u00adsens&nbsp;Licht. Gedankenkraft, sie w\u00e4chst Sich kl\u00e4rend mir mich selb\u00adst zu&nbsp;geben, Und weck\u00adend l\u00f6st sich&nbsp;mir Aus Denker\u00adma\u00adcht das Selb\u00adst\u00adge\u00adf\u00fchl. Das Datum des Jahreswech\u00adsels und der Name Sil\u00advester Das Jahre\u00adsende, das wir heute Sil\u00advester nen\u00adnen, wurde bere\u00adits im R\u00f6mis\u00adchen Reich gefeiert, erst\u00admals als der Jahres\u00adbe\u00adginn 153 v. 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