{"id":1504,"date":"2022-11-27T22:12:44","date_gmt":"2022-11-27T21:12:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1504"},"modified":"2025-11-30T11:33:25","modified_gmt":"2025-11-30T10:33:25","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy-2-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1504","title":{"rendered":"Blog \u2014 Seelenkalender Mantra 35&nbsp;i"},"content":{"rendered":"\n\n\t<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2022\/11\/35-i-Adventskranz-3-300x298.jpg\" alt width=\"411\" height=\"408\"><\/p>\n<h4><strong>35 i<br>\n<\/strong><\/h4>\n<p>Kann ich das Sein erkennen,<\/p>\n<p>Dass es sich wiederfindet<\/p>\n<p>Im See\u00adlen\u00adschaf\u00adfens\u00addrange?<\/p>\n<p>Ich f\u00fch\u00adle, dass mir Macht verlieh\u00b4n,<\/p>\n<p>Das eigne Selb\u00adst dem Weltenselbst<\/p>\n<p>Als Glied beschei\u00adden einzuleben.<\/p>\n<h4><strong>Advent<\/strong><\/h4>\n<p>Mit dem Vor\u00adabend des ersten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Advent\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Advent<\/a> begin\u00adnt das neue Kirchen\u00adjahr, ein neuer Zyk\u00adlus der kirch\u00adlichen Feste. Advent kommt aus dem Lateinis\u00adchen und bedeutet Ankun\u00adft. Das Wort stammt aber urspr\u00fcnglich von dem griechis\u00adchen Wort epiph\u00e1neia, das Erschei\u00adn\u00adung bedeutet. Im R\u00f6mis\u00adchen Reich bedeutete das Wort Ankun\u00adft, Besuch eines K\u00f6nigs in der Stadt oder Erschei\u00adn\u00adung eines Gottes im Tem\u00adpel. Advent ist sowohl die Vor\u00adbere\u00aditungszeit auf das Fest der Geburt Christi, als auch eine Zeit, die beson\u00adders der Erwartung der Wiederkun\u00adft Christi gewid\u00admet ist. Die Zahl der vier Son\u00adntage im Advent legte Papst Gre\u00adgor der Gro\u00dfe (um 540 \u2014 604) f\u00fcr die West\u00adkirche fest. Sie standen sym\u00adbol\u00adisch f\u00fcr die vier\u00adtausend Jahre seit dem S\u00fcn\u00adden\u00adfall, die die Men\u00adschheit nach dama\u00adliger Auf\u00adfas\u00adsung auf den Erl\u00f6s\u00ader gewartet hat\u00adten. In der Ostkirche umfasst die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Advent#Beginn_und_Dauer_des_Advents\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Adventszeit<\/a> als vor\u00adbere\u00adi\u00adt\u00adende Fas\u00adten\u00adzeit (Wei\u00adh\u00adnachts\u00adfas\u00adten) sechs Son\u00adntage. Sie dauert 40 Tage und geht deshalb vom 15. Novem\u00adber bis zum 24. Dezem\u00adber. (Richtet sich die Kirche nach dem Julian\u00adis\u00adchen Kalen\u00adder, geht die Fas\u00adten\u00adzeit vom 28. Novem\u00adber bis 6. Januar.)<\/p>\n<p>Im Fr\u00fchchris\u00adten\u00adtum (wohl ab dem 4. Jahrhun\u00addert) wurde zur Vor\u00adbere\u00aditung der Geburt Jesu 40 Tage gefastet, allerd\u00adings ohne Sam\u00adstag und Son\u00adntag. So begann diese Zeit am Sankt Mar\u00adtin\u00adstag am 11. Novem\u00adber und ging bis zur Erschei\u00adn\u00adung des Her\u00adrn am 6. Jan\u00adu\u00adar, dem urspr\u00fcnglichen Fest der Geburt.&nbsp; So ergaben sich in den acht Wochen (56 Tage vom 11. 11. bis zum 6. 1.) 40 Fasttage.<\/p>\n<p>Der Advent, wie wir ihn feiern, ist in sein\u00ader L\u00e4nge vari\u00adabel. Sein Anfang ist immer der erste Adventsson\u00adntag, doch Heili\u00adga\u00adbend, der let\u00adzte Adventstag, ist Datums-fix\u00adiert. F\u00e4llt Heili\u00adga\u00adbend auf einen Son\u00adntag, ist dies gle\u00adichzeit\u00adig der 4. Adventsson\u00adntag. Dann ist die Adventszeit am k\u00fcrzesten, genau 22 Tage und begin\u00adnt erst am 3. Dezem\u00adber. F\u00e4llt Heili\u00adga\u00adbend dage\u00adgen auf einen Sam\u00adstag, ist sie am l\u00e4ng\u00adsten, genau 28 Tage und begin\u00adnt schon am 27. November.<\/p>\n<p>Das Mantra, das Rudolf Stein\u00ader mit: \u201cWei\u00adhe-Nacht-Stim\u00admung\u201d \u00fcber\u00adschrieben hat, ist 38 m. Damit ist dies auch das Mantra der 4. Adventswoche, denn Heili\u00adga\u00adbend f\u00e4llt immer in diese Woche. Sergej O. Prokofi\u00adeff stellt die Adventszeit als Weg in das Aller\u00adheilig\u00adste im Men\u00adschen dar, der von au\u00dfen nach innen durch die men\u00adschlichen Wesens\u00adglieder f\u00fchrt. Die The\u00admen der Mantren best\u00e4ti\u00adgen&nbsp;dies:<\/p>\n<p>35 i&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 1. Advent&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; das Sein erken\u00adnen&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; physis\u00adch\u00ader&nbsp;Leib<\/p>\n<p>36 k&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 2. Advent&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wel\u00adtenwort-Spruch&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; \u00c4therleib<\/p>\n<p>37 l&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 3. Advent&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp; Geis\u00adtes\u00adlicht, See\u00adlenkeime&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp; Astralleib<\/p>\n<p>38 m&nbsp;&nbsp;&nbsp; 4. Advent und Heilig Abend &nbsp; &nbsp; Geis\u00adte\u00adskind entza\u00adubert&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; H\u00fcter der Schwelle (Ich)<\/p>\n<p>Adventsson\u00adntage und Wesens\u00adglieder: S. O. Prokofi\u00adeff, Der Jahreskreis\u00adlauf als Ein\u00adwei\u00adhungsweg, 1986, S.&nbsp;45ff<\/p>\n<h4><strong>Was erkenne ich durch das Mantra 35&nbsp;i?<\/strong><\/h4>\n<p>Nur zwei Mantren im See\u00adlenkalen\u00adder stellen eine Frage \u2014 und das Mantra 35 i ist eines davon. Dieses Mantra fragt: \u201cKann ich das Sein erken\u00adnen \u2026?\u201d Kann ich das Sein sehen, wirk\u00adlich sehen, sodass ich es erkenne? Das Mantra 18 R ist das andere Mantra, das eben\u00adso mit ein\u00ader Frage begin\u00adnt. Es fragt, ob ich h\u00f6ren kann: \u201cKann ich die Seele weit\u00aden, dass sie sich selb\u00adst verbindet emp\u00adfangnem Wel\u00adten-Keimesworte?\u201d Kann ich die Seele so vor\u00adbere\u00adit\u00aden, dass sie sich mit dem schon aufgenomme\u00adnen Wel\u00adten-Keimeswort verbinden kann \u2014 dass sie das Wort nicht nur h\u00f6ren, son\u00addern auch ver\u00adste\u00adhen kann? Nach innen in die Seele hinein lausche ich. Das Wel\u00adten-Keimeswort spricht innen. Die \u00e4u\u00dfere Welt und damit das Sein erschlie\u00dft sich dage\u00adgen vor\u00adrang\u00ading durch den Seh-Sinn.<\/p>\n<p>Kann ich also das Sein erken\u00adnen? Kann ich das Gewor\u00addene sehen? Gelingt es mir wirk\u00adlich hinzuschauen? Und ver\u00adste\u00adhe ich, was ich sehe? Dringt die Wahrnehmung unver\u00adf\u00e4lscht bis in mein Bewusst\u00adsein vor? Oder schieben sich wie ein Fil\u00adter Vor-Urteil um Vor-Urteil, Reste alter, ver\u00adal\u00adteter und \u00fcber\u00adlebter Urteile vor die urspr\u00fcngliche Wahrnehmung des Seins? Kann ich mich davon frei machen und das Sein tat\u00ads\u00e4ch\u00adlich erken\u00adnen, wie es aus sich selb\u00adst her\u00adaus ist? Kann ich sehen, wie der Geist ger\u00adade durch die \u201eForm\u201d des Seins sicht\u00adbar wird, wie das Sein den Geist umh\u00fcllt wie ein Man\u00adtel. Rudolf Stein\u00ader sagt: \u201e\u2018Sein\u2019 ist von \u201asehen\u2019 hergenom\u00admen, kommt \u00fcber\u00adhaupt vom \u201aSehen\u2019 her. Was mit dem Seins\u00adbe\u00adgriff belegt wird, von dem wird nicht anderes gesagt als: ich habe es ein\u00admal gese\u00adhen. Alles son\u00adstige Gerede \u00fcber das Sein ist Ver\u00adst\u00e4ndi\u00adgung \u00fcber das, was ein\u00admal gese\u00adhen wor\u00adden ist.\u201d (GA 157 in: Ernst Moll, Die Sprache der Laute, S. 112f) Das Sein ist also das, was sicht\u00adbar ist. Und gle\u00adichzeit\u00adig macht die Frage deut\u00adlich, dass es eben nicht ohne weit\u00aderes gelingt, das offen\u00adbare auch zu bemerken. Kann ich&nbsp;das?<\/p>\n<p>Nun, das ganze Leben ist ein Erken\u00adnen des Seins. Immer wieder wird der Men\u00adsch vom Leben selb\u00adst aufge\u00adfordert, unab\u00e4n\u00adder\u00adliche Tat\u00adsachen anzuerken\u00adnen. Doch hin\u00adter dem Gewor\u00adde\u00adnen ste\u00adhen die Geset\u00adze des Wer\u00addens. Auch sie geh\u00f6ren zum Sein. Anthrowiki.at definiert <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Sein\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sein<\/a> fol\u00adgen\u00adder ma\u00dfen: \u201cDas <b>Sein<\/b> (<a title=\"Altgriechische Sprache\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Altgriechische_Sprache\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">griech.<\/a>&nbsp;\u03b5\u03af\u03bd\u03b1\u03b9 <i>einai<\/i>; <a title=\"Latein\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Latein\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">lat.<\/a> <i>esse<\/i>; <a title=\"Englische Sprache\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Englische_Sprache\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">eng.<\/a> being; <a title=\"Skrt.\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Skrt.\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">skrt.<\/a> \u0938\u0924\u094d <i><a title=\"Sat\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Sat\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sat<\/a><\/i>) umfasst im weitesten Sinn alle <a title=\"Geist\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Geist\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">geisti\u00adgen<\/a>, <a title=\"Seele\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Seele\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">seel\u00adis\u00adchen<\/a> und <a title=\"Physisch\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Physisch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">physis\u00adchen<\/a> Welt\u00adbere\u00adiche in ihrem ideell <a title=\"Wesen\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Wesen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">wesen\u00adhaften<\/a> <a title=\"Sosein\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Sosein\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sosein<\/a> (<a title=\"Essenz\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Essenz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Essenz<\/a>) und \u2014 als <b>Seien\u00addes<\/b> (<a title=\"Griechische Sprache\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Griechische_Sprache\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">griech.<\/a> <i>to on<\/i>; <a title=\"Latein\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Latein\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">lat.<\/a> <i>ens<\/i>) \u2014 in ihrem als realen <a title=\"Dasein\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Dasein\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Dasein<\/a> (<a title=\"Existenz\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Existenz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Exis\u00adtenz<\/a>; <a title=\"Englische Sprache\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Englische_Sprache\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">eng.<\/a> exis\u00adtence) <b>Vorhan\u00addenes<\/b>. Das <i>Sein<\/i> als solch\u00ades wird dabei als zeit\u00adlos unge\u00adwor\u00adden und unverg\u00e4nglich gedacht, w\u00e4hrend <i>Seien\u00addes<\/i> dem Wer\u00adden und Verge\u00adhen unter\u00adliegt. <a title=\"Gott\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Gott\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gott<\/a> bzw. der <a title=\"Geist\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Geist\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Geist<\/a> <a title=\"An sich\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/An_sich\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">an sich<\/a> ist in diesem Sinn kein Seien\u00adder, son\u00addern ein <i>\u00dcber-Seien\u00adder<\/i>, der allen geschaf\u00adfe\u00adnen <a title=\"Ding\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Ding\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Din\u00adgen<\/a> und <a title=\"Wesen\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Wesen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wesen<\/a> das Sein ver\u00adlei\u00adht (<a title=\"Ens ab alio\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Ens_ab_alio\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ens ab alio<\/a>), denn er ist das <a title=\"Ens a se\" href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Ens_a_se\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ens a se<\/a>, das <i>Sein-aus-sich-selb\u00adst<\/i>.\u201d<\/p>\n<p>Kann ich also das zeit\u00adlos unge\u00adwor\u00addene und unverg\u00e4ngliche Sein und dadurch erst in der Tiefe auch das Gewor\u00addene, das wer\u00addende und verge\u00adhende Seiende, erken\u00adnen? Erkenne ich, was die Welt im Inner\u00adsten zusam\u00admen\u00adh\u00e4lt? (\u201eDass ich erkenne, was die Welt \/\/ Im Inner\u00adsten zusam\u00admen\u00adh\u00e4lt.\u201d \u2014 Johann Wolf\u00adgang von Goethe, Eine Trag\u00f6die. Faust I (1808), <a href=\"http:\/\/Quelle: https:\/\/beruhmte-zitate.de\/zitate\/127567-johann-wolfgang-von-goethe-dass-ich-erkenne-was-die-welt-im-innersten-zus\/\">Vers 382 f<\/a>.) Darauf zielte auch Faust, musste aber erken\u00adnen, dass die gew\u00f6hn\u00adliche Wis\u00adsenschaft hier nicht weit\u00ader\u00adhil\u00adft. Eher gibt das Sinnbild des Adventskranzes mit seinen vier Kerzen darauf Antwort: Im gr\u00fc\u00adnen Kranz l\u00e4sst sich das zyk\u00adlisch sich erneuernde Leben erken\u00adnen, das sich im Jahres\u00adlaufe immer von Neuem ent\u00adfal\u00adtet. Die vier Kerzen ste\u00adhen f\u00fcr die vier Natur\u00adre\u00adiche, und im Men\u00adschen f\u00fcr die vier Wesens\u00adglieder: Ich, Astralleib, \u00c4ther\u00adleib und physis\u00adch\u00ader Leib, die zusam\u00admen das Leben gestal\u00adten. Das Mantra fragt mich also, ob ich im Jahreskreis der See\u00adlenkalen\u00adder-Mantren das Wal\u00adten des zeit\u00adlos Ewigen erken\u00adnen kann, aus dem das Gewor\u00addene des \u00e4u\u00dferen Jahres\u00adlaufes hervorgeht.<\/p>\n<p>Das Erken\u00adnen ist im Mantra jedoch kein Selb\u00adstzweck. Es hat ein Ziel: Mein Erken\u00adnen soll sich wiederfind\u00aden im Schaf\u00adfens\u00addrang mein\u00ader Seele. Die sch\u00f6pferischen Prinzip\u00adi\u00aden, durch die zum Beispiel das bis ins kle\u00adin\u00adste Detail aus\u00adge\u00adwo\u00adgene Zusam\u00admen\u00adwirken der \u00d6kosys\u00adteme entste\u00adht, diese Prinzip\u00adi\u00aden sollen sich auch im Sch\u00f6p\u00adfungs\u00addrang mein\u00ader Seele wiederfind\u00aden. Nur so wird das, was durch mich in die Welt tritt, in Har\u00admonie ste\u00adhen mit dem gro\u00dfen Ganzen. Kann ich das Sein so erken\u00adnen, dass ich diese Har\u00admonie gew\u00e4hrleis\u00adten kann? Kann ich das Sein erken\u00adnen, sodass mir der dahin\u00adter\u00adste\u00adhende wirk\u00adsame Geist begeg\u00adnet \u2014 und kann ich den Schaf\u00adfens\u00addrang meines eige\u00adnen Geistes nach den uni\u00adversellen Geset\u00adzen des Seins aus\u00adricht\u00aden? Kann mein Geist dem Geist des Seins auf Augen\u00adh\u00f6he begeg\u00adnen, weil wir eins im Geiste sind?<\/p>\n<p>Wenn mir das gelingt, dann <em>f\u00fch\u00adle<\/em> ich Macht. Nun bin ich nicht\u00admehr gefordert, wie wesens\u00adfremd nur erken\u00adnend dem Sein gegen\u00fcberzuste\u00adhen, nun <em>f\u00fch\u00adle<\/em> ich auch \u2014 und bin schon dadurch anders mit dem Sein ver\u00adbun\u00adden als vorher \u2014 ich f\u00fch\u00adle, dass mir Macht ver\u00adliehen ist. Die Macht ist mir gegeben wor\u00adden von h\u00f6her\u00ader Instanz \u2014 nicht als mein Besitz, son\u00addern als Lei\u00adh\u00adgabe. Das, wor\u00fcber ich Macht habe, liegt in meinem Ein\u00adfluss\u00adbere\u00adich, in meinem \u201cK\u00f6n\u00adi\u00adgre\u00adich\u201d. Was ist das, wor\u00fcber ich Macht ver\u00adliehen bekam? Ich f\u00fch\u00adle, dass mir die Macht ver\u00adliehen ist, mein eigenes Selb\u00adst in das Wel\u00adtenselb\u00adst zu inte\u00adgri\u00aderen, es in das Leben des Wel\u00adtenselb\u00adst einzugliedern \u2014 und dadurch das Wel\u00adtenselb\u00adst zu bereichern.<\/p>\n<p>Wer oder was ist das Wel\u00adtenselb\u00adst? So wie mein K\u00f6r\u00adp\u00ader mir die M\u00f6glichkeit gibt, mich als Selb\u00adst zu erleben, so ist auch die ganze Welt Leib eines Wesens, das auf dieser Grund\u00adlage sein Selb\u00adst erlebt. Ich k\u00f6n\u00adnte mir denken, dass Goethe dieses Wesen im Erdgeist dargestellt hat. Faust hat\u00adte die Macht, den Erdgeist her\u00adaufzubeschw\u00f6ren, doch fehlte ihm die Kraft diesem auch gegen\u00fcberzuste\u00adhen. Die Macht war ihm nicht gegeben wor\u00adden, er hat\u00adte sie sich ange\u00adma\u00dft. Im Mantra wird die Reife zuerst erfragt. Danach f\u00fchlt der Ich-Sprech\u00ader sie \u2014 ich f\u00fch\u00adle die Macht, sie ist da, sie wurde mir zuerkan\u00adnt. Stand ich in der Frage erken\u00adnend dem Sein gegen\u00fcber, bin ich nun auch f\u00fch\u00adlend ver\u00adbun\u00adden. Wesen begeg\u00adnet Wesen. Mein Selb\u00adst begeg\u00adnet dem Wel\u00adtenselb\u00adst \u201cAug in&nbsp;Auge\u201d.<\/p>\n<p>Mein Selb\u00adst, das nach der Erken\u00adnt\u00adnis des Seins nicht\u00admehr das gew\u00f6hn\u00adliche All\u00adt\u00adags\u00adselb\u00adst, son\u00addern mein h\u00f6heres Selb\u00adst ist, wurde von Rudolf Stein\u00ader sieben Jahre vor dem Erscheinen des See\u00adlenkalen\u00adders in einem zur Med\u00adi\u00adta\u00adtion emp\u00adfohle\u00adnen Spruch fol\u00adgen\u00adder\u00adma\u00dfen charak\u00adter\u00adisiert (GA 94, Eso\u00adter\u00adische Stunde in Berlin am 24.10.1905, S.&nbsp;85):<\/p>\n<p>Strahlen\u00adder als die&nbsp;Sonne<\/p>\n<p>Rein\u00ader als der Schnee<\/p>\n<p>Fein\u00ader als der&nbsp;\u00c4ther<\/p>\n<p>Ist das Selbst,<\/p>\n<p>Der Geist in meinem Herzen.<\/p>\n<p>Dies Selb\u00adst bin&nbsp;Ich,<\/p>\n<p>Ich bin dies Selbst.<\/p>\n<p>Dann kann ich lesen: Meinem reinen, strahlen\u00adden Geist wurde die Macht ver\u00adliehen, sich in den strahlen\u00adden Geist der Welt einzuleben und f\u00fcrder\u00adhin mit ihm mitzuleben. Beschei\u00adden\u00adheit geh\u00f6rt zu diesem sehr beson\u00adderen Prozess, denn der einzelne men\u00adschliche Geist ist um so vieles klein\u00ader und trotz allem unwis\u00adsender als der umfassende Geist des Wel\u00adtenselb\u00adst. Das Mantra schildert die M\u00f6glichkeit und den Prozess, ein Glied eines weit gr\u00f6\u00dferen Organ\u00adis\u00admus zu wer\u00adden, als ich es gegen\u00adw\u00e4r\u00adtig bin. Dadurch ver\u00adwirk\u00adlicht sich die Ein\u00adheit mit allem Sein, aus der wir mit dem S\u00fcn\u00adden\u00adfall ver\u00adsto\u00dfen wurden.<\/p>\n<p>Unser K\u00f6r\u00adp\u00ader gibt uns ein Vor\u00adbild, wie dieses Ein\u00adleben unseres Selb\u00adst in das Wel\u00adtenselb\u00adst geschehen kann: Gew\u00f6hn\u00adlich wird vom K\u00f6r\u00adp\u00ader alles Fremde, das ein\u00addringt, bek\u00e4mpft. Dies kann ein Bak\u00adteri\u00adum oder ein Virus sein. Dieses Fremde har\u00admoniert nicht mit unserem Sein. Es gibt aber auch die Darm\u00adbak\u00adte\u00adrien, die uns ma\u00dfge\u00adblich bei der Ver\u00addau\u00adung helfen, sie erst m\u00f6glich machen. Sie beschei\u00adden sich auf ihre Auf\u00adgabe in unserem K\u00f6r\u00adp\u00ader und wer\u00adden drin\u00adgend gebraucht. Sie haben ihr eigenes Selb\u00adst dem men\u00adschlichen, in diesem Fall gr\u00f6\u00dferen Selb\u00adst ein\u00adgelebt. Wenn ich mein Selb\u00adst dem Wel\u00adtenselb\u00adst ein\u00adleben will, ohne in diesem Schaden und Krankheit anzuricht\u00aden, so muss ich das Sein wieder\u00adspiegeln k\u00f6n\u00adnen, so wie sich in einem Tropfen die ganze Welt spiegelt. Und ich muss meinen Platz und meine Auf\u00adgabe im Organ\u00adis\u00admus ken\u00adnen und ausf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Das Mantra wirkt wie eine Naht\u00adstelle, bei der Altes an Neues gren\u00adzt, wie eine Naht\u00adstelle zwis\u00adchen ein\u00ader abgeschlosse\u00adnen Entwick\u00adlung und dem Geschehen, das kom\u00admen wird. Wie wird es wohl sein, wenn jed\u00ader Men\u00adsch ein sich beschei\u00adden\u00addes Glied im lebendi\u00adgen Organ\u00adis\u00admus des Wel\u00adtenselb\u00adstes&nbsp;ist?<\/p>\n<p>Vor diesem Hin\u00adter\u00adgrund beant\u00adwortet das Mantra die Frage, wessen Ankun\u00adft im Advent erwartet wird, nochmal auf neue und \u00fcber\u00adraschende Weise. Wenn es das Ziel ist, dass sich das men\u00adschliche (Geist-)Selbst ins Wel\u00adtenselb\u00adst beschei\u00adden ein\u00adlebt, dann erwartet das Wel\u00adtenselb\u00adst den Men\u00adschen. Und zum ersten Advent fragt das Mantra jeden Leser, ob er auf dem Weg dor\u00adthin ist, um aufgenom\u00admen zu wer\u00adden vom Geist-Selb\u00adst der Welt. Der hier begin\u00adnende Weg durch das Kirchen\u00adjahr ist immer aufs Neue das Ange\u00adbot des Wel\u00adtenselb\u00adstes, sich ihm einzuleben \u2014 in Sein\u00adserken\u00adnt\u00adnis und Har\u00admonie von Innen und Au\u00dfen den Jahreskreis zu durch\u00adschre\u00adit\u00aden, um sich Woche f\u00fcr Woche in neue Aspek\u00adte des Wel\u00adtenselb\u00adst zu integrieren.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1520\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Eintrag&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>35 i Kann ich das Sein erken\u00adnen, Dass es sich wiederfind\u00adet Im See\u00adlen\u00adschaf\u00adfens\u00addrange? Ich f\u00fch\u00adle, dass mir Macht verlieh\u00b4n, Das eigne Selb\u00adst dem Wel\u00adtenselb\u00adst Als Glied beschei\u00adden einzuleben. Advent Mit dem Vor\u00adabend des ersten Advent begin\u00adnt das neue Kirchen\u00adjahr, ein neuer Zyk\u00adlus der kirch\u00adlichen Feste. Advent kommt aus dem Lateinis\u00adchen und bedeutet Ankun\u00adft. 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