{"id":1220,"date":"2022-08-16T21:08:27","date_gmt":"2022-08-16T19:08:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1220"},"modified":"2025-09-05T10:42:55","modified_gmt":"2025-09-05T08:42:55","slug":"blog-beitrag-1-2-copy-3-copy-5-copy-2-copy-4-copy","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1220","title":{"rendered":"Blog \u2014 Seelenkalender Mantra 20&nbsp;T"},"content":{"rendered":"\n\n\t<h4><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/20-T-Rakotzbruecke-Blog-293x300.jpg\" alt width=\"346\" height=\"354\"><\/strong><\/h4>\n<p><a href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/place\/Rakotzbr%C3%BCcke\/@51.5362998,14.6382989,17z\/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x47088958c3cbbe49:0xd927797ae7fb7183!8m2!3d51.5364409!4d14.6405618?hl=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rakotzbr\u00fccke, Teufels\u00adbr\u00fccke <\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/place\/Rakotzbr%C3%BCcke\/@51.5362998,14.6382989,17z\/data=!3m1!4b1!4m5!3m4!1s0x47088958c3cbbe49:0xd927797ae7fb7183!8m2!3d51.5364409!4d14.6405618?hl=de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(im Aza\u00adleen- und Rhodo\u00adden\u00addron\u00adpark Kromlau)<\/a><\/p>\n<h4><strong>20 T<\/strong><\/h4>\n<p>So f\u00fchl ich erst mein&nbsp;Sein,<\/p>\n<p>Das fern vom Welten-Dasein<\/p>\n<p>In sich, sich selb\u00adst erl\u00f6schen<\/p>\n<p>Und bauend nur auf eignem Grunde<\/p>\n<p>In sich, sich selb\u00adst ert\u00f6ten m\u00fcsste.<\/p>\n<h4><strong>20 T ist ein Krisenspruch<\/strong><\/h4>\n<p>Das Mantra 20 T ist der zweite von vier regelm\u00e4\u00dfig im Jahreskreis liegen\u00adden Krisen- Droh- oder Warn\u00adspr\u00fcchen. Exakt alle 13 Wochen (4 X 13 Wochen = 52 Wochen) ist in den See\u00adlenkalen\u00adder-Jahreskreis solch ein Krisen\u00adspruch hineinkom\u00adponiert. Ganz anders als die anderen Mantren des Jahres haben Krisen\u00adspr\u00fcche einen dun\u00adklen, bedrohlich wirk\u00adenden Charak\u00adter. Es sind Mantren, die ein\u00addringlich wachrufen, die sagen, dass es so nicht weit\u00aderge\u00adhen kann. Sie tra\u00adgen die Stim\u00admung des Rufers in der W\u00fcste, des Johannes in sich, der den Men\u00adschen zuruft: \u00c4ndert euren&nbsp;Sinn!<\/p>\n<p>Anders als beim let\u00adzten Krisen\u00adspruch, dem <a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=842\">Mantra 7 G<\/a>, wird hier im Mantra 20 T keine ret\u00adtende Kraft aufgerufen. Die Ein\u00adsicht, um die Gefahr abzuwen\u00adden, muss aus dem Leser, aus mir sel\u00adber kom\u00admen. Dies ist eine Charak\u00adter\u00adis\u00adtik, die im ersten Krisen-Mantra des Win\u00adter-Hal\u00adb\u00adjahrs (<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1471\">33 g<\/a>) wiederkehren wird. Das zweite und let\u00adzte Krisen-Mantra im Jahreskreis (<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1673\">46 u<\/a>) \u00e4hnelt dage\u00adgen wieder dem ersten (7 G). Eine \u00fcber\u00adgreifende Ord\u00adnung wird dadurch sicht\u00adbar: In den Krisen\u00adspr\u00fcchen, die zum Hal\u00adb\u00adjahr der auf\u00adsteigen\u00adden Sonne geh\u00f6ren, gibt es jew\u00adeils eine ret\u00adtende Kraft, die gerufen wird, in den Krisen\u00adspr\u00fcchen, die zum Hal\u00adb\u00adjahr der absteigen\u00adden Sonne geh\u00f6ren gibt es das nicht. Der Gefahr kann hier nur mit Ein\u00adsicht begeg\u00adnet wer\u00adden. Sie ist die ver\u00e4n\u00addernde Kraft. Geis\u00adtes\u00adge\u00adgen\u00adwart ist gefragt.<\/p>\n<p><strong>Vier Erzen\u00adgel im Jahreskreis<\/strong><\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader schildert zum einen, wie vier Erzen\u00adgel im Jahres\u00adlauf wirken: Michael im Herb\u00adst, Gabriel im Win\u00adter, Raphael im Fr\u00fch\u00adling und Uriel im Som\u00admer. Zum anderen beschreibt er, dass diese Erzen\u00adgel au\u00dfer\u00addem mit den <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Himmelsrichtungen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Him\u00admel\u00adsrich\u00adtun\u00adgen<\/a> ver\u00adbun\u00adden sind und den Men\u00adschen von dort ihre Kraft zus\u00adtr\u00f6\u00admen: \u201cVier gewaltige, erhabene Gestal\u00adten ste\u00adhen im Wel\u00adtenraume, ein jed\u00ader nach ein\u00ader der vier Rich\u00adtun\u00adgen [Osten, West\u00aden, Nor\u00adden, S\u00fcden, A.F.]. So for\u00admen sie das kos\u00admis\u00adche Kreuz. Sie lenken und leit\u00aden die Wel\u00adtenvorg\u00e4nge und sind die Diener des Einen, der das Leben der Sonne ist. W\u00e4hrend eines jeden kos\u00admis\u00adchen Tages wer\u00adden sie abwech\u00adsel\u00adnd von dem Son\u00adnengeist inspiri\u00adert. Sie sind die Urkr\u00e4fte, welche sich spiegeln in den drei Kr\u00e4ften des Denkens, F\u00fch\u00adlens und Wol\u00adlens im Kos\u00admos und in der men\u00adschlichen Seele. Der eine, der am m\u00e4chtig\u00adsten ist, enth\u00e4lt in sich die Kr\u00e4fte der drei anderen, er ist der vol\u00adlkom\u00admen\u00adste, durch ihn k\u00f6n\u00adnen die andern erst geschaut und ver\u00adstanden wer\u00adden. Er ist der direk\u00adte Diener des gro\u00dfen Son\u00adnengeistes und leit\u00adet die Zukun\u00adft, auf dass sie zur Gegen\u00adwart wird. Die Strahlen seines Licht\u00ades brin\u00adgen den men\u00adschlichen See\u00adlen Erken\u00adnt\u00adnis. Wie einen neuen Tag ank\u00fcndi\u00adgend, leuchtet sein Licht aus dem Osten. \u2026 An sein\u00ader recht\u00aden Seite, in der Rich\u00adtung des Nor\u00addens, ste\u00adht der\u00adjenige, welch\u00ader ins\u00adbeson\u00addere verkn\u00fcpft ist mit der Sat\u00adurn-Entwick\u00adelung. Sein Licht leuchtet in bl\u00e4ulichem Glanze, schw\u00e4ch\u00ader wie das der anderen. Eine erhabene, strenge Gestalt, wird er mit dem Namen des Uriel genan\u00adnt. In der Rich\u00adtung des West\u00adens ste\u00adht der\u00adjenige, welch\u00ader zu der Son\u00adnen-Entwick\u00adelung in Beziehung ste\u00adht. Im gold\u00ade\u00adnen Glanze strahlt sein Licht. Eine erhabene, kraftvolle Gestalt, wird er mit dem Namen des Raphael beze\u00adich\u00adnet. In der Rich\u00adtung des S\u00fcdens ste\u00adht der, welch\u00ader ver\u00adbun\u00adden ist mit der Entwick\u00adelung des alten Mon\u00addes. Im sil\u00adber\u00adnen wei\u00dfen Lichte ergl\u00e4nzt sein Wesen. Eine erhabene, liebevolle Gestalt, wird er mit dem Namen des Gabriel genan\u00adnt. Der vierte, welch\u00ader die Kr\u00e4fte der anderen in sich enth\u00e4lt und seine eigene Kraft hinzuf\u00fcgt, strahlt sein Licht von dem Osten aus in rosa\u00adfar\u00adbiger Nuance und gold\u00aden\u00adem Glanze. Er leit\u00adet und lenkt die Entwick\u00adelung der Erde und wirkt deshalb in die Zukun\u00adft hinein. Eine erhabene, siegre\u00adiche Gestalt, welche die Eigen\u00adschaften der drei anderen in sich tr\u00e4gt, wird er mit dem Namen des Michael genan\u00adnt. So ste\u00adhen da die vier m\u00e4chti\u00adgen Erzen\u00adgel und leit\u00aden die Wel\u00adtenvorg\u00e4nge\u201d (Lit.: GA 265, S.&nbsp;336ff).<\/p>\n<p>In der Zeich\u00adnung sind Raum und Zeit deck\u00adungs\u00adgle\u00adich dargestellt, die vier Erzen\u00adgel ste\u00adhen im Jahreskreis und gle\u00adichzeit\u00adig bei ihrer Him\u00admel\u00adsrich\u00adtung. Die gedachte Win\u00addrose ist so gedreht, dass Osten oben ist, wie es fr\u00fcher f\u00fcr Land\u00adkarten \u00fcblich war. Noch heute sagen wir, dass wir uns ori\u00aden\u00adtieren, also nach dem Ori\u00adent ausrichten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/Vier-Erzengel-im-Jahreskreis-300x280.png\" alt width=\"621\" height=\"580\"><\/p>\n<em>Die vier Erzen\u00adgel im Jahreskreis und ihre vier von Krisen\u00adspruch zu Krisen\u00adspruch reichen\u00adden vier \u201cZeitre\u00adiche\u201d<br>\n<\/em>\n<p>Die vier Krisen\u00adspr\u00fcche wer\u00adden dadurch erkennbar als vier Gren\u00adzen. In der Woche 20 T gren\u00adzt das \u201cZeitre\u00adich\u201d des Uriel an das Herrschafts\u00adge\u00adbi\u00adet des Michael. Ein Wech\u00adsel der Energie find\u00adet statt. Solch ein Wech\u00adsel in einen neuen Ein\u00adfluss\u00adbere\u00adich ist krisen\u00adbe\u00adhaftet: das Alte endet und etwas ganz Neues beginnt.<\/p>\n<p>Und das ist bei diesem Wech\u00adsel in beson\u00adder\u00ader Weise der Fall, denn jed\u00ader Erzen\u00adgel ste\u00adht in Beziehung zu einem Wesens\u00adglied. Die Rei\u00adhe im Jahres\u00adlauf ist absteigend: Michael ver\u00admit\u00adtelt im Herb\u00adst die tod\u00fcber\u00adwindende Ich-Kraft, Gabriel im Win\u00adter die Astral-Kraft f\u00fcr die Geburt des G\u00f6t\u00adtlichen im Men\u00adschen, Raphael im Fr\u00fch\u00adling die heilende und belebende \u00c4ther-Kraft und Uriel im Som\u00admer die Weisheits-Licht-Kraft der Physis. Mit dieser Woche 20 T steigen wir deshalb auch in einen ganz neuen Erzen\u00adgel-Energie-Zyk\u00adlus ein. So in der Natur nun die Knospen f\u00fcr das neue Jahr angelegt wer\u00adden, so geht es f\u00fcr den Men\u00adschen nun auch seel\u00adisch um einen Neube\u00adginn. Der Erzen\u00adgel Michael, der sich durch die Stern\u00adschnup\u00adpen-Schw\u00e4rme der Per\u00adsei\u00adden schon in der let\u00adzten Woche \u00e4u\u00dfer\u00adlich bemerk\u00adbar gemacht hat, \u00fcbern\u00adimmt nun in der Seele die F\u00fchrung.<\/p>\n<h4><strong>Die Warnung des Mantras 20&nbsp;T<\/strong><\/h4>\n<p>\u201eSo f\u00fchl ich erst mein Sein\u201d \u2014 worauf ver\u00adweist das \u201eso\u201d? Was ist ger\u00adade jet\u00adzt so und nicht anders? Welch\u00ader Zus\u00adtand ist hier gemeint, der das F\u00fchlen erst erm\u00f6glicht? Erst wenn ein Prozess zu einem gewis\u00adsen Abschluss gekom\u00admen ist, l\u00e4sst sich darauf zur\u00fcck\u00adblick\u00aden. Erst wenn ich mir sel\u00adber gegen\u00fcbertrete, wenn ich Abstand zu mir bekomme, kann ich mich erkennen.<\/p>\n<p>In dem \u201eSo\u201d klin\u00adgen die Stufen mit, die ich seit Beginn des See\u00adlenkalen\u00adder-Jahres, seit der Woche 1 A gegan\u00adgen bin. Das Som\u00admer-Hal\u00adb\u00adjahr beschreibt die Stufen des Wahrnehmung\u00adsprozess\u00ades. Ich wurde 13 Stufen aus mir her\u00adaus\u00adge\u00adf\u00fchrt auf die Wahrnehmung zu. Seit dem Schwellen\u00adspruch 14 N kehre ich Schritt f\u00fcr Schritt bere\u00adichert und beschenkt in mich zur\u00fcck. Mit dem Mantra 20 T ist eine Gren\u00adze erre\u00adicht. Ich k\u00f6n\u00adnte salopp for\u00admulieren, die Geschenke sind nun nicht mehr nur \u201enice to have\u201d, sie sind lebenswichtig. Wie sich noch zeigen wird, bin ich in meinem \u00dcber\u00adleben abh\u00e4ngig von dem, was die Welt mir geben&nbsp;will.<\/p>\n<p>Obwohl diese Bewe\u00adgung des nach-innen-Nehmens noch weit\u00ader anhal\u00adten wird, ist mit diesem \u201eSo\u201d nun ein Stand erre\u00adicht, der es mir erm\u00f6glicht, auf mich sel\u00adber zu schauen, mein Sein f\u00fch\u00adlend zu erken\u00adnen. Dieses Sein ist mehr als ein Zus\u00adtand. Es reicht viel tiefer. Es meint meine Exis\u00adtenz, meine Basis, und noch mehr. Mit dem Sein ist das gemeint, was ich bin, noch bevor ich irgendwelche Eigen\u00adschaften habe.<\/p>\n<p>Ich f\u00fch\u00adle mein Sein. Mein Sein f\u00fchlen kann ich nur, wenn ich ganz in meinem K\u00f6r\u00adp\u00ader anwe\u00adsend bin, und es gle\u00adichzeit\u00adig in mir eine still beobach\u00adt\u00adende Instanz gibt, die dieses Sein wahrn\u00adimmt. Es ist ein denk\u00adfreies F\u00fchlen, denn der Ver\u00adstand kann das Sein nicht wirk\u00adlich erfassen. Er stellt nur immer ein Haben fest wie Hunger, Freude, W\u00e4rme oder Erken\u00adnt\u00adnisse. Diese Zust\u00e4nde durch\u00adlebe ich, aber es ist nicht mein Sein. Mit meinem K\u00f6r\u00adp\u00ader lebe ich tief ver\u00adbun\u00adden mit den Zyklen der Zeit. Durch meinen K\u00f6r\u00adp\u00ader schlafe ich nachts, wache tags und altere im Laufe der Jahre. Wenn ich mein Sein f\u00fch\u00adle, indem ich wirk\u00adlich in meinem K\u00f6r\u00adp\u00ader anwe\u00adsend bin, gelange ich \u00fcber das Materiell-K\u00f6r\u00adper\u00adliche hin\u00adaus durch das Erleben der Verbindung des K\u00f6r\u00adpers mit der&nbsp;Zeit.<\/p>\n<p>Auf dieses F\u00fchlen meines Seins scheint mir beson\u00adders zu passen, was Rudolf Stein\u00ader in der Ein\u00adleitung zum See\u00adlenkalen\u00adder schreibt: \u201eEs ist an ein<em> f\u00fch\u00adlen\u00addes<\/em> Selb\u00adsterken\u00adnen gedacht. Dieses f\u00fch\u00adlende Selb\u00adsterken\u00adnen kann an den angegebe\u00adnen Wochen\u00ads\u00e4tzen den Kreis\u00adlauf des See\u00adlen\u00adlebens als zeit\u00adlosen an der Zeit erleben. Aus\u00addr\u00fcck\u00adlich sei gesagt, es ist damit an eine M\u00f6glichkeit eines Selb\u00adsterken\u00adnt\u00adnisweges gedacht\u201d (Aus dem Vor\u00adwort zur ersten Aus\u00adgabe des See\u00adlenkalen\u00adders 1912\/13).<\/p>\n<p>Den Kreis\u00adlauf des See\u00adlen\u00adlebens als mein Sein zu erken\u00adnen, wie Rudolf Stein\u00ader es durch die Mantren des See\u00adlenkalen\u00adders anregt, er\u00f6ffnet mir eine Per\u00adspek\u00adtive, die weit \u00fcber die Iden\u00adti\u00adfika\u00adtion mit dem K\u00f6r\u00adp\u00ader dieses Lebens hin\u00adaus\u00adge\u00adht. Der Kreis\u00adlauf des See\u00adlen\u00adlebens ist der Weg der Seele von Geburt zu Geburt. W\u00e4hrend der Zeit im au\u00dferk\u00f6r\u00adper\u00adlichen Zus\u00adtand ist der Kreis\u00adlauf der Seele zeit\u00adlos. Im Jahres\u00adlauf als Kreis\u00adlauf, nun inner\u00adhalb der Zeit, kann dieser Weg nachvol\u00adl\u00adzo\u00adgen wer\u00adden. Der Jahreskreis bildet den Kreis\u00adlauf der Seele ab. Das Sein so zu f\u00fchlen, gibt ihm Weite und Tiefe. Es erm\u00f6glicht ein \u201eBewusst-sein\u201d, das durch den K\u00f6r\u00adp\u00ader \u00fcber ihn hin\u00adaus\u00adf\u00fchrt. Das scheint mir gemeint zu sein mit dem \u201eSo f\u00fchl ich erst mein&nbsp;Sein\u201d.<\/p>\n<p>Nun fol\u00adgt im Mantra die Schilderung der Gefahr, in der ich mich befinde. Diese Gefahr ist eine dop\u00adpelte. Ist mein Sein fern vom Wel\u00adten-Dasein, l\u00f6scht es sich sel\u00adber im eige\u00adnen Innern aus. Baue ich nur auf eigen\u00adem Grunde, w\u00fcrde mein Sein sich in sich sel\u00adber ert\u00f6ten, sich abt\u00f6ten.<\/p>\n<p>Beim ersten Lesen wirken die bei\u00adden Aus\u00adsagen wie eine Ver\u00addop\u00adpelung ein und der\u00adsel\u00adben Gefahr: der Selb\u00adst\u00adt\u00f6\u00adtung. Bei genauerem Hin\u00adse\u00adhen zeigen sich darin zwei unter\u00adschiedliche Gefahren. Es wer\u00adden zwei Bilder meines Seins gezeigt, die unter\u00adschiedlich bedro\u00adht&nbsp;sind.<\/p>\n<ol>\n<li>Wenn mein Sein dro\u00adht zu erl\u00f6schen, ist mein Sein eine Flamme, es ist ein bren\u00adnen\u00addes&nbsp;Feuer.<\/li>\n<li>Dro\u00adht mein Sein zu ert\u00f6ten, so kann ich es als Leben erkennen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Mein Sein ist Feuer und Leben, es beste\u00adht aus zwei Prozessen: Feuer ist Bild des Abbaus, des Ver\u00adbren\u00adnens, Leben ist Auf\u00adbau, Gestal\u00adtung. Gemein\u00adsam entste\u00adht das Bild mein\u00ader Lebens\u00adflamme, meines Lebenslicht\u00ades. Dieses innere Licht ist mein Bewusst\u00adsein und meine Lebendigkeit, mein Leben. Bedro\u00adht wird es zweifach.<\/p>\n<p>Mein inneres Feuer, mein Bewusst\u00adsein bildet sich, wie Rudolf Stein\u00ader aus\u00adf\u00fchrt, durch leise Abbauprozesse, durch das Frei-Wer\u00adden des Geistes, der vorher den Auf\u00adbau gestal\u00adtete. \u00dcber\u00adwiegt der Auf\u00adbau, so schwindet mein Bewusst\u00adsein, wie es jede Nacht geschieht. Im Schlaf bin ich fern vom Wel\u00adten-Dasein. Bin ich wach, so bin ich nah dem Wel\u00adten-Dasein. Durch jede Sinneswahrnehmung wird mein inneres Feuer, mein Bewusst\u00adsein gen\u00e4hrt von der Welt und dadurch wachgehalten.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6n\u00adnen nicht nur in der \u00e4u\u00dferen Welt wach sein, son\u00addern auch in der inneren. Wenn ich mich auf mich sel\u00adber zur\u00fcckziehe und mich von der Welt mit ihren \u00e4u\u00dferen Sin\u00adnes\u00adreizen durch Konzen\u00adtra\u00adtion abschlie\u00dfe, ent\u00adferne ich mich vom Wel\u00adten-Dasein. Ich erhalte mein Bewusst\u00adsein wach, indem dieses Licht meine innere Welt beleuchtet. Ich \u201esehe\u201d meine Gedanken wie Fis\u00adche durch das Bewusst\u00adsein\u00adswass\u00ader schwimmen.<\/p>\n<p>Licht braucht immer ein Objekt, das es beleucht\u00aden kann, son\u00adst bleibt das Licht unsicht\u00adbar. So ist es auch mit meinem Bewusst\u00adseins-Licht. Um mein reines Bewusst\u00adsein, im Bild das Wass\u00ader, in dem die Gedanken-Fis\u00adche schwim\u00admen, wach zu erleben, muss mir mein Bewusst\u00adsein als Raum erleb\u00adbar wer\u00adden. Auf diese Weise halte ich das Wel\u00adten-Dasein auch ohne zu beleuch\u00adt\u00adende Gedanken-Objek\u00adte nah. W\u00e4hrend ich so meine Innen\u00adwelt erlebe, ver\u00adstre\u00adicht immer Zeit. Sie ist die Verbindung zum Wel\u00adten-Dasein der gro\u00dfen, \u00e4u\u00dferen Welt. Am Erleben der ver\u00adstre\u00adichen\u00adden Zeit, in der Gegen\u00adw\u00e4r\u00adtigkeit, bewahre ich mein Bewusst\u00adseinslicht vor dem Verl\u00f6schen.<\/p>\n<p>Mein Bewusst\u00adseinslicht ist immer in Gefahr zu erl\u00f6schen, wenn ich fern vom Wel\u00adten-Dasein bin. W\u00e4hrend ich mein Sein f\u00fch\u00adle, muss ich erken\u00adnen, dass ich in Beziehung ste\u00adhe zur Welt, dass ich auf sie angewiesen bin.<\/p>\n<p>Mein Bewusst\u00adseinslicht entz\u00fcn\u00addet sich durch den steti\u00adgen Abbau-Prozess im K\u00f6r\u00adp\u00ader. Es wird gen\u00e4hrt und sicht\u00adbar bren\u00adnend erhal\u00adten durch die zu beleuch\u00adt\u00aden\u00adden Objek\u00adte im Au\u00dfen und Innen. Der ini\u00adtiale Abbau ist ein Herb\u00adst-Prozess. Er geschieht ganz aus mir. Er kann nur stat\u00adtfind\u00aden, wenn es zuvor einen leib\u00adlichen Auf\u00adbau, einen Fr\u00fch\u00adlings-Prozess gab.<\/p>\n<p>Zumeist erleben wir unser Leben als ein Geschenk. F\u00fcr den Auf\u00adbau f\u00fchlen wir uns nicht ver\u00adant\u00adwortlich, er geschieht ein\u00adfach w\u00e4hrend wir schlafen. Im Mantra 20 T wird uns auch f\u00fcr diesen Fr\u00fch\u00adlings-Auf\u00adbau-Prozess die Ver\u00adant\u00adwor\u00adtung \u00fcbergeben. Ihm dro\u00adht die zweite Gefahr. Er geschieht stetig, im Mantra ist die Ver\u00adlaufs\u00adform gew\u00e4hlt: \u201eUnd bauend nur auf eignem Grunde in sich, sich selb\u00adst ert\u00f6ten m\u00fcsste.\u201d Mein Sein ert\u00f6tet sich in sich sel\u00adber, wenn es nur auf eigen\u00adem Grunde baut.<\/p>\n<p>Durch den ersten Prozess, durch mein geweck\u00adtes, denk\u00adend-wahrnehmendes Bewusst\u00adsein baue ich mir \u00dcberzeu\u00adgun\u00adgen auf. Mein Glaube entste\u00adht und sagt wir for\u00adt\u00adan, was ich f\u00fcr wahr halte. Baue ich diese Erken\u00adnt\u00adnisse nur auf eigen\u00adem Grunde, nur durch das, was mir meine \u00e4u\u00dfere Wahrnehmung und mein Denken liefern, bin ich Mate\u00adri\u00adal\u00adist. Ich begreife nur das Tote. Dadurch ert\u00f6tet sich in mir mein Sein. Der Zyk\u00adlus des Lebens von Auf- und Abbau, Fr\u00fch\u00adlings- und Herb\u00adst-Prozess kommt zum Erliegen, wenn ich meinen Glauben nur auf das st\u00fctze, was ich aus mir her\u00advor\u00adbrin\u00adgen&nbsp;kann.<\/p>\n<p>Anders ist es, wenn ich mein Sein gr\u00f6\u00dfer denke als diesen K\u00f6r\u00adp\u00ader und dieses Leben. Der Jahres\u00adlauf ist nicht mein Leben. Er ist fremder Grund. Erkenne ich mein Sein abge\u00adbildet im Jahreskreis, erkenne ich in ihm den Weg der Seele von Geburt zu Geburt, so baue ich meinen Glauben nicht nur auf eigen\u00adem Grunde. So f\u00fch\u00adle ich, dass sich mein Sein nicht in mir ert\u00f6tet.<\/p>\n<p>Glaube ist die erste der drei christlichen Tugen\u00adden, die bei\u00adden anderen sind Liebe und Hoff\u00adnung. Liebe schafft N\u00e4he und verbindet mich mit dem Anderen, mit dem Au\u00dfen. Durch Glaube, der nicht nur auf eigen\u00adem Grunde baut und Liebe, die das Wel\u00adten-Dasein nah h\u00e4lt, entste\u00adht die begr\u00fcn\u00addete Hoff\u00adnung, dass mein Leben fortbeste\u00adht, auch wenn mein k\u00f6r\u00adper\u00adlich f\u00fchlbares Sein stirbt.<\/p>\n<h4><strong>Die dritte Stufe im Sternbereich \u2014 die Stufe der Archai<\/strong><\/h4>\n\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/20-T-Sternbereich-Archai-300x251.png\" alt width=\"300\" height=\"251\"><\/p>\n<p>Die neun Stufen der <a href=\"https:\/\/anthrowiki.at\/Hierarchien\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">himm\u00adlis\u00adchen Hier\u00adar\u00adchien<\/a> haben je nach Tra\u00addi\u00adtion und Sprache ver\u00adschiedene Namen. F\u00fcr die hier in Rede ste\u00adhen\u00adden Stufe wer\u00adden fol\u00adgende Namen ver\u00adwen\u00addet: hebr\u00e4isch: Archai, lateinisch: prin\u00adci\u00adpates, F\u00fcrsten\u00adt\u00fcmer, Rudolf Stein\u00ader nen\u00adnt sie auch Ure\u00adn\u00adgel, Urkr\u00e4fte, Zeit\u00adgeis\u00adter, Geis\u00adter der Per\u00ads\u00f6n\u00adlichkeit und Anf\u00e4nge.<\/p>\n<p>Rudolf Stein\u00ader sagt \u00fcber sie: \u201eSooft in der Bibel ste\u00adht &lt;am Anfang&gt;, bezieht sich das auf die Urkr\u00e4fte oder Anf\u00e4nge. &lt;Am Anfang schuf Gott Him\u00admel und Erde&gt;, das hei\u00dft: Der Gott des Anfangs, der auf dieser Stufe ste\u00adht, schuf Him\u00admel und Erde. \u2014 Es war eine von den Urkr\u00e4ften der drit\u00adten Abteilung der Hier\u00adar\u00adchien.\u201d (Lit: GA 93a, S.&nbsp;97)<\/p>\n<p>Mit der Woche 20 T ist eine m\u00e4chtige Kraft des Neuan\u00adfangs verbunden!<\/p>\n<p>Alanus ab Insulis schreibt \u00fcber diese Stufe: \u201eEs gibt eine weit\u00adere Ord\u00adnung, die die Auf\u00adgabe \u00fcber\u00adnom\u00admen hat, den F\u00fcrsten zu lehren, sein Volk zu regieren, und deshalb wird sie F\u00fcrsten\u00adt\u00fcmer (Prin\u00adci\u00adpa\u00adtus, Archai) beze\u00adich\u00adnet. Zu dieser Ord\u00adnung wer\u00adden diejeni\u00adgen geh\u00f6ren, die Untergebene vern\u00fcn\u00adftig regieren.<\/p>\n<p>\u2026 Arbeite also, o Men\u00adsch, \u2026 indem du Untergebene gut regierst, mit den F\u00fcrsten\u00adt\u00fcmern herrschen wirst; \u2026\u201d (Alanus ab Insulis, \u00dcber\u00adset\u00adzt und ver\u00f6f\u00adfentlicht von Wolf-Ulrich Kl\u00fcnker unter dem Titel, \u201eAlanus ab Insulis\u201d, 1993, S.&nbsp;54f)<\/p>\n<p>Ich denke, die Qual\u00adit\u00e4t des Anfangs, des konkreten Beginns ein\u00ader neuen Sch\u00f6p\u00adfung wurde oben deut\u00adlich. Was fr\u00fcher die Regierung \u00fcber Unter\u00adta\u00adnen bedeutete, ist heute Selb\u00adsterziehung, die Regierung, d.h. F\u00fchrung, nicht Beherrschung oder Unter\u00addr\u00fcck\u00adung der eige\u00adnen See\u00adlenkr\u00e4fte. Alanus fordert dazu auf, den Thron in der eige\u00adnen Seele zu besteigen, sie weise zu leit\u00aden und ihre Gren\u00adzen zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Auch im Reich der Engel ist Entwick\u00adlung. Laut Rudolf Stein\u00ader steigt der Erzen\u00adgel Michael gegen\u00adw\u00e4r\u00adtig immer weit\u00ader auf in den Rang eines Archai und wird f\u00fchrend f\u00fcr die ganze Men\u00adschheit. So ist die kom\u00admende Woche mit dem Mantra 20 T in ganz beson\u00adder\u00ader Weise geeignet, sich mit Michael zu verbinden. Das Mantra 20 T und damit auch wir alle vom Fluss der Zeit getra\u00adgen, ste\u00adhen an ein\u00ader dreifachen Zeit\u00aden\u00adwende: erstens leben wir auf der Gren\u00adze im Jahreskreis \u2014 auf der Kante der Pyra\u00admide (<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=842\">siehe 7 G<\/a>) -, an der das Reich Uriels endet und das Reich Michaels begin\u00adnt. Zweit\u00adens leben wir am Anfang ein\u00ader neuen absteigen\u00adden Erzen\u00adgel-Runde \u2014 vom Ich zur Physis \u2014 in Gestalt der vier Erzen\u00adgel der Jahreszeit\u00aden (sieh Kreis-Abbil\u00addung). Und drit\u00adtens verbindet uns das Mantra 20 T mit der Stufe der Archai, der drit\u00adten von neun Stufen im Stern\u00adbere\u00adich und damit mit Michael als Archai, d.h. als Zeit\u00adgeist (siehe Ei-Abbildung).<\/p>\n<p>Was zun\u00e4chst wie Gedanken\u00adspiel\u00aderei erscheinen mag, kann eine objek\u00adtive und damit tragf\u00e4hige Grund\u00adlage wer\u00adden, das eigene Sein im Zusam\u00admen\u00adhang mit dem Zeit\u00aden-Sein der Welt zu f\u00fchlen; die eigene Seele zu weit\u00aden und mit diesem viel gr\u00f6\u00dferen Sein zu synchronisieren.<\/p>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=1210\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tn\u00e4ch\u00adster Blog-Eintrag&nbsp;<\/a>\n\t\t\t<a href=\"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/?page_id=136\" target=\"_self\">\n\t\t\t\t\t\tzur\u00fcck zur \u00dcbersicht&nbsp;<\/a>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rakotzbr\u00fccke, Teufels\u00adbr\u00fccke (im Aza\u00ad\u00ad\u00adleen- und Rhodo\u00adden\u00addron\u00adpark Krom\u00adlau) 20 T So f\u00fchl ich erst mein&nbsp;Sein, Das fern vom Wel\u00adten-Dasein In sich, sich selb\u00adst erl\u00f6schen Und bauend nur auf eignem Grunde In sich, sich selb\u00adst ert\u00f6ten m\u00fcsste. 20 T ist ein Krisen\u00adspruch Das Mantra 20 T ist der zweite von vier regelm\u00e4\u00dfig im Jahreskreis liegen\u00adden Krisen- Droh-\u2026<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"wp_typography_post_enhancements_disabled":false,"footnotes":""},"class_list":["post-1220","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1220","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1220"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1220\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.stellamaris-seelenkalender.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1220"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}